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Saulus – Vom Verfolger zum Apostel

Saulus – Vom Verfolger zum Apostel – Predigt von Daniel Krestel
02. November 202538:00

Saulus – Vom Verfolger zum Apostel – Predigt von Daniel Krestel

Transkriptca. 25 min Lesezeit

Ja, ich möchte euch heute Morgen auch ganz herzlich begrüßen. Und zwar zu dem Thema Saulus vom Verfolger zum Apostel. Und es ist so interessant, Gott gefällt es, seine Feinde zu begnadigen. Gott gefällt es, aus Feinden Anbeter zu machen. Menschen, die Gott anbeten. Es ist eine erstaunliche Gnade, die hier am Wirken ist. Und das erlebte auch Thomas Samuel vom Salafisten zum Pastor. Thomas Samuel wuchs in einer streng salafistischen Familie auf, die stolz auf ihre Abstammung von den Propheten war. und als Jugendlicher wollte er in den Dschihad ziehen, also für den Islam kämpfen, aber das wurde ihm verwehrt und das führte ihn in eine tiefe Krise und letztendlich entwickelte er sich dann zu einem islamistischen Prediger und im Laufe dieses Dienstes kam er mit Christen in Kontakt, er diskutierte mit ihnen, Er fing an, die Bibel zu lesen und er erkannte, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Er kam zum Glauben und heute ist er Prediger und setzt sich für verfolgte Christen ein. Vom Salafisten zum Pastor. Aber so ging es auch einem anderen Mann, einem Mann aus Sumatra, der einst ein Dschihadist war, ein Kämpfer für den Islam. Er tötete drei Menschen, darunter zwei Christen. und während er sie ermordete, bemerkte er, dass diese Christen trotzdem nah an den Todes ruhig blieben und keine Angst zeigten. Ihre stillen, friedvollen Augen und die Erwähnung des Namens Jesus berührten ihn tief und ließen ihn nicht mehr los. Nacht für Nacht quälten ihn die Erinnerungen an ihren Glauben und ihre Gelassenheit im Sterben. Und schließlich suchte er die Wahrheit und fand Jesus. Von einem Dschihadisten wird ein Pastor, der heute in Kilamantan, in Sumatra dient. Ihr könnt diese Zeugnisse bei Obendoors nachschauen. Das ist für jeden zugänglich. Und heute haben wir auch so einen Mann vor uns, der eine radikale Veränderung erlebt hat. Saulus vom Verfolger zum Apostel. Und wir wollen fortfahren in unserer fortlaufenden Auslegung über die Apostelgeschichte. Und ich bitte euch, mit mir Apostelgeschichte Kapitel 9 aufzuschlagen. Und wir lesen zunächst die ersten zehn Verse. Apostelgeschichte Kapitel 9, Abvers 1. Saulus aber schnaubte immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn, ging zu den Hohenpriester und er bat sich von ihnen Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er einige, die des Weges waren, fand, Männer wie auch Frauen, er sie gebunden nach Jerusalem führte. Als er aber hinzog, geschah es, dass er sich Damaskus näherte. Und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht aus dem Himmel und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach. Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach, wer bist du, Herr? Er aber sagte, ich bin Jesus, den du verfolgst. Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst. Die Männer aber, die mit ihm des Weges zogen, standen sprachlos, da sie wohl die Stimme hörten, aber niemanden sahen. Saulus aber richtete sich von der Erde auf, und als er sich aber seine Augen öffnete, sah er nichts. Und sie geleiteten ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus. Und er konnte drei Tage nichts sehen und aß nicht und trank nicht. In dem vorherigen Text, den wir uns das letzte Mal angeschaut haben, da hat uns Lukas gezeigt, wie das Evangelium nach Afrika gelangt. Da hat er uns gezeigt, wie Philippus den Äthiopier, diesen Kämmerer aus Äthiopien trifft und wie dieser Mann vorbereitet war, der das Evangelium verstehen wollte und wie Gott ihm das Verstand oder das Verständnis öffnet, wie er zum Glauben kommt und dann schließlich mit Jesus im Herzen und voller Freude in seine Heimat nach Afrika reist. Und jetzt macht Lukas einen Schwenk wieder zurück nach Jerusalem. Wieder zurück, was in Jerusalem geschieht. Und dort haben wir ja in Kapitel 8 gesehen, dass mit dem ersten Märtyrer, mit dem Stephanus, eine Verfolgungswelle losgetreten worden ist. Und da hat sich ein Mann besonders hervorgetan und zwar Saulus von Tasus der die christliche Gemeinde besonders stark verfolgte Die Christen in Jerusalem lebten in gro Gefahr Sie wurden ins Gef geworfen M wie Frauen Und dieser Saulus, der war dran, die ganze Gemeinde zu vernichten. Und es ist interessant, wir müssen uns mit diesem Mann Saulus beschäftigen. Wer war er? Wer war Saulus? Saulus ist in Tasus geboren. Tasus liegt in der heutigen Türkei am Mittelmeer. Und der Name Saulus, das war sein jüdischer Name, kommt vom König Saul. Saul ist ein hebräischer Name. Saulus, also diese Endung, das kommt aus dem Lateinischen, weil sie Hellenisten waren, also Juden, die im Ausland lebten. aber die Eltern hatten diesen Gedanken, einen Sohn zu haben, einen, der so groß wird wie Saul, wie der erste König in Israel. Und die Bedeutung des Namens von Saul ist der Begehrte oder der Gefragte. Und wir sehen schon, dass die Eltern von diesem Saulus schon etwas erwartet haben. Der Name von Saulus war Programm, der Begehrte, der Gefragte. Und so ging es auch in seinem Leben vorwärts. Er ist in Tasos geboren, aber er wuchs in Jerusalem auf. Wir lesen das in Apostelgeschichte 22, Vers 3 und folgende, dass seine Eltern den Saulus die beste Ausbildung zukommen lassen wollten. Und das war bei Leuten, die besonders viel Wert auf den jüdischen Glauben legten, die im Ausland lebten, also in Tasos. Aber dann hat man seine Söhne nach Jerusalem geschickt, um dort bei namhaften Rabbinern auszubilden, dass aus ihrem Sohn was wird. und so erfahren wir aus der Geschichte, dass Saulus in Jerusalem aufwächst. Er bekommt die beste Ausbildung, die es zu damaliger Zeit gab. Er lehrte zu den Füßen Gamaliels. Gamaliel war der angesehenste Lehrer zur damaligen Zeit im Judentum. Es gab keinen höheren Lehrer. Es gab nichts Besseres, was man bieten konnte. Und in dieser Stadt Jerusalem wächst Saulus also auf zu den Füßen von Gamaliel. Er lernt von ihm, wie man das Alte Testament anwendet, was die Schriften zu sagen haben. Er lernt die Auslegungen von den Rabbinern zu den Textstellen. und Saulus lässt diese Option, die ihm geboten wird, nicht an sich vorbeistreichen. Und zwar lesen wir in Galater 1, Vers 14, da sagt Paulus Saulus über sich selbst und dem Judentum übertraf ich viele meiner Altersgenossen. Ich eiferte fanatisch für die Überlieferungen meiner Väter. Saulus hat eine so dermaßen steile Karriere in Jerusalem hingelegt, dass er selber sagt, ich habe alle übertroffen. In seinem Fleiß, in seiner Hingabe, in seinem Lernen gab es keinen, der ihm irgendwie das Wasser bieten konnte. Und das bestätigt Paulus auch selber in seiner Selbstbiografie. Wir lesen es in Philippa 3, die Verse 5 bis 6. Und da spricht er rückwirkend und sagt, beschnitten am achten Tag. Also die Eltern hatten ein sehr großes Anliegen, dass dieser Junge wirklich in den jüdischen Gebräuchen und in den Satzungen und Geboten aufwächst. Beschnitten am achten Tag vom Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin. Wo kam der erste König her? Aus welchem Stamm? Wo kam Saul her? Stamm Benjamin. Das war schon was. Der konnte sich auf die Schulter klopfen und konnte sagen, hey, schaut euch mal meine Abstammungslinie an. Das ist nicht so einer, der irgendwo aus Israel hervorgekrochen kommt, sondern aus dem Geschlecht von Israel stammt Benjamin Hebräer von Hebräer. Und dieser Ausdruck Hebräer von Hebräer, das liegt so einem großen Schwerpunkt drauf, dass man das Gesetz peinlichst genau einhalten wollte. Dass man so wirklich die strengste Auslegung des Gesetzes befolgte. Hebräer von Hebräer, dem Gesetz nach ein Pharisäer. Es gab im Judentum ja unterschiedliche Richtungen, wie man die Schriften auslegen konnte. Es gab die Sadduzeer, das waren eher die Liberalen. Aber da gab es auch die Pharisäer. Das war eine Gruppe, die wirklich alles daran gesetzt hat, die Schriften zu verstehen, die sich unheimlich viele Gesetze aufgelegt haben, um danach zu leben. und Paulus sagt, ich gehörte zu dieser Gruppe. Ich war ein Pharisäer. Die Glaubenselite in Israel, wenn man das so sagen möchte. Dem Eiferer nach ein Verfolger der Gemeinde. Und Paulus sagt das war nicht nur ein Glaube den ich irgendwie theoretisch gelebt habe Ich habe f meinen Glauben gek Ich habe die Gemeinde verfolgt Und das auch nicht halbherzig sondern voller Eifer Und jetzt kommt eine Sache. Er sagt, der Gerechtigkeit nach, der Gerechtigkeit nach, die im Gesetz ist, untadelig geworden. Wow. Hey, wer kann das von uns sagen? Dem Gesetz nach, Untadelig. 612 Gesetze im Alten Testament. Und Paulus sagt, ich habe sie alle gehalten. Das war ein Mann, der war moralisch so hochstehend. Ich glaube, es gibt keinen auf dieser Welt. Der war stolz drauf. Zu Recht. Wie der Mann gelebt hat. Das war unglaublich. Dem Gesetz nach, der Gerechtigkeit nach dem Gesetz ist. Untadelig. Dieser Saulus, der hatte echt eine weiße Weste. Er konnte vor jedem stehen und sagen, hey, ich halte die Gebote, ich halte die Gesetze. Wer bist du? Kannst du mir das Wasser reichen? Reihmenschlich gesehen begründet, dass er stolz auf sich ist. Der Gerechtigkeit nach dem Gesetz ist untadelig. Da gab es keinen Mangel, da gab es nicht irgendwie, wo irgendjemand sagen könnte, Mensch, Paulus, das, was du glaubst und was du lebst, da ist irgendwie eine Diskrepanz. Nein, das hat sich absolut gedeckt. Das war Saulus. Saulus von Tasos. Und deswegen, weil er aus dem Gesetz heraus, das, was er glaubte, so wie er die Schriften verstand und wie er das lebte, war es absolut folgerichtig, dass er die Christen verfolgte. Wenn wir uns in sein Denken hineinversetzen, dann war es das absolut Richtige, dass er die Christen verfolgte. Weil das, was die Christen sagten, das war im Vergleich zu seiner Auffassung, zu seiner Theologie, war das Gotteslästerung. Das war eine Sekte. Und deswegen legt er auch allen Eifer daran, diese Christen auszurotten, zu vernichten, auszulöschen. Und so sehen wir im Vers 1, Saulus aber schnaubte immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er hat in Jerusalem, wen er finden konnte von den Christen, Männer und Frauen, ins Gefängnis geworfen. Wir lesen auch in der Apostelgeschichte später, in Kapitel 20 und 26, dass er Christen unter Strafe gezwungen hat, zu konvertieren. Er stand dabei, als Stephanus getötet worden ist. Er gab seine Einwilligung, dass diese Christen getötet werden. Und diesem Saulus hat es nicht gereicht, nur in Jerusalem aufzuräumen, dort die Dinge wieder herzustellen. Nein, er hatte so einen Eifer, dass er gesagt hat, ich muss das überall, überall wo es Christentum gibt, muss es ausgerottet werden. Das ist wie Unkraut, was einfach weg muss. Und so sehen wir, dass er sich Briefe besorgt, um nach Damaskus zu ziehen, um auch dort die Christen zu verfolgen. Wenn er jemanden finden würde, der des Weges war, so hat man damals die Christen bezeichnet, um sie gefangen zu nehmen und nach Jerusalem zu führen, ins Gefängnis zu werfen. Das war sein Anliegen. Und Saulus lebte das aus seinem Glauben heraus, alles richtig zu tun. Er hatte eine weiße Weste. Das, was er glaubte und was er lebte, deckte sich. Und auch sein Glaube, seine Theologie deckte seine Vorangehensweise, Christen zu verfolgen. Es war legitim. Und so besorgt er sich Vollmachten. geht er nach Damaskus und unterwegs nach Damaskus begegnet ihn auf den Weg Jesus. Und es ist so interessant, dieser moralisch absolut hochstehende Mensch, der denkt, er macht alles richtig. Er tötet Christen. Er bringt sie um. Und jetzt begegnet ihm Jesus, als er auf dem Weg nach Damaskus ist. In einem hellen Licht heißt es und später in der Apostelgeschichte in 20 oder 22, da berichtet Paulus noch zweimal von diesem Erlebnis, wie er zum Glauben kam. Und da sagt er, es war um die Mittagszeit. Also im Orient, wenn die Sonne scheint, 40 Grad, da ist es nicht so wie gerade bei uns bewölkt. Und dann plötzlich scheint die Sonne hervor, hinten in den Wolken und dann, oh, das ist ein Licht. Also, das müsst ihr euch mal vor Augen halten. Die Sonne scheint, es ist heiß, mitten am Tag, die Sonne brennt runter und plötzlich ein noch helleres Licht, was dem Saulus hier begegnet H Jesus diesem Saulus auch mit einem Blitz begegnen k H er ihn nicht auf der Stelle richten können? Er hätte ihn richten können. Und die Folgen seines Lebens, seines Glaubens und seines Handelns hätte ihm die Hölle eingebracht. Aber Gott gefällt es in seiner unendlichen Gnade. Feinde zum Anbeter zu machen. Und schaut mal, wie Jesus dem Saulus anspricht, mit seinen hebräischen Eigennamen. Saul, Saul. Ist das nicht interessant? Was für ein persönlicher Ruf. Saul, Saul. Und die Antwort, die Saulus gibt, ist hochinteressant. Er sagt, wer bist du, Herr? Wer bist du, Herr? Saulus kannte die Schriften des Alten Testaments in- und auswendig. Er konnte wahrscheinlich den Großteil des Alten Testaments dir wahrscheinlich auswendig aufsagen. Er konnte die ganzen Auslegungen zu den Textstellen. Aber er kannte Jesus nicht. Und es ist interessant, Jesus sagt zu den führenden Pharisäern in Jerusalem, in Johannes 5, Vers 39, ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint in ihnen ewiges Leben zu haben. Und sie sind es, die von mir zeugen, und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. Jesus sagt, das ganze Alte Testament, es spricht von mir. Also wenn du richtig liest, wenn du geöffnete Augen hast, dann wirst du mich im Alten Testament finden. Apollos, obwohl er alles wusste, alles kannte. Wer bist du, Herr? Wir merken einen Saulus, der Jesus nicht kannte. Und auch in Johannes 5, ein bisschen später, Johannes 5, Vers 45, da sagt Jesus zu den Pharisäern, meint nicht, dass ich euch bei dem Vater verklagen werde. Da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. Denn wenn ihr Mose nicht glaubt hätt, so würdet ihr mir nicht glauben. Denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schrift nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben? Saulus, der alles wusste, aber hat Jesus nicht erkannt. Er hat Jesus nicht erkannt. Wer bist du, Herr? Wer bist du, der zu mir spricht, der mich bei meinem Eigennamen anspricht? Saul, Saul, was verfolgst du mich? Und wir sehen in der Antwort von Jesus, ich bin Jesus, den du verfolgst. Wir sehen hier, wie Jesus sich mit seiner Gemeinde identifiziert. Er sagt nicht, warum verfolgst du meine Gemeinde? Warum verfolgst du mich? Es ist immer eine persönliche Sache, wenn wir Gott anfeinden, dann geht es immer erst zu Jesus. Aber wir dürfen auch wissen, wenn wir in Anfechtung oder in Verfolgung stehen, dass das, was die Feinde uns antun, in allererster Linie Jesus antun. Dass das Leid, was wir als Gemeinde erfahren, auch weltweit, dass Jesus da nicht unbeteiligt ist, dass er nicht einfach nur so bildlich gesprochen aus dem Himmel nach unten sieht und meine Gemeinde leidet. Nein, jeder Schmerz ist der Schmerz, den Jesus selbst verspürt. Wer bist du? Ich bin Jesus, den du verfolgst. Und in diesem ganzen Geschehen, als dieses Licht dem Saulus dort erscheint, Saulus fällt zu Boden. Wir wissen nicht, ob er jetzt auf dem Pferd geritten ist oder nicht. Wird hier nicht gesagt. Auf jeden Fall bricht dieser Mann komplett zusammen. Nein, Saulus bricht komplett zusammen. Und hier steht eigentlich im Hebräischen, nicht, dass er aufstand, so haben wir es gelesen, sondern dass er aufgehoben wurde. Saulus erlebt einen kompletten Zerbruch in diesem Moment. Plötzlich begegnet ihm jemand, der viel höher ist als er, seine Gerechtigkeit. Und in diesen Augenblicken muss etwas in Paulus geschehen sein, was eigentlich mit Worten unaussprechlich ist. Ein so moralisch hochstehender Mensch, der alles richtig gemacht hat. Aber nun erkennt er in einem Augenblick, dass das alles nichts wert ist. Er merkt, dass seine Gerechtigkeit vor diesem dreimal heiligen Gott, vor diesem gerechten Gott nicht ausreicht. Und dieser Zerbruch, den Saulus hier erlebt, wird auch dadurch deutlich, dass er drei Tage lang nichts aß und nichts trank. Ein völliger Zerbruch, ein heilsamer Zerbruch. Es gab einen anderen Mann in der Geschichte, den Gott auch verwendet hat, ein Luther, der genauso fromm war, der versucht hat, durch sein

durch seine eigene Gerechtigkeit Gott zu gefallen. Und je mehr er das gemacht hat, je mehr er sich kasteit hat, je mehr er sich Lasten aufgelegt hat, hat er gemerkt, es reicht einfach nicht. Diesem Gott kann ich nicht gerecht werden. Meine Gerechtigkeit genügt nicht. Und dann las er den Römerbrief. Und bei Römer 1, Vers 17 ist er zum Glauben. Es gilt die Gerechtigkeit, die von Gott kommt. Nicht meine Gerechtigkeit. Und hier haben wir jetzt eine andere Person, die Gott gebraucht, ein Paulus, der sagt, meine Gerechtigkeit reicht absolut, bis Gott ihm begegnet. Und dann bricht er zusammen und merkt, seine Gerechtigkeit reicht nicht. Und ich weiß nicht, ob du das kennst, wie oft sagen Leute, ja, ich habe dich gemordet, ich habe dich geklaut, ich bin doch guter Mensch, ich komme in den Himmel. Hey, kannst du Saulus das Wasser reichen? Ich glaube nicht. Hat er es in den Himmel geschafft? Nein. Er muss zerbrochen werden. Ein völliger Zerbruch, aber auch ein heilsamer Zerbruch. Und wir wissen nicht, was in diesen drei Tagen in Saulus vor sich ging, aber Paulus schreibt später und die Briefe beschreiben uns, wie das vor sich geht, wenn ein Mensch zum Glauben kommt. Was sind die Wesensmerkmale einer Bekehrung? Und in 1. Johannes 1, Vers 9, da heißt es, wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. Und irgendwo in diesen drei Tagen ist das beim Paulus geschehen. Er musste feststellen, dass seine Gerechtigkeit nicht reicht und er hat Gott um Vergebung gebeten. Und was hatte Saulus alles auf dem Kerbholz? Wie viele Menschen hat er getötet? Wie viele hat er gequält? Er hat die Gemeinde des lebendigen Gottes verfolgt. Aber wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. Und Paulus erlebte noch eine Sache, wo er später davon schreibt in Galater 2, Vers 20. Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben und zwar im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. Das ist das Wesen einer Bekehrung. Es kann punktuell sein, so wie beim Saulus, in einem Augenblick, wenn Gott in dein Leben hinein spricht, dass Veränderung geschieht. Aber wir haben das ja gerade das letzte Mal gesehen bei dem Kämmerer aus Äthiopien. Es war ein langer Weg. Gott arbeitet an seinem Herzen. Er reist nach Jerusalem. Er sucht Gott und Gott führt es so zusammen, dass er sich mit Philippus trifft. Er hat Fragen und dann schenkt Gott ihm das Verständnis. Manchmal ist es ein Prozess, zum Glauben zu kommen. Aber im Kern geschehen diese zwei Dinge. Wir bekennen unsere Sünden und Gott reinigt uns davon. Und wir leben eins. Wir zerbrechen vor diesem heiligen Gott und sagen, ich schaffe es nicht, deinen Maßstab zu erfüllen. Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir, der für mich gestorben ist, der mich geliebt hat. Heilsamer Zerbruch. Lass mich dich fragen, hast du das erlebt? Egal wie das aussah, welcher Form das war in deinem Leben, spielt keine Rolle, das muss nicht so sein wie bei Saulus. Aber dieser Kern, Bist du vor Gott zusammengebrochen? Hast du gemerkt, dass deine Gerechtigkeit niemals reicht? Es reicht einfach nicht. Ich hoffe, dass du diesen Zerbruch erlebt hast. Und zwar Zerbruch von einem, der selber zerbrochen worden ist. Jesus ist am Kreuz für dich zerbrochen worden. Und wenn dieser Jesus dich zerbricht, in dein Leben einschreitet, dann nur zu deinem Besten, zu deinem Heil. Jesus hätte diesen Saulus laufen lassen können. Er hätte ihn richten k und zwar zu Recht Aber er schenkt diesem Saulus einen Zerbruch von so gewaltigem Ausma Aber nicht um Saulus zu zerst sondern ihm Gnade zu erweisen Erstaunliche Gnade die hier zum Tragen kommt Und dann lasst uns fortfahren. Am Boden zerstört, aber die Geschichte geht weiter. Schlagt mit mir, oder lesen wir weiter ab Vers 10 bis 19. Es war aber ein Jünger in Damaskus mit Namen Hananias. Und der Herr sprach zu ihm in einer Erscheinung Hananias. Er aber sprach, siehe, hier bin ich, Herr. Der Herr aber sprach zu ihm, steh auf, geh in die Straße, welche die gerade genannt wird, und frage im Haus des Judas nach einem mit Namen Saulus von Tasus, denn siehe, er betet. Und er hat in einer Erscheinung einen Mann mit Namen Hananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehnt wird. Hananias aber antwortete, Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen heiligen Jerusalem angetan hat. Und hier hat er die Vollmacht von den hohen Priestern alle zu binden, die deinen Namen anrufen. Der Herr aber sprach zu ihm, geh hin, denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen, sowohl vor Nationen als auch vor Könige und Söhne Israels. Denn ich werde ihm zeigen, wie vieles er für meinen Namen leiden muss. Hananias aber ging hin und kam in das Haus und er legte ihm die Hände auf und sprach, Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt. Jesus, der dir erschienen ist auf dem Weg, den du kamst, damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt wirst. Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen und er wurde sehend und stand auf und ließ sich taufen. Saulus kriegt den Auftrag, nach Damaskus zu gehen und Gott benutzt jetzt einen anderen Christen. Gott spricht zu Hananias in einer Erscheinung und sagt zu ihm, geh in die Straße, die die Gerade heißt und suche dort im Haus des Judas oder frage da nach einem Mann mit Namen Saulus. Und es machte gleich Klick bei Hananias. Er wusste, worum es geht. Und absolut verständlich, wie dieser Hananias reagiert. Er hat nicht gesagt, alles klar, ich gehe, ich mache mich auf den Weg. Das ist Saulus. Der Mann hat schon so viele umgebracht. Er hat Vollmacht, uns hier zu binden, die Gemeinde zu zerstören. Hananias bringt seine Einwände vor Gott. und sagt, aber ist das jetzt hier kein Fehler oder so? Aber schaut mal, was Jesus sagt, wie er den Hananias überzeugt. Der Herr aber sprach zu ihm, geh hin. Hananias, geh hin. Denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen, sowohl von Nationen als auch Könige und den Söhnen Israels. Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss. Ist das nicht interessant? Und dann sagt Gott noch was sehr Erstaunliches über Saul. Gott selbst gibt dem Saulus diesen Prädikat, siehe, er betet. Weißt du, das ist das allererste Kennzeichen eines Christen. Siehe, er betet. Nun, ich hoffe, wenn du Christ bist, dass das über dich auch gesagt werden kann. Siehe, er betet. Und es gibt hier ein Vers, das mich so sehr berührt hat. Vers 17. Hananias geht zu Saulus, geht in das Haus, legt ihm die Hände auf und schaut mal, wie er ihn anspricht. Bruder Saul, Bruder Saul, was Gott aus so einem Verfolger machen kann. Plötzlich ein Kind Gottes. Und Anadias hat seine ganzen Vorbehalte und identifiziert sich mit Saulus H auflegen hei Identifikation Ich mache mit eins mit ihm. Und er sagt, du und ich, wir beide, wir gehören zu Gott. Wir sind Kinder Gottes. Bruder Saul. Einer, der so viel auf dem Kerrpulz hatte. Einer, der so gegen Gott gewütet hat. und jetzt spricht Paulus ihn an. Bruder Saul, mich bewegt es so sehr, wie Gott das schaffen kann, in so kurzer Zeit jemanden so umzukrempeln. Ja, bist du ein Bruder? Bist du ein Bruder? Bist du eine Schwester im Herrn? Hast du so einen heilsamen Zerbruch erlebt? Und Paulus wird wieder sehnt und mit Heiligen Geist erfüllt. Und es fiel ihm wie Schuppen von seinen Augen und er wurde sehnt, stand auf und ließ sich taufen. Und hier wieder dieses zum Glauben kommen und taufen. Wir haben das immer wieder in der Apostelgeschichte ohne Vorbehalt, ohne Widerstand. Das ist das Erste, was er macht. Wie das auch aussah, wir wissen es nicht. Er ließ sich einfach taufen. Als Zeichen, als öffentliches Bekenntnis. Jetzt gehöre ich zu dieser verfolgten Gemeinde Jesu Christi. Jetzt bin ich nicht mehr der Verfolger, sondern jetzt bin ich einer, der zu dieser Gemeinde gehört. Und ich möchte nochmal die Biografie von Paulus lesen, seine Selbstbiografie, die er in Philippa sagt. Wir haben vorhin die zwei Verse gelesen, wo er sagt, wo seine Abstammung herkommt, was er alles gemacht hat, untadelig nach dem Gesetz. Dieser Mann konnte auf sein Leben zurückschauen und sagen, hey, ich habe was hinbekommen. Ich habe was aus meinem Leben gemacht. Aber schaut mal, wie Paulus jetzt nach seiner Bekehrung argumentiert. Philippa 3, ab 7 bis 9. Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet. Ja, wirklich, ich halte es auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu meines Herrn willen, um dessen Willen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck halte, damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde. Und jetzt schaut mal, was Paulus sagt. Indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens. Saulus hat was erkannt, nicht meine Gerechtigkeit. Das, was ich versucht habe, was ich gelebt habe in Perfektion, es reicht einfach nicht. Das ist nicht der Maßstab, sondern die Gerechtigkeit, die aus Gott aufgrund des Glaubens kommt. Was für eine Veränderung. Was für eine Veränderung. Paulus sagt das, was mein altes Leben ausgemacht hat. Ich bin nicht darauf stolz, sondern ich achte es für Dreck. Ich spucke drauf. Da ist nichts, worauf ich irgendwie stolz sein könnte. Gar nichts. Paulus sagt eins, ich kenne nur eins, Jesus Christus, dass ich in ihm erfunden werde. Das ist mein größter Gewinn. Das ist das, was ich in meinem Leben habe. Wir können sagen, ja, Paulus, Mensch, Paulus, ja, bei ihm war es radikal. Aber wisst ihr was? Das fordert Gott auch von uns. radikal zu sein in unserer Veränderung zu Christus hin. Wie oft sind wir vielleicht noch stolz auf das, was wir leisten, auf unsere eigene Gerechtigkeit. Natürlich sagen wir es nicht so, ist ja ganz logisch. Aber ist uns das bewusst, was Paulus hier sagt? Ich achte es für Dreck. Und der Mann konnte auf etwas stolz sein. Er sagte, nee, das interessiert mich nicht mehr. In Apostelgeschichte 13, Vers 9, Da lesen wir sp dass aus Saulus ein Paulus wird Dort hei es Saulus der auch Paulus hei Zum ersten Mal ab hier in Apostelgeschichte 13 Vers 9 wird der Name geändert. Saulus nennt sich nicht mehr Saulus, sondern Paulus. Zu Beginn habe ich gesagt, Saulus auf Hebräisch heißt der Begehrte, der Gefragte. Das hat sein altes Leben ausgemacht. Der Gefragte, der Macher, der Sachen getan hat. Also wenn du irgendjemanden gewollt hast, der eine Auslegung aus der Schrift haben wollte, der dir irgendeine Sachen reißt, dann war das dieser gefragte Saulus, den konntest du fragen. Und das, was er gemacht hat, hat er nicht heilherzig gemacht. Aber nun nennt er sich Paulus. Paulus ist derselbe Name, aber einfach auf Lateinisch. Und wisst ihr, was Paulus heißt? Der Kleine, der Geringe. Das ist das, was in Paulus geschehen ist. Er dachte, er ist der Gefragte, der Begehrte, der alles richtig macht. Und jetzt nennt er sich der Kleine, der Geringe. Der Geringe in den Augen Gottes und dennoch wertvoll. Gefragt, begehrt, stolz auf die eigene Abstammung. So haben wir das am Anfang gesehen, auch von diesem Thomas Samuel von Salafisten zum Prediger, den ich zu Beginn erwähnte. Genauso dieser Dschihadist, der Christen ermordet hat, aber Gott ihm so eine Veränderung geschenkt hat, dass er heute Verkündiger der Wahrheit ist. Und ein Paulus, der vom Verfolger zum Apostel wird, das werden wir noch sehen im Laufe der Geschichte. Gott liebt es in seiner unendlichen Gnade, Feinde für Christus zu gewinnen. Und das erlebte auch ein Sklavenhändler, der sehr viel auf dem Kerbholz hatte. Er hat Menschen gekauft und verkauft wie ein Stück Fleisch. Er hat sie brutal behandelt, er hat sie misshandelt, er hat sie umgebracht. Alles kein Problem für ihn. Sein Gewissen hat nicht angeschlagen. bis Jesus ihm begegnet ist. Nicht um ihn zu richten, sondern um ihn zu retten. In seiner unendlichen Glade. Und so haben wir einen Mann hier, der vom Sklavenhändler zum Pastor und zum Liederdichter geworden ist. John Newton. Und er hat einst die erstaunlichsten Lieder geschrieben, der meistgesungenen Lieder in christlichen Kreisen. Amazing Grace. Erstaunliche Gnade. Und immer wenn ein Mensch zum Glauben kommt, dann ist das erstaunliche Gnade. Weil Gott dich eigentlich richten müsste. Gott müsste dich eigentlich mit einem Blitz begegnen. Und das wäre absolut gerecht. Das wäre gerecht. Aber das ist erstaunliche Gnade. Wenn jemand dir so viel vergeben kann, wie ein Paulus vergeben worden ist, wie ein Salafisten, wie ein Dschihadisten, wie ein Sklavenhändler, Wie viel ist dir vergeben worden? Hast du diese erstaunliche Gnade erfahren in deinem Leben? Und ein Teil aus diesem Lied heißt Erstaunliche Gnade, wie süß der Klang, die einen armen Sünder wie mich errettete. Ich war einst verloren, aber nun bin ich gefunden, war blind, aber nun sehe ich. Ich war einst blind, aber nun sehe ich. Saulus hätte in dieses Lied mit einstimmen können. Er hätte das aus vollem Herzen singen können. Kannst du das auch singen? Kannst du das aus Überzeugung singen? Hast du diese Gnade Jesu erfahren? Dann lasst uns dieses Lied auch singen gemeinsam. Amazing Grace, erstaunliche Gnade. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

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