CGH Hersbruck

Gemeindefreizeit 2024 – Teil 6

Gemeindefreizeit 2024 Teil 6 – mit Johannes Pflaum
08. September 202451:00

Johannes Pflaum Gemeindefreizeit 2024 6

Transkriptca. 38 min Lesezeit

Genau, jetzt haben wir es. Alle wieder fröhlich und munter. Nach einer guten Nacht und natürlicher Müdigkeit vom gestrigen Tag. Wir machen heute weiter, wo wir gestern Abend aufgehört haben. Es ging gestern Abend um Mose, wie er sich an Gottes Wort gehalten hat. Und es hängt heute Morgen damit zusammen. Wir schlagen drei Stellen auf, die uns etwas von seinem geistlichen Charakter zeigen. 2. Mose 33, Vers 11 ist die erste Stelle. 2. Mose 33, Vers 11. Also wieder nach dem goldenen Kalb. Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet. Und er kehrte zum Lager zurück. Sein Diener aber Joshua, der Sohn nuns, ein Jüngling, wich nicht aus dem Inneren des Zeltes. Und dann für der Mose 12, diesen Abschnitt haben wir schon einmal gelesen. Wir lesen nochmal einige Verse daraus für der Mose 12 von Vers 6 bis Vers 8. Und er sprach, hör denn meine Worte. Wenn ein Prophet unter euch ist, dann will ich, der Herr, mich in einem Gesicht kundtun, Und in einem Traum will ich mit ihm reden. Nicht so mein Knecht Mose. Er ist treu. In meinem ganzen Haus mit ihm rede ich von Mund zu Mund. In manchen Übersetzungen heißt es auch von Angesicht zu Angesicht. Und deutlich und nicht in Rätseln. Und das Bild des Herrn schaut er. Und dann noch 5. Mose 34, Vers 10. Und dort lesen wir, Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der Herr gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht. Soweit nur dieser zehnte Vers. Wir haben schon verschiedene Charaktereigenschaften, Punkte gesehen von Mose, die sein Vorbild ausgemacht haben, die seinen geistlichen Charakter ausgemacht haben, auch seine geistliche Führungsstärke. Und jetzt bei diesen drei Stellen, die wir gelesen haben, kommen wir auf eine Sache, die nach außen hin nicht so sichtbar war, aber die ein maßgeblicher Grund war für Moses geistliche Autorität. Eben, und dieser Punkt, von dem die drei Stellen reden, liegt im Verborgenen. Und es geht um seinen persönlichen, um seinen intensiven Umgang mit dem Herrn. Und es war zweifellos mit einem Geheimnis von seiner geistlichen Führungsaufgabe und von seinem treuen Dienst über 40 Jahre. Und das findet ihr nicht nur bei Mose. In der Kirchengeschichte findet ihr das bei ganz verschiedenen Personen. Martin Luther, eines seiner Geheimnisse in der Reformation, sein persönlicher, intensiver Umgang mit dem Herrn, indem er Bibel gelesen hat, indem er gebetet hat. Ihr findet es bei Spurgeon, ihr findet es bei George Whitfield, ihr findet es bei Hudson Taylor, ihr findet es bei anderen. Menschen, die der Herr gebraucht hatte und die in der Stille den Umgang mit ihm gepflegt haben. Und wir haben diesen Schlüssel von Moses Umgang mit dem Herrn in den drei Stellen gelesen. Der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund. Man kann auch übersetzen, das war in 4. Mose 12, Vers 8 in der Elberfelder deutlich. er redete von Mund zu Mund. Also von Angesicht zu Angesicht kann man auch übersetzen, von Mund zu Mund. Wir wollen jetzt in vier Schritten uns dieses Geheimnis von Mose anschauen. Das erste Gottesreden mit Mose von Angesicht zu Angesicht oder von Mund zu Mund. Das zweite Gottesreden mit Mose ohne einen Mittler. Und dann das dritte, Moses verlangen nach dem Schauen der Herrlichkeit Gottes. Und das vierte, Gottes Reden mit Mose und seine Auswirkungen. Zunächst das erste, Gottes Reden mit Mose von Angesicht zu Angesicht oder von Mund zu Mund. Wenn man das jetzt so liest, könnte man denken, ja hat Mose wirklich den Herrn von Angesicht zu Angesicht gesehen, wenn er mit ihm geredet hat. Und manche meinen dann ja, das sei ein ganz besonderes Reden Gottes, wenn sie Gott oder wenn sie den Herrn Jesus in einer Vision sehen oder in einem Traum sehen. Und es sei dann ein ganz besonderes Reden Gottes mit ihnen. Wenn wir die Geschichte Moses lesen k wir feststellen dass er tats durch seinen Umgang mit dem Herrn die Sehnsucht hatte und diese Sehnsucht gewachsen ist Gott in seiner ganzen Herrlichkeit zu sehen Das lesen wir beispielsweise in 2 Mose 33 Vers 18 Aber genau dieser Wunsch, Gott in seiner ganzen Herrlichkeit zu sehen, also wirklich jetzt visuell von Angesicht zu Angesicht, Genau dieser Wunsch konnte Mose nicht erfüllt werden. Und das lesen wir in 2. Mose 33, Vers 20. Und er sagt, Herr, du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben. Und selbst Mose, der diesen vertrauten Umgang mit seinem Herrn hatte, wie kein anderer Prophet den Herrn erkannt hatte, konnte Gottes Angesicht nicht sehen. Und das sagt uns auch Paulus im Neuen Testament, 1. Timotheus 6, Vers 15 bis 16, die wird zu der Zeit der selige und alleinige Machthaber zeigen. Der König der Könige und der Herr der Herren, der allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches Licht bewohnt, denn keiner der Menschen sehen kann. Und somit ist es von der Schrift her einfach nicht möglich, wenn es Leute gibt, die behaupten, dass sie Gott und Vater gesehen hätten, wie er wirklich ist. Das geht von der Bibel her nicht, ob das ein Traum ist, eine Vision oder sonst was, auf was man sich beruft. Kein irdischer Mensch kann ihn von Angesicht zu Angesicht in seiner Herrlichkeit sehen. Paulus sagt uns, wir sind heute im Glauben und nicht im Schauen. Ganz wichtiger Vers. Dass wir ihn einmal sehen, wie er wirklich ist. Das ist uns auf den Tag der Vollendung verheißen. Als wir am Montag in dem Museum waren, die meisten waren ja mit der Beidesaison gewaltig, wenn man sieht, diese Bergkristalle, wie Gott alles gemacht hat und was er gemacht hat. Und die Alpen sind ja noch Folgen von Gericht Gottes. Nicht von der ursprünglichen Größe, sondern Sintflutgericht Gottes, was damit verbunden war. Und trotzdem sehen wir so gewaltig etwas von seiner Größe und Herrlichkeit. oder wenn er überlegt, was da über den Adler zu sehen war. Diese ganzen Abläufe, die aufeinander abgestimmt sind. Und das ist schon gewaltig. Aber am Montag ist mir das so wichtig geworden. Wir sehen nicht nur das, wie das alles ist, wo wir so einen Fingerabdruck von der Größe Gottes haben. Was würde es einmal sein, wenn wir ihn sehen werden, wie er ist. der das alles gemacht hat in seiner Größe, in seiner Weisheit und in seiner Herrlichkeit. Aber eben, dass es uns erst auf den Tag der Vollendung verheißen, dass wir ihn einmal wirklich von Angesicht zu Angesicht sehen. In Fördermose 12, 8, da haben wir einen Hinweis, dass Mose die Gestalt des Herrn schaute. Nicht von Angesicht zu Angesicht, aber die Gestalt des Herrn. Und in 2. Mose 34, Vers 6, da heißt es, dass der Herr an ihm vorüber zog. Er musste ja verkehrt rum, also mit dem Rücken nach außen in diese Felsspalte gehen und dann zog der Herr an ihm vorüber und er durfte die Herrlichkeit Gottes dann von hinten sehen. Also wichtig, dass wir das sehen. Mose redete mit Gott von Angesicht zu Angesicht. Es ging nicht darum, dass er den Herrn wirklich von Angesicht zu Angesicht gesehen hätte, sondern es geht hier um einen ganz vertrauten persönlichen Umgang, der damit gemeint ist. Und deshalb auch von Mund zu Mund übersetzt. Wir können davon ausgehen, dass Mose tatsächlich die Stimme Gottes gehört hat. Von allem, was wir wissen. Der Herr hat dann auch in der Stiftshütte von der Bundeslade aus mit Mose gesprochen. Ein ganz vertrauter Umgang. Er hat die Stimme Gottes gehört. Und in diesem Zusammenhang müssen wir noch etwas beachten. In Hebräer 1, Vers 1 bis 2, da lesen wir, nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten. Da gab es Visionen und Visionengesichte waren immer im Wachzustand. Ganz wichtig, müssen wir unterscheiden von Träumen. Übrigens der letzte Traum, den wir in der Bibel haben, das in Matthäus 27, Frau des Pilatus, in der ganzen Apostelgeschichte haben wir keinen Traum mehr. und das macht deutlich, das kann auch nicht die Erfüllung von Joel gewesen sein. Die kommt erst mit der Wiederkunft Jesu, wenn Israel errettet wird, die letzte Erfüllung. Aber das ist ein anderes Thema. In der ganzen Apostelgeschichte haben wir keinen Traum mehr, aber Gott haben wir Gesichte noch, die waren immer im Wachzustand aktiv. Aber Gott hat in der Vergangenheit auf vielfältige Weise geredet, durch Träumen, durch Gesichte, durch Visionen. Und Mose hat tatsächlich die Stimme Gottes richtig wahrnehmbal gehört. Und dann heißt es, hat er in dem Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn. Und das Reden Gottes im Sohn und durch den Sohn steht über der vielerlei Weise, in denen er in der Vergangenheit geredet hatte. Das Schauen der Herrlichkeit Gottes von Mose die Gestalt konnte er sehen aber nicht der Herr selbst das ist aus seinem vertrauten Umgang mit dem Herrn erwachsen Das gehörte zu dem vielfältigen Reden Gottes in der Vergangenheit. Also von Angesicht zu Angesicht, das meint einen ganz engen, freundschaftlichen, persönlichen, vertrauten Umgang, den Mose mit dem Herrn hatte. Und das haben wir in der zweiten Stelle gesehen, von Mund zu Mund, mit den Propheten durch Träumen und so weiter, aber mit Mose von Mund zu Mund, ganz vertrauter Umgang ist damit gemeint. Und John MacArthur schreibt in seiner Studienbibel dazu, der Herr sprach auch nicht durch Visionen und Träume zu Mose, sondern direkt. und von Mund zu Mund meint eben im Hebräischen ganz direkt von Person zu Person, eine tiefe persönliche Beziehung. Und interessant, der Mund Gottes ist an vielen Stellen gleichzusetzen mit dem Wort Gottes. Wort und Mund sind an manchen Stellen austauschbar. Also einen ganz vertrauten Umgang mit dem Herrn, der Prophet, der die größte Gotteserkenntnis unter allen Propheten hatte. Und dieser persönlich vertraute Umgang mit dem Herrn ist auch eins der entscheidenden Geheimnisse in der Nachfolge Jesu. Da geht es dann in erster Linie um unsere persönliche Stille. über Gottes Wort, ganz vertrauter Umgang mit dem Herrn und um das Gebet. Und es ist die Frage, was die stille Zeit für uns bedeutet. Es ist halt die Erfüllung einer täglichen Pflicht, so wie wir dann morgens Kaffee trinken oder unser Müsli festsperren oder wie wir vielleicht auch noch joggen gehen und so machen wir halt noch stille Zeit, dass wir alle tägliche Pflichten dann irgendwo abgehakt haben. Aber wenn das für uns nur die Entfüllung einer Pflicht ist, dann wird es auch niemals zu diesem vertrauten Umgang mit dem Herrn kommen. Lesen wir in der Bibel, um unser theologisches Kopfwissen zu füttern, das ist nicht schlecht, wenn wir ein gutes Wissen haben, zweifelsohne gehört es dazu, Aber ist das unser höchstes Ziel oder geht es uns wirklich um diesen vertrauten Umgang mit dem Herrn? Dass wir auf sein Wort, auf sein Reden zu uns persönlich gehören. Dass man uns reden kann, wie der Herr mit seinem Knecht und mit seiner Macht redet. Und ihr wisst das alle, da brauche ich euch nicht viel dazu sagen, wie schnell beim Bibellesen die Gedanken doch abgleiten, dass wir an alles andere denken und nicht mehr der Herr uns in seinem Wort begegnen und uns von seinem Wort überführen kann. Und ich habe das euch schon gesagt, gestern Abend ist es angeklungen, wahrscheinlich ist es ein viel kleinerer Prozentsatz in unseren Gemeinden, wie wir meinen, die wirklich täglich die Stille mit dem Herrn pflegen. In großer Regelmäßigkeit Bibel lesen. Wir müssen es einmal andersherum sehen. In seiner großen Liebe wartet der Herr jeden Tag neu, damit er uns durch sein Wort begegnen kann. Und es ist die Frage, ob wir uns täglich genauso nach der Gemeinschaft mit ihm sehnen, wie er darauf wartet, uns durch sein Wort zu begegnen. Und da kann man diesen Vers aus dem Hohen Lied anwenden, Hohes Lied 2, Vers 8. Da ist die Stimme meines Freundes. Also ist diese Sehnsucht da, dem Herrn durch sein Wort und in seinem Wort neu zu begegnen. Und in Jesaja 50, 4, da ist ja vom Gottesknecht die Rede, also von unserem Herrn selbst. Und da heißt es, er weckt mich ja morgen für morgen, weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie ein Jünger hört. Oder wie Jünger hören. Lass mich mal das anfügen, die Frage ist nie, ob der Herr durch sein Wort redet. Gottes Wort redet immer. Gottes Wort ist Geist und Leben in sich selbst. Der muss nicht dazukommen. Das ist auch so eine Vorstellung, Gottes Wort ist das eine, da muss noch der Geist dazukommen. Wie bei einer Suppe, da ist das das eine, da muss noch das andere dazukommen und dann schmeckt sie. Meine Worte sind Geist und Leben, sagt der Herr Jesus. dass also Gottes Wort in sich selbst hat, Geist und Leben. Die Frage ist nie, ob Gottes Wort redet. Die Frage ist, ob wir ein sehendes Auge und ein hörendes Ohr haben für das Reden Gottes mit oder durch sein Wort. Eben Sprüche 20, Vers 12. Das sehende Auge und das hörende Ohr, beides macht der Herr. Natürlich ist das ganz einfach physisch schöpfungsbedingt gemeint, aber da geht es auch um eine geistliche Wahrheit. Das geöffnete Auge und das geöffnete Ohr macht der Herr. Denkt an Psalm 119, denkt an die Sennschreiben, wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wir finden das auch an anderen Stellen im Neuen Testament. Beides macht der Herr Wir d wirklich darum beten wie es im Psalm 119 steht immer wieder neu um ein ge Ohr f die g Wahrheit dass er mit uns reden kann. Kleine Anmerkung dazu, ich kannte persönlich noch Richard Straube. Mit seiner Frau haben sie damals das Help Center gegründet. Das war so die erste gefährdete Arbeit eigentlich in Deutschland gewesen. und Richard Straube war einfach ein göttliches Original gewesen. Und dann kam ja diese Generation, ja, ich habe jetzt keine Lust zum Bibel lesen und dann bringst du nichts und so weiter. Und dann hat Richard Straube ganz einfach gesagt, na und, dann betest du, Herr, du kannst jetzt auch durch dein Wort zu mir reden, wenn ich keine Lust habe. Ein ganz gutes, ganz gutes Gebet gewesen. Versteht ihr nicht, jetzt ist mir nicht danach, jetzt lese ich nicht Bibel, sondern beten, Herr, du siehst, ich habe jetzt keine Lust oder ich habe zu kämpfen, weil ich es sonst so zerstreube mit den Gedanken, aber du kannst trotzdem durch dein Wort reden. Und du schätzt es nie, auch wenn wir nicht immer scheinbar so einen großen Gewinn haben. Gottes Wort hat Kraft und Gottes Wort verändert auch unser Denken, wenn wir uns mit Gottes Wort beschäftigen. Der Herr redete mit Mose wie mit einem Freund. In Johannes 15, Vers 15, nennt der Herr seine Jünger seine Freunde. Dann kommt die Begründung, warum er uns seine Freunde nennt. Ich habe einmal auf einer Jugendfreizeit so ein Brainstorming gemacht. Was fällt euch ein zum Thema Freunde? Dann kamen natürlich die unmöglichsten Sachen raus. Und dann der Herr hat uns seine Freunde genannt. Aber versteht ihr, das hat einen Grund, warum der Herr uns seine Freunde genannt hat. In Johannes 15, 15, weil er ihnen alles bekannt gemacht hat, was er vom Vater gehört hat. Und das heißt jetzt nicht, dass wir mit einer schwärmerischen Haltung an das Wort Gottes gehen. Da gibt es ja manche, die warten immer auf ein ganz besonderes Erlebnis beim Bibellesen. Wenn man die Bibel liest, dann muss man so eine Art geistliche Atomexplosion haben oder was. Und dann hat der Herr durch sein Wort geredet. Gut, ich weiß zwar nicht, wie eine geistliche Atomexplosion aussehen soll, aber ihr versteht, was ich meine. Dass man meint, wenn man Bibel liest, da muss immer was ganz Besonderes passieren. Und dann hat der Herr geredet. Es geht zunächst ganz einfach darum, Gottes Wort, Wort für Wort einfach so anzunehmen, wie es da steht. Auch nicht zwischen den Zeilen zu lesen, es tun ja auch viele, oder immer gleich überlegen, was könnte das bedeuten. Und dann sucht man nach irgendeiner höheren Erkenntnis. Sondern Gottes Wort ganz einfach so zu lesen und anzunehmen, wie es dasteht. Aber auch wenn das Verhältnis zu Christus intakt ist, kann es Phasen geben, in denen uns scheinbar die Heilige Schrift scheinbar nicht so viel zu sagen hat. Eben und gerade dann kann man beten, Herr, du kannst schenken, dass dein Wort mich trotzdem verändert. Und dann geht es darum, weiterzulesen und dran zu bleiben, bis der Herr wieder ganz neu auch durch sein Wort redet. Moses Umgang mit seinem Herrn soll uns ein Ansporn sein, persönliche Beschäftigung mit der Bibel, mit Gottes Wort in der Stille. Und dass es uns in erster Linie darum geht, ihn mehr kennenzulernen, ihn mehr zu erkennen, so wie er ist. Und eben das ist immer verbunden mit dem Gebetsleben. Und in Matthäus 5 nennt der Herr Jesus drei Dinge, die ins Verborgene zwischen ihm und uns gehören, zwischen dem himmlischen Vater und uns gehören. Almosen geben, also spenden, Gebet und fasten. Das sind die drei Dinge, die ins Verborgene Leben mit ihm gehören. Und noch einmal die Frage, ist unser Gebetsleben ein ehrfürchtiges und liebevolles Reden mit unserem Herrn, so wie Freunde miteinander reden? Oder beten wir einfach auswendig gelernte Sätze und Formulierungen herunter, die uns besonders fromm zu klingen erscheinen? Damit ihr das nicht falsch versteht, ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn man Liedverse betet, wenn man Bibelverse betet. Und es gibt Situationen, da kann man das nicht besser in eigene Worte fassen, wie dass man Bibelverse betet, dass man Psalmen betet oder dass man Liedverse betet. Beispielsweise das Lied von Paul Gerhard mit seinen zwölf Versen, Befiehl du deine Wege. Und wenn es durch Schwierigkeiten geht, Sorgen und Anfechtungen, das kann man als nicht besser formulieren, wie das Paul Gerhardt in seinen Versen zum Ausdruck gebracht hat. Aber eben das andere, dass man halt nur etwas runterrasselt, weil es einem besonders fromm erscheint, ohne sich etwas dabei zu denken, so auswendig gelernte Formulierungen. Und natürlich wird auch unser Gebet von Gottes Wort geprägt werden, wenn Gottes Wort in uns lebendig ist. Hausaufgabe für euch, die Ferien sind ja bald vorbei, dann darf man Hausaufgaben geben. Hausaufgaben für euch, achtet mal darauf, was Paulus gebetet hat in seinen Briefen. Und dann vergleicht es einmal mit dem persönlichen Gebetsleben. Natürlich dürfen wir alle Anliegen vor den Herrn bringen. steht außer Frage, wir sollen das Herz vor ihm ausschütten.

Interessant, was war Paulus ganz wichtig im Gebet für die Gläubigen und die Gemeinden und was ist uns oft heute ganz wichtig? Und unser Umgang mit der Bibel, er beginnt auch das Gebetsleben zu verändern. Eben beim Gebet ist immer die Frage, gleichen wir den blabbernden Heiden, die meinen, dass sie um ihrer viele Worte Wille erhört werden, vielleicht auch um der Lautstärke willen erhöht werden oder beten wir von Herzen mit dem Herrn. Er redete mit dem Herrn wie ein Mann mit seinem Freund. Unter Freunden gibt es auch keine Geheimnisse. Enthalte ich dem Herrn irgendetwas vor, das ist wirklich dieser ganz vertraute Umgang mit ihm. während meiner Ausbildung beim Henssler Verlag hatte ich einen Freund damals war es ein junges Ehepaar, er ist zehn Jahre älter als ich und wir sind dann abends, als bin ich mit ihnen nach Hause gegangen habe bei ihnen übernachtet und wir haben dann als unsere Tippkik-Knechte gehabt haben viel Tippki gespielt miteinander, wo wir uns duelliert haben und so weiter und da ist eine Freundschaft gewachsen, auch in geistlichen Dingen Und mein Freund, der hatte damals ein ganz besonderes Auto. Ein Mitsubishi Tredia Turbo. Und der war noch entsprechend hergerichtet, gab es nicht viele von denen. Und er hat auch sein Auto ganz genau gepflegt, auf sein Auto acht gehabt. Und dann kam der Tag, ich hatte frisch den Führerschein und durfte mit seinem Auto fahren. wie diesem Mitsubishi Tretia Turbo, den alle bewundert haben. Und versteht ihr, das hat für mich schon was bedeutet. Er war zehn Jahre älter als ich. Ich habe gewusst, er pflegt genau sein Auto, hat Acht drauf und so weiter. Und dann ließ er mich damit fahren. Versteht ihr, unter Freunden gibt es kein Geheimnis. Er redete mit einem Mann von Freund zu Freund. Es gehört dazu, ein offenes Leben vor dem Herrn, dass wir ihm nicht irgendwelche Bereiche entziehen wollen. Und damit kommen wir zum zweiten. Gott redete mit Mose ohne einen Mittler. Von Mund zu Mund, direkter Umgang ohne einen Mittler dazwischen. Und stattdessen wurde Mose durch seinen Umgang mit dem Herrn selbst zum Mittler zwischen Gott und zwischen dem Volk Gottes. Und die Frage ist, kennst du, kenne ich auch diese Direktverbindung mit dem Herrn Jesus, ohne dass irgendwelche Mittler dazwischen geschaltet sind? Mit Direktverbindung meine ich jetzt nicht so eine besondere spirituelle Antenne oder mystische Antenne. Das kommt ja leider immer mehr, auch innerhalb der Christenheit, so komische Vorstellungen da, mit dieser ganzen Thematik mit den Herzensgebeten und Atemübungen und Komplettativ und so weiter. Genau das meine ich nicht damit, mit dieser Direktverbindung, sondern die Direktverbindung mit dem Herrn durch sein Wort und damit verbunden durch das Gebet. Und ist dieser persönliche direkte Zugang mit dem Herrn in unserem Leben am Wachsen? Oder kennen wir die Heilige Schrift und den Herrn nur durch dazwischengeschaltete Mittler? Nun, was meine ich jetzt mit den dazwischengeschalteten Mittler? Mittler sind Bibellesepläne und Bibellesepläne können eine Hilfe sein. Also jetzt nicht, dass ich prinzipiell Bibellesepläne ablehne. Das können Kalenderblätter sein, das können Andachtsbücher sein, das können Schriften von christlichen Autoren sein, das können Bibelkommentare sein, das können Verkündiger sein. Und es ist ja alles auch hilfreich und wir sollen das gebrauchen. Aber die Frage, kennen wir den Herrn nur über diesen Weg oder kennen wir ihn persönlich aus seinem Wort? Ich sage nochmals, ich bin dankbar für alle guten Bücher und Schriften, die es gibt, aus denen man geistlichen Gewinn hat. Biografien sind etwas sehr Gutes. Am meisten, kleine Anmerkung, mag ich die Biografien, die ehrlich sind und wo nicht nur eine Person verklärt wird, sondern in denen auch deutlich wird, durch wie viele Kämpfe und durch wie viele Ringen so eine Person gegangen ist. Das ist alles wichtig und hilfreich und gehört auch zur Korrektur, zum Wachstum. Aber die Frage ist, ob sich der Herr uns durch sein Wort auch ohne diese Dinge offenbaren kann. Ob wir die Stimme des guten Hirten durch sein Wort wirklich kennen. Und wird unser Leben an erster Stelle durch die Heilige Schrift selbst und den persönlichen Umgang mit dem Herrn verändert und gestaltet. Oder vorrangig von dem geprägt, was andere Menschen über die Heilige Schrift schreiben und sagen. Und ich sage es nochmal, wir wollen das nicht verachten. Das wäre fatal. Das ist uns alles zur Hilfe gegeben. Aber es geht hier um diesen ganz persönlichen Zugang. Eben die Gefahr beispielsweise bei einer Bibellesehilfe ist, man liest den Text und dann liest man die Bibellesehilfe. Und das ist dann, was einem der Herr zu sagen hat. Versteht ihr? Natürlich kann das eine Hilfe sein. Aber redet der Herr selbst durch den Text zu uns? oder nur das, was dann im Bibelleseplan steht, das ist das, was der Herr uns zu sagen hat. Dieser ganz pers Zugang Und ohne dass wir daraus wieder einen Zwang machen sehe ich das als einen wichtigen Schritt im pers Glaubensleben an Wachstum Zu einem eigenständigen Umgang mit der Heiligen Schrift zu kommen. Eben wie das Paulus in Epheser 4, Vers 13 sagt, heranzuwachsen zur Erkenntnis des Sohnes Gottes zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi. Nun, Bücher haben Zeit meines Lebens zu mir gehört. Es war dann nicht nur in meiner Berufsausbildung zum Verlagskaufmann so, beim Henssler Verlag damals schon. Davor waren mir Bücher wichtig, danach waren mir Bücher wichtig. Bis heute sind mir viele Bücher wichtig. Aber ganz wichtig, dass man auch als Verkündiger darauf achtet, dass dieser persönliche Zugang zu Gottes Wort über all den guten Büchern, die es gibt, nicht verloren geht. Dass der Herr eben ohne Mittler durch sein Wort mit uns sprechen kann. Und dass wir darin wachsen, dass wir lernen, selbst aus dem frischen, unverfälschten Quellwasser von Gottes Wort zu trinken. Und die Oberflächlichkeit in der Gemeinde Jesu im Westen, in Westeuropa, angloamerikanischen Raum auch an vielen Stellen, auch traurige Entwicklungen, die wir haben, hängen zu einem ganzen Teil mit Spielarten der frommen Verführung zusammen. Aber nach meiner Sicht wurden diese Entwicklungen noch durch etwas anderes begünstigt. Man hat in der Vergangenheit im evangelikalen Raum sehr stark betont, was die Prägung einer Gemeinde war oder eines Gemeindeverbandes. Und es muss nicht schlecht sein. Viele Gemeindeverbände hatten eine gute Ausrichtung in der Vergangenheit, wenn es auch Unterschiede gegeben hat. Aber man wusste, da ist doch ein Anliegen da, sich wirklich unter Gottes Wort zu stellen und so weiter. Und man hat dann sehr stark die Prägung eines Gemeindeverbandes, die Ausrichtung oder einer Gemeinde betont. Und für die meisten Betroffenen war dann automatisch richtig, was die Gemeinde gelehrt hat oder wie sie geprägt hat, was der jeweilige Gemeindeverband gelehrt hat. Und ich sage nochmal, das muss nicht verkehrt gewesen sein. Aber die große Gefahr, die ich meine zu sehen, war, dass man darüber versäumt hat, das Schwergewicht auf ein eigenständiges, intensives Leben der Gläubigen in der Heiligen Schrift und mit dem Herrn zu leben. Und natürlich kann es dann manchmal auch unbequem werden, wenn einem dann manche Dinge in Frage gestellt werden. Ich meine jetzt nicht aus einer revolutionären Haltung heraus, sondern von der Bibel her. Aber eben dann wurde die Prägung etwas anders Und dann sind viele einfach in die andere Richtung mitmarschiert. Deshalb ist es so wichtig, ein eigenständig in der Bibel verwurzeltes Leben, dass der Herr mit uns sprechen kann von Mund zu Mund wie ein Mann mit seinem Freund. Und mir ist das vor einigen Jahren auch bei einem Gemeindeverband in der Schweiz deutlich geworden. da war manches Gute gewesen und dann kam so eine Öffnung und eine Öffnung wäre ja prinzipiell nicht schlecht, wenn es im richtigen Sinn stattfindet. Aber plötzlich ging der Großteil in eine völlig andere Richtung. Und dann ist einfach die Frage, war hier wirklich ein eigenständig verwurzeltes Leben in der Bibel von vielen Gläubigen? Oder jetzt war es halt so und dann ist man so gegangen und heute so, dann geht man so. Ganz wichtig, dass wir persönlich in Gottes Wort mit dem Herrn verwurzelt sind, diesen persönlichen Umgang mit dem Herrn haben. Der Herr redete mit Mose von Mund zu Mund, kein Mittler war dazwischen geschaltet. Und so wurde Mose selbst zum Mittler zwischen Gott und zwischen dem Volk Gottes. Und das Schönste ist immer, wenn wir durch Gottes Wort selbst angesprochen und verändert werden und durch Gottes Wort selbst in der Nachfolge wachsen. Und damit das dritte Moses verlange nach dem Schauen der Herrlichkeit Gottes. In 2. Mose 33, 11 haben wir zum ersten Mal dieses enge Verhältnis genannt zwischen Mose und seinem Herrn. Und aus diesem vertrauten persönlichen Umgang wuchs der Wunsch in Vers 18, lass mich doch deine Herrlichkeit sehen. Ich habe euch schon gesagt, der Mose konnte nicht die Herrlichkeit Gottes im Sinn von Gottes Angesicht sehen. Aber der Herr zeigte ihm seine Herrlichkeit von hinten. In Vers 19 wird uns diese Herrlichkeit charakterisiert. Der Herr möchte Moses seine Güte, seine Gnade, seine Barmherzigkeit zeigen. Wir können sagen, Gottes Herrlichkeit sehen bedeutet, dass wir mehr und mehr von seiner unergründlichen Güte und Gnade und Barmherzigkeit erkennen. Und in 4. Mose 12 wird uns gesagt, dass Mose die Gestalt oder Erscheinung Gottes sehen konnte. Da sehen wir noch was. Je mehr Mose seinen Herrn erkannte, umso größer wurde die Sehnsucht, ihn in seiner ganzen Herrlichkeit einmal von Angesicht zu Angesicht sehen. Und Mose war nicht mit dem zufrieden was er von seinem Herrn schon wusste und was er erkannt hatte sondern diese Sehnsucht noch mehr seine Herrlichkeit zu sehen Und diese Gotteserkenntnis und Herrlichkeit Gottes vor Augen war wohl ein entscheidender Grund, warum Mose in den schweren und schmerzhaften Erfahrungen mit Israel niemals die Hoffnung verloren hat. Jakob Kröger schrieb dazu, denn ein Prophet, der nicht zuvor das Angesicht Gottes gesehen hat, bevor er die Hässlichkeit des Angesichts seiner Brüder sieht, wird in entscheidender Stunde ohne Evangelium für seine Brüder sein. Jetzt haben wir Jesus viel mehr als die alttestamentlichen Glaubenshelden gesehen haben. Auch wenn Gott auf verschiedener Weise mit ihnen geredet hat. In Johannes 1, Vers 14 steht, und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut. Eine Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater voller Gnade in Wahrheit. Natürlich hallt hier auch das Erlebnis vom Berg der Verklärung nach, bei dem ja Johannes, Jakobus und Petrus mit dabei waren. Das finden wir bei Johannes, das finden wir auch bei Petrus in seinen Briefen. Aber in Jesus wurde die Herrlichkeit Gottes für uns anschaubar, des Wesen Gottes. Und in Hebräer 1, Vers 3, 1 und 2 habe ich schon genannt, in Vers 3 lesen wir in Bezug auf Christus, hat er am Ende geredet, in den letzten Tagen durch den Sohn, er der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist. Und mit der Ausstrahlung ist die Herrlichkeit Gottes nach außen gemein und Abdruck ein Begriff, den ihr alle kennt, Charakter, der der Charakter der Wesenszüge Gottes ist. Und nur durch Christus selbst, wie Christus ist, können wir den Vater erkennen. Und es ist der Wunsch, ob wir überhaupt noch den Wunsch haben, Christus noch mehr zu erkennen, durch ihn den Vater noch mehr zu erkennen, so wie der Vater ist. Oder meinen wir schon alles zu wissen und sind dann selbst zufrieden? Dann geht es nicht mehr darum, in der Gotteserkenntnis zu wachsen, sondern irgendwelche so ganz besondere Erkenntnisse zu ganz besonderen theologischen Fragen, auf irgendwelche Verästelungen, die möglicherweise noch kein anderer entdeckt hat. Ich habe vor einigen Jahren auch ein Buch zugeschickt von einem Bruder und das haben auch andere zugeschickt bekommen und ein Buch hat er selbst rausgegeben und dann hat er geschrieben, dass er etwas in der Bibel entdeckt hat, das wohl noch niemand vor ihm entdeckt hat. Man versteht, ihr könnt ganz sicher sein, wenn wir etwas entdeckt haben, das noch niemand vor uns entdeckt hat, dann liegen wir schräg. Spurgeon hat einmal gesagt, das Einzige in der Theologie sind Irrtümer, die es gibt. Und das Schönste ist, wenn wir Dinge in der Bibel erkennen und dann erkennen, dass die anderen schon lange vor uns entdeckt haben. Und nicht, jetzt hat es ein anderer entdeckt, jetzt habe ich doch nichts Neues entdeckt. War übrigens auch bei Spurgeon, wenn er seine Predigten vorbereitet hat, Er hat gearbeitet mit dem Wort Gottes, Dinge sind ihm wichtig geworden. Und dann hat er in den Kommentaren nachgelesen, beispielsweise der alten Puritaner. Und wenn das, was ihm wichtig geworden war, wenn er das dort entdeckt hat, dann hat er sich so gefreut. Weil er gewusst hat, dann ist es auch richtig, wenn das schon andere vor mir gesehen haben. Eben das meine ich jetzt nicht, dass wir eine besondere Erkenntnis haben. sondern ist uns wirklich das Wichtigste, dass wir wachsen in der Erkenntnis unseres Herrn selbst? Oder meinen wir, wir wissen ja alles und dann geht es um irgend solche angeblich besondere zusätzliche Dinge. Interessanter Theologie-Professor Adolf Schlatter, der in Tübingen war, er kam ja aus St. Gallen und das letzte Buch, das er geschrieben hat meines Wissens, das war ein Andachtsbuch. Das war ein Andachtsbuch nicht für Ungläubige evangelistisch, sondern das war ein Andachtsbuch für Nachfolger Jesu. Was meint er, was für einen Titel dieses Andachtsbuch für Nachfolger Jesu hatte? Kennen wir Jesus? Fragezeichen. Das war der Titel von seinem letzten Buch, das er für Gläubige geschrieben hat. Ist es uns ein Anliegen, Christus noch mehr zu erkennen? und in der Erkenntnis seiner selbst zu wachsen. Und Paulus war dieses persönliche Wachstum in der Erkenntnis Gottes für die Gemeinden, für die einzelnen Gläubigen mit das Wichtigste. Und deshalb die geistlichen Mannesreife. Da geht es nicht um irgendwelche theologischen Spitzfindigkeiten oder ganz ausgeklügelten Systeme. Das ist ja immer die Gefahr, unser Herr weiß alles und manche Prediger wissen manche alles besser. Versteht ihr, was ich meine? Das ist dann theologische Spitzfindigkeiten, dass man meint, irgendetwas noch besser zu wissen, auf alles eine Antwort hat, auch da, wo uns die Bibel keine Antwort gibt. Das ist nicht mit der Mannesreife gemeint, lehrfindige Spitzfindigkeiten, sondern die Erkenntnis des Sohnes Gottes, Epheser 4, 13. Und auch im Kolosserbrief ist es das Ziel des Paulus die Gl zu einem Wachstum in der Erkenntnis Gottes zu f und damit zu einer noch gr Erkenntnis der Herrlichkeit Christi Dann haben wir den zweiten Petrusbrief Apostel Petrus Und er spricht viel von den Gefahren von der Verführung, die da kommt, von einer falsch verstandenen Nachfolge und warnt ausdrücklich davor. Aber wie endet dann der zweite Petrusbrief, wo so viel von Verführung und Gefahren die Rede ist? Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit sowohl jetzt auch als bis zum Tag der Ewigkeit. Amen. Das sind die letzten Verse. Wachset aber in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes, Jesu Christi und in seiner Gnade. Ich zitiere aus Börschens Kleinode täglicher Verheißungen. Wir haben heute den 30. August, 2. September. Da schreibt er das, was ich jetzt zitiere. Der Herr, der unser Lehrer geworden ist, will uns nicht aufgeben, wenn wir auch noch so langsame Schüler sind. Der Herr hat Freude daran, die einfältigen Weise zu machen. Unsere Pflicht ist es, uns an das Wichtigste zu halten und uns nicht um diese oder jene ausgefallene Lehre, sondern um die Erkenntnis unseres Herrn selbst zu bemühen. Vater, Sohn und Geist, den dreieinigen Gott zu erkennen, das ist das ewige Leben. Wenn wir danach trachten, den Herrn zu erkennen, wird uns Heilung zuteil. Nachdem wir verletzt wurden, werden wir verbunden. Wo man uns geschlagen hat und empfangen wir Leben, nachdem wir tot waren. Die Erfahrung wird vollendet, wenn das Herz dem Weg des Allmächtigen Gottes folgt. Meine Seele, halte dich nahe zu Jesus. Bemühe dich, Gott in Jesus zu erkennen. Dann wird der Erkenntnis Christi zuteil, die vorzüglichste aller Wissenschaften. Der Heilige Geist würde ich in alle Wahrheit leiden, wachsen in der Erkenntnis Christi. Was für ein Vorrecht und Geschenk, dass sich unser Herr durch die Heilige Schrift uns offenbart und wir in seinem Wort ihn und seine Herrlichkeit mehr und mehr erkennen können. Und der Herr möchte diesen Wunsch und diese Sehnsucht auch in uns wecken. Geben wir nicht uns zufrieden mit dem, was wir schon erkannt haben. Und wenn uns diese Sehnsucht abhandengekommen ist, dürfen wir ganz neu darum beten. Dieser persönliche Umgang mit Christus und seinem Wort, dass wir ihn mehr und mehr erkennen. Und wie bei Mose wird auch die wachsende Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in unserem Leben entscheidende Auswirkungen haben. In Christus sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Und damit noch das letzte Gottesrede mit Mose und seine Auswirkung. Durch seinen intensiven Umgang mit dem Herrn lag eins der geistlichen Geheimnisse Moses völlig im Verborgenen. Aber wir sehen auch in der Bibel, wie das Auswirkungen nach außen gehabt hat, dieser verborgene Umgang. Und nicht nur insgesamt in seinem Leben, sondern nach einem Ereignis wird diese Auswirkung besonders deutlich. Und da sind wir wieder beim goldenen Kalb. Gott hat den Sinai-Bund gestiftet. Begründung, ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat. Einer meiner Lehrer, der Urschwaben war, der hat so übersetzt, weil ich dich mag, habe ich dich aus Ägyptenland geführt. Also Gottes Erwählung steht am Anfang. Aber der Sinai-Bund war auch an Bedingungen geknüpft. im Gegensatz zu anderen Bündnissen, die bedingungslos sind. Das ist jetzt aber nicht mein Thema. Abraham, Noah-Bund, Noah-Bund, Abraham-Bund, David-Bund, Neuer-Bund, das sind bedingungslose Bündnisse. Aber der Mose-Bund war an Bedingungen geknüpft, obwohl er von Gott selbst gegeben war. Und was macht das Volk? Es antwortet auf diesen Bund, den Gott gestiftet hat, mit Abfall. Und wir kennen die Geschichte, wie Mose dann vom Berg hinunter steigt und als er sieht, was dort passiert, wie er die Gesetzestafeln zerschlägt und dann den Auftrag bekommt, neue Tafeln zu machen, die der Herr wieder beschreibt. Aber die neuen Tafeln waren eben von Mose gemacht und nicht mehr vom Herrn. Und dann kam Mose aus der persönlichen Gemeinschaft mit dem Herrn zurück. Und wir lesen in 2. Mose 34, 29 bis 30. Es geschah aber, als Mose vom Berg Sinai herabstieg. Und die beiden Tafeln des Zeugnisses waren in Moses Hand, als er vom Berg herabstieg. Da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Gesichtes strahlend geworden war, als er mit ihm geredet hatte. Und Aaron und alle Söhne Israel sahen Mose an und siehe, die Haut seines Gesichtes strahlte. Und sie fürchteten sich zu ihm heranzutreten. Mose jedoch rief ihnen zu und Aaron und alle Fürstel in der Gemeinde wandten sich ihm zu und Mose redete zu ihnen. Da sehen wir mit diesen neuen Gesetzestafeln, wie der vertraute Umgang mit dem Herrn eine Ausstrahlung auf seine Umgebung hatte. In diesem Fall sogar eine sichtbare Ausstrahlung. Nun, da möchte ich jetzt keine Mühe.

christische, unbiblische Lehre daraus ableiten. Eben die Bibel spricht ja auch davon, dass Satan in der Verkleidung eines Lichtsengels auftreten kann. Da müssen wir immer vorsichtig sein. Aber hier wird ganz einfach deutlich, dass die persönliche Gemeinschaft mit dem Herrn Auswirkungen nach außen hatte, deren sich Mose nicht einmal bewusst war. Jetzt gehen wir wieder in die Kirchengeschichte. Das findet ihr wieder bei Menschen, die der Herr gebraucht hat. Hudson Taylor hat eine Veränderung erlebt in seinem Dienst, als ihm wichtig geworden war, was es heißt, in Christus zu ruhen, dass wir alles in Christus haben. Und von seinem Missionaren wird berichtet, dass er ab diesem Zeitpunkt weniger gearbeitet hat. Er war immer noch fleißig, aber weniger gearbeitet hat, mehr gebetet hat, früher ins Bett ging und morgens mehr Zeit zum Bibellesen hatte. Als ihm das wichtig geworden war, in Christus zu ruhen. Mehr Zeit in der Gemeinschaft mit dem Herrn. Wie gesagt, war sich Mose dieser Ausstrahlung nicht einmal bewusst, aber es war durch den Umgang mit dem Herrn gekommen. Denkt an Stephanus, Apostelgeschichte 7, wie es dann heißt, dass er das Angesicht wie eines Engel hatte. Er war sich dessen wohl selbst nicht bewusst, aber dieser Umgang mit dem Herrn, dieses Vertrautsein mit dem Herrn, welche Auswirkungen das nach außen hatte. Was wir machen können, ist fromme Begeisterung inszenieren. Wir können auch Gefühle der Menschen manipulieren. Wir können auch bemüht sein, uns selbst immer als die strahlenden Sonnyboys darzustellen und das alles fälschlicherweise mit der Freude am Herrn zu verwechseln. Oder wir können auch durch entsprechendes Benehmen und Reden bei anderen Glaubensgeschwistern Eindruck schinden. Man weiß ja, was gut ankommt. Das sind alles Dinge, die wir tun können. Aber etwas anderes ist diese geistliche Kraft, die aus dem verborgenen Umgang mit dem Herrn kommt. Es ist auch interessant zu sehen welche Auswirkungen es im Leben unseres Herrn Jesus hatte als er in direkter Gemeinschaft mit dem Vater war Er war ja immer in Gemeinschaft mit dem Vater Aber denkt beispielsweise an den Berg der Verkl denkt ihm gar an Gethsemane als dann seine Feinde gekommen sind und in Johannes 18, Vers 6, als sie vor ihm niedergefallen sind. Also direkt aus der Gemeinschaft mit dem Vater kam. Ich habe euch Hudson Taylor genannt. Der Mann, mit dem ich mich mit am meisten beschäftigt habe, Martin Luther wahrscheinlich inzwischen noch mehr, aber viele Jahre war Hudson Taylor der Mann, mit dem ich mich am meisten beschäftigt hatte, von dem ich alles gelesen hatte, was ich irgendwo bekommen konnte. Und F.B. Baller schreibt über seine erste Begegnung mit Hudson Taylor. Sein Äußeres war nicht besonders imponierend. Er war zart gebaut. Seine Stimme klang sanft. Wie die meisten jungen Männer glaubte auch ich, dass Kraft und Lärm zusammengehörten. Von einem Führer erwartete ich deshalb große körperliche Überlegenheit. Doch als er dann sagte, lasst uns beten, schlug meine Auffassung völlig um. Ich hatte noch nie so beten gehört. So schlicht, so innig, so kühn und so stark. Es wurde mir klar, dass Gott diesen Menschen in den Kreis seiner besonderen Freunde aufgenommen hatte. Er sprach mit Gott von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund. Ich habe seither viele Menschen öffentlich beten gehören, aber Taylors und Spurgeons Gebete hoben sich von allen anderen ab. Wer sie gehört hat, konnte sie nicht vergessen. Wenn man Spurgeon hörte, war es, als nehme er die ganze Gemeinde an der Hand und führte sie in das Heiligtum. Wenn man Hudson Taylor für China beten hörte, wusste man, was es bedeutet, dass das gerechte Gebet viel vermag, wenn es ernstlich ist. Versteht ihr? Ganz schlicht hat er gesagt, ganz schlicht gebetet, aber so vertraut mit dem Herrn, dass das Auswirkungen hatte. Pfarrer Alfred Christlieb in Heidberg, das ist da in der Nähe von Gummersbach, wurde in besonderer Weise von seinem Herrn gebraucht. Und Pfarrer Wilhelm Busch schrieb über ihn, in seine Gesichtsz hatte nun der Geist Gottes seine Linien eingegraben Sie spiegelten G Freundlichkeit und Ewigkeitssinn wieder in einer Weise die mich oft Das hat Wilhelm Busch geschrieben. Pastor Moderser nannte ihn Schatzgräber Gottes und schrieb über ihn. Das war der erste Eindruck, den er auf mich machte und der sich im Laufe der Jahre immer mehr verstärkte. Ein Schriftgelehrter zum Himmelreich gelehrt. Er gebrauchte die Bibel nicht als das Buch, aus dem er seine Texte nahm. Nein, er lebte im Wort. Hier empfing man eine Gabe aus dem Heiligtum. Und Christlieb war auch ein sehr belesener Mann. Er hat auch sehr viele Bücher gelesen. Und Arno Pagel hielt über ihn fest. Aber das Beste gaben ihm nicht die Kommentare. Das Beste schenkte Gott dem Still über der Bibel sinnenden Bäder. Und seine Haushälterin sagte, wenn man all die Stunden, die unser Pastor im Gebet zugebracht hat, aneinanderreihen würde, so ergebe das viele Jahre. Und Christlieb hat einmal selbst gesagt, wenn der Herr auf einen Ort blickt, an dem viele Menschen schaffen und wirken, So ist ihm das stille Zimmer, in dem ein wahrer Beter weilt, wichtiger als hundert Paläste. Da müssen wir uns immer wieder auch selbst fragen, ist da vielleicht mit ein Grund, dass auch das, was wir unter dem Prädikat Bibeltreu sehen, oft zu kraftlosem Salz geworden ist. Man stürzt sich in scheinbar viele wichtigen Aktivitäten. Man eilt von einer guten zu anderen christlichen Veranstaltung. Es ist prinzipiell nichts dagegen zu sagen. Man liest viel Informatives und Wichtiges über unsere Zeit. Man wirft sich an verschiedensten Fronten in die Kämpfe für die Wahrheit. Man hetzt von einem Dienst zum anderen. Und man merkt gar nicht, wie die persönliche Stille zu kurz kommt. Dieses den Herrn erkennen durch sein Wort und das Gebet mit ihm. Wir geben uns heute oft mit geistlichem Fartfood, mit geistlichem Junkfood fürs persönliche Leben zufrieden. Der Gradmesser unseres geistlichen Lebens das sind nicht die Dienste die wir in der Gemeinde tun die verschiedenen Aufgaben Wenn es auch wichtig ist dass wir dem Herrn dienen Es sind nicht die Anzahlen unserer unserer Bibelarbeit und unserer Andachten unserer Predigten auch nicht die öffentlichen Gebete, die wir sprechen. Der wahre geistliche Gradmesser ist unser verborgener Umgang mit dem Herrn. Und Mose redete mit dem Herrn von Angesicht zu Angesicht und der Herr redete mit ihm von Mund zu Mund. Moses sah die Gestalt und Herrlichkeit Gottes und er erkannte den Herrn wie kein anderer Prophet. Und die Kraft, die aus diesem verborgenen Umgang kam, hatte entscheidende Auswirkungen auf sein eigenes Leben und auf seinen Dienst und auf das ganze Volk Gottes. Was wir heute benötigen, das sind keine neue Aktivitäten und Programme, neue Ideen können auch gut sein, verstehe das nicht falsch, aber das ist nicht das Wichtigste. Auch nicht irgendwelche herausragenden Personen, sondern wir brauchen ganz einfach Menschen wie Mose, die den Herrn durch sein Wort und durch das Gebet von Angesicht zu Angesicht kennen. und in ihrem verborgenen Leben mit Christus mehr und mehr die Herrlichkeit Gottes schauen und aus dieser Herrlichkeit kommen und aus dieser Herrlichkeit herausreden und aus dieser Herrlichkeit handeln. Und es wird auch an den Menschen unserer Zeit nicht spurlos vorübergehen. Und lasst uns darum beten, dass wir ganz neu diese Sehnsucht haben. Nach diesem verborgenen Umgang mit dem Herrn, wie es in dem alten Lied heißt, lass mich immer Heimweh haben, wenn ich nicht nahe bei dir bin. Und lasst uns darum ringen, dass der persönliche Umgang mit dem Herrn wieder zu einem Ort wird, von dem wir dankbar bekennen können und damit schließe ich. Was im 2. Korinther 13, Vers 18 steht, Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht. Dann beten wir noch miteinander, machen noch Gebetsgemeinschaft. Wer noch beten möchte, darf gerne noch beten.

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