CGH Hersbruck

Aufs falsche Pferd gesetzt! (Amos 6)

Predigten
21. Juni 202638:25
Transkriptca. 24 min Lesezeit

Ich habe heute mein Thema überschrieben mit Aufs falsche Pferd gesetzt. Von den Jüngeren, ich sage mal unter 18, was ist mit dieser Redewendung gemeint? Kann das jemand mir sagen? Wenn wir in England wären, wäre das vielleicht für euch geläufiger, diese Redewendung. Bei uns ist das eher unüblich. Die Redewendung kommt aus dem Pferdesport. Wenn man dort ein Pferderennen hat, dann will man ja als erstes durchs Ziel laufen. Das ist das Übliche, wie bei vielen Sportarten, dass man zuerst ins Ziel hineinkommt. Aber man kann da Wetten abschließen. Welches Pferd bzw. Reiter mit Pferd kommt zuerst durch das Ziel? Und je nachdem, wie die Quoten sind, je unwahrscheinlicher das ist und man setzt aufs richtige Pferd, desto mehr Gewinn bekommt man. Oder aber man verliert es, das Geld, das man eingesetzt hat. Und entsprechend, wenn man auf das falsche Pferd setzt, dann hat man auf ein Pferd gesetzt, wo man dachte, dass es als erstes ins Ziel hineingeht und vielleicht als letztes ins Ziel gegangen ist, gestrauchelt ist, sich verletzt hat oder wie auch immer. Und so gibt es Leute, die irrsinnig viel Gewinn damit gemacht haben. 2010 hat jemand im Ruhrpott 50 Cent gesetzt auf eine Viererangabe. Das heißt, welche vier Pferde gehen in welcher Reihenfolge ins Ziel hinein? Völlig unmöglich eigentlich und hat mit 50 Cent 85.000 Euro gewonnen. Kann man machen. Man kann aber auch viel Geld verlieren und im übertragenen Sinne, wenn man nicht nur bei Pferde wettet, sondern zum Beispiel auch im Sport. Da gab es letztens ein Spiel Spanien gegen Cap Verde. Und jeder dachte, Spanien ist der haushohe Gewinner. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Ich weiß bloß, dass Cap Verde mit 450.000 relativ klein ist gegenüber Spanien und höchstwahrscheinlich nicht eine ganz so gute Mannschaft hat. Und der hat eine Million Dollar auf Sieg Spanien gesetzt. Er ist mit 0 Dollar nach Hause gegangen. Er hätte auch nur 100.000 Dollar Gewinn gemacht, weil die Quote relativ niedrig war zum Sieg Spanien, weil jeder dachte, Spanien siegt. Also er hat aufs falsche Pferd gesetzt, im übertragenen Sinne. Das heißt, nicht dort aufs Pferd, aber auf den falschen Sieg einer Landmannschaft. Und wer gestern das Spiel geschaut hat, Deutschland gegen die Elfenbeinküste, der hätte vielleicht bis zu den ersten 45 Minuten auch gedacht, okay, wir werden es verlieren. Oder nicht wir, sondern die dort oben oder die dort drüben. Sie haben es dann doch noch gewonnen. Aber es ist etwas, wo wir auf etwas setzen, was uns wichtig ist. Wo wir bereit sind, einen Einsatz zu geben, weil ich schließe keine Wette ab, wenn ich nicht davon überzeugt bin, dass ich die Wette gewinne. Wenn derjenige, der diese Million auf Spanien gesetzt hat, gewusst hätte, dass er sie verliert, dann hätte er diese Wette nicht abgeschlossen. Und wir mögen das für Dummheit betrachten, was er dort gemacht hat, so viel Geld dort hinein zu investieren. Aber oft, wenn wir unser Leben betrachten, dann machen wir das Gleiche. Wir setzen auf das falsche Pferd. Und ich habe euch mal ein paar Dinge mitgebracht. Ich nehme mal eins raus, was mir wichtig ist oft. Das ist ein Buch und es steht Handbuchkonstruktion. Höchstwahrscheinlich kennt das keiner von euch, dieses Buch. Für mich ist es ein Buch, wo ich total gerne schmöker, da drinnen lese. Das gefällt mir mit all den Unterpunkten. Das ist meine Arbeit, das ist mein Beruf. Und das Buch steht symptomatisch für, was mache ich, womit erfülle ich meine Arbeit, welchen Beruf fülle ich aus, gehe ich nach, welchen Stellenwert hat er in meinem Leben. Ich habe etwas anderes hier noch. Ich glaube, ich habe noch einen zweiten eigentlich. Federball, kennt auch jeder. steht symptomatisch erst einmal für Sport, Spiel, Spaß, wo man darauf setzen kann, das ist das, was mich erfüllt. Das ist das, was mir wichtig ist. Meine Frau hat heute noch gefragt wieso nimmst du das mit Eisen Eisen das nehmen wir im Augenblick ein weil wir zu wenig haben davon Aber symptomatisch oder beispielhaft sag mal so, beispielhaft für Gesundheit. Wie viel verwetten wir auf unsere Gesundheit? Welchen Stellenwert nimmt es bei uns ein? Den habe ich vorhin noch gesehen und habe mir gedacht, den nehme ich auch noch mit. Und Weinkrutem, biblische Dogmatik, das kann das Gleiche sein. Ähnlich wie das Buch für die Arbeit, Religion, Theologie. Das kann auch etwas sein, worauf wir wetten. Und damit meine ich nicht unbedingt jetzt eine lebendige Beziehung zum Herrn Jesus, sondern einfach das Äußere, die Dogmatik, das Philosophische, Religion. Also nicht unbedingt eine christliche, sondern ganz allgemeine Religion. Das kennt auch jeder. Das ist auch Sicherheit, die wir setzen. Wenn ich mein Fahrrad in der Stadt absperre, dann setze ich da meine Sicherheit rein, dass niemand mit einem Bolzenschneider kommt und das Fahrrad abdurchschneidet. Das ist vielleicht jetzt ein bisschen ein Dünnes, das geht relativ einfach. Sepp macht, ich hätte das vielleicht von meinem Fahrrad mitnehmen sollen. Sicherheit, in die wir hinein investieren. Oder wir setzen unsere Sicherheit da drin. Manche werden es erkennen, was es ist. Wenn man einen Klettersteig macht, ist man ganz froh darüber, wenn man das hat. Normal soll es nicht in Anspruch genommen werden. Aber sollte man doch stürzen, ist man froh, wenn das funktioniert und man seine Sicherheit hier hat. Man geht eine gewisse Wette darauf ein, dass Edelried oder je nachdem, welche Hersteller man hat, dass der sich darüber Gedanken gemacht hat, dass das sicher ist, dass das nicht einfach wie ein Gummi einfach flupp nach unten weitergeht und irgendwann reißt. Hier Schutzhelm, wenn man Fahrrad fährt, da wettet man sich darauf. Unser Sohn hat vor einigen Jahren, vor acht Jahren, ist er gegen den Baum geknallt und wir waren heilfroh, dass er einen anhatte. Das hier ist auch jedem bekannt. Da kann man auch seine Sicherheit reinsetzen, möglichst viel Geld zu haben. Das nehme ich lieber hier hin. Also das ist alles meins. Aber es kann auch das sein. Welches Auto fahre ich? Ach, hier ist der Autoschlüssel. Oder habe ich ein Haus, habe ich Steine, Steingold, wie man es so schön nennt, in dem man seine Sicherheit investiert. Man setzt da drauf, das ist die Sicherheit, die man hat. Das habe ich von meiner Tochter ausgeliehen. Ich weiß nicht genau, wie man es anwendet und macht. Schönheit, das Äußere. Wie geht man damit um? Wie wichtig ist das einem? Wie viel Zeit investiert man da drauf? Oder auch Familie. Das ist das, was zählt. Familie, der Zusammenhalt, dass man gut auskommt mit allen. Und ich merke das, wie schwierig es ist, wenn man Probleme in der Familie hat. und das ist nichts Schönes, wenn man merkt, dass Streitigkeiten in einer Familie sind, die nicht sein müssten, wenn man auf dieses Pferd setzt. Ich habe hier noch ein Handy, Social Media. Das ist auch das, was vielleicht eher die Jüngeren betroffen sind. Wie ist meine Außenwirkung? Was mache ich? Und das kann alles einem gefangen nehmen, kann einem Zeit rauben und nehmen. Und ich habe noch ein kleines Teil mitgenommen. Das ist bei mir am Arbeitsplatz. Oben dran habe ich das normal hängen. Fürchte dich nicht. Ein Kreuz und das steht symbolhaft für meine Beziehung zum Herrn. All das, was wir hier haben, hier auf dem Klavier, ist nicht falsch. All das dürfen wir verwenden. Und ist uns von Gott gegeben. Und es wäre fahrlässig, wenn wir einen Klettersteig machen würden und wir würden ohne den Sicherungsgurt mitgehen. Oder man fährt Fahrrad, man kann das machen. Aber wenn man einen Unfall hat, ist man sehr froh, wenn man einen Helm trägt. Das ist also per se nichts Falsches. All das, der Beruf, dass ich Zeit investiere, um meine Familie ernähren zu können, dass ich Geld mit nach Hause bringe, ist richtig, ist absolut etwas, was jeder Mann, der seiner Familie in rechter Art und Weise vorsteht, machen sollte und auch jeder ganz allgemein, dass er nicht seinen Eltern auf dem Säckel liegt, sondern bereit ist, für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen. Die Frage ist wo setze ich meine Energie und worauf setze ich alles Wenn das Top Nummer 1 in meinem Leben wird einer dieser Punkte oder mehrere dann habe ich oder dann hast du auf das falsche Pferd gesetzt. Und es gibt letztendlich nur eins, was wirklich Top 1 sein darf, und das ist deine Beziehung zu Jesus Christus. Wenn du darauf setzt, ich möchte jetzt nicht sagen, eine Wette eingehst, Aber wenn das die Prio 1 in deinem Leben hat, dann wirst du Erfüllung haben, die über das diesjährige Leben hinausgeht und Ewigkeitsbestand hat. Alles andere wird vergehen. Alles andere wird spätestens in 90 Jahren für die Jüngeren zu Ende sein. Für uns meisten schon eher in 20 oder 30, vielleicht 50 Jahren. Und das müssen wir uns bewusst sein. Und wir sehen in Amos 6 ein Volk, nämlich das Volk Israel und das Volk Judah, also Judah und Israel, Nordreich und Südreich, die ihre Hoffnung nicht auf den Herrn gesetzt haben, die auf andere Punkte gesetzt haben und damit aufs falsche Pferd gesetzt haben. Wir wollen heute vier Bereiche betrachten, wo wir sehen, das hat sie in einer falschen Sicherheit gewogen. Hier hat Gott letztendlich auch eingreifen müssen und wir können miteinander Amos 6 aufschlagen. Ich werde das Kapitel nicht im Kompletten lesen, sondern immer ein paar Verse und dann Stück für Stück durchgehen. Amos 6 Und ganz kurz zur Einordnung noch einmal. Wir sind ungefähr im Jahr 760 vor Christus. Das heißt, schon knapp 3000 Jahre ist das zurück. Nordreich war getrennt vom Südreich. Es gab zwar, und das kann man auch aus dem Text hier sogar ein Stück weit herauslesen, herauslesen, schon Handelsbeziehungen, aber im Großen und Ganzen waren die zehn Stämme im Nordreich und die zwei Stämme im Südreich verfeindet, haben sich teilweise bekriegt. Aber es war auch eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs. Es gab Geld, es gab die Wirtschaftsblüte, die Grenzen waren relativ weit gezogen. und wir sehen, wie auf Kosten viele, einige wenige sich bereichert haben. Und in dieser Zeit spricht Amos. Und bei mir fängt in der Schlachter der erste Vers mit dem Wort an, Wehe. Und das ist schon ein sehr starker Ausspruch, den hier Amos setzt oder der Schreiber. Wehe den Sorglosen in Zion und den Sicheren auf den Bergen von Samaria, den vornehmsten der ersten der Völker, zu denen das Haus Israel kommt. Wir sehen hier drei Gruppen, die hier angesprochen werden. Den Sorglosen in Zion. Zion ist eigentlich das Südreich. Und den Sicheren auf den Berg von Samaria, das ist eher das Nordreich, den vornehmsten des ersten der Völker, zu denen das Haus Israel kommt. Hier ist eine Gruppierung, die sich darüber rühmt, dass sogar die Leute zu ihnen kommen und um Rat fragen. Das ist die Gruppe, die wir hier sehen. Sie sind sorglos. Äußere Sicherheit ist vorhanden. Reichtum ist vorhanden. Prinzipieller Frieden mit den Nachbarn ist da. Und sie wähnen sich in einer Stabilität. und das gibt ihnen Sicherheit. Aber diese Stabilität kommt nicht daher, dass sie in einer lebendigen Beziehung mit dem Herrn stehen, sondern das ist noch aus der Historie. Sie haben sich schon von Christus entfernt, sie leben ihren eigenen Weg und wir haben es letztes Mal in Amos 5 schon betrachtet und auch in Amos 4, wo wir verschiedene Punkte gesehen haben, wo Gott sagt, weil ihr das Volk unterdrückt, weil ihr den Armen das Brot wegnimmt, weil ihr und zwar nicht die äußeren Feinde nach Israel hinein, sondern innerhalb Israels wird Ungerechtigkeit gelebt. Und in den späteren Versen sehen wir es dann noch einmal, wo sogar steht, dass Gerechtigkeit in Gift umgewandelt wird. Äußere Stabilität, etwas, das hier total wichtig ist. Man ist sorglos, man lebt in den Tag hinein, es gefällt einem. Und diese äußere Sorglosigkeit oder diese äußere Stabilität, meine ich, diese äußere Stabilität, die können auch wir erleben. Wir haben vermeintlich Frieden. Wir merken das jetzt in den letzten Jahren ein bisschen eingetrübt durch die Ukraine, durch Israel wo wir merken okay das hat auch Auswirkungen auf uns Aber selbst bis in die Gemeinde hinein wir werden nicht angefeindet wir haben relativen Frieden Wenn jemand wieder eine Fu mal ein bisschen deutlicher seinen Glauben bezeugt dann erf er schon Gegenwind Man merkt die Presse, der gefällt es nicht ganz so gut. Aber im Großen und Ganzen leben wir unser Christsein recht unbeschadet. Vielleicht auch deswegen, weil wir es zu wenig bekennen. Dieser der in der christlichen Welt gelobt wird für das, was er getan hat, wo er den Herrn bezeugt hat. Das ist etwas Gutes. Aber ein paar Tage später die Zeitungen darüber schreiben, muss man seinen Glauben in dieser Öffentlichkeit bekennen. Und Hut ab, wenn jemand wirklich sagt, das ist mein Glaube, dazu stehe ich und Sicherheiten verlässt. Er hätte das alles auch sein lassen können, hätte seinen Glauben für sich behalten können, hätte nicht mit der Bibel aus dem Mannschaftsbus aussteigen müssen. Und trotzdem hat er es getan, um Christus zu bezeugen, um zu zeigen, was ist seine Prio Nummer eins. Und auf äußere Sicherheit ein Stück weit verzichtet. Und wir lesen dann weiter. Kalne, eine Grenzstadt, die auch mal zu Israel gehörte, mal zu den Ammonitern oder Assyren. Und Kalne ist ganz oben und Hamad in der Mitte. Und der Schreiber fragt hier rhetorisch, schaut mal an, sind das nicht Städte? Die sind da, die sind groß. Und was ist mit ihnen passiert? Sie sind letztendlich zerstört worden. und denkt nicht nur, weil ihr da seid, dass es euch anders ergeht. Wenn der Herr eingreift, wenn der Herr sagt, ich ziehe meinen Segen weg, dann mag euer ganzes Äußere schön sein und eure Sicherheit ist dahin. Und wir lesen später noch, was alles passieren wird. Seid ihr besser als diese Königreiche oder ist ihr Gebiet größer als euer Gebiet? Ihr meint, ihr könntet den Tag des Unheils hinausschieben und bringt doch den Thron der Gewalttat immer näher. Das Volk Israel hat ein Verständnis dafür, Achtung, es gibt einen Tag, an dem Gericht stattfinden wird. Den Tag des Unheils hinausziehen. Und sie ignorieren es. Sie leben sogar noch weiter in der Gewalt, die Amos ein paar Kapitel davor beschreibt. So nach dem Motto, mich trifft es ja nicht. Vielleicht die nächste Generation. Ich lebe erst einmal noch in dem, was mir wichtig ist, was mir gefällt. Und wenn ich Glück habe, dann trifft es ja erst die nächste Generation oder die übernächste. Eine falsche Sicherheit, in der sie sich wiegen. Und wie es dann dort heißt, den Thron der Gewalttat immer näher. Ihr bringt doch diesen Thron immer näher. Die Gewalt, in der sie leben, in der sie das Volk unterdrücken, das ist ihre Aufgabe oder nicht ihre Aufgabe, sondern das ist ihr Lebenssinn. Sie schieben diesen bösen Tag weg. Das Gericht ist für andere. Und ich will ein Stück weit einen Bogen auch zu heute spannen. Und wenn wir in die Bibel hineinschauen, wenn wir das Gericht anschauen, das auch über das Volk Gottes kommen wird, und selbst wenn wir Matthäus lesen und verschiedene Kapitel, wo auch gegen die Gemeinde gesprochen wird, dann gilt das oft uns nicht, weil das gilt immer den anderen. Gericht gilt immer den anderen, nie mehr. Aber dass wir uns wirklich prüfen, wo leben wir persönlich in einer Sorglosigkeit, in einer Sicherheit, weil wir uns nicht mehr auf den Herrn verlassen, sondern weil wir uns darin wähnen, es wird schon alles gut laufen und alles ist schon richtig, so wie wir es immer gemacht haben. Oder was wir als Gemeinde gegebenenfalls machen, dass immer per se alles richtig ist. Aber ich denke, wir sind Menschen, wir machen Fehler persönlich als Gemeinde. Und entsprechend haben wir uns immer wieder zu hinterfragen in einer guten Art und Weise, ist das, was wir machen, im Willen Gottes? Oder haben wir aus einem guten Anfang vielleicht eine schlechte Tradition gemacht, wo einfach das Zentrum unseres Fokus verschoben wurde, von Christus hinweg auf Christus.

Tradition auf Äußerlichkeit und dass wir wirklich darauf Acht geben, dass Christus wieder in das Zentrum unserer Beziehung zu Gott, unseres Glaubenslebens kommt. Und das mag vielleicht schmerzhaft sein, wenn wir erkennen müssen, dass Dinge, die wir machen, zwar nach außen hin einen Schein der Frömmigkeit hat, aber eigentlich innerlich hohl ist. und dass man hier wirklich offen miteinander umgeht und insbesondere mit sich selbst, weil man kann sich viel einreden, man kann sich viel vormachen und läuft doch neben der Spur. Also äußere Stabilität, Sorglosigkeit, das ist ein Pferd, auf das Amos hier gesetzt hat und vielleicht auch wir in einer gewissen Sorglosigkeit, wo der Amos schreibt, Achtung, seid vorsichtig. Das Zweite ist, und ein paar Punkte haben wir hier schon in der Einleitung gesehen, Wohlstand, äußere Güter, die man hat. Und ich lese ab Vers 4. Sie liegen auf elfenbeinernen Betten und strecken sich auf ihren Ruhelagern aus und verzehren Fettschafe von der Herde weg und Kälber frisch aus dem Maststall. Sie fantasieren auf der Harfe und erfinden Musikinstrumente wie David. Sie trinken Wein aus Schalen und salben sich mit den besten Ölen. Reichtum, wie wir ihn uns nicht vorstellen können. Und ein Leben, wo man einfach sagt, ich kann tun und lassen, was ich will. Ich brauche nicht mehr zu arbeiten. Ich habe genügend Geld. Ich mache, was mir gefällt. Reichtum ist per se nichts Schlechtes. Ich wiederhole mich. Wenn wir Reichtum von Gott geschenkt bekommen, dann dürfen wir das dankbar annehmen. Wenn wir es aber als Prio in unserem Leben haben, dass wir sagen, ich will unbedingt meine erste Million, meine zweite Million fertig bekommen. Ich muss unbedingt in Aktien und in EDFs oder wie auch immer investieren, damit ich mit 40, 50, 60 ausgesorgt habe für mein Leben, damit ich genügend angesammelt habe. Dann verschiebt sich der Fokus weg von Gott hin auf Äußerlichkeiten. Ich richte meinen Sinn, mein Ziel nicht mehr darauf hin aus, dass ich nach dem Willen Gottes frage, sondern mein Ziel und meine Ausrichtung ist, wie kann ich meinen Wohlstand mehren. Ich habe hier ein Buch und die Biografie habe ich vor zwei Wochen beendet zu lesen. Im Herzen Chinas, J. Hudson Taylor, ein Mann des Glaubens. Ich kann sie nur jedem wärmsten empfehlen, der sie noch nicht gelesen hat. Ein Mann, der mich herausfordert. Und zwar absolut, weil er für sich gesagt hat, ich werde niemanden um etwas bitten, außer den Herrn. und hat das konsequent in seinem Leben durchzogen, mit allen Höhen und Tiefen. Es gibt ein paar Beispiele, und ich könnte jetzt stundenlang referieren, die mich angesprochen haben, wo er eigentlich darauf angewiesen war, im Recht gewesen wäre, Geld zu bekommen von seinem Arbeitgeber und es nicht gemacht hat, sondern gesagt hat, Herr, du weißt, ich brauche das, schenk du Gnade. das genügend reinkommt. Und er dadurch aber auch erleben durfte, wie Gott wirkt, wie Gott zur rechten Zeit genau die Betr geschenkt hat die er ben hat Nicht mehr aber auch nicht weniger Und wie er als er dann die China gegr hat erst mit sich selbst an und f sich und dann mit den ersten Missionaren wie er darauf verzichtet hat als Missionsgesellschaft um Spenden zu bitten Kein einziges Mal hat er um eine Spende gebeten. Auf seinen Reisen nicht und so nicht. Und seinen Missionaren hat er verpflichtet, die nach China gegangen sind, zum einen, ihr müsst theologisch richtig sein und zum anderen, ihr dürft nie um eine Spende bitten. Nur den Herrn allein. Wenn ihr etwas benötigt, geht auf ihn zu und er wird euch versorgen. Und er hat am Schluss tausend Mitarbeiter gehabt, die nach diesem Grundsatz gelebt haben, nur den Herrn um etwas zu bitten, wo ich sage, da bin ich und mein Glaube noch weit davon entfernt, mich so auf den Herrn zu verlassen. Ich wünschte es mir, aber ich möchte von ihm lernen. Und wir sehen hier diesen absoluten Reichtum im Volk Israel, von diesen Edlen, von diesen Ersten. Und dann heißt es aber, wo ich aufgehört habe, aber um den Schaden Josefs kümmern sie sich nicht. Ende des Verses 6. Sie sehen nur ihren Reichtum, aber sie sehen nicht, wie es dem Volk geht. Wie das Volk unterdrückt wird, das interessiert sie gar nicht. Sie leben ja davon, sie profitieren davon. Und dann kommt schon die erste Gerichtsankündigung im Vers 7. Darum sollen sie nun an der Spitze der Weggeführten in die Gefangenschaft wandern und das Jauchzen der Schlemmer wird verstummen. Es wird ein Ende haben. Und der äußerliche Reichtum wird zu Ende gehen. Diejenigen, die die Ersten waren, werden die Ersten sein, die in die Verbannung gehen werden. Also auch dieses Pferd, Reichtum, Wohlstand, ist ein Pferd, worauf man nicht setzen sollte. Vers 8 Und hier sehen wir etwas anderes und das ist der Stolz, der Hochmut im Leben der Menschen. Sie dachten von sich groß, sie dachten, sie wären etwas. Und wie oft ergeht es mir so, dass ich denke, ich bin wer. Schaut mal an, was ich geschafft habe auf der Arbeit und dergleichen. und mich in den Mittelpunkt setze und mich verwundere, wenn mir nicht die Aufmerksamkeit zuteil wird, die ich meine, die mir gebührt. Stolz, Hochmut. Und vielleicht findest du sie ja auch in deinem Leben und oft kommt sie versteckter um die Ecke, als man denkt, wo man selbst merkt, dass selbst eine falsche Demut, ach, ich bin ja der Geringste und der Kleinste und innerlich denkt man aber ganz anders von sich, wie das einen gefangen nimmt. Wie man Dinge erwartet, die einem zustehen sollen und enttäuscht ist, wenn sie dann doch nicht kommen. Und er sagt, ich verabscheue deinen Hochmut. Dieses Überallemstehen, sich besser fühlen. Es ist ihm ein Kreuel, schreiben andere Bibelübersetzungen. Und es heißt dann dort, und es wird geschehen, wenn zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, so sollen sie sterben. Und heben dann sein Angehöriger und seinen Leichenverbrenner den Toten auf, um die Gebeine aus dem Haus zu schaffen. Und fragt er den drinnen im Haus, ist noch jemand bei dir? So wird er antworten, niemand mehr. Dann wird er sagen, still, denn der Name des Herrn soll nicht erwähnt werden. Interessanterweise die zehn Leute. Zehn Leute waren in Israel notwendig, um eine Versammlung zu starten. Und zwar zehn Leute, die mindestens 13 Jahre alt waren. Ab dann war eine Versammlung möglich. Und wir sehen hier, wenn in einem Raum diese zehn Leute noch da waren, dann nimmt Gott sie doch hinweg. Sie werden in die Verbannung geführt, dass selbst nicht einmal mehr eine Versammlung der Juden möglich war. Und als Ursache nennt Gott hier in diesem Bereich ihren Hochmut, den Stolz, den sie haben. Und das Interessante ist, es gibt noch einige wenige, die überleben. Und wie sie sich sogar wehren, dass man den Namen des Herrn in den Mund nimmt, fast wie so eine Beschwörungsformel. Achtung, der Herr hat schon so viel Unheil über uns gebracht. Bring ja nicht den Namen des Herrn noch. Nicht, dass er noch sieht, dass ich übrig geblieben bin und mich auch noch im Hinweg rafft. Still, denn der Name des Herrn soll nicht erwähnt werden. Und wir sehen, wie Gericht über Israel kommt. Wie Gott zerstört. Und im nächsten Vers gibt es verschiedene Auslegungen dazu, wo es heißt, denn siehe, der Herr wird Befehl geben, dass das große Haus in Trümmern geschlagen wird und das kleine Haus in Stücke. Es könnte das große Haus das Nordreich, das kleine Haus das Südreich sein. Es könnte aber auch bedeuten, ganz einfach, egal ob jemand arm oder reich war, wenn er seine Priorität falsch gesetzt hat, er wird sein Gebäude zerstören. Und man sieht ja auch später, als die Gefangenschaft dann tatsächlich da war, die ausländischen Völker haben keinen Unterschied gemacht zwischen Arm und Reich, sondern Gott hat sie alle dahin gegeben, weil sie in der Gesamtmasse Gott nicht mehr nachgefolgt sind, weil sie den Fokus falsch gesetzt haben, weil sie auf das falsche Pferd gesetzt haben. Und das vierte, wo es dann heißt ab Vers 12, können Rosse auf Felsen rennen oder kann man mit Rindern darauf pflügen, dass ihr das Recht in Gift verwandelt habt und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut und dass ihr euch über Nichtiges freut und sagt, haben wir nicht mit eigener Kraft uns Macht verschafft? Das ist, wenn man denkt, ich bin stark und ich aus mich heraus, aus meiner eigenen Kraft, kann ich etwas bewerkstelligen. Ich bin stark genug, ich brauche niemand anderen. Und Amos reicht hier ganz rhetorisch. Können Rosse auf Felsen rennen? und wenn wir wieder zu unserer Pferdebahn ganz am Anfang zurückgehen in England und schauen, wie die ausschaut, dann schaut die normal nicht felsig aus, sondern sie ist relativ weich, sie ist so tartanmäßig oder Erde, damit die Pferde sich hier gut abstoßen können, dass sie hier rennen können, vorwärts kommen können. Auf Felsen tun sich Pferde deutlich schwerer zu rennen. Das zweite Beispiel, was er sagt, oder kann man mit Rindern darauf pflügen? Manche schreiben kann man mit Rindern im Meer pfl was ein Ding der Unm ist Man kann das probieren mit seinem Gespann durch den Fluss durch das Meer zu gehen und dort den Boden aufzufl und zu s und zu machen Es wird höchstwahrscheinlich nicht mit Erfolg gekrönt sein. Aber so ist das Handeln der Israeliten. Sie meinen, stark zu sein, sie meinen, viel tun zu können. Und Gott sagt, es ist alles null und nichtig. Und wieder dieser Brückenschlag in unsere heutige Zeit. Wenn wir meinen, aus unserer Kraft heraus viel bewirken zu können, so wird Gott sagen, nein, aus deiner eigenen Kraft nicht. Ich werde das nicht segnen. Wenn wir meinen, mit unserer Kraft aus uns heraus Herrsbruck bekehren zu können, unsere Nachbarschaft und der Heilige Geist wird wirken, weil wir so stark und mächtig sind. Dann wird Gott seinen Segen nicht dazu geben, wenn wir uns in den Vordergrund stellen, wenn wir aus eigener Kraft etwas bewerkstelligen wollen. Wenn wir aber Christus wirken lassen, wenn wir sagen, Herr, wir können nichts und wir gehen in unsere Schwachheit in den Büchertisch raus am Samstag und wir sind uns dessen bewusst, Jedes Gespräch, das stattfinden wird, musst du führen. Musst du die Herzen vorbereiten. Musst du meinen Mund salben, weil ich nicht in der Lage dazu bin, Menschenherzen zu verändern, sondern nur du durch deinen Heiligen Geist. Dann bin ich überzeugt davon, dass Christus das segnen wird. Wenn wir meinen, als Herrsbruck oder jeder Einzelne etwas bewerkstelligen zu können, aus eigener Kraft, dann wird uns Gott zeigen, manchmal deutlicher und manchmal weniger deutlich, nein, ich will gar nicht, dass du aus deiner Kraft heraushandelst. Ich will, dass du in meiner Abhängigkeit lebst. Und im Vers 14 heißt es, doch siehe, ich erwecke ein Volk gegen euch, ihr vom Haus Israel, spricht der Herr, der Gott, der Herrscherin, das euch bedrängen wird von Zugang nach Hamad bis zum Bach der Arawa. Hamad, wieder ganz oben, Bach der Arawa, das ist die Wüste im Süden Israels. Das heißt, egal wo sie in Israel sein werden, sie werden bedrängt werden. Wenn wir Christus nicht in unserem Leben haben, wenn wir unsere Prioritäten auf das falsche Pferd setzen, wenn wir nicht unser ganzes Vertrauen auf Gott setzen, dann werden wir Bedrängnis erleben. Und deswegen prüfe dich, ob eines dieser vier Pferde, das ich angesprochen habe, ob es das sorglose, bequeme Leben ist, ob es der Reichtum ist, der uns bewegt, ob es der Hochmut ist, den wir haben, oder unsere eigene Stärke. Wenn wir darauf unsere Kraft, unsere Energie verwenden, dann wird das Gott nicht segnen. Aber Gott wird dich segnen. Und vielleicht nicht mit Reichtum, nicht mit übermäßigen Taten, die nach außen hin überall sichtbar wird. Nicht mit einem sorgenfreien Leben, das einfach so dahin flutscht und alles ist in Butter. Aber er wird dich mit geistlichen Gütern segnen und dich führen und begleiten. Und das wünsche ich dir nicht nur für die kommenden Wochen, sondern ganz allgemein, dass Christus in dir die Prio Nummer eins ist. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

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