Willst du gute Tage sehen 1. Petrus 38 12 – Predigt von Tobias Roth
Transkriptca. 26 min Lesezeit
Ja, der Titel, der über der Predigt heute steht, lautet, willst du gute Tage sehen? Und das ist keine rhetorische Frage an dich, sondern ist ein zentraler Vers aus unserem heutigen Bibeltext, der im Kontext steht davon, dass wir in unserem Leben durchaus immer wieder in Konflikte mit anderen geraten. Und dieser Abschnitt zeigt uns, wie wir sozusagen in den Schwierigkeiten, natürlich im Kontext der Verfolgung im ersten Petosbrief, wie wir es schaffen können, die Gemüter zu beruhigen und dadurch irgendwie unser Leben ruhiger zu kriegen. Nun, stellt euch einmal vor, ihr seid gerade in der Arbeit und ihr habt irgendwie, um gutmütig eurem Chef zu helfen, so eine Excel-Datei mit Informationen erstellt, die sozusagen in dem Abstimmungsmeeting eben besprochen wurden und du wolltest einfach wirklich aus so einer Freundlichkeit diese Informationen mal zusammensammeln, die so auf dem Handzettel deines Chefs waren und dann einfach das Ganze auf dem Laufwerk zu legen, dass jeder darauf Zugriff hat und du denkst dir nichts dabei. Und dann kommt eine Kollegin, die vielleicht nicht bei dem Meeting dabei sein konnte und fängt an, sich ohne Grund mega über dich darüber zu ärgern, dass du diese Excel-Datei erstellt hast und sie auf diesem Laufwerk abgelegt hast. Und sie ärgert sich und sie kommt immer wieder ins Büro, sucht irgendwie Gründe, dich anzufahren, flüchtet wieder zurück in ihrem Büro, kommt wieder, sucht wieder irgendeinen Grund, um dich anzufahren. Und was sich für dich in diesem Moment erstmal wie so ein schlecht gelaunter Tag anfühlt, einer anderen Person, zieht sich dann so über mehrere Tage hinweg. Und du hörst dann, stellst dir einfach so vor, du hörst dann von deinen Kollegen, wie diese Kollegin in deiner Abwesenheit über dich abledert und über dich herzieht. Und du denkst dir, ich habe doch gar nichts gemacht. Ich habe einfach nur aus Freundlichkeit eine Datei zusammengestellt und sie irgendwo öffentlich aufs Laufwerk gelegt, damit jeder darauf Zugriff hat. Also du leidest so im gewissen Sinne einfach nur, weil du irgendwas Gutes getan hast. Und dann stehst du in der Situation und du fragst dich, wie reagiere ich darauf? Und ihr merkt bestimmt, das ist natürlich eine ausgedachte Geschichte und hat nichts mit meinem Lebensalltag zu tun. Du bist also in so einer Situation und du fragst dich, ja, wie reagiere ich da drauf? Und es ist in dem Moment so leicht, das meine ich ganz genau so, sich bei den anderen Kollegen über diese Kollegin aufzuregen, zu versuchen, die anderen Kollegen so ein bisschen auf deine Seite zu ziehen. letztendlich mit Worten zurückzuschlagen, diese Kollegen wegen ihrer übertriebenen Art bei den anderen Kollegen schlecht zu machen, um den eigenen Ruf zu wahren. Das ist ja eigentlich das, was in unserer Natur steckt, was man so als natürliche Reaktion darauf tun möchte. Und dann stellt euch vor, es vergehen noch ein paar Tage. du bist, glaube ich, ein paar Tage auch im Urlaub oder auf Dienstreise oder was auch immer und du kommst wieder zurück, es sind Tage vergangen und du merkst, es hat sich immer noch nicht beruhigt und sie schimpft immer noch über dich. Und du denkst dir, wie verrückt, ich habe gar nichts gemacht, aber wie kann ein Mensch so lange und hartnäckig dich bekämpfen? und dann stehst du an einem Punkt, an dem du überlegst, ja, also entweder ich gehe jetzt mit dieser Person in den Kampf und ich werde diesen Kampf vermutlich auch gewinnen, weil Chef und Kollegen auf deiner Seite stehen, also es wird am Ende sie ins Abseits gestellt, jeder kennt diesen Charakter von dieser ausgedachten Person. Oder, also das wäre die eine Seite, die auch einfach gewesen wäre, oder, so wie es in unserem Bibeltext heute steht, oder ich jage dem Frieden nach. Was um Frieden bedeutet, gib alles dafür, was du tun kannst, um Frieden zu schaffen. Also jage nach in einer aktiven Art, das meint der Text heute, und sitze es nicht aus bis sich einfach alles wieder beruhigt hat sondern jage suche Frieden Und dann stehst du vor einer Entscheidung die unter Umst Einfluss hat ob dein zuk Arbeitsleben in diesem Team mit dieser Kollegin gut und angenehm wird oder gekennzeichnet sein von weiteren Intrigen und Konflikten, die sich vielleicht über Jahre hinziehen. Und deswegen, jetzt verstehen wir vielleicht den Titel der Predigt, willst du gute Tage sehen? Denn dieser Vers steht im Zentrum von Frieden zu suchen. Willst du gute Tage sehen? Willst du so gut du es kannst, die Gemüter beruhigen in deinem Leben? Gute Tage sehen in einem Kontext, wo Christen unter Druck geraten, wo sie in Konflikte geraten aufgrund ihres Glaubens, einfach nur, weil sie Gutes tun. Und wenn sie wegen Gutes tun, leiden, so heißt es ein paar Verse weiter. Und Petrus schreibt uns unseren heutigen Bibeltext und er schreibt auf der einen Seite eine starke Ermahnung, aber auf der anderen Seite großen Trost. Nun 1. Petrus Kapitel 3, 8 bis 12. 1. Petrus 3, 8-12 Und Petrus schreibt, 1. Petrus 3, Abvers 8 Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitfühlend, voll brüderlicher Liebe, barmherzig und gütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben. Denn wem das Leben lieb ist und wer gute Tage sehen will, der bewahre seine Zunge vor Bösem und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes. Er suche den Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren hören auf ihr Flehen. Das Angesicht des Herrn aber ist gegen die Gerichte, die Böses tun. Ja, wir haben jetzt dieses große Thema, das über drei Kapitel oder fast eigentlich vier Kapitel ging. Dieses große Thema Unterordnung, Unterautoritäten, um Menschen zu gewinnen, das ist jetzt abgeschlossen. Paulus beginnt jetzt sozusagen eine neue Gedankeneinheit, die natürlich in den großen Gedankenpass des Buches sozusagen leiden für Christus. Und er startet, wenn wir drei Vers 8 anschauen, mit einem Wort und dieses Wort heißt endlich. Und dieses Wort endlich leitet hier einen Text ein und dieses Wort beschreibt im Grunde einen Punkt, dass eine Person aufhört, das zu sein, was sie einmal war und jetzt anfängt etwas Neues zu tun, was dann in dem Verlauf beschrieben wird. Also der Paulus schreibt seinen Lesern, jetzt endlich hört auf so zu handeln, wie ihr eigentlich aus eurer Natur aus handeln würdet und fangt an, Neues zu tun. Also Petrus steigt in diesen Textabschnitt ein und er schreibt endlich, aber liebe Christen, die ihr unter Druck und Verfolgung steht, die ihr vielleicht auf der Arbeit Probleme mit irgendeiner Person habt, obwohl ihr Gutes getan habt, beginnt. Und dann steigt dann Vers 8 ein und Vers 8 dreht sich zuallererst einmal um den Umgang unter Christen untereinander. Tatsächlich, also wie sollen Christen miteinander umgehen, wenn plötzlich Druck auf die Gemeinde kommt? und erst ab Vers 9 verändert sich das Ganze und es wird allgemeiner und es bezieht den Umgang mit Ungläubigen mit ein, die sozusagen dein Leben schwer machen. Also Vers 8 ist noch ganz stark untereinander, die Bruderschaft und dann, wie sollen wir handeln, wenn Christen das Leben von den Ungläubigen schwer gemacht wird. und Paulus sagt endlich aber, also hört auf und fangt nun an, liebe Christen, untereinander gleichgesinnt zu sein, mitfühlend, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, gütig. Und das ist für die Predigt heute der erste Punkt, dieser Vers 8, wobei ich schwerpunktartig auf dieses Gleichgesinnt eingehen werde und heute viel mehr Zeit dann mit Vers 9 verbringen werde. Nun, man möchte meinen, wenn Verfolgung und Schwierigkeiten über die Gemeinde kommen, dass es bedeutet dass die Christen zusammenr Ich wei nicht ob das so dein Denken ist Also so irgendwie wenn die Verfolgung anf wenn der Druck kommt dann r wir mehr zusammen Nun, ich glaube, und es hat sich ja besonders auch in Deutschland in der Vergangenheit, in der letzten Krise, die wir so weltweit hatten, es hat sich gezeigt, dass es eben nicht so ist. Nun, ohne Partei zu begreifen, überhaupt nicht. Aber wir sehen, dass selbst in Krisenzeiten es nicht zwingend bedeuten muss, dass Christen zusammenrücken, sondern dass Krisen und Druckzeiten Christen sozusagen entzweien können. Und Paulus, er steigt ein in diesen Vers 8 und er schreibt, ihr lieben Christen, seid besorgt darum, dass ihr gleichgesinnt seid, dass ihr gemeinsam an der Wahrheit festhaltet. festhalten an der Wahrheit der Schrift, passt auf, dass ihr nicht entzweit werdet. Und wie gesagt, wir denken, in Druckzeiten hält man mehr zusammen, aber ich glaube, und wir sehen das an Vers 8, warum Paulus hier ermahnen muss, in diesem großen Kontext der Verfolgung, es kann eben genau sein, dass Einheit dann geprüft wird, dann, wenn es schwierig, druckvoll und angefochten wird für die Gemeinde. Nun, ich zitiere einen Artikel aus dem Internet von E21, wo es darum geht, Streit unter Christen und nun. Und wo er ein bisschen auf dieses Thema Einheit eingeht. Also er wird die Schwierigkeit der Einheit erklären. Ausschnittsweise werde ich vorlesen. Also Streit unter Christen und nun. Ja, Auseinandersetzungen unter Christen sind nichts Neues. Tatsächlich hat sogar jener Apostel, der Christen ermahnte, eines Sinnes zu sein, dieses Ideal selber nicht immer erreicht. In der Postgeschichte 15, 36 bis 41 lesen wir den traurigen Bericht über einen heftigen Streit zwischen Apostel Paulus und seinen engen Gefährten Barnabas. Barnabas wollte Johannes Markus mit auf die nächste Missionsreise nehmen, aber Paulus war dagegen, weil Markus sie bei einer früheren Gelegenheit unterwegs verlassen hatte. Dieser Konflikt ist deshalb so entmutigend, weil er mit einer Trennung der beiden endete. Doch die Bibel teilt uns diese traurigen Tatsachen nicht mit, um uns zu deprimieren, sondern um uns etwas zu lehren. Nun, wer hatte Recht? Man muss die Angelegenheit von beiden Seiten aus der Perspektive beider Männer betrachten. Paulus Begründung wird im Text angegeben. Johannes Markus hat seinen Platz verlassen. Dieses Weglaufen war natürlich eine ernste Sache. Welcher Hauptmann würde gern einen Soldaten mitnehmen, der beim letzten Einsatz desertiert ist? Paulus folgte offenbar biblischen Prinzipien. Bisher interessant. Aha, der Paulus hatte ein biblisches Prinzip, dieser Markus war irgendwie nicht treu und Paulus stand auf dieser Seite. Aber bevor wir zu einem endgültigen Urteil kommen, sollten wir auch noch Barnabas zu Wort kommen lassen. Barnabas Argumentation finden wir nicht im Text, aber sie lässt sich vielleicht aus dem ableiten, was wir über seinen Charakter wissen. Ich bezweifle, dass Barnabas Markus' früheres Handeln verteidigt hat. Er war sicherlich ebenfalls der Ansicht, dass ein Diener des Evangeliums treu sein soll. Und doch denke ich, dass er Paulus an ein anderes biblisches Prinzip erinnerte. Sünde und Versagen in der Vergangenheit schließen es nicht aus, dass jemand in der Zukunft Treu und Fruchtbringen arbeitet. Man denke an den Apostel Petrus. Er hatte Jesus immerhin dreimal verleugnet und doch setzte Jesus ihn weiterhin ein. Ich kann Barnabas geradezu sagen hören, wenn Petrus, warum dann nicht Markus? Also wir sehen, hier sind zwei Leute und beide haben ein biblisches Prinzip, aber irgendwie kommen sie nicht zusammen. Was lernen wir daraus? Wir leben in einer Zeit, in der Gottesoffenbarung, obwohl sie alles beinhaltet, was wir wissen müssen, dennoch Stückwerk ist. 1. Korinther 13, 9 und 10. Man kann sich das wie ein großes Puzzle vorstellen, bei dem einige Teile fehlen, aber es sind immer noch genügend Teile da, um das Bild zu erkennen. Das ist einer der Gründe, weshalb auch echte Christen nicht immer zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen, wenn sie sich bemühen, biblische Prinzipien anzuwenden. Der Puritaner Messio Henry stellte fest, wir werden niemals alle eines Sinnes sein, bis wir in den Himmel kommen, wo Licht und Liebe vollkommen sein werden. Bitte Gott, dass er jenen Menschen dort, wo sie deiner Meinung nach falsch liegen, die rechte Sicht schenkt aber soweit sie noch auf dem Weg der Wahrheit unterwegs sind bitte Gott sie zu segnen Nun wir merken einfach an diesem Beispiel von Paulus und Barnabas dass hier zwei Leute beide überzeugt waren von einer biblischen Wahrheit, die in dieser praktischen Situation nicht zusammengepasst haben. Aber beide waren scheinbar aufrichtig, beide hatten irgendwo ihre Sicht auf die Dinge und dieser Abschnitt sagt einfach so klar, dass vieles in der Bibel einfach Stückwerk ist. Und dass es deswegen so normal ist, dass man als Christen oft nicht zusammenkommt oder nicht eines Sinnes ist. Ich finde die Anwendung ganz gut, die er am Schluss dann hier schreibt, bitte Gott, dass er jenen Menschen dort, wo sie deiner Meinung nach falsch liegen, die rechte Sicht schenkt. Also das kannst du tun. Bitte darum, dass Gott ihnen die Augen öffnet. Aber soweit sie sich grundsätzlich auf dem Weg der Wahrheit befinden, bitte Gott, sie zu segnen. Das finde ich einfach ein starkes Bild für diese Einheit. Wir finden nicht immer zusammen. Aber bitte Gott, sie zu segnen. Nun 1. Petrus 3, Vers 8. Paulus schreibt also, liebe Brüder, in diesen Drucksituationen, bemüht euch, diese Einheit zu bewahren. Ja, seid gleichgesinnt, endlich aber. Hört auf, das abzulegen, dieses nicht gleichgesinnt zu sein und beginnt gleichgesinnt zu werden, mit einer Meinung für die Wahrheit zu kämpfen. Und dann geht er weiter, Vers 8, und ich überfliege das jetzt nur ein bisschen, damit wir dann in Vers 9 diesen Abschnitt ein bisschen mehr auseinandernehmen können. Nun, Paulus schreibt weiter, Vers 8, dass wir in der Gemeinde mitfühlend sein sollen. Und dieses griechische Wort, das hier für mitfühlend benutzt wird, das ist dieselbe Wurzel, wie was wir heute unter Sympathie ableiten. Und es meint im Grunde das Teilen derselben Gefühle. Das Teilen derselben Gefühle. Nun, wenn einer irgendeine Not oder irgendein Leid in seinem Leben hat, ist dieses Mitfühlen mit unseren Geschwistern zu sein, dieselben Gefühle zu teilen, mitzuleiten. Sein Anliegen, seine Trauer so zu meiner eigenen Trauer zu machen. Mitzuleiten, die gleichen Gefühle zu teilen. Und Petrus schreibt, dass es etwas ist, was wir in der Gemeinde praktizieren dürfen. Die Gefühle des anderen nachzuempfinden. Wo wir manchmal vielleicht denken, ich kann die Gefühle nicht verstehen, reiß dich mal zusammen oder so. Oder wo wir vielleicht manchmal sehr verkopft an die Schwierigkeiten des anderen rangehen. Aber ich glaube, dass es hier einfach um viel mehr geht, als verkopft an die Schwierigkeiten der anderen ranzugehen. vielleicht auch lösungsorientiert, was man Männern oft unterstellt oder so, sondern dass hier einfach mal so ein Mitweinen mit den Weinenden gemeint ist, ihre Gefühle teilen. Wenn es um Krankheit geht, wenn es um ausgebrannte Christen geht und so weiter und so fort und er schreibt, dass es einfach passieren soll im weiteren Versverlauf und brüderlicher Liebe, also selbstlosen Dienst und demütigen Dienst. Ja, und jetzt kommen wir zu Vers 9. Und ab Vers 9, es ist ein größerer Abschnitt, der letztendlich auf eine Sache zielt, und zwar auf Vers 10. Und ich glaube, dass die Prinzipien jetzt ab Vers 9 natürlich auch für die Gemeinde anwendbar sind, Aber wir sehen spätestens ab Vers 12 und dem weiteren Versen, dass es hier eigentlich darum geht, wie verhalten wir uns, wenn wir zu Unrecht leiden von denen, die Christus verfolgen. Nun Vers 10. Denn wem von euch hier heute das Leben lieb ist, Und wer von euch hier heute gute Tage sehen möchte, der muss seine Lippen bewahren. Nun speziell im Vers vom Trug und seine Zunge vom Bösen, aber ihr werdet gleich etwas sehen. Es geht um alles, um was es sich hier in diesem Textzusammenhang dreht. Nun, wir haben diesen Bibeltext gemeinsam im Männertreff studiert, vor, keine Ahnung, vier, fünf Wochen oder so, Micha und Matthias, ich denke so vor einem Monat oder so, weil wir uns einfach mal mit Exegese beschäftigen wollten und es war einfach mal die Frage, wie ich so eine Predigt grundsätzlich vorbereite. Und wir haben diesen Text gemeinsam auf Vorbereitung für heute studiert und auseinandergenommen. Und wir haben folgende Entdeckung gemacht. In diesem gesamten Abschnitt geht es ganz stark um das, was wir reden.
Nun schaut in Vers 9, wir lesen von Schmähungen, Beschimpfungen, also das meint schlecht reden, lästern. So, es wird schlecht über dich geredet, antworte nicht mit schlechtem Reden. Es wird über dich im Hintergrund gelästert, antworte nicht mit Lästerung. Weiter, Vers 9, im zweiten Teil, der Gegensatz. Unser Reden soll segnend sein. Gutes Reden über wen? Über die im Büro, die dich die ganze Zeit angreift. Loben, gut über sie reden. Obwohl du beschimpft, geschmähst und dein Ruf zerstört wird. Wir lesen in Vers 10, die Zunge, dass sie kein Trug redet. Wir lesen in Vers 12, das Flehen zu Gott als Gegenstück. Wir merken also, dieser ganze Abschnitt, wo es um Druck geht, zielt so stark auf unsere Zunge. Wie reagieren wir in unserem Reden? Also wie sollen wir reden? Was soll aus unserem Mund kommen, wenn wir in Konflikten stehen? Wie sollen wir zusammengefasst auf Böses reagieren, und zwar mit Gutem? Nun zurück zu der Anfangsgeschichte, die sich einmal irgendwo in Deutschland abgespielt hat. Nun, wo diese Person zu Unrechtsschmähungen abbekam. Diese Person hat sich einer Legende nach irgendwann dazu entschieden, dem Frieden nachzujagen. Und interessanterweise, nachdem er diesen Text mit ein paar Männern studiert hat Und nachdem man sich erst hinreißen lassen hat, sich zu verteidigen und den schlechten Charakter der Kollegin zumindest ein bisschen zu betonen, um sich selber zu rechtfertigen, hat das Gewissen doch so gedrängt, dieser Person irgendwann eine Nachricht zu schicken, in der ein Friedensangebot war. Nun, nicht weil ich der Anfänger des Krieges war, aber es war einfach ein Friedensangebot. Und ich will euch eins sagen, es hat geklappt. Es herrscht einfach wieder Frieden. Wirklich. Und ich will euch eins sagen, ich glaube, genau das ist der Punkt, auf den Petrus hinaus will. Da, wo wir Schmähungen abbekommen und nicht mit Schmähungen antworten. Da, wo über uns gelästert wird und wir nicht mit Lästern antworten. Da, wo wir sogar denen, die uns Böses tun, segnen. Wo wir Gutes trotz allem über die andere Partei sagen. wo wir Vers 11 weiterhin Gutes tun, Vers 11 den Frieden in den Konflikten suchen. Ich glaube, das ist, was Petrus meint, wenn er sagt, willst du gute Tage sehen? Nun, die Person hätte sich die nächsten Jahre im Büro einfach richtig versauen können. Ja? Aber jetzt, für den Moment, sind gute Tage. Weil es einfach, wenn wir mit Guten auf Böses antworten, Menschen Wind aus den Segeln nehmen. Und Petrus schreibt es hier zu Leuten, die verfolgt sind, die leiden oder zumindest leiden werden. und er sagt, ja, wenn sie euch schlagen um der guten Dinge willen, antwortet mit Guten. Antwortet mit Guten. Vers 11, jage diesem Frieden nach. Jagen kann man dahin deuten, dass vielleicht jemand gar keinen Frieden will, also der Frieden flüchtet und er sagt, jage dem nach. Also sitze es nicht aus, bis der Frieden irgendwann wieder da ist, sondern arbeite aktiv daran, dem Frieden, der flüchtet, nachzujagen, ihn zu suchen. Ich möchte dir eins sagen, wenn du einen Konflikt mit irgendjemand hast, auch wenn du nicht schuld bist, es ist deine Pflicht, den Frieden zu suchen. Jage ihm nach. Tu alles, was in deiner Macht steht, um Frieden zu suchen. Manchmal geht es nicht. Wenn möglich, haltet mit allen Menschen Frieden. Wenn möglich. Manchmal ist es nicht möglich. Weil die andere Partei nicht will. Und klar ist es schwierig, gerade wenn man sogar im Recht ist, also gerade dann, wenn man ohne Grund beschimpft wird, Vers 9, Also gerade dann, wenn in der eigenen Natur und dem eigenen Gefallen Gerechtigkeitsempfinden irgendwie alles nach gerechter Vergeltung schreit. Ich weiß, das ist nicht einfach. Aber ich glaube, gerade dann darf und muss sich beweisen, dass wir Christen sind. Und dass wir Christus folgen und dass wir ihn imitieren wollen So hei es n in Kapitel 2 dass wir seinen Fu folgen Das schreibt Petrus erst noch ein paar Verse vorher in Kapitel 2 Seinen Fu zu folgen den Weg zu gehen den er vorausgegangen ist. Wir werden diese Stelle gleich nochmal sehen, denn genau dort wird uns Jesus in diesem Kontext gezeigt. Aber weil es so schwer ist, und da wollen wir realistisch sein, brauchen wir irgendwas, was uns eine Motivation gibt, diese schwere Aufgabe umzusetzen, auf das Böse mit Gutem zu antworten. Wir brauchen irgendwas, das uns Motivation gibt. Und ich habe in unserem Text und Textzusammenhang vier Motivationen gefunden, wie wir schaffen, vier Motivationen, die Gott uns durch Petrus gibt, wie wir schaffen, auf das Böse gut zu antworten. Der erste Punkt, die erste Motivation ist, dass wir Jesus ähnlich sein wollen. Also, weil wir Jesus folgen wollen, erste Motivation. Also die Frage ist, was motiviert mich im Konflikt mit Gutem zu antworten? Weil wir Jesus folgen wollen. Vergleich bitte mit mir Kapitel 3, Vers 9 mit Kapitel 2, 21 bis 23. Also Kapitel 9, hier geht es ja ganz stark um dieses Vergeltet, nicht Böses mit Bösem, noch Schmähung, also Beleidigung mit Beleidigung. Das ist ja 3 Vers 9. Und jetzt achten wir darauf, die erste Motivation ist, wir wollen doch Christus folgen. 2 Vers 21 Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit wir seinen Fußstapfen folgen. Aha, er ist das Vorbild und wir folgen diesem Vorbild. Nun, was war das Vorbild? Er hat keine Sünde getan, ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden. Und jetzt Vers 23, die Verbindung zu 3, Vers 9. Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder. Als er litt, trote er nicht, sondern er übergab es dem, der gerecht richtet. Also wenn ihr Vers 23 mit 3 Vers 9 vergleicht und das steht mit der Aufforderung, dass wir seinen Fußstapfen folgen sollen. Und Vers 23 dort steht, als Jesus geschmäht wurde. Als er beleidigt und verlästert wurde, beleidigte er nicht zurück. Und Petrus hat diesen 2, Vers 23 noch im Kopf. Er landet in Kapitel 3, Vers 9 und er wendet es auf uns an und schreibt, liebe Christen, dir Jesus seinen Fußstapfen folgt, vergeltet auch ihr nicht Schmähung mit Schmähung. Die Frage heute steht also als erste Motivation, wie wir auf Böses antworten können, willst du den Fußstapfen von Jesus folgen? Willst du diesem Vorbild von Jesus folgen und sein wie Jesus, ihm ähnlicher werden? Gerade im Bereich der Konflikte, natürlich im Bereich Leiden um Jesu Willen, leiden, weil du Gutes tust. Die erste Motivation, willst du Jesus folgen, dann lerne, auf Beleidigung mit Segen zu antworten. Denn das ist das, was wir tun sollen. 9b. Segnet. Antwortet mit Gutem. Erste Motivation, anders zu reagieren, sie liegt in dem Vorbild von Jesus. Zweite Motivation, 9b. Warum sollen wir mit gutem antworten? Was ist der zweite Antrieb, den Gott uns durch Petrus ergibt? Und zwar 9b, segnet. Also redet Gutes über eure Feinde. Warum? Schaut in den Bibeltext. Warum sollen wir Gutes über unsere Feinde reden? Was ist die Motivation? Was steht hier im Text? Warum? Weil wir wissen, dass wir selber Segen erben werden. Und wir fragen uns, die wir in unserer Grundnatur nicht besser waren, als die, die uns verfolgen und Böses tun. Und wir von Gott so gesegnet wurden. Gott uns alles vergeben hat. Gott mit uns nicht ins Gericht geht. Gott uns ein ewiges Leben bereithält. Gott uns eine Wohnung bereithält. 1. Petrus Kapitel 1 redet so stark von den Segen, den wir in Christus haben, über den wir uns einmal jubelnd freuen werden. Und er schreibt segnet auch ihr denen die euch B tun Warum Weil du wei dass du von Christus Segen erbst Und wir fragen uns nat wie können wir mit anderen ins Gericht gehen und ihnen nicht gnädig sein, obwohl Gott mir gnädig war? Wie kann ich anderen ihre Sünde nachtragen, wenn ich selber mit geöffneten Augen vor dem Kreuz stehe, Wenn ich ganz genau weiß, was ich verbrochen habe und was Gott mir alles vergeben hat und wie reich er mich beschenkt, wie kann ich dann, nun wir können es, aber wie kann ich dann auf Böses mit Bösem reagieren, weil ich einen Drang nach Gerechtigkeit habe? Die zweite Motivation. Wir geben unseren Feinden nicht das, was sie verdient hätten. Nun, was hätten sie verdient, wenn sie uns beleidigen? Zurückbeleidigt zu werden, richtig? Sondern wir geben ihnen, was sie nicht verdient haben, indem wir mit gutem antworten. Und das ist nichts anderes, was Jesus mit uns getan hat. Er hat uns nicht vergolten nach unseren Sünden und Missetaten. Wir antworten mit Liebe. Warum? Weil Gott uns zuerst geliebt hat. Und das kann Konflikte beruhigen, das kann Holz aus dem Feuer nehmen und damit kommen wir zur dritten Motivation und zwar, dass sich 3 Vers 10 die Situation dadurch verbessern können, dass wir dadurch Förderer eines guten und ruhigen Lebens werden. Nun, wenn wir Trug reden, böse Dinge tun, wenn wir zurückschlagen, so wird unser Leben automatisch mehr und mehr in Konflikte reingezogen. Stellt euch vor, bei dieser Geschichte am Anfang, man hätte dauerhaft zurückgeschlagen. Das hätte zu langjährigen Konflikten führen können. Es hätte das Arbeitsleben verkompliziert. Und jetzt kommt die vierte große Motivation, warum es gut ist, auf Böses mit Gutem zu antworten. Die vierte Motivation ist Vers 12. Und zwar darfst du dir eine Sache in deinem ungerechten Leiden bewusst sein. Und zwar folgende Verheißung aus Vers 12. dann, wenn du zu Unrecht leidest, die Augen Gottes achten auf dich und sein Ohr neigt sich deinem Flehen, das aus dieser Not herauskommt. Nur wenn Petrus hier schreibt, dass die Augen des Herrn auf dich schauen, da meint es hier im Kontext nicht, dass Gott so dich die ganze Zeit kritisch überprüft und ganz genau sieht, was du im versteckten Kämmerlein machst. Überhaupt nicht. So in diesem Kontext, wo es darum geht, zu Unrecht zu leiden, will dieser Vers trösten und er sagt dir, dass während du hier leidest, Gottes Auge über dein Leben wachsam schaut. So wachsam wie jeder von euch, der einmal kleine Kinder hatte oder hat. So wachsam wie wenn du mit einem zweijährigen Kind an der Hauptstraße läufst. Oder irgendwo an einer gefährlichen Stelle bist. So wie Eltern liebevoll die ganze Zeit die Kinder wie in so einem Radar auf dem Schirm haben. Und manchmal sich gar nicht konzentriert mit anderen unterhalten können. Weil sie die ganze Zeit nur wachsam auf ihr Kind achten. Und das meint es hier, wenn Petrus schreibt, einer Sache darfst du dir bewusst sein. Gott, er sieht es nicht nur, er wacht darüber. Er wacht darüber und er sieht es ganz genau und schaut mitleidend und wachsam auf die Situation. Das ist hier die Ermutigung. Aber nicht nur das. Wisst ihr, was er noch tut laut diesem Vers? Er neigt sein Ohr hin zu deinem Flehen. Dieses Flehen, das aus einem notvollen Herzen kommt. dieses Flehen, das aus einem leidenden Herzen kommt und Gott neigt sein Ohr. Gott ist mit dir. In diesem ganzen Abschnitt geht es um Worte, wie ich schon gesagt habe. Und zwar, dass wir eben die schlechten Worte nicht mit ihnen zurückschießen sollen, sondern unsere Worte sollen was? Sie sollen bei Gott platziert werden, laut Vers 12. Nun, die erste Reaktion ist, mit Zorn und Bösem zurückzuschlagen. Aber Vers 12 sagt, dass Gottes Ohren auf unser Flehen hören. Wir sollen daraus ein Flehen machen und unsere Worte zu Gott bringen. Also unser Zorn soll zum Flehen zu Gott werden. Und dann heißt es weiter im Vers, dass das Angesicht des Herrn, und jetzt ist es hier nicht mehr das wachsame Auge seinen Kindern sondern das Angesicht Gottes Und hier geht es wohl dann um Gericht Dieses Angesicht spricht wohl vom Gericht Dass das Angesicht Gottes gegen deine Feinde gerichtet ist Seht ihr das? Du leidest als Christ zu Unrecht und Gott neigt sich dir zu. Aber sein richtendes Angesicht ist gegen die Feinde gerichtet. und deswegen können wir wie Christus handeln, deswegen können wir Schmähungen ertragen, Gott unser Leid klagen, wir wissen, er wird vergelten, wir fliehen zu ihm und er wird handeln. Und wisst ihr was? Während wir in Vers 12 hinfliehen zu unserem liebenden Vater, der Recht handeln wird. In diesem Moment sind wir wieder wie Jesus. Schaut wieder in Kapitel 2, Vers 23. Was tat Jesus? 2, Vers 23. Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht. Das hatten wir. Als er litt, drohte er nicht. Aber was tat er? Was tat er? Er übergab es dem, der gerecht richten wird. Das ist genau dasselbe, was als Anwendung aus unserem Bibeltext heute rauskommt. Antwortet nicht mit Schmähung, sondern bringt euer Flehen zu Gott und Gott wird gerecht richten. Er übernimmt es. Er ist unser Anwalt und unser Löwe und unsere Verteidigung, unsere Burg. Aber wir reagieren mit Liebe und während wir Gott in den Ohren liegen und flehen und uns unsere eigene Sündhaftigkeit bewusst wird, beten wir gar nicht um Gericht und um Zorn, sondern wir beten, dass Gott unsere Feinde retten möchte und dass er mein Handeln, wie ich auf Böses mit Gutem reagiere, benutzt, um diese Seele zu retten, unverdient, so wie er mich gerettet hat. Ja, so wie Jesus am Kreuz, als er für seine Feinde betete. Ja, unverdient. Er begab es Gott, dem gerechten Richter. aber unser Wunsch ist es dann eigentlich Herr, dass du sie doch retten möchtest so bin ich jetzt im Landeanflug zum Schluss und wir müssen folgendes sagen wir brauchen uns nicht selbst zu rächen wir brauchen es wirklich nicht das ist unsere Reaktion, natürlich Aber wir brauchen es nicht. Warum? Weil uns selber so viel vergeben ist. Unsere Antwort auf Unrecht ist, mit Gutem zu antworten. Das kommt so sehr aus diesem Text heraus. Auf Unrecht mit Gutem zu antworten, nicht mit Bösem. Warum? Denn Kapitel 3, Vers 17, ein paar Verse nach unserem Hauptbibeltext, da schreibt Petrus, liebe Christen, wisst ihr was, es ist besser für uns, euch, für Gutes tun zu leiden, wenn das der Wille Gottes ist, als für Böses tun. Ja, es ist besser. Nun, wenn wir für Gutes tun leiden, dann haben wir die Verheißung, dass Gott für uns handeln wird, dass sein Auge über uns wacht, sein Ohr unser Flehen hört. Das ist viel besser, als irgendwie eigenmächtig eigene Rache vorzunehmen. Gott wird es besser machen. Und wenn wir zurückschlagen, wenn wir, so wie es in Kapitel 4, Vers 15 heißt, leiden, weil wir Übeltäter sind, leiden, weil wir Schläge für unsere Rache bekommen, das kann ja auch passieren, wir können leiden, nicht weil wir Gutes tun, sondern weil wir in den Krieg einsteigen. Und dann brauchen wir keinen Lohn erwarten. Und dann sollten wir auch vorsichtig sein, Gott in den Ohren zu legen und zu sagen, Gott, hilf mir, meine Rache durchzuführen oder was auch immer. Nun, Gott stellt sich auf uns, auf unsere Seite. Also, was ist unsere Motivation? Wir wollen Christus ähnlich sein, der selber nicht zurückschmähte. Wir wollen segnen, gut reden. Warum? Weil wir selber Segen erben. Wir wollen ein gutes, ruhiges Leben. Und Gott ist mit uns. Seine Augen wachen über uns. Sein Ohr neigt sich unserem Flehen. Und sein Angesicht ist gegen die, die dich zu Unrecht leiden lassen. Und damit schließen wir. Amen.
Musik