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Ja, ich würde kurz noch beten zu Beginn und dann steigen wir ein in die heutige Predigt. Ja, Herr Jesus, wir möchten auch jetzt nochmal einfach zu dir kommen. Ja, weil wir kommen, um dein Wort zu hören und ich möchte auch einfach jetzt ganz besonders bitten, dass du das, was wir hören, das, was ich rede, dass du deine Hand drüber hältst, das segnest, schenkst, dass wir im Denken gesund werden, Herr, im Gleichgewicht sind zwischen Sein und Tun, Herr, dass du uns dabei segnest. Und so bitte ich, hilf uns und sei unter uns. Amen. Ja, ich weiß nicht, welche Beobachtungen du in der Christenheit gemacht hast, aber vielleicht sogar auch in deinem eigenen Denken und in deinem eigenen Herzen. Was mir aufgefallen ist über die Jahre, und ich glaube, dass es ganz oft auch der Konflikt ist zwischen Leuten, die verschiedene Positionen haben, dass Christen sich sehr schwer tun, ausgewogen zu sein. Nun, Christen tendieren oft dazu, bestimmte Themen überzubetonen und dadurch von der einen Seite des bekannten Pferdes zu fallen. Ganz oft, und ich glaube, dass es ganz oft wirklich ein Punkt ist, warum es Konflikte gibt, weil der eine ein bisschen mehr diese Wahrheit betont, die in der Schrift steht, und der andere hält dagegen und sagt, ja, aber die Schrift sagt ja auch das hier. Und ganz oft ist es einfach so, dass die Schrift beides sagt und dass aus beidem eine gesunde Theologie entstehen muss. Ich glaube, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich denke, viele von euch haben ähnliche Erfahrungen gemacht oder kennen es auch bei sich selber. Deshalb, und darum geht es heute auch, wir werden uns heute ein bisschen anschneidend damit beschäftigen zwischen der Spannung des In-Christus-zu-Sein. Das meint, in Jesus alles zu haben, in ihm völlig zufrieden, Gott zufrieden zu sein. Aber gleichzeitig kommen ja auch Anforderungen aus der Schrift an unser Leben. Und ich glaube, dass gerade auch in diesen Punkten des Seins und des Werdens ganz oft, je nachdem wie man gestrickt ist, man von der einen Seite oder von der anderen Seite des Pferdes kippt. Also es kann sehr wohl sein, dass du vielleicht jemand bist, der sich selber viel Druck macht, der viel Wert auf Leistung legt oder auch darunter leidet und er betont sehr stark die Heiligung, die Nachfolge, dass wir müssen etwas tun und ich muss mein Fleisch töten und so weiter und man kippt so ein bisschen in diese Richtung und man vergisst zu verstehen, dass ich doch in Christus erstmal zur Ruhe kommen kann. Aber genauso kann es auch umgedreht sein, dass du von der anderen Seite vom Pferd kippst, dass du einfach nur betonst, dass in Christus auch alles in Ordnung ist und du denkst nicht mal daran, durch Gottes Kraft in deinem Leben auch einen Kampf zu durchfechten. Und die Bibel sagt beides. Wir haben heute repräsentativ einen Bibeltext, schlag ihn noch nicht auf, ich sag nur mal ganz kurz, welche das ist, Kolosser Kapitel 3, 1 bis 11. Und das ist ein Bibeltext, der sehr stark und sehr viel Wert darauf legt, dass die Kolosser ihre Sünde ablegen sollen. Sehr stark, mehrere Verse. Sehr stark wird der Wille des Christen angesprochen. Und Paulus sagt mit sehr viel Nachdruck, töte Begierden, die in dir sind. Lege sie ab, da regt sich was in dir und lege das ab und zieh das Gute an. Da ist sehr, sehr viel Gewicht drauf in diesen Versen. In diesen Versen, wenn man sie, sage ich mal, isoliert vom Kontext betrachtet, wirkt es sehr, sehr stark ansprechend auf den Willen. so ich muss besser werden, ich muss Dinge ablegen, ich muss den Aufforderungen von Paulus nachkommen. Und es kann sein, dass jemand von euch so einen Abschnitt liest und er kommt ganz schön unter Druck. Und was ist die Konsequenz, wenn du durch solche Abschnitte unter Druck gerätst? Also der eine, der kriegt es vielleicht ganz gut hin, äußerlich, nicht weil das Herz verändert ist, sondern er schafft es, sich Regelwerke aufzulegen, dann kann es natürlich sein, dass du eine gewisse Arroganz verfällst. Aber der andere, der eh schon mit sich hadert, der seine Sünde sehr gut kennt, der genau weiß, dass er ohne Christus nichts ist. Er wird diese Verse lesen und es wird ihn so unter Druck setzen und noch müder machen. Er wird an den Punkt kommen, wo er sagt, ja, wie denn? Christ sein kann doch nicht einfach nur Druck sein Wie schaffe ich es Wie viele Regeln muss ich halten, um endlich passend zu sein für Christus? Und ich glaube, man kippt genau in diese Richtung, wenn die Betonung, und ich betone, wenn die Betonung nur auf das Tun gerichtet ist. Nur. Ich streiche das nicht durch. Wir wollen nicht von der anderen Seite vom Pferd kippen. Es macht mich innerlich nicht frei und froh, sondern es drückt mich, es verkrampft mich und ich glaube in Wirklichkeit, dass es eigentlich das wahre geistliche Leben lehnt. lähmt. Wenn ich keine Lösung habe für die Veränderung. Wir versuchen, Anforderungen gerecht zu werden, versagen und weil wir keinen Blick mehr für die Gnade haben, was tun wir deswegen? Wir verstecken uns vor Gott. Wir verstecken uns vor Gott. Was meine ich mit verstecken uns vor Gott? automatisch wird es schwerer für dich, die Bibel zu lesen. Automatisch ist deine Gebetszeit nicht mehr Freude, das freudige Nahen zum Vater, sondern es ist nur noch das Druckgeplagte, ich muss wieder beten, damit ich meine stille Zeit gemacht habe. Ja? Es bedrückt und es verkrampft und es lähmt. Und was man vergisst, wenn man so einen Bibeltext aus Kolosser 3 isoliert betrachtet, also sozusagen von der einen Seite vom Pferd fällt, man vergisst, dass Paulus im selben Brief, im unmittelbaren Kontext, so viel schreibt, dass diese Christen in Jesus Heilige sind. dass ihr Schuldschein zerrissen ist, dass alles gut ist, dass sie versöhnt sind, weil Jesus Christus für ihre Schuld bezahlt hat, dass alles gut ist, dass der Vater auf dich sieht und er sieht Jesus. Dass das eigentlich der ganze eingebettete Kontext ist, in dem natürlich dann auch die Verse kommen, die sagen, jetzt werde auch, was du in Jesus bereits bist, ein Heiliger und Gerechter. Ich glaube, dass das Gesunde sein soll, dieses Ausgnade im Kontext der Gnade, dann natürlich auch Dinge anpacken, geistliche Disziplin entwickeln und so weiter, aber eingepfropft in die frohe Botschaft, die frei macht, die dich durchatmen lässt. Ja, wo du einfach mal sein darfst in ihm. Aber, das ist natürlich so, ich wollte jetzt so ein bisschen aus der einen Richtung weg argumentieren, aber wir dürfen nicht von der anderen Seite vom Pferd fallen, denn genauso kann es sich in unserem Denken breit machen, dass wir in so eine gewisse Sorglosigkeit verfallen. Also das eine ist eine bedrückte, sorgenbeladenes Leben, tagtäglich unter Druck, weil ich denke, der strenge Gott möchte, dass ich besser werde. Aber die andere Seite ist, dass wir in so eine Richtung kippen, dass unser inneres Statement folgendes ist. Alles, was die Bibel, wo die Bibel meinen Willen anspricht, überall wo die Bibel etwas von mir verlangt, das ist gesetzlich. das ist genauso falsch. Wir wollen gesund den ganzen Ratschluss der Bibel predigen und auf uns anwenden und lesen. Es ist genauso falsch, wenn wir gedanklich von der anderen Seite vom Pferd kippen und wir sagen, ja, ich bin doch frei und alles, was mich anspricht, nein, nein, nein, das ist gesetzlich, diese Stränge da drüben. Ich bin doch freigemacht. Er wird mich doch verändern. Ich lehne mich zurück und warte, bis er es tut. So redet die Bibel nicht. Ja, er wird es tun. Aber durch mein Hinzutun. Gibt es mehrere Bibelstellen. Philippa Kapitel 2. Er wirkte mir alles, das Wollen und das Vollbringen. Halleluja. Er wirkt in mir sogar das Wollen und dann, dass ich es vollbringe. Aber deswegen, ein Vers weiter, soll ich meine Heiligung mit Furcht und Zittern suchen. Interessant. Also er tut alles, aber weil er alles tut, alles kommt vom Herrn, soll ich in diesen Willen einsteigen und weitere Schritte suchen Im Gebet in Abh durch seinen Geist alles in Gnade wenn ich falle durch sein Aufstehen wieder eingepfrofft in diese Gnade Oder dasselbe ist im 2. Petrus Kapitel 1. Da steht im 2. Petrus Kapitel 1, ab Vers 3, da steht, da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat. Alles kommt von ihm, was zum Leben und zum Wandeln Gottesfurcht dient. Weil er uns alles geschenkt hat, alles gegeben, alles kommt von ihm. Aber dann sagt er auch Vers 5, deswegen setzt jetzt auch allen Eifer ran. Interessant. alles kommt von ihm aber nicht, jetzt lehne ich mich zurück sondern irgendwie brauche es einen heiligen Eifer der einstimmt darin, was Gott alles wirkt, das wollen und das vollbringen es ist ein Zusammenspiel, das schwer zu verstehen ist weil es zwei Wahrheiten sind, die beide existieren er tut er es jetzt oder tue ich es? beides Wir gehen in den Kolosserbrief und bevor wir in Kapitel 3 kommen, wo diese starken Anforderungen sind, also nicht, weil ich euch heute hier viele Anforderungen bringen will, sondern eigentlich ist mein Ziel mit dem Text, dieses Zusammenspiel zu zeigen. Also mein Ziel ist jetzt nicht, euch zu sagen, flieht der Unzucht, so guckt man in euer Leben und so, sondern mein Ziel ist, ein Stückchen weit die Verbindung zwischen Sein und Werden zu zeigen. Wir gehen in Kolossa. Während ihr aufschlagt, trinke ich einen Schluck von hier unten. Da fehlt noch ein Loch, glaube ich. Oder ich benutze einfach das hier. Also bevor wir in Kapitel 3 kommen, gehen wir in Kapitel 1 und wir schauen, was sagt Paulus überhaupt vorher? Nun, was sagt denn Kapitel 1, Vers 2? Er spricht diese Christen an und er sagt ihnen, ihr seid Heilige in Jesus Christus. Gereinigt durch ihn, ihr seid schon heilig. an die Heiligen, die bereits heilig sind, die sich nicht noch nicht erst heilig werden müssen. Du bist es bereits. Ja, komm darin erst mal zu, ja, ich bin doch heilig. Durch Christus. und dasselbe ein paar Verse weiter in Vers 12. Hier ist eine Aufgabe, die wir haben, und zwar ganz allein Gott dem Vater Danke zu sagen. Für was denn? Dass er uns tüchtig gemacht hat zum ewigen Leben. Das heißt für dich, er hat es gemacht. Du kannst mit Freude ruhen und warten, bis du ins ewige Leben gehst. Das ist safe, darin stehen wir, weil es Christus getan hat. Du bist heilig, er hat dich tüchtig gemacht. Du bist tüchtig. Du musst nicht erst heiliger werden und dich anstrengen, damit du endlich tüchtig bist, sondern du bist tüchtig. Komm darin zur Ruhe. Herr, ich danke dir, das ist nämlich die Anwendung, indem ihr Gott dem Vater Dank sagt, dass er euch tüchtig gemacht hat. Und dann gehen wir weiter. Vers 21. Du, der du in bösen Werken gewandelt bist, du bist versöhnt in ihm. Wisst ihr, was versöhnt bedeutet? Es bedeutet, du hattest einmal Streit mit Gott. Das heißt, du warst einmal nicht versöhnt. Ihr wart wie in Feindschaft zueinander wegen deiner Sünde. Bevor du Gottes Kind wurdest, warst du in Feindschaft. Du standest unter seinem Zorn, unter seinem Gericht und da war keine väterliche Beziehung. Da war Streit sozusagen. Aber es ist vorbei. Ihr seid versöhnt. Das bedeutet für dich, wenn dein Druck und dein Gewissen dich ständig plagt und drückt und du denkst, du müsstest mehr machen und du bist unzufrieden und du bist müde, dann lehn dich zurück und sag, ich bin doch versöhnt. Ich bin doch heilig und ich bin doch tüchtig gemacht. So atme einfach mal durch und danke deinem Gott. Atme einfach mal durch Leg mal den ganzen Druck zur Seite und danke einfach deinem Gott Vers 21 versöhnt, aber was steht im Vers 22? Ein Vers weiter. Oder durch den Tod, den Jesus Christus am Kreuz ertragen hat, hat er euch heilig gemacht, aber genauso tadellos und unverklagbar. Das heißt, es gibt in deinem Leben, egal wie viel du strauchelst, nichts mehr. Was beispielsweise der Teufel nehmen kann und zu Gott gehen kann und dich anklagen kann dafür. Es geht nicht mehr. Und wenn du den größten Mist machst und wenn du jeden Tag stolperst und fällst und strauchelst, du bist unverklagbar. Es geht nicht mehr. Ja, das heißt, wo du kämpfst, wo du Druck hast, wo du wachsen willst, kannst du genauso erstmal zur Ruhe kommen und sagen, ich bin tadellos vor Gott. Tadellos? Da ist nichts an dir? Nichts an dir, was schlecht ist? Ja, natürlich, in deinem Fleisch sehr wohl, das sehen wir gleich noch. Aber weil der Vater auf dich schaut und gleichzeitig Jesus sieht, sein perfektes Leben, er sieht das Leben von Jesus und deswegen unverklagbar, tadellos. Du bist nicht tadellos, aber er war für dich tadellos und darin sollen wir dem Vater Dank sagen. Und wisst ihr noch, warum ihr unverklagbar seid? Kapitel 2. Und ihr merkt, hier ist alles voll mit guter Botschaft. Die eine Seite, wo jetzt sehr viel Betonung liegt, aber es kommt dann auch die andere Seite, das Gleichgewicht. Aber bis hierhin, gute Botschaft, warum unverklagbar? Kapitel 2, 13 und 14. Er hat euch, die ihr tot wart, in Übertretung und beschnittenen Zustand eures Fleisches mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab. Das heißt, als wir zu Christus kamen mit unserer Sünde, hat er uns alle Vertretungen vergeben. Und jetzt Vers 14. Warum bist du unverklagbar, Vers 14? Weil die Schuldschrift, jede einzelne Sünde deines Herzens, deines Lebens, die Sünde der Passivität in deinem Leben, die Anbetungslosigkeit deines Lebens, die mangelnde Liebe zu Gott, alles, was in deinem Leben nicht passt, stand am Kreuz über Jesus Christus. Alles, was dich in deinem Fleisch ausgemacht hat und heute noch immer wieder hochkommt, so nenne ich es mal, hing über dem Kopf von Jesus Christus. Er, der das perfekte Leben gelebt hat, wurde zu deiner Sünde. Über seinem Kopf standen deine Sünden. Er hing dort wegen Unzucht. Er hing dort wegen Hass. Er hing dort wegen Betrügereien und Lügen und so weiter. Alles, was wir verachten, wurde ihm angeheftet. Er hing dort verachtet von den Menschen. Verachtet von den Menschen. und der Vater sieht auf seinen Sohn, und es wird finster, als er stirbt, als ob der Vater sich abwendet von seinem geliebten Sohn, den er selber zerschlagen hat wegen dieser Anklageschrift, wegen diesen Sünden, wo Jesus Christus, nein, wo der Vater selber gesagt hat, wegen diesen Sünden zerschlage ich jetzt meinen Sohn. Ich töte meinen eigenen Sohn durch die Hände von Gottlosen wegen diesen Sünden, dessen er jetzt angeklagt ist. Aber er hat sie doch gar nicht getan. Ja, hat er nicht. Aber du hast sie getan. Und so wurde sein Sterben zu deinem Leben. Deswegen bist du unverklagbar. Deswegen kannst du zur Ruhe kommen. Es gibt gegen dich nichts mehr, was vor Gott gebracht werden kann und wo man sagen kann, schau dir an, was dein Kind ist.
schon wieder getan hat, gibt es nicht mehr. Ja, in der Realität ist es da. Aber sobald die Anklage zum Thron Gottes über dich kommt, sieht der Vater die durchstochenen Hände seines Soddes. Und wir können froh weitergehen. Gott stellt uns völlig, vollkommen dar in Christus. Gott wirkt in uns Wollen und Vollbringen. Gott hat uns alles gegeben, was zu einem gottesfürchtigen Leben notwendig ist. Alles kommt von Gott. Alles ist von ihm. Es kommt von ihm. Es wird durch ihn gewirkt. Und am Ende geht alles zu ihm zurück, indem wir ihm Dank sagen, so wie wir es in Kapitel 1 gelesen haben. Das heißt, nicht nur die Rettung, sondern auch der weitere Wandel als Christ geht von Gott aus. Das ganze Gewicht liegt jetzt dort bis hierhin. Aber im gleichen Bibeltext, im gleichen Kolosserbrief, im selben Buch, ein paar Verse weiter, sagt Paulus ganz klar, lieber versöhnter Christ, du bist eine neue Kreatur. Du bist es und deswegen, deswegen gehe in den Kampf mit deiner alten Kreatur oder gegen deine alte Kreatur, gegen das Fleisch, das dir noch anhängt. Es gibt einfach diese beiden Seiten, es gibt das Fundament und aus dem Fundament sind Folgen, die passieren. Und es ist wichtig, dass wir nicht von einer Seite des Pferdes runterfallen. Jeder persönlich, je nachdem in welche Richtung er tendiert, warum, es wird dich krank machen. Ja, ernsthaft. In deinem Denken, in deiner Nachfolge, es macht dich krank, wenn du auf irgendeiner Seite kippst. Keine Überbetonung ist besser. Und jetzt gehen wir zu diesem Bibeltext, Kolosser 3, 1 bis 11. Und ich bin viel zu langsam. Ja, muss mal gucken. Wahrscheinlich müssen wir irgendwann abbrechen. Entschuldigt. Kolosser 3, 1 bis 11. Ich lese den Bibeltext und da steht, wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid. Rhetorische Frage. Wenn du mit ihm auferweckt bist, wenn für dich alles gilt, was wir eben in den Kapiteln vorher angeschaut haben, wenn es so ist, dann suche, was oben ist. Suche, wo Jesus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachte nach dem, was oben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Warum? Begründung. Ja, weil du gestorben bist. Dein altes Leben hing am Kreuz, ist mit Christus gestorben. Weil du gestorben bist, weil dein Leben verborgen ist mit Christus in Gott. Und wenn der Christus unser Leben offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. Und deswegen tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind. Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust, Habsucht, die Götzendienst ist. Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Unter ihn seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt auch ihr das alles ab. Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Lügt einander nicht an, da ihr den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den Neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat, Vers 11, wo nicht Grieche noch Jude ist und so weiter, sondern alles in allem Christus. Es ist interessant, wenn ihr in den Bibeltext schaut, dass Paulus, wie eben erwähnt, nachdem er diese ganzen Diamanten des Evangeliums in zwei Kapiteln immer wieder angesprochen hat, jetzt mit so einer rhetorischen Frage einsteigt. Er beginnt mit so einem Bedingungssatz Und zwar schreibt er in Vers 1 ja wenn oder weil weil oder wenn du mit Jesus auferweckt bist, wenn du bekehrt und wiedergeboren bist, eine neue Kreatur wurdest in Christus, was du bist, wenn du dieses Evangelium der ersten beiden Kapiteln in Anspruch nimmst für dein Leben, dann, lieber Christ, Vers 1, suche jetzt nach himmlischen Dingen. Vers 2, trachte nach himmlischen Dingen, also suche sie, aber habe auch einen inneren Drang, sie zu suchen. Setz dich in Bewegung. Wenn das so ist, lieber Christ, Vers 5, wenn du neu bist, dann töte. Vers 5. Sehr starkes Wort, wir werden es wahrscheinlich noch ein bisschen genauer anschauen. Töte die bösen Begierden, das, was in dir ist und so weiter. Und dann Vers 8 und Vers 9, lege etwas ab. Du hast irgendeinen Charakterzug und er sagt zu dir, lege diesen schlechten Charakterzug ab. werde ihn los, lass ihn am Kreuz und ziehe einen guten Charakterzug dafür an. Das ist eigentlich so die Argumentationskette, mit der Paulus hier durch diese Verse durchgeht. Also wenn du auferweckt bist, wenn dein Leben neu ist, dann greife jetzt dein Leben an. Interessant. Also wenn du ein neues Leben hast, dann greife jetzt dein Leben an. Man könnte auch sagen, werde, was du in Christus bist. Werde, was du bist. Weil du bist es schon, wir haben es gesehen, oder? Bist du heilig? Frage an dich, bist du heilig? Ja klar, oder? Habt ihr einen Beweis dafür? Ja, oder? Bist du heilig? Ja. Dann werde, was du bist. Das ist eigentlich hier der Punkt. Und es ist interessant, dass Paulus sogar in diesem Abschnitt, wo er sehr viel Wert auf die Heiligung legt, beide Seiten der Einleitung betont. Schaut beispielsweise in Vers 3 und in Vers 5. Vers 3 Du bist gestorben. Das ist genau die eine Seite, die wir betont haben. Das ist in Christus passiert. Du bist der Macht und dem Urteil der Sünde gestorben. Du bist wiedergeboren. Du bist eine neue Kreatur. Das ist genau diese erste Seite. Er benutzt das im eng verflochten mit dem Auftrag der Heiligung. Aber jetzt schaut im Vers 5. Also die eine Seite wird betont, du bist in Christus neu und jetzt Vers 5. Du bist, achte, das ist ganz interessant, du bist gestorben und jetzt töte. Das ist nämlich ganz interessant, wie Paulus mit diesem Töten und Tod sein und lebendig und anziehen und so weiter umgeht. Das heißt, du bist mit Christus am Kreuz, ist sozusagen dein altes Leben gestorben, du bist auferweckt, wiedergeboren zu einem neuen Leben. Du bist gestorben und sollst gleichzeitig jetzt töten. Das ist interessant. Arbeite an dem, was Christus letztendlich durch die Wiedergeburt an dir getan hat. Du bist in ihm gestorben, dein Stand in Christus, du hast ein neues Herz. Gott sagt selber, er schenkt dir ein neues Herz. Das, was tot in seinen Wegen wandelt. Aha, er wirkt in dir das Wollen und Verbringen. Er schenkt dir ein neues Herz, das plötzlich Lust hat, in seinen Wegen zu wandeln. Und Gott will es tun. Und gleichzeitig trägst du noch, und das ist doch die Realität unseres Alltags, unser träges Fleisch mit sich. dass das genau nicht tun möchte. Und hier sagt Paulus eben, töte dieses Verlangen, das in dir hochkommt. Dieser Drang, Dinge nicht zu tun oder zu tun. Und dasselbe Zusammenspiel sehen wir in Vers 8 und in Vers 9. Da schreibt er, lege diese ganzen Dinge ab, also handel ganz aktiv gegen deine Lüge beispielsweise in diesem Beispiel. Also er legt viel Wert auf tue etwas aber warum Und jetzt geht er wieder zeigt er wieder auf Christus weil du bereits den alten Menschen ausgezogen hast und den neuen angezogen hast Er zeigt wieder auf das, was bereits passiert ist. Weil du bereits neu bist, deswegen handel jetzt so. Das ist einfach ein gesundes Verständnis, das wir bekommen müssen. Wir tun nicht das eine, um bei Gott endlich besser zu sein, sondern wir sind in ihm alles und tun deswegen Schritte. Wir schauen jetzt noch ein bisschen genauer rein und ich gucke, wo ich was überspringen kann, damit wir nicht überziehen. Wir gehen mal in die Verse 1 bis 4 bis hierhin. Wenn Paulus hier in Kapitel 3, Vers, Abvers 1 davon redet, dass wir etwas suchen sollen, was oben ist, als Konsequenz. Also das ist jetzt der Aufruf an uns. Suche, was oben ist, weil du Gottes Kind bist. Da stellen wir uns die Frage, und vielleicht stellst du dir auch die Frage, was bedeutet das denn? Was bedeutet es, das zu suchen, was oben ist? Hat dir mal eine Idee? Was ist das, was oben bedeutet? Wie bitte? So als pauschal einfach sein Willen erstmal suche, was sein Wille ist grundsätzlich. Du willst auch sein? Ja, genau. Ja, ich denke, dass die Antwort im Textzusammenhang ist. und zwar sehen wir in Vers 2, da steht ja, trachtet nach dem, was oben ist und der Umkehrschluss ist, der Umkehrschluss von trachtet nach dem, was oben ist, ist und nicht nach dem, was auf Erden ist. Und dann ab Vers 5 beschreibt er nämlich das, was auf Erden ist. Tötet daher eure Begierden, die Unzucht. Das heißt, es muss hier das Gegenteil sein von diesen fleischlichen Begierden. Trachtet nach dem, was droben ist und nicht das, was auf Erden ist. Unzucht, Hurerei, Unreinheit, Leidenschaft. Das heißt, das was droben ist, scheint in diesem Textzusammenhang das Gegenteil zu sein. Und ich denke, das ist, was ab Vers 12 kommt. Das ist das Gegenteil von Erden, also das, wonach wir trachten sollen, nach dem was droben ist. Und zwar in unserem Wesen, also wir sind ja mit Christus auferstanden und jetzt soll unser Wesen Christus gemäß werden. Und das ist ja, was wir hier sehen, ab Vers 12, deswegen ertragt einander, vergebt euch, habt Demut und freundlich, so habt herzliches Erbarmen untereinander und so weiter. Also ich glaube, was er hier eigentlich sagen möchte ist, nicht, dass man hier eine falsche Gesetzlichkeit aufbaut, sondern dass wir nach dem trachten sollen, dass wir die Charakterzüge Gottes uns aneignen und danach leben. Tachte nach dem, was oben ist, nach diesem milden und lieblichen Wesen von Jesus Christus. Im Gegensatz zu diesen ganzen bösen Dingen ab Vers 5. Was Paulus letztendlich sagt ist, du bist Christ, du bist der Sünde gestorben, du möchtest gerne die Vergebung deiner Sünde. All das hast du bekommen und jetzt beginne im Alltag unter Gebet und Gottes Kraft und Wirken, das, was auf Erden ist, zu töten und das zu tun, was oben ist. Oder sich danach das zu suchen, was droben ist, also das Wesen Gottes sich anzueignen und so zu leben. Es gibt so ein interessantes Beispiel von Augustin. Und Augustin war wohl vor seiner Bekehrung ein ziemlicher Weiberheld. und hat da wohl auch so die eine oder andere Geschichte gehabt. Und als er sich dann bekehrt hat hat er das nat alles ge und so und dann l er irgendwann durch die Stadt und dann trifft er dort eine alte Bekanntschaft Eine weibliche Bekanntschaft Und dann ruft die so Augustin Augustin Und was der Augustin sagt ist ja ich bin es aber ich bin es nicht mehr und ist weggelaufen Aber das ist doch genau der Punkt. Ja, ich bin es, aber ich bin es nicht mehr. Und ich glaube, dass dieser Bibeltext uns genau das sagen möchte. Wir sind das nicht mehr. Du bist nicht mehr der Zornige, was weiß ich was. Du bist es nicht mehr. Du bist auch nicht mehr der Unzüchtige oder das Großmaul oder so. Ja, also versteht mich so. Du bist es nicht mehr in deiner Identität. Ja, du tust es noch manchmal. Aber ich glaube, manchmal müssen wir wie Augustin schneller laufen. Fliehe diesen Dingen. Ja, ich bin es noch, aber ich bin es nicht mehr. Ich glaube, darum geht es in diesem ganzen Punkt. Werde, was du bist. Wachse daran. Und ich weiß nicht, ob du eher die Fraktion, du bist müde, bist. müde durch die ganzen Anforderungen. Ja, ich kenne das. Man kann müde sein auch von dem, die Welt versteht eh nicht, was wir für komische Entscheidungen treffen. Man kann müde sein, Christus nachzufolgen bei all dem Gegenwind. All diese Dinge können einen müde machen. Aber was ich glaube und wie ich es verstehe, Was wir hier von Paulus auch lernen ist, dass Paulus uns hier eine Mut mitgeben möchte in dieser ganzen Phase des Werdens. Also in dieser ganzen Phase des Werdens, was wir sind, schreibt er nämlich Vers 3. Und er schreibt in Vers 3 von unserem neuen Leben, aber dieses neue Leben, das ist irgendwie noch verborgen in Jesus Christus. Das heißt, unser neues Leben ist irgendwie noch nicht so greifbar. Unser neues Leben ist auch irgendwie für viele noch nicht so sichtbar. Und auch unser neues Leben, die ganzen Segnungen, die wir vorgelesen haben aus Kapitel 1, aus Kapitel 2, sie sind für uns irgendwie manchmal nicht greifbar. Denn wir merken nichts davon, dass wir heilig sind. und wir merken nichts davon, dass wir unverklagbar sind. Das sind alles Dinge, die man so im Glauben ergreifen muss. Die sind irgendwie noch verborgen in Christus. Unser Leben ist verborgen in Christus. Aber es wird der Tag kommen, Vers 4, der Tag, wenn Jesus offenbart wird und wenn wir letztendlich bei ihm sind, spätestens dann, wird geoffenbart oder werden auch wir geoffenbart mit ihm in Herrlichkeit. Das meint, dass dann sichtbar wird, wer wir wirklich sind. Noch ist vieles verborgen, aber wir sind es. Heilige in ihm. Aber es kommt der Tag, da wird allen sichtbar. und wir werden mit ihm geoffenbart, in großer Herrlichkeit gereinigt durch sein Blut, als neue Wesen vor dem Thron Gottes zu stehen, heilig und unverklagbar. Aber bis dahin klammern wir uns an diesen ganzen, an diese ganzen guten Verheißungen aus den Kapiteln vorher. Und das muss die Kraftquelle sein, im Alltag neu unsere Baustellen anzugehen. Nicht, weil ich euch jetzt lasten, und ich hoffe, dass es rübergekommen ist, nicht, weil es mir jetzt darum geht, euch Druck zu machen. Ich mache mir schon selber genug Druck. Sondern es geht darum, aus dem zu leben, was er getan hat. Ich denke, dass ich hier jetzt einen Punkt setze, sonst machen wir noch 25 Minuten. Ich hoffe, dass der Grundgedanke rübergegangen ist. Vielleicht ein bisschen theologisch heute oder vielleicht auch nicht. Aber ich hoffe, dass wir es lernen, einfach in ein gutes Gleichgewicht zu gelangen. Christus vor Augen und unsere Arbeit in den Händen. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!