CGH Hersbruck

Gottes Antwort auf unser Versagen

Gottes Antwort auf unser Versagen – Predigt von Matthias Matthes
15. August 202537:00

Gottes Antwort auf unser Versagen – Predigt von Matthias Matthes

Transkriptca. 26 min Lesezeit

Das Flugzeug, das wird als das sicherste Verkehrsmittel der Welt beschrieben. Es ist zum Beispiel statistisch gesehen tausendmal wahrscheinlicher beim Autofahren zu verunglücken als mit dem Flugzeug. Und das liegt daran, dass sich diese Industrie über die Jahrzehnte entwickelt hat, hin zu einer der lernfähigsten und sicherheitsbewusstesten Branchen überhaupt. Und dieses Sicherheitsdenken, das spiegelt sich in der technischen Weiterentwicklung weiter, in strenge Wartungsvorschriften, in Pilotenausbildungen, in Luftraumüberwachungen. und das hat dazu geführt, dass Flugzeugabstütze vielleicht entgegen unserer Wahrnehmung in den Medien ein absolut seltenes Ereignis geworden ist. Und die Technik, die hat sich dabei so weiterentwickelt, dass Flugunfälle aufgrund eines technischen Versagens eine absolute Seltenheit geworden ist. und trotzdem ist das ständige Bestreben dieser Branche hin zu einer flugunfallfreien Zukunft nie Realität. Sie kann nicht Realität werden, weil trotz aller Bemühungen menschliches Versagen einfach nie ausgeschlossen werden kann. Und das ist ein Umstand, wieso eben der größte Teil von Flugunfällen einfach auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. und das Menschenversagen ist ein Zustand, den man eigentlich nicht haben will, aber der einfach nur Realität ist und der in so einem Fall dann zu Katastrophen führen kann und in unserem Text heute in Richter da versagt nicht nur ein Mensch, da versagt eine komplette Generation und dieses Versagen das ist Ursache für alles weitere, was dann im Rest des Buches folgt. Das ist der Schlüssel für den ja katastrophalen Verlauf, den diese Generation nimmt. Wir lesen zusammen den Text Richter 2 Vers 6 bis 3 Vers 6. Richter 2 Vers 6 bis Kapitel 3 Vers 6. Als nämlich Joshua das Volk entlassen hatte, zogen die Kinder Israels jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen. Und das Volk diente dem Herrn, solange Joshua lebte und solange die Ältesten da waren, die Joshua überlebten, welche alle die großen Werke des Herrn gesehen hatten, die er an Israel getan hatte. Als aber Joshua, der Sohn Nuns, der Knecht des Herrn, im Alter von 110 Jahren gestorben war, da begoben sie ihn im Gebiet seines Erbteils in Timnath-Heres auf dem Bergland Ephraim nördlich von Berggarsch. Und als auch jene ganze Generation zu ihren Vätern versammelt war, kam eine andere Generation nach ihnen auf, die den Herrn nicht kannte, noch die Werke, die er an Israel getan hatte. Da taten die Kinder Israels, was böse war in den Augen des Herrn, und sie dienten den Wahlen. Und sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte, und folgten anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten den Herrn. Denn sie verließen den Herrn und dienten dem Baal und den Astarten. Da entbrannte der Zorn des Herrn über Israel, und er gab sie in die Hand von Räubern, die sie beraubten, und er verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum, sodass sie vor ihren Feinden nicht mehr bestehen konnten. Überall, wohin sie zogen, war die Hand des Herrn gegen sie zum Unheil. Wie der Herr es ihnen gesagt und wie der Herr es ihnen geschworen hatte, so wurden sie hart bedrängt. Doch erweckte der Herr Richter, die sie aus den Händen derer retteten, die sie beraubten. Aber auch ihren Richtern gehorchten sie nicht, sondern sie hurten mit anderen Göttern und beteten sie an und wichen bald ab von dem Weg, auf dem ihre Väter im Gehorsam gegen die Gebote des Herrn gegangen waren. Sie handelten nicht ebenso. Wenn aber der Herr ihnen Richter erweckte, so war der Herr mit dem Richter und errettete sie aus der Hand ihrer Feinde, solange der Richter lebte. Denn der Herr hatte Mitleid wegen ihrer Wehklage über ihre Bedränger und Unterdrücker. Wenn aber der Richter starb, so handelten sie wiederum verderblich, mehr als ihre Väter, indem sie anderen Göttern nachfolgten, um ihnen zu dienen und sie anzubeten. Sie ließen nicht ab von ihrem Treiben und ihrem halsstarrigen Wandel. Darum entbrannte der Zorn des Herrn über Israel und er sprach, weil dieses Volk meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe und sie meiner Stimme nicht folgten, so will auch ich in Zukunft niemand mehr von den Völkern, die Josu bei seinem Tod übrig gelassen hat, vor ihnen vertreiben. Damit ich Israel durch sie pr ob sie den Weg des Herrn bewahren und darin wandeln werden wie ihre V ihn bewahrten oder nicht So lie der Herr diese V verbleiben und vertrieb sie nicht schnell aus ihrem Besitz wie er sie auch nicht in die Hand Josuas gegeben hatte. Das sind aber die Völker, die der Herr übrig bleiben ließ, um durch sie alle diejenigen Israeliten zu prüfen, welche alle die Kämpfe um Kanaan nicht erlebt hatten. Nur um den Geschlechtern der Söhne Israels davon Kenntnis zu geben und sie die Kriegsführung zu lehren, weil sie zuvor nichts davon wussten. Die fünf Fürsten der Philister und alle Kanaaniter und Sidonier und Hewiter, die auf dem Libatwon-Gebirge wohnten, vom Berg Balhermon an bis nach Lebohamat. Und sie dienten dazu, dass Israel durch sie geprüft wurde, damit es sich zeigte, ob sie den Geboten des Herrn folgen würden, die er ihren Vätern durch Mose geboten hatte. Als nun die Söhne Israels mitten unter den Kanaanittern, Hedetern, Hamorittern, Feresittern, Hewittern und Jebusittern wunden, dann nahmen sie deren Töchter zu Frauen und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten ihren Göttern. Ja, das Buch Richter, das schildert uns ja die Ereignisse ab dem Tod von Josor eben bis zum Übergang in das Königszeitalter, was dann im ersten Samuel eingeleitet wird. Und das Buch ist grundsätzlich erstmal in drei Teile untergliedert. Sprich, es besteht aus einem Einleitungsteil, der geht bis hierher, Kapitel 3, Vers 6, und dann im Hauptteil mit insgesamt zwölf Richtern. Und von sechs davon erfahren wir einen detaillierten Bericht. Und ab Kapitel 17 ist dann eben der Abschluss des Buches. Wir befinden uns also noch in der Einleitung. Und der Absatz von heute, das ist wie eine Zusammenfassung für all das, was folgt. Das heißt, hier wird uns das Schema bzw. das Muster vorgestellt, welches sich dann in den einzelnen Erzählungen von den Richtern wiederfindet. Das Schema ist ein Kreislauf, der sich ständig wiederholt. Als nämlich Joshua das Folgen entlassen hatte. So beginnt unser Abschnitt. Und das ist damit ein Rückblick auf die Zeit am Ende vom Buch Joshua. Das heißt, die Kriege um die Eroberung von Kanan, die sind vorbei unter der militärischen Führung von Joshua. Die Stämme, die werden alle in ihr Erbteil entlassen, mit der Aufgabe, die noch bestehenden Völker im Land komplett zu vertreiben. Und diese Kämpfe, die werden im ersten Kapitel beschrieben und das sind Kämpfe, die nur teilweise erfolgreich sind. Und dann stirbt Joshua und die ganze Generation mit ihm, die die Kämpfe mitgemacht hat. Und jetzt stehen wir also an dem Zeitpunkt von Vers 10, in dem es eine neue Generation gibt. Und das ist die dritte Generation seit dem Auszug aus Ägypten. Das heißt, die erste Generation, die hat den Auszug aus Ägypten und die Wüsterwanderung erlebt. Das heißt, Gott hat sie herausgeführt, eben mit dem Ziel, in dieses verheißene Land zu bringen. Aber aufgrund ihres Unglaubens mussten sie bis auf Joshua und Caleb in der Wüste sterben. Und die zweite Generation, die erlebt jetzt unter Joshua die Einnahme von Kanaan und die führen dann auch die Kämpfe nach dem Tod von Joshua weiter. Und jetzt ist eben die dritte Generation an der Reihe. Die lebt jetzt nun in dem verheißenen Land, inmitten von den übrig gebliebenen Völkern. Das ist eine Generation, die weder Auszug, die weder Wüstenwanderung und die weder die Kämpfe um Kanaan erlebt hat. Über das Volk von Zeit zu Joshua und den Ältesten, da wird das Zeugnis ausgestellt, Vers 7, sie dienten Gott. Aber bei dieser Generation hier, da gibt sich ein komplett anderes Bild. Vers 11, da taten die Kinder Israels, was böse war in den Augen des Herrn. Das heißt, diese Generation, die versagt komplett. Und es ist auch nicht nur diese, sondern auch alle nachfolgenden Generationen. Eben beschrieben an dem Schema, das wir hier jetzt in dem Absatz sehen. Ein Kreislauf immer wiederkehrendes Versagens. Versagens. Und das, was wir hier am Beispiel von Israel sehen, das ist für uns noch genauso aktuell. Das ist einfach ein Spiegel unserer menschlichen Natur. Das ist ein Muster, das ist ein Bild für etwas, das im Leben eines jeden wiedergeborenen Christens einfach Realität ist. Versagen. Und dieser Abschnitt, der enthält Warnungen, aber der enthält auch große Ermutigungen. In dem Verhalten Israels, da bekommen wir Warnungen. Aber in dem Agieren Gottes, hier mit seinem Volk, da steckt eine ganz große Ermutigung für uns. Nun was ist die Ursache f das Verhalten der Israeliten Was f dazu was wir hier in den Versen 11 bis 13 beschrieben sehen Also die Abkehr von Gott und den nachfolgenden Götzen. Wir lesen es in Vers 10. Und als auch jene ganze Generation zu ihren Vätern versammelt war, kam eine andere Generation nach ihnen auf, die den Herrn nicht kannte, noch die Werke, die er an Israel getan hatte. Es ist also eine Generation, die den Herrn nicht kannte. Das ist eine Generation, die die vielen großartigen Dinge, die der Herr mit seinem Volk getan hatte, einfach nicht kannte. Und das ist der Schlüssel. Hier in Vers 10, da liegt der Schlüssel. Das ist die Ursache für das immer wiederkehrende Versagen. Das ist Unkenntnis. Wenn wir die erste Generation fragen würden, ob sie diese großen Werke von Gott kennen, dann würden wir als Antwort bekommen, ja, natürlich kennen wir die Werke. Wir haben gesehen, wie er Plagen über Güpten gebracht hat. Wir haben gesehen, wie er uns aus dieses Land herausgebracht hat. Wir haben erlebt, wie er das Meer geteilt hat. Wir haben erlebt, wie er uns Führung war in Feuer- und Wolkensäule. Die zweite Generation, die würde wahrscheinlich darauf antworten, ja, natürlich kennen wir sie. Wir haben erlebt, wie er uns in das gelobte Land hineingeführt hat. Wir haben erlebt, wie er sie geschenkt hat gegen übermächtigte Gegner und gegen befestigte Städte. Aber solche Antworten, das kann die dritte Generation nicht geben. Das kannten die nicht, das haben die nicht miterlebt. Für sie waren das Dinge aus einer vergangenen Zeit. Wir sehen in Vers 7, dass das Dienen Gottes der vorherigen Generation verknüpft ist mit dem Erleben seiner Taten. Und die Unkenntnis Gottes der jetzigen Generation, die ist verknüpft mit der Unkenntnis seiner Werke. Nun, was bedeutet Gott kennen? Das gleiche Wort, was hier für kennen steht, das wird auch verwendet, um die intime körperliche Beziehung zwischen Mann und Frau zu beschreiben. Das ist im Kontext mit Gott kennen selbstverständlich nicht gemeint, aber wir sehen hier den Zusammenhang, dass es verwendet wird, um die tiefste Form von Vertrautheit, von Verbundenheit, von Intimität, von Exklusivität zu beschreiben. Also das hat viel mehr Bedeutung als einfach nur ein Wissen über. Die Generation da, die hatte sicher ein Wissen über Gott und seine Wunder. Aber es ging einfach nicht über ein rein intellektuelles Wissen hinaus. Es fehlte Vertrautheit, es fehlte Beziehung, es fehlte Verbundenheit, es fehlte ein echtes Kennen von Gott. Nun, wie lernt man Gott kennen? Da gibt es keinen besonderen Geheimdreck oder irgendeinen besonderen Kniff. Es funktioniert so, wie wenn man andere Menschen kennenlernt. Naja, man verbringt Zeit mit ihm. wenn du Jesus Christus noch nicht als deinen Retter angenommen hast dann kennst du Gott nicht und dann gibt es auch nicht diese Möglichkeit des Zeitverbringens, aber es ist Gottes Geschenk an dich dass du in Jesus Christus zu dieser Beziehung kommen kannst und dann kennt er dich und du kennst ihn aber in dem Moment da beginnt dann auch das Kennenlernen also im Prozess der ab diesem Zeitpunkt sich durch dein ganzes Leben zieht und ja, es gibt Grundlagen. Der Herr spricht zu dir in deinem Wort und du kannst mit ihm sprechen im Gebet. Und wenn das nicht stattfindet, also wenn diese Wege der Kommunikation, die uns Gott zur Verfügung stellt, wenn das nicht stattfindet, na ja, wie soll dann ein Kennenlernen stattfinden? Das ist dann vielmehr ein Indiz einer, ja, vielleicht mangelhaften Beziehung. Und wir sehen das auch an Israel. Natürlich wusste die Generation über Moses Gesetz und über die Art und Weise, wie Gott verehrt werden will. Aber in den ganzen 21 Kapitel von Richter finden wir kein einziges Mal die Erwähnung von Moses Gesetz. Von regelmäßigen Opfern wird nie berichtet. Ganz selten ist mal von Opfern die Rede in besonderen Situationen. Wir finden ein einziges Mal die Erwähnung von einem Priester. Ein Levit kommt vor im Rahmen eines falschen Gottesdienstes. Diese Dinge also, die Gott ihnen gegeben hat, als Ausdruck ihrer Verbundenheit zu ihm, die spielten überhaupt keine Rolle mehr. Und das führt dazu, dass Gott für sie nicht mehr erlebbar ist. Und dass die Wunder, die großen Taten, die er getan hat, für sie Dinge vergangener Zeit sind. In ihrem persönlichen Leben nehmen sie Gott hier nicht mehr wahr. Für sie war das etwas, das haben die vorherige Generation erlebt, die vorherige Generation hat Gott erlebt. Und dabei übersehen sie, dass all diese Dinge passiert sind, um sie in dieses verhei Land zu f Sie sind die Generation die nicht den Strapazen der W ausgesetzt waren Das war nicht die Generation, die der Gefahr des Krieges ausgesetzt war. Das ist die Generation, die jetzt hier in dem verheißenen Land lebt. Aber das erkennen sie nicht, dass Gott sie hierhin geführt hat. dass Gott sie jetzt in dem verheißenen Land leben lässt, in einem guten Land, in einem fruchtbaren Land, in dem er sie versorgt, dafür haben sie einfach keinen Blick. Ich denke, das ist wichtig für uns, dass wir bewusst die Gegenwart unseres Herrn im Alltag wahrnehmen. Dass du einen Blick hast für seine Führung, für sein Versorgen, für sein Handeln. Und das müssen nicht die großen Dinge sein, so wie es eben vielleicht auch dieser Generation in dem Abschnitt hier ergeht. Das sind vielmehr die vielen kleinen Dinge in deinem Leben, die, wenn du sie bewusst wahrnimmst, einfach dazu dienen dürfen, dass du schrittweise in eine immer tiefere Beziehung zu deinem Herrn kommst, weil du dadurch erlebst, wie Gott einfach handelt. Und das führt eben zu einem tieferen Kennenlernen. Ein Beispiel von Israel. Bekommen wir aber eine Warnung, welche Konsequenzen eine mangelhafte Beziehung hat. Israel verlässt den Herrn und dient den Wahlen. Die Konsequenz aus Israels Unkenntnis ist die Abkehr von Gott und die Hinwendung zu den Göttern dieses Landes. Vers 13, sie dienten dem Baal und den Astaten. Nun, Baal, das war ein Wettergott, also man glaubte, dass er zuständig war für Gewitter und Regen. Und damit war er natürlich auch der Gott, der für die Fruchtbarkeit des Landes zuständig war. Also in der Region, da war natürlich Regen zur richtigen Zeit grundlegend wichtig für Wachstum und Ernte. Und die Landwirtschaft damals war wiederum Hauptquelle für Nahrung, für Einkommen und für den Handel. Das heißt, die ganze Wirtschaft dort, die basierte auf der Überzeugung der Menschen von Wohl und Wehe von Wahl. Und damit war die Verehrung Bals für die Völker dort zentral. Die Astate wiederum, das war eine Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe. Das heißt, sie stande für die Fruchtbarkeit im Kontext menschlicher und tierischer Fortpflanzung. Das heißt, sie war damit auch verantwortlich für Wohlstand, aber natürlich auch für das Weiterbestehung der Völker. Und diese beiden Götter, die wurden unter anderem in Form von Tempelprostitution und sexuellen Ritualen verehrt. und das hatte natürlich unmittelbar Einfluss auf die soziale Moral und dann auf die Art und Weise, wie diese Völker zusammengelebt haben. Es hatte Einfluss auf das gesellschaftliche Zusammenleben. Das waren also nicht irgendwelche Statuen, die mal nebenbei angebetet wurden, die hatten zentralen Einfluss auf das Leben dort. Das war tief prägend für die Völker da. Das war alles beeinflusst von diesem Kult. Und da, dort hinein, da ist jetzt Israel hineingestellt. Also mittendrin, tagtäglich, sehen sie den Einfluss dieser Götter. Sie sind ständig präsent. Sie sehen, wie das das Leben der Menschen da bestimmt. Wie das einfach ihre Art zu leben prägt. Und nun, wenn der eigene Gott nicht mehr so wirklich gekannt wird, dann werden diese Götter interessant. Wie gesagt, die Generation weiß vieles über Gott. Er hat ihre Vorfahren aus Ägypten geführt, er hat sie durch die Wüste geführt, er hat ihre Väter in dieses Land gebracht. Aber hier in diesem Land, da scheinen irgendwie andere Götter das Sagen zu haben. Der Gott, unsere Fräter, ja, das war vielleicht ein Gott der Wüste, aber hier für dieses Land, da scheint er nicht so richtig geeignet zu sein. Und wenn Sie sich dann auch noch in Erinnerung rufen, wie Ihr Gott eigentlich angebetet werden will, ja, dann denken Sie an Gesetze, dann denken Sie an tägliche Opfer, dann denken Sie an Reinigungen und vielleicht an fahrtschmeckendes Brot ohne Sauerteig. Das sieht doch die Verehrung der Götter hier in diesem Land schon ganz anders aus. Das verspricht etwas Neues. Das verspricht Aufregendes. Das verspricht etwas Erotisches. Das verspricht Vergnügen. Es wirkt wie etwas, das sich lohnt nachzufolgen. Das wirkt erstrebenswert. Und Israel wendet sich diesen Göttern zu und wird den Kananer dann gleich. Bal und Astat in unserer Zeit, das sind Reichtum, Macht, Karriere, Selbstwirklichung, Vergnügen, Komfort, Sicherheit, Gesundheit und ja, vieles, vieles mehr. Und die sind genauso präsent.

Sie sind genauso präsent wie damals dort bei den Israeliten, die Götter der Kanaaniter. Jeden Tag werden diese Dinge als erstrebenswert dargestellt. Sie sind tief in unserer Gesellschaft verankert. Sie sind verankert in der Kultur, in den Werten, in den Entscheidungen, in den Zielen. Und damit ist es eine Herausforderung. Es ist eine Herausforderung, jeden Morgen neu bewusst zu sagen, ich möchte meinen Herrn dienen und nicht den Götzen dieser Welt. Jeden Tag muss der Wille, dem Herrn zu dienen, erneuert werden. Nur weil du es gestern getan hast, muss es nicht bedeuten, dass es auch heute gilt. Weil es eben tausend Dinge gibt, die dich davon überzeugen wollen, dass sie es wert sind, verfolgt zu werden. dass es sinnvoll ist, sie als oberstes Ziel in deinem Leben zu machen. Je mehr aber und je tiefer unsere Beziehung zu Gott ist, je mehr wir verstehen und erfahren, wie er wirklich ist, desto weniger reizvoll werden diese Götzen. Aber eine Vernachlässigung der Beziehung zu deinem Herrn, der hat dann die Folge, naja, man kennt sich irgendwie nicht mehr so richtig. Man wird sich fremd. und dann werden die Götzen so attraktiv. Und dann kommen vielleicht andere Dinge in dein Leben, um den Platz, den Gott gehört, einzunehmen. Und du versagst, so wie Israel hier. Und das hat jetzt eine Antwort Gottes zur Folge, die wir hier im Handeln mit Israel, Abvers 14, sehen können. Seine Antwort ist dreiteilig. Seine Antwort ist dreiteilig. Und jeder Teil unterstreicht seine Gnade. Gott antwortet zuerst mit Zorn. So, das klingt jetzt erstmal nicht nach Gnade. Und Gottes Zorn ist ein großes Thema, das mehrere Aspekte hat. Da werden wir heute nicht drauf eingehen. Aber Gottes Zorn ist im Gegensatz zu menschlichen Zorn keine Unbeherrschtheit und es ist auch kein Ausbruch unkontrollierter Emotionen, das ist keine launische oder willkürliche Eigenschaft, sondern das ist ein gerechter Zorn. Ein heiliger Zorn provoziert durch Sünde und Ungerechtigkeit. Und wie zeigt sich Gottes Zorn hier mit Israel? Sie werden von Blünderern und Feinden ausgeliefert. Sie werden Vers 15 hart bedrängt. Das heißt, sie kommen in richtige Schwierigkeiten. Die werden massiver Art und Weise unterdrückt. Ja, macht es Gott jetzt, um Israel so richtig fertig zu machen? Nee, natürlich nicht. Er macht es aus Liebe. Er führt sie an diesen Punkt, in dem sie sich in einer wirklich existenzbedrohenden Lage befinden, an einem Punkt, an dem sie keinen Ausweg noch Hoffnung mehr sehen. Und das ist Gottes Ruf zur Umkehr. Das ist eine Maßnahme, die er ergreift, damit Israel versteht, auf welchen Überkehrs sie überhaupt sind. Also wenn sich in deinem Leben Dinge eingeschlichen haben, die du als wichtiger erachtest als Gott, dann wird er entsprechend antworten, weil er es nicht akzeptieren kann. Er kann nicht akzeptieren, dass du als sein Kind auf Abwägen bist. Und das ist Ausdruck seiner Gnade. Und er reagiert natürlich nicht mit dem Zorn, der zu Verdammnis führt, also so wie wir im Anfang des Römerbriefs geschildert bekommen, dieser Zorn, der ist abgewendet durch Jesus Christus am Kreuz. Er reagiert seinen Kindern gegenüber, ja mit den erzieherischen Ma eines liebenden Vaters mit Z Und wenn du auf Abw bist dann geht er dir nach Und manchmal führt er dich eben an diesem Punkt, von dem du weder aus noch einweist. Einfach, damit du verstehst, auf welchem Weg du bist. Es ist, als würde er dir hinter dir nachgehen, dich an den Schultern packen, dich rütteln und sagen, hey, siehst du nicht, auf welchem Weg du bist? Gott will dich damit zur Umkehr führen. Nun, Sünde hat auch Phasen, also Hebräer 11, Vers 25 spricht von dem vergänglichen Genuss der Sünde. Und auch Israel wird hier Phasen erlebt haben, mit ihrer Sünde eben den Götzen nachzufolgen. Und vielleicht kann man es sich wie Jahreszeiten vorstellen. Der Frühling, der ist geprägt von Vorfreude und die Sünde, also die fremden Götter, die zeigen sich mit ihrer ganzen Anziehungskraft. Das wirkt einfach aufregend und attraktiv für die Israeliten. Und dann folgt der Sommer, das ist die Zeit des vollen Genusses. Also die Sünde wird voll ausgekostet. Das israelische Volk, das genießt diese Art und Weise, wie diese Götter verehrt werden. Und an diesem Punkt, da sind sie sicherlich nicht empfänglich für Gottes Aufruf zur Umkehr. Aber dann kommt der Herbst und Gott lässt sie die ersten Konsequenzen spüren. Sünder kommen in das Land, Feinde erheben sich, es kommen die ersten Niederlagen. Und schließlich der Winter, in dem sich Israel in einer Position befindet, in dem es keinen Ausweg mehr gibt. Aber dieser Punkt, an dem sich Israel hier befindet, das ist die beste Nachricht für sie. Dort, wo sie keinen Ausweg mehr sehen, da hat sie Gottes Gnade hingeführt. Hätte Israel jetzt hier in diesem Moment noch irgendeinen Weg gesehen, wie sie sich mit den Völkern dort arrangieren, irgendwie mit ihrer Situation arrangieren, mag sie noch so schlecht sein, dass sie irgendwie noch weiter diesen Götzendienst betreiben können, dann hätten sie diesen Weg genommen, aber es gab keinen Ausweg mehr. Sie waren an diesem Punkt, wo es für sie absolut hoffnungslos war. Züchtigung, das ist Gnade Gottes. Und wenn du eben in deinem Leben eine Phase hast, in der du andere Dinge, die Götter der Welt, auf die erste Stelle stellst, dann wird dich Gott manchmal eben an diesem Punkt dieser völligen Aussichtslosigkeit führen, an einem Punkt, an dem du weder aus noch einweist und genau dort zeigt sich Gottes Gnade weil keine Gnade wäre es dich einfach weiterlaufen zu lassen einfach weiterlaufen ohne eingreifen aber in dem Moment wo er auf uns einwirkt, so wie auf das Volk Israel hier mit den Feinden und Plünderern Und das ist Gnade. Hebräer 12, Vers 11, Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen. Danach aber gibt es hier eine friedsame Furcht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind. Also der Moment der Züchtigung, das ist keine Freude, so wie es den Israeliten dort in dieser Situation ergeht, aber es hat ein positives Ziel. ja, Gottes Erziehungsmaßnahmen hier mit Israel, die sind echt radikal, aber wir müssen auch verstehen, dass es hier ja nicht darum geht, dass die täglichen Opfer nicht mehr so dargebracht wurden oder die Feste zu Ehre Gottes nicht mehr so wie angedacht gefeiert wurden. Das, was Israel tut, nämlich Gott zu verlassen und anderen Götzen nachzulaufen, das ist eine schwerwiegende Sünde. Und es hat diese harten Erziehungsmaßnahmen zur Folge. Und es zeigt, wie Gott es bewertet, wenn wir andere Dinge wichtiger erachten als ihn. Wenn wir die Beziehung zu ihm nicht mehr leben und uns die G dieser Welt wichtiger werden Und das ist etwas was er nicht akzeptiert und er antwortet mit Gnade in Form von Züchtigung. Aber direkt im Anschluss darauf folgt der zweite Teil von Gottes Antwort. Und das sehen wir hier weiter ab Vers 16. Gott schickt Richter, die Israel retten. Also militärische Führer, die Gott befreit, um Israel aus der Hand der Feinde zu befreien. Wir werden später im Buch sehen, diese Personen, das sind Menschen mit Fehlern. Und je weiter man hinten ins Buch schaut, desto fehlerhafter werden auch diese Menschen. Und das Retten des Volkes Israels, das ist auch nicht eine einmalige Sache. Wir sehen hier in Vers 19, dass sobald der Richter stirbt, dass Israel sich wieder von Gott abwendet. Und es ist eben der Kreislauf, der sich ständig wiederholt. Aber diese Richter und im weiteren geschichtlichen Verlauf, natürlich auch die Könige, die zeigen einfach, dass hier niemand dabei ist, der das Volk Israel im eigentlichen Sinne rettet. Erst mit Jesus Christus tritt dann dieser vollkommene Richter und Retter auf. Und mit Jesus Christus brauchst du diese ständige Rettung nicht mehr. Wenn du Jesus Christus als Retter angenommen hast, dann ist das erledigt. Dann bist du ein für alle Mal errettet. Aber in unserem alltäglichen Leben benötigen wir eben ständig Vergebung. Und mit Jesus Christus haben wir jetzt den vollkommenen Retter, zu dem wir jederzeit kommen dürfen, um Vergebung zu empfangen. 1. Johannes 1, Vers 9 In der Hebräerstelle haben wir vorhin gelesen, dass das Ergebnis von Züchtigung die Frucht der Gerechtigkeit ist. Ziel ist also ein positives Ergebnis. Also ein Zustand, in dem wir mit unserem Leben Gottes Willen widerspiegeln. Ein Leben, das Ausdruck von Gottes Gerechtigkeit ist. Einfach ein Leben, das davon geprägt ist, das geprägt ist von einer tiefen Kenntnis Gottes. Und dieser Weg dorthin, der führt immer über die Gnade der Vergebung durch Jesus Christus. Und somit ist Gottes zweiter Teil der Antwort Vergebung. Und vielleicht musste er dich erst mit strengen Erziehungsmaßnahmen zunächst an einen Punkt bringen, ähnlich so wie Israel, aber mit dem Ziel, dass du dich in wieder hinwendest und seine vergebende, väterliche Vergebung in Jesus Christus empfängst. Und im weiteren Text, ja, da sehen wir, dass Israels Umkehr nicht von Dauer ist. Also immer wieder wenden sie sich von Gott ab. Und er antwortet jetzt in einer dritten Art und Weise. Wir sehen das in Kapitel 2, Vers 22 und in Kapitel 3, Vers 4. Er belässt die Völker im Land, um Israel zu prüfen, ob sie ihm treu bleiben. Was möchte Gott damit bezwecken? Das ist ein reiner Test. Möchte Gott einfach nur mal sehen, wie sich Israel verhält? Nein, natürlich nicht. Er kennt seine Kinder durch und durch. Er verfolgt damit ein Ziel. Das finden wir in Kapitel 3, Vers 2. Nur um den Geschlechtern der Söhne Israels davon Kenntnis zu geben und sie die Kriegsführung zu lehren, weil sie zuvor nichts davon wussten. Er möchte eine Generation, die keine Ahnung hatte, von den Kämpfen um Kanaan lehren, wie Kriegsführung aussieht. Er möchte, dass sie zu dem Verständnis kommen, wie wichtig es ist, den Einflüssen dieser Völker zu widerstehen, weil es Gleichwerten eben mit dieser Völker so zerstörerisch ist, so wie es Israel hier am eigenen Leib erfahren hat. Gott möchte diese Völker einsetzen als Prüfung, um seinen Kindern Widerstandsfähigkeit anzutrainieren. Und das zeigt den Charakter dieser Pr Es ist ein Kennzeichen seiner Gnade mit dem Ziel etwas Positives zu bewirken Und wie bei den Israeliten das sind Pr Bestandteil unseres Lebens Ihr kennt die Stelle Jakobus 1, 2 bis 3. Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung geradet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Gott setzt das Mittel der Prüfung ein, den Glauben zu stärken. Es sind Situationen schwieriger, Umstände, die für sich betrachtet kein Grund für Freude sind. Und es müssen auch nicht immer die großen Lebenskrisen sein, wie Krankheit, finanzielle Probleme, Beziehungsprobleme, sondern die finden im Alltag statt. Kleine Situationen, in denen Gott unser Charakter formen will. Umgang mit frustrierenden Situationen, Ehrlichkeit in kleinen Dingen, Umgang mit Kritik. Aber du dürfst dich darüber freuen, weil es eine Chance ist von geistlichem Wachstum. Eine Chance des Trainings. Und es wird dich dazu führen, dass du zu einer tieferen, zu einer persönlicheren Beziehung zu deinem Herrn kommst. Hin zu einem besseren Gott kennen. Eine Kenntnis, die dieses Volk nicht hatte. Und deren Antwort auf die gnädigen Maßnahmen, auf die gnädige Antwort Gottes ist, wir lesen es in Vers 5 und 6, sie verschwägern sich mit den Völkern und laufen ihren Göttern nach. wir haben in diesem Abschnitt eine Beschreibung von einem Kreislauf ein immer wiederkehrendes Schema das ist eine Folge von Abfall Unterdrückung, Rettung und dann nach kurzer Zeit erneuter Abfall im Prinzip, das sich über das ganze Buch Richter erstreckt und nimmt man jeden der nachfolgenden Berichte die dann im Hauptteil kommen also jeden Bericht über die einzelnen Richter für sich dann ist es ein Kreislauf betrachtet man das Ganze aber in der Gesamtheit dann stellt man fest, dass es sich mit jedem Mal negativer entwickelt und das kann man vor allen Dingen an den Richtern selbst feststellen es beginnt mit einem Otten, einem heldenhaften, einem klassischen Anführer über den wir nichts Negatives erfahren und es endet bei einem Simson der mehr dem Vergnügen nachrennt, als seine Aufgabe als Richter wahrzunehmen. Und im Gesamten betrachtet, das ist einfach eine große Abwärtsspirale. Bis hin zu dem Schlussteil dann vom Buch, in dem überhaupt kein Richter mehr auftritt und wir einfach nur noch den gesellschaftlichen und den moralischen Verfall von Israel vor Augen geführt bekommen. Und vielleicht hast du den Eindruck, dass du dich in diesem gleichen Kreislauf befindest wie Israel. indem du immer wieder in die gleiche Sünde fällst. Aber dann nimm Gottes gnädige Antwort wahr. Etwas, was die Israeliten nicht gemacht haben. Dass Gott mit Gnade antwortet auf dein Versagen. Eine Antwort aus Züchtigung, aus Vergebung, aus Prüfung. Ist unser Versagen notwendig? Dass Gott uns da in diesen Prozess mit reinnimmt? Nee, natürlich nicht. Das wäre eine völlig unbiblische Denkweise. Es ist etwas, was Gott tut, trotz unseres Versagen. Eine Antwort, die er uns gibt, trotz unseres Versagens. Eine Antwort, die zum Ziel hat, uns in eine Aufwärtsspirale zu bringen. Also mit dem Ziel, uns nicht in diesem Kreislauf zu belassen, sondern uns Stück um Stück in eine tiefere, in eine innigere, in eine vertrautere, in eine intimere, in eine exklusivere Beziehung zu ihm zu bringen, hin zu einem tieferen Gott kennen. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

Zurück zum Podcast