CGH Hersbruck

Du hast Recht bei Gott

Du hast Recht bei Gott – Predigt von Friedrich Stecher
15. Februar 202641:00

Du hast Recht bei Gott – Predigt von Friedrich Stecher

Transkriptca. 25 min Lesezeit

Vielen Dank. Dann meint er, dass deine Ansicht die richtige ist. Dass dein Plan aufgehen wird, den du präsentiert hast. Oder dass er deine Meinung akzeptiert. Das hört man grundsätzlich sehr gerne. Du hast Recht. Die Juristen sagen, Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei Dinge. Wer das erfährt, zweifelt ein wenig wahrscheinlich an der Gesellschaft und ihrer Rechtsauffassung. Und wenn wir Schlagworte unserer heutigen Gesellschaft einmal anschauen, mit denen sie sich beschäftigt, dann sehen die so aus. unterschiedliche Themen, wo man Gerechtigkeit sich wünscht oder schaffen will. Und wenn wir einmal die Sprache fragen, was gehört in den Zusammenhang von Gerechtigkeit, kommen ganz interessante Gedanken da zum Vorschein. In der Mitte sogar mal göttlich, also man hat auch eine Gerechtigkeit in Bezug auf Gott irgendwie im Sinn. Und das sind alles Begriffe, die dazugehören würden, wenn wir das im Deutschen und in den Zusammenhang von Themen bringen wollen. Manchmal schwierig oder auch zum Schmunzeln. Damit es gerecht zugeht, erhalten Sie alle die gleiche Prüfungsaufgabe, klettern Sie auf diesen Baum. Ja, da erkennen wir die Ungerechtigkeit der Aufgabe schon. Wenn wir in das Althochdeutsche gehen, den Ursprung dieses Wortes Gerechtigkeit oder Gerecht, dann steht das für gerade, aufrecht, richtig, rein. Da können wir schon mal mit anfangen, wenn wir an Gerechtigkeit denken und hören diese Begriffe. Gerade, aufrecht, richtig, rein. Eine Frage von Gerechtigkeit findet eher weniger Bedeutung in unserer heutigen Zeit. Meine Gerechtigkeit vor Gott. Heute geht es in unserem Text, in der Fortsetzung des letzten Sonntags in Römer 4, um genau diese Thematik. Meine Gerechtigkeit vor Gott. Und da haben wir gelernt, dass unsere Gerechtigkeit allein durch Glauben besteht. Und hier ist es auch eine Aussage von Paulus an die Epheser. Und Paulus will das dann in der Fortsetzung seiner Gedanken in Römer 3, in Römer 4 jetzt dann vertiefen. Und zwar in fünf Punkten möchte ich das mit euch, oder fünf Abteilungen finden wir da in diesem Kapitel. wie, weshalb, weil, warum und wer gerecht vor Gott sein kann. Das möchte Paulus an zwei ganz großen Namen der jüdischen Volksgeschichte erklären und aufleuchten lassen. Und wir denken, vielleicht haben wir da gar nichts mit zu tun. Und doch mehr, wie wir am Ende wahrscheinlich merken werden, als uns jetzt bewusst ist. nämlich Abraham, dem Vater des jüdischen Volkes, wenn wir so wollen, und sehr verehrt, und David, dem König schlechthin, der auch ein verehrter Mann in diesem Volk ist. Aber sie sind beide mehr als verehrt. Wir haben letzte Woche gelernt, dass Glaube aus Gerechtigkeit, Rechtfertigung aus Glauben geschieht. Und die Grundlage dazu können wir in Römer 3 nochmal lesen. Vers 21, da heißt es, jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird. Also schon eine sehr alte Feststellung, wo Gerechtigkeit vor Gott schon zu finden ist in dem Gesetz und den Propheten, wird sie also beschrieben. Und nun führt Paulus uns zwei große des jüdischen Volkes vor Augen, wie sie dieses Ganze persönlich erlebt haben. Und ich fasse dieses Wort Gerechtigkeit heute in diese Kurzform zusammen, Recht. Du hast Recht vor Gott so m ich das Und dann eben in diesen f unterschiedlichen Themenbl die Paulus behandelt werden wir uns das anschauen Wie kommst du zu deinem Recht? Römer 4, Vers 1 bis 8. Ich lese nach der NEÜ, weil Paulus schreibt manchmal ein bisschen schwer und dann ist es vielleicht ein bisschen leichter zu verstehen. Zumindest wenn man es jetzt zum ersten Mal anschaut. Und damit ihr das auch gleich so mitlesen könnt, ist es einfach hier vorne auch mal mit dazu, weil NIÜ hat nicht jeder bei sich. Dass ihr aber nachvollzieht, was ich jetzt lese. Da sagt Paulus, was hat denn bei unserem Stammvater Abraham, von dem wir Juden ja abstammen, dazu geführt, dass er für gerecht erklärt wurde? Etwa seine eigenen Leistungen? Dann hätte er Grund, stolz auf sich zu sein, aber das zählt nichts vor Gott. Denn die Schrift sagt, Abraham glaubte Gott und das ist ihm als Gerechtigkeit angerechnet worden. Wenn jemand Leistungen erbracht hat, erhält er den Arbeitslohn, den er verdient. Er bekommt ihn nicht geschenkt. Wenn aber jemand keine Leistungen vorweisen kann, sondern sein Vertrauen auf den setzt, der den Gottlosen gerecht spricht, dann wird ihm sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. Im gleichen Sinn nennt auch David den glücklich, dem Gott ohne Gegenleistung Gerechtigkeit zuspricht, indem er sagt, wie glücklich sind die, denen die Vergehen vergeben und die Sünden zugedeckt sind. Und eine zweite Aussage noch, wie glücklich ist der, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet. Wie bekommst du zu deinem Recht oder zu deiner Gerechtigkeit? Auf unserer Erde leben heute etwa 17 Millionen Menschen jüdischer Abstammung. Und wenn wir noch 10% der 300 Millionen arabischen Herkunft dazu zählen würden, um zu sagen, das sind die, die von Ismail abstammen, dann können fast 50 Millionen Menschen ihre eigene Herkunft auf eine Person zurückführen. Abraham. Deshalb ist Abraham in diesem Kulturkreis ein, um es modern auszudrücken, ein Star. Eine verehrte Person, im beiden, im jüdischen wie auch im arabischen Kulturkreis, ist er hoch angesehen. Und das können wir hier ein bisschen nachempfinden, wenn wir schon in den Propheten einmal nachschauen, wie er von ihm redet, Jesaja hier. Da sagt er zu seinem Volk, blickt hin auf ihn, auf Abraham, euren Vater und auf Sarah, die euch geboren hat, denn ich rief ihn den einen und ich segnete ihn und mehrte ihn. Also wir merken, dieser Mann ist eine Institution, um das mal so ein bisschen salopp zu sagen, in diesem Volk. Und nun hatte Paulus zuvor die Behauptung aufgestellt, dass Gott dem Glaubenden etwas zurechnet, was er nicht verdient hat, Gerechtigkeit. Also so kommst du zu deinem Recht, sagt Paulus. Und jetzt kommt Abraham ins Spiel und er wird verehrt in der Tradition, die allgemeingültige Meinung und was ist seine Ehre? Das ist die Frage, die hier Paulus aufwirft. hat dieser Mann, dieser euer verehrter Vater, wie ihn ihn nennt, deshalb Ruhm vor Gott, weil er das Gesetz eingehalten hat, durch Werke eben, wie er hier in den ersten Versen es betont. Ja, wo stammt seine Ehre her? Und sie stammt aus diesem Gedanken. Das ist nicht ein biblischer Text, aber aus den Apogrüfen. und hier merken wir, warum dieser Zusammenhang Paulus jetzt wichtig ist und warum er diesen Abraham hier reinstellt, um an ihm zu zeigen, wie Gott gehandelt und wie Gott Gerechtigkeit zuspricht. Denn er hielt das Gesetz des Höchsten und Gott schloss einen Bund mit ihm, ist die Denkweise im jüdischen Volk. Und dieser Tradition geht Paulus hier jetzt auf den Grund und seine Frage lautet, worin begründet sich nun Abrahams Ehre und Anerkennung, die er bei euch hat? Im Halten des Gesetzes, so sagt ihr. Und deshalb hat Gott ihm einen Bund gegeben. Und Paulus argumentiert, wenn dem so wäre, dann hat Abraham zwar Ehre verdient, bei euch, aber nicht bei Gott. Und so merken wir, wie diese traditionelle Sicht gleich zu Anfang seiner Ausführungen schon doch deutlich schrammend bekommt. Und wichtig ist auch, Paulus zitiert hier in der Folge, alttestamentliche Texte, also biblische Texte und keine Meinung oder eine Auslegung oder irgendetwas, was ihm jetzt da vielleicht eingefallen ist dazu. Und wichtig ist auch, wenn wir eine Meinung vertreten, auch in unserer Gesellschaft heute, ist es gut, wenn wir einen Schriftbeweis anführen können und nicht nur irgendetwas erzählen, was wir vielleicht uns ausgedacht haben. dann haben wir ein Fundament. Und Paulus hat hier in diesem Kapitel 4 elfmal diesen juristischen Begriff anrechnen zurechnen angerechnet sein oder werden Benutzt er diesen Er will also zeigen dass hier eine Rechtm besteht mit dem was er hier beschreibt Hier ist etwas rechtsgültig. Hier ist einer der oberste Richter als Beispiel, der dich freisprechen kann. Nicht, weil er Lust dazu hat, sondern weil er dazu verpflichtet ist durch das Gesetz, durch die rechtmäßige Gerechtigkeit, die besteht. Und nicht wie wir es vielleicht eben gehört haben, Recht haben und Recht bekommen sind oft zwei unterschiedliche Dinge. Das können wir schon in weiteren Aussagen von Paulus feststellen, wenn wir zum Beispiel 2. Korinther 5, Vers 21, zitiere ich mal, den, der meint Jesus, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. Da ist das wie ein Merksatz, was hier durch Paulus verhandelt wird in diesen Kapiteln 3 und 4. Du benötigst also die Gerechtigkeit eines anderen, der für dich eintritt, für dich bürgt. Und die übertragene Gerechtigkeit in Jesus, das ist das Mittel. Und der Glaube ist dieses Mittel, diese übertragene Gerechtigkeit zu erlangen. Und was hier steht mit diesem Zurechnen, Angerechnetwerden, was Paulus immer wieder einfügt, in seinen Ausführungen, hat einen feststellenden Charakter. Diese Bedingungen, die er hier beschreibt, führen zu diesem Ergebnis. Abraham hat Gott geglaubt und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Das ist eine Aussage aus 1. Mose 15, Vers 6. Also da wird das schon festgehalten und nicht die traditionelle Sicht, wie sie eben hier die Juden festgehalten haben. Paulus sagt aber auch in Vers 4 hier gleich Möchtest du das Leistungsprinzip in Anspruch nehmen, dann gilt das für dich Dann bekommst du den Lohn für das, was du verdient hast Aber kein Recht bei Gott Und so sagt er hier in Vers 5 Er leitet jetzt über auf einen Gedanken, der dann weiterführt zu David hin Wenn aber jemand eben keine Leistung vorweisen kann, sondern sein Vertrauen, das ist Glaube, auf den setzt, der den Gottlosen gerecht spricht, dann wird ihm sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. Und so sehen wir hier, können wir das in diesen Merksätzen einfach zusammenfassen, Glaube ist Beziehung aus Vertrauen, während das andere, das Leistungsprinzip, besteht auf Gehorsam. Ich leiste etwas und erwarte eine Leistung dafür. Jetzt fährt er weiter und zeigt uns in Vers 7 bis 8 noch David, diesen nächsten anerkannten König Israels, nachdem ja Demisias auch benannt ist, der Sohn David. Da merken wir, welches Fundament dieser David im Bereich des jüdischen Volkes hat. Und seine Aussage zielt auf die gleiche Argumentation ab, die auch über Abraham gesagt wird. Und er selber zitiert seine Erkenntnis, David, und sagt, übertragen für uns, du brauchst einen Gott, der dir deine Sünde nicht anrechnet. Du benötigst Vergebung, und zwar nicht, wie wir sie kennen, damals, wo er das gesagt hat, durch Bedeckung von Opfern und ihrem Blut, sondern Sünde, die nicht zugerechnet wird. Er meint eigentlich Gnade, die Vergebung gewährt. Das ist das, was David uns hier beiträgt zu diesem Thema, wo Paulus uns diese Männer zeigen will, wie sie das schon im Alten Testament empfunden und für sich erfahren haben. Wie wird dieser Glaube nun bestätigt? Weshalb wird dein Recht gültig vor Gott, fragen wir uns jetzt. Und schauen weiter ab Vers 9. Werden hier nur die glücklich genannt, also glückselig, die beschnitten sind, oder gilt das auch für die Unbeschnittenen? Wir haben ja schon gesagt, dass dem Abraham der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet wurde. Wann geschah das eigentlich? als er beschnitten oder als er unbeschnitten war? Er war noch unbeschnitten. Das Zeichen der Beschneidung besiegelte für ihn die Tatsache, dass Gott ihn schon vor seiner Beschneidung aufgrund seines Glaubens gerecht gesprochen hatte. Er sollte nämlich der Vater für alle werden, die Gott vertrauen, ohne beschnitten zu sein. Und denen der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet wird, Durch seine Beschneidung ist Abraham aber auch der Vater der Beschnittenen geworden vor allem wenn sie dem Beispiel des Glaubens folgen den unser Vater Abraham hatte als er noch unbeschnitten war Ja, es gibt Bedingungen eben für diesen Glauben. Juden machen das fest an ihrem Bündnis mit Gott. Sie sagen, Gott hat mit Abraham einen Bund gemacht, der wurde dann durch diese Form der Beschneidung dann ausgeführt. Und das ist unser Zeichen, dass Gott mit uns in Verbindung steht. Das ist unsere Zugehörigkeit, die wir zu Gott hier zeigen können. Also gibt es Bedingungen, fragt jetzt hier Paulus uns, damit dieser Glaube gültig ist. Und mit dieser hier folgenden Deklaration behauptet Paulus etwas für Juden eigentlich Ungeheuerliches. Er sagt nämlich, nach ihrem Verständnis war Gott mit der Berufung Abrahams eigentlich die Menschheit schon in zwei Lager geteilt. Das waren die einen, die zu Gott gehören. Das sind die, die beschnitten sind, also sie. Und die anderen sind die Unbeschnittenen und damit die zweite Klasse, wenn man so will. Sie haben keine Verbindung zu Gott. Das war ihre Sicht. Und jetzt sagt Paulus hier, dass an Abraham offenbar wird, dass da gar kein Unterschied besteht. Nicht zwischen beschnittenen und unbeschnittenen besteht kein Unterschied. Sondern der Glaube Abrahams vereint eigentlich sogar beide. So argumentiert er hier, indem er sagt, dass beide brauchen den Glauben Abrahams und dann sind sie auf der gleichen Stufe, wenn wir so wollen. Und zugleich ist es aber auch er, der Abraham, der die Menschen doch wieder in zwei Gruppen teilt, nämlich in welche, die glauben und die, die nicht glauben. Aber nicht an diesem äußeren Zeichen, dass keine Rechtfertigung vor Gott uns irgendwie nachweist oder zeigt oder aufdeckt. Und doch schenkt uns Gott auch eine Bestätigung als ein äußeres Symbol. Wir können es sicherlich als die Taufe sehen, die uns ein Zeichen unserer aber bestehenden, schon gültigen Rechtfertigung zeigt. Halten wir in diesem Zusammenhang also drei Dinge fest. Die Rechtfertigung geschieht nicht durch Werke. Das haben wir jetzt ausreichend gehört, sondern durch Glauben. Wer glaubt, wird gerechtfertigt, unabhängig davon, ob er dieses Bündnis, wie die Juden es benennen, mit Gott hat, beschnitten zu sein oder unbeschnitten ist. Und umgekehrt gilt auch für sie, sie sind nur dann gerechtfertigt, wenn sie den gleichen Glauben wie Abraham haben. Ihre Beschneidung rettet sie nicht. Und so geht Paulus weiter, zeigt wieder auf Abraham, der diesem Gott vertraut hat und hat die Folgen, die Gott ihm versprochen hat, für sich wahrgenommen und für wahrgehalten. Unser Glaube hat also Folgen, soll Folgen haben. Gott verspricht uns etwas. Darauf möchte Paulus als nächstes dann eingehen. Vers 13 bis 17a. Dasselbe gilt für das Versprechen, Abraham und sein Nachkommen die ganze Welt als Erbe zu geben. Das wurde ihm nicht wegen seiner Gesetzestreue versprochen, sondern wegen seiner Glaubensgerechtigkeit. Wenn das Erbe nämlich denen mit dem Gesetz zugesprochen würde, wäre der Glaube wertlos. Und das Versprechen zunichte gemacht. Denn das Gesetz führt durch seine ständige Übertretung nur zu Gottes Zorn. Wo es aber kein Gesetz gibt, da gibt es auch keine Übertretung. Es muss deshalb aus Glauben sein, damit alles aus der Gnade kommt. Nur so bleibt die Zusage für alle Nachkommen gültig. Nicht nur für den, der aus dem Gesetz lebt, sondern auch für den, der aus dem Glauben Abrahams lebt. So ist Abraham der Vater von uns allen, wie es in der Schrift heißt, ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht. Es ist Samstagmorgen, das Frühstück ist zu Ende. Papa macht eine Ankündigung. Wir fahren heute Nachmittag in die Kristalltherme nach Stein, wenn ihr eure Zimmer aufgeräumt, gesaugt und staubgewischt habt. Wenn, dann. So kennen wir das, Bedingungen und Folge. So lernen wir es, so leben wir. und manchmal glauben wir auch so. Hat das Gott auch so gemacht bei Abraham? Tu das und...

Und ich verspreche dir, dass dieses gute Land hier für immer wird zu deinem Besitz sein. Und irgendwie wird das so weit gehen, dass die ganze Welt dir gehört. So etwa. Ein Versprechen eines großartigen Lohns mit einer kleinen Bedingung. Nein, Paulus sagt, so ist es nicht. Du vertraust mir, Abraham, du glaubst dem, was ich sage, das genügt als Nachweis für mich, sagt Gott, dir das Größte zu geben. Eine große Aussage. Und wir für uns und auch Paulus auch und Abraham hat das für sich festgemacht, weil er Gott und sein heiliges Wesen kennengelernt hat und er wusste, dass er sich an dieses, was er sagt, zwingend hält. Völliges Vertrauen. Was will er jetzt hier uns in diesem Abschnitt sagen? Zwei Dinge. Wenn aufgrund von Gesetzestreue, also ich halte Dinge ein, tue sie, dann kommt die entsprechende Belohnung. Verheißungen ausgesprochen werden. Dann ist der Glaube wieder ungültig. Denn entweder habe ich das eine in Verbindung mit dem anderen, Glaube und eine Verheißung. Oder ich leiste etwas und bekomme den Lohn dafür. So wie er es am Anfang des Kapitels schon erklärt hat. Also ich kann auf meine Leistung vertrauen. Dann bin ich aus der Beziehung, die mich mit Gott verbindet, aus diesem Glauben, diesem Vertrauen auf ihn, außen vor. Ich bin dann wieder in diesem Wenn-Dann-Muster. Und so ist die Denkart der jüdischen Menschen. Sie kennen das Gesetz und leben danach, mehr oder weniger. Das war ihre Denkart. Und wir erleben das wie eben in einem kleinen Beispiel auch. Auch durch unsere Sozialisierung, durch unsere Art der Erziehung usw. auch in einer gewissen Weise und wie gesagt, wir übertragen es auch manchmal in unser Glaubensleben, indem wir unsere Beziehung nach unserem Gefühl klar machen. Ist mit Gott alles im Reinen, aus unserer Warte? Dann erwarte ich das Beste. Gibt es eine Schieflage? Sünde einfach mal ganz pauschal. Trennt uns, wir merken das. Dann versuchen wir es besser zu machen. Wir versuchen das Level wieder zu erreichen. Und dann erwarten wir wieder, kann Gott wieder Segen schenken. Dann kann es wieder weitergehen. Und Paulus zeigt, was das für ein System ist. Ich halte Regeln und erwarte Gutes, bringt nur eins. Zorn. Zorn Gottes. So sagt er es hier in diesen Versen. Das Gesetz bewirkt Gottes Zorn. Das hat Paulus drei Kapitel lang, eins, zwei, drei, bis dahin ausführlich erläutert und dargelegt. und sagt hier, Verheißung und Gesetz sind gegenseitig zwingend ausgeschlossen. Das ist ein Text aus Galater 3. Bezieht sich auch auf Abraham. Denn wenn das Erbe durch das Gesetz erworben würde, würde es nicht durch Verheißung gegeben. So ist es aber nicht passiert. Gott hat es Abraham aber durch Verheißung frei geschenkt. Frei, das ist die entscheidende Aussage. Deshalb hat er hier in diesem Abschnitt, in Vers 16, diese Kernaussage, jetzt mal aus der Elberfelder. Darum ist es aus Glauben. Warum? Damit es nach Gnade sei. Diese beiden Dinge gehören zusammen. Glaube geschieht durch Gnade und Verheißung und alles das, während das Gesetz eine Leistung verlangt und einen Lohn entsprechend hinter sich herbringt. Zum dritten Mal hat er jetzt in diesem ganzen Themenblock Gnade erwähnt, hier in Vers 16 jetzt. Kapitel 3, 4, 4. Und er sagt, hier könnt ihr es mitlesen, wir werden umsonst gerechtfertigt durch Gnade. Da geht es los. Wer sich auf Wehr gestürzt, kann nicht durch Gnade Gerechtigkeit erwarten. Das Heil ist aus Glauben, damit es nach Gnade sei, haben wir gerade gehört. und hier in Vers 16 auch noch, es ist aus Gnade, damit die Verheißung fest ist. Das ist zusammengebunden. Soll die Rechtfertigung nach Gnade sein, dann muss sie aus Glauben sein. Das ist einfach die Formel. Gnade steht mit deinem Recht mit deiner Rechtfertigung bei Gott undrennbar in Verbindung Weil sie von da kommt Sie kommt von diesem Gott Und Glaube ist der Weg, auf dem Gott dir Recht zuspricht. Es ist seine Methode, um das mal so technisch auszudrücken. Beziehung ist das Mittel, durch das Gott das tut. Und diese Beziehung geschieht durch diesen Glauben. Weil Glaube ist für uns immer so ein Wort, wo fasse ich das jetzt an? Beziehung, Vertrauen, das können wir vielleicht noch ein bisschen leichter feststellen. Was ist denn Glaube eigentlich? Und Glaube sagt auch etwas über deine Unfähigkeit, Recht vor Gott zu sein oder richtig vor ihm zu sein. Du hast es nicht. Du musst es von ihm empfangen. Schauen wir uns das nächste an. Vers 17b und bis 22. Was dieser Glaube kann, schauen wir uns jetzt an. Und warum dein Recht eben auf einem Fels gründet, werden wir dann erfahren. Gemeinsam neu denken versprechen gerade Plakate hier in der Stadt zur Bürgermeisterwahl. Herr Spruck, gemeinsam neu denken. Eine neue Klasse, sagt BMW zu einem neuen Automodell, das sie gerade auf den Markt bringen. Angelehnt an einem Slogan allerdings aus den 70ern schon, wo sie das schon mal gesagt haben. Eine neue Klasse. Ganz was Neues haben wir jetzt erfunden, so ungefähr. Neu klingt für uns immer nach moderner, besser, zukunftsorientiert. Was aber, wenn Dinge passieren, die nicht sich anfühlen moderner, besser, zukunftsfähig? Würde ich aber fragen muss, das ist neu. Das gab's noch nie. fast 100 und fast 90 und wir sollen einen Sohn zum Erben haben. So erging es jedenfalls Abraham und Sarah. Das war neu. Sie erlebten, dass es doch möglich war. Wenige Jahre später, die nächste Innovation, bring mir diesen, deinen einzigen Sohn, zum Opfer. Das gab es noch nie. Das war neu. Und da kann ich mir vorstellen, dass sich ein Mensch die Frage stellt, gibst du dich und deine Persönlichkeit und was dich ausmacht, nicht irgendwie völlig auf, wenn du da anscheinend jemandem bedingungslos ein völliges Vertrauen aussprichst? Gibt es irgendeinen Nachweis, dass mir das irgendwie was bringt? Soll ich wirklich hier vertrauen in Situationen, in Dingen, die nicht mehr in meiner Hand liegen? Ich weiß nicht, ob Abraham sich solche Fragen gestellt hat. Aber vielleicht stellst du dir solche Fragen, wenn es um Glauben und Vertrauen auf Gott und sein Wort geht. Ist es wert, diesem Gott zu vertrauen? Wie ist das hier mit Abrahams Fundament und seinem Glaubensinhalt? Schauen wir uns den Text an. Das sollte jetzt eigentlich aus dem Text kommen, aber das ist nur noch ein Vers. Okay, ich lese mal vor. Wie es in der Schrift heißt, Vers 17, Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht. Vor Gott ist er das auch, denn er vertraute auf den, der die Toten lebendig macht und das, was nicht existiert, ins Dasein ruft. Obwohl nichts mehr zu hoffen war, gab Abraham die Hoffnung nicht auf und glaubte, dass Gott ihn zum Vater viel Erfolge machen würde, denn er hatte ihm gesagt, so zahlreich werden deine Nachkommen sein. Obwohl er damals schon fast 100 Jahre alt war und wusste, dass er keine Kinder mehr zeugen und seine Frau Sarah keine Kinder mehr bekommen könnte, wurde er im Glauben nicht schwach und zweifelte nicht an der Zusage Gottes. Er ehrte Gott, indem er ihm vertraute und wurde so im Glauben gestärkt. Er war sich völlig gewiss, dass Gott auch tun kann, was er verspricht. Eben darum wurde ihm der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. Glaube beginnt da, wo menschliche Möglichkeiten zu Ende sind. Diesen Satz hat Georg M gesagt Wir k noch verstehen warum er ihn kennt Glaube beginnt da wo menschliche M zu Ende sind Er hat es sehr h erlebt dieser Gr der Waisenh in England Georg M Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein, das war die Antwort Gottes auf die etwas zweifelnde Aussage, als er ihm verheißen hat, du wirst einen Sohn, über das Jahr wirst du einen Sohn haben. Dann hat Abraham ihm mal seine technischen Möglichkeiten vorgestellt. Und dann hat Gott ihm diese Antwort gegeben. Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein. Und ich denke, diesen Satz hat Abraham im Hinterkopf für sich abgespeichert. Denn ein Jahr später wird eine Realität sichtbar, die genau das zur Realität macht, was Gott verheißen hatte. So erlebt also Abraham einen Gott, der das Nichtseiende ruft, so sagt die Elbefelder. Also das, was nicht existiert, ruft er ins Dasein. Und er fährt wenige Jahre später die andere Grenze, der die Toten lebendig macht. Abraham erfährt keine Totenauferstehung, aber wir können in Hebräer 11 bei den Glaubenshelden nachlesen, in Vers 19, in dem er dachte, dass Gott von den Toten erwecken kann, von woher er ihn, also Isaac, ihn auch im Gleichnis empfing. Also es war realer, dieses ganze Geschehen für ihn, wie wir uns das vielleicht in der Geschichte vorstellen können. Und so erleben wir hier einen Mann, der einen Gott kennenlernt, der ihn aus seiner Heimat Mesopotamien herausgeführt hat. in ein Land bringt, das er ihm zwar verspricht, aber erst den späteren Generationen zum wirklichen Besitz gibt, der ihm eine Nachkommenschaft verspricht, die größer ist, als er sich vorstellen kann und er bis ins hohe Alter kein einziges Zeichen davon erkennt, dass das irgendwie sichtbar wird, von dem er aber weiß, der alte Götzenanbeter, dass dieser allein wahre Gott, den er kennengelernt hat bis dahin, dass er ihn gefunden hat und dass sein Wort wahr ist und er ihm deshalb bedingungslos vertraut. Aber er verschließt nicht die Augen vor den Realitäten seines Lebens. dass ich und meine Frau keine Kinder bekommen, wenn es auf uns ankommt. Mein Sohn ist unwiederbringlich, wenn ich das Messer gleich durchziehe. Ich bin vor diesem heiligen Gott schuldig und kann das nicht zum Guten ändern. An diesen drei Merkpunkten hat er Gott erlebt. und er weiß, dass dieser Gott zu ihm gesprochen hat. Und diesem Wort glaubt er. Das ist das Fundament, die Reichweite des Glaubens Abrahams. Abraham glaubt, dass Gott diese Macht hat vom Nicht-Existenten, er ist also ein Schöpfergott, bis zum Ende aller Hoffnung über den Tod hinaus. agiert, regiert und handelt. Leben und Tod liegen in der Hand dieses Gottes, weiß er. Mehr Grenzverschiebung über dein kleines Menschsein kannst du nicht haben. Mehr Gott kannst du nicht bekommen. Und Abraham baut auf diesen Gott. Er lebt seiner Treue. Er weiß, dass er tut, was er verheißen hat. Er weiß, dass was Gott sagt, gültig ist. Und drittens, Vers 20, hat dieses ganze Geschehen ein Ergebnis. Es ehrt Gott. und als Ergebnis für Abraham, sein Glaube macht ihn gerecht vor Gott. Vers 22 Und so halten wir das hier fest, dass Gott durch sein Wort zu dir spricht, daraus erweckt er deinen Glauben Gott rettet dich nicht nach deinen Werken sondern nach seinem Vorsatz, seiner Gnade daraus folgt, dass Gott Ehre gegeben wird wenn wir ihn bei seinem Wort nehmen dass dieser Mann nach diesem allen Vater des Glaubens genannt wird ist f mich selbstverst ja eigentlich zwingend notwendig Nun wenn er ein Vater des Glaubens genannt wird ist das ja sehr sch aber wer sind dann seine Kinder Das ist die letzte Frage Wer hat nun au Abraham Gerechtigkeit vor Gott Lesen wir die letzten beiden Verse, dass Abraham der Glaube angerechnet wurde, steht aber nicht nur seinetwegen in der Schrift, sondern auch unseretwegen. Auch uns wird der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet werden, weil wir auf den Vertrauen, der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten auferweckt hat. Ihn, der ausgeliefert wurde wegen unserer Verfehlungen und auferweckt wurde für unseren Freispruch. Ja, wer hat nun auch Recht außer Abraham? Paulus möchte uns nicht nur hier dieses Bild, dieses Abraham ein bisschen gerade rücken für die Juden oder uns irgendwie wichtig machen, dass wir diesen Mann ein bisschen näher kennenlernen und seinen Glauben jetzt beschrieben finden. Das ist schön und auch wichtig. Vielleicht stellt es auch das eine oder andere etwas klarer, auch für dich. Nein, es geht ums große Ganze. Du und ich sind Teil davon. Wer ist gemeint, darum geht es ihm. Wer hat Teil am Recht, das Gott gibt? Eben der glaubt, ja. Abraham also, haben wir jetzt gehört. David auch. Auch er hat dieses Anrecht. Den Juden, ja, je nachdem, wie sie sich stellen, wie sie sich zurechnen. Ja, diese Zurechnung, das ist auch hier wieder das Thema. Am Schluss dieses Kapitels. Es geht um deine und meine Rechtfertigung und Paulus kommt auf den Punkt eigentlich, denn er will ja den Glauben in unser Herzen hineinlegen und die Wichtigkeit dieses Glaubens uns deutlich machen. Auch dir gilt Zurechnung. Und das ist doch das beste Schlusswort, was wir haben können, wenn wir nicht außen vor sind aus der Geschichte Abrahams und Davids und all dem, was da passiert ist. Und das Warum steht auch da. Du glaubst, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde? Dann bist du der gleichen Art wie Abraham, der glaubte damals, dass sein Sohn aus den Toten auferweckt werden würde. Das Ergebnis ist das Gleiche. Er glaubte an den Gott, der von den Toten erwecken kann. Gerechtigkeit wird dir zugerechnet. Das können wir an Abraham schon lernen. Und wir haben das Muster, das Beispiel, die Notwendigkeit, das Fundament, wenn du an den glaubst, der Jesus aus den Toten auferweckt hat. Und dieses Geschehen, wissen wir, der Gläs dir nochmal hat mit deinen Sünden zu tun. Das Dahingegebensein, was hier benannt wird, erst um unsere Betretungen willen dahingegeben, ist für mich, für dich, für meine Schuld, für deine Schuld. Mein dein rechtmäßiger Ersatz wird dadurch begründet und auferweckt, erwirkt das rechtsgültige Ergebnis, woraus rechtswirksame Rechtfertigung folgt. die dir zugesprochen wird, diese Rechtfertigung. Und hier noch einmal, was sie ist. Sie ist ganz Gottes Werk. Sie gehört dir ganz persönlich. Und sie ist ein für allemal. Du hast also Recht vor Gott. Wie kommst du zu deinem Recht? der Glaube bringt dich zu deinem Recht, er wird dir geschenkt. Brauchst du irgendeine, musst du irgendwas vorweisen, ein Bündnis, nein, du bekommst sogar noch Brief und Siegel drauf, wodurch dein Recht gültig ist. Gott verheißt dir etwas, so hat deine Rechtfertigung sogar noch Folgen. Gott redet mit dir und was er sagt gilt wie stark ist dieser Glaube er ist so groß, dass er Grenzen deines Denkens verschiebt und wer gehört in diese ganze Kategorie hinein alle alle, die des Glaubens an Jesus sind ich wünsche mir und hoffe, dass du dazu gehörst Amen Musik

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