CGH Hersbruck

Gemeindefreizeit 2024 – Teil 5

Gemeindefreizeit 2024 Teil 5 – mit Johannes Pflaum
08. September 202448:00

Johannes Pflaum Gemeindefreizeit 2024 5

Transkriptca. 37 min Lesezeit

Gut, sonst schlaft er noch schneller ein. Muss ich euch noch eine Geschichte erzählen von der Bibelschule. In einer Klasse, da hat er, oder prinzipiell hatte ein Lehrer die Angewohnheit, dass er immer am Ende vom Unterricht einen Schüler beten ließ, laut beten ließ. Und dann war einer während der Bibelschüler beim Unterricht eingeschlafen und hat von seinem Nachbarn ein Stumm bekommen, dass er wieder hochgefahren ist. und er dachte, der Unterricht wäre vorbei und er sollte beten und fängt lauthals an zu beten, aber das war mitten im Unterricht und der Lehrer hat ganz groß geguckt, was mit ihm passiert ist. Der hat plötzlich laut im Unterricht zum Beten angefangen. Also wenn einige von euch heute Abend den Kopf absenken, dann sage ich Amen. Wenn die Köpfe alle wieder oben sind, dann machen wir weiter, machen wir das so. Da drüben liegt noch das Buch, ist Jesus Christus Gott. Für manche vielleicht gar keine Frage, aber das ist entstanden aufgrund meines ersten Besuches in Israel vor 26 Jahren. Und da bin ich auf eine Gruppierung gestoßen, die nennt sich messianisch und die läden die Gottheit Jesu ab und sagen, ja, das sei eine heidnische Lehre, dass Jesus Gott ist und drei Einheiten, das sei eine heidnische Lehre und so weiter. Und am Anfang, da staunt man dann erstmal, wenn man das hört. und es ist dann von Israel übergeschwappt. Nach Deutschland in Gemeinden bin ich denen immer wieder begegnet. Also das ist nur eine Gruppierung. Die meisten messianischen Gemeinden sehen das ganz klar von der Bibel her, dass Jesus Gott ist. Und ja, das Jüdische sei das Ursprüngliche, das Andere sei aus dem Heidentum. Aber wir müssen immer fragen, was lehrt die Bibel? Und die Bibel ist so deutlich, dass Jesus Gott ist. Die Bibel ist auch deutlich in Bezug auf die Dreieinheit, auch wenn der Name hier in der Bibel vorkommt. Und es ist der Hintergrund von dem Buch, ist Jesus Christus Gott. Und es kann euch auch eine Hilfe sein, wenn ihr mit Zeugen Jehovas zu tun habt. Also ich habe dann gehört in Sachsen von Zeugen Jehovas, die zum Glauben gekommen sind und die dann dieses Buch gelesen haben. Ich wusste es nicht, aber ich habe es dann gehört, dass es ihnen eine große Hilfe war, weil sie lehnen ja ab, dass Jesus Gott ist. Sondern Gottes Sohn, ja, aber Jesus ist nicht Gottes zu dem Buch hier. und dann bei dem kleinen Weihnachtsbüchlein, ich werde als gefragter Einstieg, frohes Fest, von einer Familie, von einem Ehepaar, wo es am 24. wieder Streit gab und dann sind die ganzen Weihnachtsgeschenke rausgeflogen zum Fenster auf den Gehweg und sie haben sie dann wieder eingesammelt und das Fest war dann etwas in gedrückter Stimmung und viele meinen, das sei eine konstruierte Geschichte als Einstieg, Aber das ist keine konstruierte Geschichte, das hat sich tatsächlich ereignet in einer süddeutschen Großstadt. Das ist nur zur Information, also das ist nicht irgendwas, was ich mir erdacht habe, dass ich da einen guten Einstieg habe für das Büchlein, frohes Festfragezeichen, sondern das ist eine wahre Geschichte, weil manche haben gedacht, das kann gar nicht wahr sein. Aber das ist tatsächlich wahr, was da drin steht. Gut, wir machen weiter mit dem Leben von Mose. und wir waren das letzte Mal beim goldenen Kalb stehen geblieben. Nein, das war das vorletzte Mal, seine Abhängigkeit. Das letzte Mal bei Moses Demut in Förder Mose 12. Und wir gehen jetzt 2. Mose 40 in ein Kapitel, das wahrscheinlich nicht so viel Beachtung findet und über das man nicht so viel spricht. und da geht es um die Einrichtung der Stiftshütte dann in der Wüste. 2. Mose 40 und ich lese von Vers 16 bis Vers 33. 2. Mose 14, Vers 16, da ist zunächst nochmal die Weihe Salböl der Stiftshütte, bevor die Einrichtung kommt. und Mose tat es nach allem, was der Herr ihm geboten hatte. So tat er es. Und es geschah im ersten Monat, im zweiten Jahr, am ersten des Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet. Und Mose richtete die Wohnung auf und setzte ihre Füße hin und stellte ihre Bretter auf und setzte ihre Riegel ein und richtete ihre Säulen auf. und er breitete das Zelt über die Wohnung und legte die Decke des Zeltes oben darüber, so wie der Herr Mose geboten hatte. Und er nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stange an die Lade und legte den Deckel auf die Lade oben drauf und er brachte die Lade in die Wohnung und hängte den Scheidevorhang auf und verdeckte die Lade des Zeugnisses, so wie der Herr Mose geboten hatte. Und er setzte den Tisch in das Zell der Zusammenkunft an die Seite der Wohnung nach Norden, außerhalb des Vorhangs und er richtete darauf eine Brotschicht zu vor dem Herrn, so wie der Herr Mose geboten hatte. Und er stellte den Leuchter in das Zell der Zusammenkunft dem Tisch gegenüber an die Seite der Wohnung gegen Mittag. Und er zündete die Lampen an vor dem Herrn, so wie der Herr Mose geboten hatte. Und er stellte den goldenen Altar in das Zell der Zusammenkunft vor den Vorhang und räucherte darauf wohlriechendes Räucherwerk, so wie der Herr Mose geboten hatte. Und er h den Eingangsvorhang zur Wohnung auf und den Brandopferaltar stellte er an den Eingang der Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft und er opferte darauf das Brandopfer und das Speisopfer so wie der Herr Mose geboten hatte Und er stellte das Becken zwischen das Zelt der Zusammenkunft und den Altar und tat Wasser hinein zum Waschen und Mose und Aaron und seine Söhne wuschen daraus ihre Hände und ihre Füße. Wenn sie in das Zell der Zusammenkunft hineingingen und wenn sie zum Altar traten, wuschen sie sich, so wie der Herr Mose geboten hatte. Und er richtete den Vorhof auf rings um die Wohnung und um den Altar und hängte den Vorhang des Tores des Vorhofs auf und so vollendete Mose das Werk. Ein scheinbar wenig spektakulärer Abschnitt, bei dem man vielleicht sogar fragt, warum steht es jetzt noch in der Bibel, die Einrichtung der Stiftshütte so genau beschrieben. Aber ihr habt wahrscheinlich schon etwas gemerkt, als ich vorgelesen habe, dass es in diesem Abschnitt um etwas sehr Wesentliches geht. Wir leben ja in einer Zeit, in der der Ruf nach begabten Führungspersonen laut wird. Ich habe vor einigen Tagen gesprochen von schnellen Erfolgen, die man wünscht und man wünscht sich auch begabte Führungspersonen. Politik, Wirtschaft, sportlichen Bereich, Berufsleben und man sucht heute oft nach Personen, die kreative Ideen haben. Und man erwartet von solchen Führungspersonen, dass sie ständig neue Impulse geben können. In der Arbeit oder auch an anderen Stellen. Und man sucht nach Menschen, die eigenständige Visionen entwickeln können, Vorstellungen entwickeln können und die dann auch noch so begabt sind, dass sie andere mitreißen können, dass sie andere für ihre Vorstellungen, für ihre Visionen, wie man das nennt, begeistern können, für ihre Ideen. Und ich habe euch gesagt, Politik, Wirtschaft, Sport, aber dieses Denken prägt auch mehr und mehr die Christenheit. Und oft stellt man sich genauso begabte Gemeindeältesten vor oder Gemeindeleiter oder Pastoren. Also Männer, die ständig neue Impulse geben, die ständig von neuen Ideen sprudeln, wenn ich es mal so sagen darf, die den christlichen Laden gut am Laufen halten. Und dann sollen sie noch andere begeistern können für ihre Ideen, die sie haben und sollen die mitreißen können. Und von unseren Wunschvorstellungen, die wir diesbezüglich haben, sind wir all so überzeugt, dass wir gar nicht fragen, ob das auch wirklich dem Wort Gottes entspringt und damit übereinstimmt oder ob wir mit unseren Vorstellungen und Wünschen mehr und mehr auch ein Spiegelbild des Zeitgeistes wird, der uns umgibt. Jetzt haben wir bei Moses schon gesehen, eine der größten geistlichen Vorbilder. Ein Mann, der eine der größten verantwortlichen Führungsaufgaben hatte, 1,5 Millionen bis 2 Millionen Israeliten, 40 Jahre durch die Wüste zu führen. Die erste Generation starb dann ja, aber die zweite Generation war nachgekommen. Ein Mann, der von Gott berufen und gebraucht wird. Und wenn wir sein Leben genau unter die Lupe nehmen, da befürchte ich, dass es unseren heutigen Vorstellungen, das was ich gerade gesagt habe, dass es dem so gar nicht entspricht. Und dass Mose wahrscheinlich in einigen Gemeinden durchgefallen wäre, wenn man ihn als Ältesten berufen hätte oder als Ältesten vorgeschlagen hätte oder als Pastor oder sonst etwas. Ich habe das mal gehört, wird erzählt von einer Gemeinde, die haben auch einen neuen Pastor gesucht und keiner war gut genug. Also jeder, der sich beworben hat, haben sie irgendwas gesehen, der im Gespräch war und haben gesagt, nein, das ist nicht gut genug für unsere Gemeinde, das kann es nicht sein. Und dann hat einer der Verantwortlichen, als es wieder eine Sitzung war, hat er gesagt, er hat nochmal ein Bewerbungsschreiben bekommen von einem Pastor, der gern zum Dienst in die Gemeinde kommen würde. Und dann hat er angefangen vorlesen. Hat der Pastor gleich geschrieben, ja, er muss ihnen sagen, er hat keine so große Redegabe. Andere sind viel rhetorischer bei ihren Predigten. Und in seinem bisherigen Dienst hat er erlebt, dass seine Berufung immer wieder bezweifelt wurde. Ob er überhaupt die Berufung zu einem Ältestenamt, zu einem Pastorenamt hat. Und dazu kommt, dass er sehr schwächlich ist, dass er ab und zu krank wird und in seinem Dienst aussetzen muss. und dass er in der Vergangenheit Probleme gehabt hat mit verschiedenen Gemeinden, in denen er gedient hat. Und es kamen noch einige Sachen. Und er hat seinen Brief zusammengeklappt, die anderen haben den Kopf geschüttelt und haben gesagt, kommt gar nicht in Fragen. Dann hat er gesagt, es tut ihm leid, aber er hat nur mal zusammengeschrieben aus den Briefen des Apostel Paulus, was der Apostel Paulus alles in seinem Dienst erlebt hat. Versteht ihr? Und dann waren die anderen sehr still gewesen. Man hat oft so Vorstellungen, wie dann ein Pastor ein Ältester sein muss und fragt gar nicht, stimmt das mit dem überein, was uns die Bibel in diesem Zusammenhang sagt. Mose war nicht der Mann, der nur so von kreativen Ideen sprudelte. Ich habe absolut nichts dagegen wenn jemand kreativ ist aber es ist ein geistliches Kriterium ist die Frage Mose war nicht der Mann der st kreative Ideen hatte der st neue geistliche Impulse setzen und dann auch das ganze Volk begeistern konnte Ihr wisst, es war oft umgekehrt. Er hat dem Volk auch nicht ständig eine neue Vision vor Augen stellen können, eine Idee, dass sie wieder fröhlich weitergezogen sind und seine Führung anerkannt hätten. Sie ließen sich wenig mitreißen auf dem Weg ins freies Land. Aber dafür hat seine Leidenschaft eben einen Zug, der ganz unspektakulär war in unseren Augen. Aber der ganz wichtig ist und das haben wir gelesen in unserem Abschnitt. Das kommt schon in Vers 16 bei der Fertigstellung der Stiftshütte, dem Priestertum, alles was damit zusammenhängt. und Mose tat es nach allem, was der Herr ihm geboten hat, so tat er es. Dann lesen wir von der Einrichtung der Stiftstätte und siebenmal, und sieben ist ja die göttliche Vollzahl, siebenmal kommt in diesem Abschnitt vor und Mose tat, wie der Herr es geboten hatte. Es wird siebenmal betont in diesem Abschnitt. Und auch an anderer Stelle, wo es um Moses geistliche Führungsaufgabe geht, finden wir diese Betonung. Mose handelte immer wieder ganz neu danach, was der Herr geboten hatte und was er ihm gesagt hatte. Nicht großartige Ideen und Pläne und spektakuläre Aktionen, sondern schlichter Gehorsam gegenüber dem, was er gesagt hat, war ein Kennzeichen, ein Charakterzug von Mose gewesen. Und das erste heute Abend Moses Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes. Ihr habt es schon gehört, ganz besonders wird es beim Bau der Stiftshütte und dann auch in unserem Text bei der Einweihung der Stiftshütte hervorgehoben. Nun, da müssen wir uns immer vor Augen halten, was war die Stiftshütte? Die Stiftshütte war nicht irgendein Bauwerk, das halt irgendwie zu den Israeliten dazugehört hatte, sondern sie hat eine ganz zentrale Bedeutung für das Volk gehabt. In 4. Mose 3 lesen wir dann ja auch, wie die Stämme Israels rund um die Stiftshütte gelagert waren, die zwölf Stämme Israels. Also sie stand im Zentrum und die Stiftshütte wurde später durch den Tempel ersetzt und sie war der Ort der Gegenwart Gottes. und der Ort, an dem die Priester dem Herrn gedient haben, an dem sie ihn angebetet haben und auch das Volk seinem Gott geopfert und ihn angebetet hatte. Und das lesen wir in Vers 38 in unserem Kapitel. Ich habe bis Vers 33 gelesen. Denn die Wolke des Herrn war am Tag auf der Wohnung und in der Nacht war ein Feuer darin vor den Augen des ganzen Hauses Israels auf all ihren Zügen. Also die Stiftsüte der Ort, an dem Gott seine Gegenwart verheißen hat. Kleine Anmerkung dazu, ganz großer Unterschied zwischen vielen anderen Unterschieden vom Islam zum lebendigen Gott der Bibel. Im Islam, der Gott des Islams, ich sage jetzt nicht, er ist eigentlich kein Gott, Aber Allah, der thront weit entfernt in seinem Himmel. Und auch das, was die Moslems in der Paradies verstehen, das ist Allah nicht. Der ist weit entfernt in seinem Himmel. Und es ist das Einzigartige, der lebendige Gott wohnt mitten unter seinem Volk und nicht weit entfernt irgendwo von allem enthoben. Eben, das war die Bedeutung der Stiftshütte. Und jetzt ist das Interessante, weil die Stiftstüte eine so zentrale Bedeutung hatte, wurde sie bis ins Detail von Gott geoffenbart, wie sie gebaut werden soll. Nicht so ein paar Eckdaten für Mosebau, mal ein Gebäude so lang und so hoch und so breit und mal einen Vorhof außenrum und dann überleg dir mal, wie du das schön ausschmücken kannst oder sonst irgendwas. Sondern dieser zentrale Ort wurde von Gott bis ins Detail geoffenbart. Warum? Nur so konnte ein heiliger Ort entsprechen, indem Gott auf der ihm entsprechenden Weise angebetet werden konnte. Nur indem der Herr bis in die Details hinein alles geoffenbart hat. Ich habe das schon mal kurz erwähnt in diesen Tagen, wohin das Volk kam, als sie sich einen Ort der eigenen Anbetung gemacht haben, nach ihren eigenen Vorstellungen. Das war der Tanz ums goldene Kalb. Und Aaron hat ja gesagt, das sind die Götter, die sie aus Ägyptenland geführt haben. Eben, das war ja Vermischung. Lebendiger Gott mit dem Götzendienst Ägyptens. Und deshalb dieser zentrale Ort von Gott bis ins Detail geoffenbart. Nur so kann er auf der ihm entsprechenden Weise angebetet werden. Oder denkt an die beiden Söhne Aarons, dann bei der Einweihung der Stiftshütte 3. Mose 10, die eigenes Feuer auf den Altar brachten und da hat Gott seine Heiligkeit gezeigt. Das war nicht so, wie der Herr Feuer geben wollte, denn sie waren auf der Stelle tot. Da hat er deutlich gemacht, ich bin ein heiliger Gott und ich kann nur auf der mir entsprechenden Weise angebetet werden und nicht irgendwie anders. Oder denkt sp an David als er die Bundeslade zur holt denn David hat es so gut gemeint Und er hat ihn auf einen Wagen stellen lassen die Bundeslade sollte getragen werden Wir w sagen es kommt doch nicht so drauf an Und dann kam der Wagen etwas ins Wackeln und Usa wollte die Bundeslade stützen und ist auf der Stelle tot umgefallen. Und da ist ja David, der Mann nach dem Herzen Gottes, durch und durch erschrocken, hat sich gebeugt vor dem Herrn. Und als sie dann die Lade tatsächlich zurückgeholt haben, nachdem sie nochmal einen Zwischenrast hatte, wurde sie getragen, so wie es der Herr in seinem Wort gesagt hatte, und eben nicht auf einen Wagen geladen, wenn das auch alles gut gemeint war, und dann nach Jerusalem gebracht. Der Herr offenbarte Mose den Plan für die Stiftshütte bis ins kleinste Detail. Und es war Moses geistliche Größe, dass er alles genau nach dem Plan des Herrn ausführte. Und Mose verzichtete auf eigene Vorstellungen und Ideen. Und stattdessen handelte er im schlichten Gehorsam. Wir haben es gelesen bei der Herstellung der Stiftshütte, bei der Einrichtung der Stiftshütte. Immer wieder heißt es, wie der Herr es Mose geboten hatte. auch bei der Reihenfolge der Einrichtung, erhielt sich genau an das, was der Herr gesagt hatte. Ich zitiere dazu, C.R. McIntosh, er hat in seinem Kommentar geschrieben, es gibt viele Dinge in der Geschichte Israels, die wir mit allem ernst zu vermeiden suchen sollten. Zum Beispiel ihr ungeduldiges Murren, ihre gesetzlichen Gelübde, ihre Abgötterei. Aber in der Wohnung für den Herrn und in dem unbedingten Gehorsam bei der Arbeit am Haus Gottes sollten wir ihre Nachahmer sein. Also Moses schlichter Gehorsam wird beim Bau, bei der Einrichtung der Stiftshütte erwähnt. Ich nenne euch nur noch ein paar andere Beispiele aus der Wüstenzeit. Es gibt noch viel mehr Stellen, wo das erwähnt wird. Noch ein paar andere Beispiele. 2. Mose 7, als die Gerichtsplagen in Ägypten begannen, Vers 10, da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und machten es so, wie der Herr es geboten hat. Von Anfang an war das bei Mose da gewesen. 3. Mose 8, Vers 4, eben als Aaron und seine Söhne für den priesterlichen Dienst geweiht wurden und Mose tat, wie der Herr ihm geboten hatte. und wir lesen dasselbe, als die Rote Korach sich gegen das Aaronitische Priestertum erhoben hat und am Ende, nachdem der Herr das Aaronitische Priestertum bestätigt hat und an die Rote Korachs gerichtet wird, lesen wir in 4. Mose 17, Vers 26 Und Mose tat das, wie der Herr ihm geboten hatte, so tat er es. Und in Förder Mose 27, als Joshua als Nachfolger Moses eingesetzt wurde, heißt es wieder Vers 22, und Mose tat es, wie der Herr ihm geboten hatte. Es gibt noch viel mehr Stellen, aber da seht ihr, das war ein Kennzeichen seines Charakters, seines Dienstes. Er war ein maßgeblicher geistlicher Charakterzug, über den wir oft so leicht hinweglesen oder das nur am Rand erwähnen. Und wie wichtig dieser schlichte Gehorsam gegenüber dem war, was der gesagt hat, das findet ihr an einem anderen Beispielführer in Israel. Und ich habe ihn schon einmal erwähnt in diesen Tagen an Saul. Saul, ein Mann, der scheinbar wunderbare Ideen hatte. Der scheinbar immer einen Impuls setzen konnte, der ihn packte. Und er verstreckte dann den Bann an allen Amalekittern bis auf den König Agag und an allen schwächlichen Tieren. Aber die besten Tiere der Amalekito und die kräftigen Tiere ließ er am Leben, um sie Gott zu opfern. Aber jetzt kommt das Entscheidende. Der Herr freute sich nicht an diesem scheinbaren Geschenk. Er hat es auch nicht anerkannt, dass er die stärksten Tiere am Leben ließ, um sie dem Herrn zum Opfern. Stattdessen sagt er in 1. Samuel 15, sagt Samuel zu ihm in Vers 22 bis 23, Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Witter. Denn Widerspenstigkeit, wir können auch übersetzen, Ungehorsam ist eine Sünde wie Wahrsagerei und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Wenn wir Abgötterei und Götzendienst hören, völlig zu Recht, dann kriegen wir vielleicht Gänsehaut, Okkult, esoterisch und so weiter und alles ist auch richtig. Ich möchte es ja nicht verarmlosen. Aber Samuel sagt, Ungehorsam ist eine Sünde wie Wahrsagerei und Widerstreben wie Abgötterei und Götzendienst. Und damit das Zweite der Gehorsam gegenüber Gottes Wort in unserem persönlichen Leben. Wir haben einen Charakterzug, der ganz ähnlich ist wie Saul. Was meine ich damit? Wir neigen oft dazu, großartige Dinge für unseren Herrn vollbringen zu wollen und übersehen dabei, welch großen Stellenwert der ganz einfache Gehorsam seinem Wort gegenüber in den Augen unseres Herrn hat. Ich schlage euch eine Stelle auf aus dem Neuen Testament, Johannes 14 von Vers 21 bis 24 aus der Abschiedsrede unseres Herrn.

Johannes 14, Abvers 21. Und er sagt, unser Herr, wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. Judas, nicht der Iskariot, spricht zu ihm her. Und was ist geschehen, dass du dich selbst uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm, wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten. Und mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, hält mein Wort nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht meines, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Ganz wichtig in diesem Abschnitt ist die Triebkraft oder die Motivation für den Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Und ihr habt es gemerkt, der Herr spricht hier von Liebe. Wer mich liebt, der hält mein Wort und so weiter. Und der Gehorsam zu Christus hat dann die richtige Triebkraft, wenn er dieser Liebe entspringt. Die Liebe und die Furcht des Herrn, das sind wie zwei Stangen, die eine Wäscheseile festhalten, wenn er dieser Liebe entspringt. Und ich sage euch dazu, diese Liebe hat niemand von Natur aus. Paulus sagt uns, die Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen als für gläubig worden, durch den Heiligen Geist. Also diese Liebe geht nur durch das neue Leben, durch die Liebe Gottes, die in unser Herz ausgegossen ist. Wir Menschen stehen immer in der Gefahr, aus anderen Gründen uns zu bemühen, Gottes Wort zu befolgen. Der Gehorsam gegenüber Gottes Wort erscheinbarer Gehorsam kann Selbstgerechtigkeit als Grundlage haben. Wir versuchen Gottes Wort zu befolgen, um uns zu beweisen vor dem Herrn, um anderen zu beweisen, wie geistlich wir sind und wie fromm wir sind und wie vorbildlich wir sind. Das Ergebnis ist da nicht echter Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes, sondern geistlicher Hochmut. Und auf der anderen Seite kann das auch in die geistliche Depression führen. Oft ist dann der Versuch des Gehorsams nicht mit der Liebe zum Herrn und der Furcht des Herrn verbunden, eben Sprüche. Furcht des Herrn ist der Anfang aller Weisheit, sondern mit der knechtischen Furcht. Und die knechtische Furcht handelt nicht auf Grundlage der Gnade, sondern sie will sich immer selbst Punkte bei Gott verdienen. Das ist die knechtische Furcht. Ich mich selbst beweisen, ich selbst etwas dazu verdienen. Und da ist noch etwas wichtig. Im Spiegel der Bibel erkenne ich, dass ich selbst gar nicht zum Gehorsam gegenüber Gottes Wort fähig bin. Und Paulus schildert uns diesen Kampf in Römer 7. Das Gute, was ich will, das tue ich nicht. Und das Schlechte, was ich nicht will, das tue ich. Da haben wir den Kampf zwischen Geist und Fleisch. Nur Christus in mir kann diesen Gehorsam bewirken, nicht als Teil meiner Rechtfertigung. Wir werden allein aus Gnaden gerettet, auch nicht als ein menschliches Zusatzwerk, das zur Errettung beitragen kann, sondern als Dank für das vollbrachte Erlösungsbewehr. Durch die Kraft der Gnade Gottes. Nun in Deutschland gilt die 0,8 Promille Grenze, wenn ich richtig liege, ist 0,8 oder 0,5 inzwischen. 0,5, früher war es 0,8 und dann wurde es auf 0,5 runtergesetzt. Genau, Promille Grenze, das ist völlig richtig im Straßenverkehr. Aber wenn es um die Errettung geht, da gibt es eine 0,0 Promille Grenze. Errettet werde ich allein durch die Gnade Gottes. Und ich kann mir nichts dazu verdienen. Aber die Kraft der Gnade Gottes verändert mich. Und dazu gehört auch die Liebe, die ausgegossen wurde in der Wiedergeburt in unsere Herzen. Durch den Heiligen Geist als Kennzeichen des neuen Lebens. und aus dieser Kraft heraus den Willen Gottes zu tun, darum geht es. Paulus schreibt die bekannte Stelle in Philipper 2, Vers 12 bis 13. Daher meine Geliebte, wie ihr alle Zeit gehorsam gewesen seid, nicht nur wie in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen. Kleine Anmerkung, mit dem Gehorsam der Philippa meint Paulus nicht den Gehorsam gegenüber ihm und seinen menschlichen Vorstellungen, sondern gegenüber dem Herrn und seinem Wort. Er war ja Apostel, der das Wort Gottes geoffenbart bekam. Gehorsam gegenüber Menschen und dem Herrn kann durchaus deckungsgleich sein. An den Stellen, wo die Bibel davon spricht und dies verlangt. Aber wehe, wenn wir den Gehorsam gegenüber dem Herrn für andere Menschen nur als Vorwand gebrauchen, um sie unseren eigenen Meinungen und Vorstellungen gefügig zu machen. Dann wird es gef Der Gehorsam ist ein Kennzeichen des neuen Lebens Wir haben es gelesen wer mich liebt h meine Gebote Und deshalb führt die Erkenntnis der Gnade Gottes dazu, dass wir unser Heil mit Furcht und Zittern bewirken sollen. Und da sind wir jetzt willentlich angesprochen. Ich habe vorhin gesagt, wir können aus uns selbst heraus gar nicht gehorsam sein. Dazu brauchen wir die Kraft der Gnade Gottes. Gott selbst ist es, der sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen bewirkt. Das ist der Grund, warum ich ihn so brauche. Und je länger man in der Nachfolge steht, dann merkt man das umso mehr, wie sehr man auf den Herrn und die Kraft seiner Gnade angewiesen ist, um ihm gehorsam zu sein, um ihn zu ehren. und Philipp Friedrich Hiller hat diese Spannung so wunderschön in seinem Lied zum Ausdruck gebracht. Ich liebe dieses Lied so aus dem Altpietismus. Ich will streben nach dem Leben, wo ich selig bin. Versteht ihr? Jetzt kommt willentlich im ersten Vers. Ich will streben nach dem Leben, wo ich selig bin. Bewirkt euer Heil mit furchteten Züdern. Und dann heißt es in einer späteren Strophe, Du musst ziehen, mein Bemühen ist zu mangelhaft. Genau diese Erkenntnis, wir können es aus uns heraus. Und in der letzten Strophe heißt, dort wird es tönen bei dem Krönen, Gott ist, der es schafft. Versteht ihr, da habt ihr die ganze Spannung willenlich angesprochen. Ich will streben nach dem Leben, du musst sehen, mein Bemühen ist zu mangelhaft. Und am Ende, dort wird es tönen bei dem Krönen, Gott ist, der es schafft. Nur er kann das Wollen und das Vollbringen schenken. Und ganz wichtig in unserer heutigen Zeit, der Gradmesser unserer Liebe zu Christus, ist nicht unser Gefühlsleben. Das sind nicht die erhabenen Emotionen, die wir vielleicht haben beim Singen unserer Lieblingslieder. Natürlich, Musik hat auch etwas mit Emotionen zu tun, aber es ist nicht der Gradmesser. auch nicht die salbungsvolle Gebete, mit denen wir unsere Liebe zu Christus beteuern. Sondern der Gradmesser unserer Liebe zu Christus ist der ganz schlichte Gehorsam gegenüber ihm und seinem Wort. Eben, dann sitzen wir noch in einer Gebetsstunde, vielleicht wunderbare Atmosphäre und dann beten wir, Herr, du weißt, wie ich dich liebe und ich habe dich so lieb, Herr, und so weiter. Oder am Ende heißt es dann, wer hilft noch beim Aufräumen? Dann versteht ihr, dann ist die Liebe schon ganz schnell verflogen. Versteht ihr, der Gradmesser unserer Liebe, das sind nicht unsere Gefühle, unsere Dinge, die wir sagen, sondern gehen um einen ganz schlichten Gehorsam gegenüber dem Herrn und seinem Wort. Und viel öfters, wie wir wahrscheinlich meinen, beginnt das in den Niederungen des Alltags. Gehorsam gegenüber dem Herrn und seinem Wort. Und nicht in bestimmten Einzelfragen. die auch ihre Berechtigung haben. Und wie viel sprechen die Briefe von unseren geistlichen Charakterzügen im Umgang miteinander, einander lieben, einander höher achten als uns selbst. Wie viel redet die Bibel von der Christusähnlichkeit in unserem Reden, Denken, dem bibelgemäßen Umgang mit Sorgen, mit Nöten, mit Feindschaft, mit Hass, der uns entgegenschlägt. Und wie oft fällt uns gerade in diesen schlichten alltäglichen Dingen der Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Und vielleicht sind es die Dinge, die uns oft so selbstverständlich erscheinen, die viel wichtiger sind wie für unser geistliches Leben, auf die wir gar kein so großes Augen mehr geben, wie irgendwelche besondere Fragen. Moses Kennzeichen war, er handelte im schlichten Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes. Und ich füge euch das an, das sind nicht Dinge, die man dann einmal abhaken kann, sondern immer wieder neu, eben haben wir noch unser Fleisch, da gilt es immer wieder neu in diesem Kampf zu stehen und diese Dinge dann auch geistlich gesehen durchzukauen. In 2. Timotheus 3, 16, 7, da steht ein ganz bekannter Vers für die Verbalinspiration der Bibel. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit jeder Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet. Das heißt mit anderen Worten, die Bibel genügt für alle Bereiche unseres Lebens und unserer Nachfolge, wo es um geistliche Charaktereigenschaften geht. Und durch den Gehorsam Christus und seinem Wort gegenüber werden wir für jedes gute Werk ausgerüstet. Dabei brauchen wir uns nicht den Kopf über Bibelstellen zu zerbrechen, die wir noch nicht verstehen. Viel wichtiger ist schlichter Gehorsam gegenüber dem, was wir klar aus Gottes Wort erkannt haben. Am Ende der Offenbarung, Kapitel 22, 18 bis 19, da steht, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört. Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind. Und wenn jemand von dem Wort des Buches dieser Weissagung wegnimmt so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt von denen in diesem Buch geschrieben steht Da sehen wir zwei gro Gefahren und die h mit dem pers Gehorsam zusammen Auf der einen Seite dazutun zum Wort Gottes und auf der anderen Seite hinweglassen vom Wort Gottes. Hat Gott wirklich gesagt? Ist es wirklich so zu verstehen? Und er findet das in gewisser Weise auch zur Zeit Jesu. Denkt an die Pharisäer mit ihren ganzen Zusatzgeboten, hinzutun zum Wort Gottes. Und der Herr muss ihnen sagen, ihr übertretet das Wort Gottes um eurer Satzungen willen, um ihre zusätzlichen Gesetze, die sie gemacht haben. Und dann waren da die Sadduzeern, die haben Dinge weggelassen vom Wort Gottes. Die haben nicht an die Auferstehung geglaubt. Die haben nicht an Engel geglaubt. Und der Herr musste ihnen sagen, ihr irrt, weil ihr die Schrift nicht kennt. Weder die Schrift noch die Kraft Gottes in diesem Zusammenhang. Das ist die große Gefahr, hinzutun Dinge, die gar nicht dastehen. Und auf der anderen Seite Gottes Wort zu relativieren und hinweglassen von Gottes Wort. Und ganz wichtig, dass wir in der Nachfolge lernen, schlichter Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes, wie das Mose getan hat und so, wie das dasteht. In 1. Korinther 4, Vers 6 schreibt Paulus, Dies aber, Brüder, habe ich auf mich und Apollos bezogen um euretwillen, damit ihr an uns lernt, nicht über das hinaus zu denken, was geschrieben ist. damit ihr euch nicht aufbläht für den einen gegen den anderen. Hinzufügen macht immer von Menschen und ihrer Erkenntnis und nicht von Christus und seinem Wort abhängig. Und da gilt auch das Wort angewendet aus Kolosser 2, 8. Seht zu, dass niemand euch einfange durch die Philosophie und lehren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christusgemäß. Es geht ganz einfach um unseren schlichten Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Und so werden wir auch mehr und mehr umgestaltet in das Bild Christi. Das große Ziel, das der Herr mit jedem seiner Kinder hat. Wir kommen zum dritten der Gehorsam gegenüber Gottes Wort im Leben der Gemeinde Jesu. Ich habe euch gesagt, die Stiftshütte, der von Gott erwählte Ort seiner Gegenwart unter seinem Volk, später der Tempel. Ort der Anbetung und des Dienstes der Priester. Und damit ist uns ein Bild gegeben für die Gemeinde als geistlichen Tempel. wie wir sie im Neuen Testament finden. Und dazu zitiere ich nochmals C.H. McIntosh, wenn es den Menschen überlassen worden wäre, nur einen einzigen Pflock zu machen, also bei der Stiftshütte, so wäre dieser Pflock nach dem Urteil Gottes sicher nicht an der richtige Stelle gekommen. In 2. Mose 32, geben goldenes Kalb, können wir sehen, was der Meisel des Menschen hervorbringt. Gott sei Dank, er fand keinen Raum in der Stiftshütte. Die Israeliten tat in dieser Sache genau das, was ihnen geboten worden war, nichts mehr und nichts weniger. Und dann schreibt er, das ist eine heilsame Lehre für die bekennende Kirche. Wenn wir jetzt ins Neue Testament gehen, dann ist uns in den Lehrbriefen alles gegeben, was wir wissen müssen über das geistliche Wesen der Gemeinde Jesu. Nun, wir müssen uns im Klaren darüber sein, solange wir auf dieser Erde sind, gibt es keine vollkommene Gemeinde, gibt es keine sündlose Gemeinde, perfekte Gemeinde, wo alles genau so wäre, wie es sein soll. Und Spurgeon hat einmal gesagt, wird von ihm erzählt, Wenn es die vollkommene Gemeinde gibt, dann ist sie nicht mehr vollkommen, wenn ich zu ihr stoße. Es war sehr viel Selbsterkenntnis. Es gibt diese vollkommene Gemeinde nicht auf dieser Erde im Sinn von sündlos. Jetzt kommt das andere. Das darf aber niemals ein Argument sein, dass wir dem von Gottes Wort Erkanntem nicht gehorsam sind. Da kann man es sich ja bequem machen, kann man sagen, oh, das sollte eigentlich so sein, aber es gibt ja keine perfekte Gemeinde auf dieser Erde, dann ist es nicht so wichtig. Also das darf nie ein Argument dafür sein. Und je mehr die örtliche Gemeinde Jesu dem Bauplan von Gottes Wort entspricht, natürlich haben wir in manchen Fragen auch Freiheit, dass man so oder so tun kann, aber je mehr die örtliche Gemeinde dem Bauplan von Gottes Wort entspricht, umso mehr wird Christus dadurch geehrt und verherrlicht werden. Und durch allen Ungehorsamen gegen Gottes Wort, sowohl durch Hinweglassung wie auch durch Zusätze zum geistlichen Wesen der Gemeinde Jesu, verunwehren wir nicht nur Christus, sondern schaden auch dem geistlichen Leben. Nun, wir leben in einer Zeit, in der oft nicht mehr die Gestalt des Wesen der Gemeinde in der Bibel gefragt ist, sondern was stelle ich mir in der Gemeinde vor, wie hätte ich gern Gemeinde. Und dann geht es um unsere menschlichen W und es geht um unsere menschlichen Bed Vielleicht gibt es ein paar Eckdaten es muss um Jesus gehen um die Bibel gehen Gemeinschaft ist wichtig Liebe untereinander Aber ansonsten geht es darum, wie stelle ich mir Gemeinde vor? Und was würde ich gern in der Gemeinde sehen? Wünsche, Bedürfnisse von uns Menschen. Eben, oder es geht dann um bestimmte Strategien, wie können wir wachsende Gemeinden machen und so weiter. Natürlich gibt es auch Strategien, die wir aus der Bibel ableiten können. Aber ich nenne euch jetzt ein Beispiel an dieser Stelle. Ich war in einem freikirchlichen Gemeindeverband in der Schweiz tätig, die ersten Jahre, als wir in der Schweiz waren. Und dieser Gemeindeverband hat in den 70er und 80er Jahren geistliches Wachstum erlebt. Da sind neue Gemeinden entstanden in katholischen Gebieten, in Gebieten, wo bisher keine Gemeinden waren und so weiter. Der Herr hat einfach Wachstum geschenkt. Da war Erweckung da gewesen. Und auch noch eine gute Ausrichtung am Wort Gottes. Und dann dachte man, man könnte aus dem Wachstum ein Konzept machen. Ganz interessant. Und dann kam das Konzept Gemeinde 2000. Bis ins Jahr 2000 wollten wir die Mitgliederzahl der Gemeinden verdoppeln. Natürlich mit Gottes Hilfe. Wird ja alles fromm gemacht. Aber ihr versteht, was ich meine. Dann kam das Konzept 2000. Und das Konzept 2000 wurde nie erreicht. Mit diesem Konzept gab es plötzlich einen Knick, wo das Wachstum vorbei war. Und dann wurde das Konzept noch 2000 plus genannt, nachdem man merkte, man erreicht es nicht. Und eines Tages wurde es stillschweigend beerdigt. Da hat niemand mehr davon gesprochen, weil es gab kein Wachstum mehr, sondern das Leben hat immer mehr stagniert. Versteht ihr, wir meinen, wir können Dinge machen und wir können Gott in den Griff kriegen. Wir wollen um Wachstum beten und alles, wenn wir das so und so und so und so machen und dann wächst die Gemeinde so und so, dann wird es immer sehr gefährlich. Das Wichtigste ist, dass die örtlich versammelte Gemeinde das Wesen Gottes widerspiegelt, das Christus für sie bestimmt hat und das er in sie hineingelegt hat. Eben, man macht Zusätze, Gemeinde nach den eigenen Vorstellungen, das ist das eine. Aber es gibt auch das andere, dass man Gottes Wort so umdeutet und hinbiegt, um die eigenen Traditionen und Gewohnheiten zu rechtfertigen. Und gar nicht bereit ist zu fragen, stimmt das wirklich auch mit dem Wort Gottes überein? Oder sind es Dinge, die sich vielleicht einfach so über lange Zeit eingeschliffen haben? Moses Kennzeichen war sein Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Und er baute die Stiftshütte genauso, wie es dem göttlichen Plan und Wesen entsprochen hat. Nun, wir haben heute auch einen ungeheuren Zerfall und Auflösungserscheinungen innerhalb der sogenannten evangelikalen Szene. Aber vielleicht, und ich sage ja bewusst vielleicht, ich spreche im Konjunktiv, könnte der Herr noch einmal neue Belebung schenken, wenn wir ihn genauso im Gehorsam wie Mose, das Leben und Wesen seiner Gemeinde ganz neu nach seinem Wort auszurichten beginnen. Nicht damit wir nachher als die großen Gemeindehelden dastehen, sondern dass er alle Ehre darüber bekommt. Und auch in Punkten, wo das Wort Gottes in Bezug auf das biblische Gemeindeleben für unsere bisherigen Gewohnheiten unbequem wird. Vielleicht manches dann korrigiert werden muss. So haben wir halt gedacht, dass es richtig ist, aber es ist wirklich so richtig. Und es geht nicht um hochtrabende Erkenntnisse, es geht nicht um menschliche Gewohnheiten, die den Ort der Gemeinde zu einem Ort der Verherrlichung Gottes machen, sondern um den schlichten Gehorsam gegenüber seinem Wort, wie wir das bei Mose sehen. Und der Weg, dass wir persönlich wieder diesen schlichten Gehorsam gegenüber Gottes Wort lernen, beginnt damit, dass wir ein eigenständiges Leben in der Bibel führen. Ich spreche jetzt nicht von eigenständigen Erkenntnissen oder besonderen Erkenntnissen. Ihr versteht, was ich meine. Darum geht es nicht. Aber dass wir selbst ein eigenständiges Leben in der Bibel führen. Um den Herrn durch unseren Gehorsam zu ehren, intensives Wachstum in der Kenntnis seines Wortes ist dafür notwendig. Und es geht darum, dass wir nicht nur Hörer des Wortes sind, sondern mit der Hilfe des Herrn Täter sind. Dass das Erkannte in unserer täglichen Nachfolge eingeübt wird. Wenn ich das mal so sagen darf. Eben das ist schon interessant. Ich habe Kontakt auch zu Personen, die an anderen Ausbildungsstellen tätig sind. Und überall hört man dasselbe. Also jetzt bei motivierten, jungen Leuten, die wirklich dem Herrn dienen wollen, ist überhaupt nicht abwertend gemeint. Aber alle sagen, die Bibelkenntnis geht immer weiter zurück in der Gemeinde Jesu. Und auch das fundierte Bibelwissen geht insgesamt, ich weiß, es ist nicht überall, also ist manchmal auch anders, geht weiter zurück. Und Dinge, die man noch vor 20 Jahren voraussetzen konnte, sind heute zum Teil nicht mehr da. Weil einfach ein persönlich verwurzeltes Leben im Wort Gottes fehlt. Das ist auch der Grund, warum ich beim EBTC mit Überzeugung dabei bin. Ich bin dort ja Gastlehrer, nicht vom EBTC angestellt. Aber das ist der Grund, warum ich jetzt seit 18 Jahren diese Veranstaltung,

Arbeit tue mit innerer Überzeugung, nicht wegen dem Namen EBTC, sondern weil das Anliegen wirklich ist, die Menschen zu einem eigenständigen Leben im Wort Gottes zu führen. Eben, und ihr habt ja einige da, die das EBTC gemacht haben, ihr könnt ruhig mal fragen, in einem Jahr durch die Bibel, das ist immer nur der Anfang. und dann in sieben Worten ein Kapitel zusammenfassen und auf einer Dreiviertelseite ein Buch. Eben, was steht da, nicht was fällt mir dazu ein oder was könnte das bedeuten. Ganz einfach, was steht da. Aber man braucht nicht das EBTC dazu. Das Wichtigste ist euer persönliches Leben mit der Bibel, dass ihr in Gottes Wort gegründet und verwurzelt seid. Da möchte ich euch so viel Mut machen. Und die Förderung des Gehorsams gegenüber Gottes Wort im Leben der Gemeinde beginnt ganz neu mit einer umfassenden Verkündigung der Heiligen Schrift. Eben, und ich spreche hier frei von der Leber, ich kenne eure Gemeinde nicht näher, dann darf man immer frei sprechen in diesem Zusammenhang. Aber es gibt Gemeinden, da gibt es nur Lieblingsthemen. Da wird ständig über die Psalmen gebetet oder wird ständig über das Matthäusevangelium gebetet. oder ständig irgendein anderes Lieblingsthema, das man hat. Und es geht darum, die ganze Bibel zu predigen. Natürlich geht es nicht innerhalb von ein, zwei, drei Jahren. Ich zitiere dazu aus einem Buch von John White, der hat sp dann leider eine etwas andere Weichenstellung genommen aber er hat viel erkannt gehabt Sein Buch Scheinheiliger aus den 70er Jahren Pfarrer und Prediger legt die Schrift wieder aus Scheut nicht Zeit noch M die biblischen Grunds systematisch zu lehren Hört auf mit euren Anekdoten, mit euren aktuellen Themen, mit eurem erbaulichen Geplätscher. Predigt Gottes Wort. Jeder Prediger, der die biblische Wahrheit systematisch lehrt, wird erleben, wie die Leute kommen und ihm an den Lippen hängen. Die Christen sind geistlich am Verhungern und werden von kräftiger biblischer Kost angezogen wie Bienen vom Honig. Wo Gottes Wort Beten systematisch und in geistlicher Vollmacht ausgelegt wird, lassen sich Menschen zur Buße zum Gebet und zur neuen Hingabe an ihren Herrn zurückrufen. Allerdings, das erfordert euren Glauben. Ihr selbst müsst davon überzeugt sein, dass man die Kirche nicht zum Zirkus machen muss, um die Leute bei der Stange zu halten. Und dass es nicht nötig ist, berühmte Redner von auswärts kommen zu lassen. Das Wort Gottes ist mächtig genug. Es zieht die Menschen schon selbst zu Gott. Versucht nicht immer ihm nachzuhelfen. Predigt es. Aber, und das lege ich Pfarrern und Predigern besonders ans Herz, predigt nie eine biblische Wahrheit, die eurer eigenen Erfahrung fremd ist. Gebt einer hungrigen Gemeinde nicht strohende Theorie zu essen. Betet, wenn ihr euch vorbereitet, dass Gott zuerst euch selbst den Text zur lebendigen Erfahrung macht. Seid Gott in dem, was er euch gesagt hat, gehorsam. und eure Predigten werden die Glaubw des unmittelbaren Zeugnisses ausstrahlen und nicht mehr unverbindliche theoretische Spekulation sein Predigt aus den Propheten predigt aus dem Buch Hiob predigt aus den Teilen der Bibel, über die ihr noch nie jemand gepredigt gehört habt. Predigt aus den Evangelien, predigt aus dem dritten und dem fünften Buch Mose. Schließt keinen Teil der Heiligen Schrift aus. Predigt einfach. Macht die Wahrheit so klar, dass ein Zwölfjähriger sie begreift. Predigt liebevoll und macht es euch zum Gebet, dass Gott aus eurer Gemeinde Menschen beruft, die noch bessere Prediger werden als ihr. Das sind schon Worte, die jetzt etwa 40, 50 Jahre alt sind. Mose, eines der herausragenden geistlichen Vorbilder in der Bibel. Und als er am Ende der Wüstenwanderung, als ihn sein Herr zur Seite nahm, setzte er in Gottes Auftrag Joshua an seine Stelle. Und ich habe schon oft gedacht, wie war es dem Joshua wohl zumute, diese Aufgabe von Mose zu übernehmen. In die menschlich gesehen übergroßen Fußstapfen dieses geistlichen Vorbilds zu treten, von dem es ja heißt, dass der Herr Zeichen und Wunder durch Mose gewirkt hat, wie sie später nicht mehr da waren, wie kein anderer Prophet im Alten Testament. Wie war das Joshua zum Mute, in diese Fußstapfen zu treten? Er wusste Mose hatte den Herrn erkannt wie kein anderer Prophet Das lesen wir in 5 Mose 34 Aber es war nicht Gottes Absicht, dass Joshua in falscher Weise zurückschauen sollte und angstvoll vorausschauen sollte. Das hätte seinen Dienst gelebt. Stattdessen gab der Herr ihm eine Verheißung und eine ganz schlichte Dienstanweisung, die genau mit dem zusammenhängt, was wir jetzt gesehen haben. Joshua 1, Vers 7 bis 9. Nur sei recht stark und mutig, dass du darauf achtest, nach dem ganzen Gesetz zu handeln, das mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche nicht davon ab, zur rechten noch zur linken, damit du überall Erfolg hast, wo immer du gehst. Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Munde weichen und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist. Denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen und dann wirst du Erfolg haben. Habe ich dir nicht geboten? Sei stark und mutig, erschrick nicht und fürchte dich nicht, Denn mit dir ist der Herr dein Gott, wo immer du gehst. Soweit für heute Abend. Beten wir noch miteinander? Sollen wir noch eine kurze Gebetsgemeinschaft machen? Soll ich noch beten? Was können wir machen? Machen wir eine Gebetsgemeinschaft, genau. Sollen wir aufstehen? Das bringt wieder den Blutkreislauf in Bewegung.

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