Komme zum Thorn Gnade – Predigt von Jürgen Kunder
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Einen schönen guten Morgen meinerseits. Ich bedanke mich herzlich für die Einladung, für die Möglichkeit, heute hier den Dienst tun zu dürfen. Ich habe es mir angewöhnt, wenn ich hier bin, dass ich mich immer wieder neu vorstelle, weil immer wieder neue Gesichter dabei sind und ich glaube, ist es auch wieder so. Also mein Name Jürgen Kunder, ich wohne in Gunzenhausen, meine Frau heißt Christiane, meine Frau ist die Schwester von der Tabea, die ja bei euch ist. Also ich bin sozusagen der Schwager der Familie Ziegler und der Onkel der vielen kleinen Zieglers. Und was Was kann ich noch erzählen? Genau, ich gehe in die Gemeinde nach Schwabach seit einigen Jahren. Ich bin hier dort auch im Predigt-Team mit. Genau. Vom Beruf bin ich Gärtner. Da habe ich dann wieder eine Verbindung zum Friedrich. Auch da schon seit vielen Jahren. Genau, meine Frau lässt auch ganz herzlich gießen. Sie ist heute leider verhindert, konnte nicht mitkommen. Aber sie hat mir zwei Dinge aufgetragen, oder eigentlich drei Dinge. Ich darf Grüße ausrichten, das ist das Erste, das habe ich jetzt getan. Das Zweite ist, sie hat mir gesagt, Jürgen, bitte nicht zu lange. Und das Dritte habe ich, glaube ich, jetzt vergessen, aber ich glaube, dann war es auch nicht so wichtig. So weit habe ich, glaube ich, alles erledigt oder mehr oder weniger erledigt. Ja, und heute Morgen dürfen wir uns gemeinsam einen Text anschauen aus dem Hebräerbrief. Ich habe das ja schon vorab abgegeben und es wurde auch schon angekündigt. Und zwar Hebräerbrief Kapitel 4. Und bevor ich jetzt mit dem Text beginne, möchte ich einfach ganz kurz auf den Hebräerbrief mal allgemein eingehen. Der Hebräerbrief ist ein besonderer Brief. Er richtet sich an keine Gemeinde speziell, das sehen wir auch in der Begrüßungsformel, da ist keine Gemeinde erwähnt. Er richtet sich an Hebräer, also an Menschen aus dem Volk Gottes, aus dem Volk Israel. Und auch dort ist es sehr bezeichnend. Ist meine Brille noch da vorne? Leider brauche ich die. Und auch dort ist es sehr bezeichnend, und zwar errichtet sich an drei verschiedene Gruppen von Hebräern. Das eine sind die Wiedergeborenen, die zweite Gruppe sind erleuchtete Hebräer, die aber keine Wiedergeburt erfahren haben, die aber die eine oder andere Wahrheit ist weggefallen, Danke für den Hinweis. Besser? Ich ziehe mal ein bisschen Kabel nach. So. Falls es wieder abgeht, gib mir einfach Bescheid, dann richte ich das wieder hin. Also die zweite Gruppe erleuchtete Hebräer, die aber keine Wiedergeburt erfahren haben, das sind Menschen, die gewisse Teile, gewisse Wahrheiten des Evangeliums zwar schon angenommen haben, aber noch nicht zum rettenden Glauben durchgedrungen sind. Und die dritte Gruppe, absolut ungläubige Hebräer, die an der Richtigkeit des Evangeliums zweifelten. Und diese schreibt der Hebräer Briefschreiber, wir wissen nicht, wer es ist, ich will mich jetzt da auch nicht daran beteiligen, ob es da Paulus war oder auch nicht. Diese schreibt der Hebräer Briefschreiber an und er versucht sie, indem er ihnen Jesus Christus vor Augen malt, ihnen Jesus Christus erklärt, versucht er sie zum Glauben zu bringen, beziehungsweise die Wiedergeborenen auch weiter zu festigen. Denn es war natürlich ein großer Schritt für Hebräer. Damals gab es noch den Tempel zu dieser Zeit, wo der Brief geschrieben worden ist und natürlich bedeutete es, wenn man sich zu Christus hinwendet, eine automatische Abkehr von den Opferdiensten, von den ganzen Zeremonien, die es so gibt und so war das auch öffentlich relativ schnell raus, wenn jemand zum Christentum übergegangen ist oder über, nicht übergelaufen, hört sich schlecht an, überkonvertiert ist und bedeutet natürlich auch entsprechend gesellschaftliche Ächtung, Ausschluss und auch Verfolgung. Und mir gefällt das sehr gut, weil wenn wir das im Hinterkopf haben, dann sehen wir sehr schnell, wenn wir den Hebräerbrief durchschauen, dass es eigentlich ein sehr evangelistischer Brief ist. Zwar mit einem j Kontext aber trotzdem sehr auf Christus extrem auf Christus bezogen wer er ist was er kann Und da ist eben der Hebr sehr nahe dran er m diesen Glauben st oder diesen Glauben f Und da sehen wir, dass der Glaube zu einer Gewissheit führt und diese Gewissheit zu einer Ruhe. Also das Gehörte, es muss angenommen werden, es muss geglaubt werden. Und das steht konträr zu vielen heute gängigen Praktiken, wo gesagt wird, ja, du musst nur wollen. Dein Wille zählt, du musst wollen, du musst dich entscheiden, aber was hilft es mir, wenn ich etwas will, was ich nicht glauben kann, was ich nicht für wahrhalten kann. Aber ich will es vielleicht. Ich denke, wenn wir in die Gesellschaft rausgehen, die Menschen fragen, willst du ewiges Leben, willst du Sündenvergebung, willst du gerettet werden? Ich denke, die meisten werden sagen, ja, das will ich. Aber sie können halt eben nicht glauben, dass Jesus Christus der Schöpfer dieser Welt ist, dass Jesus Christus für die Sünden bezahlt ist. Sie können nicht glauben, dass er auferstanden ist. Und so wird es ihnen auch nicht zur Gewissheit. und so finden sie auch keine Ruhe, keine Glaubensruhe. Und wir sehen, wie tief doch der Hebräerbrief da schon geht. So, vorweg. Wenn wir den Hebräerbrief anschauen, erstes Kapitel, das möchte ich auch kurz noch kurz einen Überblick geben, ganz kurz, Jesus, sein Name ist über allem, finden wir dort. Im zweiten Kapitel geht er dann darauf ein, dass Jesus Christus besser, größer als die Engel ist. Und im dritten Kapitel beginnt er damit, dass eben Jesus besser oder größer ist als Mose. Und dann geht er eben auf diese Glaubensruhe ein. Und es ist wichtig, das sehen wir, dass wir das richtige Bild von Jesus Christus haben. Es ist wichtig, dass wir das richtige Gottesbild haben, auch für unseren Glauben. Denn nur Jesus Christus, der Sohn Gottes selbst, er kann uns von unseren Sünden erretten. Und echter Glaube, er richtet sich immer weg von unseren Taten, von unseren Verdiensten und er stützt sich allein auf das, was Gott uns zusagt, allein auf das, was Gott getan hat. Und für die Hebräer war eben die große Frage, vertraue ich auf das, was ich geleistet habe, auf das Einhalten des Gesetzes, auf das, was Mose überliefert hat, oder vertraue ich auf das, was am Kreuz von Golgatha geschehen ist, was Jesus mir zuspricht. Ein ganz schönes Beispiel, finde ich, ist dieser Schecher am Kreuz, der in seiner Todesstunde dort am Kreuz hängt. Er kann nichts mehr tun, er kann keine guten Taten mehr tun, Er kann kein Gesetz mehr halten. Er ist verurteilt. Er ist ein Verbrecher. Er hat keine Möglichkeiten mehr. Aber da ist einer neben ihm am Kreuz. Und er wendet sich im Glauben an ihn und bekommt diese wunderschöne Verheißung in seiner Todesstunde, wo Jesus zu ihm sagt, heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. Aber kommen wir zum Text. Ich lese uns ab Vers 14. Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe. Und im Zentrum unseres heutigen Textes, da sehen wir diesen Thron der Gnade. Zu ihm sollen die Hebräer hingehen. Zu ihm sollen auch wir hingehen. Denn dieser Text spricht ja auch zu uns. Bei diesem Thron heißt es, finden wir Gnade, Barmherzigkeit zur rechtzeitigen Hilfe. Und vorher im Vers 14, da lesen wir, dass die Hebräer am Bekenntnis Jesu festhalten sollen und dass sie einen hohen Priester haben, der mitleidig mit ihnen ist. Und das klingt doch sehr einfach, oder? Gehen wir doch einfach dorthin. Aber wir sehen in unserem praktischen Glaubensleben, wie schwierig es ist, wenn wir allein unser Gebetsleben anschauen. Wenn wir das betrachten, dann sehen wir, wie selten wir doch zu diesem Thron der Gnade im Gebet kommen. Uns geht es ja gut. Und das was vielleicht gerade so anliegt das kann man doch auch selber schaffen Ich habe um unseren Text besser verstehen zu k habe ich mir folgende Fragen zum Text aufgegeben. Die erste Frage, die wir uns anschauen wollen, ist, was ist denn der Drohnen der Gnade? Die zweite Frage ist, wie komme ich zum Drohnen der Gnade? und die dritte Frage, warum soll ich überhaupt zum Thron der Gnade kommen? Was ist der Thron der Gnade? Wir finden diesen Ausdruck nur hier im Hebräer 4, Vers 16. Im Alten Testament, im zweiten Buch Mose, kennen wir diesen Sühnedeckel, diesen Gnadenstuhl, der auf der Bundeslade ist. aber diesen Thron der Gnade, zu dem wir kommen sollen, den finden wir allein in der Schrift, nur in diesem Kapitel. Wir finden in der Bibel verschiedene andere Drohne. Drohne, Drohne, Drohne, Drohne. Es gibt den Richterstuhl Gottes, vor dem jeder treten muss, finden wir im Psalm 9, Vers 5, da heißt es, denn du hast mein Recht und meine Sache geführt, Da kommt es, du sitzt auf dem Thron als ein gerechter Richter. Dann kennen wir Gottes Herrscher-Thron, von welchem er alles überragt und beherrscht. Auch da ein Wort dazu gibt es viele andere Bibelstellen, auch ganz bekannt. Psalm 103, Vers 19 heißt es, der Herr hat seinen Thron im Himmel gegründet und seine Königsherrschaft regiert über alles. Und diese Throne, sie zeigen verschiedene Herrschaftsbereiche aus. auf. Er ist Herrscher der Welt, er ist Richter und diese Herrschaftsbereiche, die müssen ja irgendwo auch legitimiert sein. Wenn er Herrscher der Welt ist, ist seine Legitimation darin zu sehen, dass er der Schöpfer dieser Welt ist. Wenn er der Richter aller Kreatur ist, dann ist seine Legitimität darin hineingelegt, dass er gerecht und heilig ist. Aber wo finden wir die Legitimation für diesen Thron der Gnade? Was legitimiert ihn, dass er auf diesem Thron der Gnade sitzt? Dass er gnädig sein darf? Ich habe vor ein paar Jahren mal das Buch gelesen, habe ich mich auch wieder zurückerinnert, deswegen habe ich das mal rausgegruschelt und nachgeschaut. Ein Lied, ein Buch von John Banyan und zwar heißt es, das heißt, der Thron der Gnade, heißt da ein Kapitel. Und da gibt er ein schönes Zitat über diesen Thron der Gnade. Da schreibt er, der Thron der Gnade ist das Herz und die Seele Jesu Christi oder dessen Menschheit, auf die Gott sitzt und für immer in Liebe ruht gegenüber denen, die an ihn glauben. Jesus ist der Grund dafür, dass Gott gnädig ist. Ich finde, das hat er schön beschrieben. Wenn wir uns diesen Thron der Gnade vorstellen, der Jesus Christus selbst ist Und der Vater, er sitzt, er ruht auf diesem Thron, auf Jesus Christus, auf das, was er getan hat. Er sitzt dort drauf. Der Thron der Gnade, es ist dieser Ort, wo Gott gnädig herrscht, gnädig regiert. Es ist der Ort, wo Gott legitim gnädig sein kann, weil Jesus Christus dort ist. Denn Gott kann nur gnädig sein, weil Jesus die Schuldschrift am Kreuz als sündloser Mensch und ewiger Gott bezahlt hat. Alle Gnade, alles Wohlwollen Gottes gegenüber dem Sünder findet nur in Jesus Christus seine Rechtfertigung. Und am Beispiel der Taufe können wir das auch ganz gut sehen, dass Jesus, der ewige Gott, der sündlos ist, sich in der Taufe mit uns Menschen, hat er sich eins gemacht, ist der Mensch geworden. Und dort spricht der Vater dann etwas Wunderbares über ihn aus, Das finden wir in Matthäus 3, Vers 17. Da sagt er, dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich wohlgefallen habe. Der Vater sagt über Jesus Christus, dass er an ihn wohlgefallen hat. Und wer im Glauben an Jesus Christus kommt, hat wohlgefallen beim himmlischen Vater. Jesus, er ist selbst das Wohlgefallen. Er ist der Grund, der einzige Grund, dass wir uns diesen Thron nahen dürfen. Er ist das Zentrum der Gnade Gottes Und das zeigt uns auch die Stelle in der Offenbarung Kapitel 5 so sch Da schreibt ja Johannes dann im Vers 6 Und ich sah und siehe in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen, und inmitten der Ältesten stand ein Lamm wie geschlachtet. Also dieses Lamm mit der Todeswunde, es ist der Mittelpunkt des Thrones. Es ist in der Mitte des Thrones, das geopferte Lamm. Es steht in der Mitte des Thrones da. Es ist das Zentrum, es ist das Epizentrum der Gnade Gottes. Es legitimiert die Gnade. Es ist der Angelpunkt der Gerechtigkeit Gottes und der Gnade. Hier wurde Gerechtigkeit geübt über den Sünder. Diese Todeswunde, sie zeigt es. Gott, er kann gnädig sein. etwas Wunderbares stellt euch vor ihr würdet jetzt wie die Esther damals zu dem Ahasferus in den Thronsaal hineinkommen zu dem König, der auf dem Thron sitzt und ihr wisst nicht, wie er euch begegnet ihr wisst nicht wird er mir gnädig sein oder wird er mir ein Richter sein aber ihr wisst wenn ihr dort reinkommt da ist einer der auf dem Gnadendhron sitzt, der auf Christus ruht. Und deswegen darf ich kommen. Und das leitet uns gleich über in die nächste Frage, nämlich die Frage, wie komme ich zum Thron der Gnade? Wir haben ja im Vers 16 den Appell, wir sollen mit Freimütigkeit hinzutreten. Also mit Zuversicht. Ich sage durch Glauben. Und da ist es wichtig und auch entscheidend, dass wir das Richtige glauben. Wir müssen nämlich seinem Bekenntnis gemäß glauben. Sagt doch der Hebräer Briefschreiber im Vers 14, da heißt es, da wir nun einen hohen Priester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Also wir sollen an einem Bekenntnis festhalten. Und dieses Bekenntnis, das schreibt er den Hebräern dann im Kapitel 3, Vers 1. Da heißt es, daher, ihr heiligen Brüder, die ihr Anteil habt an der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohen Priester unseres Bekenntnisses Christus Jesus. Also wir sollen daran festhalten, an diesem Bekenntnis, das von Jesus abgelegt wurde. Er ist zum einen Apostel, das heißt er ist Gesandter. Glauben wir, dass er vom Vater gesandt worden ist, dass er die Himmel durchschritten hat, um zu uns zu kommen? Halten wir daran fest, dass er der hohe Priester ist. Er war dem Vater gehorsam und ging durch die Himmel auf die Erde. Und er opferte als Priester sich selbst, um für unsere Sünde zu bezahlen. Er durchschritt die Himmel. Mit diesem Sieg ging er wieder hinauf bis ins himmlische Heiligtum. Und dort proklamierte er damit die Gerechtigkeit Gottes. Er zeigte durch sein Blut, das er ins Heiligtum hineintrug, es ist Genüge getan. Es ist gesühnt. Es ist Gerechtigkeit geübt worden. Die Schuld ist bezahlt. Er ist der hohe Priester und indem er selbst hoher Priester ist, indem Gott selbst hoher Priester ist, kann er einzig und allein Gott in rechter Weise dienen, diesen hohen priesterlichen Dienst tun. Hebräer 7, 26, ich greife da etwas vor, da heißt es, denn ein solcher hoher Priester, er tat uns Not. der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als die Himmel ist. Was wollen wir mehr? Das ist doch ein wunderbares Bekenntnis. Ja, hier steht, dass er von den Sündern abgesondert ist. Und da stelle ich mir dann die Frage, wie können wir mit so einem Priester dann Gemeinschaft haben? Wie kann sich so ein Priester mit uns abgeben? Durch das Geschenk des Glaubens. Eine ganz bekannte Stelle von Paulus sagt im Römer 5, Vers 1, da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen. Es ist der Glaube der Rechtsstaat.
Der Glaube erspricht uns gerecht. Durch Glauben ist Gottes Zorn gestillt und wir haben Frieden mit ihm. Ich kann nicht sagen, wie ich schon vorhin meinte, ich will, sondern ich muss glauben. Ich muss Glauben haben. Durch Glauben allein bekomme ich Zugang zur Gnade. Durch Glauben allein kann ich zum Gnadendrohen Gottes kommen. Und die Hebräer und auch wir, wir müssen hier Gott vertrauen. Wir müssen vertrauen, dass wenn wir uns ihm nahen, dass eben kein Richterstuhl auf uns wartet, sondern der Thron der Gnade, wenn wir ja dort zu ihm kommen. Dass dort eben Jesus Christus ist, der uns vertreten hat, der für uns spricht. Also Jesus Christus als der Sohn Gottes, das Opfer für unsere Sünden. An diesem Bekenntnis sollen wir festhalten. Wir brauchen das richtige Bild von Jesus, an das wir glauben. Aber wir brauchen Glauben, eben an ihn. Wir brauchen Vertrauen, dass Gott uns gnädig ist, weil Jesus dort ist. Sonst können wir zum Drohnen der Gnade nicht kommen. Sonst haben wir ja das verzerrte Bild. Wir müssen an Jesus Christus so glauben, wie er eben ist. Dass er der Sohn Gottes ist. Dass er das Opfer für Sünden ist. Dass er auferstanden ist. Dass er dort oben ist. Dass er uns vertritt. Sonst verfehlen wir das Ziel. Sonst kommen wir eben nicht zum Drohnen der Gnade. Also, wir brauchen den Glauben. Ich möchte uns jetzt noch die letzte Frage stellen. Warum sollen wir überhaupt kommen? Warum sollen wir zu diesem Drohnen der Gnade überhaupt hingehen? Klar, ich habe es schon gesagt, weil wir sündig sind, weil wir Rettung brauchen. Aber ich möchte dieses Ganze etwas vom Anfang her betrachten. vom Anfang der Menschheitsgeschichte betrachten, weil ich glaube, dass hier ein ganz wichtiges Prinzip auch für uns enthalten ist. Wenn wir uns diese Welt anschauen, in der wir leben, wenn wir den Fernseher einschalten, sofern wir einen haben, und die Nachrichten einschalten, dann sehen wir jeden Tag neue, schlimme Nachrichten. Wir hören von Naturkatastrophen, von Hungersnöten, von Krankheiten, Gewalttaten und von Tod. Und es vergeht kein Tag, an welchem nicht irgendwo auf dieser Welt etwas Schlimmes passiert. All das Leid, all diese schlimmen Dinge, sie passieren jeden Tag. Wenn wir uns den Schöpfungsbericht der Bibel anschauen, dann sagt ja doch Gott über seine Schöpfung, siehe, es war sehr gut. Also das Prädikat der Schöpfung, wie sie ursprünglich einmal war, ist, dass sie sehr gut war. Aber das heutige Bild dieser Welt ist ein ganz anderes. Es ist geprägt von Sünde, es ist geprägt von Leid. Und die Welt ist ein lebensfeindlicher Ort. Es gibt Krankheiten, es gibt Unfälle, Also wir sind ständig in Todesgefahr. Keiner kann mit Garantie sagen, dass er nächste Woche noch lebt. Es kann ja alles Mögliche passieren. Also wir sehen, diese Welt, sie hat sich verwandelt. Wenn ich am Büchertisch bin und die Leute sagen, ja, wo ist Gott? Die Welt ist so schlimm und warum lässt er das alles zu? Und so viel Leid und wie kann es sein, dass Gott da nicht eingreift? Dann sage ich den Menschen, weißt du, das liegt daran, weil wir als Menschen, wir haben es versaut. Wir haben es verbockt. Wir waren es. Wir sind die Ursache dafür, dass diese Welt so ist, wie sie ist. Dass sie eben ein lebensfeindlicher Ort ist. Dass sie ein Ort ist, wo die Sünde regiert. Und wenn wir uns allein mal die Natur anschauen, Gott spricht nach dem Sündenfall zu Adam, als er sich an Gott versündigt hatte, weil er ja von der Frucht gegessen hatte, folgendes Urteil, da spricht er, verflucht, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen. Mit Mühe sollst du dich davon nähern, dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen. Und du sollst das Gewächs des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden. Denn von ihm bist du gekommen. Also wir sehen selbst die Sch selbst die hat sich ver Sie wurde verflucht Aus dieser Erde die so wunderbar ist wo Gott sagte sie ist sehr gut die ein Paradies war wurde ein gefallener Ort Sie gibt ihren Ertrag nicht mehr so leicht her. Friedrich kann ein Lied davon singen, vom Unkraut jeden. Ja, sie stellt sich mit allem, was sie hat, gegen den Menschen. Unkraut, Schädlinge in der Landwirtschaft, wie ich schon erwähnt habe, aber auch Dürre, Starkregen, Erdbeben. Der Körper des Menschen ist zu einer sterblichen Hülle geworden und dadurch anfällig für Krankheiten, für Verletzungen. Aber auch im Herzen unseres Menschen ist etwas Schlimmes entstanden. Es ist ein Mangel auch dort entstanden, nämlich ein Beispiel Sprüche 27, Vers 20. Totenreich und Abgrund sind unersättlich, heißt es dort. Ebenso unersättlich sind auch die Augen der Menschen. Und das beschreibt so, was in uns Menschen ist. nämlich in unserem Herzen ist eine unstillbare Gier nach Selbsterfüllung. Der Gottesferne Mensch, er macht sich selbst zum eigenen Gott. Und diesem eigenen Gott, dem dient er mit ungestillter Imbrunst. Er möchte all sein Begehren, alles, was er haben möchte, das möchte er in Erfüllung sehen. Er hat diese fleischliche Lust in sich, diese Unzufriedenheit, die immer da ist. Und kennt ihr diese Unzufriedenheit nicht auch? Uns geht es ja so gut. Aber trotzdem, wenn wir vielleicht am Montag, also morgen wieder auf die Arbeit gehen, vielleicht denkst du dann, naja, noch 20 Jahre, dann bin ich in Rente, ich gehe jetzt mal von mir aus. und dann werde ich wegziehen in ein anderes Land, dann werde ich mir dort und dort eine schöne Hütte bauen oder vielleicht gehe ich in die Karibik, so ein Haus am Strand, ist das nicht wunderschön? Hauptsache nicht hier, weil hier bin ich ja nicht zufrieden, hier ist es nicht so schön, da drüben passt das Wetter, außer die Tsunamis vielleicht, aber sei mal so dahingestellt. Aber wir sehen, wir sind immer unzufrieden, Vielleicht haben wir uns ein Auto gekauft, aber mit dem einen Auge schauen wir schon auf das nächste Modell, weil das ist ja viel schöner und viel toller. Oder wir haben vielleicht geheime Sünden in unserem Herzen, dass wir Dinge begehren, die wir nicht begehren dürfen. Und das ist diese Unzufriedenheit, die durch den Sündenfall in unserem Herzen ist. Wir haben so einen Mangel in uns. So einen Mangel an Glück, so einen Mangel an Selbsterfüllung. Und indem wir versuchen, jetzt habe ich es auch gehört, und indem wir versuchen, diesen Mangel auszufüllen, ja, da versündigen wir uns. Wir neiden, wir vergleichen, wir sind stolz oder wir hadern mit Gott. Wir streben nach dem, was Gott nicht möchte. Wir rauben, weil wir glauben, es stehe uns zu. Und mit unstillbaren Verlangen tasten wir fremdes Eigentum an oder lucken zumindest mit den Augen darauf. Wir sind süchtig nach Ehre und Anerkennung. Ja, es mangelt uns. Es mangelt uns an Gottesfurcht. Es mangelt uns an Liebe, an Frieden. Es mangelt uns an Gerechtigkeit. Es mangelt uns am wahren Leben. Römer 3, Vers 23 sagt, Denn alle haben gesündigt und verfehlen. Das heißt auch in einer anderen Übersetzung und mangeln der Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten. Durch die Sünde in uns verfehlen oder ermangeln wir dieser Herrlichkeit, diesem Stand, den wir eigentlich von der Schöpfung her, wir sind ja nach Gottes Ebenbild erschaffen, den wir haben sollten. und die Konsequenzen, sie sind sichtbar, jeden Tag. Ich habe sie vorhin beschrieben. Aber die schlimmste Konsequenz, die sehen wir noch nicht. Der Mensch, er geht mit seiner Sünde verloren. Er geht mit seiner Sünde in die Hölle. Und jetzt stellt uns die Bibel eben Jesus Christus vor und sagt, Jesus Christus, er ist die Fülle. Auf der einen Seite habe ich jetzt über den Mangel gesprochen, der in dieser Schöpfung ist, der hier bleiben wird. Dieser Mangel, der uns jeden Tag begegnet. Dieser innere Mangel, den wir selbst haben, aber auch den Mangel, den diese Welt, die Verflucht ist, auch aufzeigt. Und jetzt h wir dass Jesus Christus er ist die F Und Paulus schreibt im Kolosser 2 Vers 9 Denn in die noch nicht waren sie glaubten dass eben diese Zeremonialgesetze dass die Tieropfer, dass das eigene Tun und Machen, dass das reicht, dass ich damit meinen Mangel ausfüllen kann. Ich kann damit, dachten Sie, zur Fülle kommen. Aber wie wir es sehen und wie ich es uns beschrieben habe, das schafft keiner. Wir können diesen Mangel nicht selber ausgleichen. Wir können weder den Mangel an Gerechtigkeit, den wir vor Gott ausgleichen, weil Sünden sind geschehen. Wir können es nicht rückgängig machen. Noch können wir diesen Mangel in unserem Herzen, diese Unzufriedenheit und all diese Dinge, wir können es nicht auffüllen. Das, was wir halten und machen, es rettet uns nicht. Unser Bemühen, es ist unvollkommen. Nein, wir müssen zu dem gehen, von dem gesagt wird, dass er die Fülle der Gottheit leibhaftig, das heißt, leibhaftig heißt nicht bildlich, sondern wirklich ist, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist. Wir müssen zu dem gehen, der zu der Frau am Jakobsbrunnen gesagt hat, Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, geben werde, heißt es da, dem wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt. Wir müssen zu dem gehen, der von sich selber sagt, ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, dem wird nicht hungern. Und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. Wir müssen zu dem gehen, der spricht. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Und wir müssen zu dem gehen, von dem der Epheserbrief im ersten Kapitel sagt, dass wer in ihm ist, erwählt vor Grundlegung der Welt ist, dass wir in ihm die Erlösung durch sein Blut finden, dass wir in ihm erben sind, dass wir in ihm versiegelt sind mit dem Heiligen Geist. Und wir sehen, unsere Rettung, die Stillung unseres Mangels ist völlig abhängig von Jesus Christus. Völlig abhängig von ihm. Und auch wir selbst, wir sind abhängig von Jesus Christus. Denn du selber, du kannst dir diesen inneren Hunger, diesen inneren Durst, den kannst du dir selber nicht erfüllen und nicht stillen. Du hast ja nichts. Und was du hier auf dieser Erde findest, ist alles verflucht um dich herum. Es vergeht. Es ist zeitlich. Du wirst ja hier nur betrogen werden, wenn du dich auf irdische Dinge stützt und sie dazu hernimmst, deinen Durst und deinen Hunger zu stillen, deinen Mangel auszufüllen. Und ja, wir sind als Gläubige noch in diesem Fleisch und leben in dieser gefallenen Welt. Und deswegen müssen auch wir, wenn wir zu diesem Gnadendrohen gekommen sind und Gerechtigkeit empfangen haben, Vergebung unserer Sünden empfangen haben. Wir müssen trotzdem immer wieder zu diesem Gnadendrohn gehen. Denn wir sind ja mit Anfälligkeiten behaftet. Im Vers 15 haben wir ja gelesen, da steht, von Schwachheiten ist da die Rede, von Versuchung und Sünde. Ja, wir brauchen diesen Thron der Gnade. Wir brauchen ihn täglich. Paulus schreibt an die Korinther, im ersten Korintherbrief, Kapitel 1, Vers 30, eine ganz bekannte Stelle. Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist. Zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung. Und angesichts unserer Schwachheiten müssen wir zu diesem Gnadenthron gehen. Denn nur Jesus erstillt weiter unseren Mangel. Nur bei Jesus können wir völlige Zufriedenheit finden. Selbst wenn du dann im Alter wirklich dir diesen Traum erfüllst und dieses schöne Haus am Strand hast, diese Leere wird bleiben. Denn es ist wieder nur ein Platz auf dieser verfluchten Erde wo alles vergeht Selbst wenn du dann das zehnte Auto dir gekauft hast wirst diese Leere bleiben Selbst wenn du die sch Frau hast die du dir vielleicht w jetzt, weil du noch unverheiratet bist, sie wird nicht die Erfüllung bleiben. Selbst wenn du so viel Geld hast, dass du dir alles leisten kannst, es wird nicht bleiben. Und selbst wenn du eigene Verdienste hast, die du dir erworben hast, Es wird diese Leere, dieser Mangel, er wird bleiben. Denn wir lesen, er hat uns gemacht, das heißt, er hat uns erschaffen, dass wir, wir lesen, dass er uns gemacht worden ist eben, das heißt, er ist nicht erschaffen, sondern er ist uns bereitet. Er ist uns aus dem Himmel gebracht worden, um diesen Mangel auszufüllen. Er ist uns gemacht worden, wenn uns eben die Versuchungen plagen, dass er da ist. Wenn wir kraftlos und müde sind. Wenn Krankheit uns befällt. Wenn wir schlecht vielleicht behandelt werden, uns ungerecht behandelt fühlen. Wenn wir wieder mal in Sünde gefallen sind. Er ist uns dazu erschaffen worden. Denn er ist uns Weisheit, Gerechtigkeit. Er ist uns Heiligung und Erlösung. Er ist uns die Fülle. Er ist uns die ganze Fülle. Was wollen wir mehr als das? Wir dürfen darum bitten sogar. Wir kennen alle die Stelle aus Jakobus 1, wo es heißt zum Beispiel, ich bringe jetzt nur ein Beispiel raus, ja, wem Weisheit mangelt der Bitte darum. Wir haben sogar Verheißungen, dass wir all das empfangen dürfen. Aber dafür müssen wir zum Thron der Gnade. Dafür müssen wir im Glauben dorthin gehen. Und jetzt habe ich uns die Antworten auf diese drei Fragen gegeben. Was ist der Thron der Gnade? Ich sagte, es ist Jesus Christus, der Apostel und hohe Priester. Dann habe ich uns die Frage gestellt, wie komme ich zum Thron der Gnade? Nur durch Glauben. Und zwar durch den Glauben an die Schrift, an Jesus Christus, wie er uns in der Bibel vor Augen gemalt wird. Und ich habe auch die Frage gestellt, warum soll ich überhaupt zum Thron der Gnade kommen? Weil du und diese Welt durch die Sünde gefallen ist. Und weil du auch als Kind Gottes in deinem Fleisch immer wieder Mangel hast. und weil du nur in Jesus Christus, der die Fülle der Gottheit leibhaftig ist, diesen Mangel stillen kannst, diese Zufriedenheit bekommen kannst. Denn wir haben nicht einen hohen Priester, heißt es im Vers 15, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. Wir sollten zum Thron der Gnade gehen. Wir sollten dorthin, denn Jesus erkennt uns. Er war ja selbst Mensch, zwar ohne Sünde, und er ist in seinem Menschsein, als wahrer Gott natürlich auch, auf dieser kaputten, verdorbenen, zerstörten Welt gewandelt. Und er kennt diese kaputte Welt, in der wir leben. Er weiß von unserer Kraftlosigkeit, die jeder Mensch hat gegenüber der Sünde und der Schwachheit, die in uns Menschen ist. Er kennt die Versuchungen und er weiß, in welche Sünden die Menschen täglich fallen. Aber wir haben das Versprechen, wenn wir im Glauben zu diesem Thron der Gnade kommen, dass dort eben ein Priester ist, der Mitleid hat. Wir werden dort Mitleid empfangen. Am Thron herrscht die Gnade. Und die Gnade, wenn sie herrscht, dann herrscht sie souverän, frei, sie herrscht mit Macht und sie herrscht mit Güte und Barmherzigkeit. Hier gibt es Hilfe. Vielleicht nicht die Hilfe, wie du sie dir vorstellst. Das möchte ich auch vorweg sagen. Vielleicht ist das, was du brauchst, eher so ein Kaugummiautomat, wo du sagst, ja, ich habe doch jetzt so und so viel Bibel gelesen, ich habe das und das gemacht, jetzt kannst du mir doch bitte auch mal was geben. Das hat nichts mit dem Drohen der Gnade zu tun. Dann wären wir wieder, wie die Hebräer, bei dem Werk, beim Halten, beim Tun, beim Machen. Der Thron der Gnade, da kannst du nur hin, wenn du glaubst. Wenn du sagst, Herr, bei mir sind keine Möglichkeiten. Ich habe Mangel, ich kann das nicht. Aber Herr, bei dir ist die Fülle. Du kannst, du machst, du schaffst. Ja, auch beim Thron der Gnade wird vielleicht nicht die Hilfe so kommen oder an dem Zeitpunkt kommen,
wie du es dir vorstellst. Aber, es heißt hier, zur rechtzeitigen Hilfe. Sie wird rechtzeitig sein. Aber Gott bestimmt, wann er dir hilft. Gott bestimmt, wie er dir hilft. Aber du sollst mit Freimut hinzutreten, das heißt dem Glauben. Du sollst aber auch das Bekenntnis, sein Bekenntnis, festhalten und hingehen. Das heißt, dein Glaube richtet sich nicht auf das, was du kannst, sondern dein Glaube richtet sich weg von dem, was er kann. Ich möchte uns noch ein Liedvers vorlesen. Das ist ein schönes Lied, wir kennen es alle, glaube ich. Das heißt, bleibend ist deine Treue. Bleibend ist deine Treue. Morgen für Morgen dein Sorgen ich sehe. All meinen Mangel hast du mir gestillet. Bleibend ist deine Treu, wo ich auch gehe. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!