Neustart unter Druck – Predigt von Daniel Krestel
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Gottesdienst zu verbringen und wir haben heute ein Thema Neustart unter Druck. Wir haben ja den ersten Gottesdienst und wir beginnen ein neues Jahr, ein Neustart in einem gewissen Sinne. Aber unter Druck. Und ich weiß nicht, was dieses Wort bei dir auslöst. Druck wird... So, jetzt ist es besser. Jetzt? Von Beginn an steht die Technik unter Druck. Passend zum Dignian. So funktioniert es nicht. Dann machen wir das so. Was ist das Thema? Positives ist. Heute Morgen, allein dass du heute hier bist, hast du schon viele Dinge in deinem Leben getan, die aufgrund von Druck funktionieren. Allein das Wasser aus dem Wasserhahn kommt, dem liegt zugrunde, dass Druck in der Leitung ist. Dass du mit dem Auto hierher gekommen bist, hat als Grundlage, dass das Auto in unterschiedlichen Systemen Druck vorherrscht. Und wenn du heute Morgen eine Tasse Kaffee genossen hast, dann hat es auch damit zu tun, dass da ein System vorhanden ist, wo Druck drin ist. Also wir merken, Druck ist etwas sehr Positives und seitdem in der Technik Druck erfunden oder festgestellt worden ist, besser gesagt, erleichtert es unser Alltag ungemein in ganz vielen Bereichen. Aber auch unser Körper funktioniert unter Druck. Verschiedene Bereiche in unserem Körper. und ich weiß noch, ich werde es nie vergessen, eine alte Hebamme hat zu meiner Frau gesagt während der Geburt, denk dran, Druck ist dein Freund. Auch das funktioniert mit Druck, aber auch unser Herz zum Beispiel, das sind alles Systeme, wo mit Druck funktionieren. Und wenn es nicht da ist, haben wir Probleme. Druck ist nicht zwingend negativ. Druck ist etwas Neutrales und es kann positiv für uns sein, kann auch negativ sein. Aber wir fassen es meistens als negativ auf. Auch so eine Überschrift Neustart unter Druck, das assoziiert für uns, okay, es wird schwer. Und so ist es auch. Das ist auf der einen Seite eine Realität, die wir in einer gefallenen Welt einfach erleben. In der Welt der Sünde herrscht Druck. Sünde übt Druck auf uns aus und das erleben wir, das spüren wir in unserem Leben. Das ist in einer gefallenen Welt so. Die Sünde selbst übt Druck auf uns aus, aber auch die Auswirkungen der Sünde üben Druck auf dein und auf mein Leben aus. Denken wir an Krankheit, denken wir an Sorgen, an Nöte, Beziehungsprobleme, Fragen, die haben sich über Silvester nicht aufgelöst. Also das ist meine Feststellung und wahrscheinlich deine auch, dass die Sorgen aus dem letzten Jahr ins neue Jahr mitgenommen haben. Über Silvester ist nicht alles neu geworden, sondern Neustart unter Druck. Und das erlebt auch Paulus. Paulus erlebt Neustart unter Druck. Und damit wollen wir auch in der fortlaufenden Auslegung in der Apostelgeschichte weitermachen. Und wir sehen, dass Paulus unter Druck die ersten Schritte im Glauben macht. Von Anfang an ist Druck da. Die Frage ist aber nicht, und das soll uns auch heute begleiten, dieser Gedanke, Druck ist nichts Negatives. Auch die Dinge in unserem Leben bewirken was Gutes in uns. Der Druck, der da ist, wir empfinden das immer als negativ. Aber wir müssen einfach darauf sehen, dass Druck unser Leben auch verändert. Wir brauchen Druck in unserem Leben zur Veränderung. Deswegen sollte unser Anliegen nicht sein wie kriegen wir den Druck weg Auch das ist sicherlich ein Gebetsanliegen und wir d das Gott darlegen und Gott macht es auch manchmal aber vielmehr macht Gott was anderes. Gott zeigt uns, wie wir unter Druck leben können und das erfährt auch Paulus. Wie kann er unter Druck leben? Und wir haben diese Woche oder im Verlauf dieser Woche ja schon gehört, dass Gott eines Tages alles neu machen wird. Wir haben gehört, dass wir auf Jesus schauen sollen. Wir haben aber auch gehört, dass Gott treu ist, dass er zuverlässig ist, vertrauenswürdig ist. Und das sind die Schlüssel, wie wir unter Druck auch dieses Jahr überstehen können. Wie Gott treu ist, wie Gott uns durchtragen wird. und das ist das große Versprechen Gottes, nicht, dass er Druck von uns wegnimmt und das werden wir gleich im Text sehen. Christen erleben Druck und wenn es manchmal heißt, komm zu Jesus und alles wird gut, dann ist es eine Aussage, die an sich so nicht stimmt. Ich würde es ganz anders formulieren, komm zu Jesus und deine Sorgen werden größer. Der Druck nimmt zu, allein aus dem Grund, dass wir nun ein Gespür für Sünde haben und mit der Sünde kämpfen, das übt Druck auf uns aus. Aber wir haben eben diese Verheißung, dass Gott treu ist und dass er uns durch diesen Druck begegnen möchte oder mit uns gehen möchte und wie er uns helfen möchte. Das sehen wir auch in der Apostelgeschichte. Schlagt mit mir Apostelgeschichte 9 auf. Da lesen wir ab Vers 19 bis 30. Apostelgeschichte 9, 19 bis 30. Es geht hier um Paulus. Und nachdem er Speise zu sich genommen hatte, wurde er gestärkt. Er war aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. Und sogleich predigte er in den Synagogen Jesus, dass dieser der Sohn Gottes ist. Alle aber, die es hörten, gerieten außer sich und sagten, ist dieser nicht der, der in Jerusalem die zugrunde richtete, die diesen Namen anrufen, und dazu hierher gekommen war, sie gebunden zu den hohen Priestern zu führen. Saulus aber erstarkte umso mehr und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, indem er bewies, dass dieser der Christus ist. Als aber viele Tage verflossen waren, beratschlagten die Juden miteinander, ihn umzubringen. Ihr Anschlag wurde aber saulos bekannt. Sie bewachten aber auch die Tore, sowohl bei Tag als auch bei Nacht, damit sie ihn umbrächten. Die Jünger aber nahmen ihn bei Nacht und ließen ihn durch die Mauer hinab, indem sie ihn in einen Korb hinunterließen. Als er aber nach Jerusalem gekommen war, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen, Und alle fürchteten sich vor ihm, da sie nicht glaubten, dass er ein Jünger sei. Barnabas aber nahm sich seiner an, brachte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf den Weg den Herrn gesehen habe und dass dieser zu ihm geredet habe und wie er in Damaskus freimütig im Namen Jesu gesprochen habe. Und er ging mit ihnen aus und ein in Jerusalem und sprach freimütig im Namen des Herrn. Und er redete und stritt mit den Hellenisten, sie aber suchten ihn umzubringen. Als die Brüder es aber erfuhren, brachten sie ihn nach Caesarea hinab und sandten ihn weg nach Tasos. Bis dahin. Wir haben das letzte Mal gesehen, wie Saulus zum Glauben kam. Und wir haben in den ersten 19 Versen in Kapitel 9 gesehen, dass Paulus fest entschlossen war, die Gemeinde Jesu Christi zu vernichten. Dass er die Gemeinde... Neustart mit Schwierigkeiten. Wie Paulus die Gemeinde auslöschen wollte. Und deswegen ging er ja auch bis nach Damaskus, um die Christen dort aufzuspüren, zu bestrafen, auszulöschen. Aber dann begegnet ihn Jesus und das haben wir das letzte Mal gesehen, wie Saulus sein Leben komplett umgekrempelt wird. Er wird wirklich zu Boden gerissen, nicht nur körperlich, sondern auch seine ganze Weltvorstellung, sein ganzer Glaube erlebt. einen völligen Zusammenbruch. Das nächste Bild. Und er erkennt Jesus als sein Herrn und Erlöser. Und Saulus erlebt nun einen Neustart, eine Kehrtwende um 180 Grad. Und ich möchte heute mit euch sechs Beobachtungen aus dem Text einfach mitteilen, die wir hier sehen oder die wir feststellen können. Ihr könnt zwei Bilder weitermachen, bitte. Das Erste, was wir hier in diesem Text sehen, wie Paulus jetzt seine ersten Glaubensschritte macht, ist in Vers 19 hei es dass er sich den J in Damaskus angeschlossen hat Und er nahm Speise zu sich und als er gest wurde war er einige Tage bei den J in Damaskus F uns sicherlich nichts Neues und dennoch ist das was wir festhalten sollten Paulus, er gesellt sich nicht mehr zu seinen Reisegefährten, sondern er hat einen absolut sauberen Cut in seinem Leben. Wenn du Christ wirst, dann sitzt du nicht mehr bei den Spöttern, so wie wir es im Psalm 1 lesen, sondern Paulus schließt sich den Jüngern in Damaskus an. Er stärkt seinen Glauben in der Gemeinschaft der Gläubigen. Und da sehen wir diese Wahrheit, die auch zum Ausdruck kommt in Apostelgeschichte 2, Vers 42. Dort heißt es, sie blieben aber in der Gemeinschaft. Das kennzeichnet einen Jünger Jesu, dass er in der Gemeinschaft der Heiligen ist. Wenn du ein Kind Gottes bist, wenn du wiedergeboren bist, dann ist dein Platz unter diesen Glaubensgenossen. Und ich möchte den Kreis hier ein bisschen größer ziehen. Es geht nicht nur darum, hier im Gottesdienst zu sein, sondern die Frage ist auch, womit beschäftigst du dich im Leben? Paulus stärkte seinen Glauben, indem er in dem Kreis der Jünger war. Womit beschäftigst du dich in deinem Alltag? In welchen Kreisen verkehrst du dort? Welchen geistlichen Input erhältst du dort? Was ziehst du dir rein, so ganz platt gesagt? Das färbt auch auf dein Glauben ab. Und Paulus sehen wir hier, er schließt sich den Jüngern an. Das war das Erste, was er tut. Und so heißt es auch in Apostelgeschichte 2, Vers 44, alle aber, die glaubten, waren beieinander. Und in Kapitel 4, Vers 32, Die Menge derer aber, die gläubig wurden, war ein Herz und eine Seele. So hat Gott das in seiner Weisheit einfach ins Leben gerufen, dass Christen eine innige Verbundenheit kennzeichnet. Und wir sehen das beim Paulus. Und wir müssen einfach sagen, wir brauchen diesen klaren Cut zur Welt, wenn wir zum Glauben kommen. Wir müssen einen Unterschied machen, oder es muss ein Unterschied feststellbar sein, in welchen Kreisen wir verkehren, wenn wir uns Christen nennen. Was stärkt oder hindert oder demotiviert unseren Glauben? Paulus stärkt sich in der Gemeinschaft der Christen. Wir werden später dann noch sehen, dass das noch einen weiteren Aspekt mit sich bringt, aber erstmal lassen wir es dabei. Da wird er ermutigt in diesem Kreis, sein Glaube kann wachsen, er wird gestärkt, nicht nur in diesem Kreis zu sein und darin auch aufzugehen, sondern er wird gestärkt, um den nächsten Schritt zu gehen. Und das ist meine zweite Feststellung, die wir hier sehen in Vers 20 und 22. Saulus gibt seinen Glauben weiter und versucht, seine jüdischen Landsleute zu erreichen, zu missionieren. Also wir sehen auf der einen Seite einen ganz klaren Cut zur Welt, Er will sich nicht von der Welt beeinflussen lassen, nicht von den alten Freunden. Aber wir sehen jetzt auf der anderen Seite, Paulus schließt sich nicht ein. Paulus ist nicht nur nach innen gerichtet und erfreut sich dieser neuen Gemeinschaft, die er gewonnen hat, sondern Paulus will seine Gaben und seine Befähigungen einsetzen für das Reich Gottes. Und so geht er in die Synagoge und predigt und will seine jüdischen Landsleute erreichen, will das, was er selber erlebt hat, diese Umkehr aus der Finsternis zum Licht, das will er seinen Landsleuten weitergeben. Und das sollten wir auch tun. Gott hat uns Gaben und Fähigkeiten gegeben. Auf der einen Seite solltest du wissen, was das ist. Und auf der anderen Seite sollten wir nicht verschlossen nur nach innen in die Gemeinde hinein leben, sondern wir sollen uns in der Gemeinschaft der Gläubigen stärken und dann befähigt werden, unser Werk, was Gott für uns vorbereitet hat, auch auszuleben. Vielleicht fällt dem einen oder anderen auf und denkt sich, ja, warte mal, das ist aber gar nicht so einfach, wenn ein Jungbekehrter gleich so aktiv wird. Da warnt ja die Bibel auch und es stimmt, in Jakobus 3, Vers 1, da heißt es, nicht viele sollen Lehrer werden. Also dass man sich gleich so etwas anmaßt. Vielleicht das nächste Bild bitte. das Paulus gleich in der Synagoge lehrt. Paulus selbst schreibt im 1. Timotheus 3, Vers 6, Timotheus, sein Schützling, dass kein Neubekehrter zu schnell einen Amt oder eine hohe Stellung in der Gemeinde übernehmen soll, weil er dann in die Fallstricke des Satans geraten kann. Bei Paulus müssen wir einfach vor Augen halten, Paulus war ein Rabbiner, er war ein jüdischer Gelehrter. Er hatte einen Auftrag und er hatte auch das Recht, in Synagogen zu lehren und zu predigen. Und dieses Recht, was er ja schon hatte, das nimmt den Anspruch, um seine Landsleute mit dieser neuen Botschaft zu erreichen, Jesus zu verkündigen. Saulus benutzt von Anfang an jede Gelegenheit, die sich ihm bietet, um ein Zeuge f Jesus Christus zu sein Und sein Thema wir haben es hier gelesen in Vers 20 kommt es zum Ausdruck dass er in den Synagogen predigte, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Übrigens kommt dieser Ausdruck hier zum ersten Mal vor, Sohn Gottes. Und wir werden dann auch später sehen, im ganzen Verlauf von Paulus seinen Predigten, aber auch in den Briefen, dass das Paulus sein Thema war. Das war Paulus sein Lebensinhalt. Ich will nur Christus verkündigen, nichts anderes. Wenn du dich mit Paulus beschäftigt hast, dann bist du an Jesus nicht vorbeigekommen. Die Frage ist, auch bei uns, was prägt uns? Was geben wir weiter? Da müssen wir einfach von Paulus lernen. es gibt Leute, mit denen kannst du dich sehr gut über Filme unterhalten. Es ist ja nicht verboten, es ist ja nicht schlecht, aber da merkt man bei manchen Leuten, da gehen die Augen auf, da hat er was zu erzählen, da geht sein Herz auf, da hat er was zu berichten. Und vielleicht ist das bei dir was ganz anderes, ein ganz anderes Thema, kochen oder was auch nicht, vielleicht angeln, ich weiß es nicht. Manche erzählen auch Begebenheiten mit Bären, Die hören gar nicht mehr auf. Da leuchten ihre Augen. Das ist das, was sie beschäftigt. Das merkt man einfach. Die Bibel sagt, von dem, was dein Herz voll ist, das fließt über. Das merken die Menschen. Bist du von Jesus begeistert? Bin ich von Jesus begeistert? Paulus war von Jesus begeistert, weil er erlebt hat, wie man aus der Finsternis in das Reich seines Sohnes, in das Licht versetzt worden ist. Das hat ihn so bewegt. Das war sein Anliegen, das weiterzugeben. Und er schreibt später in 2. Korinther 3, die Verse 14 und 16 über seine Landsleute. Aber ihr Sinn ist verhärtet worden. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt beim Lesen des alten Bundes dieselbe Decke unaufgedeckt, die in Christus weggetan wird. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn irgend Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihren Herzen. Wenn es aber zum Herrn umkehren wird, so wird die Decke weggenommen. Und das hat Paulus selbst erlebt. Er hat ja die alten Schriften studiert, er kannte sich aus, das war wie seine Westentasche. Aber er hat Christus nicht gesehen. Er hat Christus einfach nicht entdeckt, weil da eine Decke auf seinem inneren Herzen lag. Bis Christus diese Decke weggenommen hat und plötzlich erkennt Saulus, Jesus ist Gottes Sohn. Er ist der gesandte Messias. Und das ist sein Auftrag, das weiterzugeben. Und Paulus ringt sehr, wenn wir auch später an Römer Kapitel 9 bis 11 denken, wie Paulus für seine Landsleute ringt. Dem Bewusstsein, dass er selber so ein Blinder war, aber dass Gott dieses Licht in sein Leben hineingestellt hat. Und so, wie wir hier bei Paulus sehen, dass er seine Gaben, seine Befähigungen, die Gott in ihm hineingelegt hat, benutzt, um Gottes Reich zu bauen. Ihr könnt es auch mit anderen Worten ausdrücken. Er stellt sein Licht nicht unter den Scheffel. Paulus sagt, das ist mein Leben. Davon predige ich. Wir sind nicht alle zum Predigen berufen, aber wir sind alle dazu berufen, Zeugen Jesu Christi zu sein. Jeder sollte bei uns merken, das ist unser Lebensinhalt. Jesus Christus, der Sohn Gottes. Paulus fordert uns auch, oder die Prediger auf, den Timotheus auf, in 2. Timotheus 4, Vers 2, predige das Wort zu gelegener und ungelegener Zeit. Paulus weiß, wovon er spricht. Die Zeiten waren oft nicht gelegen. Und dazu kommen wir gleich. Paulus erlebt Verfolgung. Die Zeiten waren nicht günstig, den Juden zu erzählen, dass Jesus der Messias ist. Die Zeiten sind vielleicht auch heute nicht günstig, in der Gesellschaft davon zu sprechen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. dass wir verloren sind, dass wir Rettung brauchen. Die Leute werden nicht mit offenen Armen auf dich warten, dass sie endlich die Wahrheit von dir hören. In den äußersten und seltensten Fällen. Deswegen hab Mut, dieses Wort zu predigen zu gelegener und ungelegener Zeit. Die dritte Beobachtung, die wir hier in diesem Text feststellen, da könnt ihr vielleicht die nächste Seite vorblättern, hier zwischen Vers 21 und 22 passiert etwas. Lukas erzählt das hier nicht chronologisch, deswegen müssen wir uns ein bisschen Hilfe aus dem Galaterbrief holen, weil Paulus erzählt das selber aus seinem Leben. Nachdem Paulus zum Glauben gekommen ist in Damaskus, geht er aus Damaskus erst einmal für drei Jahre nach Arabien. Das lesen wir in Galater 1, die Verse 15 bis 17. dort heißt es, als es aber Gott, der mich von meiner Mutterleib an abgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn unter den Nationen verkündigte, ging ich sogleich nicht mit Fleisch und Blut zu Rat.
Und ich ging auch nicht nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich ging fort nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück. Vielleicht die nächste Folie kurz. Paulus ging ja von Jerusalem nach Damaskus, um die Jünger zu verfolgen, da kommt er zum Glauben. Und jetzt seht ihr, dass im ganzen rechten Bereich, wo heute so ein bisschen Jordanien ist, da zieht sich Paulus zurück nach Arabien, Stille zu suchen. Dieser Paulus, der hat ja wirklich so einen Zusammenbruch erlebt, der musste das verdauen, verarbeiten, darüber nachdenken. Und in dieser Zeit begegnet ihm Gott auch auf besondere Weise, auch das schildert Paulus selbst in Galate 1, 11 und 12. Und da sagt er, ich tue euch aber, Kundbrüder, dass das Evangelium, das von mir verkündigt worden ist, nicht nach den Menschen ist. Denn ich habe es weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi. In Kapitel 1 führt er weiter aus, dass das in dieser Zeit geschehen ist. Paulus hat keiner von den Aposteln in Jerusalem gelehrt, das Evangelium. Auch kein anderer Mensch hat den Paulus unterwiesen, was das Evangelium ist, sondern Gott selbst hat sich durch Jesus Christus dem Paulus offenbart. Und jetzt ist es sehr interessant, wenn wir dann auch später einfach diesen Blick dafür bekommen, was die Apostel in Jerusalem lehren und was Paulus lehrt, dass sich das absolut deckt. Da ist kein Widerspruch in sich. Obwohl es unterschiedliche Quellen sind, wenn man das so sagt, nicht Quelle, das ist falsch ausgedrückt, die Quelle ist gleich, aber der Weg war unterschiedlich. Und es deckt sich vollkommen. Paulus war erstmal eben in diese drei Jahre, wobei man sagt, dass man in der hebräischen Zählung das erste und zweite Jahr nicht mitzählt. Also wir können sagen, er war zwei Jahre in Arabien und dann kehrt er wieder nach Damaskus zurück. Das ist hier mit drin im zeitlichen Ablauf geschätzt, Vers 21, 22. und dieses Evangelium, was Paulus hier mitbekommt, das ist ein Großteil unseres Evangeliums, was wir in Händen halten. Da hat es seinen Ursprung gehabt in Arabien, dort wo Jesus sich diesem Mann geoffenbart hat. Das einfach nur als geschichtlichen Zusammenhang, dass wir einfach die Apostelgeschichte besser verstehen, wie die Zusammenhänge sind. Dann eine vierte Beobachtung, die ich in dem Text gemacht habe. Das ist die nächste Folie, bitte. Paulus erlebt Selbstverfolgung. Neustart unter Druck. Ich habe es schon zu Beginn gesagt, kommt zu Jesus und alles wird gut. Das ist eine Aussage, die so nicht stimmt. Paulus formuliert es niemals so aber es gibt viele, viele Verkündiger heute Verkündiger des Wortes Gottes die heute genauso Menschen ködern kommt zu Jesus und alles wird gut ich möchte nicht jedem unterstellen, dass er das negativen Sinne meint aber dieser Ausdruck stimmt so nicht und ich will euch gleich auch zeigen warum Und Paulus erlebt das, dass von Anfang an Druck in seinem Leben da ist. Wenn jemand zum Glauben kommt, entsteht Druck. Wegen der Sünde, Druck, weil wir unter der Sünde leiden, aber auch Druck von der Welt. Und das wird uns verheißen, Druck wächst. und Jesus hat den Saulus von Anfang an ganz klar gesagt, dein Leben wird unter Druck stehen und zwar viel Druck. Das sagt er in Apostelgeschichte 9, Vers 16, dort wo Saulus zum Glauben kommt, dort heißt es, denn ich werde ihm zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss. Paulus wusste von Anfang an, das ist mein Weg. Ich werde viel Leid ertragen müssen wegen dem Namen Jesu Christi. Und es hat nicht lange auf sich warten lassen, bis dieser Druck bei Paulus entsteht. Druck wächst. Und das hat Jesus nicht nur Paulus verheißen, das hat Jesus auch uns verheißen. Druck gehört zu unserem Leben dazu. In Johannes 15, Vers 20 in den Abschiedsreden, am Vorabend, bevor Jesus gekreuzigt wird, Da sagt er seinen Jüngern, erinnert euch an das Wort, das ich euch gesagt habe. Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. Jesus wurde verfolgt. Stephanus wurde umgebracht. Haben wir gesehen Kapitel 8 Paulus trachtet man nach dem Leben Warum Weil er verk dass Jesus Gottes Sohn ist Diese Botschaft wird nicht gerne gehört. Und wir stehen unter Druck. Wir leben in einem Zeitabschnitt hier im Westen, wo wir diesen Druck in dieser Art und Weise nicht erleben. Gott sei Dank. Dafür dürfen wir Gott auch dankbar sein. Und auch solche Zeiten gibt es, da kommen wir nachher nochmal drauf. Aber das ist grundsätzlich so. Ein Christ kommt unter Druck, weil wir Fremdkörper in dieser Welt sind. Wenn wir uns der Welt angleichen und kein klares Evangelium weitergeben, wenn wir uns sehr stark mit der Welt vermischen, dann empfindet die Welt uns vielleicht nicht als Fremdkörper. Paulus wäre nie unter Druck geraten, wenn er einfach seinen Mund gehalten hätte. Aber er bezeugt Jesus und sofort entsteht Druck. Und das sagt Paulus auch am Ende seines Lebens, gibt er das dem Timotheus weiter in 2. Timotheus 3, Vers 12. Alle aber auch, die gottesfürchtig oder gottselig leben wollen, in Christus Jesus werden Verfolgung erleben. Es gehört dazu. Deswegen, für uns ist es fremd, auch für mich, ich stehe hier, der ich keinen Druck von außen erlebt habe, aufgrund dessen, dass ich das Evangelium verkündigt habe oder ein Nachfolger Jesu bin. Aber das ist normal. Das sollten wir einfach wissen. Wenn sich die Zeiten ändern, wir wissen nicht, was auf uns zukommt, dann sollen wir das nicht so wahrnehmen, als etwas Außergewöhnliches uns begegnet. Viele unserer Glaubensgeschwister erleben das, das, was Paulus hier auch erlebt. Sie kommen zum Glauben und sie kommen unter Druck. Jeden Mittwoch, wenn wir uns obendors anhören, die Berichte aus ganz vielen Ländern, wo Menschen zum Glauben kommen, sie erleben Druck. Das ist für sie normal. Neustart unter Druck. Also wenn wir unter Druck geraten, dann lasst uns das nicht als etwas Befremdliches sehen, sondern etwas, was Gott in seinem Plan einfach so vorhergesehen hat. Aber es gibt noch was Schlimmeres. wie diesen Druck von außen, diesen Druck der Verfolgung, diese Ablehnung der Welt, diese Verfolgung deiner eigenen Landsleute. Es gibt noch etwas viel, viel Schlimmeres. Es gibt noch etwas, was viel mehr wehtut und das finden wir auch in unserem Text. Das ist mein fünfter Punkt, meine fünfte Beobachtung. Wir finden es in Vers 26. Paulus wird verfolgt, er muss aus Damaskus fliehen, er wird von den Jüngern über die Stadtmauer hinabgelassen. Paulus berichtet später davon im Korintherbrief, dass der König von Damaskus die Tore bewachen ließ, Tag und Nacht, sie wollten Paulus umbringen. Menschlich gesehen kein Ausweg. Aber Gott gibt Gelingen. Und hier sehen wir wieder, wie wichtig es ist, dass wir in der Gemeinschaft der Gläubigen sind. Die Geschwister helfen dem Paulus zur Flucht. Das sind Geschwister, die halten oben das Seil, das Paulus entkommen kann. Ist vielleicht nur ein Bild, aber das ist auf unsere geistlich anzuwenden. wenn du nicht in der Gemeinschaft der Gläubigen bist, wenn du nicht ein Teil der Gemeinde bist, wenn dein DNA nicht Gemeinde ist, wenn dein Puls und deine Verbindung durch Sehnen mit der Gemeinde ist, mit den Geschwistern, was sie für Sorgen, Nöte haben, dann wirst du das nicht erleben. Du wirst das nicht erleben, wenn du am Rand der Gemeinde stehst. Wenn du dich den Geschwistern nicht mitteilst, dich nicht öffnest, dich an deinem Leben teilhaben lässt, wirst du das nicht erleben, was Paulus erlebt hat, dass da Geschwister sind, die dich tragen, die dich halten. Dann, wenn Druck besonders groß ist. Und glaubst mir, früher oder später wirst du unter Druck kommen. Wir haben es gerade eben gesehen. Und dann brauchst du solche Geschwister. und dann sage ich dir, dann ist es gut, wenn du in so einer intimen, innigen Gemeinschaft verbunden bist, wo du weißt, ich kann mich diesen Menschen dort anvertrauen, oben auf der Mauer, dass sie das Seil nicht einfach hängen lassen, dass sie mich nicht gerade ausliefern. Paulus konnte da nichts tun. Und oft haben wir Situationen in unserem Leben, wo wir nichts mehr tun können, wo unsere eigene Kraft nicht mehr hilft und wir hatten auch gerade in Silvestern ein paar Zeugnisse wo wir das geh haben Wo Geschwister unter Druck geraten Wir brauchen einander. Wir sind uns wahrscheinlich dessen nicht so sehr bewusst, weil wir in Freiheit leben. Weil jeder alles hat, was er braucht. Weil er sich alles leisten kann, was er will. und das schafft einfach Distanz, das schafft Individualität. Aber wenn die Zeiten enger werden, kommt es darauf an, ob du solche Geschwister kennst. Und wir dürfen üben. Neustart, 26. Du kannst in deinem Leben alles ändern. Das ist kein Gesetz der Medo und Perser. Deswegen haben wir auch diesen Text, Deswegen schenkt Gott uns diesen Text. Wenn du solche Geschwister hast, danke für sie und pflege die Beziehung. Aber wenn du weißt, wenn ich unter Druck gerate, da habe ich wenig Geschwister, denen ich mich anvertrauen kann. Weil ich mich ihnen nicht geöffnet habe. Weil ich für ihre Anliegen auch nicht gebetet habe. Weil ich nicht einstand im Kampf für sie. Und es macht einen Unterschied. Es macht einen gewaltigen Unterschied. Und wie viele Zeugnisse, ich möchte da gar keine vortragen, die davon berichten, dieses Bild, was wir in unserem Leben erleben. Und ich wünsche dir das, dass du solche Geschwister hast. Paulus wird gejagt, er muss bei Nacht fliehen, er flieht aus Damaskus und geht nach Jerusalem. Und jetzt trifft ihn noch was viel Schmerzhafteres. Hier in Vers 20, er versucht sich, den Jüngern in Jerusalem anzuschließen, aber sie zeigen ihm die kalte Schulter. Ich glaube, das ist etwas, was noch mehr weh getan hat, als der Druck, den Paulus von seinen Landsleuten und von der Welt zu tragen hat. Das schreibt Paulus auch selber in seinen Briefen. Die Leiden, die er erfährt, Schiffbruch und Auspeitschen usw. Das sagt er, das ist nicht so, ich will es nicht als Lappalie darstellen, aber Paulus sagt an einer anderen Stelle, die Sorge um die Gemeinden, um die Geschwister, wo sein Herz fast zerreißt, wenn wir Galata lesen, wenn wir Korintherbrief lesen. Es sind ja drei Jahre vergangen. Haben die Christen in Jerusalem nicht mitbekommen, dass Paulus jetzt zum Glauben gekommen ist? Dass Paulus den einzigen Waren Gott verkündigt? Dass er in Damaskus verfolgt wird? Dass er Hilfe braucht? Hilfe nötig hat? Ist diese Kunde nicht bis Jerusalem durchgedrungen? Sicherlich. Ich verstehe schon, dass die Christen, die in Jerusalem wohnten, sagen wir es so, Angst vor diesem Mann hatten. Der hat viel Unheil angerichtet in Jerusalem. Er hat viele von ihren eigenen Landsleuten unter den Christen umgebracht. Aber da ist im Vers 26 dieser Ausdruck, er versuchte sich den Jüngern anzuschließen und alle fürchteten sich vor ihm, da sie nicht glaubten, dass er ein Jünger sei. Ja, und auch das ist eine Sache, die uns in unserem Glaubensleben einfach widerfährt, wenn uns Glaubensgeschwister nicht verstehen. Wenn sie uns nicht glauben. Wenn sie uns vielleicht auch ein bisschen weitergegriffen Dinge unterstellen, die vielleicht gar nicht unsere Motivation sind. Oder ein Stück weitergegangen Verleudnung innerhalb der Gemeinde. Das tut weh. Das tut mehr weh, als unter Druck der Gesellschaft zu sein. Wenn Christen untereinander sich die kalte Schulter zeigen. Wenn es uns egal ist, wie es dem anderen geht. Ein Hilfsbedürftiger, der auf der Flucht ist, der keine Freunde mehr in Jerusalem hatte, wo er sich anschließen konnte, weil die Kunde von den Juden in Damaskus bestimmt nach Jerusalem gekommen ist und hat gesagt, hey, wenn dieser Paulus kommt, den gleich beim Tor abfangen und einen Kopf kürzer machen. Der verkündet verkehrte Dinge. Den brauchen wir nicht. Druck entsteht nicht nur von außen. Druck erleben wir auch innerhalb der Gemeinde. Weil wir Menschen sind, und da kommt dieser Aspekt der Sünde hinein, wir sind nicht heilig, wir sind auf der einen Seite heilig in den Augen Gottes, weil unsere Sünden durch ihn gewaschen sind, aber unser Leben ist manchmal durch Sünde gekennzeichnet. Manchmal durch harte Worte. Manchmal durch Unversöhnlichkeit. Druck kannst du auch in der Gemeinde erleben. Und es ist bitter. Es ist bitter, in der Gemeinde Druck zu erleben. Dort wo du dich eigentlich dazugeh f Von den eigenen Leuten in Anf verraten zu sein Ausgegrenzt zu sein. Ausgestoßen zu sein. Das erleben wir auch. Viele Gemeinden, die kaputt gegangen sind. Keine schöne Sache. Aber wir sehen, dass Gott Hilfe schenkt. Hilfe auch in dieser Drucksituation. Nicht nur, wenn wir Druck von außen erleben, sondern auch Druck von innen. Das kann auch bei uns sein. Aber das ist mein sechster Punkt, meine sechste Beobachtung in diesem Text. Vielleicht eine Seite weiter. Danke euch. Da heißt es im Vers 27. Barnabas aber nahm sich seine an, brachte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er mir auf den Weg den Herrn gesehen habe und dass dieser zu ihm geredet habe und wir ihm Damaskus freimütig im Namen Jesu gesprochen habe. Ja, wir stehen unter Druck, aber Gott hilft uns. Gott stellt Hilfe zur Verfügung. Und da kommt dieser Barnabas. Ich finde das so schön hier. Barnabas kommt und glaubt diesem Saul. Er schenkt ihm Vertrauen. Es ist interessant, wer dieser Barnabas war. In Apostelgeschichte 4, Vers 36, da heißt es Josef aber, der von den Aposteln auch Barnabas genannt wurde, was übersetzt heißt Sohn des Trostes. Er macht hier seinen Namen aller Ehre. Ein Levit, ein Zyper von Geburt, der einen Acker besaß, verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es zu den Füßen der Apostel nieder. Was für ein Mann! Ein Mann mit einer Herzenseinstellung der Gemeinde zu dienen, den Geschwistern zu dienen. So hat er sich schon offenbart, das war sein Charakter. Im Kapitel 4 lesen wir das, er hat das schon bewiesen. Und jetzt wieder, Barnabas ist der, der Saulus aufnimmt, der ihn Schutz gibt. Sohn des Trostes. was für ein feiner Kerl Geschwister wir brauchen so eine Herzenseinstellung wir werden Druck erleben das wird kommen es kommt darauf an ob Gott dich vielleicht als so ein Barnabas gebrauchen möchte in der Gemeinde vielleicht Geschwister die am Rand stehen Geschwister die ausgestoßen sind vielleicht Menschen die irgendwie am Rand der Gesellschaft stehen. Ein Blick zu haben für die Nöte in der Gemeinde. Ein Barnabas. Barnabas nimmt Saul an und er hilft ihnen. Und er fragt nicht nur nach, Saul, wie geht es dir und so weiter? Schön, dass du da bist. Also bis morgen oder wir treffen uns in der Synagoge. Nein, er bietet praktische Hilfe an, was wir hier lesen im Vers 27. Barnabas aber nahm sich seiner an. Das ist mehr wie nur Fragen, wie geht es dir? Er fragte ganz praktisch, wie kann ich dir helfen? Mein Haus steht zur Verfügung. Ich mache ein Bett, komm zu mir, du kannst bei mir übernachten. Bist du hungrig? Ich stelle dir ein Essen hin. Komm, ich führe dich in die Gemeinde ein. Ich lege meine Hand ins Feuer für dich. Ich nehme dich mit. Ich lege ein gutes Wort ein. Saulus stand unter Druck, der wurde verfolgt. Für uns schwierig, da uns ein bisschen hineinzudenken. Aber dann kommst du auch noch in die Gemeinde, wo sie dir die kalte Schulter zeigt und da ist dieser Barnabas, der dich aufnimmt. Wisst ihr, wie gut das tut? Wenn du so eine Situation mal erlebt hast, dass du unter Druck stehst, auch gerade in der Gemeinde, was für ein unheimlicher Segen es ist, wenn es Geschwister gibt, die diese Herzenseinstellung wie Barnabas haben. die deine Not sehen, die deine Not verstehen, die dir eine Nachricht zukommen lassen. Mensch, ich sehe gerade, wo du bist, ich bete für dich. Manchmal reicht das aus. Aber lasst uns bitte ja nicht bei Worten stehen bleiben. Es braucht auch praktische Hilfe. Es ist nicht immer nötig, aber wenn es nötig ist, dann lass uns da einstehen. Wir brauchen solche Geschwister. Wir müssen solche werden wie Barnabas. Das können wir nicht aus uns heraus, das ist ganz klar. Wir müssen Gott darum bitten, dass er uns diesen Geist, diese Herzenseinstellung schenkt, dass wir einen Blick für die bekommen, die unter Druck stehen. Weil es ist so. Glaubt nicht, wenn wir hier sonntags zusammen sind und wir fragen uns gegenseitig, wie geht es dir gut? Meistens ist das so die Standardantwort. Ihr wisst schon auf dem Männertreffen, Männer grillen wird das jetzt verboten, so wie die letzten Jahre auch. Also das Gut, das streichen wir aus unserem Wortschatz. Jedes Haus hat sein Kreuz. Es gibt so ein Sprichwort und ich glaube, das stimmt auch. Aber es reicht halt nicht so nebenbei zu fragen, wenn wir eigentlich gar keine Antwort erwarten, sondern einfach weitergehen wollen. Ja, auch das ist natürlich, man hat nicht immer Zeit. Aber unsere Herzenseinstellung sollte durchführen.
so sein wie von Barnabas. Im Vers 29 sehen wir, dass Paulus dieselbe Arbeit fortführt, wo Stephanus aufgehört hat. Im Vers 29 heißt es, und er redete und stritt mit den Hellenisten, das ist genau die Gruppe von Juden, mit denen auch Stephanus stritt, die ihn dann umbrachten, sie aber suchten ihn umzubringen. Und wieder Druck. Wieder entsteht Druck. Und das geht so, bis Paulus enthauptet wird. Der Druck nimmt zu. Deswegen brauchen wir innige Gemeinschaft in der Gemeinde. Deswegen brauchen wir Barnabas. Wir sehen aber auch, dass die Gemeinde oder die Brüder Paulus auch ganz praktisch helfen. Hier im Vers 30 Druck entsteht. Die Juden wollen Saulus wieder umbringen. Und da heißt es im Vers 30, Als die Brüder es aber erfuhren, brachten sie ihn nach Caesarea hinab und sanden ihm den Weg nach Tasos. Vielleicht das nächste Bild. Wir waren in Jerusalem. Caesarea war eine Hafenstadt. Die Jünger haben gesagt, es ist zu gefährlich für dich. Wir wissen, was geschehen kann. Wir kennen noch die Aufruhr. Wir erinnern uns an Stephanus, der vor den Storen von Jerusalem gesteinigt worden ist. Paulus, das lassen wir nicht zu. Wir schützen dich. Und da heißt es nicht, sie sandten ihn nach Tasos, sondern sie geleiteten ihn nach Caesarea. Das heißt, sie waren bereit, den Paulus zu begleiten, ihn zu schützen, ihn zu decken, bis nach Caesarea, bis sie ihn dann auf dem Schiff verfrachtet haben, gesagt haben, hey, in Tasos steigst du wieder aus. Sie haben sich vergewissert, dass Paulus einen Geleitschutz bekommt, dass er sicher in Tasos ankommt. Das ist Nächstenliebe. Das ist Aufnehmen. Das ist füreinander da sein. Und das ist auch dieser Segen, den du erfährst, wenn du in einer Gemeinschaft drin bist. Wenn du verbunden bist mit den Geschwistern. Sie schützen dich. Es ist ein Schutz für uns, wenn wir in der Gemeinschaft drin sind. Das was Paulus hier auch erf Hilfe erf du bei den Geschwistern Das war unser erster Punkt Und dann ist noch interessant wie Gott mit diesem Paulus arbeitet Auch nochmal ein kurzer geschichtlicher Aspekt. Oft, und muss ich auch sagen, jetzt bevor ich mich damit auseinandergesetzt habe, habe ich gedacht, Paulus kommt zum Glauben, er hat seine Berufung, er soll den Namen Jesu Christi vor Völker, vor Königen und so weiter verkündigen und er macht sich sofort unterwegs und geht auf die erste Missionsreise. Aber nein, die Brüder schicken ihn nach Tasos und dort bleibt er für mehrere Jahre. Das sagt er später selber in Galater, wenn man weiterliest, dass er in dieser Gegend von Sizilien und Tasos, dort in der Gegend 14 Jahre war. Bis in Kapitel 13, in der Apostelgeschichte, werden wir sehen, dass Barnabas den Paulus wieder zurückruft. Da geht es um die Mission. Da stellen sie sich die Frage, wen sollen wir senden? Wer ist befähigt zu gehen? Und da sagt Barnabas, ich kenne da einen. Saulus, den Saulus müssen wir holen. Und da treffen sie sich in Antiochia und da geht die erste Missionsreise los. Gott musste Saulus vorbereiten. So wie Mose in der Wüste vorbereitet worden ist. So wie Josef auf seinen Dienst vorbereitet worden ist. So wie David auf seine Königsherrschaft vorbereitet worden ist, so ist auch Paulus auf sein Dienst als Apostel der Nationen vorbereitet worden. 14 Jahre. Paulus hat nicht gesagt, hey, Gott hat mich berufen und schon bei der Bekehrung hat gesagt, ich werde ein großer Apostel und jetzt mache ich, wie ich das will. Wir sehen hier einen Charakterzug von Paulus und wir dürfen nicht vergessen, wer Paulus war. Das war ein unheimlich Gelehrter. Der hatte unheimlich viel Wissen. Aber er ordnet sich den Ältesten in Jerusalem unter. Und als die Ältesten in Jerusalem ihn holen, sagt er, hier stehe ich, bin bereit. Er ist nicht auf eigener Faust in die Mission gegangen. Und das müssen wir einfach sehen und bedenken und uns auch sagen lassen, dass Gottes Zeitpunkt nicht immer so ist, wie wir das gerne hätten. Sondern Gott arbeitet durch Menschen, Gott beruft durch Menschen. Gott hat dem Paulus offenbart, was seine Lebensaufgabe ist. Aber Paulus hatte die Demut zu warten bis zu dem Zeitpunkt wo die Aposteln aus Jerusalem zu diesem Dienst ausw segnen und ihn auf die Reise schicken. Für mich sehr wertvoll. Gottes Zeiten und Zeitpunkte sind nicht unsere Zeitpunkte. Wir manchmal in unserer Ungeduld, wir wollen auch vieles schnell machen, auch in der Gemeinde, was nicht verkehrt ist, aber wir dürfen Gott nicht voranlaufen. Viele sind gescheitert, weil sie auf diesen Zeitpunkt Gottes nicht gewartet haben. Deswegen lasst uns warten. Lasst uns diese Geduld haben. Lasst uns treu in Demut und Langmut diesen Druck, unter dem wir stehen, aushalten. Auch bis Gott Dinge in unserem Leben ändert und wendet und bis Gott andere Menschen auch in unserem Leben, auch Gemeinde, befähigt oder ausrüstet, in unser Leben hineinzureden, uns beduft zu irgendwelchen Aufgaben. Ich fand diese Sachen sehr wertvoll. Neustart ins neue Jahr. Das, was Paulus erlebt, das erleben wir auch, weil das das Christensein ist. Das ist ganz einfach. Das ist Christsein, was wir heute bei Paulus gesehen haben. Das sind diese unterschiedlichen Aspekte, die in unterschiedlichen Formen immer wieder vorkommen. Und deswegen möchte ich dich ermutigen, nicht nur daran zu denken, wie du den Druck in deinem Leben wegbekommst. Druck hat auch was Positives. Es möchte dich verändern. Es möchte dein Herz verändern. Aber Gott hilft uns in der Drucksituation. Gott schenkt uns Brüder, so wie ein Barnabas, um mit diesem Druck fertig zu werden. Er gibt uns praktische Hilfe. Aber dann gibt er uns noch was, und da möchte ich zum Schluss lesen, in Vers 31, den habe ich vorhin bewusst weggelassen. Dort heißt es, so hatte denn die Versammlung durch ganz Judäa, Galiläa und Samaria hin Frieden und wurde erbaut und wandelte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch die Ermunterung des Heiligen Geistes. Da war Beistand da, da war der Heilige Geist, der die Christen damals ermutigt hat, getröstet hat, der ihnen beigestanden ist in der Drucksituation Die Verfolgung diese erste Verfolgungswelle unter Paulus hat jetzt aufgeh Paulus ist nach Tarsus Spannung ist rausgenommen worden aus der Stadt Jerusalem und Damaskus. Und die Gemeinde erlebt die Frieden. Und auch das ist das, was wir erleben. Auch jetzt gerade eben, wir erleben Frieden. Und das ist das Wirken Gottes. Das ist Gottes Geschenk an uns. Wir wollen es dankbar annehmen. Und sie mehrte sich durch die Ermunterung des Heiligen Geistes. Gott schickt dir nicht nur Brüder und Schwestern, die dir helfen in Drucksituationen, sondern Gott steht dir bei durch seinen Heiligen Geist. Er ermuntert dich, er ermahnt dich, er tröstet dich. All die Aufgaben, die der Heilige Geist hat. Und so hat es auch Paulus in seinem ganzen Leben erlebt. Und damit möchte ich auch schließen, was er in 2. Korinther 12, 9-10 sagt. Und er hat zu mir gesagt, Paulus hat was gelernt. Es geht nicht darum, in unserem Leben die Drucksituation, die Schwierigkeiten in unserem Leben wegzubekommen. Das kann nicht unser erstes Anliegen sein, ständig nur dafür zu beten. Sondern Paulus hat gelernt, in den Drucksituationen Gotteskraft, Gottes Treue zu erkennen und dafür dankbar zu sein. Das hat ihn durchgetragen. Und das möchte ich auch dir ans Herz legen. Dieses neue Jahr, 2026, ich weiß nicht, was kommt, ich weiß nicht, was es bringt, spielt auch gar keine Rolle. die Frage ist, stehen dir Geschwister bei und lebst du in der Gegenwart des Herrn, dass der Heilige Geist dich trösten und ermutigen kann. Dann bist du auf der richtigen Seite. Dann kann kommen, was will. Dann wirst du es durchstehen. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!