Wer prägt dein Leben: Adam oder Christus (Römer 5,12-21) – Predigt von Christian Übelein
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Es gibt eine Wahrheit oder einen Fakt, den kann man tatsächlich nicht wegdiskutieren. Heute ist ja vieles relativ. Aber eine Wahrheit, die weiß jeder, die leugnet auch keiner. Aber keiner beschäftigt sich so gerne damit. Und es ist, alle Menschen müssen einmal sterben. Auf der einen Seite bekommen wir es mit. Es ist ein realer Bestandteil unseres Lebens. Je nach Alter ist das vielleicht ein Thema im Familienbekanntenkreis. In den Nachrichten bekommt man es regelmäßig mit. Hier ist vielleicht eine Bekanntheit gestorben. Oder im Krieg natürlich, wo man damit konfrontiert wird. In Todesanzeigen, in der Zeitung. Aber auf der anderen Seite haben wir es aber auch geschafft, als Gesellschaft das Thema Tod so ein bisschen auszuklammern. Es ist ein bisschen mehr Privatsache geworden. Früher war der Friedhof mitten im Ort, zentral, der einen daran erinnert hat. Heute macht man gerne einen Waldfriedhof am Ortsrand. Früher starben die Menschen meist zu Hause mit ihrer Familie. Die waren dann auch meistens länger noch zu Hause aufbewahrt. Mittlerweile sterben viele Menschen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Intensivstationen. Der Bestatter übernimmt den Rest. Und so ist der Tod, anders als früher, auch etwas mehr aus unserem Blickfeld verschwunden. Und trotzdem weiß jeder von uns, daran kommen wir nicht vorbei. Am Ende trifft es doch jeden. Und die Frage ist, warum ist das eigentlich so? Warum ist der Tod für uns die Regel? Warum erwischt es jeden von uns? Und die Antwort darauf gibt uns der Paulus heute in Römer 5 Gottes Antwort. Und zwar die Antwort, dass es kein Zufall war, sondern dass es dafür einen Ursprung gibt. Und dieser Ursprung, der liegt nicht direkt bei dir, aber diesen Ursprung werden wir uns heute anschauen, warum der Tod für alle die Regel ist. Aber wir werden uns auch anschauen, warum ein anderer Mensch diesen Lauf nicht nur durchbrochen hat, sondern überboten hat. Und bevor wir einsteigen in das Kapitel 5, erinnert euch bestimmt daran, dass wir im Kapitel 5 schon mal waren. Der Friedrich hat den ersten Teil vom Kapitel 5 schon mal mit uns zusammen betrachtet. Und da geht es darum, dass wir Frieden mit Gott und echte Hoffnung haben. Und dass wir eine Aussicht haben auf die Herrlichkeit und das gibt uns Hoffnung. Hoffnung auch, wenn es mal schwierig wird. Paulus schreibt darüber, dass wir uns sogar freuen dürfen, wenn es Bedrängnisse gibt, weil es uns schlussendlich bewährt und dass wir Hoffnung haben und die Hoffnung festigt. Und wenn wir jetzt dann einsteigen in den Vers 12, dann geht Paulus nochmal einen Schritt zurück und sagt, okay, diese Friede, diese Zuversicht, diese Freude im Leid oder in den Bedrängnissen, die man haben darf, warum kann das überhaupt eine Person Jesus ermöglichen? Wie geht es überhaupt und warum geht es überhaupt? Und die Antwort lautet, weil ein Mensch, Adam, das Verderben brachte und ein Mensch, Jesus, die Rettung. Und diese beiden werden in dem Abschnitt immer wieder verglichen und die haben einen erheblichen Einfluss auf dein Leben. Und deshalb steht die Predigt heute auch unter der Überschrift Wer prägt dein Leben? Adam auf der einen Seite oder Jesus auf der anderen? Und wir lesen heute Kapitel 5, Vers 12 bis 21 mit sehr viel theologischen Inhalt. Wir werden versuchen, da die Kernelemente rauszuarbeiten. Es gibt einige Stimmen, die sagen sogar, das gehört zu einem der kompliziertesten Abschnitte der Bibel, die zu erklären sind. Deshalb, ich hoffe, ihr seid gut konzentriert und wach. Dann können wir loslegen. Schlagt mal gerne auf, wer eine Bibel dabei hat. Römer 5, Vers 12. Wir lesen etappenweise. Und wir beginnen erst mal nur mit dem einen Vers 12. Darum, gleich wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben. Wer es vor Augen hat, sieht, eigentlich ist es gar kein vollendeter Satz, weil er startet hier mit gleich wie durch einen Menschen, aber es fehlt der Vergleich. Klammer auf, er schließt diesen Satz erst in Vers 19. Da kommen wir noch dazu. Aber nur für euch zur Einordnung. Aber was uns hier Paulus in dem Vers 12 sagt, ist, wir bekommen die Ursache erklärt, warum jeder von uns sterben muss. Die Antwort, warum das so ist. N durch einen Menschen kam die S in die Welt und damit als Konsequenz der Tod Und dieser Mensch ist Adam Er wird im Vers 13 jetzt noch nicht namentlich genannt aber das wird im weiteren Abschnitt folgen Der Tator, der war damals im Garten Eden. Die meisten wissen es von euch, was ist damals passiert? Sie hatten eine Sache zu beachten. Die können wir in 1. Mose 2 nachlesen. Gott gebot den Menschen und sprach, von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen. Er hatte die ganze Fülle zur Auswahl, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen. Denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben. Nicht von der Frucht des Baums in der Mitte zu essen, das war die Anweisung. Die hat interessanterweise nur der Adam bekommen. Zu diesem Zeitpunkt, wo Gott diese Anweisung gegeben hat, war die Eva noch nicht erschaffen. Sie hatten viele Freiheiten. Sie konnten von allen Bäumen essen, nur von dem nicht. Gott gab ihnen die Möglichkeit, zu gehorchen oder nicht zu gehorchen. Und sie gehorchten nicht. Wir wissen, wie es weitergeht. Zuerst nahm die Eva und dann der Adam. Heute in dem Abschnitt ist aber von der Eva gar nicht die Rede, sondern es wird immer nur vom Adam gesprochen. Er hat von Gott die Verantwortung bekommen. Er hat zwar erst als Zweites gegessen, aber er stand dabei, hat nicht eingegriffen und hat dann selbst zugegriffen. Und mit dieser Rebellion, mit diesem Ungehorsam gegenüber Gott, hat er eine Kettenreaktion, eine Folge ausgelöst für die ganze Menschheit. Damit ging alles los. Die Gemeinschaft mit Gott war zerstört und sie mussten den Garten Eden verlassen. Und die Konsequenz, die Gott ihm angekündigt hat, der Tod, der trat ein. Eigentlich sollten sie im Garten Eden nicht sterben, nie sterben. Da gab es keinen Tod, aber jetzt sind sie gestorben. Geistlich auf der einen Seite, weil sie getrennt von Gott waren, aber auch körperlich. Und damit kamen alle Folgen, die der Tod mit sich bringt. Elend, Leid, Krankheiten und schließlich das Ende. Und warum? Weil es eine grundsätzliche Konsequenz ist. Sünde bringt immer Tod. Das lesen wir durchgehend. Ich nehme nur mal zwei Beispiele aus dem Neuen Testament. Römer 6, 23, da greift Paulus das auch wieder auf, wo er sagt, denn der Lohn der Sünde ist der Tod. Oder in Jakobus 1, 15 könnte man auch sagen, dass die Sünde die Mutter des Todes ist. Da steht nämlich, danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Sünde, Tod. Eine Folge, die festgeschrieben ist. Und diese Auswirkung von Adam, die hat Auswirkungen gehabt für alle Menschen. Und zwar für alle Nachkommen. Adam war der erste Mensch und wir hängen damit dran die Tat. Das einen hat alle in den Abgrund gerissen. Wenn jemand im Mittelalter einen Adelstitel erhalten hat, dann hat er sein Nachkommen weitervererbt. Sie durften ihn dann auch tragen. Das Recht ging auf die Nachkommen über. Und genauso ist dieses Urteil von Gott und diese Trennung auch auf uns übergegangen. Auch David hat in Psalm 51, Vers 7 gebetet, siehe, in Schuld bin ich geboren und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Durch diese Tage kam die Sünde, Leid, Tod und das ging auf alle Menschen über. Und jetzt könnte man sagen, naja gut, was kann ich dafür, was da der Adam gemacht hat. Das ist doch voll ungerecht, das ist doch voll unfair. Ich hätte bestimmt nicht auf die Schlange gehört. Ich hätte die Eva davon abgehalten. Ich glaube nicht. Ich glaube, wir hätten alle genauso gehandelt. Und darüber hinaus ist es nicht nur so, dass wir von Geburt unheilbar an Sünde erkrankt sind, sondern wir beweisen es auch mit unseren Sünden Tag für Tag. Und das ist das, was Paulus im Anfang vom Römer skizziert hat. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. Jeder darf in sein Leben gucken und merkt, es ist voller Sünde. Wir können also es nicht einfach auf Adam schieben, so nach dem Motto, ich bin raus, ich kann da nichts dafür. Das heißt, auf der einen Seite, wir sind getrennt, durch das Erbe von Adam als Konsequenz und müssen einmal sterben. Aber mit unserem Verhalten bestätigen wir das auch. MacArthur hat das mal in einem Satz zusammengefasst. Daher sind die Menschen nicht Sünder, weil sie sündigen, sondern vielmehr sündigen sie, weil sie Sünder sind. Das ist also die Reihenfolge. Ich wiederhole es nochmal. Also die Menschen sind nicht Sünder, weil sie sündigen, sondern sie sündigen, weil sie Sünder sind. Sie bestätigen damit das. In unserem Verhalten wird es sichtbar, dass wir Sünder sind. Und man muss bloß bei den Kindern angucken. Es muss ihnen niemand zeigen wie man l Sie m sich noch nicht mal bei anderen abschauen sondern es ist drin und selbst bei den Babys kann man die Tage z bis der erste Zornesanfall kommt, weil sie Hunger haben. Das Problem liegt also tiefer, nicht in unserem Verhalten, sondern das ist die Konsequenz. Und jetzt geht Paulus weiter in Vers 13 und 14 und geht quasi nochmal einen Schritt weg von der eigentlichen Handlung und baut eine zusätzliche Überlegung mit ein. Was ist denn eigentlich mit dem Gesetz? Das gibt es ja auch noch. Und da lesen wir jetzt mal weiterhin Vers 13 und 14. Denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt. Wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten, wie Adam, der ein Vorbild dessen ist, der kommen sollte. Also die Folgen der Sünde und der Tod, der hatte schon Auswirkungen, obwohl das Gesetz noch gar nicht da war. Das Gesetz und die Gebote, die wurden ja Mose gegeben und das war einige hunderte Jahre später. Also zu dem Zeitpunkt und dazwischen gab es das Gesetz ja noch nicht. Dennoch waren die Menschen damals schon Sünder als Nachfolger von Adam und man denkt nur an Kain. Was hat er gemacht? Er hat seinen Bruder ermordet. Gott hat sogar zuvor noch mit Kain gesprochen, hat ihm gewarnt, dass die Sünde lauert. Er wollte nicht auf Gott hören und hat seinen Bruder ermordet. Und das zeigt uns, dass wir seit Adam an der Sünde und den daraus resultierenden Folgen leiden. Nicht nur vom Tod, sondern auch mit Krankheit, Behinderung, mit Schwierigkeiten und mit der Sünde. In 2024 wurden in Deutschland fast sechs Millionen Straftaten registriert. Und das sind nur die Registrierten. Da reden wir nicht von den vielen Verletzungen, die wir uns gegenseitig zugefügt haben. und es zeigt, dass wir vor dem Übertreten des ersten Gebot schon schuldig vor Gott waren. Und dass wir die Gebote übertreten haben, das hat es nur bestätigt und uns nochmal gezeigt, wir sind fern von Gott. Und wir bekommen hier nochmal ganz deutlich aufgezeigt, in welchem Elend wir eigentlich stecken, in welchem Elend der Adam die Menschheit gestürzt hat. Beim Handy gibt es die Möglichkeit, einen Werkszustand herzustellen bei einem Gerät. Quasi die Standardeinstellung. Und die Standardeinstellung, Werkszustand von deinem und meinem Leben, ist Getrennung von Gott. Ausgelöst durch Adam, damals im Garten Eden, und bestätigt durch jede Sünde, die du in deinem Leben getan hast. Und diese Situation, die ja sehr, sehr düster ist, Und das ist auch, der Paulus geht den Römer sehr systematisch vor, wo er uns aufzeigt, warum brauchen wir überhaupt die Erlösung. Braucht eine Lösung. Und dieses Ausmaß von dieser Lösung, die Jesus gebracht hat, die wird immer umso größer und umso herrlicher, wenn wir immer mehr erkennen, wie mies die Situation eigentlich davor war. Erst dann werden wir immer mehr erfassen können, wie groß die Gnade eigentlich ist. Und durch den Römerbrief hindurch und auch in anderen Briefen bringt Paulus immer aber auch wieder mit rein, die Gebote an sich waren nie dazu da, dich zu retten. Die Gebote zu halten werden dich nicht retten. und auch hier mit diesem Einschub, wo der Paulus bringt mit dem Gesetz, sagt er auch, das Gesetz ist später gekommen und davor war das Kind schon im Brunnen gefallen. Die Gebote an sich sind gut, da kommen wir später noch dazu, aber sie dienen nicht dazu, dich vor Gott zu retten. Und jetzt kommen wir zu dem Gegenstück von Adam. Jetzt kommen wir zum Licht. Auf der einen Seite haben wir das Verlorene, was uns aufgezeigt wird. Durch den Abgrund, der vor uns steht, in dem wir sind, in dem Adam durch seine Tat alle hineingebracht hat. Und jetzt kommen wir zum Punkt gewonnen, warum wir mit Jesus mehr gewinnen, als wir zuvor an Verlust hatten. Weil Christus sogar mehr bringt als Wiederherstellung. Und jetzt kommen wir zu dem Vergleich. Gleich Adam auf der einen Seite und Jesus auf der anderen Seite. Zwei Männer, die die Geschichte der Menschheit entscheidend geprägt haben. Die so einen entscheidenden Einfluss haben auf die ganze Menschheitsgeschichte. Da lesen wir jetzt mal die Verse 15 bis 17. Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des einen die vielen gestorben sind, wie viel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in Ma zu den vielen gekommen Und es verh sich mit dem Geschenk nicht so wie mit dem, was durch den einen kam, der sündigte. Denn das Urteil führt aus der einen Übertretung zur Verurteilung. Die Gnadengabe aber führt aus vielen Übertretungen zur Rechtfertigung. Denn wenn infolge der Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft kam, durch den einen, Wie viel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen, durch den einen, Jesus Christus. Ich hoffe, ihr konntet folgen. Aber wir schauen uns das an. Im Endeffekt geht es darum, Jesus ist der, der das Unglück, das Adam in die Wege geleitet hat, wieder in Ordnung bringt. Und er bringt es nicht nur in Ordnung, Das sehen wir durch diese Betonung. Er repariert es nicht nur, sondern es macht es besser wie zuvor. Die Jesu Tat hat viel größere Auswirkungen. Sein Gnadengeschenk ist viel größer als die Sünde vom Adam. Adam hat den Tod gebracht, Jesus die Gnade. Und diese Gnade ist ein größeres Geschenk, als Sie jemals verstehen werden. Der Tod wird quasi mehr als aufgewogen. Das sehen wir in der Betonung, wo immer wieder steht, es ist nicht wie mit der Übertretung, sondern es ist viel mehr. Wie viel mehr? Dann nochmal wieder der Vergleich im Vers 16. Es ist nicht so mit dem Geschenk, sondern eben auch wieder dieses Überfließende. Und auch in Vers 17, wie viel mehr? Es geht in dieser ganzen Betonung darum, es ist mehr, was Jesus bringt. Jesus hat das Sündenkonto nicht einfach auf null gestellt. Was würde denn passieren, wenn unser Sündenkonto durch Jesus Tod einfach auf Null gestellt wäre? Du hast gesündigt, du erkennst es, du gehst zu Jesus, er starb für deine Sünde und er vergibt dir. Sündenkonto ist wieder auf Null. Was ist aber, wenn du rausgehst und wieder sündigst? Es bliebe eine Unsicherheit und wir hätten mit unserem Sündenkonto auf Null eine neutrale Stellung gegenüber Gott, so wie der Adam damals im Garten Eden. Stellt euch deshalb Gottes Gnadengeschenk wie eine Medaille vor. Auf der einen Seite ist die Vergebung der Sünden und die zweite Seite ist Rechtfertigung. Und Rechtfertigung ist noch viel mehr, als nur das Sündenkonto auf Null gestellt zu bekommen, sondern Rechtfertigung ist, dass wir die Gerechtigkeit Gottes bekommen. dass wir gerecht vor Gott dastehen. Mit der Rechtfertigung erklärt Gott den glaubenden Sünder für gerecht und rechnet ihm die Gerechtigkeit von Jesus an. Gott sieht die Gerechtigkeit von Jesus, wenn er dich anschaut, wenn du ihn hast und das ist nochmal viel mehr. Und so ist es ein Unterschied, ob du einfach nur unschuldig bist oder ob du gerecht vor Gott bist. 2. Korinther 5,21 Jesus stellt also das Konto nicht einfach nochmal auf Null, sondern er schenkt uns Gottes Gerechtigkeit. Und das bedeutet für dich und mich absolute Sicherheit, weil wir vor Gott unabhängig von unserer Sünde, vor Gott gerecht sind durch seine Gnade. Zwischen Gott und meine Sünde steht Jesu Gerechtigkeit. Und im Endeffekt, da geht Paulus aber dann im Kapitel 6 nochmal darauf ein, die Gnade wird sogar größer durch die Sünde. Also der Überschuss, der hier beschrieben wird in den Versen, hat es einen Grund darin, dass es Gott selbst ist, der die Unheilsfolge der Tat Adams aufhebt, die Herrschaft des Todes durch die Herrschaft der Gnade ersetzt und uns die Gerechtigkeit Gottes schenkt. Und damit ist der Tod besiegt. Und durch diese Gnade ist auch die Schuldfrage geklärt. In Hebräer 9, 27 lesen wir, und so gewiss ist den Menschen, bestimmt es einmal zu sterben, danach aber das Gericht. Wir müssen uns verantworten. Aber wenn du an Jesus glaubst und ganze Sachen mit ihm gemacht hast, dann darfst du dir sicher sein, du bist gerecht gesprochen. Und das ist auch etwas, was wir am Karfreitag von Sebastian gehört haben. Wenn der Kläger wiederkommt und sagt, ah, das und das, hier und da, ist er wieder gefallen oder hat wieder Böses getan, gibt es nur eine Antwort, bezahlt. Und durch diesen Kontrast, durch den Adams Verderben auf der einen Seite und durch Jesu Gnade wird es umso leuchtender. Und das ist hier das Ziel von Paulus. Und er bringt nicht nur Rechtfertigung, sondern er bringt auch vom Tod Leben und
Aber ewiges Leben. Ich wiederhole nochmal Vers 17. Denn wenn infolge der Übertretung des Einen der Tod zur Herrschaft kam durch den Einen, wie viel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen Jesus Christus. Wir haben schon festgestellt, wie gegenwärtig der Tod hier auf der Erde ist. Vergänglichkeit. Nicht nur der Körper geht kaputt, alles geht kaputt. Auch die Heizung zum Beispiel, dem kleiner Insider. Wir sind umgeben von Tod. Und die große Frage ist, wann sind wir dran? War es das dann wirklich? Und hier bekommen wir zugerufen, ein Leben in Ewigkeit. Ein Leben mit Jesus, in dem wir einmal mitherrschen werden. Nicht ein Leben auf einer Wolke, wo wir die ganze Zeit singen, sondern ein Leben, wo wir mitherrschen werden mit ihm. Das heißt, das Beste kommt noch. Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber manchmal denke ich mir auch, wir müssten eigentlich sowas von beneidet werden. Wir haben nämlich die größte Sorge eines Menschen, auch wenn es vielleicht niemand zugeben würde, die größte Frage eines Menschen geklärt. deshalb heißt es nicht, dass hier alles super duper ist jeder hat Probleme von uns, aber die größte Frage im Leben eines Menschen, da haben wir einen Haken dran und deshalb kann der Paulus auch sagen in Römer 1, wo er gesagt hat, denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht denn es ist Gotteskraft zur Rettung für jeden, der glaubt zuerst den Juden und dann auch für die Griechen und ich weiß nicht, wie es dir geht wenn man dann im Alltag unterwegs ist, dann sagt man vielleicht lieber doch nichts. Warum eigentlich? Wir haben die größte Frage eines jeden Menschen, die jeder Mensch hat, geklärt. Früher habe ich mir mal gedacht, es gibt ja so zwei, drei wichtige Themen als junger Mensch, wo man am besten auch einen Haken dran machen sollte. Die sind vielleicht jeden von euch unterschiedlich, aber so die Klassiker sind, naja, Heirat, den richtigen Partner zu finden, einen guten Job zu finden oder dann auch, wenn man älter ist, vielleicht einmal überlegen, wie schaut es mit Immobilie aus oder vielleicht das erste Auto. Es gibt so vielleicht auch in deinem Leben bestimmt so Punkte, wo du sagst, das sind so die wichtigen Punkte, die möchte ich gerne mal haben. Vielleicht hast du eine andere Liste, aber wenn wir in Gottes Wort schauen, dann ist das nicht die Priorität A, sondern die wichtigste Frage ist, was kommt? Weil der Tod auf dich wartet. Und wenn du dann weißt, das Beste kommt noch, weil du von Jesus die Gnade geschenkt bekommen hast, dann ist das echte Freude. Weg von der Herrschaft des Todes. Und ich bin überzeugt, dass es noch herrlicher wird, als bei Adam damals im Paradies. Jetzt kommt in Vers 18 bis 19 quasi nochmal so eine Art Zwischenfazit Aber nochmal diesen Vergleich zwischen Adam und Jesus Ich lese Verse 18 und 19. Also, er greift quasi jetzt wieder den ersten Vers, den wir gelesen haben, den Vers 12 auf und geht jetzt in den Vers 18. Also, wie nun die Übertretung des Einen, die Verurteilung für alle Menschen kam, so kommt auch durch die Gerechtigkeit des einen für alle Menschen die Rechtfertigung, die Leben gibt. Denn gleich wie durch den Ungehorsam des einen Menschen, die vielen zu Sünder gemacht worden sind, der Adam, so werden auch durch den Gehorsam des einen, Jesus, die vielen zu Gerechten gemacht. In beiden Verhaltenen hat das Verhalten eines Menschen Auswirkungen und Folgen für alle. Stell dir mal einen Bergführer vor, der vorangeht. Und wenn du vielleicht schon mal so eine Doku angeguckt hast oder vielleicht auch schon mal eine härtere Bergtour gemacht hast, bei sehr steilen, schwierigen Gelände binden sich die Beteiligten an ein Seil. Wer vielleicht den Film von Mount Everest angeguckt hat, da sieht man das auch ganz schön, die binden sich dann gemeinsam an ein Seil mit dem Ziel, wenn einer abstürzt, dass der andere quasi noch festhalten kann. Das Problem ist jetzt nur, in unserem Beispiel, der Anführer war der Adam und er ist abgestürzt und er hat uns alle mit in den Abgrund gerissen. Das Gute, das ist der Adam, aber das Gute ist, wir haben noch einen, Jesus. Der geht runter zu dir, reicht dir seine Hand, binde dich fest und zieh dich hoch, weil er den Weg gegangen ist und den Tod besiegt hat. Deshalb kommt er raus. Und die Voraussetzung ist nur, dass du glaubst. Und das ist ganz wichtig. Wir haben hier zwei verschiedene Gruppen. Einmal die Gruppe, deren Leben von Adams ungehorsam bestimmt wird. Und einmal diejenigen, die von Jesus das neue Leben erhalten haben. Es geht ja nicht darum, dass alle Menschen automatisch durch Jesu Werk jetzt gerecht sind. Sondern das lesen wir im ganzen Römerbrief und auch im gesamten Neuen Testament. Du musst glauben. Deshalb ist die Frage, welches Verhalten der beiden, auf der einen Seite Adam oder auf der anderen Seite Jesus, prägen dein Leben? Einer von beiden ist es auf jeden Fall. Dazwischen gibt es nichts. Entweder es ist Adam, der dich in die Tiefe gerissen hat, oder es ist Jesus, der dich herausgeholt hat. Die Frage ist, an welchem Seil hängst du? An Adam mit Schuld, Tod, Verurteilung oder ein Jesus mit Rechtfertigung vor Gott. Und die gute Nachricht bringt der Paulus am Ende in Vers 20 und 21, nämlich dass die Gnade immer größer ist und die Gnade triumphiert. Da lesen wir die Verse 20 bis 21 Da geht er noch mal kurz aufs Gesetz ein und dann darum dass die Gnade immer mehr ist Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit, zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn. Er geht noch mal auf das Gesetz ein und sagt, das Gesetz an sich, das ist nicht schlecht, sondern es geht darum, sondern er bringt noch mal den Zweck des Gesetzes auf den Punkt. Das ist in der NGU, finde ich, einfacher übersetzt. Da steht nämlich, und das Gesetz? Es kam erst nachträglich hinzu. Seine Aufgabe war es, die ganze Tragweite der Verfehlung deutlich werden zu lassen. Und das bringt es sehr gut auf den Punkt. Es ging nicht darum, dass durch das Gesetz irgendwie mehr gesündigt wird, aber es wurde viel offensichtlicher. Das Gesetz war aber nicht dazu da, um zu retten, sondern um das Licht anzumachen. Wie ein MRT. Das MRT macht Bilder vom Inneren, vom Körper, damit sichtbar wird, was man vielleicht von außen erst mal nicht erkennen kann oder vielleicht noch nicht mal spürt. Und dann gibt es ein MRT und stellt man fest, oh, da passt was nicht. Es wird eingesetzt, um verborgene Schäden oder Entzündungen oder andere Befunde sichtbar zu machen. Aber das MRT ist nicht dazu da, um zu heilen. Das MRT ist nur dazu da, zu erkennen, zu diagnostizieren. Und wenn man festgestellt hat, da ist ein Befund, da passt was nicht durch das MRT, was brauche ich dann? Dann brauche ich einen Arzt. Dann kommt die Therapie. Das MRT alleine ist nicht die Therapie. Und das fällt sich genauso wie beim Gesetz. Das Gesetz ist wie das MRT. Es deckt auf. Es zeigt uns, wie die Maßstäbe Gottes sind und wie wir uns verhalten und wie das nicht zusammenpasst. Aber das Gesetz ist nicht dazu da, für die Therapie. Weil die Diagnose unseres Herzens aus dem MRT, das ist Niederschmettern. Und vielleicht denkst du dir das auch jede Woche aufs Neue, wo du denkst, wieder versagt, wieder nicht so geliebt, wie der Herr Jesus es möchte. wieder in die Sünde gefallen, wieder in alte Gewohnheiten, wieder eine Chance verpasst, für Jesus Zeugnis zu sein und wieder erkannt, wie verdorben es da drin doch eigentlich aussieht. Dann gibt es die gute Nachricht am Ende des Abschnitts, nämlich, wo aber die Sünde überströmend geworden ist. Was ist dann? Ist die Gnade noch geworden Vielleicht denkt ihr auch an das Monatslied also eines der Monatslieder Das heißt, die Gnade ist mehr. Und haben wir schon öfters gesungen, da wird genau das zum Ausdruck gebracht. Welch Reichtum an Güte, welch Liebesbeweis. Sein Blut war die Zahlung, sein Leben der Preis. Für unsere Schulden so untragbar schwer, so schwer auch die Sünde, die Gnade wiegt mehr. Preist den Herrn, die Gnade wiegt mehr. Neu jeden Morgen schenkt sie daher. So schwer auch die Sünde, die Gnade wiegt mehr. Heißt das jetzt, dass die Sünde nicht so schlimm ist? Nein. Weil wie zerstörerisch die Sünde ist, das erleben wir jeden Tag. Aber das heißt, dass die Gnade immer noch reichlicher da ist. Immer noch da ist, um die Sünde zu besiegen. Die Gnade ist immer größer. Und es ist sogar so, und das ist quasi dann der Schwenk zum Kapitel 6, Vers 1, dass je größer die Sünde ist, desto herrlicher die Gnade. Vielleicht kennst du auch Leute, die Zeugnis gegeben haben, die ganz unten waren, drogenabhängig, was auch immer, oder in Kriminalität verstrickt, die Jesus herausgezogen hat. Die Gnade wird dadurch noch leuchtender. Und für dich heißt es aber erst mal, Wenn die Schlange dir wieder einreden möchte, jetzt hast du schon wieder versagt. So geht das nicht. So bist du doch gar nicht mehr würdig, ein Gotteskind zu sein. Das Maß ist doch jetzt schon langsam voll. Das ist hier die Zusage, das Maß ist nicht voll. Die Gnade ist reich. Und wenn du in die Woche gehst, darfst du wissen, dass du aus Gnade lebst. Sie reicht für dich mehr als aus. Und wenn du fällst, möchte dich Jesus durch seine Gnade wieder aufrichten. Und wenn du noch nicht ganze Sachen mit dem Herrn Jesus gemacht hast, dann darfst du wissen, du bist eingeladen. Du darfst ganze Sachen machen. Auch für dich ist die Gnade mehr als ausreichend. Egal, was du bisher gemacht hast. Gott lädt dich ein. Wir haben uns zu Beginn gefragt, warum müssen wir sterben? Und Paulus hat es uns durch Gottes Wort aufgezeigt, den ganzen roten Faden von dem einen Menschen, Adam, und auf der anderen Seite Jesus. Adam, der durch Übertretung und Ungehorsam Auslöser für Sünde und Tod war und auf der anderen Seite den lebendigen Erlöser Jesus, der die Dinge nicht nur wieder gerade gerückt hat, sondern dessen Gnadengeschenk so viel mehr ist, als Gott Mensch wurde und den Tod besiegt hat. Und mit dieser Gnade dürfen wir auch in die neue Woche gehen. Das wünsche ich dir. Amen. Vielen Dank.