CGH Hersbruck

Glaube der rettet - Werke die folgen

Predigten 2026
05. Juli 2026
Transkriptca. 25 min Lesezeit

Ja, schön, dass ihr da seid. Wir wollen heute eine neue Themenreihe beginnen. Glaube, der rettet Werke, die folgen. Die nächsten drei Sonntage wollen wir uns mit diesem Thema beschäftigen und wenn wir über das Thema Glauben und Werke sprechen, dann sprechen wir nicht über ein nebensächliches, theologisches Detail. Das Thema Glauben und Werke gehört zu den zentralsten und zugleich missverstandensten Themen in der Bibel. Und kaum ein anderer Punkt in der Kirchengeschichte hat so viel Verwirrung, Spannung und geistliche Not hervorgebracht wie dieses Thema Glauben und Werke. Wir sprechen über eine Frage, die über die Heilsicherheit, das ist unser subjektives Empfinden, oder die Heilsicherheit, die objektive Frage, ist die Rettung tatsächlich sicher? Kann ich mir wirklich sicher sein, dass ich mit Gott versöhnt bin, dass ich ewiges Leben habe? Und diese Frage ist nicht neu, sie hat Menschen über Jahrhunderte innerlich zerrissen, weil viele Menschen mit der Frage leben, habe ich genug getan? Reicht mein Glaube? Wird mich Gott annehmen? Einer dieser Menschen, den diese Fragen beschäftigte, war Martin Luther. Martin Luther, ein Mensch, gefangen in Werken, aber der durch Glauben befreit wurde. Martin Luther lebte in einer Zeit, in der das religiöse Denken stark von Werken, von Leistungen und Verdiensten geprägt war. Das geistliche Klima des Spätmittelalters war bestimmt von der Überzeugung, der Mensch muss durch Werke zu Gott aufsteigen. Gnade war vorhanden, aber nicht kostenlos. Vergebung war möglich, aber nie sicher. Heilsgewissheit war die Ausnahme, nicht die Regel. Beichte, Bußübungen, Fasten, Wahlfahrten, Ablässe, all das gehörte zu dem religiösen Alltag der damaligen Zeit. Und die zentrale Frage, die die Menschen damals bewegte, lautete, habe ich genug getan? Habe ich genug getan? Reicht das? und all das hat dazu geführt, dass Luther nicht Frieden mit Gott fand, sondern dass seine Angst vor einem gerechten Gott immer größer wurde. Martin Luther war kein oberflächlicher Christ. Er hat es sehr ernst genommen mit seinem Glauben. Er war gründlich, er war diszipliniert. Er war, wir können schon fast sagen, fanatisch in seiner Frömmigkeit. Als Mönch im Augustinerorden quälte er sich nächtelang durch nächtelange Gebete, extreme Askese, also freiwillige Enthaltsamkeit und sehr strenge disziplinierte Lebensweise, stundenlanges Beichten. Aber all das führte dazu, dass Luther noch mehr Angst vor Gott bekam. Er kannte Gott nur als einen Richter. Einen Richter, wo er diesen Maßstab der Heiligkeit Gottes nicht entsprach. Und je mehr er sich bemühte, je mehr Werke er tat, je mehr Verdienst er vorzuweisen hatte, umso größer wurde seine Angst vor diesem Gott. Und ein Vers plagte ihn zutiefst, Römer 1, Vers 17, denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart, ausglauben zu glauben. Und Luther deutete diese Gerechtigkeit Gottes, dass er diese Gerechtigkeit erarbeiten muss, dass er diese Gerechtigkeit Gottes vorweisen muss. Und genau hier entsteht der Konflikt zwischen Glauben und Werke. Wenn Gottes Gerechtigkeit ein Maßstab ist, das ich erarbeiten muss, verdienen muss, vorweisen muss, dann führt es mich in die Hoffnungslosigkeit. Und das sehen wir bei Luther. Wenn Gottes Gerechtigkeit ein Maßstab ist, was wir als Menschen abliefern müssen, dann haben wir keine Chance. Dann führt es uns in die Hoffnungslosigkeit, weil wir das nicht erreichen können. Und Luther musste lernen und verstehen, dass die Gerechtigkeit Gottes ein Geschenk an den Menschen ist. Und wenn du das als Geschenk an den Menschen begreifst und wahrnimmst dann f es dich in die Freiheit Und als Luther das verstanden hatte da schreibt er selber in diesem Moment da f ich mich wie ganz und gar neu geboren und trat durch eine offene Tor in das Paradies selbst hinein. Aus Angst wurde Frieden, aus Mühe und Abrakern wurde Dankbarkeit, aus Werksreligion wurde Gnadenleben. Und Luther hat das wieder neu entdeckt und in der Reformation spiegelt sich das wieder. Eine reformatorische Aussage sola fide, allein durch Glauben. Nicht durch Werke, allein durch Glauben. Luther verstand Römer 1, Vers 17 richtig, der Gerechte wird aus Glauben leben. Gott schenkt dem Sünder seine Gerechtigkeit. Er muss es nicht erarbeiten. Und ich glaube, dass heute ganz viele Menschen mit diesem Thema, Glauben und Werke ein Problem haben. Und ich weiß nicht, aus welchem Hintergrund du kommst, welches theologische Wissen du hast, was deine Grundannahme ist. Aber eins weiß ich, dass wir alle Menschen mit diesem Thema irgendwo immer wieder zu kämpfen haben, weil es so tief in uns drin ist, dass wir was leisten wollen. Dass wir nicht mit leeren Händen vor Gott erscheinen wollen. Das prägt uns, da leben wir drin, das ist die Gesellschaft, in der wir leben, wo Leistung, Leistung gefordert wird. Und diese Frage, die beschäftigt einen jeden Menschen, wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Deswegen gibt es so viele Werksreligionen. Religionen, wo heißt du das, du das, mach das, mach das und dann wird Gott dir vielleicht gnädig sein. Diese Wahrheit, die Martin Luther entdeckt hat, das ist keine neue Wahrheit, die er entdeckt hat, sondern er hat bloß was wiederentdeckt, was Paulus schon längst zu Zeiten des Neuen Testaments gelehrt hat. Und wir wollen uns heute Morgen damit beschäftigen. Wir wollen diese Wahrheit entfalten. Wie wird der Mensch gerecht vor Gott? Das ist die erste Predigt. Das ist die erste Predigt. Glaube, der rettet Werke, die folgen. Und heute Untertitel, allein aus Glauben ohne Werke gerettet. Allein aus Glauben ohne Werke gerettet. Und ich möchte ein Grundstatement vorausschicken, Das wie Volk lautet, der Mensch wird allein durch Glauben gerechtfertigt, völlig unabhängig von Werken. Zu diesem Thema möchte ich drei Bibeltexte, drei Bibelstellen, dass wir sie gemeinsam lesen. Die möchte ich der Predigt vorausstellen. Lasst sie uns gemeinsam lesen, ist ein bisschen klein, aber ich hoffe, dass ihr das trotzdem lesen könnt. Lasst es uns bedacht lesen, ich möchte auch bewusst etwas langsamer lesen. dass ihr seht, dass diese Wahrheit, die wir nachher in der Predigt entfalten, aus dem Wort Gottes kommt. Römer 3, Abvers 20, ich lese aus der NGU. Denn auch durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften steht kein Mensch vor Gott gerecht da. Doch jetzt hat Gott unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten, seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen. Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugutekommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ob jemand Jude oder Nicht-Jude ist, denn alle haben gesündigt. Und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck. Und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus. Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen und durch den Glauben kommt sie uns zugute. Damit hat Gott unter Beweis gestellt, dass er gerecht gehandelt hatte, als er die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen ungestraft ließ. Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses hat er jetzt in unserer Zeit seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt. Er hat gezeigt, dass er gerecht ist. wenn er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt. Dann eine weitere Stelle aus Galater 2, Vers 16. Aber wir wissen jetzt, dass der Mensch nicht durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften für gerecht erklärt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus Und darum haben auch wir unser Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt Denn wir möchten vor Gott bestehen können. Und das ist, wie gesagt, nur auf der Grundlage des Glaubens an Jesus Christus möglich. Nicht auf der Grundlage der Gesetzeserfüllung. Niemand steht durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften vor Gott gerecht da. Und zum Schluss lassen wir Paulus nochmal zu Wort kommen in Epheser 2, 8 und 9. Noch einmal, durch Gottes Gnade seid ihr gerettet und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst. Nein, sie ist Gottes Geschenk. Sie gründet sich nicht auf menschliche Leistung, sodass niemand vor Gott mit irgendetwas groß tun kann. Ich glaube, sehr einprägsame Worte. Sehr klar und deutlich zu verstehen. Ich möchte es kurz entfalten, dass wir das vielleicht besser verinnerlichen. Mein erster Punkt, Gottes Gericht, Schuld statt Gerechtigkeit. Paulus fängt in Römer 3, Vers 2 an und dann sagt er, führt aus, da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Und gerade haben wir es gelesen in Vers 23, alle haben gesündigt. Das ist dein und mein Problem eines jeden Menschen, dass wir Sünder sind. Unser Wesen ist sündhaft. Wir haben eine sündige Natur und deswegen sündigen wir. Und mit jeder Sünde bestätigen wir, dass wir einen verdorbenen Charakter, ein sündiges Wesen haben. Und deswegen steht auch kein Mensch vor Gott neutral da. Das gibt es nicht. Jeder Mensch ist vor Gott schuldig und erreicht nicht diese Gerechtigkeit Gottes, die Gott fordert, wenn du in den Himmel kommen möchtest. Gott ist vollkommen und wenn du in den Himmel kommen willst, dann musst du auch vollkommen sein. Von Anfang deines Lebens, vom ersten Herzschlag bis zu deinem letzten Herzschlag, muss dein Leben perfekt sein. Und wenn es das nicht ist, dann hast du kein Recht, mit Gott Gemeinschaft zu haben. Und das schafft kein Mensch. Da ist keiner ausgenommen. Keiner ist gerecht, auch nicht einer. Alle haben gesündigt. Darunter fällst auch du und ich. Es gibt einen Roman, das heißt Fegefeuer der Eitelkeiten. Und dort wird ein reicher Geschäftsmann beschrieben. Er lebt in Hochmut. Er hat eine Frau, aber er beginnt eine Affäre mit einer anderen Frau. Und als er abends mit ihr ausgeht, verfährt er sich in einem Stadtteil und fährt dort aus Versehen einen Menschen um. Der liegt ein Jahr lang im Koma, verstirbt dann und dieser reiche Geschäftsmann versucht, sich zu retten, aus der Situation heraus zu retten. Er versucht, seine Ehe zu retten, aber er lügt und lügt und lügt und je mehr er versucht, aus eigener Kraft herauszukommen, umso mehr verstrickt er sich in Sünde. und am Ende verliert dieser Mann alles. Seine Ehe scheitert, seine Ehre verliert er vor den Menschen, seine Firma geht den Bach hinunter. Sünde ist wie Fäulnis, wenn es einmal im Körper eines Menschen ist, dann frisst es dich zu Tode. Du kannst dieser Sünde nicht entweichen. Du kannst ihm keinen Anhalt gebieten. Schritt für Schritt fängst du an zu fäulen. Fäulnis macht die Seele des Menschen kaputt. Und diese Sünde beherrscht jedes menschliche Herz. Da gibt es keine Ausnahme, da kommen wir nicht raus. Martin Lloyd-Jones, David Martin Lloyd-Jones, er hat es sehr gut folgendermaßen zusammengefasst. Die eigentliche Natur des Menschen ist gefallen. Im Kern seines Seins ist der Mensch verkehrt und deshalb ist auch sonst alles verkehrt. Es kann an ihm nichts verbessert werden, da letzten Endes nichts genügt, außer einer radikalen Umwandlung einer neuen Natur. Der Mensch liebt die Finsternis und hasst das Licht. Wie kann ihm geholfen werden? Kann er sich selbst ändern? Kann er sein Wesen ändern? Kann ein Schwarzer seine Haut ändern, ein Leopard seine Flecken? kann der Mensch die gesamte Ausrichtung seines Lebens ändern? Selbst wenn man ihn neu begleitet, ihm ein neues Haus in einer neuen Umgebung gibt, ihm das Beste und Edelste zur Unterhaltung bietet, ihm eine Ausbildung und Geistesserziehung zukommen lässt, seine Seele häufig mit der anspruchsvollsten kulturellen Bildung, die es je gab, bereichert, all das zu tun und mehr er bleibt doch im Wesen der gleiche Mensch und sein Verlangen und sein innerstes Leben bleiben unver Der Mensch kann sich nicht ver Eine Frage an die J Warum bellt ein Hund Er kann es nicht anders. Das ist seine Identität. Das ist sein Wesen. Warum miaut eine Katze? Das hat Gott in die Katze hineingelegt. Warum mutt eine Kuh? Weil Gott das so geschaffen hat. Das ist die Identität dieses Tieres. Das ist sein Wesen. Warum sündigt der Sünder? Weil er ein Sünder ist. Und da kommen wir nicht raus. Das ist das, was Dr. Martin Lloyd-Jones hier geschrieben hat, ganz einfach für Kinder ausgedrückt. Wir können unseren Zustand nicht verbessern. Du kannst es nicht verbessern, ich auch nicht. Und das muss ganz tief in uns hinein. Dass wir verstehen, welches einzige Mittel Gott uns gegeben hat, da aus dieser Sache herauszukommen. Aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt. Römer 3, Vers 20. Und das ist der Grundsatz in der Bibel, der nicht verhandelbar ist. Aus Gesetzeswerken, aus Leistung, aus eigener Leistung wird kein Fleisch, wird kein Mensch vor ihm gerechtfertigt werden. Du kannst nichts Gott bringen, was deine Stellung vor ihm dich verbessert. Das ist in der Bibel nicht verhandelbar. Ein Mörder kann seine Strafe absitzen, aber seine Schuld, die bleibt immer da. Er wird immer ein Mörder bleiben. Selbst wenn er nach 15 Jahren vielleicht aus dem Gefängnis rauskommt, jeder wird sagen, du bist ein Mörder. Die Schuld vor Gott bleibt. bleibt, egal wie viel Tränen wir vergießen, die Sünde kann es nicht sühnen, egal wie viel Gutes du tust, unser verkehrtes Handeln gegen Gott kann es nicht wieder gut machen, egal wie viel du betest, egal wie groß deine persönliche Hingabe ist, unsere Schuld vor Gott kann es nicht mindern, noch sie irgendwie zudecken. Selbst, selbst wenn wir in der Hölle eine Ewigkeit lang brennen würden, würde es unsere Seele nicht vor Gott reinigen. Es gibt nichts in der menschlichen Macht, in der Zeit oder in der Ewigkeit, was deine Seele vor Gott reinigen kann. Nichts haben wir. Und je mehr wir versuchen, eigene Mittel, eigene Wege, eigene Lösungen zu suchen, ketten wir uns an die Sünde und versündigen wir uns noch mehr Gott gegenüber. Wir haben keine Chance. Deswegen sagt Paulus in Galater 2, Vers 16, dort haben wir es gelesen, dass das Gesetz die Schuld aufdeckt, es rettet nicht. Das Gesetz deckt auf, was in uns drin ist. Aber es kann uns nicht retten. Du kannst tun, was du willst. Du kannst dieser Gerechtigkeit Gottes nicht Genüge tun. Und ich weiß, dass von euch einigen, hier von den Kids, die vorne singen, schon beim Arzt waren und hier unterm Röntgen gerät. Warum? Weil man entweder gefallen ist, Da muss man gucken, ist alles in Ordnung. Hat man sich den Arm gebrochen oder hat man sich den Schädel zertrümmert? Das sieht man von außen nicht. Und genau das ist das Gesetz. Es ist ein Spiegel. Es zeigt in deine Seele hinein, du bist ein Sünder. Du schaffst es nicht. Die guten Gebote Gottes, die sind gut, aber die können wir nicht einhalten. Das Problem ist ja nicht mit dem Gesetz, sondern das Problem liegt ja bei uns, mit unserem verdorbenen Herzen. Und so sind die Vorschriften Gottes. Sie zeigen uns, wer wir sind. Sie zeigen, dass wir unfähig sind, diese gute Gerechtigkeit Gottes auszuleben. Und wenn du arbeitest und dreckig wirst, dann kannst du dich in einem Spiegel anschauen. dann siehst du, wie dein wahrer Zustand ist, dass dein Gesicht dreckig ist, aber waschen kannst du dich mit einem Spiegel nicht. Da brauchst du Wasser und Seife dazu. Das ist das, was die Bibel uns sagt. Du hast ein Problem. Du ermangelst dieser Herrlichkeit Gottes, die du eigentlich widerspiegeln müsstest. Und das schaffen wir nicht. Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. und das steht über dein und mein Leben. Aber wir können Gott so dankbar sein, dass es in der Bibel ein großes Aber gibt. Aber, und das ist mein zweiter Punkt heute Morgen, Gottes Gnade, der einmalige Freispruch. Und dort heißt es in 2. Korinther 5, Vers 21, denn der Sünde nicht kannte, hier ist die Rede von Jesus,

Denn der Sünde nicht kannte, hat er Gott für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. Das ist die einzige Möglichkeit, für den Menschen vor Gott gerecht zu werden. Das ist das einzige Heilmittel für deine Seele. Und das ist die Gottes gnädige Antwort auf unsere Sünden. Er erlöst die Menschen, welche an ihn glauben. Wir haben ganz viele Bibelstellen, die das untermauern. Römer 4, Vers 25. Er ist, nein, 1. Petrus 2, Vers 24. Er ist es, der unsere Sünden an sein Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemen ihr heil geworden seid. Das ist die einzige Möglichkeit. Das ist dieser Rollentausch, dass deine Sünden auf Jesus gelegt werden, damit Gott dir seine Gerechtigkeit zurechnen kann. Das ist Rechtfertigung. In der Rechtfertigung erklärt Gott dich rechtlich vor Gott als richtig stehend, als eine Person ohne Sünde. Diese Rechtfertigung, das was Gott tut, wenn du an Jesus Christus glaubst, wenn du dein Vertrauen einzig allein auf ihn setzt, wenn du erkannt hast, dass du nichts bringen kannst, nichts leisten kannst, so wie wir es gerade eben gesehen haben im ersten Punkt, dann bleibt dir nur eine Chance, an Jesus Christus zu glauben. Und wenn du das tust, dann rechtfertigt Gott dich. Dann schenkt dir Gott seine Gerechtigkeit. Dann musst du diese Gerechtigkeit nicht erarbeiten, nicht verdienen, sondern du kriegst es geschenkt. Die Rechtfertigung selbst bewirkt keine Veränderung im Wesen oder Charakter des Sünders. Sie ist eine unmittelbare Veränderung unserer Stellung vor Gott, nicht eine schrittweise Umgestaltung. Rechtfertigung ist kein innerer Prozess, sondern ein juristischer Akt. Gott erklärt dich für gerecht. Gott schenkt dir seine Gerechtigkeit. Das nennt die Bibel Rechtfertigung, das ist dieser theologische Begriff. Aber wie schaut das ganz praktisch aus? Ich möchte ein Beispiel nehmen, wo wahrscheinlich alle von euch hier im Saal schon damit zu tun hattet. Wenn ihr beim Standesamt wart, also entweder warst du schon dort als zukünftig Mann oder Frau, die von den Bevollmächtigten dort standen, oder du warst dabei und hast zugehört, was der dort erklärt hat. Dann ist dort der Standesbeamte und dann steht Mann und Frau vor ihm. und dann sagt er, Kraft der mir gegebenen Vollmacht erkläre ich euch hiermit zum Mann und Frau. Und in diesem Moment vollzieht sich eine unmittelbare Veränderung in der rechtlichen Stellung des Ehepaars. Einige Sekunden zuvor betrachtete das Gesetz sie als zwei getrennte Einzelpersonen. Doch aufgrund dieser Erklärung ändert sich ihre Stellung vor Gott, ihre Stellung in der Gesellschaft völlig. Und obwohl diese Erklärung tiefgehende und lebensverändernde Folgen nach sich zieht, ändert sich im Charakter oder Wesen des Ehepaars nichts. Es ist, wir könnten sagen, letztendlich nur eine rechtsgültige Erklärung. Also du bist vom Standesbeamten und er sagt, Kraft der Autorität, die ich habe, seid ihr nun Mann und Frau. Plötzlich hat sich die Stellung geändert. Das ist genau so, wenn Gott einen Sündern gerecht spricht und sagt, du hast meine Gerechtigkeit. Dann bist du in der Stellung vor Gott gerecht. Aber Hand aufs Herz. alle, die vom Standesbeamten standen. Wir wissen es nur zutiefst, dass man dadurch, dass der Standesbeamte dir zugesprochen hat, dass du jetzt rechtlich Ehemann und Ehefrau bist, dein Charakter, dein Wesen sich nicht geändert hat. Du bist nicht liebensvoller geworden, bist nicht geduldiger geworden. Wenn du vorher je zornig warst, dann bist du halt nach dem Standesamt genauso je zornig. Und das passiert mit uns Sünder auch. Gott spricht uns gerecht. Deine rechtliche Stellung hat sich geändert vor Gott. Gott sieht dich nun als gerecht an. Als einer der alle Gebote Gottes erf Das ist deine rechtliche Stellung Praktisch schaut es so aus dass du immer noch ein ungehobeltes Lebensstil hast Dass du immer noch s Und das braucht Zeit das braucht Ver Das nennt die Bibel Heiligung Gott sagt nicht, alles super, du bist gerecht von mir. Ja, das ist wichtig. Aber jetzt fängt Gott an, mit dir zu arbeiten. Jetzt gebraucht Gott ganz unterschiedliche Mittel, um dich zu verändern, dass dein Leben, so wie du lebst, wirklich deiner Stellung gerecht wird. Ich glaube, ihr wisst und versteht, wovon ich spreche. Gott spricht den Sünder gerecht auf der Grundlage des stellvertretenden Werkes Jesu Christi. So heißt es in Jesaja 53, er hat unsere Schuld getragen. Er hat deine Schuld getragen ans Kreuz. Jesus, er hat das Gesetz vollkommen erfüllt. Und er hat dem Zorn Gottes Gerechtigkeit erlangt, gesühnt. Und deswegen heißt es in Römer 3, Vers 26, was wir vorher gelesen haben, sodass er gerecht ist, also Gott, und den rechtfertigt, der des Glaubens an Jesus ist. Es gibt einen Grundsatz in der Bibel, der Lohn der Sünde ist der Tod. Wenn du sündigst, dann musst du sterben. Und Gott sagt in der Rechtfertigung nicht einfach, ich lösche deine Schuld und alles ist gut, sondern ein anderer muss für deine Schuld zahlen. Das ist dieser stellvertretende Sühne-Tod Jesu Christi. Gott nimmt deine Schuld, legt sie auf Jesus und er stirbt am Kreuz für dich. Und weil er das Gesetz vollkommen erfüllt hat, weil er deine ganze Schuld getragen hat, kann Gott sagen, ich bin gerecht. Gott ist gerecht. Er lässt den Sünder nicht einfach so straffrei davon kommen. Sondern er hat seinen Sohn gerichtet an deiner Stelle. und jetzt, nachdem er bewiesen hat, dass er gerecht ist, kann er dir seine Gerechtigkeit zusprechen, sodass er gerecht ist und den rechtfertigt, der des Glaubens an Jesus ist. Gott ist gerecht. Und diese Rechtfertigung, das ist eine einmalige Sache. Das ist nicht wachsend, das ist nicht abstufbar, das ist nicht korrigierbar. Diese rechtliche Änderung in deinem Leben, diese Stellung vor Gott, die vollzieht sich in einem Augenblick. Und dann ist die fest. Das ist kein Prozess, die sich entwickelt, sondern das ist in einem Augenblick erledigt. Es gibt nichts, was unsere Schuld vor Gott reinigen kann. allein Jesus Christus und allein auf dieser Grundlage haben wir die Möglichkeit, dass Gott uns gerecht spricht. Und wir singen das auch, wir drücken diese Wahrheit auch in Liedern aus. Es gibt ein Lied aus dem 21 Heft, 93 kennt es alle. Was macht mich von Sünden rein? Nur das Blut des Lammes Jesu. Wo mag Heilung für mich sein? Nur im Blut des Lammes Jesu. Was erlöst mich von der Schuld? Nur das Blut des Lammes Jesu. Wisst ihr, was wir mit diesem Lied ausdrücken? Dass du nichts leisten kannst. Dass du keine Werke bringen kannst. Dass du nichts Gott darbringen kannst. Nur das Blut des Lammes Jesu. Reinigt deine Seele von den Sünden. Und der Hebräer Schreiber, Hebräer 9, Vers 4, bringt es sehr. Klar zum Ausdruck, das Blut Christi jedoch hat eine unvergleichlich größere Wirkung. Denn als Christus sich selbst vom Gottes ewigen Geist geleitet, Gott dargebracht hat, war das ein Opfer, dem kein Makel anhaftete. Und jetzt, darum reinigt uns sein Blut bis in unser Innerstes. Es befreit unser Gewissen von der Belastung durch Taten, die letztendlich zum Tod führen, sodass es uns jetzt möglich ist, den gerechten Gott zu dienen. Es gibt nichts, was du vor Gott bringen kannst. Es ist nur das Blut des Lammes, Jesu, das deine Seele vor Gott reinigen kann. Und deshalb gilt, wer in Christus ist, ist vollständig gerechtfertigt. Der ist vollständig gerechtfertigt. Gottes Gerechtigkeit wird ihm zugerechnet, nicht erworben. Noch mal ich m wirklich dass wir das verstehen diese Gerechtigkeit Gottes das ist nicht ein Ma den du erf sollst den kannst du nicht erf Wenn du versuchst das zu erreichen dann wirst du scheitern Aber du kannst dir diese Gerechtigkeit Gottes schenken lassen. Nur das Blut des Lammes Jesu. Diese Frau, Carla Freitacker, Ja, diese Frau führte ein Leben, das schwer von Sünde gekennzeichnet war. Sie hat im Jahr 1983 in dem Jugendalter einen Doppelmord begangen. Sehr grausam, sehr brutal, unter Drogeneinfluss, Alkohol, Gottesferne. Sie hat zwei Menschen das Leben genommen. Nein. Während die Schliefen, hat sie sie umgebracht. Was meint ihr? Was kann sie bringen? Was kann sie bringen? Was kann sie tun? Vor Gott, dass ihre Seele wieder reingewaschen wird. Irgendein Werk? Nichts. Während ihrer langen Zeit im Gefängnis kam es jedoch zu einer tiefgreifenden Umkehr. Carla Freyataka fand zum Glauben an Gott, bekannte ihre Schuld und vertraute auf die Vergebung durch Jesus Christus. Und sie wurde ein Riesenzeugnis im Gefängnis. Als sie in der Todeszelle saß, hat sie viele Menschen zum Glauben geführt. Und sie hat eins geglaubt, sie konnte nichts mehr tun. In der Todeszelle kannst du nichts mehr tun. Aber sie wusste einst, dass das Blut Jesu Christi ihre Seele reingewaschen hat. Und dass sie, wenn sie die Todesspritze bekommt, in dem Augenblick, wenn sie auf dieser Welt ihre Augen zumacht, vor Gott erscheint, als gerecht. Gerechtfertigt vor Gott. nicht durch die Leistung, die der Mensch bringen kann, sondern durch den Glauben, durch das Vertrauen auf Jesus Christus allein. Und dass der Mensch allein aus Glauben gerechtfertigt wird und nicht aus Werken. Dafür haben wir in der Bibel auch noch ein Beispiel. Der Schächer am Kreuz, gerettet durch Glauben ohne Werke. Wenn du durch Nägel ans Kreuz angeheftet bist, dann kannst du nichts mehr tun. Der Glaube allein, der Glaube an Jesus Christus macht dich gerecht vor Gott. Das Blut des Lammes Jesu kann deine Seele reinwaschen, sonst nichts in Zeit und Ewigkeit nicht. Und Römer, Entschuldigung, Koloss 1, Vers 20 und 21 bringen es so gut auf den Punkt. Kann man gegen dich eine Anklage erheben? Du nennst dich Christ und lebst nicht so? Ja, eine ganze Menge Punkte, weil keiner von uns vollkommen ist. Als Carla von Gottes Thron stand, hat der Teufel was sagen können? Mörderin! Sie stand unverklagbar vor Gottes Thron. Das ist Rechtfertigung. Und wenn du diese große Wahrheit Gottes nicht kennst und nicht angenommen hast, dann kannst du nicht befreit leben. Dann erfüllt dich diese Wahrheit nicht mit Freude, sondern mit Angst. Weil dann siehst du einen gerechten Gott, der zu Recht zornig über dich ist. wie viele Menschen der Kirchengeschichte litten darunter, weil sie diese Wahrheit nicht verstanden haben. Nur das Blut des Lammes Jesu reinigt uns von aller Schuld. Und das führt mich zu meinem letzten Punkt. Und Gottes Glaube, es ist Vertrauen statt Verdienst. Galater 2, Vers 16, da wir wissen, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, durch den Glauben an Jesus Christus wirst du gerechtfertigt, gerecht gesprochen vor Gott Glaube das ist Vertrauen auf Christus allein Glaube ist kein religi Akt ist keine moralische Leistung, die du irgendwie erbringst, ist kein Ersatzwerk. Das ist nichts, was du irgendwie vorweisen kannst. Ich habe so großen Glauben, so nützt dir alles nichts. Glauben ist leeres Vertrauen. Hände, die empfangen. Hände, die empfangen. Nicht Hände, die verdienen. Weil wir vor Gott nichts bringen können. Du kannst nichts vor Gott bringen. Du kannst nur mit leeren Händen vor Gott kommen. Und sagen, ich bin ein Sünder. Ich sehe es ein. Ich habe ein sündiges Wesen. und mit jeder Sünde bestätige ich das. Und ich weiß auch, dass es gerecht ist, wenn du mich in die Hölle wirfst, weil der Lohn der Sünde der Tod ist. Und ich kann dir nichts bringen. Ich kann dir nichts bringen. Aber wenn ich mit leeren Händen komme, sage ich, ich möchte diese Vergebung in Jesus Christus annehmen, dann schenkt Gott dir seine Gerechtigkeit. Gott schenkt sie dir einfach so. Egal, was du gemacht hast. selbst wenn du ein Mörder heute hier unter uns ist. Gott schenkt dir diese Gerechtigkeit einfach so, weil der Preis bezahlt ist. Und Paulus führt fort und unterstreicht diese Aussage, Glauben ist leeres Vertrauen, Hände die empfangen, nicht Hände die verdienen. Selbst der Glaube, schreibt er in Epheser 2, Vers 9, ist kein Rümesgrund. damit sich niemand rühme. Glauben ist kein Werk. Glauben ist ein Geschenk, was Gott dir gibt. Es sind leere Hände. Und Paulus haut nochmal drauf, haut nochmal diesen Nagel noch weiter rein und sagt, wenn es aus Gnade ist, so nicht mehr aus Werken. Es geht nicht. Entweder Gnade oder Werke. Du kannst nicht mit beiden irgendwie arbeiten. Entweder Gnade oder Werke. Und jede Vermischung von Gnade und Werk zerstört das Evangelium. Wenn es Gnade plus Taufe ist, dass du gerettet wirst, ist eine Vermischung. Gnade plus moralische Bewährung. Dass du irgendwas vorweisen musst, dass du dich geändert hast, dass du besser geworden bist, dass du nicht mehr so viel sündigst, dass du dich irgendwie zumindest bemühst. Nein, wenn aus Gnade, dann nicht aus Werken. Wenn aus Gnade, dann nicht Werke oder Handlungen, nicht unser Tun, sondern allein diese Gnade Gottes, die dich rettet. Das führt mich wieder zum Anfang, wo ich dieses Grundstatement vorausgeschickt habe. Der Mensch wird allein durch Glauben gerechtfertigt, völlig unabhängig von Werken. Luther hat damit gekämpft, das zu verstehen, diese Wahrheit zu verstehen. Aber er hat verstanden, dass man die Gerechtigkeit Gottes sich nicht verdienen kann, sondern dass Gott sie einem schenken kann und das auch schenken will. Wenn du die Gerechtigkeit Gottes verdienen willst, dann wird es dich in Hoffnungsklosigkeit hineintreiben. Dann wird es dich in Scheitern hineintragen. Dann wird es dich in Verzweiflung hineindrücken, weil deine Seele nicht zur Ruhe kommt. Weil du diese Heilsgewissheit, Heilssicherheit nicht hast. Weil dich dann diese Frage beschäftigt, habe ich genug getan? Das ist aber nicht die Frage, sondern die Frage ist, was hat Christus für dich getan? Das ist die Frage, was hat Christus für dich getan? Und wenn du das begreifst, dann schenkt dir Gott seine Gerechtigkeit. Lass mich dich fragen, worauf deine Heilsicherheit ruht. auf deinen Leistungen, das, was du vor Gott bringen kannst, oder auf Christus allein? Hast du Christus oder hast du deine Frömmigkeit? Wer auf Christus vertraut, ist gerettet. Nicht teilweise, nicht auf Probe, sondern vollkommen. Und ich wünsche es vom ganzen Herzen, dass du das erlebt hast und dass du das auch weißt. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

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