CGH Hersbruck

Christuszentrierte Gemeinde (Teil 3)

Christuszentrierte Gemeinde (Teil 3) – Predigt von Sebastian Götz
23. November 202532:00

Christuszentrierte Gemeinde (Teil 3) – Predigt von Sebastian Götz

Transkriptca. 22 min Lesezeit

So, kommt ihr alle wieder rein? Gut, ich hoffe, die Reste finden sich dann auch ein. Bündelt mal rein, genau. Ich wollte ja alle essen. Zwischen Viertel und Halb haben wir gesagt. Ja, naja, das ist ja auch immer schade, wenn es dann die Leute verpassen. Hat der Rest das auch mitgekriegt? So. Ich bin drauf. Tim, bin ich hinten irgendwie weg? Ah doch, man hört es. Ja, passt. Ja, dann lasst uns mal weitermachen, zumindest die, die schon da sind. Kurz noch als Erklärung zu dem, was ich gerade gesagt habe, mit dem unreine, rein, was hat das für Auswirkungen? Gerade für Verkündigung vielleicht noch als Ergänzung, ganz praktisch. Wenn ich über alttestamentliche Texte predige und diese Gottesoffenbarung in Jesus nicht im Blick habe, dann wird Folgendes passieren. Im Alten Testament ist die Botschaft eine. Und die steht so wörtlich drin. Heiligt euch, um euch Gott zu nahen. Und wenn du das eins zu eins so predigst, dann bleibst du im Alten Testament hängen, weil die Botschaft des Neuen Testamentes ist, komm zu Gott, er heiligt euch. Im Alten Testament ist die Botschaft, reinige dich von deinen Sünden, um Gott zu begegnen. Und ja, das ist richtig, wir können Gott nicht begegnen, ohne gereinigt zu sein. Aber die Botschaft des Neuen Testamentes, die Botschaft von Golgatha ist, komm zu ihm, weil er dich reinigt. Und dadurch, dass du ihm begegnen kannst. Wenn wir nämlich Sünde haben, und das ist jetzt der Übergang zur Seelsorge, wenn wir mit Sünde konfrontiert sind und unsere Botschaft an den Sünder ist, krieg deine Sünde im Griff, damit Gott mit dir zufrieden ist. dann stehen wir im Alten Testament. Ich bezeichne das als Sinai-Weg. Was macht Sinai? Sinai offenbart dir die Schuld deines Lebens und lässt dich mit dem Anspruch Gottes stehen, wie du sein solltest. Viel Erfolg. Ich glaube, dass ganz viele Seelsorgebeziehungen so laufen. Wir sehen den Anspruch Gottes und wenn eine Seelsorgebeziehung da ist, dann ist es ja meistens schon, dass der Gegenüber auch erkennt, dass irgendwo was nicht passt. Und wir überlegen ganz viele Ideen, wie er dem Maßstab Gottes genügen kann und das in den Griff kriegen kann. Und die Perspektive wächst und entsteht. ich muss mit der Sache zurande kommen, um Gott begegnen zu können. Und wir verpassen, dass die Botschaft des Neuen Testamentes eben nicht mehr an Sinai hängt, um Paulus aus dem Galaterbrief zu zitieren, sondern an Golgatha. Und der Golgatha-Weg ist der, wenn jemand, und da ist Sinai schon im Spiel, verstanden hat, dass hier Sünde in seinem Leben ist, dann kommt zum Kreuz und erfahrt dort Vergebung. Und erfahrt dort, dass Gott dich reinigt und gereinigt hat. Das klingt so banal. Das klingt so grundlegend, dass wir es nicht machen. Wann bist du das letzte Mal, wo jemand mit dir über einen Kampf in seinem Leben gesprochen hat? Wo jemand vielleicht von Sünde in seinem Leben erzählt hat, mit ihm nach Golgatha gegangen? Du hast ihm gezeigt, dass Jesus für diese Schuld gestorben ist. dass Jesus für das Versagen seines Charakters, für den Mangel, den er mitbringt, für die Sünde, die er vielleicht seit 20 Jahren nicht in den Griff kriegt, gestorben ist, bezahlt hat. Wann bist du mit ihm von Golgatha nach Gethsemane gegangen und hast ihm gezeigt dass diese S wirklich besiegt ist dass der der Moment war wo der David den Goliath den Kopf abgeschlagen hat Das ist ihm gezeigt, dass wenn er Golgatha und Gethsemane geht, in seinem Leben gilt, dass diese Sünde ihre Macht verloren hat und besiegt ist. vielleicht gerade noch nicht sichtbar in seinem Leben, aber dass dieser Moment kommen wird, wo er vor Jesus stehen wird und diese Sünde keine Rolle mehr spielen wird. Wo sichtbar wird, was jetzt schon geistige Realität ist. Dass wirklich, wirklich der Kampf gewonnen ist. Es ist oft so wichtig, weil wir oft so in Verzweiflung stecken, gerade wenn es vielleicht um unseren Charakter geht. Wer verzweifelt nicht, wenn er die Maßstäbe Gottes an sein Leben anlegt? Doch nur der, der ein bisschen zu viel Selbstbewusstsein bei der Geburt mitbekommen hat oder zu viel Unrealismus. Wir brauchen es immer wieder. Wir müssen sehen, dass Jesus bezahlt hat, gestorben ist dafür. Wir müssen sehen, dass die Vergebung da ist. Und wir müssen sehen, dass dieser Sieg da ist. Und ja, von dort weg geht es weiter, wie mit den Israeliten. Hinter David her in den Kampf gegen die Philister. Aber von dort weg. Und wir bleiben oft hier hängen, gerade in Seelsorge und Jüngerschaft. Sündenerkenntnis ist notwendig. Wo sie nicht da ist, muss ich den Maßstab Gottes auch in das Leben von jemandem hineinsprechen. Ich muss sicherstellen, dass er verstanden hat, dass da was nicht in Ordnung ist. Das ist gravierend. Das kann auch hart rüberkommen. Da fehlt uns manchmal auch der Mut und die Klarheit. Aber wenn die Sündenerkenntnis da ist, muss die Christus-Erkenntnis folgen. Und die Christus-Erkenntnis ist, dass eben für diese Schuld bezahlt ist. Dass auch Sieg über sie da ist und eines Tages sichtbar werden wird. Und dass Jesus dieses neue Leben, dieses Auferstehungsleben, das jetzt in seinem Leben gilt und das eines Tages vollständig da ist, Tag für Tag mehr in dem Leben zum Vorschein bringen will. Wir brauchen alle diese Ermutigung, wenn wir kämpfen. Wenn jemand mit einem Suchproblem kommt, wir handeln wie oft. Wir zeigen auf, wie schlimm die Sünde ist. Wir zeigen auf, dass das in den Griff zu kriegen ist. Und wir überlegen uns Maßnahmen, was denn zu tun ist, damit er damit klarkommt. Klassisches Beispiel unter jungen Männern. Jemand hat mit Pornografie zu kämpfen. Super, danke, dass du kommst, dass du das siehst. Hey, ich bete für dich und wir machen jetzt eine Rechenschaftsbeziehung. Einmal die Woche telefonieren wir drüber. wir installieren einen Filter auf deinem Computer, dass ich mitkriege, was du dir anschaust und dann kriegen wir das zusammen in den Griff. Sind das Aktivitäten, die falsch sind? Nee. Nimmt das ihn aus seiner Verzweiflung raus? Löst das seine wahrscheinlich belastete Beziehung mit Gott? Nein. Das Erste, was der braucht, ist, und was er wahrscheinlich jede Woche braucht, dass du hergehst und sagst, danke, dass du ehrlich bist. Komm, wir gehen zu Jesus. Und dann beten wir zusammen dafür. Dann beten wir zusammen dafür, dass Jesus für die Schuld gestorben ist. Dann danken wir Jesus dafür, dass er gesiegt hat auf Golgatha und Gethsemane die Bestätigung darüber ist, dass eben die Sünde nicht das letzte Wort hat. Dann danken wir Jesus dafür, dass er dem anderen neues Leben geschenkt hat und dass wir diese Hoffnung haben, dass dieses neue Leben mehr sichtbar wird und dass wir dankbar sind zu wissen, dass dieses neue Leben eines Tages vollständig da wird. Und wenn der Mut gefasst hat, weil diese Realitäten in seinem Leben gelten, dann redet man drüber, ob wir da eine Rechenschaftsbeziehung machen, einen Filter installieren und was weiß ich, was alles hilfreiche Sachen sind. Aber lasst uns nicht am Evangelium vorbeigehen, weil, das ist das Spannende, dass hier das Herz angeht und verändert. das andere wird nur dazu führen, dass er irgendwann aufgibt. Weil er denkt, er kriegt es eh nicht in den Griff. Weil er wartet, er müsste sich heiligen, um Gott zu begegnen und nicht sieht, dass Gott ihn heiligen will, wenn er nach Golgatha geht. Ja, er muss geheiligt sein, um Gott zu begegnen, aber Gott selbst ist der Weg zur Heiligung. Lasst uns das in Seelsorge wirklich beachten. Lasst uns nicht diese Abkürzungen gehen. Es ist wirklich jedes Mal, jedes Mal mit dem ans Kreuz, jedes Mal mit dem nach Gethsemane, wo der Sieg errungen ist. Und weitergehen. Das ver so viel Und gerade in der Seelsorge ich erlebe so oft zwei Typen meiner Wahrnehmung nach Der eine Typ ist der der ist unheimlich gut Sinai aufzuzeigen und dem anderen zu sagen, wie der Maßstab wäre und wo er hinmüsste. Und der ist vielleicht gut, wirklich jeden Tag nachzufragen, wie läuft es. Er bleibt hängen. Und das wirkt hart. Und die Disziplinierten kommen mit so jemandem dann gut klar, weil die kriegen schon ein bisschen Verbesserung hin. Da ist es äußerlich anders. Und ich erlebe auch den zweiten Typen, der sich nicht so richtig traut, jemanden anzusprechen und zu sagen, hey, da ist gerade wirklich was nicht in Ordnung. Obwohl es alle anderen in der Gemeinde sehen, Angst hat, zu dem hinzugehen und was zu sagen. Es sind manchmal die, die da mit vielen anderen noch drüber reden, über die Sünde dessen, aber ihm selber nicht sagen, dass das Sünde ist. Auch das ist falsch. Aber beides ist nicht die Lösung, sondern die Lösung findet sich hier. Und wir müssen Menschen werden, die Seelsorge und Jüngerschaft mit dem Fokus aufs Kreuz und auf Gezimmern leben. Das ist, was wir alle untereinander brauchen. Und lasst mich Seelsorge weiterziehen. Das ist nicht, wenn jemand sagt, ich rede mit dir, ich bräuchte mal ein Gespräch mit dir als Ältester oder könnten wir in einer Jüngerschaftsbeziehung leben. Wir sind alle, ob wir wollen oder nicht, Seelsorger aneinander. Wenn wir uns unterhalten, wenn wir irgendwo zusammen unterwegs sind, wenn wir abends irgendwo bei jemandem auf der Couch sitzen, am Essenstisch sitzen oder ähnliches und über unsere Leben sprechen, sind wir Seelsorger. Selbst wenn du nichts sagst, triffst du eine Aussage dem Gegenüber dann, wenn er dir irgendwas erzählt. Du kannst dich nicht davor drücken. Seelsorge ist nicht prinzipiell ein Amt. Der Seelsorger ist nicht gelistet unter den Ämtern. Sondern es ist etwas, was uns als ganze Gemeinde erstmal trifft. Heißt nicht, dass es nicht Leute geben kann, die das ein bisschen intensiver betreiben. Aber wir sorgen alle füreinander an unseren Seelen. Und da ist wirklich die Frage, bringst du deinen Gegenüber zu Jesus ans Kreuz? wenn du Jüngerschaft lebst, bringst du den anderen zu Jesus oder zu dir. Übrigens gibt es auch eine unheimlich große Freiheit, weil ein anderes Beispiel, ich beantworte es erst am Ende von dem Beispiel, warum es Freiheit gibt, ein anderes Beispiel, Klassiker, der Kampf mit der stillen Zeit. Wer kennt ihn nicht? Und wer kennt nicht ganze Kataloge von Ideen, wie du deine stille Zeit gestalten müsstest, damit sie doch endlich gelingt. Und hey, ich kann euch eine ganze Latte an Sachen von mir sagen, die funktionieren und die nicht funktionieren. Jetzt mache ich mit jemandem Jungerschaft und das Thema liegt am Tisch. Und ja, da bin ich bisher vielleicht auch nicht immer so gut gewesen. Und ich kann unheimlich gut darin sein, das Problem aufzuzeigen, hey, du solltest stille Zeit machen. Und hey, jeder Christ sitzt da. Machst du ausreichend stille Zeit? Könntest du mehr beten? Sagt jeder, ja, ich könnte mehr beten. Da würde keiner sagen, ich bete genug. Ich lese genug Bibel. Sagt jeder, ja. Und dann gehen wir das an, das ist klar gemacht. Dann sagen wir, hey, die stille Zeit sollte besser klappen. Hast du das schon mal probiert? Also ich würde mir den Wecker stellen und stell ihn doch eine halbe Stunde früher. Und dann ganz wichtig, Hände weglegen und so weiter. Übrigens sind das alles Tipps, die ich wirklich geben würde. Die helfen auch ein Stück weit. Aber versuch früher aufzustehen als alle anderen im Haus. Übrigens, für mich ist es unheimlich hilfreich, wenn ich beim Beten spazieren gehe. Das funktioniert unheimlich gut. Und ich packe lauter so Palettenlisten runter. Jetzt habe ich aber jemanden bei mir, der ist vom Beruf Hobby-Ontologe, der, wenn spazieren geht, der macht alles, aber nicht beten, weil der beobachtet die Vögel. Das passt nicht für ihn. Ich habe ihn dann vielleicht versucht, Dinge beizubringen, die bei mir funktionieren, die bei ihm aber nicht klappen. Ist das falsch, ihm Tipps zu geben? Nein. So, was braucht er, wenn ich bei dem komme? was ich vorhin beim Predigen schon gesagt habe. Was ist eigentlich sein Herzensproblem? Ja? Ich setze jetzt voraus, dass ich jemanden habe, der sagt, ich kämpfe mit meiner stillen Zeit. Ich kriege die nicht in den Griff. Klar, wenn er das nicht verstanden hat, dann muss ich das... Ja, das kommt irgendwann. Ja. Kann vielleicht aber was bringen wenn ich da zuf einen Typen treffe Ich glaube aber nicht dass wir aufs Herz gehen Tine Der hat ein Beziehungsproblem. Und vielleicht haben wir das alle ein Stück weit, dass wir ein Beziehungsproblem haben. Wenn ich kein Verlangen danach habe, stille Zeit zu machen, habe ich ein Beziehungsproblem. Wenn ich kein Verlangen danach habe, mich mit meiner Frau zum Date zu verabreden und da keinen Bock drauf habe und es nur wieder willig mache, dann habe ich aller Wahrscheinlichkeit nach ein Beziehungsproblem. Und genau wie es bei meiner Frau ist, wenn ich nur mich zwinge, ihr jetzt einen Strauß Blumen mal in der Gartenerei zu kaufen, weil die Lea gesagt hat, hey, gute Ehemänner kaufen ihren Frauen mal Blumen, Klammer auf, ich möchte mal Umsatz machen, Klammer auf, Nein, ganz ehrlich, meine Frau kann auf die Blumen verzichten. Darum geht es ihr nicht. Die will Blumen haben, mit denen ich zum Ausdruck bringe, ich habe dich lieb, du bist mir wichtig. Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich dir zeigen kann, dass ich dich lieb habe, dass ich dich wichtig habe. Und so wenig kann Gott mit deiner stillen Zeit anfangen, mit der du den Haken gesetzt hast. Das ist der Gottesdienst aus Amos, wo Stefan geschildert hat. So, jetzt habe ich jemanden in Jüngerschaftsseelsorge vor mir sitzen, der hier ein Problem hat. Ich glaube, ich muss ihm zeigen, welchen Gott er eigentlich hat. Wie wertvoll es ist, mit diesem Gott Zeit zu verbringen. Ich muss ihn den Blick dafür öffnen und dafür beten, dass Gott ihm das Herz auftut, dass das passiert. Weil du wirst eine Sache da merken, Du stehst da ein Stück weit machtlos davor. Ich kann dem Disziplin vorschlagen. Ich kann dem Maßnahmen vorschlagen. Das werde ich auch gleich tun. Aber ich kann nicht sein Herz öffnen, dass er wirklich Lust drauf hat, Zeit mit Gott zu verbringen. Was ich machen kann, ist ihm die Größe, die Schönheit, die Herrlichkeit Gottes zu zeigen, Immer mehr klar zu machen, ihm zu zeigen, was für Schönheit daraus entfließt, mit diesem Gott Zeit zu verbringen. Wie schön das ist, ihn ermutigen, das zu tun. Und beten dafür, dass der Heilige Geist sein Herz öffnet. Aber ich kann das Herz nicht aufmachen. Und deswegen muss ich mit ihm immer wieder zu diesem Gott gehen. Das vielleicht gemeinsam tun. Das vielleicht nutzen. Ihm zu öffnen, wer da eigentlich ist. Ihm zeigen, dass da ein Gott ist. der Sehnsucht danach hat, Zeit mit ihm zu verbringen. Dass da eine Frau da ist, die echt Lust drauf hat, mit dir zum Essen wegzugehen, um in dem Bild zu bleiben. Und beten, dass Gott das Herz oft tut. Und natürlich werde ich ihm vorschlagen, was ein Stück weit helfen kann. Ich werde ihm vielleicht sagen, was bei mir funktioniert. Aber ob das bei ihm funktioniert, weiß ich nicht. Ich kann ihn vielleicht begleiten damit, dass er ein paar Dinge ausprobiert, ähnliches. und werde ihn ermutigen. Und vielleicht braucht es das auch mal, dass er sagt, hey, ich brauche jemanden, der mir ein bisschen hilft, weil eigentlich habe ich Lust, aber der mir hilft, meinen Wecker zu stellen. Oder was weiß ich, nachzufragen. Aber das ist nicht der Kern. Das kommt dazu. Der Kern geht ums Herz. Und da muss jemand verstehen, wer dieser Gott ist, der Sehnsucht hat, mit ihm Zeit zu verbringen. Seelsorge ist aber nicht nur Lebensveränderung. Ich glaube tatsächlich, in dem anderen Seelsorgethema ist uns das bewusster. Seelsorge ist auch, wenn Leid, schwere Situationen und Ähnliches da sind. Und ich hoffe, es ist euch völlig klar, dass die letzte Antwort auf Leid und der einzige Trost im Leben und Sterben hier zu finden ist. Und ich kann euch nur eine Sache sagen aus eigener Erfahrung. Wenn du drinsteckst, brauchst du andere, die deinen Blick da wieder hinlenken. Du brauchst nicht Leute, die genauso denken wie du. Du brauchst nicht Leute, die alles genauso durchlebt haben wie du. Ganz ehrlich, das ist, glaube ich, manchmal eher weltliche Psychologie als wirklich unser Verständnis. Du brauchst andere Leute, die an deine Seite gehen und deinen Blick nach Golgatha und Gethsemane lenken. Deinen Blick auf Gott lenken. Deinen Blick auf einen Gott lenken, der es wirklich gut meint. Deinen Blick auf einen Gott lenken, der diese Welt längst besiegt hat, überwunden hat. Der verheißen hat, mit diesem Leid auf dieser Erde ein Ende zu machen. Deswegen sind wir an unsere Seite gestellt. Ich habe ein Buch über Luther als Seelsorger gelesen. Und das war für mich so eingängig, weil Luther sagt über Sterbeseelsorge. Luther geht davon aus, dass der Tod auch für den Christen häufig noch ein Kampf ist.

sagt jetzt etwas, dass der Teufel nämlich im Moment des Todes manchmal noch richtig intensiv angreift. Ich würde keine Angst machen, aber ich glaube, das ist die Realität und uns doch mal so richtig dick Zweifel sehen will, ob es Gott wirklich so gemeint hat und wir durch Jesus Christus gerettet werden und anderes. So und Luther hat eine Schlussfolgerung und ich würde sagen, die ziehe mir in der Bibel. Es braucht in dem Moment andere Christen an deiner Seite, die deinen Blick wieder aufs Kreuz lenken und zu Jesus Christus lenken. Und wenn du durch Leid gehst, dann kannst du ganz viele Zweifel an der Güte Gottes kriegen. Und deine Lebenssituationen werden dir nicht die Antwort geben, wie Gott ist und ob es Gott wirklich gut meint. Aber Gott hat einen Ort in der Weltgeschichte zementiert, wo er ein für alle Mal gesagt hat, dass er uns wirklich liebt und das ist wirklich gut mit uns meint, das ist Golgatha. Der einzige Ort, an dem ich Sicherheit kriegen kann, wie Gott wirklich denkt, dass Gott wirklich jemand ist, der uns liebt, ist Golgatha. Und wenn mein Leben von allen Dingen dagegen spricht, dass Gott mich liebt, wir haben Kontakt gerade gehabt mit jemandem, wo das Leben echt was anderes hat, aber ich glaube, darf ich sagen soweit, oder? Frank hat Kontakt über einen Arbeitskollegen, der Christus und ASL hat, nur noch über den Computer kommunizieren kann, wo echt alles weggeräumt ist, dass in deinem Leben irgendwelche Zeichen da wären von der Güte Gottes. Wenn solche Momente kommen, dann gibt es nur einen Ort, an dem du deine Hoffnung platzieren kannst. Alle anderen zerbrechen und sind weggeräumt. Und wir brauchen einander. Wir brauchen einander, dass sie uns darauf hinweisen. Wir brauchen einander, dass sie uns immer wieder hinziehen. Warum? Weil der Teufel ein Ziel hat. Er will unseren Blick da weglenken. Er will Zweifel reinwecken. Er wird das rausreißen. Deswegen braucht Seelsorge Christus im Zentrum. Zwei letzte Auswirkungen, die sind hier auch ausführlich geschildert, wo Christus-zentrik im Gemeindeleben sichtbar werden soll. Übrigens, wer den Fehler findet, oben wurde von drei Auswirkungen geschrieben, habe ich gestern Abend noch festgestellt. Es sind mehr geworden und geschildert sind. Darf ich gerne ausbessern. Aber zwei Auswirkungen noch. Die eine ist, glaube ich, sehr offensichtlich. Evangelisation. Bei Evangelisation geht es darum, das Evangelium weiterzutragen. Leute unsere Aufgabe im Evangelium ist es nicht der Gesellschaft um uns herum Oder die Gesellschaft um uns herum zu ver und ihnen christliche Moral beizubringen. Ja, wir müssen Gottes Maßstäbe mit verkünden, damit Menschen verstehen, dass sie Rettung brauchen. Aber unsere Botschaft ist die von Golgatha und von Gethsemane. im Zentrum dessen, was wir anderen Menschen weitersagen, muss das Evangelium stehen. Wir rufen Menschen ans Kreuz und zu Jesus. Wir rufen sie nicht zu einer Organisation. Natürlich laden wir sie in Gemeinde ein, weil wir denken, das ist der Ort, wo sie das Evangelium hören. Aber wir wollen sie nicht zu unserer Organisation einladen. wir wollen sie nicht irgendwie einladen, dass sie genauso denken wie wir und ähnliches, sondern wir wollen sie zu Jesus bringen. Das ist wichtig und gleichzeitig ist es genial, weil es ist wirklich eine gute Nachricht. Es ist wirklich etwas, wofür wir uns nicht schämen müssen. Wir müssen uns manchmal aber herausfordern lassen, was sind die Themen, die wir wirklich treiben wollen in der Öffentlichkeit. Weil wir natürlich in einer Gesellschaft sind, die immer weiter weggeht von christlichen Werten und Ähnliches. Aber wollen wir die Diskussion über die christlichen Werte führen oder wollen wir das Evangelium bekannt machen? Das heißt nicht, dass ich nicht irgendwo mal Stellung beziehe. Aber ganz ehrlich, dass ich meiner Frau treu bin, ist erstmal eine Aufforderung für mich. Ich weiß nicht, ob ich meinen Arbeitskollegen da umerziehen muss, ohne dass er das Evangelium verstanden hat. Wenn er erkennt, dass das Sünde ist, dann ist das sicherlich der Punkt, um reinzugehen. Und sicher, wenn ich irgendwo mitkriege, wie er das lebt, kann das ein Punkt sein, wo ich anknüpfen kann und ihm klar machen kann, dass er Vergebung braucht. Aber unsere Botschaft ist, dass eben gerade für die Schuld dieser Welt, für die kaputten Beziehungen Jesus gekommen ist, um zu retten, zu erlösen. Ich hoffe, ihr versteht mich da nicht falsch. Es geht nicht darum, nicht Klarheit zu haben. Und damit ist jetzt auch noch gar nicht gesagt, wie man sich irgendwo in Debatten wie zum Beispiel um Abtreibung oder Ähnliches verhält, wo aus meiner Sicht ganz klar ist, dass wir Christen auch einen Pflock setzen müssen, gerade weil es hier auch um welche geht, die sich nicht wehren können. Aber ich glaube, die Botschaft, für die wir bekannt sein müssen, ist das Evangelium. Das Letzte, das Herausfordernde ist, was man wahrscheinlich nicht unbedingt erwartet. das Evangelium und Jesus Christus muss die Leitlinie für Entscheidungsprozesse in der Gemeinde sein Die Versuchung ist unheimlich gro dass wir Gemeinde auf menschlichen Mittel und Wege leben wollen Zwei Extreme. Das eine ist das diktatorische Prinzip. Ich habe die Macht und es läuft so, wie ich es mir vorstelle. und das zweite ist das demokratische Prinzip. Wenn die Mehrheit das für gut findet, dann muss richtig sein. So, was passiert dann, wenn das unsere Wege sind? Das eine ist einer, der baut Druck auf und der fordert Gehorsam ein und versucht durchzudisziplinieren. Bei dem anderen werden Mehrheiten geschmiedet. Lobbyarbeit läuft. Man trifft sich vor der Besprechung schon mal in kleinen Grüppchen, um präpariert zu sein und die richtige Richtung zu lenken. Weil man ja hofft, die Mehrheit wird es richten. Ich glaube nicht, dass Gemeinde so funktionieren kann. Gemeinde wird nur funktionieren, wenn jeder von uns das Ziel und den Blick hat. Jesus und die Botschaft von ihm wichtiger zu nehmen und ins Zentrum zu stellen. Und ansonsten die Bereitschaft hat, auf Dinge zu verzichten, die einem wichtig sind. Und ja, ich habe das Beispiel gebracht, das seit 2000 Jahren, glaube ich, Gemeinden zerstreitet und das vielleicht auch bei uns kocht. Musik. Bei allen Dingen, wo wir diskutiert haben als Musiker, wo weiter zu diskutieren sind. Und das heißt nicht, dass man nicht darüber sprechen muss. Im Gegenteil, das Ganze hier bringt viel miteinander Reden mit sich. Aber wir müssen uns alle immer wieder fragen, um was geht es mir wirklich? Geht es mir wirklich darum, dass wir gerade kurz davor sind, eine biblische Wahrheit aufzugeben? Oder ist es was, das ich mir einfach schwer tue, wie jemand anders an Betung lebt? Geht es mir wirklich darum, dass ich der Gemeinde dienen will in der Art des Musikstils, wie ich es mache und Jesus groß machen will? Oder geht es mir eigentlich darum, dass mein Musikstil läuft? Ich weiß, die Frage ist herausfordernd. Und das ist auch nicht immer so ganz schwarz-weiß zu beantworten. Aber ich glaube, wir dürfen sie alle stellen. und das Spannende ist, wenn jeder diese Sicht mitbringt dann glaube ich ist es m einen gemeinsamen Weg der langfristig funktioniert zu finden Ansonsten wird es immer ein Ich gebe dir einen Finger du gibst mir einen Finger. Ich, du, ich, du. Und das wird nicht funktionieren. Das kracht irgendwann. Deswegen glaube ich wirklich, dass diese Perspektive auf Jesus und sein Evangelium für alle Dinge, die wir entscheiden, hilft, als Gemeinde gemeinsam vorwärts zu kommen, ohne dass ich als Diktator von oben irgendwas setzen muss und ohne dass wir immer einfach nur machen, was die Mehrheit ist und in Wirklichkeit aber die 49 anderen Prozent gerade völlig abgegrätscht werden. Dass wir irgendwie schaffen, miteinander mitzunehmen. Ich weiß, das klingt teilweise noch theoretisch. Ich glaube aber wirklich, dass dann ein großer Unterschied zur Welt da ist und zum Sportverein, der das nicht kann. der diese Sicht und Perspektive nicht haben kann, nicht gewinnen kann. ... Total. Und ganz ehrlich, das gilt auch für den umgekehrten Fall. Wenn ich nur Harmoniummusik mitgekriegt habe und Reichsliederbuch, dann bin ich auch allergisch, wenn der Weg in die Richtung wieder geht. Ja, ist so. Also brauchen wir ein Aufeinanderhören, verstehen auch, was der andere wirklich meint, um was es ihm geht. Und dann ein auch schon persönliches Hinterfragen ist vielleicht auch meine Erfahrung, die meine Haltung gerade irgendwie prägt oder wirklich biblische Grundlage, Muster. und ich glaube, das ist unheimlich notwendig und ja, wir sind alle da irgendwo betroffen und haben eine Meinung und ich glaube echt, dass ein harter Weg ist, aber der einzige, der gelingen kann, dass man da zusammenfindet und ganz ehrlich, lasst uns Gemeindehaus bauen und wir werden ganz viele solcher Themen am Tisch liegen haben. Ich weiß noch, wie wir über die Teppichfarbe hier diskutiert haben. Ja, sorry, es ist eigentlich ... Nein, ich war nicht für blau. Nein. Nein, alles gut. Ich freue mich drüber. So, ich glaube, Essen ist da. Zumindest der Friedrich. Dann hätte ich gesagt, Zwille, betest du noch mit uns? Und dann starten wir ins Essen.

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