Bibeltage 01.03.2026 mit Matthias Schwaderer – Predigt von Matthias Schwaderer
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Als Student habe ich in einer Studentenbude im wahrsten Sinn des Wortes gelebt. Das war ein Haus, zweistöckig, oben unterm Dach, so eine kleine Studentenbude, wirklich eitertümlich. Und ja, das war eine Zeit, wo viel verbunden war mit viel Einsamkeit. Also du bist oft allein auf deiner Studentenbude gesessen und hast gelernt, vor allem dann, wenn es auf die großen Prüfungen zuging. Ja, und die Vermieterin, die wohnte drunter und die war gläubig. Und dann hat sich so eine nette Beziehung zwischen uns entwickelt. Und es hat sich dann irgendwie so ergeben, einmal pro Woche kam ich zu der Frau runter, das war wirklich schon eine ältere Frau, die war ein bisschen aus gebildetem Bürgertum, das hat man ihr noch ein bisschen angespürt in der Art, wie sie war. Und die war sehr theologisch, geistlich interessiert, die hat immer Bücher gelesen. Und dann haben wir uns einfach einmal in der Woche getroffen, miteinander gesprochen und ausgetauscht, was hast du denn so gelesen, was habe ich gelesen. Und das war für mich als einsamer Student irgendwie eine nette Sache. Einmal in der Woche mit dieser älteren Frau zusammen. Die war auch stilecht. Also bis zum Schluss waren wir immer per sie. Also sie hat mir nie das Du angeboten. Sie hat Matthias gesagt, aber sie. Also hat mich auch per sie angesprochen. Ja, und die Beziehung ist dann geblieben, nachdem ich mit dem Studium fertig war und weggezogen bin. Und in größeren Abständen haben wir miteinander telefoniert. Und dann hat sie gesagt am Telefon, Matthias, ich bete jeden Tag für Sie. Das müsst ihr euch mal vorstellen, ja? Also es gibt nicht viele Menschen, die wahrscheinlich jeden Tag für dich beten. Und das habe ich wirklich geschätzt. Und eines Tages ruft mich die Schwiegermutter an, mit gebrochener Stimme, den Tränen nahe und sagt, Ja, stellen Sie sich vor, Herr Schwaderer, die Schwiegermama ist gestorben. Wir sind morgens hingekommen und haben sie tot im Bett gefunden. Und das muss wohl so gewesen sein, die hat am Schreibtisch gesessen. Und das Letzte, was sie getan hat, war eine Karte an sie zu schreiben. Die Karte habe ich dann später gesehen. Da stand lieber Matthias und dann abgebrochen. Sie hat wahrscheinlich einen Schlaganfall gekriegt, hat gemerkt, das stimmt irgendwas nicht, ist ins Bett und ist dann dort verstorben. Und morgens hat man sie dann dort totgefunden. Eigentlich hätte ich gerne gewusst, was sie noch geschrieben hätte, was sie schreiben wollte. Das wusste ich nicht mehr. Nur noch lieber Matthias und das war es dann. Das war ihre letzte Karte. Und in der Bibel gibt es so etwas wie eine letzte Karte Jesu. Johannes 14 bis 16 sind die sogenannten Abschiedsreden von Jesus. Jesus weiß, jetzt kommt der Tod, die Kreuzigung, natürlich die Auferstehung, die Himmelfahrt. Und die Jünger werden dann verlassen sein, ohne Jesus hier in dieser Welt. Und dann hält er eine Abschiedsrede seinen Jüngern. Das ist sowas wie Jesu letzte Karte. Johannes 14 bis 16. Und das Ganze mündet dann, dass er für sie betet. Johannes 17, das sogenannte hohe priesterliche Gebet Jesu. Und aus dieser letzten Karte Jesu möchte ich heute ein Teil rausnehmen, den Jesus auf seine letzte Karte für die Jünger geschrieben hat. Und diese letzte Karte hat er nicht nur damals für die zwölf Jünger geschrieben, die schreibt er heute an euch hier in Herstbruck und an uns. Das steht, was ich lese in Johannes 15. Johannes 15. Ich lese da Vers 1 bis 8. Etwas aus Jesu letzter Karte an die Gemeinde in Hirsburg. Ich bin, sagt Jesus, der wahre Weinstock oder der richtige Weinstock. Jesus sagt, ich bin der richtige Weinstock. Und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir die keine Frucht bringt nimmt er weg Und jede Rebe die Frucht bringt reinigt er damit sie mehr Frucht bringe Ihr seid schon rein um des Wortes willen das ich zu euch geredet habe Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Gleich wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn getrennt von mir oder ohne mich könnt ihr nichts tun. Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt. Und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer und sie brennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt. Und es wird euch zuteil werden. Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Was Jesus hier auf seine letzte Karte schreibt, ist Folgendes. Versetzen wir uns mal in die Jünger damals. Drei Jahre sind sie mit Jesus umhergezogen. Als Schüler Jesu. Und wenn sie ein Problem hatten, dann konnten sie zu Jesus kommen und ihn fragen. Haben sie auch hin und wieder mal gemacht. Herr, lehr uns beten. Da war Jesus da. Und jetzt wird Jesus weggehen. Sie werden ihn nicht mehr sehen. Du siehst heute Jesus auch nicht. Du kannst nicht wie die Frau, von der wir gestern gehört haben, Jesu Kleid berühren. Und dann bist du gesund. Und Jesus weiß das. Er geht jetzt weg. Das ist ein Problem für die Jünger. Und jetzt schreibt Jesus auf seine letzte Karte hier an dieser Stelle etwas über die Beziehung zwischen den Jüngern und zwischen Jesus, wenn er weg ist. Es geht um die Beziehung zwischen dir, zwischen euch und Jesus, obwohl er nicht hier auf dieser Erde ist. Das ist das Thema. Und jetzt kommt das Besondere. Jesus macht hier deutlich, dass die Beziehung, die die Jünger eingenommen haben zu Jesus, nachdem er weggegangen ist, viel intimer, viel tiefer ist, wie in der Zeit, wo er vorher da war. Vorher war es eine Außenbeziehung zu Jesus. Sie konnten Jesus fragen und so weiter. Jetzt nimmt Jesus uns, und das schreibt er uns auf die letzte Karte, in eine ganz tiefe, intime Beziehung zu ihm. Um das geht es hier. Ich bin der richtige Weinstock, sagt Jesus. Ihr seid die Reben. Eigentlich, wo ich aufgewachsen bin, komme ich nicht aus einer Weingegend. Bei uns war sehr viel Wald und Wasser, wo ich aufgewachsen bin. Jetzt bin ich in einer Weingegend gelandet. Weinsberg, Weinsberger Tal, man nennt es die schwäbische Toskana. Also wir haben die höchsten Durchschnittstemperaturen, also mit die höchsten Durchschnittstemperaturen in gewissen Teilen von Deutschland, genau kann ich es euch nicht sagen. Also es ist eine richtige Weingegend. und wenn ich mich erholen will, dann laufe ich raus in die Weinberge, oft mit meiner Frau. Und da habe ich immer die Weinstöcke vor Augen. Hier gibt es auch keinen Wein, das ist zu kalt in der Herstbrucker Schweiz. Aber ihr habt vielleicht schon mal einen Weinstock gesehen. Da läuft man entlang und da sind viele Weinstöcke. Und dann sind da solche Reben, die wachsen aus dem Weinstock heraus. Und wenn es am Anfang vom Jahr ist, da wachsen ganz viele raus. Und dann kommt der Weingärtner, Jesus ist der Weinstock, wir sind die Reben und der Vater ist der Weingärtner. Und dann kommt der Weingärtner und dann schneidet er ganz viele weg und meistens bleiben zwei und die biegt er dann so. Jesus sagt, mein Verhältnis zu euch ist wie die Rebe und der Weinstock. Der Weinstock bin ich und ihr seid die Reben. Paulus drückt eigentlich denselben Sachverhalt in anderen Worten aus. Er sagt, als Christen seid ihr in Christus. Christus, und das seid ihr, ihr seid in Christus. Es ist dasselbe Sachverhalt, wie wir sind die Reben. Jesus ist der Weinstock Was hei es dass wir in Christus sind Der Vater sieht Christus und da sind wir drin Der Vater sieht seinen geliebten Sohn und weil ich in Christus bin bin ich sein geliebtes Kind. Der Vater sieht die Reinheit und Heiligkeit seines Sohnes. Und weil ich in Christus bin und er alle meine Schuld getragen hat und weggenommen hat, bin ich rein und heilig in Christus. Der Vater hört, das wird der hintere Teil der Predigt sein, die Gebete seines Sohnes. Und weil ich in Christus bin, erhört er mein Gebet. Wir haben eine ganz intime Beziehung zu Jesus. Er ist der Weinstock, wir sind die Rebe. Und auch wenn das hier in diesem Text nicht erwähnt wird, läuft diese Verbindung über den Heiligen Geist. Wir haben eine ganz neue Beziehung zu Christus. Die Beziehung der Jünger war hinterher, als Jesus weg war, intimer wie vorher. Vorher war es eine Außenbeziehung. Ich war heute beim Sebastian, das ist eine Außenbeziehung. Jetzt ist eine intime Beziehung. Jesus ist der Weinstock und als Rebe lebe ich aus der Kraft Jesu Christi. Er ist der richtige Weinstock. Ich bin der richtige Weinstock. Das hat er uns auf seine letzte Karte geschrieben. Und alle Weinstöcke, die Menschen sonst suchen, wo sie Kraft, Hilfe, Sinn, Freude, Erfüllung suchen, sind falsche Weinstöcke. Und halten nicht, was sie versprechen. Jesus ist der richtige Weinstock. Ich bin der Richtige, der wahre Weinstock. Und mein Vater ist der Weingärtner. und wir sind Reben an Jesus Christus. Und was sagt Jesus? Als Rebe bist du am Weinstock. Und jetzt schaut, wir leben in der Beziehung mit Jesus und ja, die Bibel kennt ein Wachstum im Glauben. Die Bibel kennt Heiligung im Sinne von verändert werden, Charakterprägung durch Christus empfangen. Die Bibel fordert uns auf, Gutes zu tun. Die Rebe am Weinstock wächst. Aber wenn du die wunderbar gewachsene Rebe abschneidest, dann ist sie nichts mehr wert. Du kannst sie verbrennen. Du kannst noch nicht mal ein Brett draus machen aus diesem Holz. Und das ist genau so unsere Beziehung zu Christus, auch als Gläubige. Ja, der Herr fordert uns auf, zu wachsen. Aber wenn wir uns abschneiden, dann können wir nichts tun. Und Jesus sagt hier, denn ohne mich, ohne meine Kraft, ohne die Verbindung zu mir, könnt ihr nichts tun. Und wenn du der reifste Christ des Universums würdest mit 95 Jahren, und wenn du nicht in Christus bist, kannst du nichts tun und bist wertloses Holz. Ohne mich könnt ihr nichts tun. Frucht, um die es geht beim Weinstock. Der Weingärtner möchte ja Frucht sehen. Frucht gibt es nur, sagt Jesus, wenn ihr in mir bleibt. Und schaut, im tiefsten Grunde glaube ich, dass eigentlich fast jeder Mensch den Wunsch hat, nicht wirkungslos in dieser Welt zu sein. Also von mir kann ich es auf jeden Fall sagen. Es ist so ein tiefer innerer Wunsch. Ich möchte nicht wirkungslos in dieser Welt sein. Wir hatten eine Nachbarin, sie ist jetzt verstorben. Die stammte ursprünglich auch aus Hermannstadt, also Rumänen, es waren sieben Bürger, sechs sind. Und die kam aus dem gehobenen Bürgertum. Also die hatten richtigen Kutscher und eine Villa und so, sie hatten uns da Bilder gezeigt. Und als junges Mädchen, damals schon, hat sie Ballett gemacht, sie war künstlerisch veranlagt, Sie hat Bilder gemalt. Ein Bild hängt noch heute in unserem Wohnzimmer. Als wir dann Beziehungen zu ihr bekommen haben, meine Frau hat da die ersten Kinder bekommen, dann hat sie so ein bisschen, Frau Dicke, so ein bisschen untergeschoben. Du hast ja gar keine Zeit mehr f dich und kannst gar nicht machen was dir gef und Spa macht und so Die Frau hat immer sich entfaltet Und am Ende ihres Lebens war sie bitter allein. Es war ein Elend. Sie hatte einen Sohn, zu dem hatte sie keine gute Beziehung, der kam eigentlich auch nie. Und diese Frau wäre verhungert und verdurstet, wenn wir nicht nach ihr geschaut hätten. Ein wirkungsloses Leben. Nichts hinterlassen auf dieser Erde. Wir haben den Wunsch, Wirkung zu hinterlassen, Frucht zu bringen. Und Frucht gibt es nur, wenn wir in Christus bleiben. Mir ist aufgefallen, Jesus sagt nicht, Sebastian, bring Frucht. Friedrich, bring Frucht, weil wir es gar nicht können. In meinem Gemeindedienst sagt Jesus nicht zu mir, bring Frucht. Ich kann es nicht. Was sagt er? bleibt in mir. Der Geheimnis der Frucht ist, dass du als Rebe am Weinstock bleibst. Was heißt es nun, als Rebe am Weinstock zu bleiben? Man bleibt als Rebe am Weinstock, Vers 7. wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben. Man bleibt als Rebe im Weinstock, wenn wir in den Worten Jesu bleiben. Sitt des Wort Gottes ist zunächst mal ein gesätes Wort. Es wird gesät. Jetzt bei meiner Predigt sähe ich es hoffentlich. Wenn ihr in der Bibel lest, wird das Wort gesät. Es ist ein gesätes Wort. Ihr hört das Wort Gottes, ihr lest es. Auf irgendeine Art und Weise. Und dann ist es mal gesät. Und dann soll dieses gesäte Wort zu einem bewahrten Wort bei euch werden. Maria hörte alle diese Worte, hat sie aber nicht richtig verstanden, und bewahrte diese Worte in ihrem Herzen. Das heißt, die hat wie eine Kuh das wiedergekäut. Nicht richtig verstanden, aber sie hat es bewahrt in ihrem Herzen. Das gesäte Wort soll zum bewahrten Wort in deinem Herzen werden. Und das bewahrte Wort soll zu einem Wort werden, das Macht, Kraft in dein Leben gibt. Wo Gott und der Heilige Geist Macht in deinem Leben bringt. Wir bleiben in Christus. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Bleibt in mir, indem wir in seinem Wort bleiben. Wir bleiben in Christus, indem wir im Glauben, im Vertrauen bleiben. Herr, wir brauchen dich. Und ich nehme mal an, die meisten unter uns, die jetzt hier sitzen, die haben irgendwelche Probleme und Nöte gerade in ihrem Leben. und da dürft ihr einfach zum Herrn sagen, Herr, hilf mir, dass ich dir vertrauen kann. Ich vertraue dir. Und wenn uns die Kraft fehlt, dann machen wir es wie derjenige, der das Kind hatte und Jesus sagt, glaubst du? Was hat er dann gesagt? Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben. Ich schaffe es nicht. Wir bleiben in Christus, indem wir im Vertrauen bleiben. Nicht im Selbstvertrauen, nicht im Vertrauen auf Menschen, nicht im Vertrauen auf Umstände, sondern im Vertrauen auf Jesus Christus. Bleiben in Jesus heißt, in seinem Wort bleiben und im Glauben bleiben. Und bleiben in Jesus heißt, in seiner Liebe leben. Das ist dann übrigens die nächste Lektion, die auf Jesu letzter Karte weitergibt, nämlich das Verhältnis zu den Mitchristen. Und dann kommt noch das Verhältnis zu der Gesellschaft oder zu den Mitmenschen. Bleibt in meiner Liebe. Wir bleiben in Christus, indem wir in seinem Wort bleiben, indem wir im Vertrauen zu ihm bleiben, indem wir in seiner Liebe bleiben.
Einer meiner geliebten Theologen, die ich öfters zu Rate ziehe und mit denen ich mich öfter beschäftige, ist vielleicht hier nicht so riesig bekannt, ist Adolf Schlatter. Der Mann hat nur ein Problem, der hat eine ziemlich komplizierte Sprache. Also du musst dich einfach einlesen, dann kennst du Schlatterdeutsch. Das ist wirklich so, ja? Und ich bin schon so vertraut, also Schlatterdeutsch ist für mich kein Problem mehr. Aber wenn man es in der Gemeinde als bringt, dann ist es ein bisschen schwierig. Und er hat Folgendes geschrieben. Ich lese mal erst den Satz ganz und dann muss man das Schlatterdeutsch aufschlüsseln. Er hat geschrieben, werden wir selbstständig von Jesus, vom Selbstvertrauen regiert, statt vom Glauben an ihn, von unseren eigenen Gedanken voll, statt bestimmt durch sein Wort. unserer Ehre nachgehend, statt von seiner Liebe geleitet, dann verderben wir nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unsere Person. Das gilt auch für meine geistliche Arbeit in Gemeinde und darüber hinaus. Wenn ich aus mir selbst lebe, aus anderen Quellen, verderbe ich nicht nur meine Arbeit, sondern auch meine Person. Ich erinnere mich noch, als junger Erwachsener hatte ich da Beziehungen zum großen christlichen Werk und einer der Leiter des Werks der hat dann immer so einmal im Monat einen kleinen Bericht über seine Arbeit geschrieben und das ist gut und richtig wir schreiben auch im Gemeindeprief Einblick und Ausblicke was gerade uns so beschäftigt und bewegt und teilen das mit der Gemeinde, da ist gar nichts dagegen zu sagen Aber als Jugendlicher, wenn ich das gelesen habe, habe ich immer gedacht, boah, das stinkt irgendwie nach Eigenruhm. Und dann, ich weiß nicht, bei der Beerdigung von diesem Mann war ein anderer sehr bekannter Verkündiger, den ich auch sehr geschätzt habe. Und der hat für die Beerdigungsansprache das Wort genommen. Ich habe keine Ahnung, ob der auch den Braten gerochen hat. der hat das Wort genommen, wenn wir alles getan haben, was wir zu tun schuldig sind, sprecht, wir sind unnütze Knechte. Wenn ich aus meinem Eigenruhm lebe, verderbe ich nicht nur meine Arbeit, ich verderbe meine Person. Und jetzt nochmal aufgeschlüsseltes Schlatterdeutsch. Wenn wir selbstständig von Jesus leben, Jesus ist der Weinstock, wir sind die Rebe. Wenn wir selbstständig von Jesus leben, vom Selbstvertrauen regiert, statt vom Glauben an ihn. Wenn mich mein Selbstvertrauen regiert oder andere Dinge statt vom Vertrauen an ihn Wenn ich von meinen eigenen Gedanken voll bin statt durch sein Wort bestimmt. Bleibet in mir heißt, bleibet in seinem Wort. Wenn ich der eigenen Ehre nachgehe, statt von seiner Liebe geleitet, dann verderben wir nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unsere Person. Gott, der Weingärtner, hat ein Interesse daran, dass wir Frucht bringen. Er fordert uns aber nicht auf, du musst Frucht bringen. Sondern Jesus sagt, bleibt in mir. Bleibt in meinem Wort. Bleibt im Vertrauen auf mich. Bleibt in der Liebe. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun. So, und jetzt letzter Gedanke. Du bist in Christus. Ich hoffe, dass ich mich jetzt hier nicht auf theologisch und so dümmem Eis bewege, dass ich einbreche. Aber ich glaube, es hat nur ein einziges Gebet Jesu gegeben, das der Vater nicht erhört hat. Und das war in Gethsemane. Herr, wenn es möglich ist, na gut, wie man sieht, Herr, wenn es möglich ist, so lass diesen Kirch an mir vorübergehen. Das ist nicht erhört worden. Aber Jesus hat ja noch gesagt, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Und sonst hört der Vater den Sohn. Weil er der Sohn seines Wohlgefallens und der Sohn seiner Liebe ist. und weil der Sohn den Vater verherrlichen will. Und jetzt sagt Jesus hier in Johannes 15, Vers 7, Wenn ihr in mir bleibt, unsere Aufgabe ist, in Jesus zu bleiben, in seinem Wort zu bleiben, in Vertrauen zu ihm zu bleiben, in der Liebe zu bleiben. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. Weil ich in Christus bin und weil der Vater seinen Sohn hört, hört er mein Gebet. Jesus spricht also auf seiner letzten Karte nicht nur über eine neue Beziehung der Jünger zu ihm, sondern auch über ein neues Beten der Jünger. An anderen Stellen im Johannesevangelium wird es auch ausgedrückt wenn ihr in meinem Namen bittet Wenn ich an die K von England einen Brief schreiben will als Matthias Schwaderer, ja, Matthias Schwaderer hat sie noch nie gehört, nie gesehen. Wenn ich aber den Brief schreibe im Auftrag des deutschen Bundeskanzlers, dann wird die den Brief lesen. Beten im Namen Jesu heißt, ich komme nicht auf meine eigenen Verdienste, auf meine eigenen Leistungen, sondern ich komme auf das, was Christus für mich getan hat. Und wenn ihr in mir bleibt, sagt Jesus, dann, und meine Worte in euch bleiben, dann werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch wieder fahren. Jesus und der Vater hat ein Interesse, dass unsere Gebete erhört werden. Weil dann aus diesen Gebeten Frucht kommt und damit wird der Vater verherrlicht. Jesus steht uns in eine ganz neue Art des Betens. Betens. Wisst ihr, ich kenne eine ältere Frau, die hat sich im Laufe ihres Lebens zu einer richtigen Beterin entwickelt. Und jetzt ein bisschen, es ist fast so, wenn du ein Problem hast, sagst du es der, weil du denkst, der Herr hört sie. Und was ist ihr Geheimnis? Ihr Geheimnis ist nicht, sie ist eine super Beterin, sondern ihr Geheimnis ist, sie vertraut dem Herrn. Sie ist gewachsen in dieser Intimität des Gebetes, in diesem Vertrauen auf den Herrn. Herr, du weißt. und Jesus hat ein Interesse, dass unsere Gebete erhört werden. Ja, Jesus erhört auch nicht Gebete. Ich habe eine Predigt gemacht, wenn Jesus dein Gebet nicht erhört und das ist eine tiefe Not, die viele von uns beschäftigen. Aber Jesus hat ein Interesse, dass unsere Gebete erhört werden, Weil wir dann Frucht bringen. Und weil der Vater verherrlicht wird. Und wir beten im Namen Jesu. Alttestamentlich ausgedrückt. Dieses berühmte Gebet von Daniel. Daniel ist in Babylon. Und die 70 Jahre, von denen der Prophet Jeremiah gesagt hat, dass die in Babylon sein werden, die gehen irgendwie, als der Daniel mal da sitzt und rechnet, mit dem Taschenrechner, jetzt sind langsam 70 Jahre um Da hat doch mal der Prophet Jeremiah was gesagt Und dann spricht er in Daniel neu ein ergreifendes Bu Ein ergreifendes Bußgebet. Und da sagt Daniel am Anfang, Herr, wir liegen vor dir mit unserem Gebet. Nicht auf unsere eigene Gerechtigkeit. Ja, weil wir so beten musst du uns jetzt hören und weil wir uns ja jetzt so angestrengt haben und verbessert haben in Babylon. Nicht auf unsere eigene Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Neutestamentlich, Herr, wir liegen vor dir mit unserem Gebet nicht auf unsere eigene Gerechtigkeit, sondern wegen deiner großen Barmherzigkeit durch deinen Sohn Jesus Christus. Mit diesem Verdiensten kommen wir zum Vater. Und diesen Brief wird der Vater lesen. Ich möchte euch ermutigen. Wir hatten jetzt in den Bibeltagen das Thema Gemeinde mit Mission. Und haben einige Dinge besprochen. Das Evangelium, die DNA der Gemeinde. Warum uns unsere Mitmenschen am Herzen liegen. Gästefreundliche. Gottesdienste. Das Ganze wird nur Frucht bringen. Und deswegen habe ich jetzt die Predigt, sie passt dazu. Sie ist jetzt nicht direkt in diesem Thema, aber deswegen habe ich diese Predigt von Jesu letzter Karte, deine neue Beziehung zu ihm, dein neues Gebet zu ihm heute gewählt. Das Ganze wird nur Frucht bringen, wenn du persönlich in Christus als Rebe bleibst, in seinem Wort bleibst, im Vertrauen zu ihm bleibst, in seiner Liebe bleibst. Und dazu möchte ich dich heute ermutigen. Und ich darf es vielleicht auch so sagen, das Ganze wird Frucht bringen, wenn die Gemeinde in Hirsbruck in Christus bleibt. Dann werdet ihr Frucht bringen. Jesus sagt heute nicht zu euch, bringt Frucht Bisher seid ihr nur eine Stammtischgemeinde Sondern Jesus sagt, bleibt in mir Und dann werdet ihr Frucht prägen Amen Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!