CGH Hersbruck

Kinder der Verheißung (Römer 8)

Predigten 2026
20. September 2026
Transkriptca. 26 min Lesezeit

Ja, guten Morgen. Ich bin Papa, der predigt. Ja, fand ich lustig. So ist es manchmal, ja. Große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen. Wer hat das? Ganz sicher die Eltern von Anna, die in den letzten Tagen verstorben ist. Wir kennen sie nicht persönlich, also ich oder du. Sebastian und Deborah waren gestern auf der Beerdigung des kleinen Mädchens oder auf der Trauerfeier. Und ihre Eltern haben garantiert große Traurigkeit und Schmerzen in ihrem Herzen. Ein Kind, das mit Micha zusammen in Behandlung war und nicht mehr lebt. Und wir haben keine Worte für solche Situationen und es war sicherlich gut, dass Sebastian und Deborah die Gelegenheit genutzt haben, diesen Menschen, diesen Eltern Begleitung zu geben in diese Situation. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt heute wieder hier stehe, weil Sebastian dann gesagt hat, kannst du übernehmen und dann könnten wir diesen Dienst machen am Samstag, dort zu sein. Ja, auch Paulus hat große Traurigkeit und Schmerzen unablässig in seinem Herzen. So fängt er einen Text an in Römer 9, wo wir denken, ja, du hast eine theologische Abhandlung bis hierhin geliefert. Wie kommst du jetzt plötzlich zu diesen Emotionen, die du uns hier mitteilst? Ja, es ging ihm um sein eigenes Volk. Und in dem Blick auf ihren Zustand, ihren geistigen Zustand, hat er diese Äußerung getätigt. In Römer 9, Vers 1, den wir letzte Woche betrachtet haben, diesen ersten Teil, wo er davon gesprochen hat, dass Israel nicht die Verheißung verloren hat, woran sie gedacht haben, dass das so sei, sondern er erklärt ihnen, dass sie sich, die sich verlassen hatten, auf diese sieben Dinge, die ihnen Gott geschenkt hatte im Laufe ihrer Entwicklung oder ihrer Volksgeschichte, Ihre Heilsgeschichte, die sie mit Gott erlebt haben, hat ihnen diese sieben Dinge gegeben, auf die sie sich stützten. Und das war ihr Fundament und auf dem wollten sie stehen bleiben. Und sie hatten eins vergessen, in Vers 5 heißt es dort, aus denen, also aus Israel, Christus herkommt nach dem Fleisch. Er ist ein Israelit, ein Jude. so hat er es mit angefügt in diese sieben Punkte, dass er mit ihnen, aus ihnen herauskommt, aber sie haben ihn nicht als den betrachtet, den Gott ihnen gesandt hatte, sondern haben ihn ans Kreuz heften lassen, nageln lassen, haben sich von ihm abgewandt. Sie hatten einen anderen Sinn, sie wollten sich auf diese Dinge verlassen, die sie hier im Blick hatten. Ihre Identität sollte das sein, was sie kannten, nämlich sie wollten diesen aufgetragenen Befehl befolgen. Tut diese Worte, die ihr gehört habt, und ihr werdet leben. Das Gesetz sollte ihr Fundament sein. Diese große Aufgabe wollten sie meistern, dieses Gesetz einzuhalten. Und Paulus muss ihnen dann zeigen, dass der Beginn der Verheißung bei Abraham der Sohn Isaac ist und zeigt ihnen dort, dass es ein Weg des Glaubens ist, der der Weg der Verheißung ist, nicht der Weg des Gesetzes, der zu Gott führt. Und so gibt er ihnen Einblick in Gottes Wahl und Berufung, wie er Jakob Esau vorzieht, als den Jüngeren, der dem Älteren, der Ältere soll dem Jüngeren dienen, der Erstgeborene Esau ist nicht der Träger der Verheißung, sondern Jakob wird es dann. Und so geht die Linie weiter und er erklärt, dass Gott diese Berufung und diese Wahl getroffen hat. Und dann in Vers 13 haben wir einen Satz gehört, Jakob habe ich geliebt, Esau aber habe ich gehasst. Das macht uns ein wenig betroffen, dass wir so etwas hören. Das ist ein Text oder ein Zitat aus Malachi wo er die V Israel und Edom spricht dieser Prophet und nennt eben diesen Ursprung jeweils Jakob und Esau als Name f dieses jeweilige Volk Israel und Edom Und Paulus hat eine klare Meinung und die hören wir jetzt in Vers 14 fortlaufend dann. Da wollen wir jetzt fortsetzen in diesem Kapitel mit dieser Antwort, die er dann gibt. Was wollen wir also hierzu sagen, zu dem in Vers 13 Ausgesprochenen? Ist Gott etwa ungerecht oder ist Ungerechtigkeit bei Gott? Mit dieser Frage starten wir. Ich möchte den Text jetzt nicht im Ganzen lesen, sondern wirklich nur die jeweiligen Punkte dann mit den Versen entsprechend betrachten. Ist Gott ungerecht? Und er gibt sofort die Antwort, nein, das sei ferne, sagt er, also mit Nachdruck, und gibt sofort ein Beispiel oder fängt jetzt an eine Argumentation, er verlässt jetzt den Weg zu erklären, wie Israels Verheißung, wie es darum steht und warum sie so ist, wie sie jetzt ist, sondern jetzt gibt er eine Erklärung ab, was es auf sich hat mit diesem Weg, dass Gott wählt und beruft und dass er seine Verheißung auf seine Weise fortlaufen lässt. Und beginnt hier in Vers 15 auf Mose eine Begegnung, die er mit Gott hat, zu verweisen. Da sagt Gott nämlich zu Mose in Vers 15, hier zu Mose spricht er, wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig. Und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Das ist sein erstes Argument. Und er sagt, verweist uns hier auf eine Begegnung, die Mose mit Gott hatte. Sie hatte den Ursprung oder die Aussage von Mose, Lass mich deine Herrlichkeit sehen. Das war die vorherige Aussage von Mose an Gott in einer Begegnung mit ihm. Und dann sagt Gott zu ihm Folgendes, woraus dieses Zitat hier stammt. Ich will vor deinem Angesicht alle meine Güte vorübergehen lassen und will ausrufen den Namen des Herrn vor dir. und jetzt kommt dieser Name des Herrn, wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig und über wen ich mich erbarme oder wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich. Das ist der Name Gottes. So wird es uns hier beschrieben, das ist aus 2. Mose 33. Und wenn wir genau hingehört haben, erfahren wir in dieser Begegnung Gottes mit Mose oder Moses mit Gott, dass Gott drei Dinge hier nennt. Er ist gütig, er ist gnädig und er ist barmherzig. Ich denke, diese Beschreibung gefällt dir, wenn du das über Gott hörst, dass er das ist. Und wenn du dann noch weißt, dass er bei der allerersten Begegnung mit Mose gesagt hat, ich bin, der ich bin oder ich werde sein, der ich sein werde, dann kannst du daran festmachen, dass diese Selbstbeschreibung, die Gott hier über sich gibt, auch in dieser weiteren Begegnung mit Mose, dass es eins ist, nämlich dass er diese Eigenschaft nicht verlieren wird, sondern sie beibehalten wird. Ich bin, der ich bin, ich werde sein, der ich sein werde. Und genau das, was er Mose geschildert hat, Güte, Gnade und Erbarmen, das bin ich. Aber wichtig, dass er hier sagt, wem ich gnädig bin, das ist Gottes Sache. Das müssen wir festhalten. Ich behalte mir also vor, wem ich meine Eigenschaft Güte, Gnade und Erbarmen offenbare. Und so lernen wir weiter hier in Vers 16, wie Paulus hier einen Rückschluss daraus zieht. so liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Es geht also nicht um dein Bemühen, dass du Gott gefällig irgendwie dich präsentierst und dann wird er auf dich aufmerksam, so wie der Bundestrainer, und sagt dann, dich kann ich gut gebrauchen. Nein, es liegt an Gottes Willen und seinem Erbarmen. Wem ich mich erbarme, dem erbarme ich mich. Und dann hören wir auch, indem wir auf den nächsten Vers schauen, denn die Schrift sagt zum Pharao, dass es auch einen Gegenüber gibt von diesem Erbarmen. Es gibt also auch eine Gegenseite. Denn die Schrift sagt zum Pharao, Vers 17, eben dazu habe ich dich aufstehen lassen, dass ich an dir meine Macht erweise und dass mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde. Mit dem Rückschluss, so erbarmt er sich nun über wen er will und verstockt wen er will. Das ist das Gegenbeispiel Und wir versuchen Gott uns zu n das ist aber nicht das was Gott bewegt sich uns zu erbarmen Wir haben daraus ein System gemacht, in dem wir uns versuchen, mit einer Systematik Gott zu nähern. Wir nennen das Religion. Aber Gott lässt sich nicht darauf ein, sondern er ist der souveräne Gott, der sich erbahnt und, wie wir hier gehört haben, der sogar auch abweisen kann. Ich habe dich dazu erweckt, um an dir meine Macht zu erweisen. Da ist eben Pharao gemeint. 2. Mose 9, Vers 16 wird das gezeigt. Bist du, bin ich also ein Spielball göttlicher Willkür? Fragen wir uns das? Können wir uns das hier fragen? Ist das der Rückschluss, den wir daraus ziehen müssen? Und daher kommt ja dieser Gedanke, den Paulus am Anfang aufgebracht hat, der an ihn herangetragen wurde. Ist Gott etwa ungerecht? Kannst du also gar nichts tun? Denn er erbarmt sich, wem er will und verstockt, wen er will. Also die Schlussfolgerung von Paulus, Gott ist in seiner Entscheidung frei. Das ist schwer einzuordnen für dich und mich, unser Denken. Und dann kommt eben dieser Gedanke der Ungerechtigkeit. Wie ist das mit diesem Willen Gottes, den du ja auch in deinem Leben suchst? Und hat das überhaupt eine Relevanz dann, dass du dich auf den Weg machst und sagst zu Gott, ich möchte deinen Willen erkennen, zeig ihn mir. Nun, wenn wir das auf uns wirken lassen, dann haben wir auf jeden Fall eins festzustellen, Gottes Wille ist souverän, er ist unabhängig und er ist frei. Aber wir haben auch gelernt, dass er gütig, gnädig, also das tut hier nicht, ihr müsst dann mir mal... Ja, Gott hat, das ist im unteren Teil der Folie jetzt, er ist gütig, gnädig und barmherzig. Und so sehen wir eins, dass wir, wenn wir von diesem Willen Gottes sprechen, dass wir nicht von Willkür reden können, sondern lesen wir einfach mal oder hören wir mal Frederick William Grant zu, 1834 geboren und 1902 gestorbener Bibellehrer aus England und Kanada. Wenn wir vom Willen Gottes sprechen, lasst uns bedenken, dass sein Wille nie willkürlich ist. In seinem Willen spricht sein ganzes Wesen. Wir haben es eben betrachtet. Man wird nirgends einem Ausdruck seines Willens begegnen, der nicht auch Ausdruck seines Charakters wäre. Gerade da, wo sein Wille in umfassender Weise oder umfassendster Weise offenbar wird, dürfen wir erwarten, dass sich auch sein ganzes Wesen in vollkommenster und lieblichster Weise offenbart. Also wir sollten kein falsches Bild von Gott gewinnen, weil er souverän agiert. Wir ziehen das gerne dann auf unser menschliches Erleben und Erfahren zurück und wenn Menschen frei agieren können, wissen wir, dass es nicht immer gut ist. Bei Gott können wir davon ausgehen, dass er es vollkommen und lieblich ist, weil sein ganzes Wesen, wir haben es eben erfahren, gnädig, gütig und barmherzig ist in seinem Ursprung. Und Paulus kann das in Römer 12 noch einmal bestätigen. Gottes Wille ist nämlich, Vers 2, das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene. Ich denke, da können wir auch wieder etwas über Gott und sein Wesen lernen. Und wir können das auch, wenn wir den Wunsch von Gott selbst nach der Errettung von Menschen in Betracht ziehen oder mit hineinnehmen, was da über ihn gesagt wird, können wir auch von Paulus hören, indem er an Timotheus schreibt, im ersten Brief, Kapitel 2, Vers 4 bis 6, zitiere ich, Welcher will, Gott ist gemeint, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen? Und dann kommt die Bedingung, denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle, als sein Zeugnis zur rechten Zeit. Hier hast du den erklärten Retterwillen Gottes und der wird so beschrieben. Es gilt an alle oder geht alle an. Es geht um Wahrheit, die mit Rettung in Verbindung steht. Es braucht einen Mittler, der die Verbindung ist zwischen dir und Gott. Es gibt nur eine Lösung, eben dieses Mittel, Jesus. Und du musst es zur Kenntnis nehmen, das Zeugnis zur rechten Zeit. Diese fünf Dinge sind hier zu beachten. wenn wir von der Rettung sprechen, die Gottes Wille ist. Ja wenn die Schrift zum Pharao sagt eben dazu habe ich dich bestimmt oder aufstehen lassen Was können wir zu ihm sagen? Dieser Mann hatte zehn Begegnungen mit Gott in Verbindung mit Mose und den Plagen, die daraus folgten. Ganz am Anfang sagt er, wer ist dieser Herr, auf dessen Stimme ich hören sollte? Also wir merken, seine Antwort zeigt etwas von Hochmut. Er stellt sich über diesen Gott. Und schlussendlich im Laufe dieser Begegnungen, die er mit Gott hat, wird er zum Gericht Gottes bestimmt. Über diese gottlose Art und Weise, wie er sich Gott gegenüber verhält. Also hör genau zu, wenn Gott mit dir spricht. Sonst kann es sein, dass Römer 1, Vers 18 dann doch am Ende Wahrheit wird. Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Leben und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Das ist das, was Gott am Ende über alle aussprechen muss, die sich in der Begegnung, die sie mit ihm hatten, gegen diese Verbindung entschieden haben. Und das ist bei Pharao so. Es ist nicht so, dass Gott ihn hat aufstehen lassen, wie bis hier, das ist einfach der Schlusspunkt, den er über sein Leben gesetzt hat, und ein Zeugnis zu setzen, für alle auch als Warnung zu zeigen, so wird es jedem ergehen, der sich mir verächtlich gegenüber verhält, trotz der Begegnungen, die dieser Mann mit diesem lebendigen Gott hatte. Aber ein berechtigter Einwand kommt dann, wenn das so ist, dass Gott auch hier zum Gericht diesen Mann verstockt am Ende. Dann wirst du mich fragen, Vers 19, warum tadelt Gott dann noch, warum tadelt er dann noch? Denn wer kann seinem Willen widerstehen? Berechtigte Einwand, dann kann ich ja auch nichts machen. Wenn Gott frei ist in seinem Willen zu sagen, hier erbarme ich mich, hier verstocke ich. ist das so, dass ich dann überhaupt Rechenschaft schuldig bin? Bin ich dann nicht frei davon? Ein berechtigter Gedanke, der uns Menschen natürlich kommt. Und dann hören wir in Vers 20 die Antwort darauf, ja, oh Mensch, wer bist du? Aber vorher wollen wir einfach feststellen, dass Gott in seiner Gnade Menschen aus dem Zustand ihres Herzens befreit, den sie selbst gewählt hatten. Mach mal die nächste Folie. Das sollten wir beachten, dass Gott Menschen befreit aus Gnade, in einem Zustand unserer Herzen, den wir selbst gewählt haben. Denn darin werden wir geboren und auch werden wir darin vollendet, wenn wir nicht darauf eingehen, das, was Gottes Botschaft an unser Leben ist. Dass wir Rettung brauchen, dass wir sein Erbarmen brauchen, dass wir seine Gnade bedürfen. Und so befestigt auch Gott Menschen in dem Zustand, den sie selbst gewählt haben. Und das ist seine Gerechtigkeit. Die hat Pharao genau so erlebt. Aber jetzt trotzdem dieser Einwand, wer kann jetzt Gottes Willen widerstehen, ist die Frage. Habe ich dann überhaupt irgendetwas, was ich tun kann, wenn ja doch Gott souverän agiert? Nun, die Antwort von Paulus nimmt jetzt eine höhere Ebene ein. Wer bist du, oh Mensch, dass du mit Gott rechten willst? Berechtigt der Einwand? mal auf mein Leben betrachtet oder bezogen, würde ich sehr gerne zum Beispiel dem Leiter des Straßenbaums Nürnbergs eine Anweisung geben, dass er doch bitte die Straße zwischen Gerstorf und Gerstberg in den nächsten vier Wochen vollständig fertigstellen sollte und nach einem Jahr Bauzeit es nun genug wäre. Und dann wird er mich fragen, ja, wer bist du eigentlich? Wenn ich ihm diese Anweisung irgendwie zukommen lassen würde. Ich habe keine Berechtigung, ihm diese Frage zu stellen oder diese Anweisung zu geben. Und ich und Gott, ist das nicht ein himmelweiter Unterschied? Kann ich Gott irgendetwas vorwerfen aus meiner Warte? Oftmals haben wir diesen Reflex und du hörst sicherlich die Menschen ihren Lieblingssatz reden. Wie kann Gott das zulassen? Streit und Krieg und Mord und Totschlag, Unterdrückung und Ausbeutung, Gewalt und Misshandlung.

Und da könnten wir fortsetzen, ja, wie kann Gott das zulassen? Möchtest du mit diesem deinem Schöpfer in einen Rechtsstreit gehen, in Verhandlung treten? Warum machst du das oder den oder dieses so oder so? Wo warst du, als ich die Erde gründete? Fragt Gott wen? Hiob hatte berechtigt Fragen über das Erlebte, was hinter ihm liegt. Alles verloren. Familie. Allen Besitz. Alles ist erschüttert. Und er hat Fragen, aber auch Anschuldigungen diesem Gott gegenüber. Und ich kann ihn durchaus verstehen, aus meiner menschlichen Warte. Und Gott antwortet und fragt ihn jetzt das, wo warst du, als ich die Erde gründet? Und das geht dann eine ganze Zeit lang, wo Gott ihm zeigt, wer er ist, also Gott, und wer Hiob ist. Und doch können wir feststellen, dass Gott sagt, wer er für dich sein will. Wir haben es in Römer 8, Vers 28, nicht lange her, schon mal angeschaut. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge, Hiob, schwer zu verstehen, alle Dinge zum Besten dienen. Denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. Da haben wir wieder diesen Weg, den Gott wählt, in seine Gemeinschaft zu führen. Die nach seinem Ratschluss berufen sind. Und wenn du das mit betrachtest und in dein Herz nimmst, dann wirst du sehen, und wenn du Gott genau beobachtest, wie er in der Bibel mit Menschen handelt, wie er mit ihnen Geschichte schreibt oder Wege geht, auch wenn es tiefe Wege sind, dann wirst du feststellen, dass da ein ganz großer seelsorgerlicher Aspekt von ihm darin ist. Wie, was und zu welchem Zweck er wirkt. Und das darf dein Vertrauen in diesen Gott stärken, dein Leben ihm bedingungslos zu überlassen. Auch wenn er hier fragen muss, wer bist denn du, Mensch? Und dann will Paulus uns das ein bisschen noch illustrieren und sagt in Vers 20 weiter und 21, Also Paulus will uns ein Bild geben, das wir ein bisschen verstehen können. Da ist also ein Töpfer bei der Arbeit und er kann aus diesem klumpen Ton, aus dieser Masse, das machen, was er für richtig hält. Etwas zum ehrenvollen und zum nicht ehrenvollen Gebrauch. Einen schön verzierten Tischleuchter, der immer präsent ist, auf dem Tisch steht und alle können ihn anschauen. Und die einfache Schale, wo morgens dein Müsli drin ist, dann wird sie ausgewaschen und steht wieder in der Schublade. Die Tonmasse. Was ist das für eine Masse? Nun, in diesem Bild können wir in diesem Kapitel, in dem Paulus hier über Menschen spricht, sagen, dass es Gottes Handeln ist an Menschen wie Abraham, von dem wir gehört haben, Isaac, Jakob, Esau, Israel eben, dem Volk, Pharao, Menschen, wie sie in dieser Welt sind seit dem Sündenfall. Nachkommen Adams sind diese Masse, aus der Gott verschiedene Gefäße formt. Aber es geht gar nicht um Gott als Schöpfer, sondern als Heiland, Erhalter, aber auch als Richter dieser Menschen. Davon ist hier die Rede in diesen Versen. Und Gott hat also nicht den einen Teil der Menschheit, was wir vielleicht denken könnten, zum Heil erschaffen und den anderen irgendwie zur Verdammnis. Aber trotzdem ist Gott frei aus dieser Masse, aller gleichsündigen Menschen, einige herauszunehmen und mit unverdienten Segnungen zu segnen. Mit Abraham tut er das. Mit Isaac tut er es mit Mose. Er hat es mit Israel getan, mit dir. Willst du ihn anklagen dafür, dass er nicht aus jedem Kind Adams einen Abraham gemacht hat? Nein, du tust es nicht. Und jetzt sehen wir genauer hin was Paulus meint mit diesen ehrenvollen und nicht ehrenvollen Gef Vers 22 und 23 Wenn un aber Gott, da er seinen Zorn erweisen und seine Macht offenbar machen wollte, mit großer Langmut die Gefäße des Zorns getragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind, damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat. Ja, da ist noch einmal Gottes Handeln in Bezug auf sein Erbarmen beschrieben. Er erbarmt sich über wen er will, Vers 18, und verstockt, wen er will. Denn zuallererst Gottes Zorn fordert Gerechtigkeit. Aber Gottes Langmut erträgt diese Gefäße des Zorns. Wir haben Gottes Wesen uns angeschaut, gütig, barmherzig und gnädig. Und dieses stimmt auch mit Römer 2, Vers 4, ganz am Anfang von Paulus Erklärungen über Gott und seine Gerechtigkeit und die Beziehung zu ihm, wie die aussieht. Und wie er uns hier auch ermahnt, Römer 2, Vers 4. Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? Das ist Gottes Plan mit den Gefäßen des Zorns. Das übrigens die Überschrift über jeden Menschen ist, vom Ursprung her, ist jeder Mensch ein Gefäß des Zorns. Ein Sünder, der eins verdient hat, verdient hat. Gottes Zorn und gerechte Behandlung. Und die sind seine ewige Verwerfung. Wir haben es eben schon zitiert, Römer 1, Vers 18. Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Leben und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die in ihnen wirkt, seit Adam. Aber Gott, der gerechte Richter, will eins sein, dein gnädiger Erretter. Und das sehen wir jetzt. Und da ist ein kleines Detail ganz wichtig. Nämlich, wenn wir hier lesen in Vers 23, damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat. Erstens mal interessant, dass Gott den Reichtum seiner Herrlichkeit in Beziehung setzt oder in Verbindung bringt mit der Errettung von Menschen. Was ist das, was er da tut voller Herrlichkeit? Er gibt das Beste, was er hat für dich, seinen Sohn. Das ist der Reichtum seiner Herrlichkeit. Das sollten wir beachten und nicht nur nebenbei hier lesen. Und dann haben wir einen Unterschied zu den Gefäßen des Zorns. Denn die, die er rettet, die werden hier als zuvor bereitet bezeichnet. Am Schluss von Vers 23. Die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat. Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, hat Paulus in Römer 8, Vers 29 gesagt. Das stimmt hiermit überein. Ja, die Gefäße des Zorns sind bestimmt zum Gericht am Ende. Aber sie sind nicht zuvor bereitet dazu. Aber die, die er erretten will, die sind zuvor bereitet. Errettung ist immer von Gott verursacht. während das Verderben von Menschen selbst verursacht ist. Errettete sind von Gott zuvor bereitet zum Heilen. Die Gerichteten haben sich selbst durch ihre Sünde im Lauf ihres Lebens das Verderben bereitet. Und deine Verantwortung ist auch nicht ausgeschlossen. Schauen wir einmal in das, was Jesus sagt. In Johannes 6, Vers 37, da wird die göttliche Seite der Erlösung beschrieben. Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen. Aber die menschliche Seite findet sich in den Worten, die darauf unmittelbar folgen. Und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Beides ist vorhanden. Dein Einwilligen und Gottes Bestimmung Und nun nach diesem Exkurs und der Klarstellung wie Gott souver handelt und wie er agiert und dennoch ein geduldiger, durchsuchender und rettender Gott ist, geht Paulus weiter in seiner Erläuterung. Was ist jetzt nun mit dieser Verheißung der Kinder Israel? Ist sie irgendwie zu Ende gekommen? Und so fährt er fort hier in Vers 24. So hat er auch uns berufen. Ja, wie? So wie wir es von Jakob schon gehört haben. Den Gott berufen und erwählt hat, der Erste zu sein, obwohl er der Zweitgeborene war. Der Träger der Verheißung zu sein. So souverän, wie er eben den Töpfer beschrieben hat. So hat er uns berufen. Aber noch wichtig auch, was wir schon gesehen haben, wie? Mit dem Reichtum seiner Herrlichkeit. So tut Gott das. Und in allen seinen Werken offenbart sich Gott. In seiner Schöpfung können wir in Römer 1 nachlesen, dass er sich allen Menschen da vorstellt. Im Gericht tut er das. Römer 9, Vers 17 haben wir es gesehen. Aber in seiner Errettung erst erstrahlt der ganze Reichtum seiner Herrlichkeit. Als solcher hat er auch uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Gemeinde Gottes besteht aus Juden und Heiden und ist etwas himmlisch Herrliches. Und dass sie aus Juden und Heiden besteht, ist nichts, was überraschend wäre. Warum? Weil es Gott in seinem Wort, das nicht hinfällig geworden ist. Kleiner Rücksprung auf Vers 6 noch einmal, wo die Frage aufkam, ist Gottes Wort hinfällig geworden? Nein, nicht. Und er zitiert hier jetzt den Propheten Hosea. Denn Hosea spricht, ich will das mein Volk nennen, was nicht mein Volk war, und die Geliebte, die nicht Geliebte waren. Und das soll geschehen an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde, ihr seid nicht mein Volk, da sollen sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden. Ein Volk, das nicht mein Volk war und Kinder des lebendigen Gottes. Beide Bezeichnungen gelten für Israel. Gottes Volk und Kinder des lebendigen Gottes. Israel ist bis hierhin das Gefäß des Erbarmens gewesen, an dem Gott seine Herrlichkeit kundgetan hat. und Ägypten und der Pharao war das Gefäß des Zorns, an dem Gott seine Macht bewiesen hat. Aber jetzt weitet Gott diesen Weg seines Erbarmen und seiner Herrlichkeit aus auf Heiden, auf dich und mich. Und wenn du Gottes Wort genau zuhörst, kannst du also wichtige Zusammenhänge und den Plan Gottes erkennen. Das gilt immer. Schau hinein in dieses Wort. Der jetzt hier kein neues und jetzt kommt das wahre Israel mit neuen Leuten in diesem alten Gefäß. Nein, er schafft etwas völlig Neues. Eine neue Schöpfung. Ist jemand in Christus so, ist er eine neue Schöpfung. 2. Korinther 5, Vers 17. Oder Epheser 2, Vers 15. damit er sich selber, Gott, aus den Zweien, da spricht er über die Heiden und die Juden, einen neuen Menschen mache. Aus Juden, aus Heiden berufen, herausgerufen, berufen, Ekklesia, die Herausgerufene. Nicht aus einem Volk, aus allen Völkern. Und nicht aus Werken, wie wir von Jakob schon gelernt haben, der nicht aus Werken berufen wurde, sondern durch den, der beruft. Gottes neue Schöpfung. Die Gemeinde. Kinder des lebendigen Gottes. Du bist Teil davon. Kannst Teil davon werden oder sein. Und wieder erweist sich Gott als gnädig, geduldig und barmherzig. Denn die, die nicht sein Volk sind, nennt er jetzt sein Volk. Und die, wo nichts ist, die sind jetzt etwas vor ihm. Da sind Tote, wie du und ich, Sünder, die Gottes Ruf hören und leben. Und im Übrigen gelten diese Aussagen, die Hosea getroffen hat, weiter für Israel. Denn es wird eine Zeit kommen der Wiederherstellung als Gottes Volk. Das kommt aber erst in Römer 11 dann. zur Erklärung von Paulus. Aber er hat es hier verwendet, um eine zweite Bedeutung dieses Wortes, das Zusea gesprochen hat, hier anzuwenden, um zu zeigen, hier ist Gottes Plan für heute. Aber Gottes Wort gilt weiter Es ist nicht hinf geworden Das beweist er uns noch mit Worten von Jesaja in Vers 27 Jesaja aber ruft Israel aus Wenn die Zahl der Kinder Israels w wie der Sand am Meer, so wird doch nur der Überrest gerettet werden. Denn eine abschließende und beschleunigte Abrechnung in Gerechtigkeit wird der Herr durchführen. Ja, eine summarische Abrechnung über das Land. Wie sieht die aus? Was bedeutet es, wenn Gott über sein Volk so sprechen muss? Dass nur ein Überrest gerettet wird. Tja, da könnte der Gedanke aufkommen, wenn Jesaja hier spricht, ist das nicht ungerecht, dass nur ein kleiner Überrest gerettet wird? dann muss Paulus antworten in Vers 29, wie Isaiah auch gesagt hat, hätte der Herr der Herrscharen uns nicht einen Samen übrig bleiben lassen, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich. Das heißt also, wieder hören wir davon, dass Gott und sein Wille Güte, Gnade und Erbarmen ist. er behält einen Rest übrig. Wenn das nicht so wäre, würde niemand übrig bleiben. Ich habe mir übrig bleiben lassen. Ein Überrest nach Wahl der Gnade. Römer 11, Vers 4 und 5 wird das dann noch einmal von ihm klargestellt. Aber die letzte brennende Frage, warum hat Israel nun seine Verheißung als Volk nicht erlangt bis dahin? Ab Vers 30. Was wollen wir nun sagen? Dass Heiden, die nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben und zu wahr die Gerechtigkeit ausklauben? Dass aber Israel, das nach dem Gesetz der Gerechtigkeit strebte, das Gesetz der Gerechtigkeit nicht erreicht hat. Warum? Weil es nicht aus Glauben geschah, sondern aus Werken des Gesetzes. Denn sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes. Wie geschrieben steht, siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses. Und jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden. Tja, Gerechtigkeit, wie bekomme ich sie? Wie erlange ich Gerechtigkeit? Aus Glauben. Du und ich, wir Heiden, haben uns nicht dafür interessiert, wir haben noch nicht mal danach gedacht, nicht danach gesucht, bis das Evangelium in unser Leben hineingetreten ist und Gott seine Wirkung angefangen hat in dir und mir und wir aufmerksam wurden, ich brauche diesen Gott, ich brauche Rettung, Und ich kann sie nur durch Glauben erlangen. Ich muss ihm vertrauen, dass er mich zu sich bringen will. Und Menschen wie du und ich kommen zum Glauben auf dem weiten Erden rund. Und Israel? Ist Israel nicht erwählt? Niemand geht am Heil vorbei, weil er nicht erwählt ist. Man verfehlt das Heil nur, weil man nicht glaubt. Israel setzt auf die Väter und was sie gelehrt haben, wir haben das Gesetz und sind dadurch gerecht. Sie haben das Signal überfahren mit offenen Augen. Sie haben sich gestoßen an Jesus von Nazareth. Nein, die Verheißungen sind nicht verloren gegangen. Aber sie sind an den Weg des Glaubens, den Abraham begonnen hat, gebunden. und sie reichen hinein in dein Leben bis heute. Und hier als Schluss eine schöne Zusammenfassung von John Nelson Darby. All diese großen Wahrheiten sind für unsere eigene Seele, für dich geschrieben. Die Geschichte der Welt ist die Geschichte der Einzelseele. Gott hat sich die Mühe genommen, sie in aller Ausführlichkeit vor uns auszubreiten, sodass wir wie in einem Spiegel uns selbst lesen und erkennen können. Dass wir eingeschlossen sind auf Gnade. Sind wir dorthin gelangt, kann uns nichts mehr scheiden von der Liebe Gottes. Alles hängt an souveräner Güte. Und darum stütze ich mich auf das, was Gott für mich ist. Und nicht auf das, was ich für Gott bin. Amen.

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