Transkriptca. 46 min Lesezeit
Musik Ja, liebe Gemeinde, auf meiner Seite einen schönen guten Morgen. Vielen Dank für die Einladung, vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen, in eurer Mitte wirken zu dürfen. Vielen Dank für die Einladung und auch für den freundlichen, liebevollen Empfang, den wir auch am Gemeindefest, am Maifeiertag mit euch haben durften. Ich bringe an dieser Stelle auch ganz liebe, herzliche Grüße aus der Heimatgemeinde Metzingen mit. Wir selbst, meine Frau Simone und unsere beiden Mädels, wir sind in der Freien Brüderversammlung in Metzingen beheimatet und sollen von dort auch ganz recht herzlich grüßen. Am 11. Oktober 1775 machten Walfänger vor Grönland eine interessante Entdeckung. Sie schipperten auf ihrem Schiff, das hieß Harold, westlich von Grönland und sie trafen ein anderes Schiff. Es war ein sehr schön anzusehendes Schiff, aber irgendwie passte das nicht zu den anderen Fischerschiffen. Sie versuchten Kontakt aufzunehmen über Funk, doch es kam keine Reaktion. Und das beunruhigte die Besatzung irgendwo, weil einfach kein Signal kam. Und da es auf hoher See doch sehr gefährlich werden kann und Schiffe doch auch ihren Kurs manchmal gar nicht halten können. So entschieden sie sich langsam auf dieses unbekannte, aber doch schön anzusehende Schiff zuzufahren, um es zu besteigen und es schlussendlich irgendwie in Kontrolle zu bekommen, weil einfach keine Reaktion da erscheint. Und als die Besatzung dies tun wollte und auf dieses fremde Schiff stieg, machten sie eine grausame Entdeckung. Der Kapitän des Schiffes saß mit seiner Feder über dem Lockbuch, aber er war tot. Und auch beim Durchforsten der anderen Kabinen fand man nur tote Menschen, Matrosen, Leichen über Leichen. Die gesamte Besatzung war tot. Es stellte sich heraus, dass die gesamte Besatzung erfroren war und förmlich konservierte. Das Besondere zu dem war, der letzte Eintrag in diesem Logbuch des Kapitäns, der geschah 1762. Das bedeutet, dass das Schiff 13 Jahre lang so um Grönland herumschipperte, unentdeckt und ungestört. Es ist das Geisterschiff Octavius, wie man es auch nannte, in den Gewässern um Grönland. Es stellte sich später heraus, dass es in England einst mal startete und in den Orient fahren wollte. Aber im Packeis der Arktis wurde die Octavius festgehalten, festgefroren. Und durch den stetigen Prozess von Tauen und Frieren, Tauen und Frieren, wurde es durch die Arktis eben gelenkt und in Richtung Südwesten geschoben. Die Octavius, sie sah aus wie ein gesteuertes Schiff. Sie sah aus, als ob sie voller Leben war, schön anzusehen. Und auch die Menschen auf ihr sahen nahezu noch normal aus. Doch sie war tot. Sie hatte nur den Anschein, als ob sie eine Seele hätte. Aber die Octavius, sie war ein totes Schiff. Sie war ein Geisterschiff. Bis heute ist diese Octavius Gegenstand von Literatur, von Filmen, von Erzählungen und Gedichten und auch von Romanen. Aber auch für uns ist heute dieses lebendige, echte, stattgefundene Beispiel, eine Lektion dafür, was es heißt, einen Schein zu wahren, aber kein Leben zu haben. Schein zu wahren, aber kein Leben zu haben. Und dieses tatsächliche Ereignis führt uns auch in den heutigen Text, den wir uns anschauen möchten in Gottes Wort. Es führt uns zu einem sehr ernsten Thema. Es geht um jemanden, der einen schönen Schein hatte, aber dem Selbstbetrug erlegen ist und drastisch und bitter entlarvt wurde, dass kein Leben in ihm ist. Ihr Lieben, das Neue Testament, es kennt die Situation, dass sich jemand für einen Christen hält, für einen Nachfolger Jesu, von allen anderen sogar dafür gehalten wird, von Gläubigen als Mitbruder bezeichnet wird oder so betrachtet wird, aber in Wahrheit kein Kind Gottes ist. Und dabei meint diese jene Person, die auch von den Gläubigen für einen Christen gehalten wird, dass sie selbst tatsächlich ein Gotteskind sei. Und in Wirklichkeit ist sie es nicht. Er war unbewusst stets diesen Stein wie die Octavius in den kalten Gewässern, bis man entlarvt wurde. Bei der Octavius dauerte es 13 Jahre Bei manchen Menschen wohl viel l oder sie werden gar nie entlarvt Lasst uns Gottes Wort aufschlagen in Apostelgeschichte Kapitel 8 Ich umreiße uns kurz den Kontext. Wir steigen mitten ins Kapitel 8 ein. Wo befinden wir uns denn gerade? Nun, die erste Gemeinde Jesu in Jerusalem, sie bedauerte soeben ihren ersten Märtyrer Stephanus. Dieser erste Märtyrer Stephanus, er wurde gesteinigt. Paulus, er war selbst dabei und verfolgte die Gemeinde stets weiter. Er dringt in die Häuser ein, er verschleppt Frauen, er verschleppt Kinder. Die Christen, sie werden zerstreut bis hin nach Judah und Samaria. In Apostelgeschichte 8, Vers 1 sehen wir, dass die Apostel jedoch selbst in Jerusalem geblieben sind. Aber diese Zerstreuung, die wurde gebraucht, dass Philippus, das ist nicht der Apostel Philippus, sondern der Diakon aus Apostelgeschichte 6, Vers 5, dass dieser nach Samaria kommt. Und dort predigte er das Evangelium und sehr viele Menschen kommen zum Glauben. Und das heißt auch in dem Text, dass sie das Wort Gottes achteten, dass sie auch die Zeichen und Wunder sahen und erstaunt waren, wie Verkrüppelte gehend wurden, wie Lahme wieder aufgerichtet waren, wie unvorstellbar geplagte Menschen von ihren Dämonen und Geistern befreit worden sind, wie sie diese Dämonen schreiend die Menschen verlassen haben. Und es war eine sehr große Freude in dieser Stadt in Samaria. Vers 7, Vers 8. So weiter Kontext. Doch es gab auch Anlass zur Schelte. Dort, wo Freude ist, ist auch häufig der Feind zugegen. Wo Freude ist, ist da wieder Sache rausgefordert. Wo Gott mächtig handelt, da wirkt auch der Teufel auf den Plan. Neben den Früchten sprießt auch Unkraut hervor, welches sich jedoch für eine sehr, sehr schöne Pflanze hält. Wir möchten den heutigen Text aus der Postgeschichte 8, die Verse 9 bis 25 lesen und unter dieses Thema stellen, die Enttarnung eines Mitläufers. Die Enttarnung eines Mitläufers. Lasst uns den Text aus der Postgeschichte 8, ab Vers 9 gemeinsam lesen. Ein gewisser Mann aber mit Namen Simon befand sich vorher in der Stadt, der Zaubereitrieb, wo das Volk von Samaria außer sich brachte und von sich selbst sagte, dass er jemand Großes sei, dem alle vom Kleinen bis zum Großen anhingen und sagten, dieser ist die Kraft Gottes, die Große genannt wird. Sie hingen ihm aber an, weil er sie eine lange Zeit mit den Zaubereien außer sich gebracht hatte. Als sie aber Philippus glaubten, der das Evangelium von dem Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, wurden sie getauft, sowohl Männer als Frauen, aber auch Simon selbst glaubte. Und als er getauft war, hielt er sich zu Philippus. Und als er die Zeichen und großen Wunderwerke sah, die geschahen, geriet er außer sich. Als aber die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. die, als sie hinabgekommen waren, für sie beteten, damit sie den Heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist. Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel, der Heilige Geist, gegeben wurde, da bot er ihnen Geld an und sagte, gebt auch mir diese Gewalt, damit jeder, dem irgend ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfange. Petrus aber sprach zu ihm, dein Geld fahre samt dir ins Verderben, weil du gemeint hast, dass die Gabe Gottes durch Geld zu erwerben sei. Du hast weder Teil noch Anrecht an dieser Sache, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott. Tu nun Buße über diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob er dir etwa den Anschlag deines Herzens vergeben werde. Denn ich sehe, dass du in Galle der Bitterkeit und den Fesseln der Ungerechtigkeit bist, Simon aber antwortete und sprach. Betet ihr für mich zum Herrn, damit nichts über mich komme, von dem, was ihr gesagt habt. Nachdem sie nun das Wort des Herrn bezeugt und geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück und verkündigten das Evangelium vielen Dörfern der Samariter. Soweit der Text. Die Enttarnung eines Mitläufers. Was für eine drastische Begebenheit wir hier haben. Nun, wer war denn dieser Simon? Dieser Simon, er war ein Guru, er war ein Okkultist, ein Zauberer, der okkulte Sachen zaubert. Er war kein Trickkünstler, er war jemand, der mit dem Teufel in Verbindung war. Ein Hellseher aus Samaria, aus einer ungeliebten Gegend, die die Juden eigentlich vermieden, wo es nur ging. Eine Gegend voller Synkretismus, wo Mischreligion und verschiedene Einflüsse stattfanden. Er begeisterte die Menschen, er gab vor, was Tolles zu sein, jemand Großes zu sein. Er wirkte pompös, er ließ sich göttlich verehren, sehen wir hier im Text. Er war wahrlich begehrt, hatte zahlreiche Anhänger. Er war gewissermaßen voller Scheu und Faszination. Er kommt vordergr zum Glauben er h er glaubt er l sich taufen er bleibt bei Philippus und die ganze Kette spult er ab Man k meinen ein Okkultist wird Christ Was f eine Sensation wie wunderbar wie schön das doch ist. Doch wir sehen hier an fünf Punkten, wie falsch dieser Simon liegt. In fünf Schritten sehen wir, wie er entlarvt wird, wie er als Scheinkrist deklariert wird. Was ist das Problem, was Simon hatte? Nun hat er fünf falsche Sichtweisen. Die erste falsche Sichtweise, die er hat, ist erstens eine falsche Sicht über sich selbst. Er betrachtet sich selbst in einem falschen Licht. Aber erstmal klingt doch alles gut. Er lässt sich taufen, er ist fasziniert, er hält sich zu Philippus, zu den Gläubigen. Aber im Grunde war er nichts anderes als ein Geisterschiff. Er war wie die Octavius. Er war selbst gefangen im Betrug. Er kannte sich selber nicht. Er betrug sich selbst. Er betrug nicht mal andere. Er betrug sich selbst. Schaut mal, das ist schon mal das Gefährliche. Er war gar kein Heuchler. Er war kein Heuchler. Er hielt sich nach wie vor für einen Großen. Wir müssen zwingend unterscheiden in dem Leben zwischen Heuchelei und Anschein. Heuchelei ist die Fremdtäuschung. Wenn jemand heuchelt, täuscht der andere fremd. Heuchelei richtet sich von mir nach außen, zu anderen hin. Man ist sich dabei selbst der Heuchelei bewusst, man ist sich des Schauspiels bewusst. Das kommt ja von der Begrifflichkeit, aus dem Theaterspiel. Es ist eine bewusste Vortäuschung, Vorspiel falscher Tatsachen, Fremdtäuschung. Das ist im Prinzip Heuchelei. Der Begriff, der stammt auch aus dem Orient, auch an bestellten Beerdigungen. Da hat man auch Frauen bezahlt und sie zum Weinen animiert. Das ist ja bis heute so, wo geschluchzt wird und künstlich mehr Dramatik erzeugt wird. Jesus treibt solche Frauen eins mal aus, aber auch heute werden diese Frauen Heuchelfrauen genannt im Orient. Das ist gar kein abfälliges Wort, weil es ist eine bewusste Nach-Außen-Wirkung. Heuchelfrauen. Heuchelei ist es nicht, was Simon hier tat. Was hier in der Tat ist, was viel gefährlicher ist, es ist keine Fremdtäuschung, es ist eine Selbsttäuschung. Sie richtet sich nicht nach außen, sondern nach innen. Das ist deutlich gefährlicher, weil man sich selbst dessen gar nicht bewusst ist, dass man daneben liegt. Oft habe ich das auf der Sparkasse erlebt. Ich habe da die Ausbildung gemacht, Sparkasse Metzingen-Neuhausen, das ist ein ganz kleiner Stadtteil. und die Stadt oder den Ort Neuhausen, den gibt es sehr, sehr häufig in Baden-Württemberg. Ich weiß gar nicht, wie oft. Bei Stuttgart gibt es Neuhausen auf den Filtern, überall. Ich gucke, wenn ich durch Deutschland fahre, ach, da gibt es auch Neuhausen. Und ich habe auf einer ganz kleinen Sparkasse gearbeitet, im Kaff Neuhausen. Und es war jedes Jahr faszinierend, so um die Februarzeit herum. Da stand ich schon draus, weil ich wusste, dass es wieder passieren wird. Nämlich immer im Februar haben die Bankfachwirte der Sparkassen ihre Prüfungen abgelegt. an der Sparkassenakademie Baden-Württembergs. Und die ist in Neuhausen. Aber das ist in Neuhausen bei Stuttgart. Und immer wieder habe ich das erlebt, dann fahren fremde Autos, wilde fremde Kennzeichen, die das Dorf noch nie gesehen hat, kommen da plötzlich ran. Und ich sehe da so junge Frauen, Mädels, Jungs, gerichtet, hektisch aussteigen. Und immer wieder kamen sie rein, wo ist der Prüfungsraum? Ich habe diese Prüfung ja auch mal abgelegt, immer Zeit bei der Sparkasse. Und die haben mir jedes Mal so leid getan. Ich sage, Leute, direkt ins Auto. Also gar nicht groß nachdenken, ihr müsst hier das Neuhausen auf den Filtern eingeben. Da fahrt ihr jetzt nochmal bei dem Berufsverkehr nochmal gut 40 Minuten hin. Und das ist diese Selbsttäuschung. Man war sich absolut sicher, ich bin auf Kurs und fahre zu einer Sparkasse nach Neuhausen. Ich bin jedes Mal bei mir gelandet und das war fatal. Einige haben die Prüfung auf den letzten Moment gerade noch, durften sie noch teilnehmen. Andere mussten zur Nachprüfung ein halbes Jahr später, was deutlich teurer war und sonstige Schwierigkeiten mit sich brachte. Immer wieder bin ich an dieses Beispiel erinnert worden. Ich habe das auch immer wieder erlebt, dass das passiert ist. Fremd gelandet, wo man gar nicht hin wollte. Man hat nicht Fremde getäuscht, man hat sich selbst getäuscht. Man war überzeugt, richtig zu sein. Und Jesus selbst, er warnt vor diesem Selbstbetrug auch in der Bergpredigt. Und er sagt auch an eidlichen Stellen, dass er solche Leute gar nicht kannte, weil sie sich selbst betrogen haben. Simon, er denkt hier zu harmlos über sich selbst. Er glaubt etwas Großes zu seinem Vers 9. Er glaubt seiner göttlichen Möglichkeiten. Und wir finden hier nirgends einen Bruch mit dieser alten Natur, mit dieser Begeisterung, die die Menschen hatten. Wir finden nirgends diese Distanzierung, dass er sagt, ich möchte von dieser Faszination, die ich durch meinen Okkultismus zum Ausdruck gebracht hatte, ich möchte Abstand davon nehmen. Wir sehen das an keiner Stelle. Im Gegenteil, er feiert dieses Begehrt und Bewundertwerden weiterhin. Eine falsche Sicht von sich selbst. Was will dieser Simon? Dieser Simon mit dieser falschen Sicht über sich selbst, er möchte das Neue. Er möchte dieses Übernatürliche, das Philippus, was hier in Samara passiert, er m dieses zu seinem alten Leben dazunehmen Eine Erg seines alten Lebens Ich arbeite in der IT mittlerweile seit sechs Jahren Man nennt das Add Wenn ein kleines Tool für die Software dazugekauft wird, man braucht nicht eine ganz neue Software, neues Programm. Nein, es gibt so kleine Tools, so ein kleines Add-on, das installiert man so beiläufig, kriegt es kaum großartig mit, aber es hat große Wirkungen im Hintergrund. Und man installiert oder programmiert oder entwickelt weitere Add-ons, die zur Software, zum System dazu gereicht werden. So eine Art Nice-to-have, etwas Neues on top dazuzubekommen. In dieser Gemeinschaft mit Philippus, den Gläubigen, wunderbar, aber jetzt noch so die Kirsche auf die Sahne, einfach eine Kleinigkeit mit hinzuzunehmen. Er sieht das sehr locker, man darf das nicht zu verbissen sehen, mag er sich denken, nicht zu eng sehen. Er glaubt, was Großes zu sein, hat aber keine Funkenahnung davon, wie es in seinem Herzen aussieht. So eine Art Add-on, das tut schon gut nebenbei. Wir haben einen Missionar bei uns in der Gemeinde, da ist Conny, Conrad Binder ist auf den Philippinen Missionar. Und wenn er da Taxi fährt, die ganzen Taxis, das ist so eine Tradition, man landet am Flughafen Manila und gibt dem Taxifahrer einfach so ein Talisman oder so ein Götzenbildchen oder eine Maria oder ein Kreuz. Und die Taxis, die sind voll, voll, voll, voll mit irgendwelchen kleinen Kruschtdingern, wo einfach Leute aus Tradition, Talisman, irgendwelche Glücksbringer den Taxifahrern geben und sie denken, alles gut, eins on top, keiner mehr schaden, irgendwas wird schon beschützt, irgendwas wird schon funktionieren. Viel hilft viel so gewissermaßen. Und dieser Simon, dieser Mitläufer, entlarvt sich selbst, seine falschen Sicht, seine falschen Motive, die er für den Dienst äußert. Er hat hier keine Abhängigkeit, die er von Gott und zu Gott zum Ausdruck bringt. Er liebt nach wie vor den Glanz, wie wir hier sehen, die Abhängigkeit anderer von ihm, die den Geist von ihm bekommen sollen. Er liebt es weiterhin, das Bad in der Manege. Es geht ihm um sich, nicht um Gott. Und es ist eine herausfordernde, schillernde Gestalt, an der wir uns wirklich selber prüfen können, ob das Selbstbild das ist, das mit Gott abgeglichen wird. Simon wollte wirken, weil er großartig scheinen wollte. Wir müssen uns auch heute selber fragen, ganz ehrlich, jeder in den Aufgaben, wo er drin ist, was ist so die Motivation, der Antrieb, warum du und ich dienen und wirken wollen? Ist es, dass Gott groß gemacht wird oder ist es, mach mich groß, dass ich das, was ihr könnt, eben auch kann? Wenn wir an die Predigten denken, wie viele Predigten haben wir schon erlebt, ihr Lieben, wo Menschen es als Bühne genutzt haben, um eigene Gedanken, eigene Theorie, politische, soziologische Überzeugungen, die sicherlich auch an vielen Stellen gut sind, als Plattform weiterzugeben. oder auf dem Nebenweg der Eide oder anderen bestimmten Personen, ohne Namen zu nennen, aber ganz bewusst einen mitzugeben. Und du weißt genau, für wen dieser Satzbau speziell ausgelegt war. Liegt die Predigt daran, dass du diese Möglichkeit nutzen möchtest, diese Chance zu ergreifen? Oder ist es wirklich das tiefe Bedürfnis Gottes Gedanken in seiner Abhängigkeit, Menschen, die in den Bänken sitzen, einen Hunger nach Gottes Wort zu haben, diese weiterzugeben. Warum betreibst du Seelsorge? Ein Aspekt, der auch in unserer Gemeinde gerade mehr und mehr kommt, der vielleicht über Jahre vernachlässigt wurde, aber du Seelsorge betreibst, um dich am Dreck der anderen zu ergötzen, dann geht es nicht dem nach, was sich Gott darunter vorgestellt hat, den tiefen Wunsch nach Heilung und Zurechtzubringung der Seelen zu fördern. Geht es wiederum nur um dich, dass du dich berauscht am Elend anderer. Es geht auch in die ganz einfachen Tätigkeiten der Reinigungen, der Hilfeleistungen, in denen auch so oft schon Demut zur Schau gestellt wurde. Und auch da ging es nicht um Gott und um die anderen, sondern um sich selbst gesehen zu werden, sehen und gesehen zu werden. Oder ist es eine starke Liebe und Identifikation zur Gemeinde mit praktischen Hilfsleistungen für angenehme Gottesdienste und ein Ambiente des Wohlfühlens zu sorgen, weil du den Herrn liebst und weil du die Geschwister und die Gemeinschaft liebst? Warum bist du missionarisch aktiv? Möchtest du als Anführer eines höheren Gutes oder einer Wahrheit wahrgenommen werden? Dieser Missionar, Conny, den ich vorhin erwähnt habe, auf den Philippinen, der hat selbst mal gesagt, er selbst würde mir das gar nicht trauen zu sagen, Missionstätigkeit ist pure Eitelkeit. Das sagt ein Missionar unserer Gemeinde. Er hat nirgends so viel Eitelkeit erlebt, wie am Mission stand und auf dem Missionsfeld. Das sagt der Missionar, würde ich mich nicht getrauen, so zu sagen. Ist es das oder ist es die starke Not des Verloren gehen vieler Seelen, die mit dem Wort Gottes nicht in Berührung kommen. Warum bist du in der Leitung? Warum strebst du nach einem Leitungsamt? Ist es, um Macht zu generieren, auszulegen?
was du vielleicht beruflich auch gut kannst und auch im Dienstkontext eigentlich tun solltest aus deiner Sicht. Oder weil es dem Job fehlt. Oder tust du das unter Furcht und Zittern vor Gott und der Gemeinde nach biblischen Maßstäben, Kinder und Jungscher und Musik und Jugendliche anzuleiten, Gemeinde zu führen, sie voranzubringen aus Ehrfurcht vor Gott und dem Wunsch, eine Gemeinde nach seinen Maßstäben zu haben. Ihr Lieben, wir könnten die Liste fortführen. Im Reich Gottes geht es niemals um dich. Niemals. Merkt ihr diesen Satz als Diener. Im Reiche Gottes geht es nicht um dich. Im Reiche Gottes geht es nicht um mich. Im Reich Gottes geht es um Gott selbst. Er bekommt die Ehre. Er bekommt die volle Anerkennung, wenn er uns arme Geschöpfe dienen lässt, brauchbar macht für sich selbst. Er allein und sein uns anvertrauter Bereich, in dem du und ich seine Werkzeuge sind. Diesen geht es. Zu keinem Zeitpunkt geht es um dein und um mein Wirken. Das ist diese richtige Betrachtungsweise, die den Blick von einem selbst weggelenkt, das Simon eben nicht hatte. Gott selbst sagt in Jesaja 48, Vers 11, meine Ehre gebe ich keinem anderen. Und auch das Westminster-Bekenntnis, Der Katechismus von 1647 sagt an der allerersten Stelle im ersten Artikel, das höchste Ziel des Menschen ist es, Gott zu verherrlichen und sich an ihn zu erfreuen. Das ist der erste Punkt, wo Simon eine falsche Sicht hatte, eine falsche Sicht von sich selbst. Er hat ein ganz falsches Verständnis gehabt dessen, worum es eigentlich geht, wenn man zur Gemeinde Gottes gehört. Aber es geht auch weiter, er hat einen zweiten falschen Blick gehabt, nämlich er hat eine falsche Sicht von Umkehr gehabt. Simons Sicht von Bekehrung, von Dazugehörigkeit ist völlig fehlgeprägt gewesen. Im Vers 13 sehen wir dieses. Aber auch Simon selbst glaubte und als er getauft war, hielt er sich zu Philippus und er sah die Zeichen und Wunderwerke und die Geschahne war außer sich. Simon und auch andere Mitläufer der Gemeinde haben noch ein weiteres Problem. Vielleicht ist das bei uns auch der Fall. Man versteht Umkehr falsch. Und wir haben hier eine ganz besondere Ausnahmesituation. Das müssen wir betrachten. Der Heilige Geist, er kam hier durch Handauflegung. Es ist an ganz wenigen Stellen passiert. Hier in Samaria fand es Gott für richtig, dass der Heilige Geist durch Handauflegen kam, weil die Samariter ein falsches Bild von den Juden hatten, von Gott selbst. Und ihnen soll gesagt werden, dass das Heil aus den Juden kommt. Und deswegen kommen erst mal welche aus Jerusalem, wie Petrus und in den Heiligen Geist zu geben, dass sie merken, woher die Autorität kommt. Und gleichzeitig war es für die Juden wichtig, zu wissen, dass die ebenfalls zum Volk Gottes dazugehörig sind, die den Namen Jesu angenommen haben. So haben wir eine besondere Situation. Nach der Bekehrung kam der Heilige Geist durch auflegende Hände. Das ist keine Lehre, das ist eine geschichtliche Betrachtung und kein Dogma, das geübt wird in der Praxis. Das auflegende Hände ist dieses visuelle Erkennen, das auch die Samariter den Heiligen Geist haben, dass sie konnten nun ebenfalls Zeugnis davon geben, dass aus Jerusalem eben die Apostel gekommen sind und sie von ihnen sozusagen abhängig waren, um diese große Geschichte, diese 30-jährige Apostelgeschichte Gottes zu vollenden, wo aus den Völkern eines gemacht werden soll in dieser besonderen Zeit. Es ist kein Lehrgebäude an dieser Stelle. Gott gebaut aber seine Gemeinde hier auf der Bühne der Weltöffentlichkeit. Das soll eben geschehen, auch in Orten, wo es manche nicht für möglich gehalten haben, wie in Samaria. Aber dieser Simon, er denkt zu harmlos von Bekehrung. Warum? Was macht er? Er macht alles mit. Er lässt sich taufen. Er ist dabei. Vielleicht umarmt er die anderen, nachdem er aus dem Taufwasser ausgestiegen ist. Macht die ganzen Ritus mit, die funktioniert haben. Hat die richtigen Worte gesprochen, die richtigen Floskeln bedient. Alles gemacht, was dazu gehört. Und Petrus, der macht deutlich, nicht das äußere Ritual ist hier wichtig. Auch das Weinen nach deiner Taufe oder bei der Bekehrung, auch das ist nicht wichtig. Auch das Mitmachen, das Mitlaufen oder diese ganzen Elemente, die man oft so nebenbei macht, auch das ist nicht entscheidend. Sie bekräftigen womöglich einen Schritt, aber erstmal ist das eine Form. Es ist keine Bekehrung. In diesem Schritt tun, was hier Simon getan hat. Was ist denn bei der Bekehrung wichtig? Nun, das ist das, was Petrus ihm nachher sagt in Vers 21. Es ist der Anschlag deines Herzens, der vergeben werden möchte. Was hilft es, wenn die innere Wirklichkeit nicht verändert wurde und nur äußerlich? Und er sagt es noch einmal in Vers 22, dein Trachten des Herzens muss verändert werden. Zweimal spricht er auf das Herz an. Simon braucht Erbarmen, Simon braucht ein neues Herz. Was ist das Problem des Simons? Nun, er dachte, er kann Umkehr bewirken durch sein Hören, durch sein Glauben, durch sein Taufen, durch dieses Anphilipus Halten, durch sein Begeistertsein. Aber sein Herz war nicht verändert worden, an keiner Stelle. Er hat nur auf Menschen und zuerst auf Philippus und nachher nur auf die Apostel geschaut All diese Dinge sie waren nichts wert weil das Herz nicht ver blieb Und das hat auch Jesus selbst erlebt in Johannes 2 Das ist ein Ph das zieht sich durch die Bibel Johannes 2, 23 bis 25. Als er aber in Jerusalem war am Passa auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen. Als sie seine Zeichen sahen, die er tat. Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, Vers 24, weil er alle kannte und nicht nötig hatte, dass jemand Zeugnis gebe von dem Menschen, denn er wusste, was in den Menschen drin ist. Also wir sehen, es gibt es immer wieder, dass Menschen glaubten, aber es ist kein rettender Glaube gewesen, der stattfand, weil es sich auf Äußerlichkeiten stets allein basiert hat. Und manchmal ist die Frage, ob wir nicht auch ein falsches Verständnis von Umkehr, von Bekehrung oft haben. Wie oft würden wir dieses gerne tun? Das, was hier so wunderbar offensichtlich erst mal funktioniert hat. Wir haben vielleicht in der Arbeit irgendwelche ungläubigen Kollegen, Spötter, Nachbarn, wie auch immer, lauter Frust, der uns antreibt. Wie können sie so sein? Wir würden gerne mit dem Finger schnippen oder irgendwelche Formeln bedienen, dass sie doch endlich begreifen könnten und endlich, endlich zum wahren Glauben kommen. Oder wir haben Kinder, vielleicht haben wir ältere Kinder, die noch nicht mit dem Herrn gehen, die nicht errettet sind. Und was versuchen wir alles an Knöpfen und Mechanismen zu drehen und zu tun, dass sie einfach den Herrn annehmen, was nachsprechen und irgendwie in die Fußstapfen treten, dass es ja funktioniert. Wir legen uns ins Zeug mit biblischen Geschichten. Und das Abendlied und das Abendgebet oder das Gebet vor dem Essen, vor dem Schlafen gehen. Wir üben Sonntag für Sonntag Verse und mühen uns ab in der Vorbildfunktion, damit sie ja gerettet werden. Geschwister, diese Anliegen sind so gut und so richtig und so wichtig und lasst sie uns genauso weitermachen. Aber das traurige Beispiel bei Simon zeigt, dass auch nicht mal Philippus oder die Apostel das Herz ändern konnten. Gott muss dieses tun. Gott muss das Herz verändern. Und dieses müssen wir bei allem Gehorsam, bei all den guten Ritualen, die wir den Kindern und auch hoffentlich weiterhin ausüben, dieses müssen wir betrachten. Und so schwer mir das Selbst, das Verkündige, oft in den Kopf reingeht, am Ende kann ich das Herz nicht bekommen. Gott wirkt dieses allein und das muss ich in einer demütigen Art und Weise bekennen und akzeptieren, die Flügel strecken und sagen, Gott, ich will dein Diener sein. Aber am Ende helfen diese Mechanismen nicht, die wir auch hier bei Philippus und Simon gesehen haben. Gott, du musst das Herz verändern. Der wohl bekannteste Evangelist der neueren Geschichte war wohl Billy Graham. Und er hat selber diese Erfahrung machen dürfen. Auch anhand dieser Geschichte sind ihm die Augen aufgegangen. Billy Graham war wohl der bekannteste Evangelist der USA, vielleicht weltweit. Er starb 2018 mit 99 Jahren. Er hatte eine sehr beeindruckende Vita vorzuweisen. Billy Graham hat 417 Mega-Veranstaltungen gehalten. Eine Mega-Veranstaltung wird ab einer Viertelmillion Zuschauer gemessen. Er predigte in 185 Ländern der Welt. Er war siebenmal in Deutschland. Er durfte 1982 in mehreren Städten der DDR unverblümt predigen. Das war ein Novum. Das gab es in der DDR davor und danach nicht mehr in diesem Umfang. Er hat zu seinen Lebzeiten 210 Millionen Menschen insgesamt erreicht. Man sagt statistisch, dass jeder 20. Mensch der Welt, Billy Graham, einst gesehen und gehört hat. Live und in Farbe. Meine Eltern zählten selbst dazu. Ich nicht, aber es war auch 93, ich war auch sehr klein. Mächtige Zahlen. Billy Graham ließ Menschen nach vorne kommen, er ließ sie die Hand heben, er ließ sie Übergabegebete sprechen, er ließ sie Sachen nachsprechen, er ließ sie Zettel ausfüllen. und irgendwann in seinen 90er Jahren hat er Zweifel an dieser Methode erhoben. Er kam ins Grübeln, was ist denn mit diesen ganzen Bekehrungen passiert? Und er hat eine große Foundation und hat diese beauftragt, eine Analyse dessen mal zu tätigen, was ist denn passiert mit den ganzen Bekehrungen, mit den ganzen Zetteln, mit den ganzen Menschen, mit den ganzen 210 Millionen Leuten. Ich weiß nicht, wie er es gemacht hat, aber er hat eine sehr, sehr, sehr teure Analyse durchführen lassen und hat das Ergebnis bekommen und er bekannte es und er war sehr ernüchternd, er war sehr niedergeschmettert und hat es aber bekannt. Wörtlich sagte Billy Graham, wenn es hochkommt, dann sind maximal ein Prozent dieser Bekehrungen in wahren rettenden Glauben übergegangen. Dieser große Evangelist hat sein Verständnis gegenüber Bekehrungen selbst grundlegend ändern müssen. und wir sehen es allein im Buch Jeremia, einfach an drei Stellen, wir können nur in Jeremia bleiben und wir sehen, wie Gott hier am Wirken ist. Jeremia 17, Vers 14, heile du mich her, so werde ich geheilt, rette du mich, so werde ich gerettet, Jeremia 17, 14. Jeremia 24 7 auch hier wo die aktive Handlung von Gott selbst ausgeht Jeremia 24 7 und ich will Ihnen ein neues Herz geben sie mich erkennen dass ich der Herr bin und sie werden mein Volk sein Und ich werde ihr Gott sein denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren Auf das Volk Israel bezogen und der aktive Handelnde ist auch hier Gott selbst. Und dieses Prinzip wird auch hier deutlich. Ebenfalls in Jeremia 31, Vers 18. Da sagt der Prophet Jeremiah selbst, 18b, bekehre du mich, damit ich mich bekehre. Was für Erkenntnisse, die die Propheten selbst zum Ausdruck gebracht haben. Und ihr Lieben, wir sind das an zweiter Stelle hier, der zweite Punkt. Nicht nur eine falsche Sicht über sich selbst, sondern eine falsche Sicht von Umkehr kann sehr dramatische Folgen haben. lasst uns bei all dem und die Herzen derjenigen, die wir bewegen möchten, dem Herrn anvertrauen und glauben, Herr, du allein bist es, der wirken muss am Herzen dieser Menschen selbst. Der dritte Punkt, die dritte falsche Sicht, die Simon hier hat, das ist eine falsche Sicht über Gott. Simon denkt, dass er Gott etwas bringen kann. Vers 18 und 19, da sehen wir, als Simon sah, dass sich das Auflegen der Hände die Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, bot er ihnen Geld an und sagte, gebt auch mir diese Gewalt, dass jedem, dem ich irgendeine Hände auflege, Heiligen Geist empfing. Die dritte falsche Sicht, eine falsche Sicht über Gott. Und jetzt wird es immer schlimmer. Er denkt, dass er Gott etwas bringen kann. Er meint, dass er geistliche Größe mit Geld erwerben könne. Er begegnet der teuersten Währung der Menschheitsgeschichte, Heiligkeitsgeschichte, Jesu Blut, mit einem billigen Ersatz mit Geld. Er denkt viel zu harmlos über Gott. Das Schlimme dabei ist, das Schlimmste überhaupt, er denkt, dass er Gott kaufen kann. Dass er Gott etwas geben kann. Dass er Gott mit irgendetwas zufriedenstellen, beeindrucken kann. Diese übernatürliche Kraftquelle, diesen Heiligen Geist, er denkt, dass er damit Handel treiben könne. Das ist eine religiöse Denkweise, ihr Lieben, die wir heute sehen. Man glaubt, dass Gott irgendwo diese übernatürliche Kraftquelle ist, die man einfach so anzapfen kann, durch Knöpfchen drücken, durch Floskeln, durch Geld, durch was geben, durch irgendeinen Tausch. Irgendwas passiert. Als ob man sich mit Gott irgendwie arrangieren könne und ihm etwas Billiges geben möchte. Und wir haben das gerade bei uns in Baden-Württemberg, wo ich herkomme, gibt es das gerade sehr, sehr stark auch politisch vertreten. Ich wohne neben Tübingen und auch da merken wir, dass Menschen sehr, sehr gut und stark darin sind, dass sie sich irgendwie auch viele Gemeinden göttlichen, geistlichen Segen irgendwie verdienen können. Durch Umweltaktivitäten, durch Engagement, durch NGO-Aktivismus oder durch sonstige Dinge, dass jetzt Gott besonders gütig und gnädig sein mag, dass er besonders Segen schenkt. Fatal. Das ist nicht eine Sache vor 2000 Jahren, die sehr primitiv erscheint für uns. Nein, das finden wir heute in einer anderen Form, einer anderen Farbe, dass man meint, Gott, ich tue jetzt etwas und dann bekomme ich etwas von dir. Ich bete jetzt ganz, ganz fleißig und ich gehe ganz fleißig in die Gemeinde und ich spende auch her. Aber bitte, bitte, dadurch möchte ich diesen Job haben. Dadurch möchte ich diese Frau haben. Dadurch möchte ich hoffen, dass ich in der Auktion als Letzter bin, der dieses Auto bekommt. Oder was auch immer. Herr, ich tue so viele Sachen. Ich bemühe mich, ich rackere mich ab im Wunsch, Herr, das ist mein Geben, dass ich was von dir bekomme. Ihr Lieben, machen wir uns nichts vor. Wir selber tendieren sehr häufig dazu, zu solch einem Kuhhandel. Das, was Simon hier macht, er denkt so billig über Gott. Er versteht das Wesen Gottes nicht. Es ist ihm nicht klar, dass Gott heilig ist und dass, wenn Gott uns nicht halten würde, wir keinen einzigen Atemzug tun könnten. So ist der heilige, unermesslich zu verstehende Gott. Und deswegen stehen wir mit unserer Schuld unzulänglich vor ihm, erbärmlich vor ihm. Er hat eine falsche Vorstellung, viel zu harmlos. Charles Haddon Spurgeon sagte mal, sogar unsere Tränen, wenn wir sie, die Tränen der Buße, zu Gott bringen würden, nicht mal die brauchte er. Auch die Tränen der Buße müssten im Blut Jesu gereinigt werden, sagte Spurgeon. John Orwen, der große Reformator der Vorzeiter, sagte, der größte Feind der Gnade ist nicht die Sünde, sondern die eingebildete Selbstgerechtigkeit, was zu bringen, um zu bekommen. Ganz fatal. Wir müssen gar nicht mit dem Finger auf Simon zeigen, es ist ein leuchtendes Beispiel dafür, aber doch sind wir sehr, sehr häufig sehr ähnlich. Simon, er hätte ganz anders vor Philippus erscheinen müssen. Er hätte so erscheinen müssen, wie es John Bunyan gesagt hat. Der Sünder kommt zu Gott nicht mit einem Preis in der Hand, sondern mit einem Strick um den Hals. So soll der Sünder zu Gott kommen. Und daher ist es ganz spannend dieser Begriff Simonie ich wei nicht wer ihn schon mal geh hat Simonie ist ein Begriff der geschaffen wurde der sagt nichts anderes ein durch Geld erworbenes Amt oder durch Geld erworbene Barmherzigkeit Das heißt Simonie, den Begriff gibt es tatsächlich, stammt von diesem Simon ab. Und die Antwort von Simon ist ganz klar, er sagt ihm, fahr zur Hölle, du und dein gesamtes Geld, in Vers 20. Im Englischen klingt das so nice, wenn man das so liest, to hell with you and your money. Der liest sich die englische Bibelübersetzung wirklich so geschmeidig, wie geschnitten Brot. To hell with you and your money. Er liebte die Gabe, den Geist. Er liebte die Gabe mehr als den Geber, Gott selbst. Gott braucht kein Geld. Er braucht noch nicht mal ein perfektes Lebewesen, das er selbst geschaffen hatte. Und Gott braucht noch nicht mal Opfer. Das hat Mose, das haben die Propheten, das hat David selbst erkannt. Auch David wusste, was Gott will. Er will einen zerbrochenen Geist, ein zerschlagenes Herz. Und jetzt diese drastische Antwort vom Petrus zur Hölle mit dir und mit deinem Geld. Und wir schlucken, wenn wir das lesen, ihr Lieben. Wir schlucken, wie kann man als Apostel mit einem Menschen so sprechen? Geziemt sich denn dieses Vokabular, jemandem so auf den Kopf zuzusagen, was hier die Apostel getan haben? Ihr Lieben, die Frage ganz klar und deutlich. Kann man so drastisch antworten? Ist das nicht zu hart? Nein, ihr Lieben, so dürfen wir nicht antworten. So müssen wir antworten. So müssen wir antworten, wenn andere auf einem radikal falschen Weg sind, der sie wirklich ins ewige Verderben bringt. Ich habe einen Schulleiter gehabt, Matthias Fröhlich. kommt aus unserer eigenen Gemeinde, das ist der IBDC, ältester, Bibellehrer und ältester in seiner Gemeinde. Er hat uns eine Begebenheit erzählt. Er sagte, dass sie eine junge Frau hatten, die in die Gemeinde kam. Und sie hat das Wort Gottes gehört, sie hat es geglaubt, sie hat gedient, sie wurde getauft, regelmäßig da gewesen. War so eine Bilderbuch-junge Frau, Bilderbuch-Dienerin und hat auch Jungschau gemacht und Kinderstunde. Man hat sich echt erfreut an ihrem Dienst, an ihrem Wesen und ihrer Persönlichkeit. Und eines Tages kam sie mit einem Mann in die Gemeinde, einem jungen Kerl, der jedoch ungläubig war. Ungläubig und mit dem wohnte sie dann auch direkt unehelich zusammen. Ein Schlag ins Gesicht für die Gemeinde, für viele, für viele auch in der Leiterschaft. Man sprach mit ihr, man legte ihr Gottes Idee von Ehe, von Zusammenleben, von Familie nochmal vor Augen, was Gott sie eigentlich vorgestellt hat. Und sie ließ sich nicht korrigieren. Sie hielt ihren Lebensweg weiterhin für korrekt und wollte überhaupt nichts ändern. Nichts irgendwie sah sie notwendig zu kaschieren oder sonst irgendwie. Sie sah es einfach nicht ein, weder den ungläubigen Mann zu verlassen oder mit ihm nicht mehr geschlechtlich zu verkehren. Und sie ließ sich über nichts und gar nichts mit Gottes Wort entlanggehangelt irgendwie überzeugen. Und man kam als Gemeinde zum Schluss, es half nichts mehr, Man schloss sie aus der Gemeinde aus und jetzt ist die Frage, was sagt man ihr? Ausschließen kannst du ja schnell. Es geht ja easy, Gaubegemann auszuschließen und Job gemacht. Nein, jetzt kommt es auf die Essenz an. Sie haben gesagt, liebe Frau, du giltst für uns als nicht errettet, als Kind des Teufels. Wir müssen aufgrund deines Zeugnisses, was du lebst, und deiner Beherrlichkeit annehmen, dass du kein Kind Gottes bist. Du bist weiterhin gern gesehen als Gast, weil wir dich für Christus gewinnen möchten. Und der Ausschluss aus der Gemeinde fand statt. Als Gast war sie willkommen durch Ausschluss am Abendmahl, aber irgendwann kam sie gar nicht mehr. Die Ältesten kamen aus meiner Sicht korrekterweise zum Schluss, diesen Leuten ehrlich zu sagen, das, was du uns spiegelst, wir müssen davon ausgehen. Wir sprechen kein Urteil über dich, aber wir müssen davon ausgehen, dass du nicht erlöst und errettet bist, um diese Menschen da zu packen, wo es um die Ewigkeit geht, wo es um die ewige Zweischneidige oder diesen Spagat nach links oder rechts geht. Da müssen wir sie packen. Und lieber an dieser Stelle so radikal zu sein, als drumherum zu schiffen und Leuten nicht auf den Kopf zuzusagen, was ihre Zukunft ist. Was war das Problem bei dieser Frau? Das gleiche wie bei Simon. Vordergründig gute Figur gemacht. Aber wenn es um die Heiligkeit Gottes geht, Wenn es darum geht, ihn ernst zu nehmen, beim Ernst seines Gebotes, da offenbarte sich der wahre Kern. Achtung an dieser Stelle, ganz wichtig, wir entscheiden nicht über Himmel und Hölle über die Seelen. Das ist ganz wichtig zu betonen. Das tut Gott allein. Lasst uns daher auch nicht übereilig und unachtsam mit solchen Urteilen umgehen. Heil zuzusprechen und abzusprechen. Aber es ist uns als Christen, als Gläubige der Verantwortung gegeben worden, mitlaufenden Menschen, deren Gesinnung und Erkenntnis abgrundtief von der Bibel abweichen, auf den Kopf zuzusagen, gemäß dessen, was du trotz deines anderen Bekenntnisses von dir gibst und lebst, bist du kein Kind Gottes und wirst daraufhin verdammt werden. Das ist unsere Pflicht, das ist hart und das ist schwer.
1. Korinther 5, Vers 5, da sagte Paulus auch, überliefert diesen Mann, der mit seiner Schwiegermutter schlief und widerliche Sachen tat, überliefert ihn Satan, damit das Fleisch verdirbt. Aber der Geist errettet wird, betrachte ihn als ungläubig, vielleicht wird er gerettet und wird zur Umkehr gebracht. Das dritte, eine falsche Sicht über Gott. Das vierte, die vierte falsche Sicht, die hier dieser Simon hatte, ist eine falsche Sicht über die Ewigkeit. Vers 20 bis 24 sehen wir das. Simon offenbart, dass er ein Mitläufer ist. Ihm wird in Vers 20 gesagt, du wirst verdammt werden mit deinem Geld. In Vers 23 wird ihm gesagt, du bist voll bitterer Galle, du bist vergiftet voller Galle. Und das ist tödlich. Vergiftet zu sein ist was Tödliches. Verdammt zu werden ist was Endgültiges. Vers 23 sagt er ihm auf den Kopf zu, du bist verstrickt in Ungerechtigkeit. Ja, Verstrickungen, die ziehen einen in den Abgrund. Man geht schnurstracks ins Gericht Gottes. Du hast keine Chance, wo du jetzt lebst. Die Aufforderung, Vers 22, du hast kein Teil am Evangelium. Tu, Buße und Beuge dich. Kehr um, fleh zum Herrn. Nicht irgendwie ein Gebet nachzusprechen. Nicht irgendwie Knöpfchen drücken. Nein, tu es von Herzen, weil es Gott um dein Herz geht. Schrei zu Gott, reiß mich heraus aus meinem alten Leben. Keine Formalie, kein Scheinglaube. Komme zu echtem Glauben über. Das ist dieser radikale Punkt, den Simon hier verpasst hat. Das erinnert so ein bisschen an Werner de Boer. Ich weiß nicht, wer den kennt. Er ist der Herausgeber der Wuppertaler Studienbibel. Er war als Pastor bis zum 46. Lebensjahr tätig, auch im Zweiten Weltkrieg. 1945 hat er sehr feige seine Gemeinde verlassen, hat sie im Stich gelassen, ist geflohen, hat sich selbst um Kopf und Kragen rennen wollen, hat die ganze Gemeinde in Stolp damals fluchtartig verlassen und kurz darauf wurde ihm wirklich bewusst, was er hier getan hat. Es ist nicht nur so, dass er die Gemeinde verraten und verlasten hat und sie wirklich nur um sich selbst zu retten im Stich gelassen hat. Nein, es war der Knackpunkt, dass Gott in die Krise seines Lebens geführt hat. Und Werner de Boer hat dann selber bekannt, dieser Herausgeber der Wuppertaler Studienbibel, an diesem Punkt, wo ihn Gott gestellt hat, auf dieser Flucht vor den Alliierten und Nazi-Deutschland und aus Scheu sein Leben zu verlieren, da sagte er, so musste ich erkennen, wer ich wirklich war. Da war nichts mehr, worauf ich mich stützen konnte. Der Boden meiner Füße war dahin. Jetzt erfuhr ich, dass über dem Abgrund der Verlorenheit nur die Arme des Gekreuzigten mich halten können, der an unserer Stelle das Gericht erlitt. Dieser Werner de Boer, der vieles getan, geleitet und gewirkt hat, er erkannte an diesem Punkt die Wende. Er zog wieder zurück in die DDR und wurde als Evangelist tätig und brachte diese Wuppertaler Studienbibel heraus. Dieses Meisterwerk, das bis heute größte Nachschlagewerk im deutschsprachigen Raum. Ein Mensch, der jahrelang, jahrzehntelang gedient hat. Der erkannt hat anhand dieses Ereignisses, wo Gott gebraucht hat, ich bin gar kein Kind Gottes. Du bist nicht deswegen kein Kind Gottes, weil du die Gemeinde verraten hast. Nein, Gott hat es gebraucht, um es ihm einfach zu zeigen. Du bist es nicht. Und manchmal sind so radikale Ereignisse wichtig, ob Gott uns dazu braucht oder durch welche Umstände er es tut. So hätte es bei Simon kommen können, wie bei Werner der Böhr, wenn er richtig reagiert hätte. Aber er tat keine Buße. Er kam dem Aufruf des Petrus nicht nach. Es ist derselbe Aufruf, den er auch zuvor an Pfingsten aussprach. Tut Buße, kehre um. Stattdessen, Simon reagiert gar nicht darauf, was er ihm gesagt hat. Er überhört diesen Bußaufruf. Er will nur eines. Er will keine Konsequenzen haben. Er sagt in Vers 24, betet ihr für mich zum Herrn, damit nichts davon über mich komme. Über Tod und Verdammnis und Verstrickung. Was ist das, was Simon will? Schaut mal, was will Simon hier? Das Einzige, was er nicht will, sind die Konsequenzen. Er will keine Konsequenzen, er will nicht verdammt werden, er will nicht in die Hölle. Keine Anzeichen, mit Gott leben zu wollen. Keine Anzeichen sich korrigieren zu lassen Kein Hinweis nach dem Wunsch nach Gemeinschaft mit Gott Hauptsache keine Strafe Hauptsache keine Konsequenzen Die Motivation des Mitl und des Scheinkristen ist er selbst Die Motivation des Mitläufers ist er selbst. Eine Frage, die wir uns selber auch selber stellen können oder auch einfach, wenn wir mit Menschen ins Gespräch gehen, damit sie sich selbst Zeugnis geben zur Entlarvung. Warum lebst du mit Gott? Ist es die Angst vor der Hölle? Nun, das ist durchaus ein guter Ansatzpunkt. Viele Menschen kommen zum Glauben, weil sie Angst vor der Verdammnis haben. Aber dass jemand, so wie du und ich oder wir, keine Mitläufer, sondern Erlöste sind, zeigt sich darin, dass wir über die Angst vor Verdammnis mit Gott leben wollen. denn jemanden wollen und brauchen, der an unserer Seite ist, der unser Halt ist und Freude Tag für Tag an der Erlösung uns zum Ausdruck bringt, die wir jeden Tag sündigen, jeden Tag Freude haben dürfen. Wir sind erlöst. Allein der Punkt, wo wir unsere Zukunft nicht verbringen wollen, ist dauerhaft ein sehr schlechter Indikator. Dauerhaft ist das kein gutes Kriterium, nur nicht verdammt zu sein, Es ist kein guter Indikator und auch kein Lauterer, zu erkennen, ob ich erlöst bin oder nicht. Man kann es mit anderen Sachen im Leben vergleichen. Warum tun wir oft Dinge, die nicht unbedingt Spaß machen? Nun, wir tun oft Dinge, nur um die Konsequenzen nicht zu erleben. Warum joggst du? Es gibt welche, die joggen gerne, aber viele joggen einfach, damit sie nicht noch fetter werden. Ganz einfach. Warum gehen sie ins Fitness oder in den Physio? Nicht, weil es Spaß macht, sondern damit der Rücken nicht noch kaputter geht. Warum essen manche gesund oder verzichten auf fettiges Essen? Ja, einfach nur, um keinen Schlaganfall zu bekommen. Warum arbeiten manche? Nicht, weil sie darin Erfüllung finden oder weil sie Freude als Berufung sehen. Nee, nur, um einfach nicht pleite zu sein. Warum geht man in die Gemeinde? Einfach nur, um keine Kontakte zu verlieren. Nun schaut mal, das sind alles nachvollziehbare Motive und alle haben was. Aber es sind keine lauteren Motive. Sie sind erstmal gut zu Beginn, aber dabei darf es nicht bleiben. Sie müssen Freude bereiten, in die Gemeinde zu gehen, joggen, arbeiten zu gehen, ins Fitness zu gehen, was wir alles tun. Sie müssen Teil unseres Alltags, unserer Gesinnung, unserer Identifikation, unserer DNA werden, um es ganzheitlich in uns abzurunden. Sonst sind die Rückfälle vorprogrammiert in allerlei Bereichen. Und so ist es in Bezug auf die Gotteskenntnischaft. Wir freuen uns nicht jeden Tag täglich daran, nicht verdammt zu werden und nicht in die Hölle zu fahren. Natürlich sind wir nachhaltig glücklich und froh darüber. Aber wir freuen uns im Alltag viel mehr von Gott getragen zu sein, ihn bei uns zu haben, ihn zu erkennen, seine Größe zu erfahren durch sein Wort, Ruhig zu sein in den Angriffen des Alltags, in stürmischen Winden, die wir im Leben mit uns bekommen, die das Leben mit sich bringt. Das Bewusstsein zu haben, einen verlässlichen Vater zu sein, jemanden zu haben, der mich nichts bringen muss, der mich annimmt, so wie ich bin. Einen Gott zu haben, dem ich dienen darf und das bereitet mir Freude. in Zeiten der Not, bei Planungen, in Vorhaben, jemanden zu haben, der souverän über mir wacht, der meinen Weg gezeichnet hat, der mich begleitet und in ihm Ruhe zu haben. Das ist die Fortentwicklung dessen, das Leben in der Qualität eines Gotteskindes, das diese Freude und Genügsamkeit und Genugtuung und Herrlichkeit erlebt. Simon, er denkt nur an die Hölle, nicht an die Harmonie und die Beziehung zu Gott und zur Gemeinde, welches die DNA in die Gotteskindschaft hineingepflanzt ist. Das ist der vierte Fehler, die vierte falsche Sicht, falsche Sicht über die Ewigkeit. Er kommt zur f und zur letzten falschen Sicht falsche Sicht Stellvertretung Simon er offenbart nun endg dass er nie retten glaubte Er delegiert die Verantwortung seines Seelenheils in die Hand anderer Menschen Bittet ihr für mich, dass nichts davon über mich kommt. Er denkt zu harmlos über Stellvertretung. Kein Hinwenden, sondern Bitte um Verschonen vor Folgen. Was für ein verhängnisvoller Irrtum. Er sucht den Fürsprecher, er sucht Stellvertreter. den gutes Wort einlegen. Er meint, dass andere das für ihn regeln könnten, dass andere das für ihn in den Griff kriegen. Sein Denkfehler bis heute, ihr Lieben. Manche nehmen den Papst, manche nehmen Heilige oder Maria, manche nehmen irgendwelche andere Galionsfiguren in der Kirche. Aber machen wir uns nichts vor, auch andere in unseren Kreisen verlassen sich auf das Gebet ihrer Eltern, auf das Gebet ihrer Großeltern, auf den Pastor, auf den Seelsorger, dass er an mir schraubt und dass die das vor Gott regeln. Viele verlassen sich auf das Gebet der Oma und Opa, auf tiefgläubige Ehefrauen oder ein christliches Elternhaus. Aber ihr Lieben, die einzige Stellvertretung funktioniert nur durch und von Jesus Christus selbst. Das ist deine und meine Verantwortung, diesen als alleinigen Stellvertreter zu suchen. Das ist der einzige wirkliche Stellvertreter, der die Höllenqualen auf sich nahm, der sie durchlebt hat, am Kreuz sie förmlich durchlebte, der litt, starb, auferstand und bis zum letzten Tag vor Gott selbst uns, dich und mich, vertreten wird und er fürspricht und wir keinen weiteren Fürsprecher brauchen. Wir können füreinander eintreten, keine Frage, aber wir können nicht füreinander stellvertreten. Dieser Jesus Christus stellt uns in Johannes 3, Vers 36 vor, er wird derjenige sein, der dem das ganze Gericht gegeben wird. Gegeben worden ist, er ist der Richter oder der Retter. Wir fragen uns vielleicht, wie ist denn das Ende von diesem Simon jetzt gewesen? Diese fünf falschen Sichtweisen, die er hatte, falsche Sicht von sich, von Gemeinde, von Bekehrung, von Gott, von der Ewigkeit, von Umkehr. Wie ist sein Ende gewesen? Nun, die Bibel spricht nichts von seinem Ende, aber die Kirchengeschichte tut es. Mindestens zwei Kirchenväter berichten von diesem Simon. Leider brachte diese Entlarvung kein gutes Ende mit sich. Allen Berichten über ihn nach ist er sehr schrecklich gescheitert. Er wurde zum Mitbegründer der schlimmsten Irrlehren. Eine war der Doketismus. Alleine die Johannesbriefe sind ja eine Zeitalte hineingeschrieben, wo sehr viel Vermischung stattfand. wie bis heute bei den Samaritanern. Er ist einer der schlimmsten Begründer dieser Irrlehren geworden, gegen die vor allem der zweite oder dritte Johannesbrief geschrieben worden ist. Der Märtyrer Justinus, er stammt selbst aus Samarien. Er war ein Ortsgenosse, dieser bekannte Märtyrer Justin, er war ein Ortsgenosse von diesem Simon. Und er berichtet über Simon, wie er sich später über dieses Ereignis hinaus göttlich verehren ließ. Und er ließ sich selbst durch seine Einflüsse, die er immer wieder gesucht hat, sein ganzes Leben hat er nach Einflüssen und Seilschaften gesucht, ließ er sich in Rom ein Standbild bauen, dieser Simon. Der Kirchenhistoriker Irenus, er schreibt, dieser Simon, er war auch ein Mitgründer der Gnostiker, einer bösen Irrlehre, bis heute in Kreisen aller Religionen und Gesellschaften. Mit der Idee dahinter, ganz interessant, die Idee dahinter, in jedem ist etwas Göttliches drin. Dieser Funke der Göttlichkeit, der muss einfach nur entdeckt und gefunden werden. In Frankreich sprießen gerade solche gnostische Schulen komplett aus dem Boden, um eine höhere Erkenntnis zu haben und Erlösung zu finden. Leider ist er in diesem Element, wie die Kirche schreibt, eben gestorben. Keine Hinführung zum Wort der Bibel. Johannes und Paulus mussten Briefe gegen diese Irrlehren schreiben und diese schreckliche Selbsttäuschung, der sich für bekehrt hielt, aber es nicht sein und nicht wahr. Ich komme zum Schluss. vielleicht fragst du dich was soll ich denn damit anfangen ich habe viel eher das problem dass ich denke ich bin gar nicht errettet ich habe gar nicht das problem dass ich haken mache ja wohl alles gut alles fein ich bin eher das gegenteil von simon das kann gut sein das gibt es auch Vielleicht denkst du ich habe eher den Kampf nicht zu wissen ob ich tats erl bin Geschwister, ich weiß, dass wir immer wieder auch in unseren Kreisen solche Leute haben. Statistisch hat es die in jeder Gemeinde. Auch bei uns. Und aus persönlichen Gesprächen heraus kam ich mir immer wieder mit Menschen ins Gespräch, die genau an diesem Punkt immer wieder waren. sind sie überhaupt erlöst, sind sie überhaupt errettet. Und dafür ist dann solch eine Geschichte, solch ein Text, vielleicht erst mal komplett kontraproduktiv, komplett wirkungsverfehlt. Sie halten sich ja selbst für Mitläufer, für Geisterschiffe und wissen nicht, wie sie es festmachen können, wie sie selber sich Indikatoren geben können, dass sie ein Kind Gottes sind. Wir haben hier fünf Indikatoren gehabt, zu zeigen, dass Simon eben keines war. Nun, wir können anhand dieser Prüfindizien, die wir bei Simon angesetzt haben, den Spieß ganz einfach umdrehen. Du kannst dir selbst die Antworten geben und du kannst diese Antworten selbst Menschen geben, die sich dir anvertrauen, die die Not damit haben, ob sie überhaupt errettet sind. Die erste Frage von diesen Fünfen, ich drehe den Spieß einfach um, hier abschließend. Wie denkst du über dich selbst? Simon hielt sich für groß, eine falsche Sicht über sich selbst. Wie denkst du über dich selbst? Weißt du, dass du von Grund auf neu geschaffen werden musst und dein altes Wesen keinerlei Bestand vor Gott hat, dass es da nichts zu reparieren und nichts zu kaschieren gibt, sondern du neu geschaffen werden musst? Weißt du das? Dann lass es mich dir sagen, es ist ein schönes Indiz, ein guter Indikator, dass du auf dem richtigen Weg bist. Weißt du, dass du neu geschaffen werden musst? Das Zweite ist, wie denkst du über Umkehr? Weißt du, dass es Gottes Werk ist und es deiner Buße bedarf, die Gott dir schenkt, dass du errettet wirst? Keine Schauspielerei, keine Knöpfchen, keine Traditionen und keine Handgriffe, die man tut. Weißt du dieses, dass es allein Gott selbst obliegt, dass du errettet wirst? Das ist ein sehr gutes Indiz dafür, dass du auf richtigem Kurs bist. Nicht wie die Octavius, dieses Geisterschiff. Die dritte Frage ist, wie denkst du über Gott? Nun Simon dachte, kann Gott kaufen, kann ihm was geben. Weißt du, dass du Gott nichts bringen kannst und er stets dein zerbrochenes Herz will täglich deine Hand und du ihn zum Erhalt brauchst? Weißt du es, dass du ihn nicht beeindrucken kannst? Weißt du, dass du mit deinen Spenden, deinen Taten, deinen Gebeten, deinem Auftreten, dass du Gott nicht beeindruckst. Du kannst Gott nichts geben, was er dir nicht schon gegeben hat. Du das erkannt hast, ist das ein sehr gutes Indiz, dass du auf dem richtigen Weg bist. Viertens, wie denkst du über die Ewigkeit? Und Simons Sicht war hauptsächlich in die Hölle. Hast du Angst vor der Hölle? Oder geht es über dieses hinaus, dass du dich ebenfalls an der Gemeinschaft mit Gläubigen erfreust, am Wort Gottes erfreust, im Gebet erfreust, dass du weißt, du wirst von ihm getragen und er ist dein Halt, dein Begleiter. Das ist ein sehr gutes Indiz, dass du auf dem richtigen Weg bist. Und das fünfte und letzte ist, wie denkst du über deinen Vermittler? Und das ist der wichtigste Punkt von allen. Hast du selbst diesen Vermittler, der dir neues Leben gegeben hat? Wenn du diese Frage bejahen kannst, dann hat dir Gott bereits durch sein Wort, durch seinen Geist das ewige Leben gegeben. Und er lässt dich nicht mehr umher schiffen und fahren wie das Geisterschiff, diese Octavius, sondern wird dich sicher in den Hafen der Ewigkeit bringen. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!