CGH Hersbruck

Jesus – Nichts. Alles.

Jesus – Nichts. Alles. – Predigt von Sebastian Götz
15. November 202444:00

10.11.2024 Sebastian Götz: Jesus Nichts Alles

Transkriptca. 33 min Lesezeit

So, seid ihr alle wieder bei Luft und Atem und zur Ruhe gekommen nach dem Lied? Ich möchte euch in eine Situation reinnehmen, die vielleicht die einen oder anderen Eltern kennen und der Rest von euch hat sie vielleicht schon mal miterlebt. Und vielleicht erzähle ich euch jetzt ein kleines Geheimnis, was dahinter ist. Fiktive Familie soll es nicht geben hier in der Gemeinde. Sonntagmittag Gäste sind zum Mittagessen da. Und zwar welche, die ein bisschen ordentlicher im Leben unterwegs sind. Irgendwann sind die Kinder recht schnell mit dem Essen fertig, wollen aufspringen und los. Deine Antwort, wir bleiben sitzen, bis alle fertig sind. Kennt man. So gehört sich das ja schließlich. Das Problem soll Familien geben, wo diese Regel unter der Woche eher nicht so gilt. und wo vielleicht derjenige, der das ausgesprochen hat, der Erste ist, der sie bricht, der Erste ist, der aufspringt und weghüpft vom Tisch, weil er irgendwas zu erledigen hat. Aber es sind ja Gäste da. Man will ja einen guten Eindruck machen und denkt sich vielleicht, das gehört sie so. Und ihr könnt da verschiedene andere Themen reinsetzen. Irgendwie hat das Ganze ja so einen gewissen Ansatz von Heuchelei. Aber es soll vorkommen. Ich hätte die Frage an dich, du sowas auch schon mal gemacht hast, dein Verhalten an die Menschen um dich herum angepasst hast. Damit du vielleicht akzeptiert bist, damit das gut rüberkommt, wie du lebst, wie du handelst. In dem Fall wirst du natürlich, dass deine Kinder gut rüberkommen. Das ist ja dann sowieso nochmal wichtig. Aber vielleicht auch du selbst. Ein bisschen zugespitzter die Frage, ob dein Gesicht, das du heute hier Sonntagmorgen aufgezogen hast, dasselbe wie zu Hause ist und dasselbe wie auf deiner Arbeitsstelle. Oder hast du vielleicht drei verschiedene Gesichter, mit denen du unterwegs bist. Ist es dir wichtig, was die anderen von dir denken? Und passt du dein Verhalten entsprechend an? Warum fange ich mit sowas an? In der Regel, weil es Bezug zu unserem Text hat. Und wir gehen heute in die letzte Galaterpredigt rein. Und da sehen wir, dass Leute auch ein anderes Gesicht wo aufgesetzt haben, um beim Menschen ganz gut anerkannt zu sein. und keine Nachteile zu haben. Galater Kapitel 6, die Verse 11 bis 18. Danach ist wirklich vorbei mit dem Galaterbrief. Galater 6, 11 bis 18. Seht, mit wie großen Buchstaben ich euch schreibe, mit eigener Hand. Die Ansehen haben wollen nach dem Fleisch. Die zwingen euch zur Beschneidung, nur damit sie nicht um das Kreuz des Christi willen verfolgt werden. Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz nicht, sondern sie wollen, dass sie euch beschneiden lassen, damit sie sich dessen rühmen können. Es sei aber fern von mir, mich zu rühmen, als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch unbeschnitten sein etwas, sondern eine neue Kreatur. Und alle, die sich nach diesem Maßstab richten, Friede und Barmherzigkeit über sie und über das Israel Gottes. Hinfort, mache mir niemand weiter Mühe, denn ich trage die Mahlzeichen Jesu an meinem Leib. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, liebe Brüder. Amen. Ja, Paulus fängt jetzt an, dass er hier einen Abschnitt wahrscheinlich selber schreibt. Es gibt ein paar, die meinen, dass er vielleicht im Blick hätte, dass er den ganzen Brief selber geschrieben hat. Aber wahrscheinlicher ist, dass er jetzt diese letzten Verse mit eigener Hand schreibt. Deswegen sagt er das, mit welch großen Buchstaben ich schreibe. Das findet sich an ein paar anderen Bibelstellen auch noch, wo er Briefe abschließt, dass Paulus quasi einen Gruß am Schluss schreibt. Und was er jetzt tut, ist, dass er nochmal in ein paar wenigen Versen eigentlich zusammenfasst, um was es ihm im ganzen Galaterbrief geht. Und er beginnt damit, dass er nochmal das Problem herausstellt. Wenn ihr euch erinnert, wie der Galater anging, ist es, dass Paulus den Petrus konfrontieren muss, weil Petrus nämlich eine ziemlich ähnliche Situation gemacht hat, die ich am Anfang geschildert habe. Der war beim Essen mit den Galatern und der hat über Monate, Jahre vielleicht kein Problem gehabt, mit den Heiden dort zu essen, also denen, die keine Juden waren, die nicht nach den jüdischen Riten gelebt haben. Jetzt kommen ein paar aus Jerusalem, die das genauer genommen haben. Und was macht Petrus? Der setzt sich um. Der will mit einem Teil von dieser Gemeinde auf einmal nichts mehr zu tun haben. Und Paulus konfrontiert ihn öffentlich, weist ihn zurecht. Das könnt ihr im ersten und zweiten Kapitel alles nachlesen. Und das Problem, was sich bei Petrus angedeutet hat, ist ein ganz grundsätzliches. paulus geht zu beginn seiner verse hier nochmal auf das problem bei den Galatern ein und zwar auf diese falschen Lehrer die die Galater irgendwie wieder in das Gesetz reinf wollten Und wir haben im Galaterbrief immer wieder gesehen, dass dieses Thema Beschneidungen, unbeschnitten sein und so weiter irgendwie der Streitpunkt war, dass also Leute da waren, die die Galater zwingen wollten, wieder die ganzen jüdischen Gesetze einzuhalten, sich beschneiden zu lassen, wo Paulus entschieden dagegen ist. Da will ich heute nicht mehr in der Tiefe drauf eingehen. Das haben wir ausführlich gemacht. Aber was neu hier ist in dem Vers 11 und 12 und 13, dass Paulus sich um die Motivation dieser falschen Lehrer kümmert, was er bisher nicht getan hat. Und er zeigt zwei Dinge auf, die sie motiviert haben. Das erste ist, dass sie das Ganze nur tun. damit sie nicht Nachteile haben. Die Leute sind wahrscheinlich auch welche, die irgendwie an das Sterben und auch verstehen Jesu Glauben. Das sind ja nicht welche, die die Botschaft vom Evangelium grundsätzlich auf die Seite schieben. Dann wären sie normal im Judentum unterwegs. Dann würden sie gar nicht in die Gemeinden reinkommen. Aber es sind welche, die noch etwas dazu packen. Und Paulus schreibt jetzt, sie tun es, damit sie nicht um das Kreuzes Christi willen verfolgt werden. Jetzt müsst ihr euch da die Situation noch mal vorstellen. Für uns heute ist das kein Problem. Du wirst nicht verfolgt, nur weil du dich nicht beschneiden lässt. Die Situation haben wir nicht. Aber damals war es so, wenn du bei den Juden unterwegs warst, dann bist du abgelehnt worden, ausgegrenzt worden, hattest soziale Nachteile zu befürchten innerhalb der jüdischen Gesellschaft, wenn du eben nicht beschnitten warst. Und auch Heiden, die zum Glauben gekommen sind, ans Judentum damals, wurden beschnitten nachträglich. Und das ist die Forderung hier. Und Paulus sagt also, wenn du das quasi nicht tun würdest, dann hast du Nachteile unter den Juden. Und diese falschen Lehrer, ihre Motivation ist, dass sie diese Nachteile nicht haben wollen. Sie wollen diese Konfrontation, die das Kreuz mit sich bringt, nicht haben. Und das Zweite ist, das formuliert er schon fast ein bisschen ironisch, dass sie sich der Beschneidung rühmen können oder in anderen Übersetzungen des Fleisches, eures Fleisches rühmen können oder ähnliches. Was das meint ist, dass diese falschen Lehrer stolz drauf waren, wenn da quasi wieder ein Stückchen Fleisch abgeschnitten worden ist. Also da geht es jetzt nicht um das Fleisch, von dem Paulus oft spricht, das unser Leben irgendwie prägt, unsere menschliche Natur, sondern es geht wirklich um das Stückchen Fleisch, so als Art Skalpell oder sowas, was man sich irgendwo hin nageln kann und sagen kann, ja, ich habe wieder einen hingebracht. Warum? Weil das natürlich Anerkennung gebracht hat bei denen, die versucht haben, jüdisch zu leben. Ja, der hat sich eingesetzt. Der hat wieder ein paar zu unserer Gruppe dazugebracht. Der hat das ausgelebt, was wir wollten. Also zwei Motive sind da. Anerkennung sammeln bei den Menschen um sich herum und vermeiden, dass man Nachteile bekommt. Und wenn wir uns das auf der Zunge zergehen lassen, dann ist das ein ganz schönes Brett, was Paulus hier sagt, was diese falschen Lehrer machen. Wahrscheinlich sind es Leute, die eigentlich erkannt haben, was diese Botschaft, das Sterben und Auferstehen Jesu mit sich bringt. Aber damit sie in ihrer Dorfgemeinschaft, in ihrer Nation oder bringen wir es mal in Worte für unsere jüngere Generation, in ihrer Peergroup, in ihrer Clique oder wo auch immer weiter akzeptiert sind, ja am besten sogar vorne mitschwimmen können, haben sie ein paar Modifikationen an dieser Botschaft von Kreuz vorgenommen. Und zwar so, dass jede Anstößigkeit, also das, womit andere nichts anfangen können, entfernt und abgemildert wird. Und wenn wir den ganzen Galaterbrief im Kopf behalten, dann ist jetzt auch wenig überraschend, dass Paulus ihnen sagt, das, was sie fordern, schaffen sie selber überhaupt nicht zu leben, indem er schreibt, sie halten ja selber gar nicht das Gesetz. der Galaterbrief würde fordern von Ihnen, dass wer sich beschneiden lässt, gezwungen ist, das ganze Gesetz zu halten. Das schaffen Sie gar nicht. Es ist eben ein bisschen wie am Essenstisch, wenn ich von meinen Kindern fordere, sitzen zu bleiben, dass ich es selber manchmal nicht tue. Das ist eine Banalität, aber das ist auf vielen anderen Themen im Leben auch so. In Wirklichkeit geht es Ihnen darum, bei den Leuten anerkannt zu sein, bei den Leuten irgendwie was zu gelten, mitzuschwimmen. Wer die Bibel kennt, wer die Botschaft von Jesus kennt, dem braucht es eigentlich nicht wundern, dass die Botschaft des Kreuzes, und wenn ich von der Botschaft des Kreuzes rede, dann meine ich, dass Evangelium zu Problemen führt. paulus behandelt das recht ausführlich im ersten korinther brief und jesus selbst geht auch immer wieder darauf ein schlagt mit mir mal ersten korinther 1 vers 22 und 23 auf da da beschreibt n paulus zu was diese botschaft des Kreuzes in der Regel f welche Reaktionen sie heraufbeschw 1. Korinther Kapitel 1, Vers 22 und 23. Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit. Wir aber predigten den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit. Die Botschaft des Evangeliums, dessen, dass Gott Gott ist und wirklich lebt. Die Botschaft dessen, dass wir Sünder sind und in unserer Sünde verloren sind. Die Botschaft dessen, dass allein das Sterben und Auferstehen Jesu retten kann. Nicht das, was du selber leistest. Nicht irgendeine andere Religion, sondern alleine sein Werk am Kreuz. Diese Botschaft ruft in aller Regel zwei Reaktionen hervor. Bei den religiösen und vermeintlich moralisch Anständigen, in dem Fall hier die Juden, Ärger. Warum sollten gerade sie Erlösung brauchen? Sie sind doch das außerwählte Geschlecht, sie sind doch die, die moralisch gut leben. Warum sollten sie auf einer Stufe mit den Sündern dieser Welt stehen und auch diese Erlösung brauchen? Was für eine Unverschämtheit ist das, zu jemandem, der doch ordentlich lebt, zu sagen, dass er auch ein dickes Minus auf seinem Konto hat und vor Gott nicht bestehen kann. Das ist doch klar, wenn du das jemandem sagst, dass bei dem das Kochen anfängt. Dass der jetzt nicht mit Liebe und Freudigkeit drauf reagiert. Ach, danke, dass du mir das sagst. Nee, du wirst ihn angreifen. Du greifst seine Identität an. Weil er erzählt ja was auf sich. Der hält ja was von sich. Und er denkt ja, dass er ganz gut lebt. Das bringt Ärger mit sich. Aber das löst doch völliges Unverständnis bei dem modernen und klugen Griechen der damaligen Zeit aus. Was für eine Dummheit. Torheit. Wie kann man sowas nur glauben? Wie kann man seine Hoffnung auf einen Mann setzen, der mit der schlimmsten erdenklichen Folter hingerichtet wurde? Hallo, der ist tot. Wie bescheuert ist das bitte? Das ist die Reaktion der aufgeklärten Griechen der damaligen Zeit. Nach gut 1700 Jahren christlicher Zivilisation Stehen wir vielleicht in der Gefahr, dass das Kreuz seinen Schrecken verloren hat und sein Skandal hinter der Botschaft uns nicht mehr klar ist? Im damaligen Rom war Kreuz nicht mehr aussprechbar, sodass Cicero sogar beschreibt, dass selbst die Todesurteile, wo jemand mit dem Kreuz hingerichtet worden ist, nicht so formuliert worden ist, Tod durch das Kreuz oder sowas, sondern man hat geschrieben, hängt ihn an dem unglücklichen Baum auf. Warum? Weil man Kreuz und so weiter gar nicht im Mund nehmen wollte, nicht drüber reden wollte, weil das so dramatisch, so übel war, so demütigend und so niederschmetternd, dass man es nicht aussprechen konnte. und das ist, was Paulus nun verkündigt, diese Botschaft vom Kreuz, dass dieser Mann, der so hingerichtet worden ist, in der Lage ist, dich und mich zu retten, das ist doch rational, völlig hirnrissig, um das so zu sagen. Diese Reaktionen haben sich seit 2000 Jahren nicht geändert. Für die religiös anständig Lebenden ist das Kreuz nach wie vor ein Angriff auf ihre Ehre. Jesus als der einzige Weg ist die Provokation schlechthin für alle religiösen Leistungsspiele. Er streicht durch, was du meinst in dir Gutes zu finden. Und Jesus, der Mann am Kreuz, ist seit 2000 Jahren die Provokation schlechthin für allen menschlichen Verstand. Wie kannst du an ein Buch und dem Mensch, der dort beschrieben wird, glauben? Ein Buch, das vielleicht auch noch voller Widersprüche scheinbar steckt. Die Reaktion ist hauptsächlich Kopfschütteln und Gegenwind, sobald der Eindruck da ist, dass jemand hier ein bisschen zu radikal wird und das weltliche Schlafkoma stört. Mit dieser Botschaft von Kreuz. Machen wir uns nichts vor, mit der klaren Botschaft von Kreuz sammelt man keine Bonuspunkte beim gemütlichen Grillabend unter Kollegen. Es ist nicht unbedingt das, was Menschen hören wollen. Es ist nicht das, was Freunde schafft. Es ist nicht das, was Anerkennung bringt, wenn wir sie klar formulieren. Es ist in der Regel, dass diese zwei Reaktionen auch in deinem Umfeld entstehen. Wenn du das Evangelium weitergibst. Was bringt das mit sich? wenn ich mein leben anschauen muss ich euch ehrlich zugeben recht ziemlich getroffen war das durchzulesen weil klar bin ich nicht in der gefahr von irgendjemanden zu fordern sich beschneiden zu lassen es ist kein thema mehr bei uns aber die motive hinter diesen lehrern sie mir doch zu sehr bekannt Ich will diese Nachteile eigentlich nicht haben die die Botschaft des Evangeliums mit sich bringt. Ich will es nicht, dass ich unbeliebt werde. Ich will eigentlich unter Freunden und Kollegen jemand sein, der ganz anständig ist, den man mag, mit dem man gern zusammen ist, der irgendwo anerkannt ist, akzeptiert ist. Und deswegen stehe ich in der Gefahr, an dieser Botschaft des Kreuzes ein paar Abstriche zu machen. Mit den konservativen, moralisch Perfekten diskutiere ich dann schon mal ganz gern über den Verfall der Werte und wie doch alles schlimmer wird. Schimpfe auf die ganzen Linken und warum christliche Werte? und damit meine ich natürlich in allererster Linie Tradition und Gesetze nichts mehr gelten. Vielleicht können wir uns dann sogar noch auf eine politische Partei und Richtung einigen. Am Schluss bitte ich mir sogar noch ein, ich hätte Zeugnis gegeben. Aber in der Runde rede ich nicht davon, dass wir alle, auch die, die hier vielleicht eine gute Sicht haben, schuldig unter diesem Kreuz stehen. Ich traue mich Ihnen nicht sagen, dass Sie zwar herabschauen auf andere und vielleicht vermeintlich besser dastehen in Ihrem Leben, aber dass Sie in Gottes Augen genauso schuldig sind wie der Drogenabhängige in der Bahnhofskasse. dass sie in Gottes Augen genauso schuldig sind wie derjenige, der hier versucht, irgendeinen Kalifat durchzusetzen oder irgendwas anderes. Ich vermeide diese Botschaft. Ich vermeide diese Angriffigkeit, die die Botschaft des Evangeliums mit sich bringen würde. Ich beschäftige mich mit Nebenkriegsschauplätzen, anstelle mich mit dem zu beschäftigen, was für diese Leute eigentlich zählen würde. Und mit den modernen, aufgeklärten Menschen bin ich ganz leise, wenn es um Abtreibung geht. Wenn das Thema wird und die scheinbar damit verbundenen Rechte der Frau. Ich hatte erst eine Situation, wo jemand gesagt hat, ja, es wird vielleicht schwieriger in den USA, wenn jemand da wirklich ein behindertes Kind erwartet und so weiter und Abtreibung. Und ich war so perplex, da ich nicht reagiert habe. statt dass ich sage, das ist genauso lebenswert. Weil ich genau weiß, da wird es eine ungemütliche Diskussion. Und ich stehe vielleicht blöd da. Lieber rede ich dann von den sozialen Errungenschaften, die das Christentum hervorgebracht hat. Ich habe mir so gedacht, auch die Unterstützung der rumänischen Zigeunerschule macht sich da ganz gut. Da kann ich Punkte sammeln. Das ist was Gutes, nicht, dass jemand falsch versteht. Aber das macht sich gut. da kann man gern drüber reden. Dafür gibt es Lob, Anerkennung. Das ist alles nicht schlecht. Aber spreche ich die Sünden unserer Zeit an? Traue ich mir auszusprechen, welche große Schuld wir als Gesellschaft vielleicht gerade in der Frage der Abtreibung auf uns laden? Und wie dringend wir Vergebung nötig haben. Letztendlich merke ich bei mir selber, dass es ein Drehen und Winden ist, um ja, das Anstößige dieser Botschaft zu vermeiden Gut, dass das er die Galater und mich betrifft Du bist wahrscheinlich eher bei Paulus unterwegs, der jetzt seine Sicht der Dinge und damit eine dritte Reaktion auf diese Botschaft des Kreuzes in den Raum stellt Bevor wir uns das aber anschauen, möchte ich dich einladen, dass wir kurz drüber nachdenken, was diese Botschaft des Kreuzes eigentlich für uns bedeutet. Dass wir ein bisschen ruhig werden vor diesem Kreuz. Und ich würde es nicht vollumfänglich tun, das gibt deutlich mehr. Ich will uns nur ein paar Stellen aus dem Galaterbrief vorlesen, was wir in den letzten Monaten da immer wieder sehen durften. Was wir sehen, Für eine gute Nachricht hindert diesen Evangelium des Kreuzes an. Galater 2, Vers 16 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes. Denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht. Kurz zusammengefasst. Die Botschaft des Kreuzes sagt, dass du durch das Sterben und Auferstehen Jesu allein gerecht vor ihm stehst. Dass du gerechtfertigt bist. Dass dein Schuldbrief zerrissen ist. Galater 3, 13. Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns. Denn es steht geschrieben, verflucht es jeder, der am Holz hängt. Du bist erlöst vom Todesurteil, das das Gesetz über dein Leben ausgesprochen hat, wegen der Sünde in deinem Leben. Es ist weggenommen, weggetan. Warum? Weil jemand anders am Kreuz hing, weil er dieses Todesurteil für dich trug. Galater 3, 26, 27 Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Du darfst

durch den Glauben Sohn oder Kind Gottes sein. Was für Vorrecht. Galater 4, 4-7 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsere Herzen. Der da ruft, aber, lieber Vater, So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind. Wenn aber Kind, dann auch Erbe Gottes. Da sind gleich ein paar Dinge drin. Du bist freigekauft aus der Sklaverei der Sünde und des Gesetzes. Du darfst in eine Vater-Sohn-Beziehung mit Gott hineinkommen. Du bist Erbe Gottes. Galater 5,1 Zur Freiheit hat uns Christus befreit. So steht nun fest und lasst euch nicht wieder in das Joch der Knechtschaft bringen. Du bist befreit, herausgerufen aus tiefer Knechtschaft. Vielleicht packt dich das alles nicht mehr, weil du es zu oft gehört hast. Da möchte ich dir Mut machen, da wieder ganz neu drüber nachzudenken. Ich möchte dir Mut machen, zu Hause Zeit zu nehmen und dir die Frage zu stellen, was das für dein Leben bedeutet, dass Jesus am Kreuz für dich gestorben ist. dass es dir wieder neu bewusst wird. Ich glaube, wenn wir das tun, dann können wir die Reaktion von Paulus nachvollziehen, der jetzt sagt, es sei aber fern von mir, mich zu rühmen als allein das Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Paulus stellt sich hier jetzt in den Kontrast zu den Lehrern. Während die ein Problem haben mit dieser Botschaft des Kreuzes, während die diesen ganzen Skandal, der mit der Botschaft einhergeht, irgendwie klein machen wollen, wegwischen wollen, um ja kein Problem damit zu bekommen, sagt Paulus, ich bin genau auf diese Botschaft stolz. er geht bewusst sogar rein und provoziert, wenn man so will mit dieser Botschaft und das ist Paulus der trotz aller seiner moralischen Leistungen könnt ihr im Philippabrief nachlesen haben wir im Hauskreis gemacht Philippa 3, 4 bis 6 für sich die Notwendigkeit erkennt dass jemand anders für ihn stirbt aber er erkennt eben auch, dass jemand dort für ihn gestorben ist und diese Strafe für ihn verbüßt hat. Paulus sieht am Kreuz Jesus, der seine Schuld auf sich nimmt. Und das ist für Paulus auch der Triumph des Gekreuzigten, weil die Auferstehung für ihn untrennbar zum Kreuz gehört. Deshalb wird für Paulus der Ort von scheinbarer Niederlage zum Ort des größten Triumphes. Auf diese Botschaft ist er stolz. Die Botschaft, dass er Rettung möglich ist, dass Jesus Sieger ist über Sünde, Tod und Teufel. Und das ist eine dritte Reaktion auf die Botschaft des Kreuzes. Die Reaktion, dass jemand anbetend niederfällt vor dem, was Jesus dort getan hat. Wir waren vorhin im 1. Korinther, wo Paulus etwas Ähnliches ausführlicher behandelt hat. Ich habe den Vers 24 noch nicht gelesen. 1. Korinther 1, Vers 24. Da ist nämlich diese dritte Reaktion auch beschrieben. Denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gotteskraft und Gottesweisheit. Paulus sagt, für die, denen der Heilige Geist den Blick auf dieses Kreuz öffnet, die erkennen, was dort wirklich passiert ist, verliert diese Botschaft ihren Skandalcharakter und gewinnt ihren Rettungscharakter. Warum? Sie sehen dort Gottes Kraft, der in der Lage ist, Verlorenes zu retten und selig zu machen. Und sie sehen Gottes Kraft und Weisheit, der allen Verstand dieser Welt zerstört und kaputt macht. Neben denen, welche die Botschaft ablehnen, gibt es auch die, die vor dem Kreuz niederfallen und die in dem Mann am Kreuz niemanden Geringeren als den Sohn Gottes sehen, der die Welt mit sich selbst versöhnt. Und während die Lehrer, die falschen Lehrer, auf ihre eigenen Taten stolz sind, ist Paulus auf die Tat eines anderen außerhalb von sich selbst stolz. Das, worauf Paulus stolz ist, hat nicht viel mit ihm zu tun, sondern er ist stolz auf das, was Jesus dort getan hat. Und dass er einer von denen sein darf, die am Fuße dieses Kreuzes Rettung und Erlösung finden dürfen. Paulus gibt sich da keiner Illusion hin. Er weiß, dass das gleichzeitig zwei Konsequenzen für ihn mit sich bringt. In seinem Verhältnis zu der Welt, in der er noch lebt. Das beschreibt er hier. Indem er nämlich sagt, mir ist die Welt gekreuzigt und ich der Welt. Was meint er damit? Ich glaube, dass er zwei Seiten beschreibt, was an dem Kreuz passiert. Das Erste, dass diese Welt für ihn tot ist. All ihre Angebote, alles Ansehen, was er in ihr gewinnen könnte, verliert ihren Wert gegenüber dem, was er am Kreuz gewinnt. Das was er am Kreuz sieht diese Botschaft des Leben Sterben und Auferstehen Jesu Christi ist f ihn so viel mehr wert und so viel wertvoller dass die Welt und ihre ganzen Angebote ihren Wert f ihn verlieren das meint damit, sie ist für ihn gekreuzigt. Die Welt hat ihren Wert verloren. Er ist gepackt von der Botschaft dieses Kreuzes, von diesem Trost, dieser Kraft, diesen Sinn, den er darin findet, die Annahme und Identität für sein Leben. Es ist für ihn die Botschaft, die zur Gotteskraft wird. und dadurch verlieren alle Verlockungen, die da sind, ihren Wert. Es ist etwas, was du vielleicht manchmal auf deinen Rücken trägst. Das ist, was bei Paulus hier ausgelöst wird. Jesus plus nichts ist alles. Aus seiner Sicht, aus seiner Perspektive verliert er nichts. Ich hatte überlegt, ihn anzuziehen, aber mir ist hier eh schon immer zu warm. Aber aus seiner Perspektive ist das wirklich, was passiert. Er hat in Jesus alles. Und alles, was die Welt ihm noch bieten könnte, ist nichts mehr. Es packt zudem alles nichts mehr dazu. Das ist die Realität seines Lebens. Das heißt nicht, dass deswegen alles schlecht ist. Paulus lebt immer noch in der Welt. Und er versteht sich offenbar auf ein gutes Glas Wein, vielleicht, wenn man das mal so nehmen will, was er Timotheus beschreibt. Aber es gibt ihm nicht mehr den Kern. Es packt nichts mehr dazu. Solange er Jesus hat, hat er alles. Und das Zweite ist, dass Paulus der Welt gekreuzigt ist. Was meint das? Die Welt kann mit ihm nichts mehr anfangen. Diese Welt kann mit der Botschaft des Kreuzes nichts anfangen und sie kann in aller Regel mit den Botschaftern des Kreuzes nichts anfangen. Wer wie Paulus dieser Botschaft des Kreuzes anhängt, der ist für die Welt in ihren Augen in aller Regeln nicht mehr viel wert. Warum? Weil es aus Ihrer Sicht ein vergeudetes Leben vielleicht ist, vielleicht ein angriffiges Leben, ein Leben, das nicht zu Ihnen passt. Und man will damit nichts zu tun haben. Vielleicht geben wir uns der Illusion manchmal hin, dass das funktionieren könnte, dass die Welt mit uns was anfangen könnte, weil wir nicht irgendwo in einer islamischen Welt gerade leben, wo sofort der Konflikt da ist und vielleicht irgendjemand dir wirklich an den Kragen direkt will. Aber eigentlich ist es auch bei uns nicht anders. Wenn du dein Leben auf diese Botschaft des Kreuzes aufbaust, dann kann diese Welt in aller Regel mit dir nicht mehr allzu viel anfangen. Es ist die normale Reaktion. Und deswegen sagt Paulus hier, ich kann mit der Welt nicht mehr viel anfangen und sie mit mir auch nicht. Damit, wo ich was anfangen kann, ist diese Botschaft vom Kreuz. Und auf diese Botschaft vom Kreuz setze ich mein ganzes Leben. Diese Botschaft vom Kreuz stellt sein Leben auf den Kopf. Und Paulus ist sich bewusst, dass es die normale Reaktion ist. Warum? Weil Jesus selbst genau das mal verheißen hat in Johannes 15, Vers 18 bis 19. Wenn die Welt euch hasst, dann denkt daran, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Sie würde euch lieben, wenn ihr zu ihr gehören würdet, denn die Welt liebt ihresgleichen. Doch ihr gehört nicht zur Welt. Ich habe euch aus der Welt heraus erwähnt. Das ist der Grund, warum sie euch hasst. Das ist Realität, das Paulus beschreibt. Und er geht weiter in Vers 15, dass er sagt, denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten sein etwas, sondern eine neue Kreatur. Das ist auch, was wir am Kreuz feststellen, dass die Maßstäbe dieser Welt keine Bedeutung mehr haben. Warum? Das moralisch anständige Leben zählt nicht unter dem Kreuz, weil wir alle Sünder sind. Gleichzeitig zählt aber auch unter dem Kreuz nicht mehr der Sumpf der Sünde, wo wir in der Vergangenheit drin waren, weil Jesus für ihn bezahlt und ihn wegnimmt. Was zählt ist, was ins Zentrum eines neuen Lebens rückt, ist das von Gott geschenkte Leben. das seinen Ursprung im Leben Jesu hat, das ist die zentrale Botschaft des Kreuzes, dass es eben nicht mehr um Äußerlichkeiten geht, sondern um eine Erneuerung deines Herzens. Dass die Botschaft vom Kreuz dein Leben von Grund auf neu machen will. Das haben wir auch im Galaterbrief gelernt, wenn Paulus im Galater 5, Vers 6, und das klingt sehr ähnlich zu unserem Vers, schreibt, Denn in Christus gilt weder Beschneidung noch unbeschnitten sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist. Im ganzen Galater 5, Paulus davon spricht, dass wir leben sollen aus dem Geist Gottes und von ihm her geprägt werden sollen. Dann sehen wir dass im Zentrum der Botschaft des Kreuzes die Aufgabe unseres eigenen alten Lebens steht Und die Annahme eines neuen Lebens aus Jesus Christus. Dass der Fokus weder auf den Genuss dieser Welt noch auf religiösen Traditionen liegt, sondern auf dem Kreuz und seiner Botschaft. Dass es weder darum geht, diese Welt möglichst zu genießen, noch darum geht, hier irgendwelche äußerlichen frommen Rituale abzuhalten, sondern darum geht, in der Nachfolge Jesu zu leben. Das alte Leben aufzugeben, um ein neues Leben anzuziehen, wie Paulus in Epheser 4 beschreibt. Dass so viel mehr ist, dass so viel besser ist. Es geht um ein Leben, das im Gegensatz zu dem, worauf die falschen Lehrer Bezug nehmen, eben nicht auf die Veränderung äußeren Verhaltens abzielt, sondern auf Herzensveränderung. Und dass wir dieses Leben vom Kreuz her leben. Ein Leben, das geprägt ist von Selbstverleugnung. Ich werde es gleich noch konkreter machen. Was haben wir also? Paulus sagt, diese Botschaft des Kreuzes ist für ihn mehr wert, als alles, was diese Welt ihm anbieten kann. Das, was sie anbieten kann, ist wirklich nichts. Und er hat alles in der Botschaft des Kreuzes. Und er sagt weiter, dass das aber unweigerlich zu einem Konflikt mit dieser Welt, mit den Maßstäben dieser Welt und auch den Menschen in dieser Welt führen wird. Er provoziert diesen Konflikt nicht bewusst, aber er erkennt ihn als eine Realität an, die diese Botschaft zwangsweise mit sich bringt. Und er macht sich hier keine Illusionen. Und als Letzte sagt er, das, was wirklich zählt, was passiert, vom Kreuz her ist für Gott zu leben. Nicht mehr für diese Welt zu leben, sondern dieses neue Leben vom Geist Gottes her geprägt, in dieser Welt zu leben. Das, was man Galater 5 ausführlich beschreibt. Mir geht es so, dass ich diese Realität irgendwie nicht wahrhaben will. Irgendwie wünsche ich mir und versucht das immer wieder, dass doch beides nebeneinander funktioniert. Diese Botschaft vom Kreuz und ein schönes akzeptiertes Leben in dieser Welt. Aber es passt nicht zusammen. Und wie ich vorhin beschrieben habe, vielleicht ist die Illusion bei uns im Westen so verlockend, weil wir den Versuch zumindest unternehmen können. Weil uns niemand das Messer auf die Brust setzt, wenn wir sagen, ich bin Christ. Aber die Realität ist und bleibt, dass die Welt auch um uns herum mit dieser Botschaft vom Kreuz nichts anfangen kann. Wenn wir wirklich über sie reden und nicht über Randthemen des Glaubens, dann wird sie immer eine der drei Reaktionen hervorrufen. Manchmal werden wir vielleicht erleben dürfen, dass jemand dankbar anbetend niederfällt vor diesem Kreuz. Aber häufig wird es einfach sein, dass die Leute sich angegriffen fühlen oder den Kopf schütteln und dich für ein bisschen geistig minder bemittelt halten. Das ist die normale Reaktion. Und auch die zweite Realität, glaube ich, stimmt. Und das erkenne ich in meinem Leben immer wieder und trotzdem laufe ich immer wieder rein. Umso mehr ich meine Identität, Genuss und Anerkennung in dieser Welt suche, umso mehr brauche ich davon und umso weniger fühle ich mich angenommen, akzeptiert komme, zur Ruhe und fühle mich erfüllt. Das ist das Paradoxe. Dass diese ganzen Angebote gar nicht das liefern, was sie versprechen. Die Realität ist, um eine rote Linie zu ziehen vom letzten Sonntag, Sonntag, Tobi seiner Predigt, dass ich hier nicht zu Hause bin und dass du hier nicht zu Hause bist. Das, was der Petrusbrief beschreibt, wir Fremdlinge sind in dieser Welt und die Realität ist, was Joschafat erlebt hat, um die Mittwochbibelstunde noch mit reinzunehmen, dass es eben nicht funktioniert, gemeinsame Sache zu machen mit dieser Welt. Dass es eine Illusion ist. Und nochmal, ich rede nicht davon, dass wir in den Konflikt gehen, dass wir möglichst viel tun, damit wir ja möglichst viel Leid auf uns laden in der Welt und in unseren Freunden, dass wir möglichst unbeliebt sind. Ich rede einfach nur davon, wenn wir klar zu dieser Botschaft des Kreuzes stehen, dass die Realität ist, dass wir Ablehnung erfahren. Aber das ist nicht alles, was ich erlebe, weil ich noch was anderes erlebe. umso mehr ich mich mit dem Kreuz an dem darin begründeten neuen Leben beschäftige, umso mehr stelle ich fest, dass das Kreuz mir genau das gibt, was ich mir von der Welt so oft wünsche. Annahme, Identität und auch Anerkennung als Sohn Gottes. So sehr, wie ich es nirgends um mich herum sonst finde. Menschen enttäuschen mich, ob in der Welt oder sogar in Gemeinde. Aber dieser Mann am Kreuz enttäuscht mich. Er gibt das, was uns diese Welt nicht geben kann. Stell ich fest, wie dieses Kreuz mir Friede und Erfüllung gibt. Mehr ist alles Schöne. was in dieser Welt da ist, was ich sicherlich manchmal auch genießen kann, aber mir nie diese letzte Erf gibt stelle ich fest wie ich in den gr Unruhen meines Lebens an diesem Kreuz Ruhe finden darf Frieden finden darf zur Ruhe kommen darf Wie dieses Kreuz mir mehr gibt als alles andere. Wie eine halbe Stunde zu Jesu Füßen mir mehr Entspannung gibt als drei Stunden Filmabend auf der Couch. Und trotzdem laufe ich immer wieder der anderen Illusion hinterher, dass es mehr Ruhe geben würde. Stelle ich fest, wie dieses neue Leben eigentlich erst wirklich Leben ist. Wie dieses Leben für Jesus mehr Erfüllung gibt. Wie es wirklich stimmt, dass Jesus plus nichts wirklich alles ist. Diese Botschaft des Kreuzes nimmt den Blick weg von mir und richtet ihn auf jemanden anderen, der alles für mich getan hat. Und ich will dich dazu herausfordern, dass du dich heute nicht simpel zufrieden gibst mit dem, was diese Welt dir zu bieten hat, sondern ich wünsche mir, dass du mehr willst, dass es dir nicht reicht, was hier geliefert ist, sondern dass du mehr willst, dass du dich ausstreckst nach dem, was Jesus zu geben hat, weil es so viel mehr ist. Ich wünsche mir und ich habe den Traum, dass diese Botschaft vom Kreuz, dein Leben und mein Leben, so sehr packt, wie sie Paulus gepackt hat, dass wir innerlich mit dieser Welt abschließen. Das heißt nicht weltfremd werden, das heißt einfach abschließen. keine Hoffnung mehr in ihr haben und uns wüscht es, was die anderen über uns denken, weil uns was anderes so viel wichtiger ist. Dass wir zwar in ihr leben, aber dieses neue Leben leben, wie Jesus in ihr gelebt hat, als Zeugnis für sein Reich, als Zeugen für seine Botschaft vom Kreuz. Was passiert dann? Es ist ein Wunsch, den Paulus in Galater 6, 16 zum Ausdruck bringt, der aber, glaube ich, Realität ist. Und alle, die sich nach diesem Maßstab richten, Friede und Barmherzigkeit über sie, über das Israel Gottes, hinfort mache mir niemand weiter Mühe, denn ich trage die Mahlzeichen Jesu an meinem Leib. Ich habe die zusammengefasst, weil Paulus zwei Dinge beschreibt, was das mit sich bringt, wenn wir diese Botschaft des Kreuzes leben. Und ich fange mit dem Hinteren an, mit den Mahlzeichen Jesu, die Paulus an seinem Leib trägt. Nein, ich glaube nicht, dass das irgendeine coole Jesus-Tätowierung ist oder eine Kreuz-Tätowierung, sondern ich denke, dass Paulus hier von den Narben spricht und zwar wirklich den buchstäblichen Narben, die er erfahren hat, weil er diese Botschaft des Kreuzes verkündigt hat. Vielleicht denkt er an die Steinigung in Lystra, Apostelgeschichte 14, 19. Und Lystra ist vielleicht eine der Gemeinden, an die der Galaterbrief ging, wo er noch Folgen davon hat. Vielleicht denkt er an den Katalog, den er in 2. Korinther 11, 23 bis 27 mal aufführt. Was er alles erfahren hat, wie er geschlagen worden ist, gesteinigt worden ist, wirklich körperliche Leiden für die Botschaft des Kreuzes. Da sind wir ja weit weg, wer prügelt dich auf der Arbeit nieder, nur weil du das Evangelium verkündigst. Habe ich noch nicht erlebt. Das sind Auswirkungen der Botschaft des Kreuzes. Es sind quasi das andere Bundeszeichen. Während die Beschneidung, die des alten Bundes war, hat Paulus hier ein neues Zeichen. Und das ist das Zeichen der Gemeinde Christi seit 2000 Jahren. Leid. Narben. Für die Botschaft des Kreuzes. Aber im Vers 16 beschreibt er noch etwas anderes. Diese Botschaft des Kreuzes bringt Frieden und Barmherzigkeit. Über die, die diese Bereitschaft haben, ihr Leben für den Mann am Kreuz zu leben. Und wenn du dich heute wieder ganz neu dazu herausfordern lässt, dein Leben vom Kreuz her zu leben, dann ist das kein Minusgeschäft. Ja, vielleicht wirst du wie Paulus Narben der Nachfolge sammeln. Aber du bekommst viel mehr. Trotz dieser Narben kann dein Leben zur Ruhe kommen. Am Kreuz. Bei Jesus, bei dem liebenden Vater. Rational ist das nicht begreifbar. Rational klingt das irrsinnig. rational, es ist das, was Paulus in Philippa 4, Vers 7 sagt, haben wir auch vor kurzem im Hauskreis gemacht. Dann wird der Friede Gottes, der höher ist als aller Verstand, der eben nicht zu diesen rationalen Frieden passt, eure Herzen und euer ganzes Denken in Christus Jesus bewahren. das Paradoxe ist dass wo dieses Kreuz scheinbar Stress auslösen kann in unserem Leben es in diesem ganzen Stress zu Ruhe und Frieden führt Barmherzigkeit, Angenommensein und Liebe was ist mein Wunsch mit der Predigt für mich und für dich mein Wunsch ist, dass wir unsere Hoffnung begraben, dass dieses Kreuz im Zentrum unseres Lebens stehen kann und wir gleichzeitig in dieser Welt anerkannt und akzeptiert sind. Das ist nicht einfach. Und dass wir deswegen den Mut haben, zu unserer wahren Identität, zu diesem neuen Leben und zu dieser Botschaft vom Kreuz zu stehen. meine natürliche

Die Reaktion, sobald ein Gespräch irgendwo in die Richtung driftet, dass ich was Unangenehmes über den Glauben sagen könnte, ist irgendwie so... Vielleicht kennt ihr das. Ich würde dir Mut machen, das nächste Mal, wenn so ein Moment kommt und ich will es mir selber vornehmen und Gott anflehen und bitten, dass es sich anders handelt, nicht so zu machen, sondern so. Und das bewusst in den Raum zu stellen. Und zwar ganz bewusst, mit dem Wissen im Hinterkopf, dass das bedeuten kann, dass ich jetzt Nachteile haben werde. Dass vielleicht jemand mit mir so gar nichts mehr zu tun haben will, im Extremfall. Bewusst dieses Risiko eingehen. Nicht es suchen, nicht es heraufbeschwören, indem ich zu jemandem blöd bin und mich hässlich jemandem gegenüber verhalte oder sowas. Das können wir manchmal auch. Und dann klatschen wir uns auf die Schulter und meinen wir tragen jetzt die Leiden Christi und in Wirklichkeit waren wir einfach nur unh Darum geht es nicht Sondern klar und ehrlich vom Kreuz zu reden Von der Botschaft, die aus unserer Sicht die beste Botschaft der Welt ist. Ja, wenn wir das tun, dann werden wir am Kreuz das finden, was wir so oft in der Welt suchen. Annahme, Liebe, Identität, Barmherzigkeit, Ruhe, Frieden. Das ist, was nur das Kreuz geben kann. Und warum es dem Paulus im Galaterbrief so wichtig war, dass diese Botschaft im Zentrum bleibt und dass nicht wieder irgendwelche Äußerlichkeiten sie auf die Seite rücken. Und deswegen wünsche ich dir als Letztes am Ende des Galaterbriefes, was Paulus den Galatern auch wünscht, die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist. Liebe Brüder, Amen.

Zurück zum Podcast