Johannes Pflaum Gemeindefreizeit 2024 3
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Ihr wisst jetzt, wie es in Österreich im Winter aussieht. Wenn man zum Fenster rausschaut, ist alles weiß. Genau. Und wenn ihr das anders wollt, muss jeder an der Rezeption 5 Euro zahlen. Dann wird der Vorhang aufgemacht. Dann sieht man wieder die Berge, nachher die da sind. Nochmal kurz zum Büchertisch. Ich wurde nochmal gefragt. Also das geht auf Spendenbasis. und da ist der Karton, da kann man was reinlegen. Wenn man möchte, kann man auch wechseln, wenn was drin ist. Und ich möchte euch noch hinweisen auf Nachrichten aus Israel vom Mitternachtsruf. Da sind immer Artikel drin und auch aktuelle Informationen über Israel. Das ist sehr wertvoll, gerade in unserer heutigen Zeit, weil das, was ihr in der Presse hört, das stimmt zum Teil nicht, oder ihr hört nur die Hälfte. Beispielsweise der Norden Israel ist seit Wochen unter Beschuss, täglich einmal mehr oder weniger. Das kommt bei uns in den Nachrichten so gut wie nicht. Also das sind gute fundierte Informationen, auch Artikel zum Thema Israel. Und dann liegt das Buch auf, wirklich gerettet. Und es gibt immer wieder Probleme mit der Heilsgewissheit. Worin begründet meine Heilsgewissheit? In meinen Gefühlen, in meinen Erfahrungen, das hält alles nicht. Oder wirklich in dem, was Christus getan hat und in seinem Wort. Und der Anker meiner Errettung liegt außerhalb von mir selbst. Und er ist unabhängig von meinem Gefühlsleben und dem, was damit zusammenhängt. Und deshalb das Thema, wie kann ich wirklich zur Heilsgewissheit kommen. Und es ist ein Unterschied, Glaube im Volksmund und Glauben in der Bibel. Glauben im Volksmund, ich glaube, dass der FC Bayern wieder Deutscher Meister wird. Das heißt, ich weiß das nicht sicher, aber ich wünsche mir, dass es so kommt. Und Glauben in der Bibel ist etwas völlig anderes. Glauben ist ein sicheres Wissen, eine Gewissheit, die in Christus ruht. Da geht es darum, wie komme ich zur Heilsgewissheit, was sind Kennzeichen des neuen Lebens und dann auch die Ruhe in Christus und seinem Werk finden. Soweit zu diesen Dingen, jetzt schlagen wir miteinander auf, 2. Mose 33. Wir machen jetzt einen großen Sprung im 2. Mose Buch. 2. Mose 33, 12 bis 17. Wir haben Moses Geburt gesehen, bis er dann ins Haus des Pfarrers gekommen ist, doch so das Pfarrer aus. Wir haben dann gestern seine Berufung gesehen, diese 40-jährige Lücke, wie der Herr in seinem Leben am Wirken war. Jetzt geht es heute um einen Charakterpunkt im Leben Moses, der sich herangebildet hat. Und zwar wollen wir uns mit Moses Abhängigkeit vom Herrn heute beschäftigen und sehen, wie er immer mehr in die Abhängigkeit von seinem Herrn geführt wurde. Ich bete noch. Herr Jesus, ab Dank, dass dein Wort die Wahrheit ist und dass es Geist und Leben in sich selbst hat. Und hab Dank, dass dein Wort auch das Mittel ist oder eins der Mittel, mit dem du uns immer mehr veränderst, damit wir dir ähnlicher werden. Durch das in uns ein geistlicher Charakter ausgeprägt wird. Wir wollen dich jetzt auch bitten, gib uns sehende Augen und hörende Ohren für dich und deine Wahrheit. Amen. 2. Mose 32, Abvers 12, ein großer Sprung. Wir sind jetzt direkt eigentlich in dem Geschehen nach dem goldenen Kalb. Also Mose war vom Berg zurückgekommen und er hat gesehen, was mit Israel los war im Tal. Und jetzt geht es weiter, 2. Mose 33, Vers 12 bis 17. Er ist wieder in der Gemeinschaft mit dem Herrn und wir lesen. Und Moses sprach zu dem Herrn, siehe, du sprichst zu mir, führe dieses Volk hinauf. Aber du hast mich nicht wissen lassen, wen du mit mir senden willst. Und du hast doch gesagt, ich kenne dich mit Namen. Und du hast auch Gnade gefunden in meinen Augen. Und nun, wenn ich deine Gnade gefunden habe in deinen Augen, so lass mich durch deinen Weg wissen, dass ich dich erkenne, damit ich Gnade finde in deinen Augen. Und siehe, dass diese Nation dein Volk ist. Und er sprach, mein Angesicht wird mitgehen und ich werde dir Ruhe geben. Und er sprach zu ihm, wenn dein Angesicht nicht mitgeht, so führe uns nicht von hier hinauf. Und woran soll denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe in deinen Augen? Ich und dein Volk, nicht daran, dass du mit uns gehst und wir ausgesondert werden, ich und dein Volk, aus jedem Volk, das auf dem Erdboden ist. Und der Herr sprach zu Mose, auch dies, was du gesagt hast, werde ich tun, Denn du hast Gnade gefunden in meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen. Soweit dieser Abschnitt. Ich habe das schon erwähnt in diesen Tagen, wir haben mit Mose ein großes Vorbild. Vielleicht sogar das Vorbild neben David im Alten Testament geistliche F Und wenn wir sein Leben betrachten dann ist es erstaunlich wie er das Volk Israel im Auftrag des Herrn aus Ägypten und danach 40 Jahre durch die Wüste geführt hat. Ich habe gestern gesagt, ja, er hat wahrscheinlich noch gar nichts gewusst von diesen 40 Jahren bei seiner Berufung. Und es war wohl auch besser, dass er das noch gar nicht gesehen hat, was da alles auf ihn wartet. Eben nicht nur gefahren in der Wüste, nicht nur gefahren von außen, der erste Kampf dann mit der Amalekiter, den sie gehabt haben und so weiter, sondern ständig hat ihm das eigene Volk zu schaffen gemacht. Auflehnung gegen Mose, 40 Jahre, müsst ihr euch immer auf Augen halten, ungehorsam gegenüber dem Herrn. Und trotzdem blieb Mose 40 Jahre seinem Auftrag treu und hat Israel durch diese schwierige Zeit geführt, nicht das Handtuch geworfen, wie man so schön sagt. Wenn wir nun fragen, was waren die Geheimnisse dieser geistlichen Führungsperson, sind wir immer dazu geneigt, den Schlüssel auf der menschlichen Ebene zu suchen. Aber eben, das Geheimnis von Mose war nicht eine außerordentliche, natürliche Begabung, wenn er auch begabt war von dem, was wir aus seiner Zeit in Ägypten wissen. Das war auch nicht menschliche Entschlossenheit und Autorität, wenn Mose wahrscheinlich auch einen entschlossenen Charakter hatte, sondern die Geheimnisse lagen auf der geistlichen Ebene. Und eines dieser Geheimnisse, das gehört zu einem geistlichen Charakter, war, dass Mose immer wieder neu gelernt hat, in der Abhängigkeit von seinem Herrn zu leben. Und es nicht als eine einmalige Sache war, ihm klar geworden, dann hat er es gemacht, sondern wir können das in seinem Leben sehen. Wie er gewachsen ist in der Abhängigkeit vom Herrn und es immer wieder neu gelernt hat, abhängig zu sein. Und davon spricht dieser Abschnitt, den wir gerade gelesen haben. Sein Leben, sein Dienst war von dieser Abhängigkeit geprägt. Wir wollen jetzt verschiedene Stationen durchgehen in seinem Leben, an denen wir sehen, wie Mose in diese Abhängigkeit hineingeführt wurde. Wieder drei Schritte heute Morgen. Der erste, Moses Weg in die Abhängigkeit von seinem Herrn. Und dann das zweite, Moses' Führungsaufgabe und seine Abhängigkeit von dem Herrn. Und dann das dritte, Moses' Abhängigkeit vom Herrn und das verheißene Land. Zunächst das erste, Moses' Weg in die Abhängigkeit von seinem Herrn. Wir haben das gestern und vorgestern gesehen. Denn Moses Geschichte beginnt nicht erst mit der Berufung am brennenden Dornbusch, wenn das auch ein einschneidendes Erlebnis war, sondern der Herr war von Anfang an in seinem Leben am Wirken. Und von Anfang an hat der Herr ganz bestimmte Absichten und Pläne mit Mose verfolgt. Und ich wiederhole das nochmal, insgesamt 80 Jahre Wirken Gottes im Leben von Mose, arbeiten an seinem Charakter, bevor sein eigentlicher Auftrag begonnen hat. Nun wir wissen, Mose hatte danach immer noch 40 Jahre Zeit, als sein eigentlicher Auftrag begonnen hatte und er wurde viel älter, wie wir werden. Aber trotzdem, wenn wir das sehen, immerhin zwei Drittel seines Lebens, in denen der Herr am Wirken war, bevor sein eigentlicher Auftrag gekommen ist, um ihn vorzubereiten, um den geistlichen Charakter zu formen, den er für diese Aufgabe brauchte. Und ich habe es gesagt, es war noch nicht abgeschlossen, sondern die Formung ging weiter. In diesen 40 Jahren aus Ägypten und dann in der Wüste mit dem Volk. Und da haben wir ein Beispiel für geistliches Wachstum und Bewährung. Dass das Zeit braucht, wenn es auch nicht immer so viel Zeit ist wie bei Mose, dass das Geduld braucht, wenn der Herr an uns arbeitet. Wachstum, dass der Herr uns auch geistliche Verantwortung anvertrauen kann. Nun, es müssen nicht immer Jahrzehnte sein wie bei Mose, aber Geduld und Wachstum sind zwei Dinge, die miteinander Hand in Hand gehen. Und echtes Wachstum entsteht nie explosionsartig, sondern echtes Wachstum braucht Zeit und Geduld. Matthäus 13, die Reichgottesgleichnisse, Königsherrschaftsgottesgleichnisse, die wir dort haben, mit das bekannteste des Gleichnisses vom vierfachen Ackerfeld. Das spricht unser Herr auch von dem, was auf den Fels gesät war. In Matthäus 13, Vers 5. Anderes fiel auf das Steinige oder Felsige, wo es nicht viel Erde hatte und jetzt kommt was. Und sogleich ging es auf und jetzt kommt die Begründung, weil es nicht tiefe Erde hatte. Im Gegensatz zu der fruchtbaren Saat wird hier hervorgehoben, dass es so gleich aufging oder sofort aufging. Scheinbar explosionsartiges Wachstum oder Expresswachstum oder wie wir das auch immer bezeichnen m Aber am Ende blieb nichts davon Warum Weil es keine tiefe Wurzel hatte Im Gegensatz zu dem, was nachher Frucht bringt. Und das auf das gute Land gesäte, brauchte dagegen die ganz normale Zeit. Von Aussaat, von Wachstum bis dann am Ende Frucht entstanden ist. Gehen wir etwas weiter im Neuen Testament. In 1. Timotheus 3 spricht Paulus von den Ältesten und der damit verbundenen Verantwortung in der Gemeinde Jesu. Und interessant, Benedikt Peters hat vor längerer Zeit schon darauf aufmerksam gemacht, 15 von 16 Merkmalen betreffen den Charakter und nur eins die Begabung in diesem Zusammenhang. Ganz wichtig, 15 von 16 Merkmalen für Ältesten betreffenden Charakter und nur eins, die Begabung. Und da hebt Paulus unter anderem hervor, 1. Timotheus 3, Vers 6, dass er kein Neubekehrter sein soll. Und damit wird auch wieder deutlich, geistliches Wachstum braucht Bewährung. Geistliches Wachstum braucht Zeit, die Formung eines Charakters. Das geht nicht einfach von heute auf morgen oder weil dann jemand beruflich eine Führungsposition hat und jetzt bekehrt er sich. Ja, der kann Personalmanagement und so weiter und jetzt wird er halt ältester. Das ist nicht der biblische Weg, sondern geistliches Wachstum braucht Bewährung. Da ist Zeit nötig. Und das steht im völligen Gegensatz zu unserer Prägung, die wir heute haben. Heute sind überall schnelle Erfolge gefragt. Denkt an die Politik. Nun, ich glaube, in Deutschland gibt es nicht mehr viele Erfolge. Aber ihr wisst, was ich meine. Schnelle Erfolge, Wahlversprechen und morgen soll alles anders sein. Sonst wird wieder irgendetwas anderes gewählt, wenn heute auch fast alles das Gleiche ist, was man wählt, egal welcher Name davor steht. Aber schnelle Erfolge sind gefragt. Deshalb in der Wirtschaft, Aktienhandel, wenn es um Dividende geht, Schnelle Erfolge, Quartalszahlen, Halbjahreszahlen. Und dann werden oft Entscheidungen gefällt, die sind nicht langfristig, über Jahre weg, sondern nur die nächsten Quartalszahlen, dass die wieder stimmen. Ich muss euch doch eine kleine Anmerkung machen. Einer unserer Bundesrede in der Schweiz, also was in Deutschland ein Minister ist, der ist jetzt im Ruhestand. Der wurde vom 1. August wieder interviewt, wie ihr so denkt. Und dann hat er gesagt, es gibt keine Politiker mehr, die langfristig denken und die feste Ideen verfolgen. Dann hat er gesagt, die einzige Ausnahme ist Xi Jinping in China. Und er hat nicht gesagt, es ist alles gut, was Xi Jinping macht, aber er hat gesagt, die denken in langen Zeiträumen. Und als er als Verteidigungsminister dort war, hat er ihnen erzählt, was macht die Schweizer Armee, der chinesische Verteidigungsminister, was macht die im Frühjahr und was machen wir im Herbst. Und dann hat er gelächelt und hat ihm erzählt, was sie in zehn Jahren machen wollen. Versteht ihr, die denken in langen Zeiträumen, die denken voraus. Aber bei uns geht es heute nur noch schnelles Wachstum, schneller Erfolg und nicht mehr wirklich in die Zukunft denken, was hat es langfristig für Folgen. Ihr wisst, das ist im Sportbereich genauso. Schnelle Erfolge sind gefragt und wenn die ausbleiben, was heißt es dann? Die schöne Formulierung, wir haben uns im gegenseitigen Einvernehmen vom Trainer getrennt. Das ist dann immer die Formulierung, die kommt. Schnelle Erfolge. Und wir sind alle gefährdet, dass dieses Denken prägt uns und dass das auch auf unser geistliches Leben abfährt. Alles muss schnell gehen. Gemeindewachstum. möglichst schnell größer werden, mehr Zahlen, mehr Mitglieder und so weiter. Alles muss schnell gehen, auch im geistlichen Leben, Übernahme von geistlicher Verantwortung. Nun, es kann auch Ausnahmen geben, aber wir sind oft auch ungeduldig. Alles muss schnell gehen in Bezug auf das Leben anderer. Alles muss möglichst schnell so sein, wie wir das gerne hätten. Wir vergessen ganz, dass geistliches Wachstum mit Geduld und mit Zeit verbunden ist. Und am Leben Mose können wir sehen, dass es Zeit braucht, um für geistliche Führungsaufgaben innerlich heranzureifen. Ich habe euch Paulus genannt. Zwölf, dreizehn Jahre, natürlich war er vorher aktiv, aber bis sein eigentlicher Lebensauftrag mit der Aussendung von der Gemeinde in Antiochien begonnen hat. Ich kannte noch George Peters, den Missiologen, persönlich. Und ich habe das damals noch nicht verstanden, als ich selbst jung war. Man ist von sich überzeugt und so weiter. Aber als er sagte, bevor junge Brüder in die Mission gehen, wäre es gut, sie hätten einige Jahre zuvor in Deutschland Dienst getan. Ich habe früher immer gedacht, ja was hat er denn? Fertig Bibel, schon, dann ab die Post und so weiter. Aber im Rückblick versteht man das immer besser. Geistliches gibt auch das andere, aber geistliches Wachstum braucht auch Zeit und es braucht auch Bewährung. Und jetzt sehen wir bei Mose, ich komme nochmal auf Hebräer 11 zu sprechen, Vers 24 bis 27, wie er schon mit 40 Jahren vor dem brennenden Dornbusch, also 40 Jahre zuvor, uns als ein Glaubensvorbild gezeigt wird. Und ich lese das nochmal, ich habe es am ersten Abend getan, aber ich lese das nochmal. Hebr 11 von Vers 24 bis 27 Und da lesen wir, durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pfarrers zu heißen und wählte lieber, mit dem Volk Gottes ungemacht zu leiden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben. indem er die Schmacht des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens, denn er schaute auf die Belohnung. Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht, denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren. Also 40-jährig ein Glaubensvorbild. Glaubensvorbild, kompromissloses Leben um Christi willen, das dem sündigen Treiben Ägyptens widerstanden hat. Durch den Glauben verzichtete er freiwillig auf alle Vorrechte, die er als ägyptischer Prinz gehabt hatte. Er wusste ihm etwas Besseres wie das Irdische. Und auch als er vor dem Pharao fliehen musste, vertraute er dem Herrn. Also 40 Jahre Glaubensvorbild und die Frage, ich habe das am ersten Abend schon anklingen lassen, was fehlte Mose noch für seine spätere Führungsaufgabe mit diesen 1,5 bis 2 Millionen Israeliten? Warum diese 40 Jahre Warteschleife menschlich gesehen in der Wüste? Und in der Bibel können wir zwei Gründe davon erkennen. Einmal, die Zeit für die Befreiung Israels war aus Gottes Sicht noch nicht gekommen. Von Israel aus sah das anders aus. Aber aus Gottes Sicht war der Zeitpunkt für die Befreiung Israels noch nicht da. Und das, obwohl Gottes Volk seit über 40 Jahren, ich bin jetzt beim 40-jährigen Mose, unter Betrückung und in größter Notstand. Ich habe schon oft nachgedacht bei dieser Geschichte, wie viele Israeliten haben wohl zum Herrn geschrien, dass er doch eingreift und dass es Befreiung gibt. Und keine Antwort gehabt auf die Frage, warum greift der Herr nicht ein? Gut, er hat Abraham gesagt, sie werden 400 Jahre dienen. Aber versteht er trotzdem keine Frage, warum greift der Herr nicht ein? Und alles wurde nur noch schlimmer. Aber es entsprach Gottes vollkommenen Plänen und Absichten mit seinem Volk, dass erst nochmal 40 Jahre zu diesen 40 Jahren vorübergehen mussten, bevor der Zeitpunkt für die Befreiung Israels aus Ägypten gekommen war. Ich habe auch manchmal schon gedacht, wie viele Israeliten sind gestorben in diesen 80 Jahren zwischen der Geburt Mose, zwischen dem Auszug, die gebetet haben und die gewartet haben und die nicht mehr erlebt haben, dass der Herr sein Volk befreit hat. Also der erste Grund, in Gottes Plan war der Zeitpunkt noch nicht da für die Befreiung Israels. Und dann der zweite Punkt, trotz dem großen Glaubensvorbild war Mose innerlich noch nicht so weit, dass er reif war für diesen großen Auftrag, den er dann gar nicht als einen großen Auftrag ansah, den der Herr für ihn bereithielt. Er musste selbst noch verändert werden. Und jetzt kommen wir nochmal zurück auf Apostelgeschichte 7, 25. Ich habe das gestern zitiert. Ich habe das vorgestern kurz erwähnt. Er meinte aber, seine Brüder würden verstehen, dass Gott ihnen durch seine Hand Rettung gebe. Sie aber verstanden es nicht. Also Mose wusste von dieser Berufung, habe ich erwähnt gehabt, über seinem Leben. Das lässt Apostelgeschichte 27 und 25 eindeutig hervortreten. Und er handelte, als er die schreiende Not und das Unrecht an seinen Brüdern sah. Und genau hier liegt wohl der bekannte Knackpunkt. Ich habe euch gesagt, wir lesen in 2. Mose nicht, dass er dafür einen Auftrag gehabt hätte wie seiner Berufung, sondern er meinte Israel, das zu verstehen müssen. Er griff ein, eigene Macht, eigene Möglichkeit. Wenn wir von der Bibel her jetzt vorsichtig Rückschlüsse ziehen, war er wohl auch noch überzeugt von seinen eigenen Gaben und Fähigkeiten. Wir haben es gelesen, Apostelgeschichte 7, stark in Wort und Werk. Ich habe euch gesagt, 1A Rhetoriker, einer, der gehandelt hat. Wenn er gesehen hat. Also Mose war wohl noch sehr stark auch überzeugt von seinen eigenen Gaben und seinen eigenen Fähigkeiten. Ein tatkräftiger Mann. Und als er 40 Jahre später vor dem brennenden Dornbus stand, finden wir einen völligen Kontrast. 40 Jahre später steht dort einer, der inzwischen von seiner Unfähigkeit überzeugt war. Nicht mehr 1a-Redegabe, sondern in 2. Mose 6,30 und 2. Mose 6,12, da lesen wir, dass er sagt, ich habe unbeschnittene Lippen. Ich komme gleich auf den Dornbusch zurück, aber versteht ihr? Nicht mehr überzeugt, mächtig in Wort, 1a-Redegabe. Völliger Kontrast, 40 Jahre später eigene Unfähigkeit erkannt. Wir haben gestern gelesen, 2. Mose 3, 11, wer bin ich?
dass ich zum Pharao gehe und die Söhne Israels aus Ägypten führen soll. Ganz wichtig, das war nicht eine fromme Höflichkeitsfloskel. Versteht ihr, so in der Gemeinde, ja, ich bin ein unwerter Diener. Und wenn einem die anderen dann sagen, wie unwert man ist, dann ist schnell vorbei mit dem Unwertsein. Ihr versteht, was ich meine, so fromme Floskeln, weil das halt schön klingt. Fromme Sprüche. Nein, das war nicht irgendein frommer Höflichkeitsspruch gewesen. Mose hat in diesen 40 Jahren wirklich jedes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die eigene Begabung verloren. Und er versuchte auch nicht mehr den Israeliten einen Wink zu geben für seinen göttlichen Auftrag. Stattdessen sagte er trotz eindeutiger Berufung, 2. Mose 4, Vers 1, und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören, sondern sagen, der Herr ist dir nicht erschienen. Ich habe euch schon gesagt, 2. Mose 6, ich habe unbeschnittene Lippen, hat er erkannt. Wenn wir 2. Mose 4, Vers 10 lesen, da sehen wir von dieser 1a-Rhetorik war in den eigenen Augen Moses nichts mehr übrig geblieben. Und was sagt er? Ach Herr, ich bin kein Redegewandermann, weder seit gestern, noch seit vorgestern, noch seitdem du zu deinem Knecht redest. Denn unbeholfen ist mein Mund, unbeholfen meine Zunge. Eben, mächtig in Wort und Werk. Und jetzt 40 Jahre in der Wüste, Herr, ich kann nicht reden. Sende du, wen du möchtest. Er hätte jedem anderen den Vorzug gegeben. Und dann eben dieses 2. Mose 4, 13, sendet doch durch, wen du möchtest. Und da wurde Gott zornig. Gott wurde nicht zornig, weil Mose sich misstraute. Das hat er gelernt in diesen 40 Jahren, das war richtig. Sondern weil er jetzt in der Gefahr stand, dem Herrn nicht mehr zu vertrauen, der ihn berufen hatte. Versteht ihr, dass Mose sich selbst misstrauen begonnen hatte, das war richtig. Aber jetzt stand er in der Gefahr, auch nicht mehr dem Herrn zu vertrauen. Und wenn wir dem Herrn nicht mehr vertrauen, dann ist das nicht Demut, sondern Unglaube. Das sind zwei verschiedene Dinge. Und obwohl uns die Bibel über die 40 Jahre Moses in der Wüste nichts sagt oder fast nichts sagt, können wir durch seine Berufung sehen, wie der Herr ihn verändert hatte. Er schrieb sich seinen Fähigkeiten, seinen Begabungen überhaupt nichts mehr zu, sondern war völlig abhängig von seinem Herrn geworden. Und diese Abhängigkeit und das Wissen um die eigene Unfähigkeit, das war aus göttlicher Sicht eine der Voraussetzungen dafür, dass Mose für diesen gewaltigen Auftrag in der Geschichte Israels brauchbar war. Und noch etwas ist bemerkenswert. Ich habe gesagt, dass Gott diese 40 Jahre Warteschlaufe im Leben Mose verordnet hatte, damit er innerlich verändert wurde. In Apostelgeschichte 7 und 35 wird uns aber noch ein Grund für Moses Flucht erwähnt. Da liest man auch so leicht drüber weg. Auf der anderen Seite war es auch der Unglaube der Israeliten, dass sie den 40-jährigen Prinzensohn als ihren Retter abgelehnt haben. Steht in Apostelgeschichte 7, 35. Obwohl das Volk dadurch an Mose schuldig geworden war, Unglaube, dass er zum Retter berufen ist, hat der Herr dieses Ereignis gebraucht, Schuld der Israeliten an Mose, um Mose zu verändern, um ihn in die völlige Abhängigkeit von ihm zu führen. Eben nun, da seht ihr, das ist so eine alttestamentliche Begebenheit, da leuchtet Römer 8, 28 dahinten auf. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle guten und angenehme Dinge, alles, was so ist, wie wir das gern hätten, zum Guten mitwirken. Da steht etwas anderes, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken. Ablehnung der Israeliten, Unglauben der Israeliten, Schuld gegenüber Mose, gebrauchte der Herr, um Mose zu verändern und zu formen. Das Geheimnis dieses geistlichen Vorbilds dieser Führungsperson ist mit darin begründet, dass er völlig abhängig vom Herrn wurde. Brauchbar für Christus werden wir nicht, wenn wir von uns selbst überzeugt ihm dienen wollen. Von unseren Gaben und von unseren Fähigkeiten. Und da meinen wir, jetzt kommt es darauf an, dass ich meine Fähigkeiten, meine Begabung in die Waagschale werfe, mein Können. Christus möchte uns dahin führen, dass wir lernen, nichts mehr von uns selbst, aber alles von ihm zu erwarten. Uns der völligen Abhängigkeit bewusst werden. Dann kann er sich verherrlichen. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir damals von der Bibelschule weggingen und wir haben viel gelernt damals, auch viel diskutiert über das Thema Gemeinde, Gemeindeverständnis und so weiter. Und versteht ihr, das gibt man nach außen nicht zu, aber nach innen geht man dann schon in den Dienst und jetzt weiß man, was man alles besser macht wie die anderen. Auch bei allem wo man Achtung hatte was gewachsen war So mit uns wird die Kirchengeschichte doch mal neu gestartet da beginnt jetzt die Sonne aufzugehen Jetzt gehen gerade die Wolken weg sehe ich Aber du darfst trotzdem nach vorne schauen Versteht ihr Dieses Verständnis, das man gehabt hat. Ja, und dann beginnt einem der Herr ganz anders zu führen, wie man das selbst gedacht hätte. Versteht ihr? Und das ist nicht eine Sache, die man dann einmal gelernt hat, sondern immer wieder neu lernen muss. Diese Abhängigkeit vom Herrn. Dass der Herr nicht auf uns und unsere Gaben und Fähigkeiten angewiesen ist, sondern wir einzig und allein abhängig sind von ihm. Es ist gut möglich, nicht nur gut möglich, es ist sehr wahrscheinlich, dass bei Moses seiner schwierigen Führungsaufgabe manches von seiner Vorbildung ihm später zugute kam. Eben seine Redegabe, wenn er vor dem Volk gestanden ist und so weiter. Die Wüste hat er gekannt, durch die 40 Jahre in der Wüste und auch noch anderes vielleicht, was er in Ägypten gelernt hat. Aber jetzt kommt das Wichtige. In den Augen Gottes ist das so unwesentlich, dass das an keiner Stelle erwähnt wird. Dass irgendwas von Mose seiner Vorbildung und 1A-Ausbildung ihm hier zugute gekommen ist. Für die Formung eines geistlichen Charakters so unwesentlich. Viel wichtiger, dass er in Bezug auf sich selbst in der völligen Abhängigkeit von seinem Herrn lebte und sich dessen immer wieder neu bewusst wurde, oft durch schmerzhafte Einschnitte Gottes. Und dass der Herr buchstäblich 40 Jahre Wüstenzeit gebrauchte, um Mose in diese Abhängigkeit zu führen. Und das, obwohl er schon 40 Jahre zuvor ein Glaubensvorbild gewesen ist. Und damit ist zweite Mosens Führungsaufgabe seine Abhängigkeit vom Herrn. Als Mann, der auch in Bezug auf seine eigene Person völlige Abhängigkeit gelernt hatte, Und immer wieder lernte, wurde Mose von seinem Herrn in dieser geistliche Führungsaufgabe gerufen. Und durch seine Abhängigkeit bekam er die Kraft und den Mut, Israel aus Ägypten zu führen. Ich habe euch schon gesagt, er hat nicht nur der Pharao Riesenschwierigkeiten gemacht, das hat ja schon in Ägypten angefangen, dass das Volk ihm Schwierigkeiten gemacht hat. Du, Naron, ihr seid schuld, dass der Druck jetzt noch einmal zugenommen hat und, und. Und wir sehen auch, wie die Abhängigkeit Moses nicht zu einer falschen Passivität geführt hat. Wisst ihr, das gibt es ja auch manche meinen, Abhängigkeit ist, wenn wir uns in den Sessel setzen und Däumchen drehen und sagen, Herr, tu du mal. Ich kann gar nicht, das war bei Moses auch nicht der Fall. Er war abhängig, aber nicht in einer falschen Passivität. Er konnte auch sehr entschlossen handeln im Vertrauen auf den Herrn. Er erlebte, wie der Herr sich auf wunderbare Weise aus Ägypten führte, vor der nachjagenden Armee errettete und er erfuhr, dass der Herr das Volk mit dem Lebensnotwendige versorgte, obwohl schon damals Murren vom Volk zu hören war. Er wusste um das Ziel, wo das verheißene Land war, im Gegensatz zu Abraham. Geh aus deinem Vaterland in ein Land, das ich dir zeigen werde. Mose wusste, wo das verheißene Land war. Und all das hätte Mose jetzt beflügeln können, dem Volk die Richtung anzugeben, ab Richtung Israel und dann mit großen Schritten vorauszugehen. Jetzt gehen wir ins verheißene Land, jetzt nehmen wir das verheißene Land ein. Vor dem Bibeltext, den ich gelesen habe, ich habe es gesagt, da haben wir die traurigen Ereignisse um das goldene Kalb. Auf Gottes Treue, auf seinen Bund, den er gestiftet hatte, der auf gegenseitig beruft, aber den er gestiftet hat, den Mosebund, den Gesetzesbund, wir müssen ja Bündnisse in der Bibel unterscheiden, ist aber ein anderes Thema, hat das Volk sofort mit Ungehorsam und mit Abfall geantwortet. Und es zog unausweichlich Gottes Gericht nach sich. Aber Mose als Mittler stand in der Fürbitte für das Volk ein. Und der Herr vergab diese schwerwiegende Schuld, wenn er auch Gericht übte und das Konsequenzen hatte. Und in Kapitel 2, Vers 34 bekommt Mose neu den Auftrag, das Volk, 32, 34, stimmt das, was ich sage. Genau, in 2. Mose 32, 34 bekommt er neu den Auftrag, das Volk in das verheißene Land zu führen. Und mit dieser neuen Bestätigung nach diesen ganzen Ereignissen hätte Mose das Volk zum Aufbruch ermutern können. Ich habe euch gesagt, er wusste ja um das Ziel. Er wusste, wo das verheißene Land liegt. Mose hätte losziehen können nach dem Motto, jetzt machen wir uns auf den weiteren Weg. Der Herr wird uns dann segnen und bestätigen. Wir kennen das Ziel, es ist doch Gottes Wille, dass wir ins Weißenland kommen. Jetzt versuchen wir uns auf irgendeiner Route durchzuschlagen. Aber er hat ganz anders gehandelt. Und damit wird seine Abhängigkeit deutlich. Und wie er immer abhängiger vom Herrn wurde. Wir haben es gelesen, wenn dein Angesicht nicht mitgeht, dann führe uns nicht von hier hinauf. Mit anderen Morden, Mose wollte keinen Schritt in Richtung des verheißenen Landes unternehmen, wenn der Herr nicht selbst dabei war und mit ihm ging Und Mose verlie sich nicht auf seine bisherigen geistlichen Erfahrungen oder seine bisherigen Erkenntnisse sondern er hat ganz neu darum gerungen, um die Gegenwart und Führung des Herrn für die nächsten Schritte. Wie oft haben wir ganz andere Vorstellungen von geistlichen Leitungsaufgaben. Wir wünschen uns Personen, die sich jeder Situation gewachsen zeigen, die menschliche Sicherheit ausstrahlen, die bei jeden Schwierigkeiten und Nöten sofort einen Ausweg wissen und dann auch entschlossen handeln, die auf alle offene Fragen eine überzeugende Antwort liefern können. Nun, die Orientierungs- und Hilflosigkeit in der Gemeinde Jesu heute ist eine große Not, nicht überall, aber an vielen Orten. Und angesichts dieser Situation sollen wir darum beten, dass uns der Herr auch heute Werkzeuge erweckt, die von der Bibel her klar Orientierung gehen und vorangehen. Aber wie groß ist die Gefahr, dass wir menschliches und geistliches Handeln miteinander verwechseln? Eine andere Person aus dem Alten Testament, die auch von Gott in geistliche Verantwortung, in Führungsaufgabe gerufen wurde. Saul, bitte denkt jetzt nicht schon wieder, ach der Saul ist ja alles klar. Versteht ihr, das Leben Sauls, das wäre mal ganz interessant, das im Einzelnen zu beobachten. Eben, Saul, ein Mann, der ein Kopf größer war wie die übrigen, das hat menschliche Sicherheit ausgestrahlt. Das hat menschliche Überlegenheit ausgestrahlt. Und während seiner Königszeit war das Volk Israel oft geängstigt. Sie wurden ja von den Philistern beherrscht und geknechtet, als er als König berufen wurde. Und Saul gelang es auch den Israeliten, Sicherheit zu geben durch seine Führung in einem gewissen Punkt, sie zusammenzuhalten, können wir sagen. So das Volk zusammenzuhalten, eine gewisse Sicherheit menschlich gesehen auszustrahlen. Aber jetzt kommt der ganz große Unterschied zu Mose. Im Gegensatz zu Mose führte er nicht aus der eigenen Abhängigkeit vom Herrn, sondern immer wieder nach seinen eigenen Ideen und Vorstellungen. Manches, was Saul dabei machte, das kann äußerlich gesehen sehr fromm und beeindruckend aussehen oder sah so aus. Beispielsweise der Sieg, den Gott durch Jonathan gegeben hat in Gibeah Und da schwor Saul scheinbar sehr fromm, wenn wir das hören. 1. Samuel 14, 24. Verflucht sei jeder, der vor dem Abend etwas isst, bis ich mich an meinen Feinden gerecht habe. Das war eindrücklich. Das hat sehr fromm geklungen. Aber wie so oft handelte Saul in seinem Leben eigenwillig, nicht in der Abhängigkeit vom Herrn. Und ganz anders Mose in unserem Abschnitt. Wie er darum gerungen hat, um die Gegenwart des Herrn, wenn dein Angesicht nicht mitgeht, dann führe uns von hier nicht hinauf. Und wir sehen, das ist eines seiner großen Geheimnisse, Abhängigkeit vom Herrn. Und wie oft wird uns dann berichtet, dass Mose nicht mehr wusste, was er machen sollte. Genau das Gegenteil, wie wir uns oft eine große Führungsperson vorstellen. Er wusste nicht mehr, was er machen sollte. Er fiel vor dem Herrn nieder. Er schrie zum Herrn, bis der Herr wieder klar gezeigt hatte, wo es durchgehen sollte. Die vier Evangelien zeigen uns ja Jesus jeweils auf einer anderen Seite. Matthäus, der verheißene König, Israel, der Messias. Markus, der vollkommene Diener Gottes. Lukas, der vollkommene Mensch. Und Johannes, der Sohn Gottes. Jesus als wahrer Gott. Lukas' Evangelium, vollkommener Mensch. Und Benedikt Peters hat in einem Vortrag über das Gebetsleben Jesu schon vor Jahren darauf aufmerksam gemacht. Der vollkommene Mensch ist zugleich der völlig abhängige Mensch von Gott. Und interessant, Lukas 3, 21, da wird uns berichtet, dass Jesus nach seiner Taufe betete. Als erstes. Zeichen der Abhängigkeit. Wird uns nur bei Lukas berichtet. Direkt nach der Taufe erbetete. Versteht ihr, der vollkommene Mensch ist der abhängige Mensch von Gott. Und dann begann sein öffentliches Wirken. Es kann verschiedene Gründe geben, warum wir beten. Vielleicht verstehen wir das Beten als Mittel zum Zweck. Dass wir durch das Gebet den Herrn dahin bringen wollen, dass er das tut, was wir gerne hätten. Natürlich dürfen wir ihm unsere Wünsche sagen. Aber die Frage ist für uns Gebet Mittel zum Zweck. oder ist für uns ein intensives Gebetsleben Zeichen unserer völligen Abhängigkeit vom Herrn, dass wir auf ihn und seine Führung angewiesen sind. Und das war bei Mose der Fall. Das können wir bei unserem Herrn Jesus sehen. Das war auch bei ihm der Fall gewesen. In Lukas 6 haben wir die Berufung der zwölf Aposteln, Vers 12 bis 13 J herbei und er w aus ihnen zw die er auch Apostel nannte Ein Kapitel vorher Lukas 5 lesen wir dass der Herr Jesus die Gedanken seiner Gegner kannte Ein Zeichen, dass er Gott ist. Im Johannesevangelium wird uns berichtet, dass er sich den Menschen nicht anvertraute, weil er wusste, was im Menschen war. Der Sohn Gottes wusste das. Und trotzdem wählt er sich jetzt als der vollkommene Mensch, der er auch war, nicht einfach zwölf Apostel aus, sondern in diesem intensiven Gebet mit seinem Vater hat er die Nacht zuvor verbracht. Und da wird seine ganze Abhängigkeit vom Vater deutlich. Noch einmal möchte ich betonen, dass wir Abhängigkeit nicht mit einem passiven Handeln oder geistiger Tatenlosigkeit verwechseln dürfen, sondern es geht darum, dass die Entscheidungen in unserem Handeln aus seiner Gegenwart entspringen und seiner Führung untergeordnet sind. Da können wir alle nur von Mose lernen. Um ein Bild aufzugreifen, ich komme aus dem Schwarzwald ursprünglich. Wir stehen immer in der Gefahr, uns selbst Schneisen zu schlagen. Und der Herr soll uns dann die Kraft geben, wenn wir uns die Schneisen durch den Wald schlagen. Aber es soll genau umgekehrt sein. Er möchte die Schneise schlagen. Und es geht darum, dass wir bereit sind, ihm zu folgen. Und so wie Moses seine große geistliche Führungsaufgabe nur wahrnehmen konnte, weil er selbst in völliger Abhängigkeit lebte und sich immer wieder neu unter die Führung seines Herrn durchrang. Und damit das letzte, Moses Abhängigkeit vom Herrn und das verheißene Land. Jetzt machen wir nochmal einen Sprung, fast 40 Jahre weiter, 39 Jahre weiter. Er suchte immer wieder neu die Gegenwart und Führung Gottes für seinen Auftrag. In Förder Mose 11, 14 klagte er aus einer notvollen Situation heraus, ich allein kann dieses Volk nicht tragen, denn es ist mir zu schwer. Das war nicht nur in Bezug auf Mose und Israel so. Wenn der Herr uns geistliche Verantwortung gegenüber anderen überträgt, ist es immer an uns, das im Gehorsam wahrzunehmen und auszuüben. Aber zur geistlichen Gesinnung gehört die Erkenntnis, dass wir dies gar nicht aus uns können, wenn der Herr uns nicht selbst trägt. Das gilt dafür, wenn wir geistliche Verantwortung haben in der Gemeinde. Das gilt für die geistliche Verantwortung in der Familie, wenn der Herr uns Kinder anvertraut hat. Es gibt drei Phasen in der Erziehung. Also bevor man Kinder hat, weiß man, was man alles besser macht wie die eigenen Eltern. Wenn die Kinder dann da sind und ein bisschen größer werden, also nicht mehr nur gewickelt werden, dann merkt man plötzlich, auch die eigenen Eltern haben manches gar nicht so schlecht gemacht. Phase 2. Wenn die Kinder noch größer werden, kommt Phase 3. Dann denkt man, wenn ich es nur so gut könnte wie meine eigenen Eltern. Versteht ihr? Das sind so die Phasen, die man durchmacht. Hat mal jemand gesagt, über Erziehung wusste er am besten Bescheid, bevor er Kinder hatte. Da ist viel Wahrheit dran. Wir haben von der Bibel her klare Prinzipien. Wir müssen fragen, was sagt die Bibel zu diesem Thema? Aber man geht zum diesen Punkt geistliche Verantwortung. Versteht ihr, wenn der Herr uns geistliche Verantwortung anvertraut, dann ist es immer damit verbunden zu erkennen, ich kann das gar nicht, wenn der Herr mich selbst trägt. Versteht ihr? Die eigenen Kinder bringen uns auch zum Weinen auf den Knien vor dem Herrn. Das gehört mir dazu. Auch wenn wir uns das manchmal anders wünschen. Wenn das anders ist bei allen, freue ich mich von Herzen mit, wo das so ist. Aber die eigenen Kinder, da lernt man auch weinen vor dem Herrn im Gebet. Ich kann die Verantwortung gar nicht wahrnehmen, wenn du mich nicht selbst regst. Ist trotzdem eine wunderbare Aufgabe. aber ihr wisst, um was es geht. Und so kam es dazu bei Mose, dass er im Auftrag des Herrn 70 Ältesten berufen sollte, die mit ihm die Verantwortung für das Volk teilten. Für den Mose 11, Vers 6. Und Mose wusste, dass er bei seiner Aufgabe selbst völlig abhängig vom Herrn war. Und aus diesem Grund konnte er den Männern, die Gott berief, auch geistliche Verantwortung abgeben. Wir wissen ja, wie oft das Volk gegen Mose und Gott wurde, wie sie manchmal gegen ihn standen, bis hin zu seinen Geschwistern Aaron und Miriam, mit denen er sonst an vielen Stellen gemeinsam gestanden hat. Mose hätte jetzt auch hinstehen können und sagen, ich bin der einzig aufrechtige und treue und gehorsame Israel. Geht nicht da mit 70 weiteren Ältesten. Nur ich mache das richtig. Nur ich habe das richtige Anliegen und bin dem Herrn gehorsam. Ihr kennt es ja bei einem anderen geistlichen Vorbild. Und es war ein Vorbild. Aber der hat ihn dann an diesem Punkt korrigiert. Elia, ich allein bin übrig geblieben. Und dann hat der Herr ihn korrigiert. Versteht ihr? Er hätte Mose auch sagen können, ich bin der Letzte. Ich bin die einzige Führungsperson. Die anderen sind alle unfähig und ungehorsam und so weiter. Aber seine Abhängigkeit zeigt sich darin, dass er diese 70 Ältesten einsetzte. Wohl gemerkt, nicht irgendwelche Personen, sondern der Herr sagte Männer, von denen du erkannt hast, dass sie Ältesten des Volkes und seine Aufseher sind. Mose wusste, dass nicht er durch seine Gaben und Fähigkeiten und seine Frömmigkeit und Erkenntnis dieses Volk, bildlich gesprochen, über Wasser hielt, sondern...
allein der Herr. Und das war der Grund, warum er dann auch vertraute, dass der Herr, der ihn trotz aller Schwachheit und Unfähigkeit gebraucht, genauso auch andere von ihm berufene Männer gebrauchen kann. Und dann stand Israel nach 40 Jahren Umweg durch die Wüste vor der Grenze des verheißenen Landes. Mose durfte das Volk nicht hineinführen wegen seinem Ungehorsam am Haderwasser, weil einmal sein Temperament mit ihm durchgegangen war. Und das, obwohl das Volk mit seiner Halsstarrigkeit mitschuldig war an Moses Ungehorsam, sagt uns die Bibel. Es kam dann der Augenblick, wo auch äußerlich das Volk ganz abgeben musste. Nicht nur ein Teil der Verantwortung, ein 40 Ältesten, sondern das ganze Volk jetzt auch äußerlich abgeben. Nicht nur Entscheidungen in der Gegenwart des Herrn treffen, sondern ganz auf die Seite treten. Ganz zur Seite genommen werden. Ohne seine Führung würde Israel über die Grenze ins verheißene Land gehen. Und auf diesem Hintergrund leuchtet trotz der Schuld Moses am Haderwasser das Geheimnis dieser großen geistlichen Führungsperson auf, eines geistlichen Charakters Er wusste es war der Herr selbst der Israel durch die W gebracht hatte Er war nur ein Werkzeug dessen sich der Herr bediente Und deshalb konnte er loslassen und war sich sicher, wenn es auch schmerzhaft war, der Herr selbst wird sein Volk ins verheißene Land bringen. Und zugleich ging es aber auch darum, wer das Volk weiterführen wird. Und jetzt wird noch einmal seine ganze Abhängigkeit deutlich. Nicht Moses setzte eine Person ein, die er für geeignet hielt. Nicht er machte Gott einen Vorschlag, du da ist der und der, der könnte jetzt doch mein Nachfolger werden. Vielleicht hatte Moses selbst gelegentlich an Joshua gedacht, das ist gut möglich. Er war mit ihm ja innerlich sehr verbunden. Aber als es darauf ankam, ging es ihm nur allein darum, dass Gottes Wille zur Ausführung kam. Und er betet in 4. Mose 27, Vers 16, Der Herr, der Gott des Lebengeist leistet, alles Fleisches, setze einen Mann über die Gemeinde ein, der vor ihnen her zum Kampf auszieht und vor ihnen her ins Lager einzieht. und der sie ausführt und einführt, damit die Gemeinde des Herrn nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben. Kleine Anmerkung dieses Gebet geht bei einem genauen Betrachten weit Joshua hinaus Jesus die griechische des hebr Namen Joshua Es erfüllt sich in letzter Tiefe in Christus den guten Hirten, damit die Herde nicht wie Schafe ohne Hirten sind. Mose betet darum, dass der Herr einen Mann erwählt. Und es war der Wille Gottes, nicht Moses Vorschlag, dass Joshua als sein Nachfolger eingesetzt wurde. Für der Moses 27, 16. Und da sehen wir diese Abhängigkeit von seinem Herrn wie ein roter Faden. Seit der Berufung am Dornbusch, wie sich das durchgezogen hat. bis zu dem Augenblick, als ihn der Herr auf die Seite genommen hat und ein anderer Israel ins verheißene Land führen sollte. Und die Abhängigkeit vom Herrn, ein geistliches Geheimnis diesen großen Propheten. Aber nicht nur für Mose. In Johannes 15, Vers 5, Weinstock, Reben, da sagt der Herr Jesus zu seinen Jüngern, Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Wir können viele Dinge getrennt von Jesus tun, aber nicht Dinge, die Frucht bringen. Das meint er damit. Getrennt von mir k ihr nichts tun Und es ist mein Wunsch dass alle die Christus als ihren Herrn und Retter kennen in dieser Abh wachsen Ich sage nochmal nicht eine einmalige Sache. Und die hat man gelernt. Es geht immer weiter. Spurgeon sagte einmal in Bezug auf seinen Stolz, von meinem Stolz wird man mich trennen. Nach 20, 30, 40 Jahren Nachfolge hat er etwas anders gesagt, wenn ich ins Totentuch gewickelt werde. Dieses Wachstum in der Abhängigkeit ist einmal abgeschlossen, wenn der Herr uns vollendet. Aber dass wir Menschen werden, die in dieser Abhängigkeit von Christus wachsen, die nichts von sich selbst und den eigenen Fähigkeiten der eigenen Nachfolge erwarten, sondern alles nur noch von Christus. Nicht, dass wir unsere Wege gehen und dann beten, der Herr soll uns dabei helfen, sondern dass er vorausgehen kann und dass wir lernen, ihm nachzugehen, wohin er uns führt. Wenn es darum geht, dass wir bei kleinen oder großen Entscheidungen auch einen Schritt im Glauben tun, dass wir ihn aus der Gegenwart vor Christus heraus im Bewusstsein unserer Abhängigkeit tun. Und es ist das Schönste, wenn die Bitte Moses für uns nicht eine gelegentliche Bitte ist, sondern ein fester Bestandteil unserer Nachfolge. Wenn dein Angesicht nicht mitgeht, dann führe uns nicht von hier hinauf. Dann beten wir noch miteinander. Stehen wir auf, machen wir noch eine Gebetsgemeinschaft. Dann noch einige beten, die beten wollen.