Sucht mich, so werdet ihr leben (Amos 5,1-17) – Predigt von Stefan Bittner
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Recht überschaubar heute. Ich darf euch auch alle ganz herzlich begrüßen und freue mich für jeden Einzelnen, der da Und wie Michael ja schon gesagt hat, ich bin mir dessen bewusst, weswegen heute so viele fehlen und nicht aus irgendwelchen anderen Gründen. Ich weiß nicht, wer von euch ein Smartphone hat, höchstwahrscheinlich die meisten. Und wer von euch dort eine App drauf hat, mit der er seinen Alltag organisiert. Bei mir, ich nenne es jetzt nicht die App, der Emi hat die gleiche und ich weiß, dass ein paar andere die auch haben. Da gibt es verschiedene Kalender, die man dort einrichten kann. Und ich habe einen eingerichtet für die Familie, einen für mich, einen für meine Frau, für jedes meiner Kinder. Ich habe einen für die Arbeit, einen für die Gemeinde, ich habe einen für die Geburtstage, ich habe sogar einen für Müllabfuhrabfahrten und, weil es einfacher ist, sogar einen für die Schichten von Daniel, damit ich genau weiß, wann wir Termine machen können und welche Schicht er hat. Und wenn ich dann meine App anschaue, dann ist das gefüllt mit Terminen, jeden Tag. Jeden Tag sind Termine drinnen. Nicht alle sind unbedingt immer relevant, weil es sind auch Geburtstage da mit drinnen. Oder ob die Schicht von Daniel jetzt in der Früh oder am Nachmittag oder in der Nacht ist, interessiert mich meistens nicht. Deswegen blende ich den auch oft aus. Dann blende ich erst dann ein, wenn ich ihn wirklich benötige. Aber der Tag ist voll. Ein Termin jagt den anderen. Und ich weiß nicht, ob es euch genauso geht, dass ihr, wenn ihr euch mit jemandem treffen wollt, dass ihr dann nicht mehr einfach sagen könnt, ja, am Dienstag treffen wir uns, kein Thema, sondern dass ihr sagt, warte mal, ich muss mal meinen Kalender rausholen. Oh, da hat meine Frau was und da müsste ich zum Elternabend. Hier habe ich mit der Arbeit einen Termin. Die Woche wird schlecht, nächste Woche eigentlich auch. im Januar. Da hätte ich mal wieder einen Slot frei. Da kann ich mich mit euch treffen oder mich mit denjenigen. Ist das bei euch auch so? Geht das bei euch auch so? Die Frage ist, wie sind eure Termine und wie schauen auch eure Termine mit der Gemeinde aus? Montags Bibelstunde oder Gebetsstunde, Mittwoch, Mittwoch Bibel, Gebetsstunde, Hauskreis. dann hat man vielleicht noch Jüngerschaft, Jungschar, Männertreffen, Frauentreffen, Gottesdienst. So viele Termine, die man hat, dass es einem auch manchmal zu viel werden kann. Man spult die dann einfach ab. Man geht halt zu den Terminen, weil es sich so gehört. Man ist heute im Gottesdienst. Man wäre vielleicht viel lieber zu Hause geblieben und hätte ausgeschlafen, weil man müde ist. Und morgen fängt die Woche wieder an. und doch kommt man, weil es ist ja Unterweisung, also müssen die Kinder dorthin oder wie auch immer. Ich weiß nicht, ob es euch so ergeht oder ob ihr sagt, genau das, was wir gesungen haben, wir wollen Gemeinschaft mit ihm haben und die Kinder haben es gut gesungen. Bibelentdecker, wir suchen und finden. Wir wollen Gemeinschaft mit Christus haben, Wir wollen ihn mehr und mehr kennenlernen. Und wie heißt es dort im Refrain? Lasst uns sehen, lasst uns sehen die Herrlichkeit des Christus, also das, was wir gemeinsam gesungen haben. Wenn dein Wort verkündigt wird, damit jedes Herz bekennen, er ist Herr. Und es geht nicht nur darum, schöne Gottesdienste äußerlich zu feiern. Es geht nicht darum, viele Gemeindeveranstaltungen zu besuchen. möglichst geistliches Leben zu haben nach außen hin, sondern es geht um deine persönliche, lebendige Beziehung zu Jesus Christus. Und in unserem Text geht es genau darum heute. Es geht um ein Volk, das einen äußerlichen Gottesdienst gefeiert hat, der akkurat gemacht wurde und wo man lieber noch eine Schippe mehr getan hat, um ja nichts falsch zu machen. und Gott sagt doch, das interessiert mich gar nicht. Macht das nicht, was ihr dort macht, weil ihr mit eurem Herzen nicht mehr dabei seid, weil ihr mit eurem Herzen ganz woanders seid als das, was ursprünglich gut war. Wir werden sehen, dass einige Dinge, die das Volk Israel getan hat, einen guten Ursprung hat und dass das, was sie getan haben, nicht unbedingt falsch war. und obwohl sie teilweise das Gleiche gemacht haben wie davor, es falsch wurde, weil sie nicht mehr mit dem Herzen dabei waren. Und so kann es uns auch ergehen, wenn wir Dinge tun die nicht per se falsch sind Wer sagt Gottesdienst zu feiern ist falsch ich glaube der ist auf dem Holzweg Aber wenn wir nur noch Gottesdienst feiern weil es halt Tradition ist weil wir am Sonntag in den Gottesdienst gehen weil wir nicht wissen, was wir zu tun haben, weil wir es nicht gewohnt sind, was anderes zu tun, dann sind wir auf dem Holzweg, wenn wir nicht mehr mit dem Herzen dabei sind. Und unser Text sagt es uns sehr deutlich, dreimal. Sucht, sucht, sucht, sucht den Herrn, damit wir leben. Und das muss unser Leben prägen, dass wir ihn suchen, dass wir unser Herz ganz auf ihn ausrichten, damit wir in einer lebendigen Beziehung zu ihm sind und dass es nicht Tradition ist, was wir machen, sondern dass es gelebte Beziehung mit dem Herrn ist. Wir sind ja weiterhin im Buch Amos und bevor ich den Text mit uns lese, Dem werde ich noch einmal beten und ich bitte euch, dazu aufzustehen. Herr, du bist Gott, du allein und ich danke dir, dass wir zu dir heute früh auch kommen dürfen, dass wir in deinem Wort forschen dürfen, um dich mehr und mehr kennenzulernen. Und du forderst uns auf, dich zu suchen und wir wollen das machen, heute hier im Gottesdienst, aber auch in unserem Alltag, dass du zu uns sprichst, dass wir verändert werden in unserem Denken, dass wir verändert werden in unserem Leben, dass du sichtbar wirst. Danke, dass wir deinen Heiligen Geist haben dürfen, der zu uns spricht, der uns verändert, dass wir das nicht aus uns heraus machen müssen, dass wir nicht eine neue Gewohnheit nur etablieren, die bloß oberflächlich ist, sondern dass wir wirkliche Veränderung erleben dürfen in dir durch deinen Heiligen Geist. Und dafür danke ich dir. Segne du jeden Einzelnen, der hier da ist, der zuhört. Ich bitte dich auch noch einmal ganz besonders auch für die Kinderstunde, dass du auch zu den Herzen unserer Kinder sprichst, dass du sie schon früh zu dir ziehst und, Herr, dass sie dich erkennen dürfen als ihren lebendigen Herrn und Heiland. Darum bitte ich dich. Danke für all das Gute, was du uns schenkst. Amen. Ich lese nach der Schlachterübersetzung die ersten 17 Verse aus Amos 5. Amos 5, die Verse 1 bis 17. Hört dieses Wort, dieses Klagelied, das ich über euch anstimme, ihr vom Haus Israel. Sie ist gefallen und kann nicht wieder aufstehen, die Jungfrau Israel. Hingestreckt liegt sie auf ihrem eigenen Land. Niemand richtet sie auf. Denn so spricht Gott, der Herr. Die Stadt, die tausend Mann stellt, wird nur hundert übrig behalten. Und die, welche hundert stellt, wird nur zehn übrig behalten für das Haus Israel. Denn so spricht der Herr zum Haus Israel. Sucht mich, so werdet ihr leben. und sucht nicht Bethel auf und geht nicht nach Gilgal und zieht nicht hinüber nach Beersheba. Denn Gilgal wird in die Gefangenschaft wandern und Bethel zum Unheilshaus werden. Sucht den Herrn, so werdet ihr leben. Sonst wird er das Haus Josef wie ein Feuer überfallen und es verzehren und niemand wird Bethel löschen. Ihr verwandelt das Recht in Wermut und stoßt die Gerechtigkeit zu Boten. Er aber ist es, der das Siebengestirn und den Orion geschaffen hat und der den Todesschatten in den Morgen verwandelt, den Tag aber in finstere Nacht. Er ruft den Meereswassern und gießt sie auf den Erdboten. Herr ist sein Name. Er lässt blitzschnell Zerstörung über den Starken kommen. Ja, Zerstörung bricht über die Festung herein. Sie hassen den, der im Tor recht spricht und verabscheuen den, der aufrichtig redet. Darum, weil ihr den Armen niedertreten und Getreideabgaben von ihnen erhebt, sollt ihr die Häuser, die ihr aus Quadersteinen gebaut habt, nicht bewohnen und den Wein der lieblichen Weinberge, die ihr gepflanzt habt, nicht trinken. Denn ich weiß, dass eure Übertretungen zahlreich und dass eure Sünden mächtig sind, dass ihr den Gerechten bedrängt, Bestechung annehmt und die Armen im Tor unterdrückt. Darum muss der Kluge zu dieser Zeit schweigen, denn es ist eine böse Zeit. Sucht das Gute und nicht das Böse, damit ihr lebt. Dann wird der Herr, der Gott der Herrscherin, so mit euch sein, wie er es immer sagt. Hasst das Böse und liebt das Gute und gebt dem Recht seinen Platz im Tor. Vielleicht wird der Herr, der Gott der Herrscherin, dem Überrest Josefs gnädig sein. Darum, so spricht der Herr, der Gott, die Herrscherin, der Herrscher, auf allen Plätzen Wehklage. Und auf allen Straßen wird man Wehe, Wehe rufen. Man wird den Bauern zur Trauer rufen und die welche Klagelieder singen k zur Wehklage Und in allen Weinbergen wird Wehklage erschallen Dann will ich mitten durch euch dahinschreiten spricht der Herr Wir hätten, ich habe ja geschrieben als Titel, sucht mich, so werdet ihr leben. Einfach, weil diese Aufforderung dreimal kommt, sucht. Zweimal sucht mich, einmal sucht das Gute. Man hätte es aber auch überschreiben können mit Gottes Klagelied, Ruf und Gericht über sein Volk. Wir sehen hier etwas, wie Amos, ein Prophet aus dem Südreich, der ja im Nordreich Geweih sagt, ein Klagelied anstimmt. Ein Klagelied, wie er es von Gott vorgegeben bekommen hat. Wir haben in den Kapiteln davor gelesen, wie er über die Völker außen drumherum geweissagt hat. Wie er über das Südreich, über Utah geweissagt hat. Und insbesondere, wie er über Israel geweissagt hat, über die zehn Stämme des Nordreiches. Und wie er dazu aufgerufen hat, kehrt um. Kehrt um, damit das Gericht Gottes abgewandt wird. Und wir sehen jetzt hier im Kapitel 5 diese Klage. Und es könnte auch ein Trauerlied genannt werden. Dieses Trauerlied, als ob Israel schon tot ist. Aus dieser Perspektive spricht Amos, weil er sieht, wie sie ihren Alltag leben, ihre Beziehung zu Gott und auch ihre Beziehung zu den Menschen. Wie sie das Unrecht zurecht machen und das Recht zu Unrecht. Und wenn wir die Vorgeschichte von Israel anschauen, wie es aus Ägypten nach Israel in das verheißene Land gezogen ist, da sehen wir eigentlich, dass normal eher das Volk Israel klagt. Es gibt zu wenig Wasser, es gibt zu wenig Brot, es gibt zu wenig Fleisch, es sind zu viele Feinde, alles ist schwierig und es klagt. Immer wieder kommt es vor Gott und klagt über vielleicht auch Nichtigkeiten. Über die gute, schöne alte Zeit, die vermissen sie in Ägypten. Und es ist interessant, wie Gott sich dessen immer wieder annimmt. Er schenkt Wasser, er schenkt Wachteln, er schenkt Manna. Wer im Hauskreis mit dabei ist, der weiß um Gideon, der um die vielen Feinde weiß und der ein Gespräch lauschen darf, wie die Midianiter hören, dass das Gideon sein wird. Der wird sie zerstören. Und wie er ihnen Zuversicht gibt, wo sie keine Hoffnung haben. Und wie Gott auf das Klagen seines Volkes eingeht. Und hier sehen wir Erdes Umgedrehte. Gott klagt, Gott trauert um sein Volk. Er sieht, wie es sich entwickelt. Und wie es ihm schmerzt, dass sein Volk letztendlich einen Weg geht, das immer weiter in die Tiefe nach unten bergab geht. Und er verdammt es nicht einfach und sagt, lasst fahren dahin, ich werde euch alle einfach ausrotten, keine Lust mehr, all das, was ihr die ganze Zeit macht, wie ihr lebt, wie ihr mich nur noch mit den Lippen bekennt, ich habe die Schnauze voll, nein, das macht er nicht. Sondern er ruft sie immer wieder liebevoll zu und sagt, sucht mich, er geht ihnen nach. Aber er zeigt ihn dann auch auf. Achtung, wenn ihr das nicht macht, was wird geschehen? Und so wollen wir heute drei Teile betrachten. Zum einen Klage und Trauer Gottes. Das wird der erste Teil sein. Über was klagt Gott? Über was trauert er? Das zweite wird sein der Ruf Gottes, den wir schon ein paar Mal gehört haben. Und das dritte wird sein auch das Gericht Gottes, das wir gerne vernachlässigen, aber wo wir einfach ganz klar sehen müssen, Gott lässt das nicht ungestraft, wenn wir uns von ihm abwenden. Es gibt auch ein Gericht. Er setzt uns immer Fluch und Segen vor. Es heißt dort im ersten Vers unseres Textes, hört dieses Wort, dieses Klagelied, dass ich über euch anstimme, ihr vom Haus Israel. Und dann geht es weiter. Sie ist gefallen und kann nicht wieder aufstehen. Sie ist gefallen, die Jungfrau. Die Jungfrau Israel, hingestreckt liegt sie auf ihrem eigenen Land. Niemand richtet sie auf. Eine Jungfrau ist eine Frau, die ihrem Bräutigam zugeführt werden soll. Sie schmückt sich, sie bereitet sich darauf vor, ihrem Ehemann zu begegnen. Und normal freut sich ein Ehemann darauf, eine Jungfrau zu erhalten, die Hochzeit zu feiern. Das ist etwas jeder der verheiratet ist wei das hoffe ich zumindest wie es ist diese Erwartungshaltung wir werden einander verm Er freut sich auf seine Braut und umgedreht sicherlich auch auf den Br Und hier heißt es aber, sie ist gefallen, sie ist hingestreckt, sie richtet sich nicht mehr auf. Gott, den wir einmal begegnen werden, wir, die wir die Braut genannt werden, spricht hier über das Volk Israel und sagt, sie ist nicht mehr so, wie ich sie mir wünsche. Sie hat sich abgewandt. Sie ist dahingestreckt. Sie ist nicht mehr ansehnlich. Sie ist nicht mehr das, was er sich erwünscht von ihr. Und das tut ihm weh. Das ist nicht irgendetwas, wo er sagt, okay, ich nehme dich, egal wie, Hauptsache, du bist meine Braut. Nein, es tut ihm weh. Er trauert darüber. Denn so spricht Gott, der Herr, die Stadt, die tausend Mann stellt, wird nur hundert übrig behalten und die, welche hundert stellt, wird nur zehn übrig behalten für das Haus Israel in Vers 3. Wir sehen hier eine Dezimierung des Volkes Israels in einer Vorschau. 90 Prozent wird nicht mehr sein. 90 Prozent werden dahingerafft werden. Und wenn wir die Erfüllung anschauen werden oder würden, wie das Volk Israel gelebt hat, wie letztendlich tatsächlich das Gericht Gottes eingetreten ist, so sehen wir Verbannung, Gefangenschaft, Dezimierung. 90 Prozent. Das bedeutet aber auch, ein Überrest bleibt bestehen. 10 Prozent. Das ist nicht viel. Aber das ist eine massive Dezimierung. Äußerlich ist es noch da, aber innerlich spricht der Amos hier schon, eigentlich ist es dezimiert, ist es tot. Und dass Gott Gefühle zeigt, dass Gott einem das nicht egal ist, wie man lebt, sehen wir durchgängig in der Bibel, wie wir auch zum Beispiel in Lukas sehen. In Lukas, wo Jesus zurückblickt auf Jerusalem und dort heißt es, und er weinte. Er weinte über Jerusalem, über das, was passieren wird. Und wir kennen das vom Volk Israel, wir kennen das vor 2000 Jahren, dass Jesus weinte. Und ich glaube, dass er ganz genau so Gefühle hat darüber, wie wir uns geben, wie wir ihm gegenüber uns benehmen, auftreten, Gemeinschaft, Beziehung mit ihm haben. Die Frage ist, ob Gott traurig ist über dich, ob er weint. Weil die Beziehung, die du lebst mit ihm, eine oberflächliche ist. Eine, die geprägt ist von deinem Terminkalender, von einem Termin zum anderen. Die geprägt davon ist, dass du vieles für Gott vielleicht machst, aber wenig mit Gott in der Beziehung zu ihm. und gerade wir stehen, glaube ich, in dieser Gefahr, wir Jüngeren vielleicht noch mehr als die Älteren, möglichst viel in eine Woche hineinzupressen und irgendwo geht auch noch Gemeinde und irgendwo geht auch noch stille Zeit und irgendwo geht vieles noch. Und dass wir uns wieder bewusst die Zeit nehmen, nicht oberflächlich Beziehung zu leben, nicht nur einen Gottesdienst zu feiern, sondern dass wir die Beziehung zu ihm suchen. Dass wir sagen können, Gott freut sich, wenn er über den Stephan spricht. Gott freut sich, wenn er über dich nachdenkt. Weil er sagt, die Beziehung, die ich mit ihr oder mit ihm habe, mit dir hat, die ist so, dass es ihn einfach erfreut. Und dass er nicht sagt, oh, das tut mir im Herzen weh, wenn ich sehe, XY, du, geht den Montag, den Dienstag, den Mittwoch, nächsten Sonntag sitzt er hier wieder, aber ich habe ihn eigentlich nie gesehen. Er hat nie mit mir gesprochen. Er hat zwar meinen Namen in den Mund genannt, aber er war nicht bei mir. Das ist die Klage. Und wie würde Gott ein Klagelied heute vielleicht formulieren? Wie würde es heute vielleicht aussehen? Ich habe mal Chatschipiti gefragt, wie ein Klagelied aussehen könnte. Das ist das Moderne. Ist einfacher, ich bin nicht so dort. Mein Volk, meine geliebten Kinder, eure Kalender sind voll, doch eure Herzen sind leer. Ihr singt von meiner Liebe, doch eure Gedanken sind weit weg. Ihr dient in der Gemeinde, doch oft ohne mich zu suchen. Ihr redet von Gnade, seid aber hart im Urteil. Ihr kennt meinen Namen, doch schweigt aus Angst vor Menschen. Ich sehe eure Müdigkeit, eure Verletzung, eure Ungerechtigkeit und ich klage über euch, weil ich euch liebe. Darum rufe ich euch, sucht mich und lebt. Nicht nur meinen Segen, nicht nur das Programm, sondern mich sucht. Bringt mir eure Überforderung, eure Schuld, eure halbe Hingabe. Lernt wieder, das Gute zu suchen.
Und das Böse zu hassen. In eurem Reden, im Umgang mit Geld, mit Schwachen und miteinander. Stell das Recht auf, dort wo ihr Einfluss habt. Kommt zurück zu meinem Herzen heute. Denn mein Sohn hat für euch bezahlt und ich warte auf euch. Vielleicht würde Gott so zu dir sprechen. Zu deinem Herzen suche ihn. Wie geht es dir damit? Lebst du nur äußerlich deinen Glauben? Besuchst du die Veranstaltungen hier? Man kann vieles richtig machen. Vieles äußerlich schaut schön aus. Und doch ist es falsch, weil dein Herz nicht mit dabei ist. Wir hören diese Klagen, wie Gott hier durch Amos klagt über sein Volk Israel. Und wie er vielleicht auch dich anklagt. Aber wir haben nicht nur diese Klage, sondern wir kommen zum zweiten Teil. Wir haben auch das Rufen Gottes. und wir haben dreimal diesen Ruf, dreimal diesen Imperativ, eine Aufforderung, wo es heißt, sucht. Sucht mich in Vers 4, sucht den Herrn in Vers 6 und in Vers 14, wo es heißt, sucht das Gute und nicht das Böse. Und das Schöne ist, es ist nicht nur eine Aufforderung, ein Imperativ, sondern es ist immer verbunden mit einer Verheißung. Und zwar eigentlich immer die gleiche Verheißung. So werdet ihr leben. So werdet ihr leben. So werdet ihr leben. Es ist nicht nur, sucht mich. Und wenn wir in die Bibel hineingehen, und da werde ich, wenn ich es nicht vergesse, später noch darauf eingehen, wo es heißt, wer mich sucht, der wird mich finden. Es ist nicht nur so, sucht mal. Und wir machen da Keocaching raus, wenn du ihn findest, gut. Wenn du ihn nicht findest, Pech gehabt. sondern ihr werdet leben. Und in Vers 5 heißt es, im Gegensatz dazu dann, und sucht nicht, sucht nicht Bethel auf und geht nicht nach Gilgal und zieht nicht hinüber nach Beersheba. Denn Gilgal wird in die Gefangenschaft wandern und Bethel zum Unheilshaus werden. Drei Ortschaften werden uns hier genannt. Drei Ortschaften, die für das Volk Israel nicht unbekannt waren. Bethel kennen wir und auch das Haus Gottes, wie es genannt wird. Jakob, der hier den Auftrag von Gott bekommt, baue einen Altar als Erinnerungsmerkmal mit dem, was Jakob mit Gott erlebt hat. Und er baut einen Altar dort. Eine Stätte, die etwas Gutes war. Man gedenkt dessen, was man mit Gott erlebt hat. Und doch ist es zu einem Götzendienst geworden. Es ist etwas, wo Gott sagt, ich will gar nicht mehr, dass du dorthin gehst. Weil es ist nur noch oberflächlich, es ist nur noch Götzendienst. Und Gilgal war der erste Platz, wo das Volk Israel nach der Wüstenwanderung Lager gefunden hat. Im verheißenen Land, circa vier Kilometer östlich von Jericho. Und auch diese Städte ist verkommen zu einem Götzendienst. Man hat dort Kult betrieben, man hat Tiere, Stiere angebetet. Teilweise haben es die Könige selbst hergestellt und gesagt, geht hier, dann braucht ihr nicht mehr nach Jerusalem gehen, einfach um das Volk im Land zu behalten, dass es nicht nach Jerusalem geht. Wir wissen von Gilgal als Wirkungsstätte vom Samuel. Samuel, der hier jährlich hingegangen ist, um zu richten. Städte, die eigentlich positiv in der Vergangenheit sind. Und auch Beersheba ist genau so ein Ort. Beersheba ganz unten eigentlich im Südreich, am untersten Zipfel von Israel, wo Jakob mit Abimelech einen Bund geschlossen hat. Wo es darum ging, dass die Brunnen immer wieder zugeschüttet waren, dass die sich gerauft haben. Wer darf aus dem Brunnen trinken? Und wo man sich dessen erinnert hat, dass hier Frieden geschaffen wurde. Es wurden sieben Lämmer ausgetauscht, deswegen sagt man auch sieben Brunnen zu diesem Ort. Wir kennen es auch, dass Jakob von Esau dort weggeflohen ist, von Beersheba. Und Gott sagt, geht nicht mehr zu diesem Ort hin. Wenn wir in Amos weiter hinten lesen, Amos 8, Vers 4 heißt es, dass es sogar zu einem Sprichwort geworden ist, wo man geschworen hat und wo es heißt, so wahr der Kult von Per Sheba lebt, das war eine Schwurformel. Man hat hier Per Sheba, das, was dort geschehen ist, in einem Fluch, in eine Schwurformel mit hineingenommen und Gott sagt, lass das gut sein. Das will ich nicht, dass du dorthin gehst, dass du diese Orte aufsuchst. Orte, die ursprünglich einen guten Hintergrund hatten. Und es hei weiter was man nicht machen soll in Vers 7 Ihr verwandelt das Recht in Wermut und sto die Gerechtigkeit zu Boden Das Volk Gottes, das Gott in seiner grenzenlosen Liebe kennengelernt hat, wie es Recht und Gerechtigkeit geschaffen hat, wie es mit seinem Volk umgehen soll, wie es untereinander umgehen soll. Und wo wir hier sehen, die Gerechtigkeit wurde zu Boden gestoßen. Das Recht wurde in Wermut, in Bitterkeit umgewandelt. Und das wird dem Volk Israel angeklagt. Man hat seine Stellung missbraucht. Man war in der Lage, die Armen zu unterdrücken, auszuquetschen, noch reicher zu werden, das Recht zu beugen. So heißt es auch im 6. Vers aus Kapitel 2, wo es schon dort heißt, so spricht der Herr, wegen drei und wegen vier Übertretungen von Israel werde ich es nicht abwenden, weil sie den Gerechten um Geld verkaufen und den Armen für ein paar Schuhe, weil sie selbst nach dem Erdenstaub und den Köpfen der Geringen gierig sind und die Elenden vom Weg stoßen, weil Vater und Sohn zu derselben jungen Frau gehen, um meinen heiligen Namen zu entheiligen und auf gepfändeten Kleidern strecken sie sich aus neben jedem Altar und verdrinken Wein vom auferlegten Abgaben im Haus ihrer Götter. So ist das Volk Israel geworden. Oberflächlich, hart, ungerecht, das Recht beugend. Und vielleicht haben die Israeliten auch die Geschichte vom Ahab noch im Kopf. Ahab, der 100 Jahre früher gelebt hat, der unbedingt den Weinberg vom Naboth haben wollte und der ihn nicht hergeben wollte. Und Isabel sagt, ach, den bekomme ich schon. Setzt ihn an vorderster Stelle hin, ein paar falsche Anklagen und schon war Naboth nicht mehr und der Weinberg dem Ahab. Das war das Volk Israel, Gottes Volk. Und man kann kaum glauben, was im Volk Gottes alles an Ungerechtigkeit und an Gräuel getätigt wurde. In Vers 12 heißt es, fünftes Kapitel wieder, Denn ich weiß, dass eure Übertretungen zahlreich und dass eure Sünden mächtig sind, dass ihr den Gerechten bedrängt, Bestechung annehmt und die Armen im Tor unterdrückt. Eine Zeit, die katastrophal gewesen sein muss. Bis dahin, dass es im Vers 13 heißt, es wäre für den klugen Weise zu schweigen, als hier die Dinge bei Namen zu nennen. Sehen wir uns da drinnen? Ich hoffe nicht. Ich hoffe nicht, dass wir das Volk unterdrücken, dass wir Ungerechtigkeit in unserer Mitte haben, dass wir Bestechungen annehmen, dass wir nicht so sind wie das Volk Israel. Oder vielleicht doch? Vielleicht nicht in dieser Konsequenz, nicht in dieser Auswirkung, nicht in dieser Brutalität, wie es damals das Volk Israel getan hat. Aber wenn wir die Aufforderungen sehen, nicht an die Wirkungsstätte von früher zu gehen, nicht an das, was traditionell gewesen war, nach Bethel, Gilgal, Percheba zu gehen, weil der Gottesdienst verfremdet wurde, weil der Gottesdienst nicht mehr ein Gottesdienst war, sondern ein Götzendienst. Wo wir uns fragen dürfen, ohne das Kind mit dem Bad auszuschütten. Was läuft vielleicht falsch bei uns? Was läuft falsch in deinem Leben? Wo gibt es Elemente, die wir rein aus Tradition einfach machen und wo Gott sagt, Was fahren wir hin? Wenn du sie wirklich mit deinem Herzen machen würdest, dann ja. Aber nur weil du sie nach außen hin bekennst mit deinem Mund, aber nicht mit deinem Herzen, dann lass es lieber sein. Wie verändert sich das Denken über den Gottesdienst? Das heißt ja, äußerlich war es noch korrekt, aber innerlich nicht mehr. Und genauso können wir äußerlich eine Liturgie haben, die wir hier leben, die wir in unserem Privatleben leben, die äußerlich korrekt ausschaut und doch nichts mehr mit dem zu tun hat, was der Herr in seinem Wort sagt. Wie ist deine Beziehung zu Christus? Kannst du dich noch daran erinnern an deine erste Zeit, als du zum Glauben gefunden hast, als du voller Leben warst, voller Liebe zu ihm, zum Herrn, wo du brandest. Und wie schaut es jetzt aus? Und ich freue mich über jeden, der sagt, es ist noch stärker geworden. Ich freue mich mit dem Herrn. Und dann ist das gut so. Aber ich befürchte, dass wenn wir eine ehrliche Diagnose zulassen, dass wir oft sagen m uns der Alltag Wir werden getrieben von Einfl von Dingen Und vielleicht manchmal auch von der Gemeinde von den Ältesten, von irgendjemanden, die Dinge erwarten. Und man macht es halt, weil es zum guten Ton gehört. Und da fordert uns die Schrift auf, erneuert eure Sinne. Sucht den Herrn, wieder ganz bewusst, sucht die Beziehung zu ihm. und lasst euch verändern. Und wir dürfen Traditionen wirklich auf den Prüfstand stellen in unserem privaten Leben, in deinem privaten Leben und auch als Gemeinde. Wenn etwas sich überholt hat, dann müssen wir einen toten Gaul nicht länger reiten als unbedingt notwendig. Aber wir dürfen es auch erneuern in einer positiven Art und Weise, dass wir einfach in der lebendigen Beziehung zu Jesus Christus leben, dass wir wirklich uns immer wieder erneuern lassen in unserer Beziehung zum Herrn und dass wir wirklich mit dem Herzen ganz dabei sind. Und prüf dich, ob dein Gottesdienst, dein persönlicher Gottesdienst, ein wahrer Gottesdienst ist oder ein oberflächlicher Gottesdienst. Und noch einmal diese drei Aufforderungen in Vers 4a. Sucht mich, so werdet ihr leben. 6a, sucht den Herrn, so werdet ihr leben. Und Vers 14, sucht das Gute und nicht das Böse. Was suchst du in deinem Leben? Was ist dein Ziel? Ist es der Herr, den du suchst? Ist es die Beziehung zu ihm? oder ist es die Karriere, ist es Geld, ein abbezahltes Häuschen, eine gelungene Ehe, gehorsame Kinder, vielleicht suchst du die Rente oder vielleicht wartest du einfach nur darauf, dass es zu Ende ist und sagst, ich freue mich, wenn ich nicht mehr hier bin. All das kann man suchen. Aber die Bibel fordert uns auf, sucht insbesondere den Herrn, sucht die Beziehung zu ihm. Und in Sprüche 8, 17 heißt es, ich liebe, die mich lieben und die mich eifrig suchen, finden mich. Das ist nicht irgendetwas, was man von heute auf morgen macht. Ich kann mich nicht hinstellen und sagen, es wird mir jetzt alles zufallen, sondern suchen ist etwas Aktives, ein Imperativ, eine Aufforderung. Es ist ein Tunwort. Man sucht etwas aktiv. Und die Bibel sagt aber auch ganz klar, wenn ihr sucht, so werdet ihr finden. Und im gleichen Kapitel in dem Sprüche 8 heißt es, denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem Herrn. Und das ist es, was es gilt für unser Leben. Das Leben zu finden. Und in Johannes 17, Vers 3 wird es noch deutlicher beschrieben. wo es ja nicht nur darum geht, dass wir hier leben, weil Leben tun wir alle mehr oder weniger. Es geht nicht um das Leben hier auf Erden, sondern da sehen wir, es geht um das ewige Leben. Werden wir ewig beim Herrn sein oder werden wir ewig getrennt sein? Findest du diese Beziehung zum Herrn, findet er Platz in deinem Leben? Denn wenn wir diese Klage anschauen, die wir hier lesen, über das Volk Israel und vielleicht auch die Klage über uns. Wenn wir den Ruf Gottes anschauen im zweiten Teil, über das Volk Israel umzukehren und vielleicht auch in deinem Leben, so sehen wir auch am Schluss das Gericht, das Gott ausspricht, über den, der nicht umkehrt und wie er damit umgehen wird. und wir lesen dann in Vers 5b, wo es heißt, oder ich lese das Zusammenhangswellen ganz am Anfang, und sucht nicht Bethel auf und geht nicht nach Gilgal und zieht nicht hinüber nach Beersheba. Und dann heißt es, denn Gilgal wird in die Gefangenschaft wandern und Bethel zum Unheilshaus werden. Gefangenschaft, Unheilshaus. In Vers 6b heißt es, Er wird das Haus Josef wie ein Feuer überfallen und es verzehren und niemand wird Bethel löschen. Ein Feuer, das alles verbrennt, das nichts übrig lassen wird. Vers 9, wo es heißt, er lässt blitzschnell Zerstörung über den Starken kommen. Ja, Zerstörung bricht über die Festung herein. Das Interessante auch, dort heißt es blitzschnell. Es ist nicht irgendetwas, wo man das Unheil vielleicht herannahen sieht, sondern wenn Gott Gericht spricht, wenn Gott sein Urteil fällt und Zerstörung über jemanden bringt, dann wird es vielleicht auch überraschend kommen. Blitzschnell Und im Vers 11 hei es darum weil ihr den Armen niederdretet und Getreideabgaben von ihm erhebt sollt ihr die H die ihr aus Quadersteinen gebaut habt nicht bewohnen und den Wein der lieblichen Weinberge, die ihr gepflanzt habt, nicht trinken. Das heißt, das, was man vielleicht gesucht hat, vordergründig, ein abbezahltes Häuschen, Wohlstand, dass es einem einfach gut geht, all das, was man aus eigener Kraft versucht hat aufzubauen, spricht Gott hier, wird dahin sein. Du wirst es nicht genießen können. Es wird ein Ende damit haben. Und wir sehen, wenn Gott hier über Gericht spricht, auch die Gnade Gottes, dass er den Unterdrückten nicht außen vor lässt, dass es ihm nicht egal ist, wie es dem Unterdrückten geht, dass er das Unrecht sieht, nicht nur denjenigen, der Unrecht tut, sondern er nimmt sich derer an, die die Unrecht erleiden, indem er den, der Unrecht tut, richtet. und Gott ist geduldig und Gott ist gnädig und von langer Geduld und ich denke, wir wünschen uns manchmal, dass Gott viel schneller Unrecht bekämpfen würde, dass er dort eintreten würde, auch wenn wir heute sehen, wie viel Unrecht in der Welt geschieht und wo wir uns fragen, wieso schaut Gott so lange zu? Es ist letztendlich Gnadenzeit, dass Gott noch Zeit zur Umkehr schafft. Noch diesen Ruf, den er dort ausgibt, sucht ihn, sucht mich, dass der noch Bestand hat. Aber es ist auch ein Gott, den du nicht außer Acht lassen kannst, wenn du gegen seine Gebote handelst, wenn du nicht die Beziehung zu ihm lebst, wenn du sagst, ich lasse dich außen vor, mir ist es egal, was du denkst, ich handle so, wie es mir gefällt. Gott lässt sich nicht spotten. und es wird ein Zeitpunkt kommen, an den er richten wird. Und der kam für das Volk Israel und der kam Jahre später, Jahrzehnte später erst, als es weggeführt wurde in die Gefangenschaft, wo Gott gerichtet hat. Und auch wenn wir heute anschauen, Gott muss nicht unbedingt sofort richten. Wenn du nichts mit Gott zu tun haben möchtest, heißt das nicht, dass Gott sofort reinschlägt und du nicht mehr bist. Aber er wird jeden richten, der keine lebendige Beziehung zu ihm hat. Jeden. Und wir sprechen nicht mehr gerne von der Hölle. Wir sprechen nicht mehr gerne von dem, wie es sein wird, wenn du Gott außen vor lässt. Wenn du keine Beziehung zu ihm hast. Aber er ist der Souverän. Er herrscht über allem und er herrscht auch über dich, der du vielleicht von ihm gar nichts wissen möchtest. Ob du es willst oder nicht. Und im Vers 8 lesen wir einen Einschub an und für sich, der herausragt in diesen Versen, wo es heißt, Er aber ist es, der das Siebengestirn und den Orion geschaffen hat und der den Todesschatten in den Morgen verwandelt, den Tag aber in finstere Nacht. Er ruft den Meerwasser an und gießt sie auf den Erdboden. Herr ist sein Name. Ein Vers der Anbetung. Zwei Sternenbilder, die hier beschrieben werden, wie die damals schon bekannt waren, Orion und das Siebengestirn. Gott ist der Allmächtige. Gott hat alles geschaffen. Gott ist der Schöpfer. Der großen Dinge, die wir sehen, wenn wir nachts zum Sternenhimmel hochschauen, aber auch der kleinen Dinge und letztendlich jedes einzelne Menschen, dich und mich, hat er geschaffen. Er sieht uns, er kennt uns und er ist der Herr über allem. Und wenn wir Gericht heraufbeschwören durch unser Handeln, weil wir nicht in der Beziehung zu Gott leben, weil wir einen Gottesdienst feiern, der Gott ein Gräuel ist, so wird Gott auch entsprechend handeln. Und beim Volk Israel sehen wir es ab Vers 16, wo es dann heißt, darum, so spricht der Herr, der Gott der Herrscherin, der Herrscher, auf allen Plätzen Wehklage. und auf allen Straßen wird man Wehe, Wehe rufen. Man wird den Bauern zur Trauer rufen und die, welche Klagelieder singen können, zur Wehklage. Und in allen Weinbergen wird Wehklage erschallen, denn ich will mitten durch euch dahin schreiten, spricht der Herr. Ich weiß nicht, wie das gewesen sein muss und wir kennen es vielleicht ein klein wenig aus der jüngsten Vergangenheit, wo man sich das erahnen kann, wie man vielleicht mit dem Volk Israel oder mit den Juden damals in Europa umgegangen ist, was das für ein Weh und eine Klage gewesen war, wie katastrophal das gewesen war, ein Volk ins Verderben zu führen vor 80, 90 Jahren. Und wie muss es gewesen sein, als damals 800 vor Christus oder 700 vor Christus das Volk Israel in die Gefangenschaft geführt wurde? Wir lesen so schnell darüber hinweg, was muss das für ein Leid gewesen sein, wenn Familien, Herausgebergeber,
aus ihrer Umgebung, aus ihrer Stadt verfrachtet wurden, umgebracht wurden und in der Gefangenschaft lebten. Und so nimmt sich Gott des Unrechtes an. Und das Schöne ist, so wie damals im fünften Buch Mose davon schreibt, Ich lege euch heute vor, Segen und Fluch. Ihr könnt wählen. Was wollt ihr haben? So stehen wir auch davor. Wir müssen diesen Fluch nicht über uns kommen lassen. Wir werden nicht von Gott gerichtet, wenn wir den Segen annehmen, wenn wir ihn suchen, wenn wir das Leben annehmen. Aber wir werden gerichtet werden von Gott. Und es ist an dir zu wählen zwischen Segen und Fluch. und ich wünsche mir, dass wenn du deine kommende Woche planst wenn du deine Termine anschaust die alle auf dich einprasseln dass du ganz bewusst dir diese Zeit herausnimmst und sagst ich will in der Beziehung zu Christus leben Ich will mir ganz bewusst Inseln schaffen, Zeitinseln, wo ich sage, da hat das, was normal auf mich so einwirkt, muss außen vor bleiben, hat kein Anrecht. Ich suche die Stille mit dem Herrn. Nicht, weil wir stille Zeit machen, schnell, hopp, hopp, sondern weil ich ganz bewusst in die Stille mit den Herrn hineingehen möchte, die Beziehung zu ihm suchen möchte, danach fragen möchte, was ist Recht und Gerechtigkeit in Gottes Augen und danach leben will. Und das soll unser Gottesdienst sein. Und das wünsche ich mir für dich und auch für mich. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!