Gott gebraucht Menschen – damals wie heute – Predigt von Matthias Matthes
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Alle 18-jährigen Männer müssen zur Musterung. Das war am Donnerstag eine ganz große Schlagzeile. Und das ist etwas, was seit über einem Jahrzehnt in diesem Stil, also verpflichtend, nicht mehr durchgeführt wird. Das ist aber zumindest etwas, was alle Männer so Mitte 30 aufwärts ja noch durchaus bekannt ist. Es ist einfach eine Untersuchung der körperlichen und der geistlichen Eignung für den Wehrdienst. Nun, das wurde beschlossen, weil sich eben in den letzten Jahren die außenpolitischen Rahmenbedingungen so geändert haben, dass man es für notwendig hält, eine Widerstandsfähigkeit aufzubauen. Es geht also darum zu prüfen, wen können wir verwenden, wenn es tatsächlich zu so einer Extremsituation kommt. Und es ist sicher sinnvoll, das Ganze in Friedenszeiten zu tun, damit, wenn es mal so weit tatsächlich kommen sollte, man vorbereitet ist. Und die Ausgangssituation für unseren Textabschnitt heute in Richter, das ist ein Israel, das irgendwie in einer ähnlichen Situation steckt. Das ist ein Israel, das sich augenblicklich in Frieden befindet. Und Gott kündigt aber in Kapitel 3, Vers 2 an, dass er seinem Volk Kriegsführung lehren will. Es ist oder es wird für Israel wichtig sein, eine Widerstandsfähigkeit aufzubauen, da sie mitten unter fremden Völkern sind. Nun, es kommt ein bisschen anders. Im Abschnitt von heute, da werden wir sehen, wie Gott selbst in den Krieg zieht, um Israel von Feinden zu befreien, in die sie ja selbst verschuldet geraten sind. Und in dieser Situation, da wird jetzt der Fokus auf drei Männer gelegt. Gott nutzt drei Männer, die er als geeignet empfindet, um die Israeliten von den Feinden zu befreien. So, was hat diese drei Männer qualifiziert? Was hat sie qualifiziert, dass Gott sie erwählt, um sein Volk aus der Hand der Feinde zu berein? Wieso empfindet er in seiner Musterung diese Männer offensichtlich als geeignet? Was für Erfahrungen bringen sie mit? Was für Begabungen? Was für Talente? Und um das zu untersuchen, lesen wir den Abschnitt Richter 3, Vers 7 bis 31. Richter 3, Vers 7 bis 31 Und die Kinder Israels taten, was böse war in den Augen des Herrn, und sie vergasen den Herrn ihren Gott und dienten den Balen und Erscheren. Da entbrannte der Zorn des Herrn über Israel, und er verkaufte sie unter die Hand Kuschan Rishatayims, des Königs von Aram Naharim. Und die Kinder Israels dienten dem Kuschan Rishatayim acht Jahre lang. Da schrien die Kinder Israels zum Herrn, und der Herr erweckte den Kindern Israels einen Retter, der sie befreite, Otniel, den Sohn des Kenas, des jüngsten Bruders Kalebs. Und der Geist des Herrn kam über ihn, und er richtete Israel und zog aus zum Kampf. Und der Herr gab Kuschan Rishatayim, den König von Aram Naharahim, in seine Hand, sodass seine Hand über Kuschan Rishatayim mächtig wurde. Da hatte das Land 40 Jahre lang Ruhe. Und Otniel, der Sohn des Kenas, starb. Und die Kinder Israels taten wieder, was böse war in den Augen des Herrn. Da stärkte der Herr Eklon, den König der Moabiter, gegen Israel, weil sie taten, was in den Augen des Herrn böse war. Und er sammelte um sich die Ammoniter und die Amalekiter und zog hin und schlug Israel und nahm die Palmenstadt ein. Und die Kinder Israels dienten Eglon, dem König von Moab, 18 Jahre lang. Da schrien die Kinder Israels zum Herrn, und der Herr erweckte ihnen einen Retter, Ehud, den Sohn Geras, einen Benjaminiter, der linkshändig war. Und die Kinder Israels sandten durch ihn den Tribut an Eglon, den König von Moab. Da machte sich Eod ein zweischneidiges Schwert, eine Spanne lang, und gürtete es unter seinem Gewand an seine rechte Hüfte. Und er überbrachte Eglon, dem König von Moab, den Tribut. Eglon aber war ein sehr fetter Mann. Als er nun die Überreichung des Tributs vollzogen hatte, ließ er die Leute gehen, die den Tribut getragen hatte, er selbst aber kehrte um bei den Götzenbildern von Gilgal und sprach zu dem König, Ich habe dir, O König, etwas Geheimes zu sagen. Er aber sprach, Schweig! Und alle die um ihn her standen gingen von ihm hinaus Da kam Ehud zu ihm hinein Er aber sa in seinem k Obergemach das f ihn allein bestimmt war Und Eud sprach, ein Wort Gottes habe ich an dich. Da stand er von seinem Thron auf. Eud aber griff mit seiner linken Hand zu und nahm das Schwert von seiner rechten Hüfte und stieß es ihm in den Bauch. Und es fuhr auch der Griff der Klinge hinein, und das Fett schloss sich um die Klinge. denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch, sodass es ihm hinten hinausging. Danach ging Irhut hinaus in den Vorsaal und schloss die Türe des Obergemachs hinter sich zu und verriegelte sie. Als er nun hinausgegangen war, kamen die Diener, als sie aber sahen, dass die Türe des Obergemachs verschlossen war, sprachen sie, gewiss bedeckte er seine Füße in dem kühlen Gemach. Und sie warteten so lange, bis sie sich dessen schämten, und siehe, niemand machte die Türe des Obergemachs auf. Da nahmen sie den Schlüssel und schlossen auf, und siehe, da lag ihr Herr tot auf dem Boden. Ehud aber war entkommen, während sie so zögerten und gingen an den Götzen vorüber und entkam nach Seirah. Und als er heimkam, blies er in ein Schofferhorn auf dem Bergland Ephraim, und die Söhne Israels zogen mit ihm von Bergland herab und er vor ihnen her. Und er sprach zu ihnen, folgt mir nach, denn der Herr hat die Moabiter, eure Feinde, in eure Hand gegeben. Und sie zogen hinab ihm nach und besetzten die Furten des Jordans gegen Moab hin und ließen niemand hinüber. Und sie schlugen die Moabiter zu jener Zeit etwa zehntausend Mann, alles starke und tapfere Kämpfer, sodass nicht einer entkam. So wurden zu jener Zeit die Moabiter unter die Hand Israels gebracht und das Land hatte er Ruhe achtzig Jahre lang. Nach ihm trat Shamga auf, der Sohn Anatz, der erschlug 600 Philister mit einem Rinderstachel und auch er errettete Israel. Nun, ja, wir sehen hier in dem Text, dass Gott drei Männer verwendet, um Israel vor dem Feind zu befreien. Und jetzt müssen wir uns erstmal anschauen, wie kam es jetzt zu dieser Situation. Also was ist die Ausgangssituation? Wir lesen in Vers 1 und 2, also Kapitel 3, Vers 1 und 2, Das sind aber die Völker, die der Herr übrig bleiben ließ, um durch sie alle diejenigen Israeliten zu prüfen, welche alle die Kämpfe um Kanaan nicht erlebt hatten, nur um den Geschlechtern der Söhne Israels davon Kenntnis zu geben und sie die Kriegsführung zu lehren, weil sie zuvor nichts davor wussten. Gott belässt also Völker in dem Land mit dem Ziel, sein Volk dort zu prüfen und Kriegsführung zu lehren. Wir haben ja aktuell eine Generation, die zum einen mal die Kämpfe beim Einzug ins gelobte Land unter Joshua nicht mitgemacht hat und die auch nicht die Eroberung der einzelnen Stämme nach dem Tod von Joshua mitgemacht hat. das ist ein Volk, das hat keine Vorstellung von Krieg und von Kämpfen und von Widerständen. Sie leben in einem wunderbaren Land, das Gott ihnen schenkt mit dem Wermutstropfen, das eben aufgrund der Versäumnisse ihrer Väter die ursprünglichen Einwohner nicht komplett vertrieben wurden. Und das ist Thema von Richter 1. in guter Beginn bei der Landnahme, führt durch Kompromisse in Vertrauen und im Gehorsam gegen Gottes Auftrag dazu, dass die Befreiung einfach nicht vollständig ist. Nun zwar wird ein Teil der Feinde nicht vertrieben, allerdings schafft Israel es, die Völker zu Sklavenarbeit zu verrichten. Und damit befindet sich diese Generation doch in einer richtig komfortablen Situation. Es ist Frieden. Sie kennen offensichtlich keine Kämpfe und Kriege. Und sie sind sogar noch in der Position, dass sie sich ihre Feinde nützlich gemacht haben. Nun, warum hält es Gott aber für nötig, diesem Volk Kriegsführung zu lernen? Als Israel unter Joshua vor dem Ostjordanland stand, da waren sie in einer ähnlichen Situation. Das waren Leute, aufgewachsen in der Wüste, während der Wüstenwanderung, die eigentlich gar nicht so geübt waren in Kriegsführung. Und diese mussten nun Kriegsführung lernen, damit sie gegen die Völker, die sich jetzt alle ihnen entgegenstellen, bei der Eroberung des gelobten Landes bestehen zu können. Gott nutzt das als Methode, mit dem Ziel, dass sie ihr Vertrauen immer mehr in ihn setzen. Und hier ist es doch jetzt das gleiche Ziel. Denn das, was Israel zu dem Zeitpunkt jetzt hier noch gar nicht weiß, ist, dass sie sich eigentlich in einer echt gefährlichen Situation befinden. Denn was folgt, ist ein permanenter Einfluss von diesen fremden Völkern mit ihren Göttern unter ihnen. Es geht also nicht darum, dass sie verstehen, ihre militäre Stärke möglichst effektiv einzusetzen. Gott will hier das eigentliche Versagen der V nutzen um etwas Gutes zu bewirken Er will seine Leute in eine geistliche Schule mit reinnehmen Er m pr ob Israel ihm gehorsam ist mit dem Ziel eine Widerstandsfähigkeit anzutrainieren, die sein Volk benötigen wird, um dem Einfluss dieser Völker zu widerstehen. Nun, wir sehen, das kann man in Vers 5 und 6 nachlesen, sie vermischen sich mit den Völkern, beten andere Götter an und wenden sich damit von Gott ab. Nun muss Gott Feinde schicken, um Israel an den Punkt zu führen, dass sie sich wieder an ihn wenden. Das tun sie und er schickt Befreiung aus der Hand der Feinde durch einen Retter oder Richter. Menschen, die Gott einsetzt, um sein Volk zu befreien. Und das passiert auch nicht einmal in dem ganzen Buch. Das ist eine immer wiederkehrende Folge von Abfall, Unterdrückung, Hilferuf zu Gott, Errettung, Zeit des Friedens und wieder Abfall. Nun, und wenn wir das gesamte Buch betrachten, wie so aus einer Vogelperspektive, dann sieht man doch, was der Autor darstellen will. Israel wird immer mehr den Kanaanitern gleich. Das sieht man an den Richtern selbst. Es beginnt mit den Richtern, die wir jetzt ansehen, geht rüber zu einem Gideon, der als guter Anführer startet, aber der sich am Ende hinreißen lässt, fremde Götter anzubinden. Es geht weiter mit einem Jephthah, der sich hinreißen lässt zu einem völlig sinnlosen und gottlosen Schwur und endet bei einem Simson, der einfach nur noch impulsiv handelt. Je weiter hinter man geht, desto fehlerhafter werden die Menschen. Das Buch ist auch nicht chronologisch angeordnet, sondern so aufgebaut, dass sich alles zu einer Eskalation hin entwickelt. Eine Eskalation mit katastrophalen Ausgaben. Und das Buch, das unterstreicht die Unfähigkeit des Menschen, Gott treu und gerecht zu sein. Das ist ein Buch, das nach einem Retter schreit. Aber trotzdem sehen wir immer auch Gottes wiederholtes, gnädiges, barmherziges Eingreifen in die Geschichte von Israel. Und die Richter sind eine schwache Vorausschau auf den perfekten Retter, der dann mit Jesus Christus endlich Wirklichkeit wird. Ein Retter, der durch seinen Kreuzes Tod diese Unfähigkeit der Menschen beiseite nimmt. Und der ist, der echte, dauerhafte Befreiung schenkt. Nun, in Jesus Christus gibt es unsere Unfähigkeit nicht mehr. Wir stehen durch den Glauben an ihn gerecht vor Gott. Aber wir sind hineingestellt in die gleiche Welt wie Israel dort, ausgesetzt den Einflüssen dieser Welt. Und das Ziel, was Gott mit uns verfolgen will, ist eigentlich das gleiche wie damals bei den Israeliten. Nun, wenn wir hier die Israeliten sehen, durch das ganze Buch durch, dann sind wir vielleicht schnell ein Urteil zu fällen und sagen, hey, wieso lasst ihr euch so schnell beeinflussen? Wieso könnte den Einfluss dieser fremden Völker nicht wirklich widerstehen? Also das Vermischen mit den fremden Völkern, das war etwas, wovor Gott sie explizit gewarnt hat. Und nicht nur das, er hat ihnen auch genau gezeigt, was passiert, also was ist die Konsequenz daraus, die sich ergibt, wenn sie das tun. Nun, der weißeste Mann, der uns in der Bibel vorgestellt wird, der König Salomo, schreibt in Sprüche 4, Vers 23, mehr als alles andere behütet dein Herz. Er wusste, wie wichtig es ist, das Herz, also das Zentrum der gesamten Persönlichkeit, der Ort von Verstand, Wille und Emotion zu schützen und zu bewachen. Er wusste, dass das fundamental wichtig ist, weil es eben ständig Gefahren ausgesetzt ist. Es ist Einflüssen ausgesetzt, die von Gott wegführen wollen. Das, was eben hier mit Israel passiert. Nun ein Rat, an dem sich Salomo am Ende seines Lebens gar nicht mehr selbst dran gehalten hat. Und ihm passiert genau das Gleiche. Durch ausländische Frauen wird er zum Anbeten fremder Götter verleidet. Das ist ein warnendes Beispiel davor. wie stark dieser Einfluss der fremden Völker, wie wichtig das Erlernen von Kriegsführung ist. Heute sind es andere Götzen, aber der Einfluss, der ist nicht weniger stark geworden. Gott möchte uns Kriegsführung lernen. Aber mit einer völlig anderen Perspektive als die Israeliten damals. Nämlich, ja, der Kampf ist real, aber der Siege ist in Christus bereits errungen. Und dazu m uns der Herr Gebrauch und in eine geistliche Schule mit reinnehmen Und er m uns seine Macht seine Weisheit seine Herrlichkeit seine Souver sein Eingreifen seine Liebe seine Gnade einfach vor Augen f So, dass wir verstehen, dass es nur in ihm echte Freiheit gibt und dass alles andere Verslavung bedeutet. Das, was die Israeliten hier erfahren. Nun schauen wir uns mal den ersten Mann an, den Israel verwendet, um sein Volk zu befreien. Ab Vers 7, da wird uns zunächst Israels Abfall beschrieben und anschließend die Unterdrückung durch einen Feind. und dann wird eben der erste Richter vorgestellt, Vers 9. Nun, wir erfahren ein bisschen was über Ordniel und seine Abstammung. Kaleb ist sein Onkel, Ordniel kommt also auch aus dem Stamm Judah und Kaleb ist ja einer dieser zwölf Kundschafter, die unter Mose nach Kanaan geschickt werden, um das auszukundschaften. Also das ist der Kaleb, der mit Joshua als einziger aller Kundschafter darauf vertraut, dass Gott sie in dieses Land führen wird, trotz der starke Feinde. Nun im ersten Kapitel von Richter. da wird ja so ab Vers 10 da gibt es einen ganz kurzen Bericht den gibt es auch in Joshua diesen Bericht ein Bericht über den Kampf um die Stadt Kiryat Sefer beschrieben und auch hier tritt wieder Kaleb auf als der Anführer vom Stamm Judah. Und er will seine Männer dazu motivieren, diese Stadt zu erobern und er verspricht dazu, als lohnt seine Tochter Axa zur Frau. Und Otniel, der nimmt diese Herausforderung an und er nimmt die Stadt ein. Also diese ganze Passage, diese Eroberung der Stadt, die wird total nüchtern beschrieben. Aber das ist nicht nur irgendeine kleine Provinzstadt, die lag im Gebiet der Anakita, also der Riesen. Das heißt, das war eine schwierige, das war eine gefährliche Aufgabe. Aber wir lesen nichts über ein Zögern, wir lesen nichts über Einwände von Ordniel. Da steht nur, Ordniel nimmt die Stadt ein. Und wir sehen hier etwas in Ordniel, was wir in Kaleb sehen, als nämlich die Kundschaft aus dem Land Kanaan zurückkommen und über die starken Feinde in diesem Land berichten und zehn davon überzeugt sind, dass es sicherlich nicht möglich sein wird, das Land einzunehmen und das ganze Folge in diese Denkweise mit reinziehen, da drehten Joshua und Kaleb auf und sagen dann, das ist im 4. Mose 14, Seid nur nicht widerspänzlich gegen den Herrn und fürchtet euch nicht vor dem Volk dieses Landes, denn wir werden sie verschlingen wie Brot. Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, mit uns aber ist der Herr. Fürchtet euch nicht vor ihnen. diesen Glauben von Kaleb den findet man hier in Ordniel wieder er ist davon überzeugt dass der Herr mit ihm ist und das gibt den Mut diesen Kampf gegen diese Stadt aufzunehmen nun dieser Ordniel wird nun erwählt um das Volk Israel von der Herrschaft des Königs Kuschan-Rishatayim zu befreien dieser König der kommt aus einer Gegend von Syrien und der hat schon ein ziemlich großes Gebiet durchschritten, bevor er da eben in das Stammesgebiet von Judah kommt, wo sich das Ganze hier abspielt. Das heißt, das ist kein kleiner König, da kommt ein großer Eroberer. Und Gott gibt Otniel diesen König in die Hand, sodass er ihn besiegen kann. Über Otniel erfahren wir nichts Negatives, gar nichts. Er erscheint als der klassische Held. Er ist mutig, er ist tapfer, er ist ein Macher, er ist ein bestimmter hervorragender Anführer, er ist versiert in Strategie und geübt in Kampfkunst. Aber in allem, was wir über Ordnil wissen, wird keines dieser Eigenschaften, wovon sicher ein paar zugetroffen haben, beschrieben. Das Einzige, was wir hier erfahren, ist, dass der Geist des Herrn auf ihn kommt und er anschließend in den Kampf zieht. Und von den drei Richtern, die uns heute vorgestellt werden, da ist Ordnil wahrscheinlich derjenige, von dem man denkt, ja, das ist der richtige Mann für den Job. Also wenn jemand so eine schwere Aufgabe erledigt, wie diese Stadt zu erobern, dann ist es auch der richtige Mann, um gegen diesen König zu ziehen. Und genau bei dem wird vorgehoben, dass er befähigt wird, diesen Kampf zu führen. Othniel, das ist einer der letzten
Er lässt sich nicht verleiden von seiner Stärke, sondern er lässt sich leiden von der Stärke des Herrn. Ordniell ist jemand, der weiß, dass er komplett abhängig von Gott ist. Und das Wissen um diese Abhängigkeit und das Vertrauen auf Gottes Stärke, das ist Grundlage für seinen Erfolg und nicht seine heldenhafte Geschichte oder sein makelloser Charakter. Gott kann dich dann gebrauchen, wenn du weißt, dass die Stärke von ihm kommt. Er kann dich dann am meisten gebrauchen, wenn du weißt, dass du selbst schwach bist. Und da wirst du jetzt wahrscheinlich zustimmen, aber die Frage ist, ist es Wissen oder ist es gelebte Realität? Denn es bestehen potenziell zwei Hindernisse, ordentlich hier in dem Weg, die für uns genauso präsent sind. Das eine Hindernis ist Angst. Die Gefahr, sich von der eigenen Schwäche einfach lähmen zu lassen. Du stehst vor einer herausfordernden Situation. Du siehst deine Schwäche, deine Unzulänglichkeit, deine mangelnde Erfahrung. Und die Angst hält dich davon ab, den ersten Schritt zu tun. Sie lenkt den Fokus auf deine Kleinheit. Und du vergisst die Größe Gottes. Mit der Konsequenz denkst du dann, ja gut, Gott kann mich nicht gebrauchen. Gott hätte, Othniel hätte ebenso sagen können ja, gegen diesen König habe ich keine Chance da bleibe ich lieber schön in Sicherheit hier in meiner Stadt und das war wie gesagt kein kleiner König gegen den er dort hinaus zog und er ist sicherlich nicht mit Gelassenheit und absoluter Furchtlosigkeit gegen den König gezogen da war wahrscheinlich auch eine gute Portion Angst dabei aber die hat ihn nicht gelernt seine Stärke, die kam nicht aus dem Fehlen der Angst, sondern aus dem Vertrauen in Gottes Stärke. Das andere Hindernis ist der Stolz. Also die Gefahr, dass du auf vergangene Erfolge baust. Wir lieben das Gefühl, wenn etwas funktioniert hat, wenn etwas gut gelungen ist. Und das verleitet dann dazu, auf diesen Erfolg, auf diese Erfahrung, auf dieses Können zu vertrauen. und es birgt einfach die Gefahr, dass du die Stärke in dir selbst suchst, mit der Konsequenz, dass du zum einen mal vergisst, dass die Führungen, Erfolge, Geschenke von Gnade Gottes sind und dass es dich dazu verleitet, auf deine eigene begrenzte Kraft zu schauen. Und für Ordner bestand auch die Gefahr zu denken, ja, hey, ich habe bereits eine Stadt erobert, ich weiß, wie man kämpft, ich bin mir der Situation vertraut, also schaffe ich es auch, gegen diesen König zu kämpfen, aber das tut er nicht. Erst als Gottesgeister auf ihn kommt, zieht er in den Kampf. Er geht also in den Kampf mit Gottes Befähigung. Ich denke, euch ist die Geschichte von Simson in groben Zügen bekannt, der am Ende von Richter eben vorgestellt wird. Simson, das ist der Inbegriff von Stärke. Und im Gegensatz zu Othniel, da wird in dem Bericht von Simpson extrem viele Situationen dargestellt, in denen seine Stärke betont wird. Also er tötet einen Löwen mit bloßer Hand, er reißt große Stadttore einfach aus den Angeln, er reißt Fesseln, als wäre es nichts. Solche Berichte finden wir hier über Othniel nicht. Aber Simson, der endet schließlich gefesselt, schwach, blind, geführt an der Hand eines Jungen, präsentiert zur Belustigung seiner Feinde. Er ist der Inbegriff von Schwachheit. Aber in diesem Moment, als ihm seine eigene Schwachheit vor Augen geführt wird, da wendet er sich zu Gott und sagt, mein Herr, Herr, gedenke doch an mich und stärke mich doch, oh Gott, nur diesmal noch. In diesem Moment, als er versteht, dass seine Stärke nicht durch ihn selbst, sondern durch Gott kommt, da kann ihn Gott gebrauchen und er wirkt den größten Schlag gegen seine Feinde. Gott gebraucht den, der weiß, dass seine Stärke von ihm kommt. Er will die, die wissen, Herr, ich kann nicht, aber du kannst es durch mich. Und so verwendet Gott Odniel besiegt den K aus Syrien und schenkt dem Land Frieden Und damit endet der erste Kreislauf und direkt im Anschluss gleich der n Kreislauf Israel fällt wieder von Gott ab und Gott schickt wieder einen Feind, diesmal aus Moab, welcher Israel angreift und die Palmenstadt, also damit ist Jericho gemeint, besetzt. Und Gott erwählt den nächsten Richter, Ehud. Und nun über Ehud selbst erfahren wir nicht viel. Er kommt aus dem Stamm Benjamin, dem kleinsten Stamm Israels, stammt von einem gewissen Gera ab. Das Einzige, das Einzige, was über ihn mitgeteilt wird, ist eine Eigenschaft, seine Linkshändigkeit. Und das ist damals wie heute, das ist eine Seltenheit. Also die meisten Menschen sind ja Rechtshänder. Und diese Eigenschaft, diese Besonderheit, die bestimmt den ganzen weiteren Verlauf der Geschichte, die wir hier sehen. Das ist der Schlüssel zu seinem Erfolg. Nun, man kann hier ganz schwer sagen, was mit dem Wort gemeint ist, das hier mit Linkshändigkeit übersetzt wird. Also einige Ausleger gehen davon aus, dass er die rechte Hand schlichtweg nicht benutzen konnte, dass sie gelähmt war. andere Ausleger wiederum gehen davon aus, dass er zu jenen Kämpfern gehörte, die auch die linke Hand verwenden konnten also später in Richter aber auch in Samuel da finden wir Berichte von Kämpfern aus dem Stamm Benjamin die geübt waren die linke Hand zu verwenden und das waren ausgezeichnete Kämpfer, eventuell war Ehud einer von diesen nun was es auch bedeutet Ehud ist jedenfalls mit einer besonderen Gabe ausgestattet. Nun kommt also die Zeit, den Tribut an König Eglon zu überbringen, also eine Abgabe in Form von Geld oder Gütern, die eben die besiegte Nation an die herrschende Nation Moab hier zu überbringen hat. Ehud wird ausgewählt und er bereitet sich vor, und zwar auf ein Attentat. Und er bereitet sich vor in einer Art und Weise, die gezielt auf die Begabung, die linke Hand einsetzen zu können, abgestimmt ist. Also er fertigt eine Waffe an, 25 cm lang, zweischneidig, ein Vorteil für einen Nahkampf und er versteckt sie auf der rechten Seite, um einfach bei einer Durchsuchung die Chance zu erhöhen, dass die Waffe übersehen wird, weil ein Rechtshänder typischerweise auf der linken Seite seine Waffe haben würde. Und nun, wir bekommen jetzt eine sehr detaillierte und offensichtlich auch sehr schonungslose, brutale Darstellung von dem Attentat auf den König Eglon von Moab. Nun, es gelingt also Eklon so nahe heranzukommen, dass sie ihn töten kann. Er verschließt die Türen, wodurch die Diener dazu verleitet sind, anzunehmen, dass Eklon auf Toilette ist. Das ist mit Füßen bedeckend gemeint. Sie warten entsprechend und dieses Verzögern. Es führt wiederum dazu, dass Eod sich im Vorsprung sichern kann, die Israeliten zusammentrommeln kann und gegen die Moabiter in den Kampf zieht und diese besiegt. Nun, wenn man auf diesen Absatz schaut, dann kann man Ehuds Verhalten durchaus kritisch betrachten. Also war diese Art und Weise nicht ein hinterlistiger Mord? Und vielleicht sehen wir hier schon ein Stück weit durchscheinen, dass eben die Richter immer unperfekter werden in ihrer Darstellung während des ganzen Buches. Aber was wir sehen, Ehud hat eine Begabung, die Gott zur Verfügung stellt. Es gibt drei Dinge, die uns an Ehuds Bericht ermutigen dürfen. Ehud wartet nicht auf die perfekte Gelegenheit. Er wartet nicht darauf, dass der perfekte Moment kommt. Also der Text legt hier nahe, dass Ehud sich die Aufgabe hier nicht unbedingt ausgesucht hat. ein Tribut an den feindlichen König zu überbringen, das ist keine Aufgabe, für die man viele Freiwillige finden wird. Mir ist einfach davon auszugehen Ehud der aus dem kleinsten Stamm kommt eventuell gehandicapt dass dieser mit dieser dem Aufgabe wurde Hätte Ehud einen perfekten Moment aussuchen können, dann hätte er vermutlich nicht die Audienz bei einem feindlichen König in einem Stadt voller Feinde umgeben von den Elitekämpfern der Leibgarde gewählt. Das war kein perfekter Moment. Er nutzt die Gelegenheit, die sich ihm bietet und die gefährlich ist. Vielleicht warten wir manchmal auf den perfekten Moment. Das ist doch etwas, was uns häufig hindert, unsere Begabungen einzusetzen. Wir warten, bis wir perfekt sind und dann die perfekte Gelegenheit kommt. Bis dahin haben wir Ausreden wie, wenn ich erstmal mehr Zeit habe, wenn die Umstände besser sind, wenn ich mich sicherer fühle. irgendwann später bin ich so weit, dass Gott mich gebrauchen kann. Aber Gott braucht nicht deine Perfektion, sondern er braucht deine Bereitschaft. Er will deine Bereitschaft, mit dem zu beginnen, was du hast. Gott will dich jetzt gebrauchen, in dieser Realität und nicht in irgendeiner idealisierten Zukunft, die du dir vielleicht ausmalst. Und Ehud denkt auch nicht, oh, ja, für diesen Job hier, da habe ich doch die falsche Gabe. Also es wäre jetzt besser, hier einen Rechtshänder einzusetzen, einer, der vielleicht das Schwert richtig führen kann. Besser wäre vielleicht sogar noch jemand aus dem Stamm Judah, so ein Anführer. Aber er fängt nicht an, an irgendetwas von anderen zu kopieren oder sich vielleicht eine Rechtshändigkeit anzutrainieren. er nutzt gezielt seine Besonderheit, um seine Mission hier zu erfüllen. Vielleicht denken wir manchmal so wie Saul und seine Soldaten, als David sich meldet, gegen Goliath zu kämpfen. Ja, der Junge, der muss doch irgendwie ausgerüstet werden, damit er überhaupt eine Chance hat. Hier, nimm die Rüstung vom König und sein Schwert. Das ist das Beste, was das Heer zu bieten hat. und David kann nicht mal laufen damit. Gott verwendet ihn so mit seiner Begabung, er ist geschickt mit der Steinschleuder. Wir stehen oft in der Gefahr zu glauben, dass unsere Gaben unpassend ist oder unbedeutend. Vielleicht erscheinen sie uns nicht geistlich genug und damit nicht wichtig genug, aber genau mit diesen Eigenschaften hat der Herr dich geschaffen. Er will nicht, dass du anfängst zu versuchen, um irgendjemand anders zu kopieren, sondern er will, dass du dich mit deinen Gaben in seinen Dienst stellst. Was Ehud hier während der Planung, während der Durchführung des Attentats und auch dann während der Flucht wahrscheinlich überhaupt nicht im Blick hatte, das erkennt er, denke ich, dann, als er die ganzen Israeliten zusammentrommelt. Er erkennt, ho, das war nicht seine großartige Planung, das war nicht seine clevere Durchführung, also dass er von den Wachen nachlässig durchsucht wurde, dass Eglon absolut naiv und leichtfertig seinen Feind so nah herankommen lässt und die Leibwächter wegschickt, dass die Wachen sich täuschen ließen in der Meinung, dass Eglon Privatsphäre benötigt und dass sie dann so lange warten, dass er genug Vorsprung gewinnen kann. Und das hat Gott so geführt. Gott hat seine Begabungen in dieser wunderbaren Art und Weise eingesetzt. Und Ehud, der schöpft Mut daraus, weil er sieht, wie groß der Herr ist. Denn als Ehud hier die Israeliten zum Kampf versammelt, da hat sich an der Stärke des Feindes ja gar nichts geändert. Also zu dem Zeitpunkt, da ist ein übergewichtiger Moabiter tot. Und die 10.000 Moabiter, von denen steht, dass sie stark und tapfer sind, fähige Soldaten, die sind alle noch am Leben. Aber als Ehud erkennt, wie wunderbar Gott ihn hier geführt hat, dann schöpft er neues Vertrauen. Er kann die Israeliten zum Angriff auf die Moabiter motivieren. Gott kann unsere Gaben weit, weit über unsere Vorstellungskraft wirken lassen. Er handelt meist in einer Art und Weise, die zumindest ungew ist so wie hier und die wir von vornherein sowieso nicht bedenken Aber das ist auch nicht unser Job Unser Job ist einfach unsere Begabungen zur Verf zu stellen Und es ist v unerheblich wie gro oder klein unsere Begabungen sind, wie vermeintlich wichtig oder unwichtig, sondern einfach nur, wie groß unser Gott ist, der sie gebraucht. Wir werden noch einen kurzen Blick auf den letzten Richter werfen. Er wird nur mit einem Vers beschrieben. Wir erfahren fast gar nichts von ihm, also nur seinen Namen, wie viele Feinde er erschlug und welche Waffe er dafür verwendete. Ein krasses Gegenteil zu Ehud. Bei Ehud, da bekommen wir einen Bericht, also das liest sich wie eine Szene aus einem Film. Wenn wir das lesen, da hat jeder von uns eine Vorstellung, wie das damals abgelaufen sein könnte. Und bei Shamgar, da finden wir einen Satz. Und er geht neben dem Bericht von Ehud komplett unter. Und bei der Vorbereitung auf die Predigt und bei der Festlegung des Textabschnitts, da wollte ich eigentlich auch nur Ordniel und Ehud vorstellen, weil ich dachte, ja, Schamgar, den kann man weglassen, über den weiß man doch sowieso nichts. Also eigentlich hätte man den Satz auch aus der Bibel streichen können, aber Gott wollte, dass Schamgar erwähnt wird. Wer er ist und woher er kommt, Da gibt es unterschiedliche Interpretationen. Eventuell war er sogar nicht Israelit. Aber wir wissen das nicht mit Sicherheit. Und vielleicht denkst du jetzt in Bezug auf Ehud, ja gut, das war hier jemand mit einer besonderen Begabung. Anscheinend war ihm doch sehr klar, dass er diese hat. Und er hat es auch verstanden, das entsprechend für Gott zu nutzen. Ja gut, aber ich bin kein Ehud. Ich weiß nicht mal sicher, was meine Begabung ist. Ich bin so der Durchschnittstyp. Und da darf Schamga für dich eine Ermutigung sein. Der, der fast in Vergessenheit gerät, der fast hinten runterfällt gegenüber den Ehud und den Odniel. Shamgas Waffe, ein Rinderstachel. Also ein zwei bis drei Meter langer Stab, der auf der einen Seite eine Metallspitze hat, um die Rinder zu lenken, auf der anderen Seite einen Schaber oder Spaden, um den Schlamm und Erde vom Flug zu entfernen. Das ist ein einfaches Werkzeug für die Landwirtschaft. Schamga ist vermutlich Landwirt. Er dient Gott mit dem Offensichtlichen, was er hat. Er steht für den, der sich gebrauchen lässt, dort, wo es für Menschen einfach nicht auffällt, im Alltag, im Hintergrund. Und das Einzige, was Schamga macht, der stellt sich Gott zur Verfügung. Und Gott macht daraus eine große Sache und schenkt einen Sieg über 600 Philister. Schamga, der ist irgendwie der, der ein bisschen an den Jungen bei der Speisung der 5000 erinnert, der wird nur kurz erwähnt, ein kleiner Teilsatz, wo er vorkommt, aber er gibt Jesus das, was er hat. Ein paar Brote, ein paar Fische, ein Witz für die Menge an Leute. Aber Jesus nimmt es und macht daraus ein unglaubliches Wunder. Wir sehen also in diesem Textabschnitt drei Männer, die unterschiedlicher nicht sein können. Die unterscheiden sich in ihren Möglichkeiten, in ihren Begabungen, in ihren sozialen Stellungen, aus den Stämmen, aus welchen sie kommen, aus den Familien, aus denen sie kommen. Und trotz dieser Unterschiede bewirkt Gott durch alle drei das gleiche Ergebnis. Er rettet durch sie Israel. Alle diese drei verwendet Gott als Werkzeuge, als Teil seines Plans mit Israel. Und der Herr beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Art von Menschen. Die Gemeinsamkeit der drei ist, sie stellen sich Gott zur Verfügung. Manchmal glauben wir vielleicht, dass Gott aus kleinen menschlichen Mitteln was Kleines erschaffen kann und aus großen menschlichen Mitteln was Großes, als wäre da irgendein Zusammenhang. Nein, es ist nicht. Er ist der Souverän. Er ist der, der wirkt. Er ist der, der befähigt, ausrüstet und schließlich sein Werk vollbringt. Ihm geht es ausschließlich um bereitwillige Herzen. Er braucht nicht die Perfekten, er braucht die Bereiten. Und dieser Text, das ist eine Einladung, uns Gott einfach zur Verfügung zu stellen. Amen.