CGH Hersbruck

Gottesdienst-2025-07-20-Andre-Thiessen

Gottesdienst-2025-07-20-Andre-Thiessen – Predigt von André Thiessen
20. Juli 202533:00

Gottesdienst-2025-07-20-Andre-Thiessen – Predigt von André Thiessen

Transkriptca. 23 min Lesezeit

Ich weiß eine Sache, ganz bestimmt, ungefähr zu dieser Zeit vor zehn Jahren, wenn da nicht ein Mann gewesen wäre, der mich bei sich zu Hause aufgenommen hätte, würde ich heute hier nicht stehen. Ich habe vieles ausprobiert mit jetzt weniger Drogen oder Alkohol, sondern mehr Auslandssachen und in der Jugendzeit und wo ich zurückkam nach Deutschland, bin ich in ein tiefes Loch gefallen, tiefe Identitätskrise. Und ja, ich bin zu einem Mann hingegangen, wo ich wusste, bei dem könnte man ein soziales Praktikum machen. Der schien mir ein Vorbild zu sein. Ich habe ihn gefragt, einfach hingefahren, keinen Termin ausgemacht. Läuft bis heute so. und habe ihm gesagt, Walter, das und so und so schaut es bei mir aus, mein Leben, ich weiß nicht wofür, ich weiß nicht wohin, ich weiß nicht wozu, wäre es möglich, bei dir ein bisschen Zeit zu verbringen. Und dann sagt er zu mir, ja, André, das können wir machen, nur unter einer Bedingung, du ziehst zu mir. Er hat dann noch nicht mal seine Frau gefragt und hat noch drei kleine Kinder im Schlepptau. Und sie haben mich einfach aufgenommen wie ihren Sohn. Und das hat mich tief bewegt. Und ich habe das Thema für heute im Glauben wachsen genannt. Weil ich glaube, dass das ein Kern ist, wie wir im Glauben wachsen. Dass uns jemand an die Hand nimmt und praktische Jüngerschaft beibringt oder zeigt, mit uns mitgeht. Und Jesus war darin der Beste. Jesus hat das Ganze angefangen. Und Jesus gibt uns einen Text mit, und zwar Matthäus 6. Und den könnt ihr alle mal mit mir aufschlagen. Heute geht es um Matthäus 6, Vers 1 bis 18. Jetzt ist es ja schon ein bisschen eine Zeit her, wo Friedrich drüber gepredigt hat. Kann man mal wieder machen. Und wir lesen jetzt mal den Abschnitt. Und versucht mal darauf zu achten, welche drei Dinge sich wiederholen. Vielleicht sind es sogar mehr, da habe ich was übersehen, aber genau. Matthäus 6,1 Hütet euch, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen, sonst könnt ihr keinen Lohn mehr vom Vater im Himmel erwarten. Wenn du zum Beispiel den Armen etwas gibst, dann lass es nicht vor dir her ausposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten geehrt zu werden. Ich versichere euch, diese Ehrung ist dann schon ihr ganzer Lohn. Wenn du den Armen etwas gibst, dann soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit deine Mildtätigkeit im Verborgenen bleibt. Dann wird dein Vater, der ins Verborgenen sieht, dich belohnen. Wenn ihr betet, macht es nicht so wie die Heuchler, die sich dazu gerne in die Synagogen und an die Straßenecken stellen, damit sie von den Leuten gesehen werden. Ich versichere euch, das ist dann schon ihr ganzer Lohn. Wenn du betest, geh in dein Zimmer, schließ die Tür und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dann wird dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen. Beim Beten sollt ihr nicht plappern wie die Menschen, die Gott nicht kennen. Sie denken, dass sie erhört werden, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie, denn euer Vater weiß ja, was ihr braucht, noch bevor ihr ihn bittet. Ihr sollt vielmehr so beten. Unser Vater im Himmel, geehrt werde dein heiliger Name, deine Herrschaft komme, dein Wille geschehe, auf der Erde so wie im Himmel. Gib uns, was wir heute brauchen und vergib uns unsere ganze Schuld. Auch wir haben denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern befreie uns von dem Bösen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr den Menschen aber nicht vergebt, dann wird euer Vater auch eure Verfehlungen nicht vergeben. Wenn ihr fastet, dann setzt keine wehleidige Mine auf wie die Heuchler. Sie vernachlässigen ihr Äußeres, damit die Leute ihnen ansehen, dass sie fasten. Ich versichere euch, diese Ehrung ist dann auch ihr ganzer Lohn. Wenn du aber fastest, dann pflege dein Haar und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich belohnen. Was wiederholt sich? Der Vater sieht in dem Verborgenen. Ja. Amen. Weiter. Ja, Lohn bei allen drei Punkten, bei allen drei Abständen. Ja, hängt mit dem Verborgenen zusammen. Noch eine Sache? Oder zwei auch m Ja, stimmt, da bin ich selber noch nicht drauf. Wenn ihr betet, wenn du zum Beispiel den Armen etwas gibst, wenn ihr fastet, wie das Ganze startet, also mit anderen Worten nicht, falls ihr das macht irgendwann sondern es ist außer Frage also wenn ihr das macht, also Jesus geht davon aus, ihr macht das ihr praktiziert diese Punkte und das ist sehr sehr wichtig wenn wir jetzt in diese drei Themenbereiche einsteigen es wird sozusagen eine drei Themenpredigt aber es ist wichtig, dass wir diese Punkte im Hinterkopf haben Jesus hat ein und dieselbe Struktur. Er möchte verdeutlichen, es kommt auf unsere Beziehung zum Vater an und wie wir vor dem Vater stehen und nicht unbedingt, wie wir vor den Menschen ausschauen und wie wir vor den Menschen stehen. Ich teile eben diesen Text in drei Abschnitte. Geben, Beten, Rasten. Und wir starten eben mit diesem ersten Punkt, Geben. Ich lese nochmal, Vers 1 bis 4. Hütet euch, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen, sonst könnt ihr keinen Lohn mehr vom Vater im Himmel erwarten. Wenn du zum Beispiel den Armen etwas gibst, dann lass es nicht vor dir her ausprosaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun und von den Leuten geehrt zu werden. Ich versichere euch, diese Ehrung ist dann schon ihr ganzer Lohn. Wenn du den Armen etwas gibst, dann soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit deine Mildtätigkeit im Verborgenen bleibt. Dann wird dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen. In der Elberfelder steht es von Almosen geschrieben. Ich habe mich gefragt, ja, Almosen, wie übersetzt man, oder was bedeutet das im Klartext? Die NEÜ hier, Van Heiden, sagt, wenn du einfach den Armen etwas gibst, also mit etwas, er lässt offen, was es ist. Und ich habe mal gegoogelt und da steht, ein Almosen ist eine materielle Gabe an einen bedürftigen Empfänger ohne Erwartung einer materiellen Gegenleistung dieses Empfängers. Es unterscheidet sich von einer Spende durch den Beweggrund des Mitleids mit dem Empfänger. Also irgendeine materielle Gabe. Und deswegen dürfen wir, wenn wir diesen Text lesen, nicht unbedingt nur an Geld denken. Und ich predige auch hier nicht darüber, um Geld zu bekommen. Sehr, sehr ungünstig. Mit dem Missionsvortrag da. Und eine Stütze, die uns der Herr gibt, ist in Kapitel 5, ein Kapitel vorher, Vers 40 bis 42. Da sagt er, und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand zwingt, eine Meile mitzugehen, mit dem geh zwei. Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der etwas von dir borgen will. Also dieses Thema geben, ich würde es auch als Hingabe bezeichnen, ist umfassend und bezieht sich auf unser ganzes Leben. Als Petrus und Johannes in Apostelgeschichte 3 in den Tempel gehen und den Bettler treffen, der verkrüppelt ist, da sagt Petrus zu ihm, Silber und Gold habe ich nicht, aber was ich habe, gebe ich dir. Die Frage ist auch an uns, was hast du, was habe ich von Gott bekommen? Walter sagte zu mir damals, André, als die Zeit im Ende zuging bei ihm, Dir wurde viel gegeben, investiere dich jetzt in andere. Und damit hat er mir auch eine Ausrichtung gegeben für mein kurzes Leben. Und wenn wir daran denken, an das Geben generell denken, dann dürfen wir nicht vergessen, dass alles, was wir haben, von Gott persönlich kommt. Schlagt mit mir 1. Chronik 29 auf. 1. Chronik 29, Abvers 14. Es geht im Kontext um die Sammlung für den Tempel, der entstehen soll. Und David spricht ein Lobgebet. Abvers 14. Denn wer bin ich und was ist mein Volk, dass wir die Kraft haben, so freigebig zu spenden? Denn von dir kommt alles und aus deiner Hand haben wir dir gegeben. Denn vor dir sind wir Ausländer und Fremde wie alle unsere Vorfahren. Unser Leben auf der Erde vergeht wie ein Schatten und es gibt keine Hoffnung. Jachwe, unser Gott, all das, was wir bereitgestellt haben, um deinem heiligen Namen ein Haus zu bauen, ist ja aus deiner Hand gekommen. Und das alles gehört dir. Jahwe Was f ein Gebet Was für ein Dank. Was für eine geistliche Ausrichtung. Ein sehr, sehr großes Vorbild. wenn es um das Thema Hingabe geht. In der Parallelstelle zu Matthäus 6 spricht Jesus in Lukas 6, Vers 38, eine Verheißung auszumgeben. Und das hängt jetzt auch mit dem Gedanken des Lohns zusammen, worüber Jesus in Matthäus 6 spricht. Lukas 6, 38. Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. Ihr werdet mit einem vollen, gedrückten, gerüttelten und überlaufenden Maß an Gutem überschüttet. Gott wird das Maß, mit dem ihr bei anderen messt, auch für euch verwenden. Gebt, und es wird euch gegeben werden. Ich denke nicht, das funktioniert als eine Formel. Ich gebe 100 Euro und ich kriege 120 zurück. Gott sieht weiter. Ich denke auch, dass Gott im geistlichen Sinne beschenkt. Und da führt uns Paulus dann auf eine Fährte mit Philippa 4. Ihr müsst auch nicht jede Stelle mit aufschlagen, es wird ein bisschen viel, aber ich lese es auch vor. Philippa 4, 16 bis 18. Schon nach Thessalonich habt ihr mir mehrmals Hilfe zukommen lassen, also die Philippa, nicht, dass ich es auf euer Geld abgesehen hätte. Und da sagt er hier noch in Vers 19, Mein Gott wird euch aus seiner überausreichen Herrlichkeit durch Jesus Christus alles geben, was ihr braucht. Paulus ist sich dessen bewusst, für die Freigebigkeit der Philippa wird Gott sie mit allem versorgen, was sie brauchen. Was sie brauchen. Nicht unbedingt, wo wir denken, was wir brauchen. Geben beschenkt den Geber. Und hier sehen wir eine Sache, und die, glaube ich, ist in der ganzen Schrift vorhanden, nämlich, dass Gott uns unsere Hingabe mit Freude beschenkt. Freude ist ganz oft eine Folge von Freigiebigkeit. Das sehen wir eben in 1. Chronik 29, dann auch in Nehemiah 8. Das Volk fängt an, mit denen zu teilen, die nichts haben und es entsteht eine große Freude. Und das ist auch eine Ermutigung, dass wir uns weiterhin auch in Geogeni investieren. Leute, die nichts haben. Und in 2. Korinther 8 sehen wir den Zusammenhang von Freude nochmal, auch im Neuen Testament, Freude und Freigiebigkeit. Und da könnt ihr für euch daheim Verse 1 bis 5 gerne lesen. Aber ich möchte bei diesem Punkt festhalten, willst du fröhlich sein, dann achte auf deine Hingabe. Wer aufrichtig gibt, gewinnt und zwar echte, ewige Freude. Kommen wir zum zweiten Punkt. Matthäus 6. Das Gebet. Ich lese Vers 5 bis 8. Wenn ihr betet, macht es nicht so wie die Heuchler, die sich dazu gern in die Synagogen und an die Straßenecken stellen, damit sie von den Leuten gesehen werden. Ich versichere euch, das ist dann schon ihr ganzer Lohn. Wenn du betest, geh in dein Zimmer, schließ die Tür und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, damit dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen. Beim Beten sollt ihr nicht plappern wie die Menschen, die Gott nicht kennen. Sie denken, dass sie erhört werden, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie, denn euer Vater weiß ja, was ihr braucht, noch bevor ihr ihn bittet. Was ist Gebet? John Bunyan, ich habe hier auch ein schönes Buch von ihm mitgebracht, er schreibt dazu, Gebet ist ein aufrichtiges, bewusstes und hingegebenes Ausschütten des Herzens gegenüber Gott durch Christus in der Kraft des Heiligen Geistes. Schön lang puritanisch, aber er zerpflückt dann auch in dem Buch jeden einzelnen Punkt und macht unwahrscheinlich Mut zum Beten, zum Gebet. Und er führt uns tief in die Lehre ein, was es auch heißt, im Heiligen Geist zu beten und mit dem Verstand. Also ein sehr lesenswertes Buch. Ich lese euch gleich noch einen Auszug vor. Was Jesus hier deutlich macht in Vers 5 bis 8 ist, dass Gebet, vor allem Gebet, eine Sache ist in erster Linie zwischen dir und dem Vater. Dreimal wird hier Vater wiederholt. Es geht um den Vater. Es geht darum, dass wir dem Vater nahen, dass wir in einer Beziehung mit ihm leben und unser Gebetsleben und die Qualit unseres Gebetsleben wie gut sie ist das wird eben da sichtbar wo uns niemand sieht wo wir mit dem Vater allein in unserem K sind Und dazu hat Banyan ein paar herausfordernde Worte. Es geht als Überschrift um Menschen, die zum Schein beten, um gehört und für religiöse Personen gehalten zu werden. Menschen, die für ihre Rede gewandten Worte Anerkennung und Beifall suchen. Sie suchen mehr, die Ohren ihrer Zuhörer zu kitzeln, als alles andere. Diese beten, um vor den Menschen gehört zu werden und haben ihre Belohnung bereits schon erhalten. In Matthäus 6, 5. Diese Leute erkennt man daran, erstens, sie haben nur ihre Zuhörer im Auge, wenn sie sich ausdrücken. Zweitens, wenn sie ihr Werk getan haben, erwarten sie Lob dafür. Drittens, ihre Herzen stehen und fallen damit, je nachdem, sie gelobt werden oder nicht. Viertens, sie gefallen sich selbst in der Länge ihrer Gebete. Und damit sie lang sind, wiederholen sie in nutzloser Weise die Dinge immer wieder und wieder. Sie studieren, um erhoben zu werden, aber achten nicht darauf, aus welchem Herzen es kommt. Sie achten darauf, wie die Leute reagieren, aber es ist nur der flüchtige Beifall von Menschen. Und deshalb lieben sie es nicht, in ihrem Gebetskämmerlein zu sein, sondern halten sich lieber in Gesellschaft auf. Auch wenn sie manchmal durch ihr Gewissen ins Kämmerlein getrieben werden, so drängt ihre Heuchelei sie dazu, von den Leuten auf der Straße gehört zu werden. Und wenn sie ihren Mund schließen, sind ihre Gebete beendet, denn sie warten nicht darauf, um zu hören, was der Herr sagen wird. Eine Empfehlung. Wollen wir Gott, wollen wir ihn persönlich, sind wir auf ihn ausgerichtet? Das ist die Frage, die wir uns täglich neu stellen müssen. Wofür, für wen lebe ich? Und eben auch das Gebet des Vaterunser. Ich werde nicht auf jeden einzelnen Vers eingehen, aber es macht deutlich, es geht um die Vater-Kind-Beziehung. Und was mich überrascht ist, dass Jesus sich vier Verse von 12 bis 15 mit Vergebung beschäftigt. Also sprich, wenn Sünde in unser Leben kommt, Unvergebenheit, Bitterkeit, dann sind wir blockiert. Blockiert. Und Petrus sagt, dazu in 1. Petrus 3, 7, Ihr Männer müsst euch entsprechend verhalten, also den Frauen gegenüber, damit eure Gebete nicht vergeblich sind. Seid also rücksichtsvoll im Umgang mit euren Frauen, denn sie sind die Schwächeren. Unser Verhalten beeinflusst maßgeblich unser Gebetsleben. Und ich kann nur eine ungetrübte Beziehung mit Gott pflegen, wenn ich mit meinen Mitmenschen in Frieden bin und in Versöhnung. Und ich persönlich habe mich selber bis letztes Jahr noch in vielen Bereichen sehr stark so gefühlt, als wenn ich mit angezogenen Handbremsen unterwegs bin. und ich bin sehr dankbar für einen Freund, der Wahrheit in meinem Leben gesprochen hat. Und er hat mir ein Buch empfohlen, das heißt Vom Knecht zum Kind. Und da geht der Schreiber auf den Unterschied ein im Denken eines Waisenkindes und eines Sohnes, eines Kindes Gottes. Und da waren zwei Wahrheiten, die bei mir eingeschlagen haben. Und das Erste ist, ein Waisenkind denkt nur an das, was ihm angetan wurde. Und ich habe beschämend festgestellt, wie ich auf meine Geschichte, auf meine Vergangenheit schaue und wie schlecht ich meine Eltern gesehen habe und wie ich mich an ihnen vergangen habe. Und dieser Wahrheit schließt sich eben an, dass ein Waisenkind Probleme hat mit Autoritäten, die ihm nicht passen. und das hat sich durchweg durch mein Leben gezogen. Ich habe euch letztes Jahr schon ein bisschen davon erzählt, von dem Versöhnungsprozess. Aber das hat bei meinen Eltern nicht Halt gemacht, bis zum letzten Chef in der Ausbildung. Hatte ich wirklich Probleme, Autoritäten zu ehren und zu respektieren. Und ich bin dann durch diesen Prozess durch, habe mit allen möglichen Leuten gesprochen und mit meinem Vater. war es ganz besonders. Ich habe ihm erzählt, dass ich ihn gehasst habe und dass ich mich versündigt habe an ihm und um Verzeihung gebeten. Und er fing auch mal an, sentimental zu werden, der nie Emotionen groß gezeigt hat oder auch nur, wie es ihm geht oder so. Und ja, zittrige Stimme und er erzählte, er wünschte, es wäre alles anders gekommen und so. und da habe ich ihm nur gesagt, Papa, was war, können wir nicht mehr ändern, aber ich könnte eine richtig väterliche Umarmung vertragen. Und er ist ein bisschen kleiner als ich, aber doppelt so breit und ziemlich starke Hände und dann hat er mich gepackt und gedrückt und es war

Es wirkte einfach wie eine sehr lange Zeit, richtig schön. Wie als wenn von mir eine große Bürde abfällt. Und ich wusste, das ist Versöhnung. Und nochmal in ganz besonderer Weise, Versöhnung mit dem Vater. Das hat mich neu erfrischt. Und das hat für mich gewirkt, als wenn ich neu bekehrt war. und es ist für mich ein Bild auch der Vater im Himmel vergibt mir jetzt auch vielleicht war wirklich was in dieser Beziehung blockiert und man kann vieles nach außen vorspielen ja und das ist sehr sehr wichtig dass wir dieses Thema das sich ständig wiederholt besonders im Neuen Testament dass wir beständig in Vergebung leben und dass wir uns dem Heiligen Geist ausliefern und auch bewusst sagen, Herr, was siehst du in meinem Leben? Was siehst du, wo es Begradigung braucht? Versöhnung. Und das wird uns befreien zum Gebet und auch in unserer Hingabe. und ich habe euch noch etwas von David Platt mitgebracht, wo mich sehr herausgefordert hat. David Platt sagte, ist es nicht interessant, dass wir als Gemeinde heute fragen, warum ist Gebet wichtig? Wir stellen diese Frage tatsächlich nicht mit unseren Worten, sondern vielmehr zeigt unser Leben, dass wir diese Frage stellen. Wisst ihr, warum wir diese Frage stellen? Die Antwort ist, du hast es nicht wirklich nötig zu beten, wenn du vor dem Fernseher sitzt. Du hast es nicht nötig zu beten, wenn du gedankenlos im Internet surfst. Dafür braucht niemand Gebet. Du brauchst kein Gebet, wenn du Jesus so nachfolgst, dass nichts auf dem Spiel steht. Du brauchst kein Gebet, wenn du in deiner Nachfolge keinerlei Risiken eingehst. Du brauchst kein Gebet, wenn deine Nachfolge eine sich wiederholende Routine ist und das Woche für Woche. Dafür brauchst du kein Gebet. Das schaffst du ganz gut alleine. Aber wenn du alles riskierst, um Jesus Ehre zu bringen, brauchst du Gebet. Wenn du deinen Besitz, deine Karriere, deine Hoffnung, deinen Ruf für Jesus aufs Spiel setzt, dann brauchst du Gebet. Wenn du Tag für Tag danach hungerst, Menschen zu Jesus Christus zu führen, damit sie errettet werden, dann brauchst du Gebet. Dann verlässt du dich auf das Gebet, dann stürzt du dich ins Gebet, du verlangst danach zu beten, weil du dich seinem Auftrag zur Verfügung gestellt hast. wir tun gut daran unser Gebetsleben in den Prüfstand zu nehmen und alles vor Gott auszuschütten nicht vor ihm wegzulaufen auch nicht frustriert zu sein was alles nicht läuft sondern zum Vater zu gehen es ist ermutigend dass Jesus hier dreimal vom Vater spricht und dass wir zum Vater kommen d Und ich denke dass diese Worte von David Platt auch auf das letzte Thema passen, nämlich das Fasten. Und ich lese uns Vers 16 bis 18. Wenn ihr fastet, dann setzt keine wehleidige Miene auf wie die Heuchler. Sie vernachlässigen ihr Äußeres, damit die Leute ihnen ansehen, dass sie fasten. Ich versichere euch, diese Ehrung ist dann auch ihr ganzer Lohn. Wenn du aber fastest, dann pflege dein Haar und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich belohnen. Ich glaube, dieses Thema ist in unserer westlichen Welt eines der christlichen Welt, eines der meist vernachlässigten geistlichen Disziplinen. Es herrschen viele Meinungen darüber. Ich möchte etwas auf das Fasten eingehen. Nicht zu intensiv, weil Daniel noch in Apostelgeschichte darauf kommen wird. Aber mir ist dieses Thema wichtig und es wird immer wichtiger. Jetzt bräuchte ich mal das Bild. Ich muss... Musst du? Muss ich? Ja. Und zwar war ich ja im Januar in Bangladesch und wir haben eine Gemeinde besucht und wir sind mitten in ihre Gebets- und Fastenzeit hineingekommen. Und ich habe erfahren, dass sie jeden Januar als Gemeinde 21 Tage zusammen fasten und beten für ihre Nation, für Bangladesch. Und es hat mich total ermutigt, zu sehen, mit was für einem Feuer, mit was für einem Eifer sie beten für die Not in ihrem Land und auf was sie bereit sind zu verzichten. und das hat mich eben auch sehr beschämt, weil ich mich gefragt habe, ja, was bin ich bereit zu verzichten? Worauf bin ich bereit zu verzichten? Um mich ganz auf Gott auszurichten und auch, um für Menschen einzustehen, für andere, für Mitmenschen, für Gemeinde. Ist gut, du kannst das Bild auch gerne wieder ausblenden. Unter Fasten wird in der Schrift allgemein der Verzicht auf Speisen verstanden, manchmal auch auf Getränke außer Wasser. Aber ich würde für die heutige Zeit auch sagen, dass Social Media da durchaus reinpasst. Aber warum sollen wir fasten? Ich glaube, das Erste und Wichtigste ist, Jesus hat es gesagt. Als die Jünger des Johannes zu Jesus kommen und ihn fragen, Meister, unsere Jünger fasten, die der Pharisäer fasten, deine aber nicht. Und da antwortet Jesus, was sollen sie jetzt fasten, wenn der Bräutigam noch bei ihnen ist? Aber wenn der Br auffahren wird werden sie fasten werden sie fasten Zweitens wir fasten um unsere Seele auf Gott zu fokussieren Das Sichtbare und Vergängliche gerät in den Hintergrund und wir führen uns das Unsichtbare ewige vor Augen. Und das darf in den Vordergrund rücken. Drittens, Jesus sagt, dass ohne Gebet und Fasten bestimmte Dämonen nicht ausfahren können. Ohne Fasten fehlt uns geistliche Vollmacht, geistliche Autorität, Kraft des Heiligen Geistes. Fasten macht uns wachsam und hilft, dass wir intensiver beten können. Und aufgrund von Fasten verhindert Gott Gericht und schenkt seine Gnade. Das sehen wir besonders bei Jona, der Geschichte von Ninive. Da zerreißt der König sein Gewand, zieht Sacktuch an und er und die ganze Stadt mit den Tieren, sogar die Tiere durften nichts essen, fasten und Gott wendet das Gericht ab. Und das ist auch wieder fürs persönliche Studium, einfach mal darauf zu achten, wie Gott auf Gebet und Fasten antwortet, wo Menschen sich demütigen, wo Menschen sich auf Gott ausrichten. Und genau das ist eben richtiges Fasten. Und es gibt natürlich auch falsches Fasten. Jesus spricht ja selber davon, dass manche Fasten hier im Text, um sich sehen zu lassen von Leuten oder um zu zeigen, wie geistig sie sind. Und wir haben auch ein Beispiel in Apostelgeschichte 23. Vers 12. Verschwörung gegen Paulus, das ist bei mir die Überschrift. Bei Tagesanbruch trafen sich etliche Juden zu einer geheimen Absprache. Sie schworen unter feierlicher Selbstverfluchung, nichts zu essen und zu trinken, bis sie Paulus getötet hätten. Also ein ganz offensichtlich falsches Fasten. Worum geht es hier? Sie nehmen sich selber etwas vor, was ihrem Wunsch entspricht, aber fragen nicht mal danach, ob das überhaupt Gottes Wille ist. Er hat keinen Gefallen am Tod irgendeines Menschen. Und so müssen wir beim Wenn wir fasten darauf achten, dass unser Herz aufrichtig sich auf Gott ausrichtet. Zur Anwendung möchte ich ein paar praktische Punkte mitgeben, wie wir das anstellen können. Das Erste ist vielleicht wirklich, und wir wollen uns das auch für Bangladesch vornehmen, dass wir einen Tag die Woche frei haben, wo wir, nicht frei haben, aber wo wir fürs Fasten frei nehmen. Und bewusst einen Tag nehmen wo wir anstatt Mahlzeiten uns auf den Herrn ausrichten und nach ihm fragen was er vorhat Das ist auch etwas wo glaube ich machbar ist wo wir gut einbringen k Das Zweite ist eben Fasten mit einem bestimmten Anliegen, gezieltes Fasten. Zum Beispiel die Rettung eines Menschen oder Wegführung oder Weisheit oder Gottes Stimme zu hören oder auch Reinheit, sexuelle Reinheit. das sind alles Dinge, wo wir gezielt für fasten dürfen. Und ich bin mir sicher, dass Gott darauf antwortet. Und wenn jemand gesundheitlich Schwierigkeiten hat, auch mit Bezug auf Fasten, sich da fragt, wie ist das möglich? Es gibt eine Ermutigung, und zwar Daniel 10. Da sehen wir einen Teilfasten. Daniel 10. Vers 1 bis 3. Im dritten Regierungsjahr des Perserkönigs Kyros empfing Daniel, der auch Belshazzar heißt, eine Botschaft Gottes. Was ihm darin offenbart wurde, ist wahr und betrifft einen großen Kampf. Daniel bemühte sich um Verständnis für die Botschaft und bekam es auch durch eine Vision. Er berichtet, damals trauerte ich Daniel drei Wochen lang. Ich verzichtete auf besondere Speisen, aß kein Fleisch, trank keinen Wein und pflegte mich nicht mit Salbölen, bis die drei Wochen um waren. Kartoffeln ohne Soße. Eine Möglichkeit. Jedenfalls ein Verzicht. Es muss ein Verzicht sein, wo uns etwas kostet, wo wir etwas spüren. und dann, wenn dieses Hungergefühl kommt, dass das uns erinnert, stimmt. Ich wollte beten, ich wollte mich auf Gott ausrichten. Daniel ist uns überhaupt eine sehr starke Ermutigung in Bezug aufs Fasten. Kapitel 9 gehört Fasten auch zu seinem Bußgebet. Und es ist gewaltig, was Gott Daniel offenbart. Und auch von anderen Beispielen können wir lernen, dass der Herr sich denen zuwendet, die ihm aufrichtig mit Gebet und Fasten nahen. Ja, und ich möchte zum Schluss kommen, wir sind ermutigt, diese drei Punkte, die Jesus uns mitgibt, wo Jesus uns in die Jüngerschaft nehmen möchte, ernst zu nehmen. Und das ist vielleicht auch eine Sache, die wir in Betracht ziehen können, wenn du ein Vorbild siehst in einem Bereich oder vielleicht in mehreren sogar, gehen und sagen, hey, kannst du mich da in die Hand nehmen? Oder könnte ich von dir lernen? Wie machst du das? Und ja, ich bin gespannt darauf, was der Herr mit uns noch vorhat. Und er wird uns durch den Heiligen Geist zeigen, wenn wir uns auf ihn ausrichten, was wir tun sollen. Der Herr segne uns. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

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