Johannes Pflaum Gemeindefreizeit 2024 4
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Guten Morgen zusammen. Noch kurz zu den Büchern. Dort liegt ein neues Buch, Befreit, Unverbittert, Kraftvoll. Und es geht um lauter Themen in der Nachfolge. Was ist das Geheimnis von einem befreiten Leben, vom neuen Leben, von einem fruchtbringenden Leben, von einem kraftvollen Leben? und auch das Kapitel, das Geheimnis eines unverbitterten Lebens. Und ich sage dazu, das ist ein Thema, über das wird oft nicht gesprochen, aber das hat in der Gemeinde Jesu viel mehr Auswirkungen, wie wir meinen, Bitterkeit. Und ich verrate nur so viel, Paulus hat die größtmöglichste Enttäuschung, die man in der Nachfolge und im Dienst erleben kann, am Ende seines Lebens erlebt. Das wird in 2. Timotheus 2 deutlich, da liest man so leicht drüber weg. Größtmöglichste Enttäuschung, die es geben kann. Und es gibt viele in Gemeinden, die sind enttäuscht von dem, was sie erlebt haben mit anderen Menschen, was sie in den Gemeinden erlebt haben. Und dann ist die Gefahr ganz groß, dass Bitterkeit wächst. Auch wenn man das offiziell nicht zugibt. Und meine Erfahrung ist die, wenn Menschen, die Schweres erlebt haben in der Gemeinde Jesus, sagen, ja mit Bitterkeit habe ich kein Problem, dann ist die Bitterkeit oft am größten. Wir sind viel lieber solche, die sagen, ich habe das Schweres erlebt und ich habe mit Bitterkeit zu kämpfen. Wie kann ich damit umgehen? Wenn man sagt, kein Problem, dann ist oft eine völlige Verbitterung da. und deshalb, was zeigt uns die Bibel für einen Weg, wie wir zu einem unverbitterten Leben in der Nachfolge kommen. Dass Enttäuschungen zu einem Leben in der Nachfolge gehören, ist ganz klar. Das sehen wir heute wieder am Leben von Mose und dass Gott hier auch ganz bestimmte Absichten mit uns verfolgt. Nicht nur die bösen Geschwister, sondern dass der Herr auch schwere Dinge in unser Leben hineinverordnet, damit wir nach seinem Willen verändert werden. Also dürft ihr gerne auch mitnehmen, dieses Buch, Befreit, Kraftvoll, Unverbetter. Ich möchte euch in diesen Tagen noch was sagen zum Thema Nachfolge im Gegenwind. Daniel hat mich nochmal gefragt, was ich damit meine, wenn ich sage, wir gehen in andere Zeiten hinein. Mache ich vielleicht dann das nächste Mal. Heute möchte ich noch was im Voraus sagen, was mich bewegt. Wir sind ja auf geschichtsträchtigem Boden. Und den wenigsten ist bewusst, dass Missionsarbeit in Österreich eigentlich erst nach dem Zweiten Weltkrieg möglich war. Freie Missionsarbeit. Und bis heute ist es oft noch mit Widerständen verbunden, auch in manchen Gebieten. Und Österreich hat ja eine ganz harte Geschichte. Es wurde auch das Grab der Missionare genannt zu meiner Zeit. Als ich auf der Bibelschule war, damit hat man nicht gemeint, Mertürertod. aber dass viele Missionare auch entmutigt aufgegeben haben, wieder nach Hause gekommen sind, die in Österreich waren. Wir haben vor uns den großen Venediger und die große Geigen. Wenn man über den großen Venediger rübergeht, in das Tal, das dann dahinter kommt, dann kommt das Defareggental. Und das Defareggental ist ein Hochtal, also mühsamer Anbau. Und dort haben im 17. Jahrhundert 800 Defareggen dieses Tal, verlassen müssen Einwohner. Warum? Der Geheimprotestantismus, weil sie an die Bibel geglaubt haben, weil sie an die Rechtfertigung allein durch Jesus und die Gnade geglaubt haben. 800 Einwohner mussten dieses Tal verlassen, wurden ausgewiesen. Nach Deutschland in Preußen wurden sie aufgenommen, in Augsburg haben sie Zwischenstationen gemacht und allen Müttern wurden die Kinder unter 15 Jahre abgenommen. Sie durften keine Babys mitnehmen, sie durften keine Kinder mitnehmen, die jünger waren wie 15 Jahre. Einige hatten noch Babys versteckt und die wurden dann bei einer Zwischenstation abgenommen, wo sie wieder kontrolliert wurden. Ihr müsst euch mal vorstellen, mit welchem Preis das verbunden war, das Bekenntnis zu Christus und der Bibel. Nicht nur Hab und Gut, sondern Kinder. und die Kinder wurden in katholische Familien in Klöster gebracht zur Umerziehung. Und viele Eltern haben ihre Kinder nie mehr gesehen. Und einige kamen dann Jahre später zurück über die Berge ins Tal, ob sie irgendwas von ihren Kindern noch sehen. Es war im 17. Jahrhundert den Preis, den sie hier über dem großen Venediger auf der anderen Seite für das Evangelium bezahlt haben. Im 18. Jahrhundert war die Vertreibung der Salzburger Pongau vorne, wenn man vom Pinzgau rausgeht, kommt das Pongau. Ich habe hier viel meinem väterlichen Freund Walter Mauerhofer zu verdanken, der hier geforscht hat, der ja als Missionar in Österreich tätig ist seit Jahrzehnten. 20.000 Salzburger in einem kalten Winter, die alles zurücklassen mussten. Hof und Haus und dann vertrieben wurden nach Preußen. Als sie dann in Preußen bei König Friedrich Wilhelm eingezogen sind und ein gläubiger Mann, da haben sie die Bibel vorausgetragen. Immer so nach Ortschaften, woher sie gekommen sind. Das, für das sie alles zurückgelassen haben. Also 17. Jahrhundert in Deferrecken, 18. Jahrhundert in Pongau, die vertriebenen Salzburger, die bekannteste Geschichte. 19. Jahrhundert, das Zillertal auf dieser Seite. Vielleicht sind einige von euch über das Zillertal gekommen. Wir sind Zillertal r ins Pinsgau und auch Pinsgauer waren dabei bei der Vertreibung im 18 und 19 Jahrhundert im Zillertal Wieder dasselbe Menschen die zum Glauben an Jesus gekommen sind und die dann im 19 Jahrhundert die Heimat verlassen haben um des Glaubens willen und ausgezogen sind Das nur, wo wir hier sind, dass wir uns dessen bewusst sind, ist heute alles schön. Wir haben Freiheit, wir dürfen auch dankbar dafür sein. Aber was für ein Preis hier verbunden war mit dem Glauben an Jesus und dem Glauben ans Evangelium. Wir denken heute immer, dass alles leicht sein muss und gut sein muss und das beschwingt sein muss und so weiter. Wenn man da zurückschaut, da wird es einem anders in dem Sinne. Und da merkt man, was auch Nachfolge kosten kann. Wir machen heute weiter mit dem Leben von Mose. Für der Mose 12 von Vers 1 bis 15. Für der Mose 12, 1 bis 15. Es ist wieder Wüstenwanderung, wohl schon in der zweiten Hälfte der Wüstenwanderung. Und da lesen wir für der Mose 12, jetzt war ich im 5. Mose 12, dass ich das richtige Kapitel habe. Für der Mose 12. Und Miriam und Aaron redeten gegen Mose wegen der kuschittischen Frau, die er genommen hatte. Denn er hatte eine kuschittische Frau genommen. Und sie sprach, hat der Herr nur mit Mose allein geredet? Hat er nicht auch mit uns geredet? Und der Herr hörte es. Und der Mann Mose aber war sehr sanftmütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren. Da sprach der Herr plötzlich zu Mose und zu Aaron und zu Miriam, geht hinaus ihr drei zum Zelt der Zusammenkunft. Und die drei gingen hinaus. Und der Herr kam in der Wolkensäule herab und stand am Eingang des Zeltes. Und er rief Aaron und Miriam und die beiden traten hinaus. Und er sprach, hört denn meine Worte. Wenn ein Prophet unter euch ist, dem will ich der Herr mich in einem Gesicht kundtun, in einem Traum will ich mit ihm reden. Nicht so mein Knecht Mose. Er ist treu in meinem ganzen Haus, mit ihm rede ich von Mund zu Mund und deutlich und nicht in Rätseln und das Bild des Herrn schaut er. Kleine Anmerkung an dieser Stelle zum Text, das ist eine Stelle von mehreren im Alten Testament, die deutlich macht, dass das Wort Gottes immer eine höhere Offenbarungsstufe ist wie Träume, durch die Gott damals auch noch geredet hat. Ganz wichtig, manche meinen ja, Träume sei eine besondere Leitung, aber das ist eine Stelle, wo deutlich wird, das Wort Gottes ist immer eine höhere Offenbarungsstufe wie das Reden Gottes durch Träume. Dann lesen wir weiter. Sünde auf uns, durch die wir töricht gehandelt und uns versündigt haben. Möge sie doch nicht sein wie ein todes Kind, dessen Fleisch, wenn es aus dem Leib seiner Mutter hervorkommt, zur Hälfte verwiesst ist. Und Mose schrie zu dem Herrn und sprach, oh Gott, bitte heile sie doch. Und der Herr sprach zu Mose, hätte ihr Vater ihr etwas ins Angesicht gespieren, sollte sie sich nicht sieben Tage lang schämen. Sie soll sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen werden und danach darf sie wieder aufgenommen werden. Miriam wurde sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen und das Volk brach nicht auf, bis Miriam wieder aufgenommen war. Danach aber brach das Volk von Hatzoroth auf und sie lagerten in der Wüste Paran. Soweit dieser Text. Wir sind ja bei dem Thema, die Formung eines geistlichen Charakters. Und der Schwerpunkt in diesem Text, um das es geht, das ist Vers 3. Wir haben es gelesen, das ist jetzt die Elberfelder 2003. Der Mann Mose aber war sehr sanftmütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren. Die revidierte Elberfelder Übersetzung übersetzt demütig. Mose war sehr demütig, mehr als alle Menschen auf der Erde. Und Menge übersetzt ebenfalls wie hier sanftmütig und Luther 1912 übersetzt sehr geplagt. Mose war sehr geplagter wie alle Menschen auf der Erde. Das sehen wir, das hängt untrennbar zusammen. Demut, sanftmütig und geplagt sein. Ich komme darauf zurück. Jetzt finden wir in Galater 5, Vers 22 die Geistesfrucht erwähnt. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Man kann auch übersetzen Selbstbeherrschung, Enthaltsamkeit. Wir sehen also wie im Leben Moses diese Geistesfrucht in wunderbarer Weise herangreift ist Sanftm als alle Menschen dem als alle auf der Erde Und da haben wir wieder einen geistlichen Charakterzug von dieser geistlichen Führungsperson, von diesem Vorbild. In seinem Dienst war er von Demut und Sanftmut geprägt. Jetzt sehnen wir uns auch danach, dass die Geistesfrucht in unserem Leben reifen soll. Und dazu gehört, dass wir von Herzen sanftmütig und demütig werden. Das hat ja der Herr in Matthäus 11 in dem sogenannten Heilandsruf gesagt, ab Vers 29, lernt von mir, denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht, dann werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Interessant. Sanftes Love, mein Joch ist sanft, meine Last ist leicht, das gibt Ruhe für die Seele. Und vielleicht stellen wir uns das so vor, geistliches Wachstum, wir wollen demütig werden, wir wollen sanftmütig werden. Und dann sind wir irgendwo in der Ferie an einem schönen Ort, liegen im Liegestohl, tun in aller Ruhe, Bibel lesen, die Alltagssorgen sind weit weg und so weiter. und dann lesen wir hier von Sanftmut und Demut und dann geht uns auf, wie wichtig Sanftmut und Demut ist. Und wir fahren nach Hause aus den Ferien in der Alltage und sind ab diesem Augenblick die sanftmütigsten und demütigsten Menschen in unserer Gemeinde. So stellen wir uns das manchmal vor, dass es so gehen könnte und es wäre schön, wenn es so gehen könnte, aber genau so werden wir nicht sanftmütig und demütig. Die geistliche Erkenntnis aus dem Wort Gottes und die Kraft von Gottes Wort ist die Grundlage jeder Veränderung und von jedem geistlichen Wachstum in unserem Leben. Aber Sanftmut und Demut, das wächst nicht in einigen theoretischen Stunden im Liegestuhl. Oder wenn die Umstände so sind, wie wir sie uns vorstellen, dass wir uns möglichst wohlfühlen und so weiter. Wenn der Herr diese Wesenszüge in uns ausprägen möchte, ist die geistliche Erkenntnis mit geistlichen Wachstumsschmerzen in der Praxis verbunden. Mit schmerzhaften Erfahrungen, die wir machen. Und so wie in Johannes 15, wir haben das gehört, die Rebe gereinigt wird, die Wasserschösslinge ausgeschnitten werden, damit Frucht heranreifen kann, so ist es auch im Leben der Nachfolge. Und das Ausschneiden der Wasserschösslinge, das ist ja etwas für die Rebe schmerzhaft. In meinen Teenagerjahren war ich auch bei befreundeten Weingärtnern in den Ferien gewesen, Weinbauern. Und es war genau die Zeit gewesen in den Sommerferien, wo man die Wasserschösslinge abgeschnitten hat. Ich habe damals mitgeholfen, im Weinberg Wasserschösslinge zu schneiden. Sie haben im Herbst scheinbar noch was geerntet, obwohl ich dort geschnitten habe. Ihr versteht, was ich meine. Aber für das Wachstum der Rebe ganz wichtig, dass Wasserschösslinge ausgeschnitten werden. Nur so wächst gute Frucht heran. Und deshalb tut der Herr Jesus diese geistlichen Charaktereigenschaften, dass sie heranreifen, mit praktischen Lebensführungen und Erfahrungen in unserem Leben verbinden. Und es liegt ganz einfach daran, dass es durch praktische Lebensführungen gehen muss, da niemand von uns von Natur aus demütig ist und sanftmütig ist. Unabhängig davon, ich weiß für eine Kategorie, uns die Psychologen mit dem Temperament einordnen, niemand ist von Natur aus sanftmütig und demütig im biblischen Sinn. Und Demut ist das, was unserem eigenen Ich und Wollen völlig entgegensteht. Und ich sage nochmal, völlig unabhängig von dem Typ, den die Psychologen dann für Temperamente einordnen. Und nur indem uns der Herr in der Praxis demütigt, werden wir zu demütigen Menschen. Und das werden wir gleich am Leben von Mose sehen. Ich habe euch so ein Spörtchen zitiert in diesen Tagen. Von meinem Stolz werde ich getrennt, wenn man mich ins Leichentuch wickelt. Da hat er deutlich gemacht, das Leben lang in der Nachfolge hier bleibt, das Einringen zwischen dem Geist, dem neuen Leben, das Christus begonnen hat und unserem Fleisch. Ich möchte es euch an einem Beispiel deutlich machen, ist viele, viele Jahre her. Wir waren in den Sommerferien und da war gerade Schwimmeuropameisterschaft. Unsere Kinder waren noch klein gewesen, sehr klein, Schwimmeuropameisterschaft. ich interessiere mich für Sport, habe da einige Dinge angeschaut, von der Schwimm-Europameisterschaft einige Rennen angeschaut im Fernsehen und die Kinder haben das gesehen. Und die waren hell begeistert, wie die ins Becken springen und wie die durchschwimmen und so weiter. Haben es dann vorgemacht, wie die das machen. Kaul, ihr wisst ja alle, wie es geht. Und dann haben sie gesagt zu unseren Kindern, ja, wir wollen in ein Schwimmbad. Wir wollen genauso schwimmen und haben das dann vorgemacht, wie das eben funktioniert, wie sie sich das vorgestellt haben, wie das dann im Becken geht. Gut, da war ein Hallenbad in der Nähe. Wir sind ins Hallenbad gegangen. Rieseneuphorie. Und dann hatte das Hallenbad etwas Interessantes. Da war so ein Lüftungsschacht. Der hat die Damendusche mit der Herrendusche verbunden. Versteht ihr, da hat man genau gehört, was in der anderen Dusche gesprochen wird. So ein großer Lüftungsschacht, der war. Gut da waren fast keine Leute im Hallenbad Meine Frau ging mit der Tochter Bei den Damen dann zum Abduschen Ihr wisst ja kalt abduschen bevor es ins Wasser geht Und ich habe einen unserer S mitgenommen kalt abduschen, wenn es ins Wasser geht. Und ich kam da in die Dusche rein und habe die Dusche abgemacht. Ich habe gesagt, jetzt musst du noch kalt duschen. Und ihr wisst, was passiert ist, als die ersten Spritzer kamen. Da war die ganze Euphorie verflogen. Da war nur noch lautes Geschrei, als es unter die kalte Dusche ging. Und eben, da war der schöne Lüftungsschacht. Und ich hörte genau, was sich in der Damendusche abgespielt hat, als meine Frau und unsere Tochter etwas kühl abgeduscht haben. Versteht ihr? Helle Begeisterung, schwimmen und so geht das. Ihr wisst ja, wenn man im Wasser ist, ist das ganz anders wie so. Aber eben, und dann die ersten Spritzer unter der Dusche. Und die ganze Euphorie war dabei. vorbei. Nun bekommen wir den Wunsch, Christus ähnlicher zu werden, demütiger zu werden. Und dann beginnt uns der Herr in der Praxis zu demütigen, bildlich gesprochen. Dann kommen die ersten Spritzer unter der Dusche und schon ist die ganze Euphorie verflogen. Und wir lehnen uns auf und wir sträuben uns dagegen und beginnen zu schreien. Mose wurde der Demütigste, der Sanftmütigste unter allen Menschen genannt, mit Ausnahme unseres Herrn. Und nicht zufällig ist es in der Luther 1912 so übersetzt, ich habe es euch gesagt, aber Mose war ein sehr geplagter Mensch über alle Menschen auf Erden. Und einer meiner Lehrer hat es übersetzt, Mose war ein Mann sehr unter Druck, der Hebräisch konnte. Sehr unter Druck hat er gesagt. Und da sehen wir, durch welche Wegführungen und Umstände dieser geistliche Charakterzug, der sanftmütigste und der demütigste unter allen Menschen im Leben von Mose ausgeprägt wurde. Wir kommen im Einzelnen darauf. Wieder drei Punkte heute Morgen. Das erste, Kennzeichen geistgewirkter Demut und Sanftmut. Das zweite, das Wachstum der geistlichen Charaktereigenschaften im Leben Moses. Und dann das dritte, das Wachstum der geistlichen Charaktereigenschaften in unserem Leben. Zunächst das erste, Kennzeichen echter Demut und Sanftmut. Nun, es ist wichtig, dass wir zuerst mal klären, was versteht die Bibel unter Demut und Sanftmut, wenn sie davon spricht. Und da sind oft auch falsche, fromme Vorstellungen verbunden. Demütig zu sein heißt nicht, dass man eine charakterlose Knetmasse wird, die dann jeder nach seinen Vorstellungen in eine Richtung biegen und verändern kann. So eine falsche Unterwürfigkeit, die nie Nein sagen kann. Die zu allem Ja sagt, egal was der andere sagt. Eben die immer der Erwartung und Vorstellung anderen Menschen entspricht. Wenn das der Fall ist, dann ist es keine Demut, dann ist das Menschenfurcht und Menschengefälligkeit. Man möchte in den Augen der anderen etwas darstellen, anerkannt sein, nicht abgelehnt werden. Das hat sogar etwas mit dem Gegenteil von Demut, wie sie die Bibel meint, zu tun. Hat auch etwas mit Hochmut zu tun, dass die anderen mich anerkennen, dass ich etwas bin. Eben die arrogante Seite von Hochmut ist, ich kann alles am besten und so weiter. Aber auch das, diese völlige Menschenfurcht, hat auch etwas mit Hochmut zu tun. Unser Herr Jesus als die Demut in Person war alles andere als charakterlos und menschengefällig, wenn wir die Evangelien lesen. Demütig sein, das heißt von der Bibel her, niedrig zu sein nach der eigenen Einschätzung. Und Demut ist die Niedrigkeit des Geistes im Gegensatz zum Hochmut. Und diese Niedrigkeit kommt immer aus der Erkenntnis Gottes auf der einen Seite. Ich habe es schon gesagt in diesen Tagen, mit der Erkenntnis Gottes, mit der wachsenden Gotteserkenntnis, ist untrennbar unsere Selbsterkenntnis verbunden, dass wir durch und durch sündige Menschen sind. Gestern Abend wurde das gesagt, John Newton, ganz beeindruckendes Leben, Amazing Grace. Und ich liebe an dieser Stelle das Englische noch viel mehr wie die deutsche Übersetzung. Saved a wretch like me. Die unerstaunliche Gnade, die einen Elenden, die einen Schuft, die einen Schurken, wie mich errettet hat. Heißt es wörtlich übersetzt. Versteht ihr? Erkenntnis der Gnade Gottes und der Größe Gottes. Und auf der anderen Seite Selbsterkenntnis. Wer ich selbst vor dem Herrn bin. Das ist die Voraussetzung für Demut im biblischen Sinn. Wir haben das andere Lied gestern gesungen. Sünden vergiftet, einst abgewandt, bin ich einer, den die Gnade fand. Nicht der, der die Gnade fand, sondern den, der die Gnade fand. Aber das ist jetzt ein anderes Thema. Immer bewusst singen, was da steht. Eben eigene Selbsterkenntnis in den Augen Gottes. Und nichts demütigt uns Menschen tiefer, wie die Erkenntnis unserer eigenen Sündhaftigkeit. Dass wir gar nichts vor Gott zu bringen haben. Dass es keine Faser Gutes in meinem Leben gibt.
einem natürlichen Wesen gibt. Auch das, was andere Menschen vielleicht als gute Charaktereigenschaften beschreiben. Und ihr seht das am Leben vom Apostel Paulus. Das könnt ihr auch in diesem Buch, das ich gerade gezeigt habe, nachlesen. Beim erfüllten Leben im ersten Korintherbrief nennt sich Paulus im ersten Korinther 15 den geringsten unter allen Aposteln. Das nennt er sich einige Jahre später, nachdem er Petrus öffentlich in Galatien zurechtweisen musste. Er hat nicht erst das seelsorgerliche Gespräch gesucht, da ging es um einen öffentlichen Vorgang, sondern hat Petrus öffentlich vor der Gemeinde zurechtgewiesen. Der Geringste unter allen Aposteln. Ich dachte, einer der Geringsten, aber der Petrus, der steht noch ein bisschen weiter unter. Zwei, drei Jahre später nennt Paulus sich im Epheserbrief der Geringste unter allen Heiligen. Der Geringste unter allen Gläubigen. Das sehen wir, wie Selbsterkenntnis gewachsen ist. Und am Ende seines Lebens, 1. Timotheus 1,15, nennt Paulus sich den ersten unter allen Sündern. Und ganz wichtig, er spricht dort nicht in der Vergangenheit, er spricht in der Gegenwart. Nicht er ich der erste unter allen Sündern war, sondern der erste unter allen Sündern bin, aber die Barmherzigkeit Gottes. Das ist ihr geistliches Wachstum. Immer mehr gering denken von sich selbst und immer größer denken von der Gnade Gottes und das, was uns in Christus geschenkt ist. Also Demut erwächst daraus, dass wir erkennen, wer der Herr ist und dass wir ihm selbst überhaupt nichts zu bringen haben. hängt mit Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit zusammen. Sie führt uns deshalb in die absolute Abhängigkeit gegenüber dem Herrn und seiner Gnade. Alles, was ich bin und habe, verdanke ich einzig und allein seiner Gnade und dem, was mir in ihm geschenkt ist. Und aus diesem Grund hat der Herr Jesus als erstes Seligpreisung gesagt, und das wird ja oft missverstanden, glückselig, herzlichen Glückwunsch den Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Versteht ihr, herzlichen Glückwunsch denen, die ihrer ganze eigene Armut bewusst ist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Demut ist sich der eigenen Niedrigkeit bewusst. Sie führt zur richtigen Selbsteinschätzung gegenüber dem Herrn und gegenüber den Glaubensgeschwistern. Und Demut stellt immer Gottes Ehre und seinen Willen an erste Stelle. Und das ist der Grund, warum Mose, der demütigste unter allen Menschen, auch sehr bestimmt auftreten konnte, als es nicht um seine Person, sondern um die Ehre des Herrn ging. Demut ist die Selbsterniedrigung vor dem Herrn. Wer sich wirklich vor dem Herrn erniedrigt, wird die Glaubensgeschwister höher achten als sich selbst. Ich habe euch schon gesagt, Lukas Evangelium, der vollkommene Mensch, der uns vor Augen gestellt wird, der Herr Jesus als vollkommener Mensch. Und als er mit seinen Jüngern das Abendmahl hielt und selbst im Gehorsam gegenüber dem Vater bereit war, den Weg der größten Erniedrigung zu gehen. Denn je ein Mensch auf diese Erde gegangen ist, den Tod eines Verfluchten am Kreuzes zu sterben. Da wussten die Jünger nichts anderes zu tun, Lukas 22, wie darüber zu streiten, wer der Größte von ihnen ist. Dieser völlige Kontrast, der hier deutlich wird. Und das steckt doch in uns allen. Wir wollen geistlicher sein als die andere. Stolz auf unsere Erkenntnis, stolz auf unsere Nachfolge, wollen einen Namen haben, auch in der Gemeinde. Und all das ist der Fall und prägt sich mehr und mehr aus, wenn wir nicht in der richtigen Selbsteinschätzung gegenüber dem Herrn uns sehen. Und aus diesem Grund musste Paulus an die Gemeinde in Rom schreiben, gilt für uns alle, sie ermahnen nicht höher von sich zu denken, wie sich zu denken gebührt. War der gleiche Grundzug, den wir alle haben. Ich habe euch gesagt, manche Übersetzungen schreiben von Mose als dem sanftmütigsten Menschen. Eben Demut, was ist Sanftmut, hängt damit zusammen als geistlicher Charakter zu. Ganz wichtig, Sanftmut ist nicht der moderne Softie-Typ, der mit so einem gütigen Lächeln irgendwie alles gut heißt. Ich sage als ganz so eine Mischung zwischen Wolfgang Amadeus und Woodstock. Love not peace, versteht ihr? So der moderne Softie-Typ, der dann alles irgendwie gut heißt. Das hat nichts mit Sanftmut zu tun, wo dann alles irgendwie verwischt wird. Der Herr Jesus als die Sanftmut in Person konnte bei der Tempelreinigung beispielsweise sehr bestimmt auftreten. Sanftmut ist vielmehr eine innere Geisteshaltung, die Gottes Handeln an uns ohne Einwände und Widerstände als gut annimmt. Es ist eine Haltung, die anderen aus einer inneren Kraft, nicht aus einer falschen Weichheit heraus, aus einer inneren Kraft freundlich begegnet. Und diese Freundlichkeit gegenüber anderen ist untrennbar immer mit der Erkenntnis der eigenen Niedrigkeit verbunden. Und James Hunter schreit in seinem Kommentar zum Galaterbrief, daher könnte man sagen, dass Sanftmut beherrschte Kraft ist. Mose war der sanftmütigste Mensch auf Erden, aber im gleichen Zusammenhang sehen wir ihn auch als den Mann der Gott f sich streiten lie Ein sanftm Mensch ist jemand der den Willen Gottes ohne Groll annimmt der es sich in seiner inneren Stärke leisten kann, mild und sanft zu sein, jemand, der vollkommen von Gott selbst bestimmt ist. Und ihr seht es, wie das in direkt Kollision geht, mit dem, was uns heute eingeprägt wird. Du musst deine Emotionen rauslassen, und du musst schreien, du musst deinen Ärger rauslassen und alles. Sanftmut in der Bibel ist was ganz anderes, eine innere, beherrschte Kraft, die da ist. Noch einmal möchte ich betonen, dass Demut und Sanftmut geistliche Charaktereigenschaften sind. Es geht hier nicht um ein angeborenes Phlegma, sondern es geht um geistliche Charaktereigenschaften, die niemand von Natur an sich trägt. Nur Christus kann das in uns und durch uns durch seinen Heiligen Geist ausprägen. Und damit kommen wir zum Zweiten, das Wachstum dieser Charaktereigenschaften im Leben Moses. Wir haben Mose gesehen, 40-jährig, Prinzensohn, Glaubensvorbild, wie er sich klar von der Sünde in Ägypten abgesetzt, abgegrenzt hat und bereit war, lieber mit dem Volk Gottes Schmach zu leiden. Und mit seinem Mord an dem Ägypter und dem Wink, den er seinen Brüdern geben wollte, können wir sehen, er war von Anfang an bereit für andere einzutreten, ihnen in ihrer Not zu helfen. Ein Charakterzug, den wir schon beim 40-jährigen Mose haben. Aber deshalb war Mose noch nicht der demütigste und sanftmütigste Mensch auf Erden. Und so begann ihn sein Herr so zu führen, dass Mose in seinen eigenen Augen immer geringer und niedriger wurde. Er musste ja in die Wüste fliehen, die Herren seinen Schwiegervater süden, das haben wir miteinander gesehen. Und es war jetzt nicht nur Karriereabsturz, Schlagzeile für Bildzeitung vom Prinzensohn zum Viehherd. Das wäre ja schon eine Schlagzeile gewesen. Da ging es noch um viel mehr. Als Jakob mit seinen Söhnen nach Ägypten zog, da lesen wir in 1. Mose 46, Vers 34, dass alle Viehhirten den Ägyptern ein Gräuel waren. Ganz interessant. Viehhirten, das war unter der Würde der Ägypter, da hat man die Nase gezogen. Es war ein Gräuel in ihren Augen. Sie waren etwas Besseres gewesen. Und jetzt musste der ägyptische Prinzensohn nicht für einige Tage, nicht für einige Wochen, nicht für einige Monate, sondern für fast 40 Jahre täglich eine Arbeit verrichten, die für jeden Ägypter ein Keul war. Wo jeder Ägypter die Nase drüber gezogen hat, ein Abscheu in seinen Augen. Wie muss Mose das innerlich erniedrigt haben? Wie muss Mose das zum Kauen gegeben haben? Und möglicherweise war das auch mit einem Grund, warum er nicht mehr wollte, als der Herr ihn berief, er bin ich ein Viehhirt, ein Schafhirt, gräuel in den Augen der Ägypter, dass ich vor den Pharao treten soll. Das war jetzt die Seite mit den Ägyptern, Mose in der Wüste. Jetzt kommt die Seite mit seinem eigenen Volk. Wir können sagen, wie man das so schön sagt, Mose war auch bei seinem eigenen Volk verbrannt. Wir haben das ja gehört, dass er meinte, um die göttliche Berufung zu wissen, dass er bereit war zu helfen, in ihrem Elend seine königlichen Privilegien daran zu geben, tatkräftig zugeschlagen hat, um sie zu befreien. Aber anstatt, dass die Israeliten das anerkannt haben, ließen sie Mose abblitzen und schickten ihn in die Wüste. Das Volk, das er später aus Ägypten führen sollte. Interessant in Apostelgeschichte 7 Vers 35 wird es uns gesagt, dass sie ihn verworfen haben, Mose. Sie haben ihn abblitzen lassen, das Volk Israel. Und während dieser 40 Jahre in der Wüste kam kein Bode von den Israeliten, wo gesagt hätte, du Mose, das tut uns leid. Vielleicht haben wir uns doch getäuscht. Vielleicht hat der Herr doch etwas mit ihr vor. Bitte, bitte komm zurück. Oder bitte können wir nochmal mit ihr sprechen. Es kam niemand in diesen 40 Jahren, der sich bei Mose entschuldigt hätte. Sondern im Gegenteil, Mose war wohl sehr schnell bei seinem Volk in Vergessenheit geraten. Wie muss ihn das innerlich gebeugt haben? Er, der helfen wollte, der meinte, die Berufung Gottes erkannt zu haben. Und wie er in seinen eigenen Augen über diese 40 Jahre niedrig wurde und deshalb in der richtigen Selbsteinschätzung vor seinem Herrn stand, zeigt sich bei seiner Berufung. Wir haben das gestern gesehen, der Mann, der ein Einsar rhetoriger war, Herr, nein, ich habe eine schwere Zunge. Ich kann nicht reden, weder seit gestern, vorgestern noch von Anfang an. Also völlig andere Selbsteinschätzung wie 40 Jahre zuvor. Und wie er sich verhüllt hat, als Gott mit ihm aus dem brennenden Dornbusch redete. Denn wir lesen, weil er sich fürchtete, Gott anzusehen. Aber damit dieser wunderbare geistliche Charakterzug in ihm ausgeprägt wurde, war Gottes Erziehung auch mit der Berufung am Dornbusch noch nicht zu Ende. Kaum hatte er mit seinem göttlichen Auftrag vor dem Pharao begonnen, begann das Volk ihm und seinem Bruder Aaron die Schuld zu geben dass der Druck noch gr w Ihr seid schuld Warum seid ihr zum Pharao gegangen Warum habt ihr das getan Und auch später, während der 40-jährigen Wüstenwanderung, war Mose ständig neuen Demütigungen durch die Israeliten ausgesetzt. Wie oft haben sie seinen geistlichen Führungsauftrag bezweifelt, Dass er überhaupt einen göttlichen Auftrag hätte. Wie oft gaben sie Mose zu Unrecht die Schuld. Du bist schuld, dass es uns so schlecht geht. Dass wir kein Wasser haben, dass wir nichts zu trinken haben. Dass da wieder einige gerichtet worden sind. Immer war Mose die Zielscheibe. Du bist schuld für ihre mistliche Lage. Und diese Demütigungen reichen jetzt in unserem Text bis in die eigene Familie hinein. Aaron, mit dem er vor dem Pharao getreten war. Miriam, wie sie zusammengehalten haben, beispielsweise auch nach dem Durchzug durch Schilfmeer. Und hier waren es seine leiblichen Geschwister, die ihn angriffen wegen seiner kuschitischen Frau und die deshalb prinzipiell seinen geistlichen Führungsauftrag und seine Qualitäten infrage stellten. Mose wurde zum Demütigsten der Menschen, weil er ein sehr geplagter Mann war und ein Ja dazu hatte, diese schmerzhaften Erfahrungen immer wieder neu aus der Hand seines Herrn zu nehmen. Und durch all die Wegführungen hindurch, die er erlebt hat seit seiner Flucht nach Ägypten, sah Mose sich selbst als niedrig vor Gott an. Aber nur durch diese geistliche Selbsteinschätzung konnte er seinen Auftrag wahrnehmen und später auch als Mittler zwischen Gott und dem Volk tätig sein. Hätte Mose sich selbst für höher gehalten, für geistlicher wie alle anderen, wäre ihm das nicht möglich gewesen. Es gab eine einzige Stelle in diesen 40 Jahren Wüstenwanderung für der Mose 20 am Harderwasser, als Mose einmal nicht aus dieser Demut heraus gehandelt hatte, als er zornig wurde. Und das ist jetzt auch interessant, der Mann, der sagte, ich habe eine schwere Zunge, mit was hat er sich versündigt? Mit seiner Zunge. Als er zu dem Volk harte Worte geredet hatte, er sollte mit dem Felsen reden, hat ihm der Herr gesagt. und Mose ist der Kragen geplatzt und ich kann ihn menschlich so gut verstehen. Immer dieses Moren, immer dieses Meckern der Israeliten und dann wir, wir werden euch ihr Halsstarrigen und wir werden euch aus diesem Wasser Felsen fließen lassen und so weiter, ihr Ungehorsamen. Und als Folge davon durfte der Demütigste unter allen Menschen nicht ins verheißene Land. Nur weil Mose in Bezug auf die eigene Person demütig war und sich in 4. Mose 12 nicht selbst rechtfertigte oder verteidigte, auch an anderer Stelle sich nicht selbst rechtfertigte oder verteidigte, konnte er mit aller Klarheit eintreten, wenn es um die Ehre Gottes ging. Und wir stehen immer in der Gefahr, genau umgekehrt zu handeln. Wenn es um uns geht, dann können die anderen was erleben. Wenn es um die Ehre Gottes geht und es wird unangenehm, dann sind wir lieber ein bisschen still, um den Frieden nicht zu stören. Und wie sich Moses Demut auswirkte, möchte ich an zwei Stationen in seinem Leben deutlich machen. Ihr habt es schon gestern erwähnt, während Mose auf dem Berg Sinai die Ordnungen des alten Bundes geoffenbart bekommt. gibt das Volk sich mit dem goldenen Kalb ungehemm dem Götzendienst her. Übrigens ganz interessant, Gott offenbart den Ort seiner Anbetung auf dem Berg Sinai und dann macht das Volk sich selbst einen Ort der Anbetung. Wenn wir Anbetung nach unseren Vorstellungen machen, führt das immer den Götzendienst. Anbetung so, wie Gott sie gedacht hat. Also er ist auf dem Sinai, er bekommt die Ordnung Gottes geoffenbart, den Orteranbetung der Stiftshütte. Was macht das Volk unten? Wir wollen einen Gott, der sichtbar ist. Das goldene Kalb, das sie gebaut haben in 2. Mose 32, Vers 7 bis 10. Entschuldigung, 2. Mose 32. Und dann kommt jetzt was in 2. Mose 32, Vers 7 bis 10. Wir kennen das alles so gut, aber ganz ehrlich, wenn das der Herr zu uns gesagt hätte, das wäre uns doch runtergelaufen wie warmes Öl, wie man so schön sagt. 2. Mose 32, Vers 7, da sprach der Herr zu Mose, Geh steig hinab, denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten herausgeführt hast, hat sich verdorben. Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und sich vor ihm niedergebeugt und haben ihm geopfert und gesagt, das sind deine Götter Israels, die dich aus dem Land Ägypten herausgeführt haben. Und jetzt kommt es. Der Herr sprach zu Mose, ich habe dieses Volk gesehen und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk und nun lass mich, dass mein Zorn gegen sie entbrenne und ich sie vernichte. Dich aber will ich zu einer großen Nation machen. Da die bösen, ungehorsamen Israeliten, aber Mose, dich will ich zu einer großen Nation machen. Das wäre uns doch runtergelaufen wie warmes Massageöl. Eben und jetzt sehen wir Moses Demut. Er hat nicht gesagt, ja endlich, Herr. Ich habe ja schon so viel mit Ihnen erlebt und endlich endlich bin ich der Geistliche da Mose hat ganz anders reagiert weil er seine eigene Niedrigkeit vor Gott erkannt hatte ging es ihm einzig und allein um die Ehre Gottes. Und er besteht diesen Charaktertest und er fleht darum, dass der Herr um seines Namens willen dieses Volk nicht aufgibt. Was würden die Feinde sagen und so weiter. und nur aus dieser inneren Demut heraus konnte er priesterlich für das Volk Gottes einstehen. Übrigens das Gleiche nochmal in Förder Mose 14, die gescheiterte Landnahme. Als das Volk erst nicht wollte, dann wollten sie, obwohl der Herr gesagt hat, nein, will genau dasselbe. Der Herr sagte, ich mache es zu einem großen Volk. Und Mose, nein, was werden die Völker denken, es geht doch um deine Ehre. Da sehen wir was von Moses Demut, Erkenntnis der eigenen Niedrigkeit. Das zweite Beispiel in unserem Text, Mose verteidigt sich nicht gegen den Angriff auf seine Person von seinen beiden Geschwistern. Und dann greift der Herr selbst ein und er schlägt Miriam mit Aussatz, aber nicht als hoher Priester, sonst hätte er nicht mehr hoher Priester sein können, Aber Miriam mit Aussatz, was macht jetzt Mose? Er hebt jetzt stolz den Kopf und sagt, so, jetzt seht ihr mal, wer hier der von Gott berufene Führer ist. Miriam hat Aussatz und du, Aaron, der Herr hat jetzt klar geredet. Er tut was ganz anderes in diesem Zusammenhang. Er betet für Miriam. Mose war sich seiner eigenen Niedrigkeit bewusst und deshalb schrie er zum Herrn. dass der Herr sie anrührt und dass der Herr sie doch wieder gesund macht. Der Größte unter allen Propheten war zugleich der Demütigste. Und deshalb konnte der Herr sich durch ihn in besonderer Weise verherrlichen. Und das lesen wir in 5. Mose 34, Vers 10. Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der Herr gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht. Damit stehen wir bei diesem untrennbaren geistlichen Geheimnis. Ich habe das schon anklingen lassen. Wahre Gottes Erkenntnis ist immer untrennbar mit der Erkenntnis der eigenen Niedrigkeit verbunden. Und das war mit ein Geheimnis im Leben dieses großen geistlichen Führers. Und Moses Leben ist eine praktische Demonstration für 1. Petrus 5, 5. Denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. Und damit kommen wir zum Dritten, das Wachstum dieser geistlichen Charaktereigenschaft in unserem Leben. Ich habe euch vorhin gesagt, dass niemand von sich aus demütig ist. Und obwohl uns in Christus alles geschenkt ist, sind wir nach der Wiedergeburt nicht automatisch demütig und sanftmütig. Und deshalb muss uns der Herr durch praktische und schmerzhafte Lebensführungen erziehen, damit wir lernen von uns selbst und der eigenen Person klein und von ihm groß zu denken. Moses ist nicht das einzige Beispiel in der Bibel. Anderes Glaubensvorbild von Mose, Josef, leuchtendes Vorbild im Alten Testament. Und schon als sehr junger Mann wusste er durch die beiden Träume, dass der Herr mit ihm einen ganz bestimmten Plan hatte. Aber da war noch was. Jakob bevorzugte ihn als Lieblingskind gegenüber den anderen elf Brüdern. Und das war nicht richtig. Und Josef wusste das wohl zu seinen Gunsten etwas auszunutzen. Er berichtete seinem Vater von der Unarten seiner Brüder, das ja wirklich Unarten waren. Er hat seinem Vater von den Unarten seiner Brüder berichtet. Und als er seine beiden Träume hatte, wusste er nichts anderes zu tun, wie sie vor seinen Brüdern auszubreiten. Steht jetzt nicht da, aber ich kann mir vorstellen, da war noch ganz schön ein bisschen stolz dabei. Papas Liebling und dann diese Träume, die waren ja vom Herrn, das jetzt vor seinen Brüdern auszubreiten. Sonne und Mond und diese Gabe und so weiter, vor der sich alle verbeugt haben. Er hatte wohl noch nicht die eigene Niedrigkeit erkannt. Und dann ging der Herr mit diesem leuchtenden Vorbild einen schmerzhaften Weg. Er wurde von den Brüdern verraten, als Sklave verkauft und damit noch nicht genug. Völlig zu Unrecht saß er dann im Gefängnis. Vorbild, auch wie er der Frau des Potiphas widerstanden hat. Aber er hat wohl seine eigene Niedrigkeit noch nicht erkannt gehabt. Das sage ich jetzt nicht, weil das gut zu meinem Thema passt, sondern wir schlagen auf Psalm 105. Psalm 105. Und da steht in Vers 17 bis 19, Er sandte einen Mann vor ihnen her. Mose wurde zum Knecht verkauft. Man presste seine Füße in den Stock. Er kam in das Eisen. Bis zur Zeit, als sein Wort eintraf, das Wort des Herrn läuterte ihn. Da steht das. Andere übersetzen, bis das Wort des Herrn ihn bewährt hatte. Schlachter 2000 auch, bis das Wort des Herrn ihn geläutert hatte. Und nur durch diesen schweren Erziehungsweg Gottes konnte Josef seine eigene Niedrigzwege.
Erkennung. Und das war die geistliche Grundvoraussetzung für diesen späteren Aufstieg, den er erlebt hat. Dass er das alles geistlich auch verkraften konnte. Und deshalb konnte er seinen Brüdern sagen, am Ende, als dann Jakob gestorben war und sind wieder gekommen, kommt jetzt die Rache vom Josef. Und das ist einfach am schönsten übersetzt in Luther 1912. Das ist auch in den anderen, aber in Luther 19 und 12 ist es am eindrücklichsten übersetzt. Als die Brüder vorhin sind, da sagt Josef, fürchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott. Das gefällt mir viel besser, wie ihr gedachtet, es schlecht zu machen, Gott gedachtet, es gut zu machen. Das stimmt. Ich bin unter Gott. Bewusstsein der eigenen Niedrigkeit. Ihr gedachtet, es böse zu machen, Gott gedachtet, es gut zu machen. dass er täte, wie es jetzt am Tag ist, zu erhalten viel Volk. Er sagte nicht, Gott gedacht es gut zu machen, dass ich da jetzt ein hoher Mann bin in Ägypten, sondern zu erhalten viel Volk, Israel zu erhalten. David, Mann nach dem Herzen Gottes, wurde anstelle des verworfenen Königs Sauls über Israel gesalbt. Aber damit begann nicht ein komedenhafter Aufstieg für David, sondern genau das Gegenteil. Über zehn Jahre war der gesalbte König, der Mann nach dem Herzen Gottes, auf der Flucht vor dem verworfenen König Israels. Über zehn Jahre, wir lesen das in ein paar Wochen, Monate, es waren wohl über zehn Jahre gewesen. und er wurde teilweise vom eigenen Volk verraten, über die er zum König gesalbt war. Und wie er dadurch seine eigene Niedrigkeit erkannte, wird deutlich, als er seine Frau Michael im Zusammenhang mit der Bundeslade vorwarf, dass er sich vor dem Volk lächerlich gemacht hatte. Und David konnte sagen, ich will noch geringer werden als diesmal und will niedriger werden in meinen Augen. Aber bei den Mekden, von denen du sprichst, bei ihnen werde ich in Ehren stehen. Wie sehr hat ihn später seinen Ehebruch mit Bathseba gedemütigt und allem, was damit zusammengehecken ist. Und obwohl er völlige Vergebung bekam, musste er die Folgen seiner Sünde am eigenen Leib tragen. Vierfach soll er erstatten, hat er gesagt, als Nathan zu ihm kam, das Schaf des Armen. Vier Söhne hat David verloren nach seinem Sündenfall. Wir müssen immer unterscheiden, die Vergebung ist völlig. Aber Folgen der Sünde kann sein, dass wir sie in diesem Leben noch tragen müssen. Es ist nicht einfach alles weggewischt. Wenn wir vollendet sind, dann gilt, siehe, ich mache alles neu. Und dann wird nichts mehr da sein. Wir sind jetzt bei David völlige Vergebung. Aber Folgen seiner Sünde kann der Herr auch wegnehmen in seiner Gnade. Aber bei David sind sie geblieben. Wie hat das David gedemütigt? Wer die eigene Niedrigkeit erkannt hat, das wird deutlich, als er dann vor Absalom auf der Flucht war. Und die Priester haben die Bundeslade zwischen dem Mann nach dem Herzen Gottes hergetragen. Das ist der Mann nach dem Herzen Gottes, das ist der gesalbte König Israels. Und was sagt David eigene Niedrigkeit? 2. Samuel 15, Vers 25. Und da erkennt ihr zugleich das Wesen echte Anbetung. Wenn ich Gunst finde in den Augen des Herrn, dann wird er mich zurückbringen und mich ihn und seine Städte wiedersehen lassen. Wenn nicht, so soll es auch recht sein in meinen Augen. Also bring die Lade zurück. Völlige Unterwerfung unter den Willen Gottes. Wenn er es will, sehe ich sie wieder. und wenn nicht, wenn ich umkomme, soll es auch recht sein, wie der Herr führt. Es ging ihm nur noch um die Ehre Gottes David. Und zu allem Überfluss bewarf ihn dann Schimmi noch mit Steinen und hat ihn auf seiner Flucht beschimpft, du Blutmensch. Und natürlich haben die Söhne der Zeruja sofort reagiert, wollten Schimmi erschlagen, wer ist dieser Mann, dass er dem Mann nach dem Herzen Gottes flucht. Und David, der seine eigene Niedrigkeit erkannte, lehnte dieses Handeln ab. 2. Samuel 16, 10. Ja, soll er doch fluchen. Denn wenn der Herr ihm gesagt hat, fluche David, wer darf dann sagen, warum tust du das? Versteht ihr? Erkenntnis der eigenen Niedrigkeit. Ehre Gottes über allem. Elia, er erlebte durch Gottes Eingreifen auf dem Kabel einen eindrucksvollen Sieg. Und dann begann dieser unerschrockene Prophet dieses gro Glaubensvorbild das den 400 Baalspriester entgegengetreten war vor der Morddrohung der Isebel um sein Leben zu rennen Panikattacke Angstattacke im Leben dieses gro Propheten Und wie sehr ihn das gedemütigt hat, der von Gott bestätigte Prophet, das wird deutlich mit seinem Bekenntnis unter dem Ginsterstrauch. Es ist genug, Herr, nimm mein Leben hin, Denn ich bin nicht besser als meine Väter. Dieses große Glaubensvorbild dachte wohl noch bis zu diesem Moment, ein bisschen besser zu sein wie die Väter. Versteht ihr? Ich allein bin übrig geblieben. Das kommt später nochmal. Was macht der Herr? Er erspart ihm nicht diese Angst- und Panikattacke, diese Hals-über-Kopf-kopflose Flucht. Nur so konnte Elia seine eigene Niedrigkeit vor Gott erkennen. Gehen wir ins Neue Testament. Petrus, er war von sich überzeugt, von seiner Nachfolge, nicht viel mehr wie die anderen Jünger, aber den Herrn Jesus so ein bisschen mehr zu lieben wie die anderen. Ein bisschen treuer zu sein wie die anderen. So ein Wimpernschlag treuer. Wenn dich alle verlassen, ich verlasse dich nicht. Ich bin bereit, mein Leben für dich zu lassen. Und ich bin mir sicher, das hat der Petrus ehrlich gemeint. Verstehe, das war nicht gleich dahergerede. Vielleicht hat er sogar Tränen in den Augen gehabt, als er das gesagt hat. Ich will mein Leben für dich lassen. Wollte der Petrus wirklich. Wenn sich alle ärgern, ich nicht. Und das ist interessant. Die zehn anderen hat der Herr bewahrt, als sie ihn verleugnen. Nicht verleugnen, auch wenn sie geflohen sind. Aber einen einzigen hat er nicht bewahrt. Und das war der Petrus, ihn zu verleugnen. Und ihr wisst, wie es weiterging. Er ging hinaus und weinte bitterlich. Nur durch diese gewaltige Demütigung erkannte Petrus die eigene Niedrigkeit. Und so konnte er später, wenn wir die Briefe lesen, die Bedrängten aus der richtigen Verhaltung heraus ermutigen und stärken, wäre ein Thema für sich. Benedikt Peters hat einmal gesagt, der Herr wird uns so lange demütigen, bis wir alle Glaubensgeschwister wirklich höher achten als uns selbst. Paulus hat es jedes Mal zutiefst gedemütigt, bis an sein Lebensende, wenn er an seine Vergangenheit als Verfolger der Gemeinde Jesu erinnert wurde. Nicht stolz, ich war ein Verfolger, ich war Terrorist, ich war Drogenhändler, dann bin ich zum Glauben gekommen. Versteht ihr, bei solchen Zeugnissen bekomme ich immer Bauchweh. Wenn Menschen so leichtfertig reden, was ich mal war, da kommt noch ein Stolz. Und wir Christen sind ja oft so, oh, Sensation. Und je schlimmer, umso mehr. Was das Wichtigste ist, dass Jesus den Menschen gerettet hat und nicht wie schlimm er war. Nee, Paulus hat es gedemütigt. Und Warren Wirsbe hat auch einmal geschrieben, wenn Menschen leichtfertig von vergangenen Sünden reden, dann haben sie noch nie wirklich Buße getan. Zitat von Warren Wirsbe. Paulus hat es zutiefst gedemütigt, dass er ein Verfolger der Gemeinde war. Und ihm wurde in besonderer Weise das Geheimnis der Gemeinde Jesu aus den Nationen geoffenbart. Und zugleich gab dann der Herr Jesus diesem vorbildlichen Apostel einen äußerst schmerzhaften Pfahl ins Fleisch. Ein Satansengel durfte ihn leiblich abgeben. Was würden wir sagen? Du Paulus, wenn du Probleme mit dem Satansengel hast, dann ganz schnell in die Seelsorge. Das stimmt fast nicht in deinem Leben. Der Herr hat es erlaubt, dass ein Satansengel Paulus leiblich angehen durfte. Warum? Damit er sich nicht überhebt aufgrund dem, was ihm der Herr an Offenbarung gegeben hat. Und aus der Erkenntnis der eigenen Niedrigkeit heraus wurde ihm die Gnade Gottes noch größer. Und er hatte nur noch einen Wunsch, Christus noch mehr zu erkennen und von Christus noch mehr zu ergriffen werden. Und wenn schon solche Glaubensvorbilder von unserem Herrn gedemütigt werden mussten, wie viel mehr denn wir? Deshalb haben wir die Ermahnung in Hebräer 12, Vers 5 bis 13. Ich zitiere jetzt nur kurz einen Vers draus. 5, Vers 7. Mein Sohn, schätze nicht gering des Herrn Züchtigung. Und ermahne nicht, wenn du von ihm gestraft wirst, geschlagen wirst, steht eigentlich da. Und denn wenn der Herr liebt, dann züchtigt er. Er schlägt aber jeden Sohn, den er aufnimmt. Was ihr erduldet, ist Züchtigung. Gott behandelt euch als Söhne, denn ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Es ist ganz klar, wenn der Herr uns züchtigt, wenn der Herr uns demütigt, dann tut das weh. Ich habe das am Anfang gesagt, Demut ist immer mit geistlichen Wachstumsschmerzen verbunden. Aber der Herr Jesus m uns nicht dr er m uns nicht g sondern er m dass damit wir ihm werden Dass seine geistliche Charaktenschaften in uns und durch uns ausgepr werden Und nur so lernen wir es von Herzen demütig und sanftmütig sein. Und jetzt kommt das, was uns genau widerstrebt. Was hat er gesagt? und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Lernt von mir, denn ich bin von Herzen sanftmütig, demütig und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Das ist eine ganz gewaltige Verheißung. Überhaupt hat die Bibel für die, die bereit sind, sich vor dem Herrn zu demütigen, große Verheißungen. Ich zitiere nur eine weitere, Jesaja 57, Vers 15. Ein Riesenkontrast, der uns aufgezeigt wird, Denn so spricht der Hohe Unerhabene, der in Ewigkeit wohnt und dessen Namen der Heilige ist Gott in seiner ganzen Herrlichkeit. In der Höhe und im Heiligen wohne ich. Wo wohnt er noch? Jetzt kommt der Riesenkontrast. Und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Herzens ist. oder einen zerschlagenen und geängstigten Geist hat, um zu beleben das Herz der Zerschlagenen. Und es liegt uns menschlich so nahe gegen die Demütigungen, die Gott in unser Leben verordnet, uns dagegen aufzulehnen, auszuschlagen, um uns zu schlagen, selbstgerecht und verbittert zu werden. und dann werden wir die Ehre Gottes und sein Wort in Wirklichkeit nur als Vorwand missbrauchen, um uns selbst zu suchen und um uns selbst zu profilieren. Und das Schlimmste ist, wenn wir von unserer eigenen Demut überzeugt sind. Das ist das Schlimmste. Manfred Siebald hat es so schön in einem seinen Lieder zu Ausdruck gebracht und bewahre uns auch vor der Demut, von der wir am Ende uns sagen, wir könnten stolz auf sie sein. Versteht, das ist keine Demut, wenn die anderen nicht anerkennen, wie demütig ich bin oder wenn wir dann stolz auf unsere Demut sind. Christus war sich nicht zu schade, seinen Jüngern zu dienen, die Sklavenarbeit auf Fußwaschung auf sich zu nehmen. Genauso wird sich der Herr in uns und durch uns verherrlichen, wenn wir unserer eigenen Niedrigkeit bewusst werden. dann werden wir auch Menschen in der Seelsorge in richtiger Weise ermahnen, ermutigen und aufrichten können. Wenn wir das erkannt haben. Und genau das sagt Paulus in Galater 6,1. Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr die Geistlichen einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. und dabei gib auf dich selbst Acht, dass nicht auch du versucht wirst. Einer meiner Lehrer, Fritz Grünzweig, längst beim Herrn, hatte sehr viel Seelsorge und hat gesagt, es gibt keine Sünde, die es nicht in der Gemeinde Jesu gibt. Das kann ich nach einigen Jahrzehnten Dienst auch sagen. Es gibt keine Sünde, die es nicht in der Gemeinde Jesu gibt. Und nichts, um sich zu erheben, sondern das ist die Realität. Und Fritz Grünzweig hat dann gesagt, wenn ein Mensch bei ihm war, die entsprechende Sünden ans Licht gebracht haben. Dann ist immer der Gedanke, wie kann sowas passieren? Wie ist sowas möglich und so weiter? Nach entsprechenden Gesprächen ist er als erstes immer auf die Knie gegangen und hat sich selbst gebeugt und hat gesagt, Herr, und du siehst, dass ich ohne deine Gnade noch zu ganz anderen Sünden fähig bin, wie das, was ich jetzt in der Seelsorge gehört habe. Versteht ihr? Erkenntnis der eigenen Niedrigkeit vor dem Herrn. Der Herr möchte uns zu Menschen machen wie Mose, die bereit sind, ohne Kompromisse einzutreten, wenn es um ihn geht, wenn es um sein Wort geht, wenn es um seine Ehre geht, die aber auch priesterlich für andere einstehen und nicht um sich schlagen, wenn die eigene Ehre gekränkt und angegriffen wird. Und es ist der Wille Gottes, dass in jedem seiner Kinder diese geistliche Charaktereigenschaft heranreift. Epheser 4, 1 bis 2, wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid. Wie wandeln wir würdig dem Herrn? Mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragen. Und besonders sind diese Charaktereigenschaften für geistliche Verantwortung gefordert. In 2. Timotheus 2, 24 bis 26 sagt Paulus, ein Knechtesern aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam und die Widersacher in Sanftmut zurechtweisen und hoffen, ob ihnen Gott nicht etwa Buße gebe zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder aus dem Fallstrick des Teufels herausn werden nachdem sie gefangen worden sind f seinen Willen Ich komme zum Schluss Martin Luther wurde von Gott gebraucht, um in einzigartiger Weise die Schrift, allein die Schrift, allein den Glauben, allein die Gnade, allein Christus wieder neu in den Mittelpunkt zu stellen. Martin Luther war auch ein Mensch mit seinen Schwächen und Versagen, ein Kind seiner Zeit. Und wir tun heute oft so leichtfertig urteilen, was der Luther alles nicht erkannt hat. Wir müssen immer sehen, die kamen aus dem dunkelsten Mittelalter. Und es war gewaltig, was er auf diesem Hintergrund erkannt hat. Und nicht 200 Jahre Bibeltreue, Geschichte und Erweckung und so weiter. War gewaltig, was er erkannt hat. Aber auch ein Mensch mit Schwachstellen, mit Versagen, wie wir alle sind. Auch nicht die vollkommene Erkenntnis in allen Dingen. Wie sehr sich durch alle Leiden und alle Kämpfe hindurch der eigenen Niedrigkeit bewusst wurde. Das wird deutlich an der letzten schriftlichen Notiz, die man auf dem Tisch in seinem Sterbezimmer gefunden hat. Da stand nicht etwa, jetzt beende ich das Werk eines großen Reformators. Jetzt habe ich die Bibel ins Deutsche übersetzt und den Glauben wieder ans Licht gebracht. Wisst ihr, was auf diesem Zettel stand? Bettler sind wir, das ist wahr. Es war die letzte schriftliche Montiz von Martin Luther, Erkenntnis der eigenen Niedrigkeit. Hudson Taylor, von Gott gebraucht, beglaubigt als Gründer der CIM. Er war ja vom menschlichen Auftreten ganz anders, wie wir uns eine vollmächtige Person vorstellen. Zarte Stimme, kränklich und so weiter. Das denken wir immer, das ist ein bisschen vollmächtig. Dann war er zum ersten Mal in den Staaten eingeladen, um die Missionsarbeit vorzustellen. Dann haben sie Hudson Taylor zerrissen. Wer ist dieser Hudson Taylor, wenn er nicht der Name hätte? Predigt ja gar nicht besonders. Man würde nicht mal die Spesen für eine Vorstellungspredigt zahlen. und war im Zug unterwegs mit seinem Freund Henry Forst. Und Forst hatte so gerade eine Zeitung und da war so ein Artikel über Hudson Taylor drin, der saß neben ihm und dann tut er die ganz leise zusammenfalten und schiebt den unter einen Stapel mit anderen Schriften und Büchern, dass Hudson Taylor das Jahr nicht sehen soll, was da über ihn geschrieben war. Was macht Hudson Taylor? Der greift dahin, zieht es raus, schlägt es auf und beginnt zu lesen. Es ist die Frage, was wäre mit uns passiert, wenn wir das gewesen wären. Langsamer Anstieg vom Pulsschlag, dann der Hautfarbe und so weiter, Schweißausbrüche, Zittern, was denken die eigentlich, was die da schreiben. Wie so etwas hat es ein Taylor gemacht hat, der hat es zugeklappt, war einige Augenblicke ganz still und dann hat er gesagt, es ist alles wahr, was in diesem Artikel steht. Eine völlig berechtigte Kritik. Ich habe oft schon gedacht, dass Gott mich so gering gemacht hat, dass er sich verherrlichen kann. Versteht ihr? Erkenntnis der eigenen Niedrigkeit. Mose war ein sehr gebeugter Mensch, ein sehr geplagter Mensch, aber dadurch war er der demütigste und sanftmütigste geworden. Und es liegt an uns, ob wir ein Ja dazu haben, wenn der Herr in unserem Leben auch durch schmerzhafte Eingriffe diese Frucht ausprägen möchte oder ob wir uns dagegen wehren. Und es ist mein Wunsch, dass wir uns nicht innerlich auflehnen, um uns schlagen, sondern mit Psalm 119, Vers 75 bis 77 sagen können, ich habe erkannt, Herr, dass deine Gerichte Gerechtigkeit sind und dass du mich in Treue gedemütigt hast. Lass doch deine Gnade mir zum Trost sein. Nach deiner Zusage an deinem Knecht, lass deine Erbarmungen über mich kommen, dass ich lebe, denn dein Gesetz ist meine Lust. Dann beten wir noch miteinander. Wenn noch einige beten wollen, stehen auf dazu. Beten noch miteinander. Herr Jesus, hab Dank, dass du demütig und von Herzen sanftmütig bist. Dass wir von dir lernen sollen und dass es die Kraft deiner Gnade ist, die uns umgestaltet in dein Bild. Du weißt auch, wie leicht es ist, über Demut zu predigen und wie es dann wieder in der Praxis aussieht. Und Herr Jesus, gib uns in dieser ichbezogenen und selbstzentrierten Zeit ganz neu den Blick für dich, für dein Wirken und die Frucht deines Geistes. Und mach uns zu Menschen, die von dir lernen und die so wirben durch alle Führungen, wie du uns haben möchtest und die darin wirklich auch Ruhe finden für ihre Seele und die dich ehren und verherrlichen. Amen.