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Und in der Predigt soll es heute darum gehen, was der Hintergrund ist, der biblische Hintergrund, warum wir das tun sollen. Und es soll eine gewisse Vorbereitung sein. Jetzt dürft ihr mir die PowerPoint gerne hertun. Hat ein bisschen amüsanten Titel. Den werde ich später erst auflösen. Der kommt gar nicht unbedingt von mir, dieses Bild, sondern das kommt von Paulus. Schauen wir uns dann genauer an. Schluss mit der Tierquälerei. ist eine Freistellung von Mitarbeitern biblisch. Ich konnte einfach nicht widerstehen, weil Paulus das zweimal bringt, das Bild an zwei verschiedenen Stellen. Und ich habe gedacht, das ist so ein schöner Titel, der muss rein. Ja, wie komme ich zu dem Thema und wie geht es mir damit? Wie ich aufgewachsen bin, kannte ich eine Anstellung für Dienst in Gemeinde eigentlich nicht. Selbst Bibelschule oder gar Studium, Er war grundsätzlich skeptisch gesehen worden, durchaus aus Gründen, komme ich nachher noch dazu. Was er als Anstellung kannte, waren maximal Missionare, die ihr Leben aufgegeben haben, in den Dschungel gegangen sind und dort in das Evangelium weitergegeben haben. Vielleicht noch eine Handvoll Reisebrüder, die eine nette Fangroup hinter sich herreisen hatten. Aber in der Regel kannte ich das Thema nicht, schon gar nicht für den normalen Gemeindedienst. Das Gegenteil war der Fall. Pastoren, Pfarrer und Ähnliches wurde oft eher skeptisch gesehen. Auch das oft nicht unbegründet, weil teilweise auch Missbrauch passiert ist. Also ich kannte es nicht. Die Frage ist, wo du herkommst, wenn du einen ähnlichen Hintergrund mitbringst, geht dir das vielleicht ähnlich und du gehst an das Thema erstmal mit einer gewissen Skepsis ran. Woher kommt das, dass wir da eine gewisse Skepsis haben? Ich hoffe, ihr könnt das noch halbwegs lesen, könnt vielleicht sogar leicht größer sein. Ich habe mal ein paar Dinge aufgeführt, was da ist. Es ist eine Gefahr vom Missbrauch da. Vielleicht denkt man sich, Pastoren, wie man sie vielleicht auch aus dem landeskirchlichen Bereich kennt, machen sich ein schönes Leben. Mag sein, da gibt es die einen und die anderen. Wer ein gutes Beamtengehalt hat, eine schöne Stelle, kann der Versuchung vielleicht erlegen, das Leben eher zu genießen. Was ein größeres Thema ist, was man vielleicht auch in manchen Orten erlebt, ist, dass man Angst hat, es gibt jetzt den Alleinherrscher, der alles bestimmt und der Rest eher passiv wird. Sprich, die einen lassen sich bedienen, der andere macht das, der wird bezahlt dafür und gut ist. Und ich glaube, manchmal ist eine verkürzte Sicht auf Gaben und Dienste da. Und die Realität ist aber nicht, jeder kann alles. Ein Argument, was man auch manchmal gern hört, aber der Lohn ist doch im Himmel. Das wollen wir doch jemanden nicht kaputt machen oder wegnehmen. Also sprich, wenn man jemanden entlohnt für die Arbeit, dann geht der Lohn im Himmel kaputt. Und vielleicht der letzte Grund, bibeltreue Brüdergemeinden, was der Hintergrund von vielen ist, Abstand von sowas, dann wird es schon richtig sein und die gute Basis. Das sind mal so fünf Skeptikpunkte, gibt wahrscheinlich ein paar mehr, warum wir an der einen oder anderen Stelle Sorge haben. Die Grundsatzfrage ist aber eine andere. Kommen wir gleich dazu. Davor aber noch eine Abgrenzung, was wir heute nicht klären. Weil wir nämlich einige Themen ankratzen werden, die da irgendwo im Hintergrund mitschwingen, wo aber die Zeit nicht da sein wird, darauf einzugehen. Das eine ist, wir werden nicht darauf eingehen, was ein Ältester oder Lehrer ist und was deren Aufgaben ist. Andere Baustelle, das ist alleine zwei, drei. arbeiten möglich. Wir werden nicht auf das Thema Autorität, Hierarchien, Leitung eingehen. Die Bibel lehrt solche Dinge, sie lehrt die Gefahren davor, aber auch das ist ein eigenes Thema. Dann, was mir wichtig ist, weil man da gerne dazu hinkommt, wir werden uns nicht den Missbrauch des Themas in dem einen oder anderen Kontext anschauen. Wir landen nämlich gerne dabei, dass wir sagen, ja, aber dort und dort und dort passiert das und das. Und deswegen sollte man das nicht machen. Wir beschäftigen uns mehr mit den anderen und die Gefahren, wo andere unterwegs sind, reinzulaufen, bringt uns aber nicht viel, sondern wir wollen uns anschauen, was uns als Gemeinde betrifft. Diese ganze Arbeit ist mit dem Fokus, wo kommen wir her, wo wollen wir hingehen, was betrifft uns, was müssen wir verstehen. Ja, und das Ziel, was wir verfolgen wollen, und ich rede jetzt von dem Wir, weil ich ein Stück weit heute nicht nur alleine eine Predigt vorbereitet habe, sondern im Auftrag der restlichen Ältesten dastehe, wir wollen Rechenschaft ablegen, warum wir hier einen Weg einschlagen, der neues Terrain für uns als Gemeinde ist, wir diesen Weg aber für einen biblisch Begründeten halten. Und wir wollen zeigen, was die biblischen Grundlagen daf sind Wir werden heute nicht dar reden wie die Dinge konkret aussehen k wie das praktisch umgesetzt werden kann Das ist Ziel f die Mitgliederversammlung Wir wollen aber bewusst eine Sonntagspredigt hernehmen wo der Großteil da ist oder sich es nachhören kann. Grüße in die Gärtner rein. Und zeigen, warum wir überzeugt sind, dass es nicht einfach eine pragmatische Idee ist, die wir verfolgen. Wir werden größer, die Arbeit wird mehr, also kommt ein simpler Weg, sondern dass das auf einem biblischen Fundament steht. Und das ist die Frage, um die es geht. Ist es biblisch, Leute für einen geistlichen Dienst zu bezahlen, wo der Lohn doch im Himmel wartet? Das ist die Frage, um die es geht und mit der wir uns beschäftigen wollen. Und ich tue was Spannendes. Wir ziehen das nämlich ein Stück weit bibelhistorisch auf. Das heißt, wir fangen eher am Anfang an, wo wir vielleicht denken würden, hat doch nichts mit uns zu tun. Ich werde dann zeigen, dass das durchaus mit uns zu tun hat. Nämlich mit der Versorgung der Leviten im Alten Testament. Und wir lesen den Text, entschuldigt den Begriff Nummeri, das ist in der Online-Bibel so gewesen. Wer Nummeri nicht umsetzen kann, 4. Mose. Also 4. Mose 18, Verse 20 bis 21, wollen wir reinschauen. 4. Mose 18, 20 bis 21, ich lese nach der Luther-Übersetzung in dem Fall. Und der Herr sprach zu Aaron, du sollst in ihrem Land, das ist das verheißene Land, da wo Israel hinkommt, kein Erbteil besitzen, auch keinen Anteil unter ihnen haben, denn ich bin dein Anteil. und ein Erbteil inmitten der Israeliten. Den Söhnen Levi habe ich aber allen Zehnten gegeben in Israel als Erbteil für ihren Dienst, den sie an der Stift zu tun. Kurzer Hintergrund, die Leviten, die aus dem Stamm Levi kommen, waren ein Stamm, der rausgenommen wurde und der kein Erbteil hatte. Was bedeutet dies? Er hat kein Erbteil. der hatte kein Land, kein Feld zur Verfügung. Klingt für dich jetzt spannend, habe ich auch nicht, wohne in einer Wietzmohnung, wozu brauche ich Felder? In der damaligen Zeit hat das aber bedeutet, dass du dich und deine Familie nicht versorgen konntest, weil du nichts anbauen konntest und keine Nahrung erzeugen konntest, die du gebraucht hast. Das hatten die nicht, sondern, was die Verse ja sagen, die bekommen einen Zehnten. Wenn wir vom Zehnten reden, dann war der in Israel damals grundsätzlich gedacht, diesen einen Stamm zu versorgen. Hier das mal ein bisschen aufgeführt. Die haben kein Erbteil, kein eigenes Land und das bedeutet, dass die Leviten nicht in der Lage waren, sich selbst zu versorgen. Erstmal klingt das ja toll, rausgenommen zu sein für diesen Dienst an der Stiftshütte, aber das hat ihnen ein enormes Risiko ausgesetzt, weil sie nämlich keine Grundlage hatten, ihren Lebensunterhalt sicherzustellen. Die hatten keinen Grund und Boden. Dafür hat Gott aber den anderen Stämmen, die um sie herum waren, einen Auftrag gegeben. Die sollten nämlich von dem Segen, wo sie bekommen haben, aufgrund ihrer Grundlage, aufgrund des Landes, den sie hatten, die anderen mitversorgen. Sprich, die hatten Grundlage, ihren Lebensunterhalt zu gewährleisten. leisten und von dem, was sie daraus gewonnen hatten, sollten sie was abgeben an die Leviten, damit die den Gottesdienst in der Stiftshütte, die Opfer und alles, was damit verbunden war und den Lehrdienst am Volk ausführen konnten. Das bedeutet aber, ich hatte es schon erwähnt, dass diese Leviten in der Abhängigkeit waren und wer 5. Mose 14, 29 aufschlägt, sieht, dass sie in einer Linie mit den Witwen und Weißen genannt werden. Das waren nämlich auch die, die darauf angewiesen waren, dass der Rest des Volkes sie versorgt. Ansonsten hatten sie keine Chance. Das ist die Realität, in der die Leviten gerebt haben. Und wenn wir die Geschichte Israels durchschauen, ist es eben nicht so, dass das immer ordentlich läuft und dieser Zehnte immer ordentlich kommt und der Dienst am Tempel und in der Stiftshütte immer sauber läuft. Weil, wenn ihr reinschaut in die Propheten, aber auch in die Geschichtsbücher, seht ihr immer wieder, dass daran erinnert werden muss, das wieder aufzunehmen. Weil Hiskia zum Beispiel beim Tempelneuaufbau ermahnen muss, dass der Zehnte wieder gebracht wird und der Tempeldienst gemacht werden kann. Nehemiah und Ezra m das tun und Malachi sp klagt das Volk sogar an dass sie den Zehnten vorenthalten Er sagt sogar sie enthalten ihnen Gott den Zehnten vor und sagt die Tempelt zusperren Er ruft dazu auf, aufzusperren. Warum? Weil etwas nämlich immer wieder passiert, das lesen wir in Nehemiah 13, 10 als Beispiel, was Nehemiah da feststellen muss. Nehemiah 13, Vers 10. Da heißt es, und ich erfuhr, dass die Anteile für die Leviten nicht entrichtet worden waren. Und deshalb, die Leviten und Sänger, die den Dienst versehen sollten, fortgegangen waren, ein jeder auf sein Land. Was war also passiert? Die Israeliten haben gedacht, das Geld brauche ich für mich und den ertrag. Das geht ja gerade so für uns aus. Das mit dem Zehnten, halten wir mal ein bisschen zurück. Ja, das Investment hier bei mir privat ist wichtiger. führt dazu, dass die Leviten irgendwann am Hungertuch nagen und denen bleibt nichts mehr anders übrig, als selber irgendwie Land zu bewirtschaften und zu bestellen. Den Tempel zu verlassen, rauszugehen und sich darum zu kümmern. Was passiert? Der Tempeldienst läuft auf einmal nicht mehr. Das ist, was Nehemiah hier feststellen muss. Und er muss das wieder in Ordnung bringen bei den Israeliten. Und die Versuchung ist ja nahe, gerade in so einer Zeit, wo die damals unterwegs waren. Die waren in einem Wiederaufbau von einem Land nach einem richtig dicken Krieg nach einer Vernichtung des Landes unterwegs. Da war es wirklich knapp. Die sind nicht im Überfluss gewesen. Wir können das wahrscheinlich gut nachvollziehen, warum da viele der Israeliten gesagt haben, in dem Monat klappt das mit dem 10. aber nicht. Aber Nehmiah klagt das an. Und die Hauptaussage von Malachi, ich könnte mal hier 3, 8 bis 10 nachlesen, ist, ihr meint zu sparen, in Wirklichkeit verpasst ihr aber einen großen Gewinn. Das ist das Ganze, was wir im Alten Testament sehen können. Die Leviten sollten nicht Last sein, sondern Investment, weil ein Stamm materiell versorgt wurde, damit er die geistige Versorgung des Landes sicherstellt. Und diese Berufung, wo Gott den Leviten gegeben hat, meint man vielleicht im ersten Moment, dass was Tolles wäre, aber das war auch nicht einfach. Ich glaube, es war eine Berufung zu einem wichtigen Dienst. Aber es hat sie in unheimliche Abhängigkeit ihrer Brüder geführt. Warum sollte das sein? Warum hat Gott diesen einen Stamm rausgenommen? Um die zu etwas Besseren zu machen? Nein, sondern damit Gott und der Dienst an ihnen, der Tempel im Mittelpunkt steht. Und ich habe ein schönes Bild. Und das geht nicht darum, dass die Leviten die Kapitäne werden sollten von Israel. Im Gegenteil, da war eine klare Trennung sogar vorhanden. Sie waren nicht die, die alleine gesagt haben, so und so ist es. Und das ist vielleicht unser Problem, wenn wir von angestellten Pastoren reden, dann denken wir oft an einen Kapitän, der alles bestimmt und die Mannschaft nur herumkommentiert. Und das macht Angst. Da müssen wir ganz klar sagen, dass die Bibel nur einen Kapitän für die Gemeinde kennt. Und das ist Jesus Christus selbst. Er ist der, der vorgibt und angibt. Aber jedes große Schiff braucht jemanden, dessen Aufgabe es ist, die Navigation des Schiffes zu koordinieren, den Navigator. Ich habe da ein Bild, das nutze ich jetzt mal ein bisschen. Und das ist, glaube ich, der Job der Leviten gewesen. Lasst mich das einfach in dem Bild ein bisschen beschreiben. Dieser Navigator hatte eine Sache zu tun den ganzen Tag. Er hat die Karten studiert. Heute machen das viele Computer. Aber er hat die Karten studiert. Er hat im Fernrohr geschaut, hat geguckt, wo die Sonne steht, wo nachts die Sterne stehen und ähnliches, um die Position zu bestimmen, um Untiefen zu erkennen und das Schiff durch zu navigieren. Und das ist die Aufgabe der Leviten gewesen. Sie sollten Gottes Wort mitstudieren, die Erkenntnisse aus Gottes Wort an den anderen des Volkes weitergeben und sie dadurch auf Kurs des Kapitäns halten, den der Kapitän vorgegeben hat. und die Leviten hatten deswegen keine Zeit, ihr eigenes Land zu bewirtschaften. Wenn die Navigatoren den ganzen Tag am Schiff unterwegs gewesen wären, auch mit Segelflicken, Fische fangen und anderen Aufgaben, dann klingt das vielleicht einen Tag super, weil man einen Mann mehr hat, der auch endlich mal was arbeitet und mal was schafft und nicht nur faul in der Kabine rumsitzt. Aber innerhalb kürzester Zeit wäre das zur Katastrophe für das Schiff geworden. Warum? Weil sie vielleicht nicht mehr Kurs gehalten hätten. Wenn die Navigatoren am Schiff anfangen mussten zu fischen um zu verlor das ganze Schiff den Kurs Und das ist das Problem was Malachi Nehemiah und andere ansprechen Das Volk spart am Proviant für die Navigatoren und plötzlich treibt das Schiff auf Klippen zu. Das ist das, was ihr in der ganzen Geschichte Israels immer wieder sehen könnt. wo sie sparen daran, dass Ausrichtung an Gottes Wort passiert, Fokus auf Gottes Wort, die führt das ganze Volk irgendwo ins Chaos. Jetzt sagst du schön, was hat das aber mit dem Neuen Testament, mit der Gemeinde zu tun? Altes Testament, alter Bund, sind wir ja drüber hinweg. Wir sind weiter. Das Problem ist, das Neue Testament hat auch unheimlich viele Stellen. Und ihr werdet merken, dass so gut wie alle Bezug nehmen auf dieses alttestamentliche Prinzip. Wir werden uns erst eine Stelle anschauen, wo Jesus selbst das anspricht, aber danach auch bei Paulus, wo er sogar explizit diese Verbindung zieht. Das erste ist Lukas 10, Vers 7. Kennt man, der Kontext ist, dass Jesus seine Jünger aussendet, um das Evangelium in die verschiedenen Städte zu treiben. Und dort sagt er ihnen etwas, bleibt in dem Haus, in dem man euch aufnimmt. Esst und trinkt, was man euch dort gibt. Denn wer arbeitet, hat Anrecht auf seinen Lohn. Geht nicht von Haus zu Haus, um eine andere Unterkunft zu suchen. Wenn wir die Stelle anschauen, ist es erstmal, dass es sehr konkret um den Dienst in Gottes Reich geht. Es geht um Mission, Verkündigung, nicht einfach nur um irgendwie eine allgemeine Arbeitsethik von fairen Lohn und ähnliches, sondern es geht explizit darum, dass hier Leute unterwegs sind, im Auftrag Jesu seine Botschaft verkünden und versorgt werden sollen. Warum ist das notwendig? Weil diese Arbeit volle Konzentration erfordert. Jesus sagt, dass die Ernte groß ist und deswegen braucht es Arbeiter. Er sagt sogar, wir sollen darum beten, dass Gott Leute dahin aussendet. Und das Wort, was hier für Lohn verwendet wird, Mishos, heißt einen gerechten, einen fairen Lohn. Und es geht explizit nicht um Lohn im Himmel, sondern um eine materielle Versorgung. Das ist hier sehr deutlich, weil es um Essen und Trinken geht. Du hast damals nicht ganz so viel wie bei uns heute über Lohn und Gehalt gemacht und die Leute haben sich dann im Alti selber was eingekauft zum Essen, sondern du hast den zum Abendessen zu dir heimgerufen und ähnliche Dinge. Und Lohn im Himmel spricht Jesus explizit zum Beispiel in Lukas 6, 22 und andere Stellen an. Jesus stellt also ein Prinzip auf, dass nämlich ein Arbeiter des Evangeliums Versorgung für seinen Dienst erfahren soll. Das ist, was Jesus hier äußert. Und das Ganze ist gleichzusetzen mit einem fairen Lohn und hat materielle Versorgung im Hintergrund. Jetzt schauen wir uns einen längeren Abschnitt an. Auch da wird man nur einen Spotlight draufsetzen, also ein kurzes Scheinwerferlicht. Wir machen heute keine Exegese der ganzen Stellen, das merkt ihr. Die dürft ihr mir aber vertrauen, dass es ein Stück weit im Hintergrund ist. schlagt 1. Korinther 9 auf und vielleicht fragt sich da einer oder andere schon, ja, aber argumentiert Paulus hier nicht zum kompletten Gegenteil? Geht Paulus nicht darum, dass er gerade keinen Lohn nimmt für seine Arbeit? Ja, lassen wir uns mal genauer reinschauen. Paulus sagt, hätten Barnabas und ich nicht das Recht, uns für unsere Arbeit von der Gemeinde mit Essen und Trinken versorgen zu lassen? Hätten wir nicht das Recht, eine gläubige Frau zu heiraten und sie auf unsere Reisen mitzunehmen, wie das die anderen Apostel tun und die Brüder des Herrn und auch Petrus. Bei ihnen allen ist es selbstverständlich, dass sie für ihren Lebensunterhalt nicht selbst aufkommen müssen. Sind Barnabas und ich die Einzigen, denen dieses Recht nicht zusteht? Welcher Soldat zieht jemals auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg an und isst dann nicht von dessen Trauben? Wer hütet eine Herde, ohne von der Milch der Schafe zu trinken? Vielleicht hält man mir entgegen, ich würde die Sache nur von einem menschlichen Standpunkt aus betrachten. Aber sagt das Gesetz, dass Mose uns im Auftrag Gottes gab, nicht genau dasselbe? Dort heißt es doch, bindet einem Ochsen beim Dreschen nicht das Maul zu. Geht es Gott hier um die Ochsen? Sagt er das nicht in erster Linie wegen uns? Ja, uns rennt wegen, steht diese Anweisung in der Schrift. Gott zeigt damit, wer pflügt oder trischt. Er wartet zu Recht, dass er für seine Arbeit einen Teil vom Ernteertrag bekommt. Nun, wir haben bei euch gesät, wir haben Saatgut ausgestreut, das eurem geistlichen Leben zugute kommt. Wäre es dann nicht recht und billig, wenn wir gemüßer waren, als unseren Anteil an der Ernte das von euch bekämen, was wir für unser irdisches Leben brauchen? Wenn andere das Recht haben, sich von euch unterstützen zu lassen, hätten wir es dann nicht noch viel mehr? Doch wir haben von unserem Recht keinen Gebrauch gemacht und alle Schwierigkeiten, die dieser Verzicht mit sich bringt, nehmen wir bereitwillig in Kauf, um die Ausbreitung des Evangeliums von Christus in keiner Weise zu behindern.
Ihr wisst doch, die, die im Tempeldienst tun, bekommen ihren Unterhalt von den Einkünften des Tempels. Und die, die am Altar den Opferdienst verrichten, bekommen einen Anteil an den Opfergaben. Genauso hat es der Herr auch im Hinblick auf die angeordnet, die das Evangelium verkünden. Sie haben das Recht, von der Verkündigung des Evangeliums zu leben. Ich aber habe nichts von dem, was mir zusteht, in Anspruch genommen. und ich schreibe das auch nicht in der Absicht, mich in Zukunft von euch versorgen zu lassen. Lieber würde ich sterben, als dass ich mir meinen Ruhm von jemandem zunichte machen lasse. Mein Ruhm besteht ja nicht darin, ach, ich hätte mal weiter blättern sollen, oder? Ach doch, habt ihr schon, danke. Mein Ruhm besteht ja nicht darin, dass ich das Evangelium verkünde. Das ist schließlich eine Verpflichtung, der ich nicht ausweichen kann. Wehe mir, wenn ich sie nicht erfülle, Hätte ich diese Aufgabe aus eigenem Antrieb übernommen, könnte ich einen Lohn dafür erwarten. Ich habe sie aber nicht gewählt, sie ist mir übertragen worden. Gott hat mir die Aufgabe anvertraut, seine Botschaft zu verkünden. Heißt das, dass ich überhaupt keinen Lohn bekomme? Oh doch, mein Lohn besteht genau darin, dass ich das Evangelium unentgeltlich verkünde und keinerlei Gebrauch von dem Recht mache, dass ich als Verkündiger dieser Botschaft habe. Die letzten Sätze könnte man meinen, dass Paulus sagt, ja, nee, für Verkündigung nehme ich nichts. Wer aber den Abschnitt genau anschaut, versteht und sieht, dass Paulus hier nicht sagt, dass ein Verkündiger des Evangeliums keinen Lohn erwarten dürfte. Im Gegenteil, er sagt, dass das Recht berechtigt ist. Er sagt nur, dass er darauf verzichtet. Es ist spannend, dass wir an anderen Stellen, zum Beispiel im Philippabrief und so weiter sehen, dass Paulus sehr wohl die Gaben der Gemeinde annimmt. um seinen Dienst versorgt zu lassen. Und da als Randbemerkung ein unheimlich spannender Gedanke. Die Philippa-Gemeinde war wahrscheinlich eher eine der ärmeren Gemeinden, wenn wir den Brief genau anschauen. Dort nimmt Paulus etwas an. Korinth ist wahrscheinlich eine der reichsten Gemeinden im Neuen Testament. Und Paulus sagt, lieber sterbe ich, als von euch was anzunehmen. Warum? Weil wenn ihr den ganzen Abschnitt mal genauer anschaut, war das die Geizkrankengemeinde schlechthin. Und wahrscheinlich, wenn sie Paulus ein Abendessen gegeben haben, dann haben sie zig Folgen erwartet, dass er jetzt für sie tut und auch für sie da ist und sie ein bisschen bearbeitet Ähnliches. Vielleicht wollten sie bestimmen über seinen Dienst oder anderes. das als Randgedanke ist, was unheimliches Interessantes. Und Paulus sagt in seinem Abschnitt hier, ja, wir hätten schon recht, da was zu bekommen für die Arbeit, wo ich an euch tue. Aber von euch, nee, lieber nicht. Da verzichte ich gerne drauf. Was Paulus aber tut in dem Abschnitt, ist, dass er ein paar Bögen zieht. Das Erste ist, der Verzicht, den er hier lebt, ist nicht die Norm. Ich denke, das wird in den ersten Versen sehr, sehr klar. Paulus argumentiert, dass das Recht biblisch und richtig ist. Er verzichtet den Korinthern gegenüber bewusst darauf. Das ist wichtig, um den Abschnitt richtig zu verstehen. Das Zweite, was er tut, und darum ist mir der Korinther-Text so wichtig, wer sich die Verse 9 und zum Vers 13 hin mal genauer anschaut, auch Vers 14 noch, sieht, dass Paulus hier das macht, was ich mit der Predigt jetzt auch tue. Er zieht nämlich die Brücke von der Versorgung im Neuen Testament, der Diener am Evangelium, zu der Versorgung der Leviten im Alten Testament. Und er tut das explizit, weil er sagt, dass die, die im Tempeldienst tun, davon leben und im Vers 14, dass es der Herr so im Hinblick auf die Evangeliumsverkündigung angeordnet hat. Das alttestamentliche Prinzip zieht Paulus auf ein neutestamentliches Prinzip weiter an der Stelle hier. Und er tut was Spannendes. Da springe ich mal kurz weiter und da komme ich zu meinem Predigtitel. Er zitiert nämlich die Stelle, werden wir gleich nachher nochmal sehen, dass er die nochmal zitiert. Die kommt auch aus dem Alten Testament. Da geht es eigentlich auch um weißen Witwenversorgung, wo dann auf einmal drin ist, dass man den Ochsen der Trischt nicht das Maul verbinden soll. Und Paulus zieht das hier rein und sagt, die Stelle ist eigentlich nicht gegen Tierquälerei gerichtet, sondern Gott will was anderes damit sagen. Jetzt habe ich ein Problem. Keiner von euch hat wahrscheinlich die letzten Jahre einen Ochsen gesehen, der gedroschen hat und schon gleich gar keinen, dem das Maul dabei zugebunden worden ist. Wie sah das aber aus zur Zeit von Paulus? Ihr seht hier einen Ochsen und einen Treschschlitten hinten dran. und der Ochse hat den ganzen Tag eine Sache gemacht. Er ist nämlich im Kreis gelaufen um das Getreide herum und hat mit diesen Treschschlitten das Getreide ausgedroschen, dass die Körner sichtbar werden. Und jetzt gab es ein paar findige Bauern die gedacht haben ich kann ein bisschen mehr Ertrag rausschlagen Weil der Ochse hat n eine Sache gemacht wenn er den ganzen Tag das Getreide gegangen ist er hat ab und zu mal kurz angehängt und hat ein bisschen davon gefressen, von dem Getreide. Und ein paar findige Bauern haben gedacht, der frisst mir ja meinen Ernteertrag weg. Dem binde ich jetzt mal das Maul zu, dass der dann nicht mehr von dem Getreide fressen kann, dass er trischt. Sehr kluge Entscheidung. Zeit sich aus, weil du wirst nämlich eine Sache ernten, nämlich dass der Ochse vielleicht zwei Tage gedreschen tut, danach aber kaputt und zerstört da liegt. Das ist das Bild, was Paulus hier verwendet. Und jeder vernünftige Bauer wird sagen, das ist ja bescheuert, dem arbeitenden Ochsen nicht was zum Essen zu geben, wenn der da am Treschen ist. Deswegen, sagt Paulus, das geht hier eigentlich an der Stelle im Alten Testament, der Zitierte aus 5. Mose heraus, geht es eigentlich nicht um Tierquälerei, sondern es geht um ein biblisches Prinzip, dass die, die arbeiten, auch versorgt werden sollen. Deswegen Schluss mit Tierquälerei. Ich fand das amüsant, weil Paulus das tut. Ich gehe noch einmal zurück, weil in der Abschnitt hier auch ein Aber wichtig wird. Und da will ich kurz drauf eingehen. Die Motive sind zu prüfen, dass in der versorgt wird. Wer Verkündigung des Evangeliums aus Gewinnsucht, Gewinnstreben, einem lockeren Leben, Profit oder Ähnlichem tut. Oder es auch nur tut, wenn er versorgt wird. Der hat definitiv ein falsches Motiv. Evangeliumsverkündigung muss aus Berufung erfolgen. Und wie Paulus schreibt, diese Berufung zwingt ihn dazu, diese Botschaft weiterzugeben, egal wie die Umstände sind. Und das gilt für jeden, der predigt. Ich werde nachher noch mal kurz darauf eingehen. Wer es nur um Gewinn und Lohnstreben tut, der hat was falsch verstanden. Was ich aber für uns als Fazit ziehen will. Materielles Investment bringt Form von geistigem Segen. Nicht in Form von einem Wohlstandsevangelium, sondern dass Leute dauerhaft einen Dienst tun können, von dem ich profitiere. Dass der Ochse eben dauerhaft den Breschschlitten zieht und nicht nach zwei Tagen vor die Hunde geht. Wer Diener des Evangeliums nicht versorgt, betreibt Tierquälerei. Das ist das Bild, was hier da ist. Schön und gut, denkst du dir jetzt vielleicht. Bisher geht das doch eigentlich eher um Missionare, die irgendwo rausgehen. Jesus, die Arbeiter, die ausgesandt werden, das Evangelium zu verkünden. Paulus, der hier auch auf Missionsreise unterwegs ist. Was hat das jetzt mit uns zu tun? Und warum sollte ich für Leute vielleicht bezahlen, die bei mir in der Gemeinde mir predigen und so weiter? Wir haben doch genug. Warum? Und dazu schauen wir uns eine andere Stelle an, die hatte ich in der Predigt schon drin, nämlich Galater 6, 6. Wer in der Lehre des Evangeliums unterrichtet wird, soll mit allem, was er besitzt, zum Lebensunterhalt seines Lehrers beitragen. Ich habe jetzt bewusst die NGU genommen, weil die das, glaube ich, gut zum Ausdruck bringt, was hier auch wirklich gemeint ist. Das griechische Wort für Anteilnehmen hat Koinonaito als griechischen Begriff im Hintergrund. Und die meisten von euch haben wahrscheinlich Koinonia, früher gab es in Schwabach eine Buchhandlung oder so schon gehört. Das steht für eine enge, intensive Gemeinschaft, Anteil aneinander haben. Und es hängt wieder mit diesem Prinzip zusammen, was bei den Leviten schon da ist. Ich habe was, Gott hat mich mit materiellen Segen ausgerüstet, ausgestattet. und den teile ich jetzt mit denen, die Gott eingesetzt hat, in seinem Reich zu arbeiten. Das ist das Prinzip. Ich profitiere von jemandem, der in mich geistig investiert. Ja, der gräbt mir nicht den Gemüsegarten um, aber der investiert in mein geistiges Leben. Und deswegen gebe ich ihm Anteil an dem, was ich materiell bekommen habe. Und ja, der eine hat mehr materiellen Segen bekommen und kann deswegen vielleicht mehr abgeben, der andere weniger. Es ist Anteil an dem, was ich habe, weitergeben. Und es geht hier doch recht sicher auch um konkrete materielle Unterstützung. Und wer den nächsten, sorry, ja, wer weiterschaut in Vers 7, sieht sogar eine richtig gro Pr weil n dann Paulus sagt Gott l sich nicht spotten Der Mensch seht was er erntet Ihr k gern diese Galater Predigt von mir nachh da habe ich das exegetisch genauer ausgearbeitet dass sich das wohl rechtssicher auf das vorher bezieht. Es geht hier um Investment und ich kann mickrig investieren. Wenn ich mickrig aussehe, habe ich auch eine mickrige Ernte, das ist, was Paulus sagen will. Was können wir aus der Stelle hier mit rausnehmen? Wer geistlich erntet, soll materiell sehen. Paulus formuliert das tatsächlich nicht als optional, sondern als eine Pflicht. Und formuliert eine Verpflichtung für jeden, der von anderen profitiert. Und es ist einen Anteil geben an dem, was ich besitze. Das geht über ein Danke tatsächlich hinaus. Es ist ein gemeinschaftlicher Anteil, weil ich auf der einen Seite profitiere und gemeinschaftlich auch wieder abgebe. Und falsches Sehen kann dazu führen, dass ich Segen verfehle. Zu allem, was wir bisher gesehen haben, geht Paulus hier im Galater weiter, weil er dieses Grundprinzip der Versorgung von Dienern am Evangelium auf die Leute spezifiziert, fokussiert, von denen ich profitiere. Er stellt uns also erstmal eine Verantwortung rein, denen gegenüber, die mir was Gutes tun. Also er sagt, ich brauche da welche, die in mich investieren und ich soll in sie investieren. Es ist eben nicht nur so. Der abgelegene, unerreichte Stamm im Dschungel braucht irgendeinen Missionar, den investieren wir gerne, sondern ich brauche auch jemanden, der dauerhaft in mein Leben investiert. Ich brauche Menschen, die mich mit Nahrung versorgen und in die soll ich investieren. Ich komme zu der letzten Stelle, die ich mit euch anschauen will. Ah, da war was verrutscht, da war der Galater 7 noch, den könnt ihr aber so nachlesen. Nämlich in wahrscheinlich einer der wichtigsten Stellen in 1. Timotheus 5, 17 bis 18. Timotheus ist unterwegs, um eine Gemeinde in Ordnung zu bringen. Um Gemeinden auf einen stabilen Weg zu setzen. Und er bekommt hier einen Auftrag von Paulus noch. Und er sagt dort 1. Timotheus 5, 17 bis 18. Die Ältesten, die in der Gemeinde gut vorstellen, die halte man zweifacher Ehre wert. besonders die sich mühen im Wort und in der Lehre. Denn die Schrift sagt, du sollst dem Ochsen, der da trischt, nicht das Maul verbinden, déjà vu, und ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Übrigens, das zweite Zitat hat Jesus auch in Lukas 10 gehabt, wo wir schon gelesen haben. Was macht Paulus hier jetzt? Das Wort Timé, was für Ehre steht, hat Versorgung im Kontext. Warum? Weil das kurz davor für die Witwen verwendet wird. die nicht mehr heiraten können und die auch Ehre wert sind und wo das ganz konkret auf materielle Versorgung bezogen wird. Es geht also auch hier um eine materielle Versorgung, dass er hier reinzieht. Er zieht dann ein paar Maßstäbe auf, wer versorgt werden soll. Und das weiß ich, hat eine gewisse Spannung, dass wir das Thema reinbringen, ich als Ältester und auch die anderen dahinter. Aber er zieht hier einen Punkt Richtung Ältestendienst. Relativ klar. Und er sieht zwei Dinge dafür. Gut vorstehen. Und das ist spannend. Wann steht jemand gut vor? Dann, wenn er alles so macht, wie ich es mir gerne wünsche, wie es mir gefällt, scheint im ersten Moment schwer interpretiertbar. Und wenn man in Kommentare reinschaut, ziehen die häufig einen Unterschied zwischen jemand, der rein formal ein Amt wahrnimmt, der es also schätzt, auf dem Stuhl zu sitzen und repräsentativ ein bisschen in die Menge zu winken und jemand, der sich einsetzt dafür und bewusst das Amt wahrnimmt. Und das scheint doch eine sinnvolle Erklärung zu sein. Und das Zweite ist die sich Mühen in Wort und Lehre. Einfacher bewertbar. Und hier geht es um einen bewussten Einsatz, im Wort Gottes zu forschen, zu studieren und die Gemeinde entsprechend des Wortes Gottes zu leiten. Nicht nur als Lippenbekenntnis, dass wir auf Basis der Bibel Gemeindeleitung machen, sondern um ein wirkliches Mühen in Gottes Wort, um biblische Wahrheit für konkrete Situationen der Gemeinde wirksam zu machen. Was häufig viel Arbeit ist und Mühe hat. Es geht um einen Dienst der Lehre, welche die Gemeinden dauerhaft auf Gottes Wort ausrichten. Und ja, Paulus weist hier wahrscheinlich auch auf ein Stück weit unterschiedliche Begabungen sogar innerhalb des Ältestenkreises hin, weil er hier nochmal eine Herausziehung macht. Dabei legt Paulus aber keine Wertigkeit innerhalb des fest Er schreibt bewusst nur in Bezug auf Entlohnung oder Freistellung weil er wahrscheinlich anerkennt, dass bestimmte Aufgaben mehr Zeit und Aufwand mit sich bringen. Im Kern geht es ihm aber hier nicht um eine Beliebtheitsauswahl oder eine möglichst harmonische Verteilung, sondern die Kriterien sind Bewährung und Bewahrung, Begabung. Klammer auf, komme ich nachher noch mal kurz dazu, das darf nicht missbraucht werden, um ein biblisches Machtvakuum, was bewusst angelegt ist, in der Pluralität von Ältestenschaft aufzuheben. Paulus argumentiert hier nicht, dass irgendwelche, die freigestellt sind, mehr Entscheidungsgewalt bekommen, um so einen Missbrauch direkt vorzubeugen. Und ja, Paulus zitiert wieder die Ochsen. Keine Tierquälerei. Ein paar praktische Schlussfolgerungen. Sowohl das Alte als auch das Neue Testament lehren eigentlich recht deutlich eine materielle Versorgung von Mitarbeitern im Gottesreich. Der Schwerpunkt, den sie dabei setzen, ist recht deutlich auf den Bereich Lehre und Verkündigung gelegt. Ich werde gleich dahin kommen, dass das nicht zwingend das Einzige ist, aber es ist ein Schwerpunkt, der da ist. Und Stellen wie Malachi 3 oder Galater 6, eigentlich eher 7, zeigen auch auf, dass das kein zu unterschätzendes Thema ist, weil Gott Gemeinden dadurch segnen will. Klammer auf, nicht Wohlstandsevangelium, dass jeder dann den Porsche daheim stehen hat, sondern geistigen Segen. Dass Investition in unser geistiges Leben passiert. Letztendlich will Paulus, wenn er von Ehre und Lohn spricht, dafür sorgen, dass die Navigatoren der Gemeinde genug zu essen haben, damit sie die Augen nicht von den Karten nehmen müssen oder drüber einschlafen, weil sie sich um andere Versorgung kümmern müssen. Ein Navigator, der verhungert, zittert und nebenher Segelfliegen muss, übersieht wichtige Warnsignale. Und ist nicht in der Lage, ein Schiff gut zu navigieren. Wichtig ist, dass wir beiderseitige Verantwortungen nicht gegeneinander ausspielen. Was ich vorhin schon erwähnt habe. Der Diener und der, der freigestellt wird, hat Berufung vor Lohn zu sehen. Wer nur dient, weil er Lohn erwartet, hat Berufung nicht verstanden. und hat sich damit disqualifiziert. Aber jeder, der dient im Reich Gottes, muss irgendwo seine Ressourcen verwalten. Jeder muss mit dem Entfangenen, was er hat, zur Verfügung hat, haushalten. Der Ochse, der zwei Tage ohne Essen trischt, ist irgendwann kaputt. Und da kommt noch ein anderes Prinzip dazu. Wenn jemand freigestellt wird, hat er die Verantwortung, wie er das Bekommene investiert. Nicht die Gemeinde. Die Gemeinde hat die Verantwortung, fair zu zahlen, einen fairen Lohn zu geben. Es ist nicht die Verantwortung zu kontrollieren. Klammer auf, was ist fair? Du kannst dir die Frage stellen, ob du dafür arbeiten würdest. Oder ob du deinem Chef sagen würdest, nö, bin ich morgen raus. wofür sieht die Bibelfreistellungen vor, was ist sinnvoll? Ich habe mal vier Bereiche aufgezogen im Gemeindekontext. Ich habe jetzt Mission, Evangelisation und so weiter bewusst hier weggelassen. Ich glaube, das ist allen klar. Das tun wir auch als Gemeinde schon, dass die Bibel da einen Punkt mitzieht. Das ist jetzt Gemeindekontext. Und ich bin sehr sicher von den Prioritäten, die die Stellen ziehen, Begründungen sind runter, ist Lehre und Verkündigung sehr klar priorisiert. Timotheus und ein Stück weit Apostelgeschichte zieht auch das Hirtenamt an sich heraus. Ich glaube, dass da irgendwo Schwellen da sind, weil ab irgendwann einer gewissen Gemeindegröße und Menge an Leuten in Gemeinde einfach das nicht mehr nebenher machbar ist, weil so viele Termine und Verfügbarkeit notwendig ist. Das ist das Zweite. Das Dritte, Jüngerschaft und Jugend, ist ein bisschen ein Klammerpunkt, weil ich das als Investition in die nächste Generation sehe. Aber, warum aber? Ich glaube, dass hier Gemeinden manchmal schief laufen und das getrennt sehen. Letztendlich ist das, was bei Jüngerschaft und Jugend passiert, nichts anderes als die oberen zwei Bereiche, nämlich Lehre, Verkündigung und Hirtenamt. Deswegen glaube ich übrigens auch, dass eine Jugend nicht abgekoppelt vom Ältestenamt komplett laufen kann. Das ist jetzt mal eine Randbemerkung auf der Seite, aber sonst gibt es ganz schnell Gemeinde in Gemeinde. Sondern das hat explizit mit Lehreverkündigung und Hürdenamt zu tun. Und das Vierte, was wir heute jetzt nicht behandeln,
Was wir in Apostelgeschichte 6 aber sehen, Diakone werden rechtssicher freigestellt dort für administrative Tätigkeiten. Da geht es nämlich ziemlich um Geldverteilung, Nahrungsmittelverteilung und ähnliches. Aber auch wieder mit dem Ziel, Entlastung für Lehre zu sorgen. Also im Kernpunkt geht es immer darum, dass Evangelium mehr fruchtbar wird und weiter verbreitet wird. Und ja, wir müssen uns als Gemeinden da manchmal fragen, Weil ich glaube, bei dem vierten Punkt tun wir uns manchmal viel leichter, jemanden freizustellen als für die anderen. Wir sind so groß geworden, wir brauchen den Geschäftsführer. Ja, da hatte ich keinen Bock drauf, das zu machen. Lasst uns jemanden freistellen. Wir wollen bauen. Das braucht irgendjemand, der die Bauleitung macht, da mit den Handwerkern ist. Da stellen wir jetzt mal vor zwei Jahren jemanden frei. Das ist super simpel, weil das irgendwie abrundbar ist und ähnliches. Aber es fällt uns sehr schwer, diese anderen Dinge, wo die Bibel eigentlich priorisiert, in den Fokus zu nehmen. Ja, die Bibel nennt viele Bereiche, die da sind, aber im Fokus steht Lehre und Verkündigung. Und andere Bereiche zahlen darauf ein, wie ein Diakonenamt und ähnliches. dann auch noch wichtig, diese Lehre ist oft ans Ältestenamt gekoppelt und nicht immer sinnvoll zu trennen davon. Das Letzte aber auch, die Bibel gibt in der Art und Weise, wie man das tut, viel Freiheit. Die sagt nicht, wie diese Versorgung konkret aussieht. Die sagt nicht, muss das Teilzeit, Vollzeit oder Ähnliches sein. Die Prinzipien sind recht fest, die Umsetzung schafft Raum für Kreativität, schafft Raum für die Kultur und die Zeit in der Gemeindesituation, in der man lebt, wo es Weisheit braucht. Das ist das Thema von der Mitgliederversammlung, wo wir machen wollen. Da einen Weg zu finden, wie wir als Gemeinde konkret diese Prinzipien umsetzen können. Hier ging es erst mal um die Prinzipien. Ein paar Anfragen sind sicherlich da Anfragen und Einw zu dem Thema und ich gehe einfach auf ein paar kurz ein Macht das die Gemeinde passiv Das Gespenst geht ja recht schnell um Du stellst jemanden ein und die anderen lassen sich dann bedienen und der macht alles. Die ehrlich ist Antwort, die Bibel kennt diese Gefahr nicht, sondern sie sieht das Gegenteil. Und Paulus beschreibt da was in Epheser 4, 11 bis 12. Ich lese die Stelle und springe da nochmal zurück. Und er selbst gab den Heiligen, die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden. Was ist also das Prinzip, was Paulus eigentlich setzen will, wenn solche Dinge richtig gelebt werden? Passivität? Nein, Zurüstung aller, damit sie mehr dienen. Mehr Dienst, mehr Aktivität ist der Gedanke dahinter. Warum was passiert? Wenn der Navigator ein Schiff raufruft, wir laufen in den Sturm rein oder hier kommen ein paar Felsen und so weiter, dann aktiviert der die Mannschaft, dass die anfängt, was zu tun. Nämlich die Segel in die richtige Richtung zu stellen, vielleicht richtig zu lenken, irgendwas festzuzurren und andere Dinge. Paulus, sein Herzenswunsch mit diesem Thema ist nicht Passivität, sondern im Gegenteil, Zurüstung aller Gemeindemitglieder für mehr Dienst, für mehr Intensität. Das ist der Gedanke dahinter, den er verfolgt. Und ich glaube, wenn das richtig gelebt wird, dass das auch passieren kann. Zwei weitere Einwände in Kürze. Wird der Angestellte zum Diktator? Ich glaube nur, wenn man die Timotheus-Stellen und alles falsch versteht, weil es geht hier nicht um eine Hierarchie bei der Freistellung, sondern die ist klar im Ältestenamt, wo die Bibel eine Pluralität lehrt, verankert. Die Bibel ist genial, weil das Prinzip, was da ist, ist, dass niemals jemand alleine entscheidet. Kann manchmal nervig sein, weil ich wüsste es doch so viel besser, und wenn endlich mal alle machen würden, wie ich denke, dann wird es lockerer laufen. So denken wir ja alle. Aber die Bibel kennt eine Rechenschaftspflicht der Gemeinde an die Ältesten und eine Rechenschaftspflicht der untereinander Und wenn ihr eine habt die vielleicht nicht immer eins ist ist das nicht unbedingt so schlecht Warum Weil vielleicht um Wahrheit gerungen wird. Weil vielleicht nicht einer der ist, wo alles vorgibt. Das ist nicht der Gedanke hier, sondern es geht um Freistellung, damit ein Teil intensiver arbeiten kann. Und das Letzte, muss ein heiliger Diener nicht verzichten. Nehmen wir ihm nicht seinen himmlischen Lohn weg, Ja, Paulus sagt, das kann manchmal sinnvoll sein, von einer geizigen Korinther-Gemeinde nimmt man lieber nichts, weil man sich da vielleicht in eine Abhängigkeit begibt, wo die Freiheit, dass man eben nicht der, die einem Anteil geben, in erster Linie rechenschaftspflichtig ist, sondern Gott gegenüber, wegnimmt, rausnimmt. Aber das ist nicht das Ziel und das Prinzip, sondern Gott sieht hier eine Versorgung, damit Leute die Zeit haben, länger und dauerhafter dabei zu bleiben. Das ist der Punkt, was bringt eine Freistellung. Es kauft Zeit, um bewährten Leuten Freiraum zu geben, den Dienstzinn vorzutun. Übrigens, die Timotheus-Stelle als Randbemerkung. Häufig passiert Anstellung heutzutage so, jemand macht ein Bibelstuhl-Studium, wird angestellt. Nicht prinzipiell falsch, ich bin fair Bibelstuhl-Studium. Aber was Paulus im Timotheus-Brief reinzieht, ist eigentlich zu sagen, wenn ihr Leute in der Gemeinde habt, die sich bewährt haben, die ihr kennt, kauft ihr nicht die Katze im Sack, sondern investiert dort rein. Studium braucht Tiefe und braucht Zeit. Gutes Arbeiten in Gottes Wort ist aufwendig und kann nicht beliebig aufgeteilt werden. Manchmal ist mehr möglich. Ich glaube, viele geben ihr Bestes, aber mit mehr Zeit wäre manches andere drin. und es geht um faire Entlohnung für den Dienst und nicht irgendwie Leute in den Luxus zu bringen. Der Gewinn ist geistlicher Tiefgang, Sicherheit, Kurs. Das geht nicht darum, Manager zu gewinnen, der jeden Sonntag den roten Teppich ausrollt damit man es sich bequem machen kann Sondern wir kaufen eigentlich Zeit am Kattentisch f die Navigatoren Wenn man im Sturm zugerufen wird, haltet fest an Christus, weil der Kurs stimmt. Es geht nicht um Angestellte, darum in Angestellte zu investieren, sondern in Navigatoren der Seelen. Drei Bilder dazu. ein Fernrohr scharf eingestellt mit einem Fokus auf Christus. Die Karte, Klammer auf die Bibel, sauber gelesen, damit der Kurs stimmt und dadurch die Segel voll ausgerichtet für das Werk in seinem Reich. Das ist das Ziel, was wir tun wollen. Und die Frage gilt an uns, wo unser Investment liegt. Das geht wirklich um ein Investment, weil es kostet was, wie es den Stämmen Israels damals was gekostet hat, von ihrem Gewinn abzugeben. Es geht am Ende nicht um Geldbeutel ohne Budget, sondern um den Kurs für die Zukunft, für den Kurs für eine nächste Generation. Soweit dazu. Ich will eine Aufforderung für euch mitgeben, da für diesen Kurs weiter zu beten. Zu beten, drüber nachzudenken, ganz gezielt auch für diese Mitgliederversammlung am 12. Juli, die euch ordentlich einzutragen. Ich glaube, das ist für uns als Gemeinde ein großes Thema, ein wichtiger Schritt. Uns war es wichtig, als Älteste darüber zu reden, auch wenn das irgendwie eine unglückliche Konstellation ist, das zu tun, wo man im Prinzip jemand ist, wo vielleicht da mit involviert ist. Warum? Weil wir verantwortlich sind für die Lehre der Gemeinde und weil wir glauben, dass das biblisch-theologisch berechtigte Grundlagen sind. Und weil wir die der Gemeinde lehren wollen und weil wir glauben, dass es die Zeit ist, dieses Gemeindeschiff in diese Richtung zu navigieren. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!